Auktion 211-213

Los 248
Gilgengart. 1521

verkauft

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verkauft

Auktionsablauf:

25.10.2022 / Los 193-305 / Sitzungsbeginn 15.30 Uhr

Altkoloriert

Gilgengart. - Das büechlin ist genant der Gilgengart ainer yetlichen Cristenliche seel. Wan(n) zu gleycher weyß wie der lieblich gerauch der Gilge(n) des me(n)schen hertz grosse freud bringt. Augsburg, H. Schönsperger, 1521. (15,5:11 cm). Mit Holzschnitt-Titelbordüre, 23 Holzschnittbordüren im Text u. 7 (st. 8) großen Textholzschnitten, alles altkoloriert. 111 (st. 112) nn. Bll. Wenig späterer brauner Kalbldr. d. Zt. mit goldgeprägter Deckelbordüre, goldgeprägten Mittelplatten, Vorderdeckel "Der gute Hirte", Rückdeckel David mit Harfe, zwei Schließen, punzierter und farbig bemalter Schnitt; etwas berieben, vereinzelte Wurmspuren, Vorderdeckel mit Schabstelle, kleinere Restaurierungen. In aufwändiger Holzkassette.

VD 16, ZV 30426; Muther 959. - Zweite Ausgabe des sehr seltenen Gebetbuchs in schöner Austattung und altkoloriert. Die Holzschnitte vom Petrarcameister (Röttinger 26), von Jörg Breu (New Hollstein, Breu I, 180-182) und Leonhard Beck (New Hollstein, Beck II, 371). Die breiten Bordüren mit Blumen, Vögeln, Früchten, Schmetterlingen, ganz im Stil mittelalterlicher Gebetbücher. Gedruckt ist der "Liliengarten" in der nach diesem Werk benannten Gilgengartschrift, eine der "Theuerdanktype" sehr ähnliche Schrift, auch die kalligraphischen Schnörkel im oberen und Rand finden sich hier. - Stellenweise fingerfleckig, vereinzelte Bereibungen oder Verklebungen mit etwas Buchstabenverlust, erste Bll. mit minimalem Wurmloch. Wenige Schnörkel im oberen Rand angeschnitten, eine Bordüre im unteren bis zur Einfassung beschnitten. Wenige alte Anmerkungen, letztes Blatt verso mit überklebtem Besitzvermerk sowie hs. Gebet. Angebunden zwei weiße Bll. mit hs. Gebeten. Es fehlt das Blatt B1 mit weiterem Holzschnitt mit Bordüre. Innendeckel mit kl. handschriftlichem Nummernschild, kleines blindgeprägtes Monogramm.

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