Presse

REISS & SOHN

Pressemitteilung

Gauss schreibt an seine Tochter

Pacioli und die doppelte Buchführung

Amerika entdeckt! - frühe moderne Weltkarte

Vorschau auf die Herbstauktionen 211, 212, 213
des Buchauktionshauses REISS & SOHN in Königstein/Taunus
vom 25.-27. Oktober 2022

Königstein (Taunus), im September 2022. – Ein weit gespanntes kulturgeschichtliches Panorama entfaltet sich mit den seltenen, wertvollen und schönen Handschriften, Drucken und Graphiken, die in den drei Katalogen der Herbstauktionen mit knapp 1900 Losen bei Reiss & Sohn offeriert werden.

Ein Sonderkatalog stellt dabei 44 Lose heraus, die sich an Seltenheit und Kostbarkeit übertreffen. Zu den prachtvollsten Losen zählen zweifelsohne vier illuminierte Stundenbücher, darunter ein ganz auf Pergament geschriebenes Exemplar für den Gebrauch von Gent mit 12 ganzseitigen Miniaturen und reichem Buchschmuck in Gold und Farben zum Schätzpreis von 50.000 Euro. Ebenfalls auf sehr feinem Pergament geschrieben ist eine außergewöhnliche, mit 99 farbigen Schmuckinitialen opulent ausgestattete lateinische Bibelhandschrift des 13. Jahrhunderts. Sie stellt eine der frühesten italienischen Nachahmungen der Pariser Taschenbibel dar und wird mit 50.000 Euro ausgerufen.

Horae B. M. V. Stundenbuch für den Gebrauch von Gent. Flandern, ca. 1480-1490
Biblia latina. Handschrift auf Pergament. Ende des 13. Jahrhunderts

Die Erfindung der doppelten Buchführung erscheint erstmals gedruckt in dem Werk „Summa de arithmetica geometria“ von Luca Pacioli, welches gleichzeitig das erste gedruckte allgemeine Werk über Mathematik darstellt. Das auch in der zweiten Ausgabe von 1523 sehr rare Buch soll 70.000 Euro einspielen. Eine ganz andere Anwendung der Mathematik, nämlich für Künstler und Handwerker, entwickelte Albrecht Dürer in seiner 1528 posthum veröffentlichten Proportionslehre „Vier bücher von menschlicher Proportion“ zur Konstruktion von unterschiedlichen Körpertypen durch bestimmte Maßverhältnisse (Schätzpreis 12.000 Euro).

Das erste theoretische ‚Manifest‘ des Sturm und Drang trug den Titel „Kreuzzüge des Philologen“. Dem besonderen Exemplar bei Reiss & Sohn ist ein außerordentlicher Quellenwert zuzusprechen, da es mit eigenhändigen Anmerkungen des Autors Johann Georg Hamann versehen ist (Schätzpreis 20.000 Euro). Herausragend in naturwissenschaftlicher Hinsicht ist das berühmte „Kreütterbuch“ von Hieronymus Bock, das nicht nur detaillierte Beschreibungen der Pflanzen liefert, sondern auch genaue Angaben über Vorkommen und Fundorte. Offeriert wird es in einem schön kolorierten Exemplar der erweiterten Ausgabe von 1577 zum Schätzpreis von 45.000 Euro.

J. G. Hamann. Kreuzzüge des Philologen. Königsberg 1762. – Vom Verfasser annotiert.
L. Pacioli. Summa de Arithmetica geometria. Toscolano 1523. – Das erste Werk über doppelte Buchführung.

Autographen herausragender Naturwissenschaftler bilden den bemerkenswerten Auftakt des zweiten Buchkatalogs mit über 900 wertvollen Büchern und Handschriften, darunter ein eigenhändiger, sehr persönlicher Brief von Carl Friedrich Gauss an seine Tochter Minna (Schätzpreis 4.000 Euro). Ausgesprochen inhaltsreich ist eine  Sammlung von 20 meist eigenhändigen Briefen von Katia Mann an Emil August Fester, einen Jugendfreund der Pringsheim-Kinder (Schätzpreis 6.000 Euro).

Zwei maßgebliche historische Schriften des sogenannten Judenbücherstreites von 1511 finden sich unter den alten Drucken. Johannes Reuchlin verteidigte in seiner Schrift „Augenspiegel“ das hebräische Schrifttum gegenüber Johannes Pfefferkorn, welcher eine Konfiskation und Verbrennung jüdischer Bücher gefordert hatte. Darauf antwortete dieser mit der Schrift „Handt Spiegel wider und gegen die Jüden“. Beide Werke werden bei Reiss & Sohn in Erstausgaben präsentiert (Schätzpreis jeweils 3.000 Euro). Gut zwei Dutzend weitere seltene Judaica finden sich im Kapitel Geschichte, darunter Theodor Herzls „Judenstaat“ mit einer Taxe von 5.000 Euro.

C. F. Gauss. Eigenhändiger Brief mit Unterschrift an seine Tochter Wilhelmine. 1838
J. Reuchlin. Augenspiegel. Tübingen 1511
Liebhaber von Emblemata können aus einem ungewöhnlich umfangreichen Angebot wählen. Für die schön von Christoph Murer gezeichnete und gestochene Bilderfolge „Emblemata miscella nova“ (1622 posthum erschienen) sollten 4.000 Euro bereitgehalten werden. Die Abteilung Literatur glänzt mit Erstausgaben illustrer Dichter und Dichterinnen, wie z. B. Hölderlins „Gedichte“ (Schätzpreis 5.000 Euro)‚ Eichendorffs „Aus dem Leben eines Taugenichts“ (Schätzpreis 6.000 Euro), Madam de Staëls „Corinna oder Italien“ mit zahlreichen eigenhändigen Anmerkungen von Johann Gottfried Seume (Schätzpreis 5.000 Euro), oder Schillers „Braut von Messina“, das mit Glück bereits für 3.000 Euro zu ersteigern ist. Eine eigene Unterabteilung bilden seltene Titel der deutschen Barockliteratur. Ludwig zu Anhalt-Köthens „Der Fruchtbringenden Gesellschaft Nahmen, Vorhaben, Gemählde und Wörter“ von 1646 ist ein wichtiges Dokument zur ersten deutschen Sprachakademie, darüberhinaus aber auch mit seinen 400 Kupferstichen von Matthäus Merian ein botanisches und emblematisches Prachtwerk ersten Ranges (Schätzpreis 8.000 Euro). Martin Opitz‘ „Buch von der Deutschen Poeterey“ ist als seltene Erstausgabe von 1624 mit einem Schätzpreis von 10.000 Euro im Sonderkatalog vertreten.
Ludwig zu Anhalt-Köthen. Der Fruchtbringenden Gesellschaft Nahmen und Wörter. 4 Teile. Frankfurt 1646. Erste Ausgabe.
M. Opitz. Buch von der Deutschen Poeterey. Breslau 1624. Erste Ausgabe
Fächerformige Weltkarte. Kupferstich von Johannes Ruysch. Rom, 1507/1508

Einen Meilenstein in der Geschichte der Kartographie markiert die fächerförmige Weltkarte des Johannes Ruysch als eine der ersten modernen Weltkarten mit den Entdeckungen der Neuen Welt, erschienen für die Ptolemaeus-Ausgabe von 1507-08 (Schätzpreis 20.000 Euro). In Herzprojektion wurde die schöne Weltkarte von Gerard de Jode dargestellt. Für den seltenen, altkolorierten Kupferstich von 1578 werden 10.000 Euro erwartet. Wie Ruyschs Weltkarte stammen zwei weitere seltene Landkarten aus den Ptolemaeus-Ausgaben von 1507-08 (Italien zum Schätzpreis von 2.500 Euro und Spanien zum Schätzpreis von 2.000 Euro). Die ersten topographisch genauen Darstellungen zahlreicher europäischer Städte finden sich unter den Holzschnitt-Ansichten im „Liber chronicarum“ des Hartmann Schedel. Für die mit über 1800 Holzschnitten illustrierte Weltgeschichte in einem vorzüglich kolorierten Exemplar in erster Ausgabe von 1493 sollen 120.000 geboten werden.

Weltkarte in Herzprojektion aus G. de Jode, Speculum orbis terrarum, 1578

Fünf verschiedene Ausgaben von Narrenbüchern aus drei Jahrhunderten scheinen eine zeitlich ungebrochene Folge dieser reich illustrierten Satiren zu bilden. Das früheste wurde 1505 von Josse Bade und den Brüdern Marnef verfasst (Schätzpreis 7.000 Euro), gefolgt von Johann Flittners „Jocoseria modernae“ von 1620 (Schätzpreis 400 Euro) bis hin zu den beiden 1706-11 erschienenen Werken des Albert Joseph Conlin, die sich in der „neu entdeckten Narrn-Welt“ sowohl den Erscheinungsformen von Narren als auch von Närrinnen widmen (Schätzpreis 4.000 Euro). Die Werke belegen und geben Anlass zur Hoffnung, dass die besondere Spezies der Büchernarren nicht vom Aussterben bedroht zu sein scheint!

J. C. Schäffer. Versuche und Muster ohne alle Lumpen Papier zu machen. Regensburg 1765-1771

Zu den Herbstauktionen erscheinen 3 reich illustrierte gedruckte Kataloge. Das vollständige Auktionsangebot, mit ca. 7000 Abbildungen und mit einer Volltextsuche ausgestattet, finden Sie auch auf der Website
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Pressemitteilung

Ewiger Frieden in Europa?
Visionäre Ideen eines Frühaufklärers

Vorschau auf die Frühjahrsauktionen des Buchauktionshauses Reiss & Sohn
in Königstein/Taunus vom 26.-29. April 2022

Königstein (Taunus), im März 2022. – Die Frühjahrs-Offerte präsentiert in drei Katalogen mehr als 2300 Lose mit seltenen und wertvollen Büchern und Graphik. Sammler haben die Wahl aus über 60 Handschriften, darunter 5 kostbar illuminierte Stundenbücher, mehr als 280 frühe Drucke mit 46 Inkunabeln, sowie zahlreiche Werke aus Wissenschaft und Geistesgeschichte.

Den besonders hochkarätigen Auftakt bildet ein Sonderkatalog mit 54 ausgewählten Losen verschiedenster Gebiete mit Schätzpreisen ab 10.000 Euro. Eine Spitzenposition nimmt dabei eines der herausragendsten politischen Dokumente aller Zeiten ein, das „Manifest der kommunistischen Partei“ von Karl Marx und Friedrich Engels. Für den sehr seltenen Erstdruck, von dem weltweit nur 26 weitere Exemplare bekannt sind, werden 70.000 Euro erwartet.

Schätzpreis mehr als vervierfacht:
"Kommunistisches Manifest" im Erstdruck für 360.000 €
Weltrekordzuschlag für dieses Werk
Biblia latina. Frankreich, Ende 13. Jahrh. - aus dem Vorbesitz von John Whitgift, Erzbischof von Canterbury
Höchstes Interesse dürfte Georg Heyms „Umbra vitae“ erwecken, das mit den Original-Holzschnitten von Ernst Ludwig Kirchner als Meilenstein für die moderne Buchkunst gilt. Heyms „Nachgelassene Gedichte“ präsentieren sich hier im gut erhaltenen Original-Wildlederband der auf nur 10 Exemplare limitierten Vorzugsausgabe mit Originalradierung, und bilden im Set vereint mit einer Normalausgabe und einer ersten Textausgabe von 1912 das teuerste Los der Auktion mit einer Taxe von 120.000 Euro.
G. Heym. Umbra vitae. München 1924. Holzschnitte von E. L.Kirchner. Eins von 10 Exemplaren der Vorzugsausgabe, mit der Normalausgabe und der Erstausgabe des Textes
Unter den Handschriften sticht eine bemerkenswert illuminierte lateinische Bibel auf Pergament aus dem ausgehenden 13. Jahrhundert hervor. Der Band stammt aus dem Vorbesitz von John Whitgift, dem Erzbischof von Canterbury und Lehrer von Francis Bacon und soll 60.000 Euro einspielen. Zu den prachtvollsten Zeugnissen spätmittelalterlicher Buchmalerei zählen zweifelsohne illuminierte Stundenbücher. Bieter für die fünf Kostbarkeiten des „Leuchtenden Mittelalters“ bei Reiss & Sohn müssen 30 bis 50 Tausend Euro bereithalten.
Lateinisches und französisches Stundenbuch auf Pergament. Metz, ca. 1320-1340
Stundenbuch für den Gebrauch von Lisieux. Handschrift auf Pergament um 1490

Frühe wissenschaftliche Werke bereichern das Angebot, darunter die 1617-1638 erschienenen gesammelten Werke zu Medizin, Chemie und okkulten Wissenschaften von Robert Fludd in vier, teils von Matthaeus Merian illustrierten Bänden. Als Gegenspieler von Aristoteles und Galen stützte sich Fludd zwar auch auf Beobachtungen und Experimente, ließ als letzte (alternative) Wahrheiten jedoch nur die Heilige Schrift und die Geheimnisse der alten Okkultisten gelten (Taxe 50.000 Euro).

Zu den Prototypen botanisch-medizinischer Literatur des Mittelalters zählt der „Hortus sanitatis“. Mit seinen über 1000 Holzschnitten von Pflanzen, Tieren und Mineralien ist er gleichzeitig eines der schönsten Holzschnittbücher des 15. Jahrhunderts. Für einen solchen nicht nach 1497 gedruckten Folianten im zeitgenössischen Schweinslederband mit außergewöhnlicher Blindprägung werden 40.000 Euro erwartet.

R. Fludd. Vier Sammelbände mit 16 Werken. 1617-1638
Hortus sanitatis. Straßburg, nicht nach 21.10.1497
Den Ausgangspunkt zur ersten Verbreitung des Rechnens mit Dezimalzahlen in ganz Europa markiert der Traktat „De Thiende“ des Flamen Simon Stevin. Erst die zweite Ausgabe, die 1626 als Anhang zu „De nieuwe Telkonst“ von Ezechiël de Decker erschien, erzielte den Durchbruch. Der Schätzpreis dieser Rarität, von der nur ein einziges Exemplar in deutschen Bibliotheken gelistet wird, liegt bei 30.000 Euro.

In seinen Werken „Paix perpetuelle“ (Paris 1712) und „Projet pour rendre la paix perpetuelle en Europe“ (Utrecht 1713-17) entwickelte der Sozialphilosoph und Vordenker der Aufklärung, Abbé Castel de Saint-Pierre, Ideen zur Stiftung eines fortdauernden Friedens unter den europäischen Völkern und entwarf das Modell eines europäischen Staatenbundes, dem ein internationaler Schiedsgerichtshof als Rückhalt dienen sollte, realisiert in unserer heutigen EU und UNO. Jean-Jacques Rousseau fasste diese Gedanken 1761 in „Extrait du projet de Paix perpétuelle“ zusammen und versah sie mit weiterführenden eigenen Überlegungen. Reiss & Sohn bieten diese Werke in seltenen Erstausgaben als geschlossene Sammlung von 7 Bänden mit einer Taxe von 35.000 Euro an. Ein rund 200 Jahre später erschienenes Werk hatte in ganz anderer Weise Einfluss auf unser heutiges Denken. Mit Sigmund Freuds „Traumdeutung“ wurden die grundlegenden Komponenten der psychoanalytischen Theorie und Praxis geschaffen. Der Erstdruck von 1900 mit eingebundenem Schutzumschlag sollte einem Liebhaber 15.000 Euro wert sein.
S. Stevin. De Thiende. Gouda 1626. - Bedeutender Traktat zum Rechnen mit Dezimalzahlen
C. I. Castel de Saint-Pierre. Paix perpetuelle. Paris 1712 - Plan für einen allgemeinen Weltfrieden

Bemerkenswert ist das reichhaltige Angebot von fast 280 Losen seltener moderner Bücher und Pressendrucke, darunter eine Sammlung französischer Literatur und illustrierter Bücher von bedeutenden Künstlern wie Max Beckmann, Gustav Klimt, Édouard Manet, Henry Matisse, Pablo Picasso und Wols.

S. Freud. Die Traumdeutung. Leipzig und Wien 1900
I. Gilkin. Ténèbres. Brüssel 1892. Mit Or.-Lithographie von Odilon Redon
Americae pars borealis, Florida, Baccalaos, Canada, Corterealis. Antwerpen, C. de Jode, 1593

Die Sammler von Landkarten dürfen sich insbesondere über zwei Highlights freuen: Die sehr seltenen, kolorierten Kupferstich-Karten von Nordamerika (Schätzpreis 12.000 Euro) und Australien (Schätzpreis 4.000 Euro), die beide nur 1593 in der zweiten und letzten Ausgabe von de Jodes berühmtem Atlas „Speculum Orbis Terrae“ erschienen.

D. Meisner. Sciagraphia cosmica. Abbildung der vornehmsten Städte. 8 Bde. Nürnberg 1678
Novae Guineae. Antwerpen, C. de Jode, 1593. – Erste Karte diese Teils von Australien
Zu den Frühjahrsauktionen erscheinen 3 reich illustrierte Druckkataloge. Das vollständige Auktionsangebot, mit ca. 12.000 zusätzlichen Abbildungen und durch eine Volltextsuche erschlossen, finden Sie auch auf unserer Website www.reiss-sohn.de.

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Hochkarätiges Finale der Jubiläums-Saison
bei Reiss & Sohn

Vorschau auf die Herbstauktionen des Buchauktionshauses in Königstein/Taunus vom 26.-29. Oktober 2021

Königstein (Taunus), im September 2021. – Die diesjährigen Auktionen zum 50jährigen Jubiläum des Auktionshauses Reiss & Sohn in Königstein/Ts. werden gekrönt von einem herausragenden Angebot an Büchern, Handschriften, Landkarten, Graphik und Photographie. Die Glanzstücke der Herbst-Offerte vereint ein Sonderkatalog mit 40 Cimelien aus den verschiedensten Gebieten des 13. bis 19. Jahrhunderts, deren Schätzpreise meist bei ab 10.000 Euro liegen. Das absolute Highlight wird zudem in einem Separatdruck präsentiert. Es handelt sich dabei um die reich illustrierte Weltchronik „Rudimentum novitiorum“, deren Schätzpreis von 1,2 Millionen Euro ihrem Spitzenplatz unter den seltensten Frühdrucken Rechnung trägt. Bücher im siebenstelligen Preisbereich sind selten auf Auktionen. Der von Reiss & Sohn selbst gehaltene Rekord von 1,1 Millionen Euro Zuschlagspreis – erzielt im Mai 2017 für Luthers 95 Thesen in der ersten Buchausgabe – könnte damit überboten werden.
Rudimentum novitiorum. Lübeck 1475

Das „Rudimentum novitiorum“ erschien 1475 anonym als eine der ersten Weltchroniken und ist der erste datierte Lübecker Druck. Das Werk gilt als prototypographischer Meilenstein ersten Ranges, der bedeutendes karthographisches, geographisches und ikonographisches Wissen zum ersten Mal in Buchform vorstellt. Es enthält neben der ersten gedruckten topographischen Weltkarte auch die erste gedruckte Landkarte nach modernen geographisachen Erkenntnissen sowie die erste gedruckte Karte von Palästina. Alle Holzschnitte sind von herausragender Qualität, der Buchschmuck strahlt in prächtigem Kolorit. Vollständige Exemplare wie hier bei Reiss & Sohn gibt es weltweit nur in 40 Bibliotheken. Im deutschen Auktionshandel erschien seit 1951 kein vollständiges Exemplar mehr.

Rudimentum novitiorum. Lübeck 1475

Ein bedeutender Meilenstein in wissenschaftlicher Hinsicht ist Galileo Galileis Hauptwerk, der „Dialogo“ über die beiden astronomischen Weltsysteme, das Ptolemäische und das Kopernikanische. Wenngleich von der Inquisition verboten und verbrannt, so trug das Werk letztlich maßgeblich zur Verbreitung des heliozentrischen Weltbildes des Kopernikus bei. Die sehr seltene Erstausgabe von 1632 in einem schönen Exemplar soll bei Reiss & Sohn 100.000 Euro einspielen. Die „Geometria et perspectiva“ des Malers und Grafikers Lorenz Stöer in der ersten, 1567 in Augsburg bei Rogel gedruckten Ausgabe markiert eines der schönsten und eindrucksvollsten Werke seiner Zeit zur perspektivischen Darstellung. Stöers dreidimensionale geometrische Körper und komplexen architektonischen Fragmente wirken verblüffend modern, scheinbar die Ideen eines M. C. Escher vorwegnehmend (Schätzpreis 50.000 Euro).

L. Stöer. Geometria et perspectiva. Augsburg 1567
G. Galilei. Dialogo. Florenz 1632

Aus über 3000 weiteren Losen mit Büchern und Graphik in zwei Katalogen können Sammler wählen, darunter allein 38 Inkunabeln und 149 alte Drucke und Reformationsschriften. Unter den Handschriften sticht eine sogenannte „Pariser Bibel“ des 13. Jahrhunderts heraus. Für das reich verzierte Manuskript werden 70.000 Euro erwartet. Eine der bekanntesten Inkunabeln, Sebastian Brants spätmittelalterliche Moralsatire „Stultifera navis“, das die Torheiten und Laster der Welt des 15. Jahrhunderts darstellt, liegt in der lateinischen Ausgabe von 1497 vor und enthält teils kolorierte Holzschnitte, die meist von Albrecht Dürer stammen. (Schätzpreis 15.000 Euro).

S. Brant. Stultifera navis. Basel 1497
M. Luther. Jenaer Gesamtausgabe mit Index und Supplementen

Im Jahr der 500. Wiederkehr des Reichtstags zu Worms findet auch Martin Luther einen gebührenden Niederschlag bei Reiss & Sohn, wo die vollständige Jenaer Gesamtausgabe in einem Exemplar der 1555-1558 erschienenen Erstauflage aus dem Besitz von Cyriakus Spangenberg (Sohn des Reformators Johannes Spangenberg) zu haben ist, das nicht nur Cyriacus handschriftliche Anmerkungen, sondern auch ein eigenhändiges Spottgedicht enthält (Schätzpreis 15.000 Euro).

T. Morus. De ... insula Utopia. Basel 1518
A. Preziosi. Stamboul. Souvenir d'Orient. Paris 1861

Mehrere profunde Sammlungen bilden besondere Schwerpunkte im breit gefächerten Buchangebot. Zu nennen sind eine Sammlung mit über 300 teils bedeutenden Werken zur Nationalökonomie, darunter John Maynard Keynes 1936 erschienenes Hauptwerk „The general theory of employment“, seine wissenschaftliche Antwort auf die drängenden Fragen zur Überwindung von Wirtschaftskrisen (Schätzpreis 1.000 Euro). Desweiteren eine Sammlung mit Werken hervorragender Philosophen in ersten und seltenen Ausgaben, darunter Thomas Morus‘ Dialog von der besten Staatsverfassung und der neuen Insel Utopia in der lateinischen Ausgabe von 1518 (Schätzpreis 10.000 Euro). Immanuel Kant ist mit 12 Werken prominent vertreten, darunter eine Erstausgabe seiner „Critik der reinen Vernunft“ für geschätzte 12.000 Euro. Die Geschichte des osmanischen Reiches wird in einer Sammlung von ca. 40 Titeln abgebildet, darunter das Album „Stamboul. Souvenir d’Orient“ von Amadeo Preziosi mit prachtvollen, farbig lithographierten Tafeln (Schätzpreis 5.000 Euro). Eine Sammlung von 20 außergewöhnlichen Miniaturbüchern vereint verschiedenste Werke in kleinstem Format. Mit gerade einmal 2 auf 1,4 cm ist das Kleinste Exemplar dennoch großartig hinsichtlich seiner Herstellung in der Werkstatt des Erfinders der Lithographie und seiner Aufbewahrung in einem goldenen Medaillon (Schätzpreis 750 Euro). Sammler von Literatur in modernen und von Künstlern illustrierten Ausgaben dürfen sich über das in diesem Herbst besonders reichhaltige Angebot freuen mit vielen schönen Pressendrucken und Ausgaben mit Buchillustrationen von Dali, Delacroix und Delaunay über Max Ernst bis hin zu Zao Wu-Ki und anderen mehr.

Cypern. Kupferstich-Karte von A. Lafreri. Rom 1570

Ein Highlight in der Kartenabteilung bildet die historische Karte von Zypern und den levantinischen Küsten, die der berühmte Antonio Lafreri 1570 als Einblattdruck veröffentlichte. Sie zeigt den Kurs der christlichen Armada von Kreta nach Zypern, wo sich jene im selben Jahr den osmanischen Besatzern entgegenstellen wollte. Das Rarissimum soll bei 40.000 Euro den Besitzer wechseln. Ebenfalls von Lafreri stammt eine seltene Karte von Malta, die den Belagerungszustand der Insel von 1565 abbildet und mit 4.000 Euro ausgerufen wird.

Zu den Herbstauktionen erscheinen 3 reich illustrierte Druckkataloge. Das vollständige Auktionsangebot, mit tausenden zusätzlichen Abbildungen und durch eine Volltextsuche erschlossen, finden Sie auch auf unserer Website www.reiss-sohn.de . Gerne kontaktieren Sie uns für weitere Informationen.

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Rückblick auf die Jubiläumsauktionen
im Frühjahr 2021 in Königstein

Königstein (Taunus), 25.06.2021. – Mit einem äußerst erfolgreichen Ergebnis gingen die diesjährigen Buchauktionen der Frühjahrssaison vom 27.-30. April beim Auktionshaus Reiss & Sohn in Königstein zu Ende. Mit einem Gesamtumsatz von 3,7 Mio Euro (inkl. Aufgeld) konnte die Summe aller Schätzpreise übertroffen werden. Numerisch fanden knapp 80% der Lose einen neuen Besitzer. Trotz zahlreicher schriftlicher Gebote und telefonischer Teilnehmer, stieg die Zahl der Onlinebieter gegenüber der letzten Auktion um 15%. Die live geschalteten Onlinebieter gestalteten die Auktionstage äußerst spannend und sorgten für so manche Überraschungen. Hochwertige Handschriften sowie Inkunabeln und Bücher aus dem Bereich der Wissenschaften, Medizin, Botanik und Reformation fanden besondere Annahme. Jedoch gab es insgesamt in allen Wissensgebieten einige besondere Preissteigerungen. Mehr als 500 Zuschläge lagen über 1000 €, davon 50 im fünf- und sechsstelligen Bereich.
„Unserem auf Bücher spezialisierten Auktionshaus und seinem Team ist es gelungen, in diesem besonderen Jubiläumsjahr ein herausragendes Angebot an seltener, hochwertiger und marktfrischer Ware zu präsentieren. Das wurde von den Bietern engagiert angenommen, sodass die Auktion ein sensationeller Erfolg wurde. Das Konzept der Sonderauktion mit 80 ausgewählten Inkunabeln und Büchern ab einem Schätzpreis von 10.000 Euro ist voll aufgegangen und hat entscheiden zum Gesamtergebnis beigetragen“ so Clemens Reiss und er führt weiter aus: „Unsere Basis sind neben hervorragender Kundschaft aber auch die vielen Einlieferer, die die Chance erkannt haben uns jetzt zu dieser Gelegenheit einige bibliophile Schätze für den Verkauf anzuvertrauen.“
Am ersten Auktionstag kamen zum Auftakt 80 ausgewählte Bücher, Handschriften und Inkunabeln, vereint in einem reich illustriertem Sonderkatalog, unter den Hammer. Lediglich 5 Objekte blieben unverkauft.
Besonders nennenswert ist der Höchstzuschlag der Auktion, und damit ein Rekordergebnis für das versteigerte Werk, mit 220.000 € (Hammerpreis, Taxe 150.000 €) für Nicolai Copernicus „De revolutionibus orbium coelestium libri VI.“, gedruckt in Basel, 1566.

Seine Taxe versechsfachen konnte Isidorus Hispalensis „Etymologiae“. Das Werk von 1472 stellt in 20 Büchern das Wissen seiner Zeit dar und enthält die erste gedruckte Weltkarte, bei welcher es sich um die erste gedruckte Karte überhaupt handelt. Dieser Fakt ist wohl maßgeblich verantwortlich für das traumhafte Ergebnis von 120.000,- € (Hammerpreis, Taxe 20.000,- €).

Aber auch die folgenden Tage konnten an den fulminanten Auftakt anknüpfen, so ist besonders erwähnenswert der Zuschlag von 22.000,- € (Hammerpreis, Taxe 8000 €) für eine seltene erste Aldus-Ausgabe von Erasmus Roterodamus „Adagiorum chiliades“ aus dem Jahr 1508.
Die erste Ausgabe von Spinozas erster Veröffentlichung „Principiorum philosophiae“ vervierfachte seine Taxe von 4000,- € mit einem Hammerpreis von 16.000,- €, was sicherlich auch an der interessanten Provenienz liegt: das Exemplar trägt einen handschriftlichen Besitzvermerk von Karl Friedrich Gauss.

Der separat erschienene Geographiekatalog für die Auktionstage am Donnerstag und Freitag enthielt ebenso manch nennenswertes Ergebnis, so erzielte ein koloriertes Exemplar von J. H. van Linschotens „Itinerarium“ aus dem Jahr 1614 42.000,- €, die ersten fünf Teile von T. de Brys großer Reisesammlung, erschienen Ende des 16. Jahrhunderts, fand für einen Hammerpreis von 40.000,- € einen neuen Besitzer.

Stets sehr gesucht und äußerst selten sind die „Nachrichten von dem Leben und den Seereisen des berühmten Captain Cook“ aus dem Jahr 1780. Trotzdem überraschte das mehr als gute Ergebnis von 44.000,- € (Hammerpreis, Taxe 20.000,- €).

Auch der Bereich der Karten überzeugte mit einem hervorragenden Angebot und wurde kräftig online und schriftlich beboten. So erzielte eine seltene gestochene Europa-Karte von Paolo Forlani bei C. Duchetti aus dem Jahr 1571 26.000,- €. Bei einer Italien Kupferstich-Karte von G. Gastaldi aus dem Jahr 1561 fiel der Hammer bei 16.500 €.

Durch den Erfolg des Frühjahrs hoch motiviert, bereitet Reiss & Sohn nun den zweiten Teil der großen Jubiläumsauktionen im Herbst vor. Gerne werden Einlieferungsangebote entgegen genommen!

PRESSEMITTEILUNG - März 2021

Los 101 - Album amicorum. Nürnberg 1753-1759

Los 101 - Album amicorum

Los 101 - Album amicorum

50 Jahre Reiss & Sohn – Raritäten zum Jubiläum

Vorschau auf die Jubiläumsauktionen 202 – 204 bei Reiss & Sohn
in Königstein/Taunus vom 27.-30. April 2021

Königstein (Taunus), im März 2021. – Seit 50 Jahren versteigert Reiss & Sohn bereits bibliophile Schätze vom Mittelalter bis zur Gegenwart und zählt heute zu den weltweit führenden Adressen seines Fachs. Gegründet 1971 in der Gutenbergstadt Mainz konnten seither mehr als 200 erfolgreiche Auktionen mit hochwertigen antiquarischen Büchern, Handschriften, Landkarten, Graphik und Photographie von Godebert und Clemens Reiss abgehalten werden.
Zum feierlichen Anlass erscheint zusätzlich zu den zwei umfangreichen Auktionskatalogen mit Büchern und Graphik ein Sonderkatalog mit 80 außergewöhnlich schönen, seltenen und bedeutenden Büchern und Handschriften des 15. bis 19. Jahrhunderts, darunter rund 50 Inkunabeln. Insgesamt kommen an vier Tagen rund 3100 Lose zum Aufruf, die von Bibliophilen rund um den Globus auch online live beboten werden können.

Den fulminanten Auftakt bilden zwei kostbar illuminierte Stundenbücher des ausgehenden 15. Jahrhunderts, die für den französischen Gebrauch auf Pergament geschrieben wurden. Die Schätzpreise liegen bei 38.000 Euro bzw. 40.000 Euro.

Los 1 - Horae B.M.V.

Los 2 - Horae B.M.V. ca. 1485-95

Aus dem reichen Angebot an Wiegendrucken sticht die von Konrad Botho, dem Chronisten der Herzöge von Braunschweig, in niederdeutschem Dialekt 1492 verfasste „Chronecken der Sassen“ hervor, die erste und seltenste der großen illustrierten Chroniken in Deutschland. Dieser mit ca. 1255 altkolorierten Holzschnitten reich ausgestattete Mainzer Druck des Peter Schöffer soll 20.000 Euro einspielen. Zwanzig Jahre früher erschien in Augsburg die bedeutende „Etymologiae“ des Isidorus Hispalensis, hier ebenfalls auf 20.000 Euro geschätzt. Darin findet sich nicht nur das gesamte Wissen der Zeit abgebildet, sondern es enthält auch die erste jemals gedruckte Karte in Form einer schematischen Weltkarte und ist gleichzeitig eines der ersten Bücher mit Holzschnittillustrationen überhaupt.

Los 19 - Botho, K. Cronecken der Sassen

Los 62 - Kopernikus, De revolutionibus

Zu den Büchern, die die ganze Welt veränderten, zählt zweifelsohne „De revolutionibus orbium coelestium“ von Nikolaus Kopernikus, das der Menschheit den Blick auf das heliozentrische Universum eröffnete und damit seinerzeit sowohl die Lehre der Bibel als auch die geltende Astronomie des Ptolemäus umstürzte. Das Exemplar bei Reiss & Sohn mit einer Taxe von 150.000 Euro enthält Kopernikus‘ epochales Werk in der zweiten Ausgabe von 1566, hier erstmals maßgeblich erweitert um die berühmte „Narratio prima“ des Joachim Rheticus.

Unter den zahlreichen naturwissenschaftlichen Werken der Frühjahrsauktion weckt ein außergewöhnlicher Sammelband mit nicht weniger als 6 seltenen Werken des Johannes Kepler aus der Zeit von 1614-1639 Interesse, enthaltend die Erstausgabe seines visionären Traktats „Somnium“, der eine Traumreise zum Mond beschreibt. Der Band glänzt zudem durch bemerkenswerte Provenienz und wird auf 30.000 Euro geschätzt. Gleich zwei der schönsten Pflanzenwerke des Barock können bei Reiss & Sohn erworben werden: die „Phytanthoza-Iconographia“ von Johann Wilhelm Weinmann mit 1025 Tafeln von Pflanzen aus aller Welt in brillantem Farbstich mit Retusche (Taxe 50.000 Euro) und Christoph Jacob Trews „Plantae selectae“ mit 110 altkolorierten Kupfertafeln von meist exotischen Pflanzen (Taxe 30.000 Euro). Die Darstellungen beider Werke gehen teils auf denselben berühmten Pflanzenmaler Georg Dionysius Ehret zurück, der erst beim zweiten Auftraggeber Trew gebührende Anerkennung und Entlohnung fand.

Los 79 - Weinmann

Los 77 - Trew

Der Seefahrer James Cook, der den Pazifik für die westliche Zivilisation erschloss, starb 1779 auf Hawaii. Sein Tod wurde erstmals 1780 in den anonymen „Nachrichten von dem Leben und den Seereisen des berühmten Captain Cook“ gedruckt. Ein Exemplar dieser äußerst seltenen Schrift, zusammen gebunden mit einer weiteren sehr seltenen Schrift über die spanischen Expeditionen von Bodega y Quadra, soll bei 20.000 Euro den Besitzer wechseln. Der holländische Weltumsegler Jan Huygen van Linschoten verfasste 1596 das Handbuch „Itinerarium, Ofte Schipvaert naer Oost ofte Portugaels Indien“, enthaltend das unschätzbare Wissen über Ost- und Westindien und die Seewege dorthin. Der Schätzpreis für ein komplett koloriertes Exemplar der seltenen zweiten Sammelausgabe von 1614 beträgt 60.000 Euro.

Dem bekanntermaßen vorzüglichen Angebot an Atlanten und Städtebüchern bei Reiss & Sohn mangelt es auch diesmal weder an Menge noch an Klasse. Zu den wertvollsten zählen Blaeu’s belgisches Städtebuch in der lateinischen Ausgabe von ca. 1652 mit 296 Ansichten und Plänen und Janssonius‘ seltenes Städtebuch der Niederlande von 1657 mit 113 Ansichten und Plänen, beide prachtvoll altkoloriert, beide mit einer Taxe von 75.000 Euro.

Ein Rarissimum besonderer Art ist der Urdruck der sogenannten Bauernartikel von 1525, ein einzigartiges Dokument der deutschen politischen und der sozialen Geschichte Europas, die erste Formulierung von Grund- und Menschenrechten auf deutschem Boden. Da sowohl der Urdruck dieser sechs Blätter als auch die zahlreichen Nachdrucke im Bauernkrieg von den Gegnern vernichtet wurden, ist das angebotene Exemplar äußerst selten und kostbar (Taxe 60.000 Euro).

Los 1901 - Janssonius

Zu den Frühjahrsauktionen erscheinen 3 reich illustrierte Druckkataloge. Das vollständige Auktionsangebot, mit ca. 12.000 zusätzlichen Abbildungen und durch eine Volltextsuche erschlossen, finden Sie auch auf unserer Website www.reiss-sohn.de . Gerne kontaktieren Sie uns für weitere Informationen.

REISS & SOHN
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Los 1874 - Blaeu

Los 1874 - Blaeu

Das ist ein sehr kurzer Test!

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