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B(roelmann), Epideigma sive specimen
Nr. 3658
Nr. 3658
Schätzpreis
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B(roelmann), S. Epideigma, sive specimen historiae vet(eris) omnis et purae. 2 Tle. in 1 Bd. Köln, G. Grevenbroich für den Autor, 1608. Fol. (31:19,5 cm). Mit 2 gest. Front., 5 doppelblattgr. Kupferktn. u. 7 (6 doppelblattgr.) Kupfertaf. (alle doppelblattgr. Ktn. u. Taf. mit Rückentext). 6; 4 Bll. (zus. 36 Bll. inkl. Kupfer). Etwas spät. Prgt. mit Rsch.; aufgebogen u. leicht fleckig, Rsch. etwas lädiert.
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VD 23:233223F; Meurer BLM 1. - Einzige Ausgabe, sehr selten. Eines der wenigen Exemplare mit dem Erratablatt am Schluß (vgl. Meurer), das z.B. in denen der Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel und der Bibliothek des Grafen Heinrich von Bünau (dieses wurde im Mai 2006 für 10.500 EUR versteigert) fehlt.
Der einzige veröffentlichte Teil einer auf vier Bände angelegten ausführlichen Geschichte der Stadt Köln, der "Civilium rerum memoria dignarum Civitatis Ubiorum et Coloniae Claud. Aug. Agrippinensis commentarii", das Hauptwerk des Kölner Ratsherrn, Juristen und Altertumsforschers Stephan Broelmann (1551-1622). Der hier vorliegende Teil enthält die Geschichte der Stadt bis zum Ende der Römerzeit, der Rest seines Werkes ist Manuskript geblieben. Der erste Abschnitt der "Epideigma" beginnt mit einer geographischen Landeskunde und Siedlungsgeschichte der Rheinlande, es folgt die Geschichte und Topographie des römischen Köln, wobei Broelmann den Schwerpunkt auf die Funktion der Stadt als Brückenort legt.
Von besonderer Bedeutung sind die beigegebenen Illustrationen. Sie "zeigen Broelmann als sorgfältigen und kenntnisreichen Archäologen. Es kann als sicher angenommen werden, daß er die Rekonstruktionszeichnungen selbst entworfen hat. Ein Kupferstecher ist an keiner Stelle des Werkes genannt, der Stil weist jedoch unverkennbar in Richtung der Werkstatt Hogenberg" (Meurer). Die Karten (alle im Rund) zeigen das Einzugsgebiet des Rheins, den vorderasiatischen Raum mit Kreta und Zypern, Europa, die germanischen Stammesgebiete, und Gallien mit dem Itinerar Caesars. Drei der großen Kupfertafeln stellen Rekonstruktionsversuche von Rheinübergängen zur Zeit Caesars und Konstantins dar, eine weitere zeigt einen Vogelschauplan des römischen Köln zur Zeit des Mauerbaus.
Insgesamt leicht gebräunt u. stellenw. etwas fleckig, Gallienkarte unten mit kurzem Randeinriß, Darstellung des 1. Rheinübergangs mit längerem Bugeinriß, 2 Textbll. mit Hakenrissen in der oberen Außenecke, Titel mit Besitzvermerk eines Jesuitenkollegs.

First and only edition, very rare. Complete with 2 engr. front., 5 double page engr. maps (incl. the Middle East with Cyprus), 7 (6 double page engr. plates and errata leaf (often lacking). - Light browning throughout, some occasional spotting, short marginal tear to 1 map, 1 double page plate split at centrefold, short tears in upper outer corner of 2 text leaves, Jesuit ownership entry to title. Somewhat later vellum, a bit splayed and stained, spine label chipped.
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)VD 23:233223F; Meurer BLM 1. - Einzige Ausgabe, sehr selten. Eines der wenigen Exemplare mit dem Erratablatt am Schluß (vgl. Meurer), das z.B. in denen der Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel und der Bibliothek des Grafen Heinrich von Bünau (dieses wurde im Mai 2006 für 10.500 EUR versteigert) fehlt.
Der einzige veröffentlichte Teil einer auf vier Bände angelegten ausführlichen Geschichte der Stadt Köln, der "Civilium rerum memoria dignarum Civitatis Ubiorum et Coloniae Claud. Aug. Agrippinensis commentarii", das Hauptwerk des Kölner Ratsherrn, Juristen und Altertumsforschers Stephan Broelmann (1551-1622). Der hier vorliegende Teil enthält die Geschichte der Stadt bis zum Ende der Römerzeit, der Rest seines Werkes ist Manuskript geblieben. Der erste Abschnitt der "Epideigma" beginnt mit einer geographischen Landeskunde und Siedlungsgeschichte der Rheinlande, es folgt die Geschichte und Topographie des römischen Köln, wobei Broelmann den Schwerpunkt auf die Funktion der Stadt als Brückenort legt.
Von besonderer Bedeutung sind die beigegebenen Illustrationen. Sie "zeigen Broelmann als sorgfältigen und kenntnisreichen Archäologen. Es kann als sicher angenommen werden, daß er die Rekonstruktionszeichnungen selbst entworfen hat. Ein Kupferstecher ist an keiner Stelle des Werkes genannt, der Stil weist jedoch unverkennbar in Richtung der Werkstatt Hogenberg" (Meurer). Die Karten (alle im Rund) zeigen das Einzugsgebiet des Rheins, den vorderasiatischen Raum mit Kreta und Zypern, Europa, die germanischen Stammesgebiete, und Gallien mit dem Itinerar Caesars. Drei der großen Kupfertafeln stellen Rekonstruktionsversuche von Rheinübergängen zur Zeit Caesars und Konstantins dar, eine weitere zeigt einen Vogelschauplan des römischen Köln zur Zeit des Mauerbaus.
Insgesamt leicht gebräunt u. stellenw. etwas fleckig, Gallienkarte unten mit kurzem Randeinriß, Darstellung des 1. Rheinübergangs mit längerem Bugeinriß, 2 Textbll. mit Hakenrissen in der oberen Außenecke, Titel mit Besitzvermerk eines Jesuitenkollegs.

First and only edition, very rare. Complete with 2 engr. front., 5 double page engr. maps (incl. the Middle East with Cyprus), 7 (6 double page engr. plates and errata leaf (often lacking). - Light browning throughout, some occasional spotting, short marginal tear to 1 map, 1 double page plate split at centrefold, short tears in upper outer corner of 2 text leaves, Jesuit ownership entry to title. Somewhat later vellum, a bit splayed and stained, spine label chipped.

© 2013 Reiss & Sohn

