Erfolgreicher Auktionsstart am Welttag des Buches

Seit fast 20 Jahren wird am 23. April der Welttag des Buches gefeiert, ein Feiertag für alle Bücherliebhaber. So ist es mehr als passend, das gestern an jenem Feiertag die diesjährigen Frühjahrsauktionen in Königstein begannen. Bereits am Vormittag konnte Reiss & Sohn zahlreiche traumhafte Ergebnisse verzeichnen. Herausragend war die die 180% Schätzpreissteigerung eines seltenen Festbuchs aus dem 16. Jahrhundert, das die Zeremonien und Festlichkeiten in Prag und Landshut anlässlich der Verleihung des Ordens vom Goldenen Vlies an Kaiser Rudolf II., die Erzherzöge Karl und Ernst und einige andere Adlige darstellt und beschreibt (Los 239, P. Zehendtner von Zehendtgrub, Ordenliche Beschreibung mit was stattlichen Ceremonien und Zierlichkeiten…). Nach einem nervenaufreibendem Bietgefecht konnte sich schließlich ein schriftlicher Bieter durchsetzen (Hammerpreis 42.000 Euro, Taxe 15.000,- Euro).

Zwei prächtig illuminierte lateinische und französische Stundenbücher für den Gebrauch von Rom fanden für 32.000 Euro Hammerpreis (Taxe 30.000 Euro, Los 21) sowie 21.000 Euro Hammerpreis (Taxe 20.000 Euro, Los 20) neue Besitzer. Ein sehr seltenes und frühes Manuskriptblatt – aus der Zeit Karls des Großen, um 800 – in einer schönen klaren Handschrift, war schwer umkämpft und konnte schließlich einem glücklichen Bieter am Telefon für 30.000 Euro (Schätzpreis 10.000,- Euro) zugeschlagen werden.

Hieronymus. Commentariorum in Amos. Einzelblatt aus einer karolingischen Handschrift auf Pergament, um 800 (Ausschnitt)

Am späten Nachmittag brachte eine prächtige und seltene Sammlung naturkundlicher Werke, die vom Pariser Verleger Desnos zusammengestellt wurde und Tafeln aus einigen der wichtigsten botanischen und ornithologischen Werke des 17. und 18. Jahrhunderts von Maria Sibylla Merian, Daniel Rabel und J. Jonston enthält, mit 55.000 Euro Hammerpreis den bislang höchsten Zuschlag am Eröffnungstag.

Die Auktionen werden noch bis morgen Abend, mit einem reichen Angebot an alten Druckwerken, Atlanten, Landkarten, Stadtansichten etc. fortgesetzt. Besuchen Sie uns im Saal oder nehmen Sie doch live an der Auktion unter https://www.reiss-sohn.de/de/live-auktion/ teil!

Noch fünf Tage bis zur Frühjahrsauktion – Jetzt bieten!

Am Dienstag, dem 23. April starten unsere 3-tägigen Frühjahrsauktionen. Nutzen Sie möglichst heute schon die Gelegenheit schriftlich zu bieten, oder sich zum Live-Bieten anzumelden. Nehmen Sie sich nochmal die Zeit, in Ruhe durch unsere, durchgehend mit zahlreichen Fotos illustrierten, Kataloge zu browsen und auf so manche Rarität oder spannende Unikate zu stoßen!

Kataloge der Frühjahrsauktionen 2024 jetzt Online

Die Kataloge der Frühjahrsauktionen von REISS & SOHN vom 23.-25. April 2024 stehen jetzt online mit über 2000 Losen zur Verfügung. Auch diese Saison kann wieder ein breites Spektrum mit seltenen, wertvollen und schönen Handschriften, Büchern, Graphiken und Reisefotografien angeboten werden.

Besonders hervorzuheben sind drei aufwendig illuminierte lateinische und französische Stundenbücher für den Gebrauch von Rom (Taxen 20.000-30.000 €) jedes für sich ein Unikat, des Weiteren die erste vollständige Ausgabe von J. W. Weinmanns „Phytanthoza-Iconographia“ in 5 Bänden. Es handelt sich um eins der schönsten und umfangreichsten Pflanzenwerke des Barocks, hier in prachtvollem Kolorit (Taxe 70.000 €).

Ferner angeboten wird von J. O. Lewis „The Aboriginal Port Folio“, ein äußerst seltenes und frühestes Tafelwerk mit Porträts nordamerikanischer Indianer (Taxe 70.000 €); sowie eine rare und dekorative Weltkarte in doppelherzförmiger Projektion aus der Salamanca-Lafreri Offizin aus dem Jahr 1602 (Taxe 35.000 €). Neben dieser kleinen Auswahl finden sich natürlich noch unzählige weitere Schätze in den verschiedensten Kapiteln und Preissegmenten, stöbern Sie selbst!

Erfolgreiche Herbstauktionen bei Reiss & Sohn in Königstein im Taunus

Sehr erfolgreich konnten die diesjährigen Buchauktionen der Herbstsaison bei Reiss & Sohn am 2. November abgeschlossen werden. Insgesamt kamen mehr als 2000 Lose an Büchern, Manuskripten und Landkarten zum Verkauf. Zum teuersten Ergebnis avancierte die „Cosmographia“ des antiken Geographen Claudius Ptolemaeus in einem Hybridexemplar aus den Jahren 1486-1490 mit den schönen altkolorierten Holzschnittkarten der Ulmer Ausgabe (226.100 Euro alle Preise inkl. gerundetem Aufgeld). Gleich dahinter folgte die 12-bändigen Ausgabe von Johann Blaeus „Le grand atlas“ mit 202.300 Euro.

131.000 Euro erbrachte Charles-Gaëtan Nourys (1809-1869) Manuskript mit 458 Aquarellen und Zeichnungen des gesamten Tierreichs von Polynesiens. Die holländische Ausgabe des „Atlas novus“ von J. Janssonius erzielte 89.250 Euro und der Seeatlas von P. Goos „Atlas de la Mer, ou Monde Aquatique“ 65.450 Euro. Ebenso gefragt war die seltene und auch einzigartige Zusammenstellung von französischen Seekarten in dem 12-bändigen „Dépôt Général de la Marine“ (59.500 Euro).

Ein illuminiertes lateinisches Stundenbuch aus der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts konnte für stolze 36.000 Euro (inkl. Aufgeld) den Besitzer wechseln.

Für die großen Buchauktionen im Frühjahr 2024 freut sich Reiss & Sohn auf Ihre Einlieferungen.

Tag 3: Abschluss der Auktionen 217 – 218 – Seltene Landkarten

Äußerst erfolgreich gingen die Herbstauktionen des Auktionshauses Reiss & Sohn in Königstein am dritten Tag zu Ende. Auch im Bereich der Land- und Seekarten fand sich manche Rarität, so war z.B. im Angebot eine Nordamerika Kupferstich-Karte von C. de Jode aus dem Jahr 1593 (Erlös 17.850 Euro inkl. Aufgeld), ferner ein Set von 5 Kupferkarten mit einer Weltkarte und den vier Erdteilen von A. Ortelius für 10.710 Euro (inkl. Aufgeld).

C. de Jode, Americae pars borealis. 1593 – Detail

Eine seltene großformatige Pommern-Wandkarte, nicht in Atlanten erschienen, von A. C. Seutter überzeugte mit hervorragendem Kolorit und dekorativer Staffage gleich mehrere Live-Online-Bieter und wurde nach einigen Bietschritten für 3094 Euro (inkl. Aufgeld) zugeschlagen.

Zweiter Auktionstag wieder mit Spitzenergebnissen

Königstein (Taunus), November 2023.

Auch der zweite Auktionstag der großen Herbstauktionen konnte mit großem Erfolg beendet werden. Das Highlight des Katalogs 218, eine ca. 100 Lose umfassende Sammlung bedeutender Atlanten, wurde gestern Mittag aufgerufen und lockte internationales Publikum zum Bieten in den Saal, ans Telefon und live an die Bildschirme. Besonders erwähnenswert in diesem Bereich sind die Verkäufe der 12-bändigen Ausgabe von J. Blaeu „Le grand atlas“. Das prächtig kolorierte und goldgehöhte Exemplar mit über 580 Kupferkarten und Tafeln brachte stolze 202.300 Euro (inkl. Aufgeld).

J. Blaeu. Le Grand Atlas. Amerika, Detail

Eine seltene spätere holländische Ausgabe des „Atlas novus“ von J. Janssonius erzielte 89.250 Euro (inkl. Aufgeld) und der prachtvolle niederländische Seeatlas von P. Goos „Atlas de la Mer, ou Monde Aquatique“ 65.450 Euro (inkl. Aufgeld). Ebenso gefragt war die seltene und auch einzigartige Zusammenstellung von französischen Seekarten in dem 12-bändigen „Dépôt Général de la Marine“ (Erlös inkl. Aufgeld 59.500 Euro). Aber nicht nur die Atlanten erzielten Spitzenpreise, auch die anderen bereits aufgerufenen Abteilungen blicken auf sehr gute Ergebnisse, teilweise im fünfstelligen Bereich, darunter die erste Ausgabe von A. N. Vaillants  „Voyage autour du monde“ in einem dekorativem Exemplar für 47.600 Euro (inkl. Aufgeld), C. P. Claret de Fleurieus „Voyage autour du monde“ in einem seltenen Exemplar der Luxus-Variante im 4to-Format brachte 29.750 Euro (inkl. Aufgeld), und ein Exemplar von J. de Acostas „America, oder wie mans zu Teutsch nennet die Neuwe Welt“ mit einer äußerst seltenen Karte des Pazifiks wurde für 23.800 Euro (inkl. Aufgeld) einem neuen Besitzer zugeschlagen.

C. P. Claret de Fleurieu. Voyage autour du monde.

Reiss & Sohn freut sich auf noch viele spannende Bietgefechte am heutigen letzten Auktionstag. Die Ergebnisse und Nachverkaufslisten werden für interessierte Kunden zeitnah auf unserer Webseite veröffentlicht.

Herbstauktionen in Königstein erfolgreich gestartet

Königstein (Taunus), Oktober/November 2023.

Mit großem Erfolg konnte Reiss & Sohn seine diesjährigen Herbstauktionen am ersten Tag eröffnen. Den bisher herausragendsten Preis von 131.000 Euro (inkl. Aufgeld) erzielte nach heftigem Bietgefecht zwischen Saal, Telefon und Live-Online-Bietern ein einzigartiges Manuskript mit 458 Aquarellen und Zeichnungen des gesamten Tierreichs von Polynesiens die aus den naturwissenschaftlichen Forschungen des Charles-Gaëtan Noury (1809-1869) stammen.

C. Noury. Histoire naturelle. Französische Handschrift. 6 Bde. Frankreich, nach 1850. Mit 458 meist aquarellierten Tafeln – Erstes zoologisches Inventar Polynesiens

Eine Radierung „Gelehrter in seinem Arbeitszimmer, genannt: Faust“ von Rembrandt in einem hervorragenden Abdruck im ersten Zustand fand für 54.000 Euro (inkl. Aufgeld) einen neuen Besitzer. Für die erste Ausgabe der berühmten „Encyclopédie“ von D. Diderot & J. le Rond d’Alembert in einem in 35 Bänden vollständigen Exemplar fiel der Hammer bei knapp 36.000 Euro (inkl. Aufgeld). Ein reich illuminiertes lateinisches Stundenbuch aus der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts konnte ebenfalls für stolze 36.000 Euro (inkl. Aufgeld) den Besitzer wechseln. Die Auktionen werden noch bis Donnerstagabend mit dem Katalogs 218 fortgesetzt: Im Angebot sind Bücher und Graphiken mit Schwerpunkt Geographie, Reisen, Photographie, sowie bedeutende Atlanten, Landkarten und Dekorative Graphik.

Kataloge der Herbstauktionen 2023 jetzt Online

Auf über 2000 Lose mit seltenen Büchern, Handschriften und Graphiken können ab sofort über diese Webseite Gebote abgegeben werden.

Sammler von seltenen Atlanten haben die Wahl aus fast 100 Losen, darunter das teuerste Los der Auktion, die Cosmographia des Ptolemaeus von 1486 mit einer Taxe von 280.000 Euro. Bemerkenswert sind weitere 19 sehr exquisite Atlanten mit 5stelligen Schätzpreisen. Frühe Wirtschaftsliteratur aus einer bedeutenden Privatsammlung bildet einen weiteren herausragenden Schwerpunkt der Herbstauktionen.

Einzigartig ist das vergessene Manuskript des Seefahrers und Forschers Charles-Gaëtan Noury, die erste Zoologie Polynesiens mit über 450 Aquarellen und Zeichnungen zum Schätzpreis von 90.000 Euro.

Aus einem Gesamtangebot von über 170 Losen können Sammler und Archive wählen, um ihre Bestände um seltene und begehrte Reiseberichte zu erweitern, darunter über 30 Lose in einem eigenen Kapitel zu Amerika.

Ein reiches Angebot von seltenen Karten ist auch diesmal bei Reiss & Sohn zu finden. Zu den absolut seltensten zählt Antonio Lafreris Weltkarte von 1565 in doppelherzförmiger Projektion (Schätzpreis 50.000 €).

Das Angebot kann auf Wunsch auch in zwei reich illustrierten gedruckten Katalogen studiert werden.

Das ist ein sehr kurzer Test!

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