Presse

Vorschau Frühjahrsauktionen 187-189, 15.-17. Mai 2018

Presseankündigung

In drei umfangreichen Katalogen kommen bei Reiss & Sohn fast 4000 antiquarische Bücher, Handschriften und Graphik in den Maiauktionen zum Ausruf. Eines der schönsten und bedeutendsten Werke der Inkunabelzeit markiert bei Reiss & Sohn  mit 120.000,- Euro Schätzpreis  den preislichen Höhepunkt:  das bekannte Nürnberger Holzschnittbuch „Der Schatzbehalter“ von Stefan Fridolin, gedruckt bei Anton Koberger im Jahre 1491. Die mehr als 90 großen Illustrationen, hier aufs Prächtigste alt koloriert, schufen Dürers Lehrmeister Michael Wolgemut und Wilhelm Pleydenwurff.

Sonderkatalog Deutsche Literatur

Im Zentrum des diesjährigen Angebots zu den Frühjahrsauktionen steht beim Königsteiner Auktionshaus Reiss & Sohn eine Privatsammlung mit Erstausgaben und Raritäten bedeutender Werke deutscher Literatur vom 16. bis 19. Jahrhundert. Zum Erstdruck von Goethes „Die Leiden des jungen Werthers“ aus dem Jahre 1774 (Schätzpreis 10.000,- Euro) gesellen sich rare Erstausgaben von Friedrich Schiller , Thomas Mann, den Brüdern Grimm und zahlreichen anderen Autoren. Rund 800 Einzeldrucke und Gesamtausgaben umfasst der Spezialkatalog, der auch Werke bedeutender deutscher Philosophen enthält.

Inkunabeln und alte Drucke

Herausragend ist ein sehr seltener Prager Missaldruck von 1522 mit der ganzseitigen Kreuzigungsszene von Lukas Cranach d.Ä. (Schätzpreis 10.000,- Euro). Einen Höhepunkt deutscher Buchillustration der Renaissance bildet der sogenannte „Theuerdanck“, die berühmte Allegorie auf die Brautfahrt Kaiser Maximilians zu Maria von Burgund mit 118 Textholzschnitten  (Schätzpreis 25.000,- Euro).

 Zoologie

Schillernde exotische Vogelwelten eröffnen sich in zahlreichen  illustrierten Werken zur Naturgeschichte. Allen voran ein Exemplar des prächtigen Papageienbuches „Histoire naturelle des perroquets“ von Francois Levaillant mit 145 Tafeln in Farbstich nach Vorlagen des berühmten Vogelmalers Jacques Barraband  (Schätzpreis 25.000,- Euro).  Auch die „Nederlandsche vogelen“ von Cornelis Nozeman stehen mit ihren 200 altkolorierten Kupfertafeln in nichts nach (Taxe ebenfalls 25.000,- Euro).

Atlanten, Geographie und Reisen 

Glanzlicht unter den Atlanten  ist der seltene, 1688 erschienene  „Atlas (maior)“ von Frederik  de Witt. Für das prachtvoll kolorierte und mit 26 seltenen Seekarten amerikanischer und asiatischer Küstengebiete absolut komplette Exemplar werden 40.000,- Euro erwartet.

Von Matthaeus Merian und seinen Nachfolgern wurde die berühmte Jahrhundert-Chronik „Theatrum Europaeum“ illustriert, die hier in einer kompletten Reihe von 21 schönen Pergamentbänden mit einer Taxe von 35.000,- Euro offeriert wird.

Ein Spektrum sensationeller Reise- und Entdeckerberichte entfaltet sich im Kapitel Geographie und Reisen, darunter eines der ersten Bücher über Australien , „Ongeluckige Voyagie van het Schip Batavia… na Oost-indien“ von  Francois Pelsaert (Schätzpreis 25.000,-) sowie der  berühmte Bericht über die Entdeckung und Umrundung von Kap Hoorn von Willem Schouten und Jacob Le Maire in der zweiten französischen Ausgabe von 1615-1617 (Schätzpreis  12.000,- Euro).

Ein eigenes Kapitel mit 90 Buch-Losen und 91 Landkarten widmet sich einer privaten Sammlung über Malta, die Geschichte des Malteser-Ordens, die Türkenkriege sowie Valletta, der diesjährigen Kulturhauptstadt.

Landkarten und Ansichten

Über 900 Lose von Karten, Ansichten und dekorativer Graphik bilden das reiche topographische  Kapitel.  Sehr selten sind die beiden anonymen Kupferkarten von Zypern und Kreta, gedruckt um 1570 (Schätzpreis 25.000,- Euro) sowie eine 1657 erschienene Gesamtkarte der Schweiz von Hans Conrad Gyger, die von Conrad Meyer fein in Kupfer gestochen wurde (Schätzpreis 15.000,- Euro).

Der jüngst modernisierte Webauftritt unter www.reiss-sohn.de ermöglicht den weltweiten Nutzern einen komfortablen Zugang zu den  Auktionsangeboten. Die reich illustrierten Kataloge können auch als Printversion erworben werden.