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Stöhrer, W., Ohne Titel. Gouache 1964
Lot 569
Lot 569
Estimate
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Stöhrer, Walter. (1937 Stuttgart - 2000 Scholderup) Ohne Titel. Gouache, Kreide und Bleistift auf chamoisfarbenem Schöllerkarton. 1964. 62 x 87,7 cm. Unten links mit Bleistift signiert, datiert und mittig unleserlich bezeichnet "papal..." sowie gewidmet "für Olga".
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Provenienz: Zur Entstehungszeit direkt vom Künstler erworben, seither Hessischer Privatbesitz.
Das Werk Walter Stöhrers entzieht sich einer eindeutigen kunsthistorischen Zuordnung. Geprägt wurde der 1937 in Stuttgart geborene Künstler neben seinem Studium in Karlsruhe bei Hap Griehaber u.a. von Konzepten des historischen Informel der 1950/60er Jahre, dem Abstrakten Expressionismus aber auch der Bewegung der Art Brut. Er selbst sprach von Figuren- und Sprachalphabeten innerhalb seiner Darstellungen. Grundlage Stöhrers Gegenstandswelt bilden z. T. fragmentierte menschliche Körperteile, mitunter durch Fragmente literarischer Zitatzeilen u.a. aus Texten Mallarmés, Jean-Paul Sartres, Baudelaires oder William S. Burroughs unterlegt. Charakteristisch sind seine gestenreiche Kurvaturen, rasante Pinselschwünge, krakeligen Linienzüge und dramatischen Farbwechsel, die sich im Spannungsfeld zwischen Figürlichkeit, Kalligrafie, Collage und Informel verorten lassen.
Literatur: Vgl. AK Walter Stöhrer - Kraftfelder: eine Ausstellung der Stiftung für Kunst und Kultur e.V. Bonn, Walter Smerling und Eva Müller-Remmert (Hrsg.), Duisburg 2010.
Atelierspuren verso, leichte Knickspur im Unterrand nur verso wahrnehmbar, auf Untersatzkarton montiert.
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)Provenienz: Zur Entstehungszeit direkt vom Künstler erworben, seither Hessischer Privatbesitz.
Das Werk Walter Stöhrers entzieht sich einer eindeutigen kunsthistorischen Zuordnung. Geprägt wurde der 1937 in Stuttgart geborene Künstler neben seinem Studium in Karlsruhe bei Hap Griehaber u.a. von Konzepten des historischen Informel der 1950/60er Jahre, dem Abstrakten Expressionismus aber auch der Bewegung der Art Brut. Er selbst sprach von Figuren- und Sprachalphabeten innerhalb seiner Darstellungen. Grundlage Stöhrers Gegenstandswelt bilden z. T. fragmentierte menschliche Körperteile, mitunter durch Fragmente literarischer Zitatzeilen u.a. aus Texten Mallarmés, Jean-Paul Sartres, Baudelaires oder William S. Burroughs unterlegt. Charakteristisch sind seine gestenreiche Kurvaturen, rasante Pinselschwünge, krakeligen Linienzüge und dramatischen Farbwechsel, die sich im Spannungsfeld zwischen Figürlichkeit, Kalligrafie, Collage und Informel verorten lassen.
Literatur: Vgl. AK Walter Stöhrer - Kraftfelder: eine Ausstellung der Stiftung für Kunst und Kultur e.V. Bonn, Walter Smerling und Eva Müller-Remmert (Hrsg.), Duisburg 2010.
Atelierspuren verso, leichte Knickspur im Unterrand nur verso wahrnehmbar, auf Untersatzkarton montiert.
© 2012 Reiss & Sohn

