230. - 231. Auktion Reiss & Sohn • 27. - 29. Oktober 2026

Los 292 *#
Trakl, Typoskript von "An den Knaben Elis"

15.000,00 EUR
(Schätzpreis)

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Auktionsablauf:

27.10.2026 / Los 254-353 / Sitzungsbeginn 14.30 Uhr

"... das letzte Gold verfallener Sterne."

Trakl, Georg (Dichter; 1887-1913). Typoskript des Gedichts "An den Knaben Elis" mit eigenhändigen Korrekturen u. Unterschrift. O.O. u. J. (1913). Fol. 34:21 cm). 1 S.

Autographen Trakls sind von größter Seltenheit. Vorliegend die einzig bekannte Niederschrift des bekannten Gedichts, dessen Erstdruck in der Zeitschrift "Der Brenner" erfolgte (Jg. 3, Heft 15, erschienen am 1. Mai 1913). Danach abgedruckt in "Gedichte" (Leipzig, K. Wolff, 1913) und "Sebastian im Traum" (Ebenda 1915). Überschrift, sechs dreizeilige Strophen und eine Schlusszeile. Typoskript auf festem Durchschlagpapier, violettes Farbband, die ersten 5 Zeilen etwas schwach abgedruckt, dann, wohl nach Farbbandwechsel, kräftig. Mit einigen Ergänzungen von Satzzeichen, Streichungen und Korrekturen in Tinte oder, wie die Unterschrift, mit Blei- oder Kopierstift. - Dreifach gefaltet. Vereinzelte Ausstanzungen durch Typendruck, im Unterrand mit kleinem Fleck, schwacher spiegelbildlicher Abklatsch des Textes zwischen den Zeilen, durch die Faltung des Blattes hervorgerufen. - Aus dem Besitz Trakls ging das Typoskript an Ludwig von Ficker (1880-1967), Freund des Dichters und Verleger des "Brenner". Mitte der 1960er Jahre schenkte dieser das Blatt dem Germanisten Walter Killy (1917-1995) als Dank für dessen Mitarbeit an der historisch-kritischen Werkausgabe von Trakls Dichtungen und Briefen. - Dörling (Hamburg), Auktion 161 (1995), Los 1035; Hauswedell & Nolte (Hamburg), Auktion 374 (2003), Los 941.

Auktionsablauf:

27.10.2026 / Los 254-353 / Sitzungsbeginn 14.30 Uhr

15.000,00 EUR
(Schätzpreis)

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