Mit einer Zuschlagsquote von über 80% zugeschlagener Lose, diese meist über ihrer Schätzung, startete Reiss & Sohn sehr erfolgreich am Dienstag in seine Frühjahrsauktionen. Die in einem Extrakapitel angebotenen Lose aus den Beständen der Apel’schen Bibliothek in Ermlitz eröffneten den Tag. Hier blieb kaum ein Los unverkauft. Den höchsten Zuschlag bekam mit 50.000 Euro Hammerpreis ein eigenhändiges Musikmanuskript von Richard Wagner, aus der Oper ‚Die Feen‘.

Das im Anschluss aufgerufene Kapitel Inkunabeln und Handschriften, Alte Drucke, konnte auch wie in den vergangenen Auktionen, wieder fast restlos zugeschlagen werden. Besonders erwähnenswert 24.000 Euro Hammerpreis für eine Pergamenthandschrift für den Gebrauch in der Messe, entstanden in Deutschland um 1400; sowie 20.000 Euro Hammerpreis für eine typische „Pariser Bibel“ des 13. Jahrhunderts, eine lateinische Handschrift auf Pergament mit u.a. sehr zahlreichen Fleuronnée-Initialen in Rot und Blau.

Das mit 72 Losen dieses Mal äußerst umfangreiche Kapitel Bergbau enthielt eine größere Sammlung aus dem Bereich Geologie und Paläontolgie. Hierzu erschienen neben den vielen internationalen Bietern online auch einige spezialisierte Interessenten im Saal. Agricolas „De re metallica libri XII“ in einer ersten Ausgabe des bedeutendsten Bergbaubuches der Renaissance wurde für 20.000 Euro zugeschlagen; L. Agassiz monumentales Werk über die Fischfossilien „Recherches sur les poissons fossiles“ in 10 Bänden wechselte für 11.000 Euro Hammerpreis den Besitzer.
Sämtliche Ergebnisse, sowie die Kataloge für die nächsten Sitzungen am Mittwoch und Donnerstag, finden Sie unter https://www.reiss-sohn.de/de/auktionen/
