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Brouwer, A.-Nach., Geiz+Trunk. 2 Öl
Nr. 3
Nr. 3
Schätzpreis
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Brouwer, Adriaen. (1605/6 Oudenaarde - 1638 Antwerpen) Nach. Die Personifikation des Geizes und der Trunksucht. 2 Pendants aus der Folge der Laster, Öl auf Holz. Jeweils ca. 24 x 19,5 cm.
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Zu den Hauptlastern des christlich-abendländischen Verständnisses zählen der Stolz, der Neid, die Völlerei, der Geiz, die Faulheit, der Zorn und die Wollust. Bereits im 5. Jahrhundert beschreibt Prudentius in seinem Epos der Psychomachia den Kampf der Tugenden mit den Lastern. Während des 14. Jahrhunderts bekamen die Laster jeweils eigene Formen als emblematische Personifikationen, welche auf ihre Identität hinweisende Attribute trugen. So wird die Trunksucht oder Völlerei oftmals mit leeren Krügen oder zerschlagenem Geschirr identifiziert, wohingegen der Geiz häufig als Frau gezeigt wird, die ihre Reichtümer an die Brust presst. Adriaen Brouwer prägte die flämische Bauernmalerei mit seinen Schilderungen von Schenkstubenszenen, Kartenspielern und Volksfesten am nachhaltigsten. So dienten zahlreiche seiner Gemälde vor allem im 18. Jahrhundert als Vorlage für die Umsetzung in druckgraphischen Folgen. Nach einer solchen Folge dürfte auch dieses Gemäldepaar entstanden sein. Ganz in der Trompe-l'oeil Technik der Zeit inszeniert der Künstler die Umgebung eines gucklochförmigen Ausschnitts, von welchem beide Figuren ungehindert der Beobachtung des Betrachters ausgesetzt sind. - Jeweils fachmännisch restauriert, gefirnisst, gerahmt.
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)Zu den Hauptlastern des christlich-abendländischen Verständnisses zählen der Stolz, der Neid, die Völlerei, der Geiz, die Faulheit, der Zorn und die Wollust. Bereits im 5. Jahrhundert beschreibt Prudentius in seinem Epos der Psychomachia den Kampf der Tugenden mit den Lastern. Während des 14. Jahrhunderts bekamen die Laster jeweils eigene Formen als emblematische Personifikationen, welche auf ihre Identität hinweisende Attribute trugen. So wird die Trunksucht oder Völlerei oftmals mit leeren Krügen oder zerschlagenem Geschirr identifiziert, wohingegen der Geiz häufig als Frau gezeigt wird, die ihre Reichtümer an die Brust presst. Adriaen Brouwer prägte die flämische Bauernmalerei mit seinen Schilderungen von Schenkstubenszenen, Kartenspielern und Volksfesten am nachhaltigsten. So dienten zahlreiche seiner Gemälde vor allem im 18. Jahrhundert als Vorlage für die Umsetzung in druckgraphischen Folgen. Nach einer solchen Folge dürfte auch dieses Gemäldepaar entstanden sein. Ganz in der Trompe-l'oeil Technik der Zeit inszeniert der Künstler die Umgebung eines gucklochförmigen Ausschnitts, von welchem beide Figuren ungehindert der Beobachtung des Betrachters ausgesetzt sind. - Jeweils fachmännisch restauriert, gefirnisst, gerahmt.
© 2012 Reiss & Sohn

