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Album Amicorum des J. Kellner
Lot 1177
Lot 1177
Estimate
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Album Amicorum. - Kassel. - "Denckmahl wahrer Freundschaft" (Rückentitel). Stammbuch des J. Kellner. Kassel, 1792-1797. Quer-8vo (10:16,5 cm). Mit aquarelliertem Bleistiftporträt im Rund, 2 Aquarellen, 3 lavierten Pinsel- oder Federzeichnungen, 2 Bleistiftzeichnungen u. 1 Porträt-Silhouette mit Noten. 138 nn. Bll. mit 22 Einträgen. Marmor. Ldr. d. Zt. mit Deckel- u. Rückenverg., rotem Rsch. u. Goldschnitt, Vorderdeckel mit Monogramm "J. K."; Kanten etwas berieben, Gelenke restauriert.
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Attraktives und interessantes Album, vermutlich aus dem Besitz eines nahen Angehörigen des Organisten und Komponisten Johann Christoph Kellner (1736-1803), der seit 1764 in Kassel tätig war und dort 1772 zum Hoforganist ernannt wurde. Das Album spiegelt eine besondere Nähe des Stammbuchhalters zu Kunst und Musik wieder. Unter den Beiträgern finden sich Daniel Clement (1783-1797), Kantor und Lektor der französischen Gemeinde in Kassel, der Maler Johann Gottlieb Kobold (1771-1809), der seine Widmung mit einer reizenden Tuschzeichnung illustrierte, und der Zeichenlehrer Jean Jacques Isaac Raffin (1776-1843). Erwähnt sei auch der aus Bern stammende Mediziner Carl Wyttenbach (1774-1822). Wyttenbach hatte in Kassel bei Johann Rudolf Wild eine Apothekerlehre gemacht, bevor er in Göttingen Medizin studierte und dort 1800 promovierte; besondere Bekanntheit erlangte er als Arzt von Heinrich v. Kleist. Die enge Beziehung zur Familie Kellner belegt, neben dem Eintrag eines "H. W. Kellner sen.", die von einer musikalischen Komposition umschlossene Portrait-Silhouette von Andreas Theodor Kellner, dem jüngsten Sohn von Johann Christoph (vgl. Strieder XI, 344).
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)Attraktives und interessantes Album, vermutlich aus dem Besitz eines nahen Angehörigen des Organisten und Komponisten Johann Christoph Kellner (1736-1803), der seit 1764 in Kassel tätig war und dort 1772 zum Hoforganist ernannt wurde. Das Album spiegelt eine besondere Nähe des Stammbuchhalters zu Kunst und Musik wieder. Unter den Beiträgern finden sich Daniel Clement (1783-1797), Kantor und Lektor der französischen Gemeinde in Kassel, der Maler Johann Gottlieb Kobold (1771-1809), der seine Widmung mit einer reizenden Tuschzeichnung illustrierte, und der Zeichenlehrer Jean Jacques Isaac Raffin (1776-1843). Erwähnt sei auch der aus Bern stammende Mediziner Carl Wyttenbach (1774-1822). Wyttenbach hatte in Kassel bei Johann Rudolf Wild eine Apothekerlehre gemacht, bevor er in Göttingen Medizin studierte und dort 1800 promovierte; besondere Bekanntheit erlangte er als Arzt von Heinrich v. Kleist. Die enge Beziehung zur Familie Kellner belegt, neben dem Eintrag eines "H. W. Kellner sen.", die von einer musikalischen Komposition umschlossene Portrait-Silhouette von Andreas Theodor Kellner, dem jüngsten Sohn von Johann Christoph (vgl. Strieder XI, 344).

© 2013 Reiss & Sohn

