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Passional
Lot 1219
Lot 1219
Estimate
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Passional. - Fragmentstreifen eines Doppelblattes aus einer ostmitteldeutschen (?) Handschrift auf Pergament. (Deutschordensstaat?), ca. 1300-1350. 6:32 cm. Vorhanden 3 (von 4) Schriftspalten auf dem Doppelblatt, ursprünglich jedes Blatt jeweils recto und verso in 2 Spalten beschrieben, Schriftspiegel 7,5 cm breit, jew. 10 Zeilen. Geschrieben in einer Bastarda mit brauner Tinte und Rubrikationen. 1 zweifach gefaltetes Blatt.
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Fragment aus einer frühen Fassung des Passionals. Eine im Deutschordensstaat verbreitete, gereimte Legendensammlung und zugleich Zeugnis der frühen Christianisierung Osteuropas.
Beidseitig beschriebener Einbandfundstreifen, von den 3 noch erhaltenen Schriftspalten ist eine auch seitlich mit Textverlust beschnitten. Der beliebte, unter Einfluß des Deutschen Ordens im 13. Jahrhundert enstandene Erbauungstext in Reimform, das "Passional", mit besonderer Betonung der Marienverehrung, wurde ursprünglich in Mittelhochdeutsch verfaßt und diente Laien und Lateinunkundigen Geistlichen in der frommen Unterweisung (vgl. Karl Köpke: "Das Passional. Eine Legendensammlung des Dreizehnten Jahrhunderts... Rodopi 1966, S. 582 f. [Neuaufl.], auch zu den hier vorliegenden Textstellen.)
Unser Einbandfund beinhaltet Reste eines Doppelblattes mit noch sichtbarer Mittelfalzspur. Weitere Faltsspuren resultieren aus der Verwendung als Einbandmaterial.
Vermutlich zu derselben Handschrift gehörig, von der in der Frankfurter UB ein Fragment vorliegt (vgl. hierzu: Die Handschriften der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main, Frankfurt am Main 1980, Bd. 5, S. 93, Ms. Germ. Oct. 11, Digitalisat im Marburger Repertorium). Unterschiede was die Qualität der Schriftführung angeht mögen darin begründet liegen, daß das Frankfurter Fragment relativ am Anfang der Handschrift steht (Z. 145 f.), während unser Einbandrest Bruckstücke aus dem "buch von allen selen" beinhaltet, das zum Ende der Handschrift niedergeschrieben wurde. - Leicht fleckig, vier kleinere Löcher u. ein Wurmgang, jeweils mit geringem Textverlust.
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)Fragment aus einer frühen Fassung des Passionals. Eine im Deutschordensstaat verbreitete, gereimte Legendensammlung und zugleich Zeugnis der frühen Christianisierung Osteuropas.
Beidseitig beschriebener Einbandfundstreifen, von den 3 noch erhaltenen Schriftspalten ist eine auch seitlich mit Textverlust beschnitten. Der beliebte, unter Einfluß des Deutschen Ordens im 13. Jahrhundert enstandene Erbauungstext in Reimform, das "Passional", mit besonderer Betonung der Marienverehrung, wurde ursprünglich in Mittelhochdeutsch verfaßt und diente Laien und Lateinunkundigen Geistlichen in der frommen Unterweisung (vgl. Karl Köpke: "Das Passional. Eine Legendensammlung des Dreizehnten Jahrhunderts... Rodopi 1966, S. 582 f. [Neuaufl.], auch zu den hier vorliegenden Textstellen.)
Unser Einbandfund beinhaltet Reste eines Doppelblattes mit noch sichtbarer Mittelfalzspur. Weitere Faltsspuren resultieren aus der Verwendung als Einbandmaterial.
Vermutlich zu derselben Handschrift gehörig, von der in der Frankfurter UB ein Fragment vorliegt (vgl. hierzu: Die Handschriften der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main, Frankfurt am Main 1980, Bd. 5, S. 93, Ms. Germ. Oct. 11, Digitalisat im Marburger Repertorium). Unterschiede was die Qualität der Schriftführung angeht mögen darin begründet liegen, daß das Frankfurter Fragment relativ am Anfang der Handschrift steht (Z. 145 f.), während unser Einbandrest Bruckstücke aus dem "buch von allen selen" beinhaltet, das zum Ende der Handschrift niedergeschrieben wurde. - Leicht fleckig, vier kleinere Löcher u. ein Wurmgang, jeweils mit geringem Textverlust.
© 2013 Reiss & Sohn

