Fulminanter Auftakt zu den großen Jubiläumsauktionen in Königstein

Mit zahlreichen Rekorden und phantastischen Preissteigerungen konnte Reiss & Sohn seine diesjährigen Jubiläumsauktionen am ersten Tag eröffnen. Am Dienstag kamen zu Beginn 80 ausgewählte Bücher, Handschriften und Inkunabeln, vereint in einem reich illustriertem Sonderkatalog, unter den Hammer. Lediglich 7 Objekte fanden bislang keinen Käufer was einer Verkaufsquote von über 90% entspricht.

Besonders nennenswert ist das absolute Rekordergebnis von 220.000 € (Hammerpreis, Taxe 150.000 €) für Nicolai Copernicus „De revolutionibus orbium coelestium libri VI.“, gedruckt in Basel, 1566.

Seine Taxe versechsfachen konnte Isidorus Hispalensis „Etymologiae“. Das Werk von 1472 stellt in 20 Büchern das Wissen seiner Zeit dar und enthält die erste gedruckte Weltkarte, bei welcher es sich um die erste gedruckte Karte überhaupt handelt. Dieser Fakt ist wohl maßgeblich verantwortlich für das traumhafte Ergebnis von 120.000,- € (Hammerpreis, Taxe 20.000,- €).

Bothos „Cronecken der Sassen“, gedruckt in Mainz 1492, erzielte 46.000,- € (Hammerpreis, Taxe 20.000,- €). Bei dem seltenen Werk handelt es sich um die erste und seltenste der großen illustrierten Chroniken in Deutschland, noch ein Jahr vor der berühmten Chronik Schedels erschienen.

Des weiteren erwähnenswert ist der Zuschlag von 26.000,- € (Hammerpreis, Taxe 12.000,- €) für die ersten drei Teile nebst Kommentar von Avicennas „Canon“ in einem seltenen, schönen Druck aus Pavia aus dem Jahr 1510.  

Die prächtige botanische Publikation „Plantae ­selectae“ von C. J. Trew, mit 110 altkolorierten Kupfertafeln reich illustriert, konnte seine Taxe von 30.000 € realisieren. Auch die beiden reich illuminierten Stundenbuchhandschriften mit den Losnummern 1 und 2, beide Ende des 15. Jahrhunderts in Frankreich entstanden, brachten mit einem Hammerpreis von 44.000,- € und 40.000,- € mehr als die erwarteten Taxen (Taxe 38.000,- und 40.000,- €). Die viertägen Auktionen in Königstein dauern noch bis zum 30. April. Zum Aufruf kommen am letzten Tag u.a. Europäische Karten und Ansichten, Altmeistergraphik und dekorative Graphik, sowie topographische Werke über Deutschland. Es können noch Gebote abgegeben werden oder Sie steigern im virtuellen Auktionssaal live mit.

Jubiläumskataloge online

Die Kataloge der Frühjahrsversteigerungen anlässlich des 50jährigen Auktionsjubiläums von Reiss & Sohn in Königstein sind ab sofort online einsehbar. In 3 Katalogen werden insgesamt rund 3.100 seltene Bücher, Handschriften und Landkarten vom Mittelalter bis zur Moderne mit Schätzpreisen zwischen 150 Euro und 150.000 Euro vorgestellt. Gebote können Sie über unseren Webkatalog abgeben oder Sie registrieren sich zum Online Live-Bieten (kostenfrei) unter dem Menüpunkt Live-Bieten Online. Reiss & Sohn wünscht Ihnen viel Freude beim Entdecken.

50 Jahre REISS & SOHN

Erster Auktionskatalog von 1971

Nach einer höchst erfolgreichen Auktionssaison 2020 freut sich Reiss & Sohn auf ein spannendes Neues Jahr 2021. In diesem Jahr feiert Reiss & Sohn sein 50jähriges Bestehen als Buchauktionshaus. Gegründet 1971 in der Gutenbergstadt Mainz konnten seither mehr als 200 erfolgreiche Auktionen mit alten Büchern, Handschriften und Graphik abgehalten werden. Reiss & Sohn zählt heute zu den weltweit führenden Versteigerungshäusern, die ausschließlich Buchauktionen abhalten. Zu den Jubiläumsauktionen im Jahr 2021 nimmt Reiss & Sohn ab sofort Einlieferungsangebote entgegen.

Rückblick 2020

Ein überaus erfolgreiches Versteigerungsjahr 2020 ging für Reiss & Sohn mit den Buchauktionen im Oktober zu Ende. „Das alte Buch ist unsere Passion und so konnten wir auch in diesem Jahr wieder unsere Leidenschaft mit der unserer weltweiten Kundschaft teilen und zu großem Erfolg führen. Im Ergebnis haben wir ein hervorragendes Auktionsjahr mit ausnehmend guten Verkaufsquoten“, so Clemens Reiss, Inhaber und Leiter des seit 1971 im Familienbesitz geführten Unternehmens. So konnten rund 1000 Hammerpreise im vier- und fünfstelligen Eurobereich erzielt werden. Nach Losen fanden 75% des Angebots einen neuen Eigentümer. Die wertmäßige Verkaufsquote bezogen auf die Gesamtschätzung lag bei über 90%. Bei den Verkäufen gingen 60% des erlösten Umsatzes auf die Beteiligung ausländischer Käufer zurück.

Für heute bedanken sich Inhaber und Mitarbeiter von Reiss & Sohn für das erfolgreiche abgelaufene Auktionsjahr und senden beste Wünsche für Feiertage und Jahreswechsel sowie für einen guten und gesunden Start in 2021.

Großes (Auktions-)Kino – Herbstauktionen höchst erfolgreich beendet

Nachdem bereits die ersten zwei Auktionstage in Königstein mit großem Erfolg abgeschlossen werden konnten, erbrachten auch die beiden Abschlusstage am 29. und 30. Oktober 2020 viele Höchstpreise und bescherten dem Auktionshaus eine Umsatzsteigerung des Gesamtergebnisses von rund 10% gegenüber der Frühjahrssaison. Zum Aufruf kamen an diesen Tagen geographische Werke, Atlanten und Landkarten, wie stets bei Reiss & Sohn in einem eigenen Themenkatalog präsentiert. Spitzenreiter mit Zuschlag 50.000 € (Schätzung 35.000) wurde das altkolorierte Städtebuch von Janssonius, das „Urbium totius Germaniae superioris“ von 1657 mit 220 altkolorierten Stadtansichten. Zum zweithöchsten Zuschlag avancierte das Stadtebuch von Janssonius‘ Verlegerkollegen Frederik de Wit, sein „Theatrum ichnographicum omnium urbium“, 1698 in Amsterdam erschienen (45.000 €). Ein Sammelatlas mit 139 meist kolorierten Landkarten des 17. Jahrhunderts aus Amsterdamer und Pariser Produktion erlebte den Hammerschlag bei 34.000 € (Ausruf 22.000 €). Nachdem Reiss & Sohn am ersten Auktionstag die Begründungsschrift des modernen Kinos von August Lumière für die doppelte Taxe versteigert hatte, läßt sich zum Abschluss der viertägigen Auktionen nur feststellen: Großes (Auktions-)Kino – im virtuellen Raum.

Illustrierte Prachtwerke hoch im Kurs

Am zweiten Tag der in der Herbstsaison stattfindenden Buchauktionen bei Reiss & Sohn verkauften sich illustrierte Prachtwerke hervorragend. So erzielte die holländische Ausgabe von Trews „Plantae selectae – Uitgesochte Planten “ von 1773 einen Zuschlag von 26.000 € (Taxe 25.000 €). Tussac’s „Flore des Antilles“ aus dem Jahr 1808 erzielte trotz fehlender Tafel die taxierten 40.000 € und Blochs „Ichtyologie“, das wohl prächtigste je erschienene Werk über die europäischen Fische, konnte mit 60.000 € Zuschlag einen hervorragenden Preis erzielen. Eine Überraschung erlebte die Botanikabteilung bei Aufruf eines prachtvoll kolorierten Exemplares der Ausgabe des Brunschwigschen „New Destillierbuch“ von 1567: bei einem Startpreis von 3.000 € fiel der Hammer schließlich bei 14.000 €. Die Herbstauktionen laufen noch bis Freitag. Interessierte Bieter können noch teilnehmen.

Tussac, Flore des Antilles. 1808.

Hexen bringen Rekordsteigerung

U. Molitoris. De lamiis. Köln, um 1499-97.

Am ersten Auktionstag der Herbstauktionen bei Reiss & Sohn gab es am 27. Oktober bemerkenswerte Preissprünge. Knapp 800 Lose kamen bisher zum Aufruf. Von 8.000 € auf 38.000 € schnellte das berüchtigte Werk von Ulrich Molitor zum Hexenwesen. Von 10.000 € auf 22.000 € stieg eine deutsche Handschrift des 14. Jahrhunderts mit den bekannten „Hieronymus-Briefen“. Von 15.000 € auf 30.000 € stieg Vitelios „Peri Optikes“ aus dem Jahr 1535. Lumières „Notice sur le cinematographe“ von 1897 stieg von 6.000 € auf 12.500 €. Die Auktionen in Königstein dauern noch bis zum 30. Oktober. Zum Aufruf kommen noch u.a. botanische Prachtwerke sowie Reisebeschreibungen, Atlanten und Landkarten. Es können noch Gebote abgegeben werden.

„Ordentlich was zu lesen“ – Buchauktionen bei Reiss & Sohn

Rund 2800 Positionen an seltenen Büchern, Handschriften und Landkarten bildet das diesjährige herbstliche Angebot der Buchauktionen bei Reiss & Sohn in Königstein vom 27.-30. Oktober. Zwei voluminöse Print-Kataloge werden demnächst verschickt und die Webversion des Kataloges steht nun online und enthält zusätzlich zur Druckversion rund 10.000 Fotos der angebotenen Objekte. Preisliches Flagschiff ist ein außergewöhnliches in zwölf Lederbänden gebundenes prächtiges Exemplar der „Ichtyologie – Histoire naturelle des Poissons“ von 1785-97, über die Naturgeschichte der Fische, von Marcus Elieser Bloch für taxierte 70.000 Euro. Die Augenheilkunde begründete Georg Bartisch von Königsbrück mit seiner „Ophthalmodouleia (graece). Das ist Augendienst“, von 1583, hier angeboten in einem altkolorierten Exemplar (30.000 Euro). Für einen bemerkenswerten Sammelband mit mehr als 600 teils kolorierten Kupferstichansichten aus Augsburger Produktion des 18. Jahrhunderts, darunter einen der umfangreichsten, je angebotenen Bestände von Stichen aus den Offizinen von Kilian und Leopold (nach Werner) werden 30.000 Euro erwartet.

Vom Fernrohr zur Fotografie

Goethe, Beiträge zur Optik. EA. Mit den seltenen kolorierten Täfelchen.

Ein bedeutendes Angebot an Büchern und Druckgraphik zur Geschichte der Optik, sowie deren praktischer Anwendung bis hin zu Vorläufern und Frühwerken der Fotografie sowie der Kinematographie und der bewegten Bilder kommt im Oktober anlässlich der Buchauktionen bei Reiss & Sohn zur Versteigerung. Darunter Rarissima aus dem 16. bis 19. Jahrhundert. Gleichzeitig finden die herbstlichen Versteigerungen von seltenen Büchern, Manuskripten, Atlanten und Landkarten statt. Weitere Einlieferungen sind herzlich willkommen.

Eilmeldung: Frühjahrsauktionen 198-199 (5.-7.Mai) sehr erfolgreich abgeschlossen

Trotz Coronazeiten konnte das Buchauktionshaus Reiss & Sohn seine Auktionen 198-199 sehr erfolgreich am vergangenen Donnerstag beenden. Der Umsatz betrug rund 90% Prozent des gesamten Schätzwertes der beiden thematischen Kataloge zu „Wertvollen Büchern“ und „Geographie, Reisen, Atlanten, Landkarten“. Unter den angebotenen rund 30 Inkunabeln glänzte mit einem Zuschlag von 60.000 € (Schätzung 50.000 €; alle Preise ohne Aufgeld) ein Exemplar des deutschen Schedel mit einer interessanten Provenienz. Ein weiteres Exermplar der berühmten Chronik in der lateinischen Ausgabe des gleichen Jahres erzielte 42.000 € (30.000 €). Unter den rund 80 Positionen an Atlanten wurde die Ausgabe des Atlas von Abraham Ortelius aus dem Jahr 1584, sein „Theatrum Orbis Terrarum“, hier in einem kolorierten Exemplar vorliegend, mit 46.000 € einem neuen Eigentümer übergeben (40.000 €). Das Hauptwerk des Mathematikerduos Farkas u. Janos Bolyai über die nicht-euklidische Geometrie, das „Tentamen“ von 1832, stieg von 15.000 auf 30.000 €. Insgesamt kamen 3000 Lose an seltenen und wertvollen Handschriften, Büchern und Landkarten zum Ausruf. Für die Herbstauktionen nimmt Reiss & Sohn gerne Ihre Einlieferungsangebote entgegen.