Herbstkataloge 2021 Online

Die Kataloge zu den herbstlichen Buchauktionen im Jubiläumsjahr des seit 1971 bestehenden Versteigerungshauses Reiss & Sohn stehen jetzt online. Die Offerte von rund 3.000 seltenen Büchern, Handschriften, Atlanten und Landkarten sowie Grafik und Fotografie enthält naturwissenschaftliche Highlights wie den Erstdruck von Galileo Galileis berühmtem „Dialogo“ von 1632 (Schätzpreis 100.000 Euro). Teuerstes und sicherlich spektakulärstes Stück ist die bedeutende Universalchronik „Rudimentum novitiorum“, aus dem Jahr 1475 in einem illuminierten Exemplar (1.200.000 Euro). Zu den seltensten und schönsten Meisterwerken der Buchillustration zählt Lorenz Stöers „Geometria et Perspectiva“, gedruckt in Augsburg im Jahre 1567 (50.000 Euro). Neben dem auch sonst reichhaltigen Angebot aus allen Sammelgebieten bilden Kollektionen zur Nationalökonomie, Philosophie und Reformation sowie mehr als 60 Atlanten einen besonderen Schwerpunkt der über 4 Tage laufenden Auktionsveranstaltung.

Rudimentum novitiorum. Lübeck 1475
Rudimentum novitiorum. Lübeck 1475

Rekordpreis für Copernicus

Mit großem Erfolg konnte das Buchauktionshaus Reiss & Sohn seine Frühjahrsauktionen im Jubiläumsjahr 2021 abschließen. Schlagzeilen schrieb der erste Bericht über den Tod von Captain Cook auf Hawaii. Bereits 1780 wurde diese Sensationsnachricht erstmalig in Europa in einer deutschsprachigen Broschüre mit dem Titel „Nachrichten von dem Leben und den Seereisen des Capitain Cook“ verbreitet. Mit € 14.000 aufgerufen konnte schließllich bei € 44.000 der Zuschlag an einen Onlinebieter erteilt werden. Rekordhalter des 3tägigen Auktionsmarathon in Königstein war jedoch Nicolaus Copernicus bahnbrechende Schrift über das heliozentrische System. Der Aufruf bei € 130.000 resultierte schließlich bei einem Erlös von € 261.800, bewilligt von einem deutschen Sammler. Den vollständigen Nachbericht zu den Frühjahrsauktionen finden Sie hier. Die Erfolgsgeschichte der Jubiläumsauktion soll im Oktober 2021 fortgesetzt werden. Reiss & Sohn freut sich auf neue Einlieferungen.

Aus unserer vergangenen
Frühjahrsauktion 2021:
N. Copernicus, De revolutionibus orbium
coelestium. Nürnberg 1566.
Erlös: € 261.800.

Fulminanter Auftakt zu den großen Jubiläumsauktionen in Königstein

Mit zahlreichen Rekorden und phantastischen Preissteigerungen konnte Reiss & Sohn seine diesjährigen Jubiläumsauktionen am ersten Tag eröffnen. Am Dienstag kamen zu Beginn 80 ausgewählte Bücher, Handschriften und Inkunabeln, vereint in einem reich illustriertem Sonderkatalog, unter den Hammer. Lediglich 7 Objekte fanden bislang keinen Käufer was einer Verkaufsquote von über 90% entspricht.

Besonders nennenswert ist das absolute Rekordergebnis von 220.000 € (Hammerpreis, Taxe 150.000 €) für Nicolai Copernicus „De revolutionibus orbium coelestium libri VI.“, gedruckt in Basel, 1566.

Seine Taxe versechsfachen konnte Isidorus Hispalensis „Etymologiae“. Das Werk von 1472 stellt in 20 Büchern das Wissen seiner Zeit dar und enthält die erste gedruckte Weltkarte, bei welcher es sich um die erste gedruckte Karte überhaupt handelt. Dieser Fakt ist wohl maßgeblich verantwortlich für das traumhafte Ergebnis von 120.000,- € (Hammerpreis, Taxe 20.000,- €).

Bothos „Cronecken der Sassen“, gedruckt in Mainz 1492, erzielte

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Jubiläumskataloge online

Die Kataloge der Frühjahrsversteigerungen anlässlich des 50jährigen Auktionsjubiläums von Reiss & Sohn in Königstein sind ab sofort online einsehbar. In 3 Katalogen werden insgesamt rund 3.100 seltene Bücher, Handschriften und Landkarten vom Mittelalter bis zur Moderne mit Schätzpreisen zwischen 150 Euro und 150.000 Euro vorgestellt. Gebote können Sie über unseren Webkatalog abgeben oder Sie registrieren sich zum Online Live-Bieten (kostenfrei) unter dem Menüpunkt Live-Bieten Online. Reiss & Sohn wünscht Ihnen viel Freude beim Entdecken.

50 Jahre REISS & SOHN

Erster Auktionskatalog von 1971

Nach einer höchst erfolgreichen Auktionssaison 2020 freut sich Reiss & Sohn auf ein spannendes Neues Jahr 2021. In diesem Jahr feiert Reiss & Sohn sein 50jähriges Bestehen als Buchauktionshaus. Gegründet 1971 in der Gutenbergstadt Mainz konnten seither mehr als 200 erfolgreiche Auktionen mit alten Büchern, Handschriften und Graphik abgehalten werden. Reiss & Sohn zählt heute zu den weltweit führenden Versteigerungshäusern, die ausschließlich Buchauktionen abhalten. Zu den Jubiläumsauktionen im Jahr 2021 nimmt Reiss & Sohn ab sofort Einlieferungsangebote entgegen.

Rückblick 2020

Ein überaus erfolgreiches Versteigerungsjahr 2020 ging für Reiss & Sohn mit den Buchauktionen im Oktober zu Ende. „Das alte Buch ist unsere Passion und so konnten wir auch in diesem Jahr wieder unsere Leidenschaft mit der unserer weltweiten Kundschaft teilen und zu großem Erfolg führen. Im Ergebnis haben wir ein hervorragendes Auktionsjahr mit ausnehmend guten Verkaufsquoten“, so Clemens Reiss, Inhaber und Leiter des seit 1971 im Familienbesitz geführten Unternehmens. So konnten rund 1000 Hammerpreise im vier- und fünfstelligen Eurobereich erzielt werden. Nach Losen fanden 75% des Angebots einen neuen Eigentümer. Die wertmäßige Verkaufsquote bezogen auf die Gesamtschätzung lag bei über 90%. Bei den Verkäufen gingen 60% des erlösten Umsatzes auf die Beteiligung ausländischer Käufer zurück.

Für heute bedanken sich Inhaber und Mitarbeiter von Reiss & Sohn für das erfolgreiche abgelaufene Auktionsjahr und senden beste Wünsche für Feiertage und Jahreswechsel sowie für einen guten und gesunden Start in 2021.

Großes (Auktions-)Kino – Herbstauktionen höchst erfolgreich beendet

Nachdem bereits die ersten zwei Auktionstage in Königstein mit großem Erfolg abgeschlossen werden konnten, erbrachten auch die beiden Abschlusstage am 29. und 30. Oktober 2020 viele Höchstpreise und bescherten dem Auktionshaus eine Umsatzsteigerung des Gesamtergebnisses von rund 10% gegenüber der Frühjahrssaison. Zum Aufruf kamen an diesen Tagen geographische Werke, Atlanten und Landkarten, wie stets bei Reiss & Sohn in einem eigenen Themenkatalog präsentiert. Spitzenreiter mit Zuschlag 50.000 € (Schätzung 35.000) wurde das altkolorierte Städtebuch von Janssonius, das „Urbium totius Germaniae superioris“ von 1657 mit 220 altkolorierten Stadtansichten. Zum zweithöchsten Zuschlag avancierte das Stadtebuch von Janssonius‘ Verlegerkollegen Frederik de Wit, sein „Theatrum ichnographicum omnium urbium“, 1698 in Amsterdam erschienen (45.000 €). Ein Sammelatlas mit 139 meist kolorierten Landkarten des 17. Jahrhunderts aus Amsterdamer und Pariser Produktion erlebte den Hammerschlag bei 34.000 € (Ausruf 22.000 €). Nachdem Reiss & Sohn am ersten Auktionstag die Begründungsschrift des modernen Kinos von August Lumière für die doppelte Taxe versteigert hatte, läßt sich zum Abschluss der viertägigen Auktionen nur feststellen: Großes (Auktions-)Kino – im virtuellen Raum.

Illustrierte Prachtwerke hoch im Kurs

Am zweiten Tag der in der Herbstsaison stattfindenden Buchauktionen bei Reiss & Sohn verkauften sich illustrierte Prachtwerke hervorragend. So erzielte die holländische Ausgabe von Trews „Plantae selectae – Uitgesochte Planten “ von 1773 einen Zuschlag von 26.000 € (Taxe 25.000 €). Tussac’s „Flore des Antilles“ aus dem Jahr 1808 erzielte trotz fehlender Tafel die taxierten 40.000 € und Blochs „Ichtyologie“, das wohl prächtigste je erschienene Werk über die europäischen Fische, konnte mit 60.000 € Zuschlag einen hervorragenden Preis erzielen. Eine Überraschung erlebte die Botanikabteilung bei Aufruf eines prachtvoll kolorierten Exemplares der Ausgabe des Brunschwigschen „New Destillierbuch“ von 1567: bei einem Startpreis von 3.000 € fiel der Hammer schließlich bei 14.000 €. Die Herbstauktionen laufen noch bis Freitag. Interessierte Bieter können noch teilnehmen.

Tussac, Flore des Antilles. 1808.

Hexen bringen Rekordsteigerung

U. Molitoris. De lamiis. Köln, um 1499-97.

Am ersten Auktionstag der Herbstauktionen bei Reiss & Sohn gab es am 27. Oktober bemerkenswerte Preissprünge. Knapp 800 Lose kamen bisher zum Aufruf. Von 8.000 € auf 38.000 € schnellte das berüchtigte Werk von Ulrich Molitor zum Hexenwesen. Von 10.000 € auf 22.000 € stieg eine deutsche Handschrift des 14. Jahrhunderts mit den bekannten „Hieronymus-Briefen“. Von 15.000 € auf 30.000 € stieg Vitelios „Peri Optikes“ aus dem Jahr 1535. Lumières „Notice sur le cinematographe“ von 1897 stieg von 6.000 € auf 12.500 €. Die Auktionen in Königstein dauern noch bis zum 30. Oktober. Zum Aufruf kommen noch u.a. botanische Prachtwerke sowie Reisebeschreibungen, Atlanten und Landkarten. Es können noch Gebote abgegeben werden.

„Ordentlich was zu lesen“ – Buchauktionen bei Reiss & Sohn

Rund 2800 Positionen an seltenen Büchern, Handschriften und Landkarten bildet das diesjährige herbstliche Angebot der Buchauktionen bei Reiss & Sohn in Königstein vom 27.-30. Oktober. Zwei voluminöse Print-Kataloge werden demnächst verschickt und die Webversion des Kataloges steht nun online und enthält zusätzlich zur Druckversion rund 10.000 Fotos der angebotenen Objekte. Preisliches Flagschiff ist ein außergewöhnliches in zwölf Lederbänden gebundenes prächtiges Exemplar der „Ichtyologie – Histoire naturelle des Poissons“ von 1785-97, über die Naturgeschichte der Fische, von Marcus Elieser Bloch für taxierte 70.000 Euro. Die Augenheilkunde begründete Georg Bartisch von Königsbrück mit seiner „Ophthalmodouleia (graece). Das ist Augendienst“, von 1583, hier angeboten in einem altkolorierten Exemplar (30.000 Euro). Für einen bemerkenswerten Sammelband mit mehr als 600 teils kolorierten Kupferstichansichten aus Augsburger Produktion des 18. Jahrhunderts, darunter einen der umfangreichsten, je angebotenen Bestände von Stichen aus den Offizinen von Kilian und Leopold (nach Werner) werden 30.000 Euro erwartet.