Alchemie. Sammelhandschrift 18. Jh.
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Alchemie. - Sammelhandschrift mit alchemistischen Texten sowie mit Rezepten verschiedener Art. Deutsche Handschrift auf Papier. 1. Hälfte d. 18. Jh. Blattgr. 31,5:19,5 cm, Schriftspiegel wechselnd. Deutsche Kursiven, von verschiedenen Händen mit braunen u. braunschwarzen Tinten geschrieben. Mit einigen kleinen Tintenzeichnungen. Num. Bll. 8-167 u. (2)-156 (mit Lücken), davon ca. 130 Bll. weiß. Blindgepr. Ldr. d. Zt., defekt, ohne Rücken.
Interessante Sammelhandschrift, die zunächst alchemistische Texte enthält, teilweise als Auszüge aus gedruckten Büchern (so lässt sich Ruscellis "Kunstbuch" vom Ende des 16. Jahrhunderts identifizieren), teilweise aber offensichtlich nach Handschriften, so zu Beginn Texte von Paracelsus' angeblichem Lehrer Salomon Trismosin, die vermutlich nicht auf den Drucken des "Aureus vellus" von 1598 oder 1708 beruhen. Enthält außerdem zahlreiche Rezepte, auch für z. B. für Marmeladen ("Marmelade aus Cytronen und Oranien" etc.). Ein Teil der Handschrift ist von Johann Wilhelm Joseph Schellart v. Obbendorf zu Gürzenich (1694-1741), der sich an mehreren Stellen nennt, so mit einem 1730 datierten Besitzvermerk auf dem letzten Bl. verso, oder Bl. 164 (1. Fol.) verso "Welches Von mir ist mundirt und abgeschrieben worden" (folgt sein Name). Von seiner Hand auch eine Reihe von Rezepten, besonders für verschiedene Lacke ("vernis"). Die erste Foliierung in alter Tinte bis Bl. 89, danach in Rötel; die zweite Foliierung ebenfalls zunachst in Tinte (Bl. 1 = Bl. 167 der ersten Foliierung) , ab Bl. 51 ebenfalls in Rötel. - Meist etwas stockfleckig; wenige Bll. lose u. mit Randläsuren. Die zweite Foliierung ohne die Bll. 24-27, 31, 35, 42 u. 43.
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