Los 35
Opitz, Buch von der Deutschen Poeterey
verkauft
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Auktionsablauf:
25.10.2022 / Los 1-44 / Sitzungsbeginn 13.00 Uhr
Erste deutsche Regelpoetik
Opitz, M. Buch von der Deutschen Poeterey. In welchem alle ihre eigenschafft und zuegehör gründtlich erzehlet, und mit exempeln außgeführet wird. Brieg, A. Gründer für D. Müller in Breslau, 1624. Kl.-4to (18,5:14,5 cm). 40 nn. Bll. Hldr. d. Z. mit reicher Rückenvergoldung u. rotem Rückenschild, etwas berieben u. bestoßen, hintere obere Ecke mit kl. Bezugsfehlstelle.
VD 17 3:315035W; Goedeke III, 42, 13; Dünnhaupt 3026, 71.1; Faber du Faur I, 203; Jantz 1909; Slg. Manheimer 289. - Außerordentlich seltene erste Ausgabe. Erste deutschsprachige Regelpoetik überhaupt, mit nachhaltigem Einfluss auf die deutsche Dichtung im Allgemeinen. Es "brachte bei seinem Erscheinen mit einem Schlage Klarheit in das bis dahin verworrene Gewoge von Versuchen, Anlaufen, unsicherem Tasten. Bis in das Kirchen- und Volkslied hinein...hat es regelnd gewirkt, vor allem aber die mit den Minnesängern verklungene deutsche Hochdichtung wieder geschaffen" (Manheimer). "Martin Opitz’ berühmtestes Werk... ist die richtungsweisende Poetik des deutschen Barock, in der Opitz Regeln und Grundsätze einer neu zu begründenden hochdeutschen Dichtkunst formuliert. Diese solle sich nicht nach den überlieferten antiken Versmaßen richten, sondern eine eigene, der deutschen Sprache angemessene metrische Form finden" (C. Sommer, Martin Opitz, Buch von der Deutschen Poeterey. Stuttgart 1970. Vorwort). - Provenienz: Aus der Sammlung Emanuel Stickelberger mit dessen Exlibris auf dem freien Vorsatzblatt. Ein altes gest. Wappen-Exlibris auf dem Innendeckel sowie ein mont. gest. Wappen verso Titel. Die erste Lage ist auf etwas besserem Papier gedruckt. Stellenweise etwas gebräunt bzw. gering stockfl., Bll. E4 u. F1 mit kl. Loch mit Buchstabenberührung. Im ganzen schönes Exemplar dieser Rarität.
