II. Alte Drucke - Wissenschaften - Ideengeschichte - Illustrierte Bücher

Los 21
Luther, Werke. 11 Bde.

abgelaufen

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unverkauft

Ausnahmeexemplar aus dem Besitz von Cyriakus Spangenberg

Luther, M. Der Erste (- Achte und letzte) Teil aller Bücher und Schrifften. 8 Bde. (Mit:) Index oder Register uber die Acht deudsche Tomos, Ersten und andern Drucks. Gestellt durch T. Kirchner. 1 Bd. Zus. 9 Bde. Jena, C. Rödinger oder Rödingers Erben, 1555-1558 u. Jena, T. Rebart Erben, 1583. (Index). Fol. (ca. 32,5:22 cm, Index 31,5:20,5 cm). Mit 8 (teils wiederh.) Titelholzschnitten. u.  9 (5 ganzseit.) Textholzschnitten. Blindgepr. Schweinsldr. d. Zt. über Holzdeckeln, etwas abweichend, jeweils 2 Schließen, Deckel mit Monogramm "M.C.S." (= Magister Cyriakus Spangenberg) und Datierung 1556-1559; etwas berieben u. gebräunt, Kapital von Bd. 1 etwas abgestoßen, von Bd. 2 mit kleinem Einriss. Indexband in abweichend blindgeprägtem Schweinsldr. d. Zt. über Holzdeckeln, 2 Schließen (1 defekt), fleckig, Rücken am Fuß mit kleiner Fehlstelle. - Dazu: M. Luther. Der Erste (Ander) Theil der Bücher, Schrifften und Predigten des Herrn Martin Luthers deren viel weder in den Wittenbergischen noch Jhenischen Tomis zu finden. 2 Bde. Eisleben, U. Gaubisch, 1564-65. Fol. (33:22,5 cm). Mit 2 wiederh. Wappenholzschnitten u. 92 Textholzschnitten. 14 nn., 568 (recte 566) num.; 16 nn., 502 (recte 501) num. Bll. Abweichend blindgeprägte Schweinsldr. d. Zt. über Holzdeckeln; berieben u. gebräunt, beide Bände restauriert, Schließen erneuert.

I. VD 16, L 3323-26, 3330-31, 3336-37 und L 3458 (Indexband); Goed. II, 151; Aland S. 570 ff. - Die vollständige Jenaer Gesamtausgabe, jeder Band in der ersten Auflage, mit dem Indexband und den zwei Nachtragsbänden, so sehr selten.  Der Indexband in der dritten Ausgabe, erstmals 1564 erschienen. - Kurfürst Johann Friedrich, der einst die Wittenberger Ausgabe gefördert hatte, sah diese seit 1552 als teilweise verfälscht oder unvollständig an und gab diese neue Ausgabe in Auftrag, die von Amsdorf, Aurifaber, Rörer, Stoltz u. a. ediert wurde. Die 8 Bände der Jenaer Ausgabe erschienen in der sehr kurzen Zeit von nur 4 Jahren und überholten die Wittenberger Edition. Diese wiederum hat dann für ihre Bände 9 und 12 auf das Material der Jenaer Ausgabe zurückgegriffen
Der Titelholzschnitt zeigt Luther und Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen, neben dem Kruzifix kniend; die blattgr. Holzschnitte mit Brustbildern der drei sächsischen Herzöge mit ihren Wappen. Die übrigen Holzschnitte zeigen Papstesel, Mönchskalb und Weltkarte ("Daniel's Dream-Map", vgl. Shirley 65A).
Die Bände (besonders Bd. 1) enthalten mehrere Marginalien von alter Hand. Es lassen sich mindestens drei verschiedene Hände unterscheiden und aufgrund paläografischer Übereinstimmungen lässt sich eine davon sicher Cyriakus Spangenberg zuordnen. Unter den Spangenberg zuzuordnenden Randvermerken findet sich in Bd. 7, S. 195 eine Eintragung mit Orts- und Zeitangabe (Schlitz [Vogelsberg] 28. April 1583), die seinen Schlitzer Kollegen, den 2. Pfarrer (Diakon) Conrad Camerarius betrifft. Spangenberg nennt ihn hier "mein abtrünniger Diaconus Cuntz Gemerer zu Schlietz". Spangenberg kam 1580 nach Schlitz, wo ihm die erste Pfarrstelle angeboten worden war. "Besonders der 2. Schlitzer Pfarrer, Conrad Camerarius (Cunz Gemmer) sowie der Schlitzer Kirchenpatron Johann Riedesel... hatten Spangenbergs Berufung nach Schlitz gefördert. Das zunächst freundschaftliche Verhältnis zwischen den beiden Ortspfarrern verwandelte sich im Laufe weniger Jahre aufgrund persönlicher und theologischer Differenzen in völlige gegenseitige Ablehnung. Vornehmlicher Streitpunkt war die Lehre von der Erbsünde. Bereits 1583 bezeichnete Spangenberg seinen Amtskollegen als 'abtrünnigen Diaconus' (s.o.), während Camerarius in den folgenden Jahren nicht müde wurde, Intrigen gegen Spangenberg zu spinnen, die schließlich zu Gerichtsverhandlungen, Predigtverbot und Entlassung führten" (W. Schmidt, Ein unbekanntes Spottgedicht von Spangenberg, Jahrbuch der Hess. Kirchengeschtl. Vereinigung, Bd. 63, 2012). Auf dem Vorsatzblatt von Bd. 3 findet sich ein 24zeiliges Spottgedicht, das mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls der Hand Spangenbergs zuzuordnen ist. Es trägt den Titel "Catalogus Bonorum Operum Papistarum" (zur Transkribierung und zum Inhalt siehe ausführlich W. Schmidt). - Auf dem vorletzten Blatt in Band 8 findet sich der zeitgenössische Vermerk "Joann. Walther Churfürstlicher Gesangmeister zu Torgaw". Dies ist sicherlich kein Besitzvermerk des Komponisten und Dichters, sondern bezieht sich auf das vorhergehende Gedicht "Epitaphium des Ehrwirdigen Herrn Martini Luthers... M.D.XLVI.", das von Walther stammt und auch im Druck erschienen war.
Die Reihe insgesamt stellenweise gebräunt u. teilw. etwas fleckig, vereinzelte Wurmspuren. Die Einbände sämtlich mit dem Monogramm Spangenbergs und der Datierung zwischen 1556 und 1559, die Prägung von dreierlei, etwas abweichender Art. Der Indexband ebenfalls mit abweichender Blindprägung.
II. VD 16, L 3357 u. L 3359; Koepplin-Falk 220; Pauli, Beham 1124a-1196a II. - Sehr seltene erste Ausgabe dieses von Joh. Aurifaber besorgten Supplements. Von besonderem Interesse ist das Werk durch die Wiedergabe zweier Bilderfolgen: 1. "Das Passional Christi und Antichristi" (erstmals 1521) mit 26 großen Holzschnitten von L. Cranach. Die bekannten Schnitte Cranachs wurden von den Originalstöcken gedruckt, lediglich Nr. 7 u. 17 sind durch Nachschnitte ersetzt worden. Alle Holzschnitte sind von wechselnden Bordüren umgeben. 2. "Das Bapstthum mit seinen Gliedern" (erstmals 1526). Mit 65 kleinen Holzschnitten (Ordenstrachten) nach H. S. Beham. - Beide Bände teilw. gebräunt u. stockfleckig, Bd. 1 mit einigen Anmerkungen u. Unterstreichungen, letzte Bll von Bd. 2 wurmstichig. Die Abdrucke der Holzschnitte etwas flau.
III. Im Indexband angebunden: A. Osiander.  Harmoniae evangelicae libri IIII. graece et latine. Basel, Froben, 1561. Fol. 6 nn., 145 num., 1 w., 46 nn. Bll.  - VD 16, B 4627; Seebaß, Osiander 24.7. - Siebte Ausgabe, die zweite bei Froben, erstmals 1537 erschienen. Griechisch-lateinischer Text. "In der Evangelienharmonie, der ersten von evangelischer Seite, hat O. die harmonistischen Grundsätze unter Voraussetzung einer sehr strengen Inspirationsvorstellung mit großer Gewaltsamkeit durchgeführt" (ADB XXIV, 483).
 

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