Los 128 *#
Wilhelm II., Urkunde für Eulenburg
verkauft
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Auktionsablauf:
25.10.2022 / Los 101-192 / Sitzungsbeginn 14.15 Uhr
Wilhelm II., Deutscher Kaiser - Philipp zu Eulenburg. - Namen-, Titel- und Wappenvermehrungsbrief für Gräfin Alexandrine Amalie Luise zu Eulenburg u. ihre Nachfahren. Deutsche Urkunde auf Pergament. Berlin, 16. Februar 1898. Fol. Blattgr. 35:26 cm, Schrifspiegel ca. 24:19 cm. Mit schwarzer Tinte kalligraphiert, Initialen in Gold. Mit Wappenmalerei (ca. 27:20 cm) in Gold u. Farben. 6 Bll, davon 2 weiß. Mit eigenhändiger Unterschrift des Kaisers und anhängendem Wachssiegel (Durchm. 14,5 cm) in Metallkapsel (Wappen mit Absplitterung, Kapsel ohne Deckel). Lederschnittband d. Zt., Vorderdeckel mit reliefierter Dastellung eines gekrönten Adlers mit Zepter u. Reichsapfel in den Fängen, tlw. bemalt in Gold u. Rot, Vorderdeckel mit großen Eckbeschlägen, Rückdeckel mit 4 Metallbuckeln.
Sehr fein kalligraphierte Urkunde mit prächtiger Wappenmalerei. Alexandrine zu Eulenburg war die Mutter von Philipp Graf zu Eulenburg (1847-1921; ab 1900 Fürst). Sie hatte 1867 von ihrem Großonkel, dem Letzten des Geschlechts der Freiherren von Hertefeld, dessen Güter geerbt, die zu einem Fidekommiss zusammengefasst waren. Mit der vorliegenden Urkunde wird auf Gesuch Philipps zu Eulenburg dem Fideikommissinhaber gestattet, den Namen von Hertefeld mit dem Namen Eulenburg zu verbinden und ein ensprechendes Wappen zu führen, außerdem "wollen wir ... Philipp Graf zu Eulenburg ... ausnahmsweise bereits bei Lebzeiten der derzeitigen Fideikommißbesitzerin, im Ausflusse besonderer Gnade das Recht erteilen sich des gleichen vereinten Namens und Titels zu bedienen". Philipp zu Eulenburg war ein persönlicher Freund Wilhelms II., der ihn im Zuge der 1907 beginnenden Harden-Eulenburg-Affäre fallen ließ.
