Seit 1971 veranstaltet Reiss & Sohn Buch- und Graphikauktionen und zählt nunmehr zu den führenden Adressen für hochwertige antiquarische Bücher, Handschriften, Landkarten und Graphik. |
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Die erste Auktion veranstaltete Godebert M. Reiss in der Gutenbergstadt Mainz, wo die Firma bis 1974 ihren Geschäftssitz hatte. Die Antiquariatsblüte der sechziger und siebziger Jahre, verbunden mit der tatkräftigen Unterstützung befreundeter Kollegen, insbesondere seines späteren langjährigen Partners Detlev Auvermann, beflügelte auch die junge Auktionsfirma. So konnten in den ersten Geschäftsjahren jährlich fast hundertprozentige Umsatzzuwächse erzielt werden. Die Mainzer Geschäftsräume wurden bald zu klein. Daher beschlossen Godebert M. Reiss und Detlev Auvermann, ein national und international bedeutender Wissenschaftsantiquar und Spezialist für Periodika, 1974 eine Firmenpartnerschaft einzugehen und das Auktionshaus in die großen und modernen Geschäftsräume nach Glashütten im Taunus, vor die Tore der Stadt Frankfurt, zu verlegen. Hier begann der Aufstieg in die erste Reihe der Buchversteigerer. |
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Im Jahr 1989 trennten sich die beiden Geschäftspartner Godebert M. Reiss und Detlev Auvermann in gutem Einvernehmen, und das Auktionshaus wurde in die Taunusstadt Königstein verlegt, die eine noch bessere Infrastruktur bot und wegen ihrer besonders verkehrsgünstigen Lage Händlern und Sammlern aus dem In- und Ausland Besuche des Hauses erleichterten. Bereits im Jahr 1985 hatte Clemens Reiss, der Sohn von Godebert M. Reiss, seine Antiquariatsausbildung in einem bedeutenden Nürnberger Antiquariat begonnen. Es folgten weitere ein- bis zweijährige Stationen in großen Firmen in München, Paris und London. 1991 trat Clemens Reiss in die Firma des Vaters ein und wurde 1995 Teilhaber: die Firma Reiss & Sohn oHG war geboren. |
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Seit 1971 werden jeweils im Frühjahr und Herbst Buch- und Graphikauktionen abgehalten. Diese beinhalten das klassische Repertoire des Antiquariatsbuchhandels: wertvolle und seltene Bücher, Bibliotheken und bibliophile Einzelstücke, illustrierte Bücher, Atlanten, Handschriften, Urkunden, Inkunabeln und alte Drucke, Naturwissenschaften, Mathematik, Botanik, Zoologie, Geographie und Reisen, Landeskunde, Rechts- und Staatswissenschaften, Kostümwerke, Literatur, Pressendrucke, Kunst, Architektur, seltene Landkarten und Stadtansichten, dekorative Graphik etc. Die von Reiss & Sohn stets besonders gepflegten Bereiche Geographie und Reisen, Atlanten, Karten und Ansichten finden seit Oktober 2004 in besonderen Auktionen mit einem separaten Katalog ihren Platz. |
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| Sonderauktionen |
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Reiss & Sohn konnte, neben zahlreichen Sammlungsbeständen und Einzelstücken aus verschiedenem Besitz, auch einige bedeutende alte Bibliotheken mit teilweise Tausenden von Bänden versteigern. Hier ist insbesondere eine in den 20er Jahren zusammengetragene Sammlung spanischer und portugiesischer Reiseliteratur zu erwähnen. Diese im Jahre 1989 abgehaltene Versteigerung erlöste 5 Millionen DM und verschaffte dem Haus den endgültigen Durchbruch zum internationalen Ansehen.
1992 konnte man einen bedeutenden Teil der Bibliothek Nordkirchen zum Aufruf bringen. Von 1993 bis 1994 wurde die Bibliothek der Grafen von Schönborn-Buchheim versteigert (Gesamterlös ca. 7 Millionen DM). Mehrere Spezialsammlungen zu den Themen Atlanten, Landkarten, Alte Musik, Moderne Literatur und Pressendrucke sowie Nationalökonomie, jeweils in Sonderkatalogen angeboten, folgten von 1995-1998. |
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Von 1999 bis 2001 versteigerte Reiss & Sohn in mehreren Katalogen Teile der Fürstlich Fürstenbergischen Hofbibliothek Donaueschingen. Im Herbst 2001 folgte ein Sonderkatalog zur Zahnheilkunde des 16. bis 19. Jahrhunderts. Von 2002 bis 2004 versteigerte Reiss & Sohn die Bibliothek des ehemaligen Vorsitzenden der Robert Bosch GmbH, Prof. Hans L. Merkle. Zum Aufruf kamen Hauptwerke der deutschen und Weltliteratur, „Printing and the mind of man“ sowie bedeutende Bücher der Moderne. Insgesamt erlöste die Sammlung Merkle 3.6 Millionen Euro und konnte die Vortaxen bei weitem übertreffen. Ein im Saal anwesender englischer Händler bemerkte „This is the strongest sale since long“. |
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Auch in den folgenden Jahren konnte die Firma Reiss & Sohn ihren Kunden immer wieder außergewöhnliche Sammlungen anbieten. Im Herbst 2006 sorgten gleich zwei Sonderkataloge für internationales Aufsehen: Ein exquisiter Katalog mit 25 ornithologischen Prachtwerken spielte 1.2 Millionen Euro ein, wobei der mit 230.000 Euro höchste Zuschlag auf die in zeitgenössisches rotes Maroquin gebundene „Histoire naturelle des oiseaux“ von G.-L. Leclerc de Buffon entfiel. Die nur zwei Tage später stattfindende Sonderauktion Medizin war ebenfalls ein großer Erfolg, der mehr als 1300 Positionen umfassende Katalog konnte zu 90% umgesetzt werden. |
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Kunstauktionen |
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Im Jahr 1999 konnte der Kunstversteigerer Jochen Granier - selbst langjähriger Inhaber und Gründer des seit 20 Jahren bekannten Bielefelder Auktionshauses - nach Königstein gewonnen werden. Unter seiner Führung wurde eine Kunstabteilung aufgebaut. Im Frühjahr und Herbst finden unsere Kunstauktionen mit Werken der bildenden Kunst des Mittelalters bis zur Neuzeit, der zeitgenössischen Kunst sowie Künstlergraphik und Kleinplastik statt. Diese Konzentration kommt Einlieferern und Käufern gleichermaßen zugute, da ein spezialisiertes Forum mit größerer Reichweite und Attraktivität geschaffen wird. Reich bebilderte Kataloge mit fundierten Beschreibungen der Kunstwerke befördern dieses Anliegen.
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Am 3. Juni 2000 wurde die erste Auktion alter und neuer Kunst abgehalten. Das Spitzenstück der Veranstaltung war die Gouache „Kirchgang“ von Adolph v. Menzel, die 130.000 DM einspielte. Auch in den folgenden Kunstauktionen wurden zahlreiche Spitzenzuschläge erzielt. Besonders erfolgreich ist das Haus Reiss & Sohn bei Handzeichnungen des 17.-19. Jahrhunderts, so fiel bei zwei lavierten Bleistiftzeichnungen von Johann Christian Reinhart der Hammer erst bei 70.000 bzw. 110.000 DM. Im Jahr 2003 versteigerte Reiss & Sohn die umfangreiche Fritz Boehle-Sammlung der Binding-Brauerei, Frankfurt, die vollständig verkauft werden konnte. Sowohl die „Tscherkessenreiter“ von Franz Roubaud als auch mehrere in Italien entstandene Ölstudien deutscher Maler, die in den Jahren 2005-2006 angeboten wurden, sorgten für reges Interesse bei der in- und ausländischen Kundschaft und erspielten jeweils fünfstellige Euro-Beträge. Aber auch die Werke der klassischen Moderne erzielen Höchstpreise: Eine Keramik von Pablo Picasso wurde im Frühjahr 2006 für 40.000 Euro zugeschlagen. |
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| Expertise und
Service |
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In den Auktionskatalogen bemüht sich Reiss & Sohn um qualitativ hochwertige Beschreibungen der Objekte. Eine umfangreiche Referenzbibliothek und qualifizierte, meist langjährige Mitarbeiter sind Basis für einen guten Service. Reiss & Sohn nutzt die Möglichkeiten der elektronischen Medien, um bei den Recherchen auch international agieren zu können. Bei Übernahme, Bearbeitung und Versendung Ihrer Einlieferungen und Käufe bemüht sich Reiss & Sohn um eine zügige und für die Kunden kostengünstige Abwicklung.
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Allen Kunden, Einlieferern und Freunden des Hauses Reiss & Sohn wollen wir an dieser Stelle für die Zusammenarbeit danken. Alle neuen oder uns bisher nicht bekannten Kunden begrüßen wir ganz herzlich und laden Sie ein, sich von unserem Serviceangebot überzeugen zu lassen. |
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