Handschriften - Stammbücher - Urkunden

Los 24 *#
Kerssenbroch, Historia Anabaptistarum Monasteriensium

abgelaufen

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unverkauft

Wiedertäufer. - Kerssenbroch, Hermann v. (Historia Anabaptistarum Monasteriensium) Historia Monasteriensis urbis et episcopatus, inprimis motuum in reformatione anabaptistarum ... ad an. 1576 (Deckelschild). Lateinische Handschrift auf Papier. (Paderborn?) 5 Juli 1734. Fol. (33:22 cm). Von einer Hand mit brauner Tinte in flüssiger Kursive geschrieben. 362, 28 num. Bll. Brauner Ldr. d. Zt. mit reicher Rückenvergoldung u. goldgeprägtem Rückentitel; teilw. berieben, einige Schabstellen, Ecken bestoßen, Rücken am Fuß mit Wurmspuren.

Sorgfältig ausgeführte Abschrift des 18. Jahrhunderts der wichtigen Geschichte der Wiedertäuferbewegung in Münster. "Es umfaßt nicht nur die Geschichte des Aufruhrs, sondern zugleich alles, was vor und nach demselben in den Jahren 1524-1554 in Münster Merkwürdiges vorgefallen ist, insoferne es mit dem Aufruhr im Zusammenhange steht" (Wegele). Kerssenbroch (auch Kerssenbroich oder Kerssenbroick) trug eine Fülle vom Nachrichten zusammen, die zum Teil ihm ihre Erhaltung verdanken und gibt, vom katholischen Standpunkt aus, ein lebendiges Bild der damaligen Ereignisse. Der Druck des ab 1567 verfassten Werkes wurde 1573 vom Rat der Stadt Münster verboten und fast alle vorhandenen zeitgenössischen Abschriften wurden eingezogen.
"Es ist fesselnd geschrieben mit reichem Aufwande klassischer Belesenheit, stellenweise nicht ohne poetischen Schwung... Quellenmaterial stand dem Verfasser in reichstem Maße zur Verfügung. Theils konnte er noch als Augenzeuge berichten, theils das als Kind erlebte durch mündliche oder schriftliche Erzählungen älterer Zeitgenossen ergänzen. Die archivalischen Quellen, auf denen inhaltlich der Hauptwerth des Buches beruht, waren ihm durch die Vermittelung des Bischofs Johann von Hoya zugänglich geworden. Aber die historische Kritik ging K. völlig ab, und, was weit schlimmer ist, seine Darstellung war nicht vom Streben beherrscht, nur die Wahrheit und diese in ihrem vollen Umfange zu sagen. K. hatte ein Exemplar seines Werkes nach Köln zum Druck gesandt und ließ sein Manuscript durch mehrere seiner Schüler abschreiben. Der Rath, dem das bekannt geworden war, der auch vom Inhalte Kenntniß erhalten hatte und Vieles nicht billigte, forderte nun vom Verfasser die Ablieferung aller Exemplare und verbot aufs Strengste den Druck der Schrift (Juli 1573). Eidlich mußte er weiter betheuern, daß er keine Abschrift seines Buches mehr besitze, daß er keines mehr anfertigen lassen, daß er künftig überhaupt keine Bücher mehr schreiben wolle. Erst dann und als man ihm noch eine Strafe von 200 Thalern auferlegt hatte, entließ ihn der Rath. Kerßenbroick’s Buch ist vollständig und correct niemals gedruckt worden" (ADB XV, 647 ff.). Erst 1771 erschien erstmals eine deutsche Übersetzung. Bis dahin existierte das Werk in nur einigen wenigen Abschriften. Die Bedeutung der vorliegenden Abschrift liegt auch in der ab Blatt 345 aufgeführten "Täuferdisputation" vom 7.-8. August 1533, die nach Heinrich Detmer (H. von Kerssenbroch, Anabaptistici furoris... Münster 1899-1900) in nur sehr wenigen Abschriften vorhanden ist. Am Schluss, mit separater Foliierung, die "Acta ab Anno 1573 inter Senatum Monasteriensem et M. Hermannum a Kerssenbroick Scholae majoris Moderatorem ob Historiam Anabaptistarum Monasteriensium bona fide ab eodem Kerssenbroickio descriptam". Vorderer Innendeckel mit Auktionskaufvermerk ("Ex Auctione Krauseria publice mens. Aug. 1800"). Die Auktion der Sammlung des Historikers Johann Christoph Krause (1749-1799) fand ab dem 4. August 1800 in Halle statt (vgl. Loh, Buchauktionen V, 76). - Sehr schöne und aufwändig gestaltete Handschrift mit kleineren kalligraphischen Verzierungen. - Leicht gebräunt, vereinzelt gering fleckig, sonst sehr gut erhaltenes Exemplar im Originaleinband.

 

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