(Bucer), Eyn schoner Dialogus und gesprech
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Bucers Erstlingsschrift
(Bucer, M.). Eyn schoner Dialogus und gesprech tzwischen eim Pfarrer und eim Schulthayß, betreffend allen ubel Stand der geystlichen. Und böß handlung der weltlichen. Alles mit geytzigkeyt beladenn. (et)c. (Erfurt, M. Maler, 1521). 4to (18:14 cm). Mit großem Titelholzschnitt. 10 nn. Bll. Geheftet.
VD 16, ZV 31788; IA 126.246; vgl. Hohenemser 3899ff., Kuczynski 571, Pegg 609ff, von Hase, Erfurt 418. - Sehr seltene Druckvariante von 2 Drucken durch Matthes Maler, des erfolgreichen und 1521 vielfach gedruckten Dialogbüchleins. VD 16 und USTC kennen von dieser Variante nur das Exemplar der ULB Halle. Erste Schrift von Martin Bucer (eigentl. Butzer), im Jahr seiner Befreiung von den Ordensgelübden der Dominikaner erschienen. Bucer befand sich in der Zeit vor seinem Ausscheiden aus dem Orden bei Franz von Sickingen auf der Ebernburg, wo er auch als Schreiber für Ulrich von Hutten tätig war. "Dieses noch während des Wormser Reichstages entstandene Dialogbüchlein gehört nicht nur zu den erfolgreichsten Flugschriften der Zeit - es gab mindestens 13 verschiedene Drucke - sondern gilt mit Recht bis heute als hervorragende literarisch-agitatorische Leistung. In mancherlei Hinsicht steht die Schrift dem nur wenige Monate zuvor erschienenen ersten deutschen Dialogbüchlein nahe, dem Hutten'schen Gesprächbüchlin, an dessen Zustandekommen ja Butzer vermutlich (mit der Übers. des ersten Febris-Gespräches) beteiligt gewesen ist" (Edelmann 43, zu einem Augsburger Druck). - Gebräunt, gering fleckig, die ersten 8 Bll. mit einzelnem Wurmloch im Satzspiegel; 1 kl. Anstreichung, 1 eingemalter Blattweiser im Rand, Titel mit Rasurstellen im Bundsteg durch Entfernung eines Heftstreifens, mit geringem Verlust an der Einfassungslinie des Holzschnitts.
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