Handschriften - Stammbücher - Urkunden

Los 9 *
Bonaventura, De arbore crucis

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Bonaventura, Sanctus. Tractatus de arbore crucis (De ligno vitae). Lateinische Handschrift auf Papier. Süddeutschland/Österreich, um 1480. 4to. Blattgr. 18,5:14 cm, Schriftspiegel 16,5:10,5 cm. 38-40 Zeilen. Gotische Kursive in dunkelbrauner u. roter Tinte. Rubriziert u. mit 12 drei- bis fünfzeiligen Lombarden in Rot sowie 1 sechszeilige Initiale in Braun u. Rot. 12 Bll. (Bl. 12 verso leer). Ohne Einband.

Sorgfältig ausgeführte Handschrift der um 1254/60 entstandenen mystisch-asketischen Schrift des franziskanischen Philosophen und Theologen. Der Text beginnt "Christo confixus sum cruci, verus dei cultor..." und endet Bl. 12r "... p[er] infinita s[e]c[u]la s[e]c[u]lo[rum)] a[men]". Bonaventura beschreibt hier das Kreuz Christi als Baum des Lebens mit zwölf Ästen ("rami"), denen jeweils ein Kapitel zugeordnet ist. Das Baumschema begründet er in seinem Prolog damit, dass die Vorstellung das Verständnis fördere ("ymaginat[i]o iuvat intelligentia[m]") und legt damit die Grundlage für das bald auch in graphischen Darstellungen verbreitete und vielfach variierte mnemotechnische Schema des "lignum vitae". Im Druck erschien der Traktat zuerst Köln 1484/85 als Teil der "Opuscula" (GW 4644), bereits um 1495 druckte Peter Wagner in Nürnberg eine schematische Darstellung vom "Baum des lebendigen Holzes" in deutscher Sprache (GW 4665; VE 15 B-64 u. Abb. 19). Auf Papier mit Wasserzeichen "Waage mit gerader Waagschale, im Kreis, darüber zweikonturiger Stern", so vor allem im österreichischen Raum um 1480 nachweisbar. - Nur gering gebräunt u. kaum fleckig, oben etwas knapp beschnitten, wenige Buchstaben am Kopf leicht angeschnitten.

Provenienz: Nach Angaben des Vorbesitzers aus dem Nachlass des deutschen Privatgelehrten und Humanismusforschers Ludwig Bertalot (1884-1960). Seine Bibliothek wurde zum größten Teil vom Schweizer Altphilologen und Soziologen Walter Rüegg (1918-2015) übernommen.

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