Drucke des 16. Jahrhunderts

Los 178
Perottus, Cornucopiae

verkauft

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verkauft

Mit Autograph von Sebaldus Münsterer

Perottus, N. Cornucopiae, seu latinae linguae commentarii locupletissimi. Basel, Curio, 1532. Fol. (35:23,5 cm). Mit breiter Holzschn.-Titelbordüre nach Hans Holbein d. J. von Hans Herman sowie 3 (2 verschiedene) Druckermarken. 8 nn., 62 num. Bll., 1400 Sp., 12 nn. Bll. Schweinsldr. d. Zt. über Holzdeckeln mit reicher Blindprägung aus Rollen- u. Einzelstempeln, Reste von 2 Schließen; fleckig u. beschabt, etwas wurmstichig, Ecken bestoßen.

VD 16, M 1164 (unter Martialis); Adams P 727; Hieronymus, Basler Buchillustr. 380. - Dritte Basler Ausgabe, die zweite bei Curio. Bedeutende, seit dem 15. Jahrhundert mehrfach aufgelegte Sammlung philologischer Texte. Als Titeleinfassung erscheint hier die Cebestafel der Fassung D in ihrer dritten Verwendung. "Die in der Zeichnung und Komposition reifste und textgemäss klarste der vier Basler Darstellungen dieses Lebenswegs durch die Untugenden und Tugenden zum Wahren Glück. Zugleich die Darstellung, welche die bedeutendsten Abweichungen zu jeder der drei andern Fassungen zeigt, die vom ursprünglichen Wiener Vorbild von 1519 am weitesten entfernt ist" (Hieronymus). - In den Rändern leicht fleckig, zahlr. Bll. mit Reparaturen im unteren und äußeren Rand, Titel mit Hinterlegung im Rand u. kl. Braunfleck, letzte Lage lose.

Einband u. Provenienz: Interessanter Prägeband mit zwei ungewöhnlichem Rollenstempeln (Justitia - Occasio - Fortitudo - Lucretia; Putten mit Trommeln und Hörnern) und Blüteneinzelstempeln. Auf dem freien Vorsatzblatt recto und verso ein langer eigenhändiger Eintrag des aus Nürnberg stammenden Juristen Sebaldus Münsterer (Münster; um 1495-1539), Rektor der Universität Wittenberg, datiert 1534. Enthält einen Nachruf auf Johannes Bernhardi (Velcurius; um 1490-1534), Professor der Physik und Rhetorik an der Universität Wittenberg, der im Mai 1520 in seiner anonymen "Confutatio" Luther gegen die Angriffe des Franziskaners Augustin von Alfeld verteidigt hatte. Auch Münsterer war eng mit der Reformation verbunden, seine Frau Anna war eine Schwester von Philipp Melanchthons Frau Katharina. Die bis heute nicht geklärte Urheberschaft einer revidierten Vulgataausgabe, die 1529 anonym in Wittenberg erschien, wird nicht nur großen Reformatoren wie Luther, Melanchthon oder Martin Bucer, sondern in einigen Quellen auch Münsterer zugeschrieben. Nach Münsterers frühem Tod durch die Pest, der auch seine Frau zum Opfer fiel, nahmen Katharina von Bora und Martin Luther ihre Kinder auf. Im Innendeckel ein weiterer, durch Rasur u. Überklebungen leider unleserlich gemachter Besitzeintrag, datiert 1709.

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