Literatur und Philosophie

Los 1138
Walther, Kayserliche Wirthschafft

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"Auf Befehl der Obrigkeit unterdrückt"

Walther, J. A. Kayserliche Wirthschafft, oder Götter-Spiel, auf welchem Alle Römische Kayser gleichsam an drey Tafeln tractiret werden. Alles in ernsthafften und lustigen Madrigalen so, daß jene der Kayser Tugend und Laster deutlich und summarisch, diese aber die daraus zu schöpffenden Moralia mit Gleichnüssen versweise anführet, zu der studirenden Jugend Lust und Nutz poetisch entworffen. Leipzig, auf Kosten des Autors u. zu finden bei J. H. Klose, 1699. (16,5:10 cm). Mit allegorischem gest. Front. 7 Bll., 144 S. Neuer Umschlag aus altem Marmorpapier.  

VD 17 23:282045L; HKJL II, 944; Faber du Faur I,1677. - Einzige Ausgabe. Selten. "Abriß der römischen und deutschen Regentengeschichte in Form eines poetisch-manieristischen Maskenspieles... Jedem Kaiser ist durch Los eine Maske zugeteilt worden, die einen meist niedrigen, oft ausgefallenen Beruf symbolisiert. Diesen 'Titul' in metaphorischer  oder allegorischer Weise aufgreifend, konstruiert ein 'Madrigal' in 15 Versen ein Concetto, das auf eine wichtige historische Begebenheit seiner Regierungszeit, seine Ruhmes- oder Schandtaten, die Tugenden oder Laster seines Charakters anspielt... Darauf verkündet Fama in vier Versen das historische Urteil, in vier abschließenden Versen zieht Pallas (Athene) eine moralische Lehre nach Art des fabula docet... Das Buch wurde auf Befehl der Obrigkeit unterdrückt" (Brüggemann-B.).  Das Frontispiz verso mit gedruckter poetischer Erklärung der Allegorien. - Gebräunt, Titelkupfer u. erste Bll. mit kl. Wasserfleck im Seitensteg. Titelkupfer verso mit winzigem Stempel.

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