Handschriften - Stammbücher - Urkunden

Los 1 *#
Stammbuch eines Bremer Bürgermeisters
Album amicorum des Johann Havemann
Album amicorum. - Bremen. - Stammbuch des Bremer Ratsherrn und späteren Bürgermeisters Johann Havemann d. J. Bremen, Helmstedt, Marburg, Wittenberg und wenige andere, 1587-1613. 8vo (18,5:12,5 cm). Mit 63 farbigen Wappenmalereien, vielfach mit Gold gehöht, 2 (1 altkol.) Wappen in Kupferstich, 1 Wappen in Federzeichnung u. 5 (4 blattgr.) farb. Tuschzeichnungen. 169 (von ?) Bll. mit mehr als 200 Einträgen. Ldr. d. Zt., Rücken mit ornamentaler Blindprägung; berieben, Deckel etwas aufgebogen.
Zu Havemann vgl. Roller, Gesch. d. Stadt Bremen III, S. 403 u. 431, u. Smidt, Die adlichen Höfe (in: Bremisches Jahrbuch XI, 1880, S. 1-57), S. 12-19. - Das überaus reichhaltige und mit einer Vielzahl von Illustrationen geschmückte Freundschaftsalbum des Bremer Kaufmanns Johann Havemann d. J. (1568-1639), Sohn und Enkel von Bremer Bürgermeistern. Von 1524 bis 1672 ist die Familie Havemann fast ununterbrochen im Rat vertreten gewesen. Johann H. ging 1586 zum Studium an die 1576 gegründete Academia Julia nach Helmstedt, verbrachte dann einige Semester in Wittenberg, um sich schließlich im Mai 1591 an der Universität Marburg einzuschreiben. Erst mit 40 Jahren, am 11. März 1608, wurde er Ratsherr seiner Heimatstadt, von 1611 bis 1612 versah er das Drostenamt in Bederkesa, am 27. Oktober 1617 wurde er selbst zum Bürgermeister gewählt. Johann, der stets "einen guten Trunk und in jüngeren Jahren auch das Spiel geliebt hat" (Smidt), geriet in finanzielle Schwierigkeiten und starb am 11. Januar 1639 vereinsamt und von seinen Gläubigern bedrängt. Dennoch zählt ihn Smidt "zu den hervorragenden Männern, die... bemüht und glücklich genug waren, das Schiff der Republik wohlbehalten durch die Klippen zu lootsen".

Havemann wird in etwa 160 Widmungen direkt angesprochen. Mehr als 60 Einträge stammen aus seiner Zeit an der Universität Helmstedt, besonders hervorzuheben sind hier die mit einer blattgroßen Wappenmalerei geschmückte Widmung von Wilhelm d. J., Herzog zu Braunschweig-Lüneburg (1535-1592), dazu die Beiträge der in Helmstedt lehrenden Juristen Johann Barter (1557-1617) und Dethard Horst (1548-1618) sowie von Veit Dietrich von Obernitz (?-1602), Hofmeister von Herzog August zu Sachsen. Eine ohne Ort und Datum gekennzeichnete Widmung stammt von dem Theologen David Chytraeus (1530-1600), der Herzog Julius von Braunschweig bei der Einrichtung der neuen Akademie in Helmstedt behilflich gewesen war. Etwa 50 Stammbucheinträge kommen aus Wittenberg, namhafte Beiträger sind hier u.a. die Theologen Wolfgang Amling (1542-1606) und Christoph Pezel (1539-1604). In Havemanns kurzer Marburger Zeit (Sommer 1591) trugen sich u.a. die Juristen Regner Sixtinus (1543-1617) und Hieronymus Treutler (1565-1607) sowie der Theologe Johann Ferinarius (1534-1602) ein.

Während sich diese Einträge fast ausschließlich auf das akademische Umfeld und die juristische und theologische Fakultät beschränken, zeugen die etwa 40 Widmungen aus seiner Heimatstadt Bremen, die überwiegend in späteren Jahren entstanden sind, von Havemanns weiteren vielfältigen Interessen und Kontakten. Unter den bekannten Namen finden sich etwa der französische Humanist, Diplomat und Bibliophile Jacques Bongars (1554-1612), dessen bedeutende Bibliothek (ca. 500 mittelalterliche Handschriften und 3.000 Frühdrucke) sich heute in Bern befindet; der kaiserlich-schlesische Kammerrat Adam Hannewaldt (Hanniwald) v. Eckersdorf (1567-1621), wie auch dessen Bruder, der kaiserliche Rat Andreas Hannewaldt (um 1560-nach 1622); der Universalgelehrte Johann Hartmann (1568-1631), Leibarzt des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel und erster Professor für Chemie an einer europäischen Universität; der Alchemist und Kabbalist Heinrich Khunrath (um 1560-1605), bekannt durch sein "Amphitheatrum Sapientiae Aeternae" (1595), dessen Widmung mit einem Wappenkupfer geschmückt ist; sowie der Jurist und Hofbeamte Eberhard v. Weyhe (1553-1637), unter dem Gesellschaftsnamen "Der Wehrende" Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft.

Bemerkenswert ist auch die Vielzahl der Wappenmalereien, darunter die Wappen der Familien v. Bülow, Burckersroda, Czák de Mihaly, Gersdorff, Kapaun v. Swoykau, Mandeslo, Minckwitz, Morolting, Mosbach v. Lindenfels, Raussendorff, Reibnitz, Schelm v. Bergen, Schulenburg, Waddewarden u.v.m. Jeweils mit mehreren Beiträgen im Album vertreten, die jedoch nicht mit Wappen geschmückt sind, sind die Familien Engl v. Wagrain, Hodicz u. Wolbramicz, Inn- u. Knyphausen und Kussy v. Mukodiel. Die übrigen Zeichnungen meist mit mythologischen Szenen, eine der blattgroßen Darstellungen zeigt einen Festzug mit Musikern und geschulterten Waffen.

Insgesamt etwas fleckig, mit Finger- u. anderen Gebrauchsspuren, mehrere Bll. mit teils hinterlegten Einrissen (1 Zeichnung betroffen), 1 blattgr. Zeichnung mit Ausschnitt im Bild, einige Bll. entfernt, andere neu eingehängt.
 
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Los 2 *#
Album amicorum des August Ludwig Allendorff
Album amicorum. - Magdeburg. - Stammbuch des August Ludwig Allendorff. Magdeburg u. Schönebeck (Elbe) sowie Salza (2), 1816-1821. Qu-8vo (10:16,5 cm). Mit 4 farbigen Aquarellen u. 2 lavierten Kupfern. 83 Bll. mit 34 Einträgen. Schöner Lederband d. Zt. mit ornamentaler Deckel-, Rücken- und Stehkantenvergoldung, goldgepr. schwarzen Rsch. u. Goldschnitt, Kanten gering berieben.
Das Stammbuch des späteren Brauereibesitzers August Allendorff (1802-1866), der die 1810 von seinem Vater Ludwig August Wilhelm Allendorff in Schönebeck gegründete Brauerei gemeinsam mit seinem Bruder Wilhelm weiterführte und mehrfach erweiterte. 1872 wurde der Betrieb in "Kaiserbrauerei A. & W. Allendorff" umbenannt. Enthält drei Beiträge der Familie Allendorff, darunter die mit farbigen Aquarellen verzierten Widmungen der Schwestern Caroline und Louise. Unter den weiteren Beiträgern finden sich die Namen Asmus, Berge, Bramerel, Danneel, Hagedorn, Helmecke, Oehler, Wilda, Zimmermann etc. Besonders bemerkenswert sind vier Einträge von Mitgliedern der Magdeburger Familie Klusemann, davon zwei mit lavierten Kupfern geschmückte Widmungen der Schwestern Auguste und Friederike (ein Kupfer sign. "Klusemann fec.", wohl Johann Friedrich K.), eine Widmung von Carl K. mit aquarelliertem Freundschaftsbild und ein ausführlicher doppelseitiger Beitrag des jungen Theologiestudenten August Klusemann (1795-1877), später Oberprediger an der Heiligen Geist-Kirche in Magdeburg, Freimaurer und Anhänger der rationalistischen "Lichtfreunde" Leberecht Uhlichs. - Gelegentlich leicht fleckig, einige Bll. mit Braunfleck, ein leeres Bl. mit Seidenstreifen beklebt. Der schöne Einband durch den vorhandenen originalen Marmorpapier-Schutzumschlag hervorragend erhalten.
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Los 3 *#
Album amicorum des Gustav Philipp Jacob Birkner
Album amicorum. - Nürnberg. - Stammbuch des Nürnberger Juristen Gustav Philipp Jacob Birkner. Nürnberg, Engelthal (Mittelfranken), Hersbruck, Lauf an der Pegnitz, Neustadt an der Aisch und Vorra, 1796-1810. Qu-8vo (12:20 cm). Mit 1 kol. Wappenkupf., 4 (3 kol.) Illustrationen in Kupferstich oder Aquatinta, 3 Seidenbildern, 3 Silhouetten u. 1 Aquarell. 161 (von ?) Bll. (inkl. Kupf.) mit 84 Einträgen. Ldr. d. Zt. mit Rsch. u, etwas ornamentaler Vergoldung u. Goldschnitt, Vorderdeckel mit Monogramm "G(ustav) P(hilipp) J(acob) B(irkner)" u. Dat. "1796"; berieben u. bestoßen, Gelenke gebrochen, Vorderdeckel lose.
Birkner legte im Februar 1805 die Notariatsprüfung ab und ist später als Güterbestätter in Nürnberg tätig gewesen, er starb 1832 in seiner Heimatstadt. Sämtliche Einträge in seinem Freundschaftsalbum kommen aus Mittelfranken, meist aus Nürnberg, viele auch aus Hersbruck oder Lauf, dazu einige aus Engelthal, Neustadt und Vorra. Viele Beiträge stammen von Familienmitgliedern, zu nennen sind hier an erster Stelle Birkners Vater, der Jurist Paul Jacob Birkner sen. (1748-1800), sein ebenfalls als Jurist tätiger Onkel Paul Friedrich Birkner (geb. 1756) sowie sein Bruder, der Kaufmann Heinrich Lorenz Birkner (1792-1864), später Begründer und Inhaber der Nürnberger Schokoladenfabrik Birkner & Hartmann. Verwandtschaftliche Beziehungen bestanden auch zur Familie Furtenbach, besonders erwähnenswert sind hier der preußische Gardeleutnant Johann Sigmund Georg Wilhelm v. Furtenbach (1784-1814) und Birkners Base Margarethe ("Meta") Schimper, geb. Furtenbach (1785-1833), die Mutter des bedeutenden Botanikers und Geologen Karl Friedrich Schimper, sowie zur bekannten Nürnberger Familie Viatis, die mit sechs Einträgen vertreten ist, darunter Birkners Onkel, der Nürnberger Amtmann Christian Heinrich Bartholomäus v. Viatis (1755-1813), und sein Vetter Georg Christoph Bartholomäus v. Viatis (1787-1805). Weitere namhafte Beiträger sind der Jurist und Sammler Johann Albert Colmar (1759-1839), der Nürnberger Kelleramtmann Hans Wilhelm Friedrich v. Löffelholz (1743-1802), dessen Widmung mit zwei Silhouetten geschmückt ist, der Kupferstecher Albert Christoph Reindel (1784-1853), der vermutlich eine eigene Arbeit zur Illustration beifügte, und der Theologe Hieronymus Conrad Wagner (1739-1820), später Schaffer an St. Lorenz. Das an den Beginn des Bandes montierte Kupfer zeigt das Wappen der Familie Birkner. Mit alter Seitenzählung 1-341 (fehlerhaft u. mit Lücken), am Schluss 6 Bll. Register (nicht voll ausgeführt). - Leicht gebräunt u. gelegentlich etwas fleckig, erste Lage gelockert, vereinzelt kl. Randdefekte, einige Bll. alt entfernt.
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Los 4 *#
Konvolut Stammbuchkassetten. 4 Bde.
Album Amicorum. - Konvolut von 4 Stammbuchkassetten aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Verschiedene Queroktav-Formate. Teilw. illustr. mit Aquarellen, Bleistift- u. Federzeichnungen, Kupfern, Stickereien, etc. Verschiedene zeitgenöss. Einbände, teilw. mit Gebrauchsspuren.
Enthält: 1. Hldr.-Kassette, Vorderdeckel mit Blindprägung in Gold u. Farben. Zeitz u.a. 1812-44. - 2.  Rote Leder-Kassette mit Vergoldung. Linz, Passau u.a. 1820-30. - 3. Rote Hldr.-Kassette. Hagen u. Voerde 1822-24. - Deckel lose. - 4. Dunkelblaue Pp.-Kassette mit Blindprägung. Erfurt u.a. 1828-58. - Unterschiedliche Gebrauchs- u. Lagerspuren.
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Los 5 *#
Rüffer, Journal (Abschrift)
Amerika. - Journal des Leutnant Rüffer von Milsungen den 1. Merz 1776 bis 28. December 1777 (bis Ende der 2. Campagne Neuyork). Deutsche Handschrift auf Papier. 2. Hälfte des 19. Jh. Mit braunschwarzer Tinte in sauberer Kursive geschrieben. Mit 2 gefalt. Tab. (= S. 103/04 u. 105). 1 Bl., 105 S. Pp. d. Zt., bestoßen.
Abschrift des Tagebuchs von Karl Friedrich Rüffer, der als hessischer Söldner am amerikanischen Unabhängigkeitskrieg teilnahm. Das Original befindet sich heute in der George Bancroft Collection der New York Public Library. - Auf bläulichem Papier.
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Los 6 *#
Reuber/Lotheisen, Tagebücher (Abschrift)
Amerika. - Tagebuch des Johannes Reuber aus Nieder-Vellmar über den Krieg in Nord-America 1776 bis 1783. - Journal ... geführt vom ... Regmtsquartiermstr Lotheisen. 2 Tle. in 1 Bd. Deutsche Handschrift auf Papier. 2. Hälfte des 19. Jh. 4to. Blattgr. 21,5:17,5 cm, Schriftspiegel ca. 19.13 cm. Mit braunschwarzer Tinte in sauberer Kursive geschrieben. Mit einigen kl. Federzeichnungen, 1 Skizze aquarelliert. 87 S., 9 Bll.; 1 Bl., 44 S., 2 w. Bll. Pp. d. Zt., bestoßen, Rücken lädiert.
Abschriften von Tagebüchern hessischer Söldner im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, die schon früh in der Literatur Beachtung fanden. Als Standorte sind "Generalstabs-Bibliothek" (Reuber) und "Landesbibliothek zu Kaßel" (Lotheisen) angegeben, wobei die auszugsweise Abschrift von Reubers Tagebuch nach einer Abschrift gefertigt sein dürfte, da das Original sich noch 1893 in Privatbesitz befand (heute befindet es sich offenbar in der Murhard'schen Bibliothek in Kassel; vgl. Auerbach, Hessen in Amerika 1776-1783, S. 304-16, bes. S. 304).
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Los 7 *#
Antiphonar auf Pergament
Antiphonar. - Lateinische Handschrift auf Pergament. 16. Jahrhundert. Gr.-fol. (59:41 cm). Blattgr. 54,5:37 cm, Schriftspiegel ca. 44:25,5 cm. 6 Zeilen Text u. Noten. Rotunda formata in schwarzbrauner Tinte u. römische Quadratnoten auf 5 roten Linien, Hervorhebungen in Rot. Mit zahlr. Initialen in Rot u. Blau sowie Cadellen in Schwarz u. Gelb. 160 (statt 180) Bll. Lederband d. Zt über schweren Holzdeckeln mit Streicheisenlinien u. je 1 durchbrochenen Messing-Eckbeschlägen; Gebrauchsspuren, Schließenreste, neue Innendeckelbezüge.
Stellenw. etwas fleckig oder mit anderen Gebrauchsspuren, zahlr. Bll. mit teils größeren Aus- oder Abschnitten. Unvollständig, nach der alten Foliierung fehlen 20 Bll. oRR/Waf.
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Los 8 *
Aristoteles, De anima. 2 Doppelbll.
Aristoteles. De anima. - 2 Doppelblätter aus einer lateinischen Handschrift auf Pergament. Rheinland (?), 15. Jahrhundert. Kl.-fol. Blattgr. 22,5:16,5 cm, Schriftspiegel 18:13,5 cm. 58 Zeilen, 2 Spalten. Abkürzungsreiche gotische Kursive in brauner Tinte.
Fragment aus einem anonymen Kommentar zu Aristoteles' "De anima". Ein ganz ähnliches, ebenfalls aus 2 Doppelblättern bestehendes Fragment, das vermutlich im Kreuzbrüderkonvent Düsseldorf entstanden ist, befindet sich heute in der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf (Fragment K06:039). - Einbandfund mit entsprechenden Gebrauchsspuren, einige Wurmstiche, Leimflecken u. Bräunungen, im Oberrand Ausschnitte mit etwas Textverlust, beide Bifolia an einer Außenseite mit etwas Textverlust (ca. 1 cm) angeschnitten.

Provenienz: Nach Angaben des Vorbesitzers aus dem Nachlass des deutschen Privatgelehrten und Humanismusforschers Ludwig Bertalot (1884-1960). Bertalots Bibliothek wurde zum größten Teil vom Schweizer Altphilologen und Soziologen Walter Rüegg (1918-2015) übernommen.
 
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Los 9 *
Bonaventura, De arbore crucis
Bonaventura, Sanctus. Tractatus de arbore crucis (De ligno vitae). Lateinische Handschrift auf Papier. Süddeutschland/Österreich, um 1480. 4to. Blattgr. 18,5:14 cm, Schriftspiegel 16,5:10,5 cm. 38-40 Zeilen. Gotische Kursive in dunkelbrauner u. roter Tinte. Rubriziert u. mit 12 drei- bis fünfzeiligen Lombarden in Rot sowie 1 sechszeilige Initiale in Braun u. Rot. 12 Bll. (Bl. 12 verso leer). Ohne Einband.
Sorgfältig ausgeführte Handschrift der um 1254/60 entstandenen mystisch-asketischen Schrift des franziskanischen Philosophen und Theologen. Der Text beginnt "Christo confixus sum cruci, verus dei cultor..." und endet Bl. 12r "... p[er] infinita s[e]c[u]la s[e]c[u]lo[rum)] a[men]". Bonaventura beschreibt hier das Kreuz Christi als Baum des Lebens mit zwölf Ästen ("rami"), denen jeweils ein Kapitel zugeordnet ist. Das Baumschema begründet er in seinem Prolog damit, dass die Vorstellung das Verständnis fördere ("ymaginat[i]o iuvat intelligentia[m]") und legt damit die Grundlage für das bald auch in graphischen Darstellungen verbreitete und vielfach variierte mnemotechnische Schema des "lignum vitae". Im Druck erschien der Traktat zuerst Köln 1484/85 als Teil der "Opuscula" (GW 4644), bereits um 1495 druckte Peter Wagner in Nürnberg eine schematische Darstellung vom "Baum des lebendigen Holzes" in deutscher Sprache (GW 4665; VE 15 B-64 u. Abb. 19). Auf Papier mit Wasserzeichen "Waage mit gerader Waagschale, im Kreis, darüber zweikonturiger Stern", so vor allem im österreichischen Raum um 1480 nachweisbar. - Nur gering gebräunt u. kaum fleckig, oben etwas knapp beschnitten, wenige Buchstaben am Kopf leicht angeschnitten.

Provenienz: Nach Angaben des Vorbesitzers aus dem Nachlass des deutschen Privatgelehrten und Humanismusforschers Ludwig Bertalot (1884-1960). Seine Bibliothek wurde zum größten Teil vom Schweizer Altphilologen und Soziologen Walter Rüegg (1918-2015) übernommen.
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Los 10 *#
Kreuzherrenorden, Urkunde mit Siegel
Breslau. - Kreuzherrenorden. - Erneuerung von 6 Privilegien des Ritterordens der Kreuzherren mit dem roten Stern. Deutsche und lateinische Handschrift auf Pergament. Breslau, 16.8.1613. 4to. Blattgr. 33:28,5 cm. 17 Bll. mit angehängtem Siegel in Wachsschale. 
Inserierung (Vidimus) oder vollständige Aufnahme älterer Urkunden in eine neue, auf Wunsch des Konvents des Matthiasspitals in Breslau vom Präsidenten und den Räten der kaiserlichen Kammer in Ober- und Niederschlesien ausgefertigt. Die sechs wiedergegebenen Privilegien für den Kreuzherrenorden, für den die Herzogin Anna das Spital St. Matthiä um 1245 erbaut hatte, stammen von den Königen Sigismund (1432), Albrecht (1438 und 1439), Karl (1350 und 1357) und Wenzel (1416). - Außen und an der unteren Ecke innen stark angeschmutzt, mit Eselsohren und Randläsuren, die Wachsschale mit Randausbrüchen.   
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Los 11 *
(Brunschwig, Apoteck für den gemeinen Mann). Handschrift
(Brunschwig, H. u. M. Schrick. Apoteck für den gemeinen Mann). Deutsche Handschrift auf Papier. (Schweiz oder Süddeutschland) um 1620. (17:10,5 cm). 436 (statt ?) num. S. Defekter Ldr. d. Zt. mit blindgepr. Deckeln, Buchblock gelockert, Rücken eingerissen u. mit Fehlstellen, etwas wurmstichig.
Abschrift der populären Heilmittellehre des 16. Jahrhunderts, die erstmals 1529 erschien. Das vorliegende Exemplar wohl nach der überarbeiteten und wesentlich erweiterten Fassung von Michael Schrick, welche er 1619 in Erfurt herausgab. Brunschwigs und Schricks Rezeptsammlung ist eine der wichtigsten Quellen zur Volksmedizin im 16. Jahrhundert. - Durchgehend fingerfleckig; leicht wurmstichig; S. 13-14 mit großem Abriss u. Textverlust. Paginiert 3-450, es fehlen die S. 1-2 mit dem Titel, S. 419-430 sowie der Schluss. 
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Los 12 *
Cicero, Epistulae
Cicero, M. T. Epistulae. - Doppelblatt aus einer lateinischen Handschrift auf Pergament. Mittelitalien, vermutlich Florenz, 1. Hälfte des 15 Jahrhunderts. Fol. Blattgr. 28,8:19,5 cm, Schriftspiegel 17,5:10 cm. 35 Zeilen. Humanistische Minuskel in brauner Tinte, 2 Majuskeln in Rot. Mit 1 Weißrankeninitiale "E" in Blattgold, Blau, Grün und Rot (3,5:2,5 cm).
Attraktives Bifolium aus einem überaus sorgfältig ausgeführten Codex der Briefe Ciceros. Enthält aus Buch 8 der "Epistulae ad Familiares" die Briefe 11 (ab "gra[tia]s agas est..."), 12 (bis "... simultatis eum consectarer. Postea"), 16 (ab "victoria salus n[ost]ra est...") und 17 (vollständig) sowie den Beginn der "Epistulae ad Atticum" (bis "... sed quod eorum me suppudebat. Vide[bar]"). Die Briefe an Atticus werden von einer schönen Blattgoldinitiale eingeleitet. - Trotz seiner späteren Verwendung als Einbandmaterial (Umschlag) ist das Doppelblatt ausgesprochen gut erhalten und nur wenig fleckig, in den breiten Rändern Faltspuren und wenige Nagellöchlein, oben schwacher Feuchtigkeitsrand. Die ehemalige Außenseite (mit der Blattgoldinitiale) etwas stärker gebräunt u. fleckig, die Initiale dennoch hervorragend erhalten, der Goldauftrag kaum berieben.

Provenienz: Nach Angaben des Vorbesitzers aus dem Nachlass des deutschen Privatgelehrten und Humanismusforschers Ludwig Bertalot (1884-1960). Bertalots Bibliothek wurde zum größten Teil vom Schweizer Altphilologen und Soziologen Walter Rüegg (1918-2015) übernommen.
 
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Los 13 *#
(Crusius), Ritter- und Landrecht
Estland. - (Crusius v. Krusenstjerna, P.). Ehstnisches Ritter- und Landrecht (Rückentitel). Deutsche Handschrift auf Papier. Anfang des 18. Jahrhunderts. Fol. Blattgr. 31,5:19,5 cm, Schriftspiegel 24,5:13,8 cm. Kursive in brauner Tinte. 8 Bll., 358 S., 8 Bll. Ldr. d. Zt. mit Rsch. u. volkstümlicher Rückenbemalung; etwas beschabt u. bestoßen, restauriert. 
Vgl. Recke-N. I, 387 ff. u. NDB III, 434. - Vollständige Handschrift der "Ritter- und Landrechte" der Provinz Estland, die Philipp Crusius (1597-1676) 1648 als Assessor am Burggericht Reval im Auftrag der Estländischen Ritterschaft kodifizierte. "Damals erhielt das baltische Wirtschaftsleben starken Auftrieb durch den schwedischen Merkantilismus. C. war eine der tragenden Persönlichkeiten dieser Entwicklung" (NDB). Die Rechte sind zwar nie von der schwedischen Regierung bestätigt worden, erhielten aber bis ins 19. Jahrhundert praktische Geltung. Unsere Handschrift ist ergänzt um die nicht in allen Codices enthaltene Vorrede, Randbemerkungen und einen Index. Eine von P. G. Ewers edierte Druckausgabe des Gesetzbuchs erschien erst 1821 in Dorpat unter dem Titel "Des Herzogthums Ehsten Ritter- und Landrechte". Ewers benutzte für seine Ausgabe sechs Handschriften, von denen nur vier die Vorrede enthalten. - Gleichmäßig gering gebräunt u. nur wenig fleckig, auf Büttenpapier mit Wasserzeichen "Jan van Til" und dem Wappen von Amsterdam (Churchill 43, dat. 1708).
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Los 14 *#
Gebetbuch auf Pergament
Gebetbuch. - Incipit: "Incipit p(ro)log(us) in ce(n)tu(m) articulos de passio(n)e d(omi)ni n(ost)ri ihesu chri(sti)...". Lateinische Handschrift auf Pergament. (Süd?-)Deutschland, um 1500. 16mo. Blattgr. 8,6:6,5 cm, Satzspiegel ca. 6,8:4,3 cm. 16 Zeilen. Ebenmäßige gotische Bastarda in schwarzbrauner Tinte, Rubriken in Rot, zahlr. ein- u. zweizeilige Initialen alternierend in Blau oder Rot, Versalien rot gestrichelt. Mit 7 zwei- bis vierzeiligen Initialen in Blau mit rotem Fleuronnée über die gesamte Höhe der Seite. 81 (statt ?) Bll. mit alter Bleistiftpaginierung 1-161. Prgt. d. 17. Jh.; etwas fleckig, ohne die Schließbänder, neuere Vorsätze, hinterer Deckel mit Eckreparatur.
Attraktive kleine Handschrift mit besonders von der Passions- und Kreuzesmystik des Spätmittelalters geprägten Gebeten. Auffällig ist die Vielzahl von Texten, die dem Hl. Augustinus zugeschrieben werden. Einen wichtigen Hinweis für die Datierung bietet die namentliche Erwähnung des Dominikaners Alanus de Rupe (1428-1475), dessen "Rosarium" bereits Aufnahme in die Handschrift fand (S. 74). Inhalt: 1. Hundert Artikel vom Leiden Christi, Gebet zur ewigen Weisheit (S.1-73); 2. Mariengebete, zu Beginn das Rosarium (S. 74-112); 3. Gebete des Hl. Augustinus (S. 113-135); 4. Gebete zum Gekreuzigten, u.a. Bernhard von Clairvaux, Gregor d. Gr. u. Augustinus zugeschrieben (s. 136-161). - Kollation: 10 Lagen zu je 8 Bll., die Schlusslage um ein Blatt ergänzt, es fehlen dort wohl 7 weitere. - 2 Bll. mit kurzem Randeinriss, letzte 8 Bll. mit kl. Eckdefekt oben rechts (außerhalb des Schriftspiegels), Kolumnentitel des Schlussblatts angeschnitten. Kaum fleckig und insgesamt sehr gut erhalten. Provenienz: Sammlung Graf Adelmann, Köln.
Latin prayer book, Southern (?) Germany, c. 1500. 81 leaves (not complete). Written in a neat gothic bookhand in black and red ink, with 7 large initials in blue with red penwork and numerous one- or two-line initials alternately in red and blue. - 2 leaves with short marginal tears, small corner defect to last 8 leaves (not affecting text), final leaf just shaved at top. Bound in 17th century vellum, somewhat stained, ties lacking, new endpapers, corner restoration to lower cover. From the collection of Count Adelmann von Adelmannsfelden.
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Los 15 *#
Hauerwaas, Gebetbuch
Gebetbuch. - Hauerwaas, Johann Valentin Joseph. (Gebetbuch). "Geschrieben und verfertiget von J. V. J. Hauerwas Wildmeisters Sohn...". Deutsche Handschrift auf Papier. Burgwallbach (Unterfranken), 1784. Blattgr. 19:13,5 cm, Schriftspiegel 16:10 cm. Von einer Hand kalligraphiert in brauner, grüner u. roter Tinte. Mit 1 blattgr. Federzeichnung u. zahlr. kalligraphischen Verzierungen in Braun, Grün u. Rot. 1 Bl., 137 S. Grüner Maroquinband d. Zt. mit ornamentaler Deckel-, Rücken- u. Stehkantenvergoldung, Brokatpapiervorsätzen u. Goldschnitt mit etwas Punze, in zeitgenöss. braunen Kalblederschuber; Einband mit kl. Bereibungen, Schuber mit kl. Wurmfraßstellen, Deckel an der Oberkante aufgeplatzt.
Sehr schöne kalligraphische Arbeit des damals etwa zwölfjährigen Valentin Hauerwaas (1762-1828), Sohn des Burgwallbacher Wildmeisters Friedrich Hauerwaas. Valentin wurde später selbst Revierförster im unterfränkischen Waldfenster. Die Federzeichnung zeigt die Kreuzigung vor einer stilisierten Dorfansicht, vermutlich von Burgwallbach. - Titel mit schwachen Fingerspuren, sonst sauber u. wohlerhalten.
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Los 16 *
Contemporary Manuscript
Honorius Augustodunensis, Expositio. 1 Bl.
Honorius Augustodunensis. Expositio in Canticum canticorum. Einzelblatt aus einer lateinischen Handschrift auf Pergament. 12. Jahrhundert. Kl.-fol. Blattgr. noch ca. 19,5:14,5 cm. 28 (von ?) Zeilen, blind liniert. Karolingische Minuskel in brauner Tinte, 3 Majuskeln in roter Tinte.
Einzelblatt aus einer zeitgenössischen Handschrift des einflussreichen Kommentars zum Hohelied Salomos aus der Feder des Honorius Augustodunensis (ca. 1080-1150). Der wohl aus Irland stammende Benediktinermönch war ein Schüler des Anselm von Canterbury und brachte als erster Anselms scholastische Methode auf den Kontinent. Seine Auslegung bildete die Vorlage für die mittelhochdeutsche Hohelied-Dichtung des Magdeburger Patriziers Brun von Schönebeck, ist aber auch für die Ikonographie der mittelalterlichen Kunst von größter Bedeutung. So wird die Symbolik des Regensburger Sankt Jakobsportals erst durch die Kenntnis von Honorius' Kommentar verständlich (vgl. J. A. Endres, Das St. Jakobsportal in Regensburg und Honorius Augustodunensis, Kempten 1903). Das vorliegende Fragment enthält seine Auslegung der ersten zwei Verse des ersten Kapitels des Hohelieds (Migne PL 172, Sp. 360D-361D), vom Text auf der rückwärtigen Seite sind durch die starke Abnutzung nur noch wenige Buchstaben lesbar. - Einbandfund (ehemals Umschlag), gebräunt, mit Einrissen u. kleinen Fehlstellen im Text, unten mit Textverlust angeschnitten, Rückseite stark gedunkelt, Text dort nur noch fragmentarisch und mit technischen Hilfsmitteln erkennbar, an den Rändern Montagereste (Archivband).
Fragment (1 leaf) of a 12th century manuscript of the exposition of the Canticle of Canticles by Honorius of Autun, a Benedictine monk and disciple of Anselm of Canterbury. Written in a Carolingian minuscule in brown ink, capital letters in red. - Recovered from a binding, browning, some tears and small holes, shaved at foot, back side of the leaf heavily browned and rubbed and almost illegible, remnants of former mounting (archive tape).
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Los 17 *#
Horae B. M. V. ad usum Romanum
Horae B. M. V. Lateinisches Stundenbuch für den Gebrauch von Rom. Handschrift auf Pergament. Nordfrankreich/Flandern um 1450. Blattgr. 8:5,4 cm, Schriftspiegel 4,1:3 cm. 14 (Kalendarium: 17) Zeilen. Textura in schwarzer Tinte. Mit 14 blattgroßen Miniaturen in Gold und Farben mit gegenüberliegender Schmuckseite mit fünfzeiliger Initiale, jeweils eingefasst von dreiseitiger Bordüre aus filigranem Rankwerk in Gold u. schwarzer Feder, farbigem Akanthus-Blattwerk, Blüten u. Früchten.  Zahlr. zweizeilige Initialen in Blau, Mauve, Gold, teilw. mit in den Rand auslaufendem Federwerk,  wenige mehrzeilige eingemalte Randverzierungen, dazu durchgehend einzeilige Fleuronnée-Buchstaben alternierend in Gold mit Blau und in Blau mit Rot. 162 Bll. Brauner vergoldeter Kalblederband wohl des späten 18. Jhdts. in zeitgleichem zweiteiligem Schuber.
Reizvolles kleinformatiges Stundenbuch mit teils figurenreich gestalteten Miniaturen und mit durch Details belebtem Bildaufbau. Die Liturgie folgt dem Gebrauch von Rom und engt daher die Verwendung des Stundenbuchs nicht ein. Die Heiligenauswahl des Kalenders enthält den franko-flämischen Benediktinerabt Amandus (6.2.), Bavo von Gent (1.10., mit Remigius von Reims), Donatian von Brügge (14.10.) sowie Eligius von Noyon (1.12.) und entspricht damit dem für Flandern üblichen Standard. Mit textlicher Abfolge wie nachstehend: Kreuzoffizium, Marienmesse, Heiliggeistoffizium, Marienoffizium nach röm. Ritus, Ad laudes, Terz, Sext, Non, Vesper, Komplet, Marienoffizium, Psalmen, Totenoffizium. Die jeweils den Textanfängen gegenüberstehenden blattgroßen (ca. 5,1:3,1 cm) Miniaturen zeigen: Jesus mit Marterwerkzeugen (fol. 13v, folgt typischen Darstellungen der Brügger Schule des frühen 15. Jhdts.), Maria Verkündigung, Maria Himmelfahrt, Christus am Ölberg, Gefangennahme, Jesus vor Pilatus, Geißelung Christi, Kreuzweg, Kreuzigung, Kreuzabnahme, Grablegung, Madonna mit dem Kind, Jüngstes Gericht, Totenoffizium. - Alte Bleistiftfoliierung: 1-87, 3 nn. Bll., 89-159. Durchwegs mehr oder weniger fleckig bzw. fingerfleckig, wenige Pergamentfehler, die ersten 6 Bll. des Kalendariums oben mit Pergamentausbesserung, minimaler Buchstabenverlust bei 2 Blättern, die Bilder und Bordüren berieben u. teilw. retuschiert. Das Bändchen wurde wohl im 18. Jahrhundert neu aufgebunden, Bindung teils etwas lose. Bei der Bindung wurden die Bordüren im Rand angeschnitten.
Book of Hours, use of Rome, in Latin. Manuscript on vellum. Northern France/Flanders , c. 1450, 162 leaves. Illuminated with 14 full-page miniatures, each with a full border and a matching border on the accompanying page. - Old pencil foliation: 1-87, 3 nn. ll., 89-159. Some staining and fingerstaining throughout, few vellum flaws, some vellum repairs to first 6 leaves of calendary with minimal loss to two leaves, some rubbing to miniatures and borders, partly retouched. All borders trimmed by binder's knife. Newly bound in 18th century, stitching somewhat loose in places. In 18th century slip case. Despite the traces of use an attractive book of hours with interestingly composed miniatures.
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Los 18 *
Militärhistorisches Dokument
Villement, Journal de la deffense de Landau
Landau. - Villemont, R. de. Journal de la deffense de Landau par Mr. de Laubanie en 1704. Avec les plans des attaques de 1704 et de 1713. Zeitgenössische französische Handschrift auf Papier. Kl.-fol. (32:20,5 cm). Mit braunschwarzer Tinte in sauberer Kursive geschrieben. Mit 2 gefalt. aquarellierten Manuskript-Plänen. 1 Bl., 58 S. Ohne Einbd.
Bericht zur dritten Belagerung Landaus von R. Villemont, "ingénieur en chef de la place", und nach dessen Tod von Joinville fortgesetzt. Die Festung, deren Verteidigung von dem französ. Statthalter und Kommandanten Y. Masgonthier de Laubanie geleitet wurde, musste an die Reichstruppen übergeben werden und fiel 1713 schließlich wieder an die Franzosen. Die fein ausgeführten Pläne (28:39 und 42:52 cm) zeigen jeweils den Grundriss der von Vauban ausgebauten Festung mit der Belagerung von 1704 bzw. 1713. - Sauber, nur die 1. Seite etwas angestaubt und fleckig, die Folgebll. in der oberen Außenecke noch etwas angestaubt. Heftung gelockert, letzte Lage lose. Der 1. Plan kopfstehend montiert, der Plan zur Belagerung 1713 mit Einrissen und Löchlein in den Faltstellen.
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Los 19 *#
Liturgische Handschrift 1800
Liturgische Handschrift. - Lateinische Notenhandschrift auf Papier. Mönchengladbach 1800. (12,5:21 cm). Blattgr.: 11,5:20 cm. 4 Zeilen Text u. Noten in brauner und roter Tinte und braune  Quadratnoten auf vierlinigem rotem System. 196 S., 6 Bl. Ldr. d. Zt., berieben und etwas bestoßen, Schließen und oberes Kapital fehlen, Rücken mit Wurmloch.  
Vorderer fliegender Vorsatz mit Eintrag "Christianus Nova Vicarius, St. Jacobi & Agathae, Gladbaci 1800". - Die nummerierten Seiten mit liturgischen Gesängen und Texten, die nn. Blätter mit durchgehendem Text und 2 S. Noten und Text auf vierzeiligem System (von anderen Händen). - Fingerfleckig, Tinte teilw. durchgeschlagen, Buchblock gebrochen, einige Bll. angefalzt.
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Los 20 *#
Messa di S. Giuse. Calasantio
Piaristen. - Joseph von Calasanza. - Messa (e vespro) di S(an) Giuse(ppe) Calasantio. Liturgische Handschrift auf Papier. Italien, 2. Hälfte d. 18. Jahrhunderts. Gr.-fol. Blattgr. 46:32 cm, Schriftspiegel 39:26 cm. 7 Zeilen Text u. Noten. Schablonenschrift in schwarzer u. roter Tinte u. schwarze Quadratnoten auf vierlinigem rotem System. Mit 5 Schmuckinitialen in Gold u. Farben mit vegetabilen Ausläufern sowie 2 kleineren Initialen in Blau u. Gold mit etwas rotem Federwerk. 23 num. Bll. u. 1 Bl. Inhalt im Innendeckel. Ldr. d. Zt. mit goldgepr. Wappensupralibros u. Bordüre auf beiden Deckeln; etwas beschabt u. berieben, neue Vorsätze.
Späte, aber sorgfältig ausgeführte liturgische Handschrift, vielleicht für einen Abt des Piaristenordens (Supralibros: Wappen mit drei Früchten u. Galero mit zwölf Quasten). Enthält neben der Messe und der Vesper für den Hl. Joseph von Calasanza u.a. den Hymnus "Sacram venite supplices Josephi ad aram, parvuli". José Calasanz (um 1556-1648), Gründer des Piaristenordens u. Patron der christlichen Volksschulen u. der Kinder, wurde 1748 selig- u. 1767 heiliggesprochen. - Vorne zusätzl. eingebunden 1 mont. Kupferstich von G. L. Hertel bei J. G. Hertel (Augsburg um 1760). - Auf kräftigem Papier, nur vereinzelt gering fleckig.
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Los 21 *#
Rosenkranzbruderschaft, Urkunde
Rosenkranzbruderschaft. - Fabri, Sixtus. Diplom der Rosenkranzbruderschaft für Laurent Chalon. Lateinische Urkunde auf Pergament. Rom, Konvent Santa Maria sopra Minerva, 1577. Quer-fol. Blattgr. 37,5:5,5 cm, Plica 3,5 cm, Schriftspiegel 34:39,5 cm. 23 Zeilen. Kursive Urkundenschrift in brauner Tinte, Hervorhebungen in goldenen Versalien, Eingangszeile in Gold, Rot u. Blau. An drei Seiten eingefasst von breiter figürlicher Bordüre in Gold u. Farben. Mit angehängter Metall-Siegelkapsel (leer) u. angehefteter kleiner Pergamenturkunde, dat. 1578.
Aufnahmeurkunde der von Dominikanern gestifteten Laienbruderschaft, ausgestellt im Namen und eigenhändig unterzeichnet von Sixtus (Sisto) Fabri (1540-1594), 1580-83 Hoftheologe von Papst Gregor XIII. und 1583-89 Generalmagister seines Ordens (vgl. Jöcher II, 478). Die reich ausgestattete Bordüre zeigt links und rechts ein Wappen, in der Kopfleiste die Heiligen Laurentius von Rom und Agatha von Catania, zentral eine von Laien und kirchlichen Würdenträgern angebetete Maria. - Farb- u. Schriftauftrag durch Feuchtigkeitseinwirkung beschädigt, im Text Koloritabklatsch, einige Buchstaben völlig verblasst, einige Faltbrüche u. kleine Löchlein. Die angeheftete Urkunde unbeschädigt.
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Los 22 *#
Astle, Collection of Seals
Siegel - (Astle, T.). A Collection of Royal & Ecclestical Seals. Together with, Engravings of ancient Charters Popes Bulls Grants of Land &c &c. Englische Handschrift auf Papier. O. O. und J. (London nach 1779). Fol. (39:26 cm). Mit 50 mont. gest. Abb. von Siegeln (45) und Urkunden (5). 36 hs. num. S. Hprgt. d. Zt., fleckig, berieben und bestoßen, oberes Kapital defekt.
Manuskript des englischen Paläographen Thomas Astle (1735-1803), mutmaßlich früher Entwurf für sein 1792 erschienenes Werk "An account of the seals of the kings, royal boroughs and magnates of Scotland", in dem die hier (in frühen Zuständen noch ohne Hintergrundschattierung) vorhandenen von Barak Longmate gestochenen Tafeln  abgedruckt sind; die hs. Nummern im Manuskript stimmen mit denen im Druck überein. - Ränder stärker gebräunt, etwas stockfl., Innendeckel gebrochen. Provenienz: Mit dem Exlibris des Bibliothekars und Bibliographen aus Cambridge A. N. L. Munby (1913–1974), dessen Vermerk in Bleistift den Autor identifiziert; Antiquariat H. P. Kraus, New York, mit beiliegender ausführlicher Beschreibung des Manuskripts.
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Los 23 *#
Hasegawa Hiroshi, Sanpo jikata. 5 Bde.
Vermessung. - Hasegawa Hiroshi & Akita Giichi (d.i. Tsuda Gigi). Sanpo jikata taisei (jap.: Durchführung der mathematischen Landvermessung). Japanische Handschrift auf Reispapier. 5 Bde. Japan, um 1840. Blattgr. 27:20 cm, Schriftspiegel ca. 23,5:15 cm. Mit zahlr. Tuschzeichnungen. Kalligraphie in schwarzer Tusche. In Blockbuchbindung. Umschl. d. Zt. mit kalligraphierten Titelstreifen; etwas angeschmutzt, fleckig u. mit Wurmspuren, Heftung teilw. defekt.
Vgl. Kraft V, 428 u. Edgren, Nordenskiöld Coll. 735 f. - Sorgfältige zeitgenössische Abschrift des 1837 in Edo gedruckten Werkes. "Praktisches Rechenbuch, auch zur Ermittlung von Reisabgaben, zur Landvermessung etc." (Kraft). Die Illustrationen mit Landschaftsskizzen, Plänen, Vermessungsinstrumenten etc. - Durchgehend mit Wurmspuren, häufig mit Bild- oder Textberührung, stellenw. etwas braun- oder feuchtfleckig.
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Los 24 *#
Kerssenbroch, Historia Anabaptistarum Monasteriensium
Wiedertäufer. - Kerssenbroch, Hermann v. (Historia Anabaptistarum Monasteriensium) Historia Monasteriensis urbis et episcopatus, inprimis motuum in reformatione anabaptistarum ... ad an. 1576 (Deckelschild). Lateinische Handschrift auf Papier. (Paderborn?) 5 Juli 1734. Fol. (33:22 cm). Von einer Hand mit brauner Tinte in flüssiger Kursive geschrieben. 362, 28 num. Bll. Brauner Ldr. d. Zt. mit reicher Rückenvergoldung u. goldgeprägtem Rückentitel; teilw. berieben, einige Schabstellen, Ecken bestoßen, Rücken am Fuß mit Wurmspuren.
Sorgfältig ausgeführte Abschrift des 18. Jahrhunderts der wichtigen Geschichte der Wiedertäuferbewegung in Münster. "Es umfaßt nicht nur die Geschichte des Aufruhrs, sondern zugleich alles, was vor und nach demselben in den Jahren 1524-1554 in Münster Merkwürdiges vorgefallen ist, insoferne es mit dem Aufruhr im Zusammenhange steht" (Wegele). Kerssenbroch (auch Kerssenbroich oder Kerssenbroick) trug eine Fülle vom Nachrichten zusammen, die zum Teil ihm ihre Erhaltung verdanken und gibt, vom katholischen Standpunkt aus, ein lebendiges Bild der damaligen Ereignisse. Der Druck des ab 1567 verfassten Werkes wurde 1573 vom Rat der Stadt Münster verboten und fast alle vorhandenen zeitgenössischen Abschriften wurden eingezogen.
"Es ist fesselnd geschrieben mit reichem Aufwande klassischer Belesenheit, stellenweise nicht ohne poetischen Schwung... Quellenmaterial stand dem Verfasser in reichstem Maße zur Verfügung. Theils konnte er noch als Augenzeuge berichten, theils das als Kind erlebte durch mündliche oder schriftliche Erzählungen älterer Zeitgenossen ergänzen. Die archivalischen Quellen, auf denen inhaltlich der Hauptwerth des Buches beruht, waren ihm durch die Vermittelung des Bischofs Johann von Hoya zugänglich geworden. Aber die historische Kritik ging K. völlig ab, und, was weit schlimmer ist, seine Darstellung war nicht vom Streben beherrscht, nur die Wahrheit und diese in ihrem vollen Umfange zu sagen. K. hatte ein Exemplar seines Werkes nach Köln zum Druck gesandt und ließ sein Manuscript durch mehrere seiner Schüler abschreiben. Der Rath, dem das bekannt geworden war, der auch vom Inhalte Kenntniß erhalten hatte und Vieles nicht billigte, forderte nun vom Verfasser die Ablieferung aller Exemplare und verbot aufs Strengste den Druck der Schrift (Juli 1573). Eidlich mußte er weiter betheuern, daß er keine Abschrift seines Buches mehr besitze, daß er keines mehr anfertigen lassen, daß er künftig überhaupt keine Bücher mehr schreiben wolle. Erst dann und als man ihm noch eine Strafe von 200 Thalern auferlegt hatte, entließ ihn der Rath. Kerßenbroick’s Buch ist vollständig und correct niemals gedruckt worden" (ADB XV, 647 ff.). Erst 1771 erschien erstmals eine deutsche Übersetzung. Bis dahin existierte das Werk in nur einigen wenigen Abschriften. Die Bedeutung der vorliegenden Abschrift liegt auch in der ab Blatt 345 aufgeführten "Täuferdisputation" vom 7.-8. August 1533, die nach Heinrich Detmer (H. von Kerssenbroch, Anabaptistici furoris... Münster 1899-1900) in nur sehr wenigen Abschriften vorhanden ist. Am Schluss, mit separater Foliierung, die "Acta ab Anno 1573 inter Senatum Monasteriensem et M. Hermannum a Kerssenbroick Scholae majoris Moderatorem ob Historiam Anabaptistarum Monasteriensium bona fide ab eodem Kerssenbroickio descriptam". Vorderer Innendeckel mit Auktionskaufvermerk ("Ex Auctione Krauseria publice mens. Aug. 1800"). Die Auktion der Sammlung des Historikers Johann Christoph Krause (1749-1799) fand ab dem 4. August 1800 in Halle statt (vgl. Loh, Buchauktionen V, 76). - Sehr schöne und aufwändig gestaltete Handschrift mit kleineren kalligraphischen Verzierungen. - Leicht gebräunt, vereinzelt gering fleckig, sonst sehr gut erhaltenes Exemplar im Originaleinband.

 
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Los 25 *#
Stadt Wiener Neustadt, Ehrenbürger-Urkunde
Wiener Neustadt/ Niederösterreich. - Ehrenbürgerurkunde für den Wiener Neustädter Obristwachtmeister Ritter (Georg) von Högelmüller. Deutsche Urkunde auf Pergament. Wiener Neustadt, 28. Januar 1825. Quer.-fol. Blattgröße 47:70 cm, Plika 5,2 cm. Schriftspiegel 39:67 cm inkl. kalligraphischer Kopfzeile. Kanzleischrift in schwarzer Tinte. Mit anhängendem Wachssiegel (Durchm. 4,5 cm) in Holzschale. Gefaltet. - Etwas stockfleckig u. angestaubt; vom Bürgermeister und mehreren Ratsherren unterzeichnet.
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Miniaturen und Einzelblätter

Los 26 *#
Antiphonar, 2 Bll. Ger.
Antiphonar. - 2 Bll. aus einer liturgischen Handschrift auf Pergament. 15./16. Jh. Imp.-fol. Blattgr. ca. 85:60 cm, Schriftspiegel 66:40 cm. 5 Zeilen Text u. Noten. Rotunda in schwarzbrauner Tinte u. schwarze Quadratnoten auf fünflinigem rotem System, Hervorhebungen in Rot. Mit 1 großen Fleuronnée-Initiale "N" (13:8,5 cm) in Blau, Rot u. Braun sowie 2 Cadellen. Unter Glas gerahmt (nicht geöffnet).
Zwei Einzelblätter aus einer ungewöhnlich großformatigen Handschrift. Die Initiale steht zu Beginn der Antiphon "Non licet mihi facere quod" zur Woche nach Septuagesimae. Auf den Blattrückseiten wohl mindestens eine weitere Initiale. - 1 Bl. mit Pergamentfehler im w. Rand, 1 Bl. mit 2 Randeinrissen (1 genäht) u. etwas fleckig.
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Los 27 *#
Antiphonar, Bifolium. Ger.
Antiphonar. - Bifolium aus einer liturgischen Handschrift auf Pergament. 15./16. Jh. Imp.-fol. Blattgr. ca. 76:57 cm, Schriftspiegel 63:40 cm. 6 Zeilen Text u. Noten. Rotunda in brauner Tinte u. braune Quadratnoten auf fünflinigem rotem System, Hervorhebungen in Rot. Mit 1 großen Fleuronnée-Initiale "D" (10:10 cm) in Blau, Rot u. Braun sowie 4 Cadellen. Gerahmt u. beidseitig verglast (nicht geöffnet).
Doppelblatt aus einer großformatigen Handschrift, enthält Gesänge zur Vesper am Fest der Apostel Philippus und Jakobus. - Am Kopf kurzer Randeinriss, in den unteren Außenecken leichte Fingerspuren.
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Los 28 *#
Antiphonar, 8 Bll.
Antiphonar. - 8 Bll. aus verschiedenen liturgischen Pergamenthandschriften des 16. u. frühen 17. Jahrhunderts. Unterschiedliche Folio-Formate, Blattgr. ca. 37,5:27 bis 57:40,5 cm., 1 Bl. auf 31,5:33 cm beschnitten. Je 5 Zeilen römische Quadratnoten auf rotem, fünflinigem System, darunter Text in gotischer Buchschrift mit schwarzbraunen u. roten Tinten. 3 Bll. mit zus. 6e Fleuronnée-Initialen in Blau u. Rot, einige Cadellen, das beschnittene Bl. mit großer Schmuckinitale "S" (18:10 cm) u. seitl. Zierleiste in Blau u. Rot. - Einige leichte Gebrauchsspuren.
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Los 29 *
Biblia latina, 1 Bl. (Deuteronomium)
Biblia latina. - Einzelblatt aus einer lateinischen Handschrift auf feinem Pergament. 13. Jh. 4to. Blattgr. 24,5:20 cm, Schriftspiegel 21:14,5 cm. 56 Zeilen, 2 Kolumnen. Gotische Buchschrift in dunkelbrauner Tinte, Versalien rot gestrichelt, Kolumnentitel u. Kapitelnummerierung in Blau u. Rot. Recto 2, verso 1 mehrzeilige Initialen in Blau bzw. Rot mit Federwerk in der Gegenfarbe, jeweils in blau-roten Fleuronéestab übergehend.
Inhalt: Deuteronomium 30,20-33,16a. Enthält in Kapitel 32 das "Lied des Mose". - Gering fleckig, oben schwacher Wasserrand, Fleuronnéeausläufer in Fuß- und Bundsteg teilw. leicht angeschnitten.
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Los 30 *
Breviarium, Initiale "A"(ccedamus). 4 Bll.
Breviarium. - 3 Einzelblätter aus einer lateinischen Handschrift auf Pergament. Nordfrankreich, um 1300. Blattgr. 14:10 cm, Schriftspiegel 9,5:6,2 cm. 21 Zeilen, regliert. Textualis in dunkelbrauner Tinte, Hervorhebungen in Rot. Ein Blatt recto mit zweizeiliger Initiale "A" in Blau, Altrosa, Grau, Deckweiß u. Gold mit Ausläufer über die Höhe des Schriftspiegels hinaus, verso 2 Fleuronnée-Initialen mit Zierstab in Blau u. Rot. Die beiden anderen Blätter mit je 5-6 (zus. 11) mehrzeiligen Fleuronnée-Initialen u. Zierstab in Blau u. Rot.
Viele kl. Pergamentbrüche durch Tintenfraß, unterhalb der Zierinitiale alter Eintrag in Tinte. - Beiliegt ein Pergamentblatt aus derselben Handschrift, jedoch mit späteren Nachträgen von zwei verschiedenen Händen u. ohne Buchschmuck. - Zus. 4 Bll.
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Los 31 *
Breviarium, Initiale "A"(udivi). 4 Bll.
Breviarium. - 4 Einzelblätter aus derselben Pergamenthandschrift. Nordfrankreich, um 1300. Ein Blatt verso mit zweizeiliger Initiale "A" in Blau, Altrosa, Deckweiß u. Rot mit Ausläufer über 7 Zeilen, recto 3, verso 2 Fleuronnée-Initialen mit Zierstab in Blau u. Rot. Die anderen Blätter mit je 2-4 (zus. 10) mehrzeiligen Fleuronnée-Initialen u. Zierstab in Blau u. Rot. - 2 Bll. mit kl. Pergamentbrüchen durch Tintenfraß, 1 Bl. mit kl. Braunfleck.
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Los 32 *
Breviarium, 4 Bll.
Breviarium. - 4 Einzelblätter aus derselben Pergamenthandschrift. Nordfrankreich, um 1300. Jedes Blatt mit 1-4 (zus. 11) mehrzeiligen Fleuronnée-Initialen u. Zierstab in Blau u. Rot. - 3 Bll. mit kl. Pergamentbrüchen durch Tintenfraß, 1 Bl. mit kl. Braunfleck.
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Los 33 *
Breviarium, 4 Bll.
Breviarium. - 4 Einzelblätter aus derselben Pergamenthandschrift. Nordfrankreich, um 1300. 3 Bll.  mit je 2-3 (zus. 8) mehrzeiligen Fleuronnée-Initialen u. Zierstab in Blau u. Rot, 1 Bl. aus dem Kalendarium mit abweichender Zeilenzahl u. KL-Ligatur in Blau u. Rot. - 1 Bl. mit kl. Pergamentbrüchen durch Tintenfraß, Kalenderbl. mit alten Einträgen u. oben angeschnitten.
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Los 34 *
Einzelblatt Kaiser und Reich
Kaiser und Reich. - Der Kaiser im Kreise der Kurfürsten, darunter ein Adelswappen mit barocker Figurenstaffage. Einzelblatt aus einem Adelsbrief auf Pergament. Um 1660. Blattgr. 32,5:27 cm, Schriftspiegel 18:16 cm. 18 Zeilen. Kanzleikursive in brauner Tinte mit etwas Pinselgoldhöhung. Recto Malerei in Gold und Farben (16:15,5 cm), oberhalb u. unterhalb je 1 Zeile Text, verso nur Text.
Die Darstellung zeigt den Kaiser (Ferdinand III.?) mit dem Kurfürstenkollegium, das Wappen ist geviert von drei silbernen Schilden in rotem Feld (Weinsberg?) und goldenem Strahl in blauem Feld. - Im Kopfsteg 2 Nagellöchlein, im unteren Rand fleckig.
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Los 35 *#
Stundenbuch, 2 Bll. Kalendarium (Januar/Februar)
Stundenbuchblätter. - Kalendarium. - 2 Einzelblätter aus einem französischen Stundenbuch auf Pergament. Paris, Mitte des 15. Jahrhunderts. Blattgr. 15:11 cm, Schriftspiegel 9:6,2 cm. 16 Zeilen, violett. Textura in Gold, Blau u. Rot. Jedes Blatt recto mit kl. Miniatur in Gold u. Farben (ca, 3:3 cm), KL-Ligatur in Blau, Mauve u. Weiß auf Goldgrund mit Dornblattausläufer sowie seitl. Zierleiste (9,5:1,5 cm) in Gold u. schwarzer Feder mit farbigen Blättern u. Blüten u. Früchten. - Etwas gebräunt u. fleckig, Dornblattausläufer am Kopf angeschnitten, die Miniaturen teils stärker verwischt u. berieben.
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Los 36 *
Stundenbuch, Einzelblatt Juli/August
Stundenbuchblätter. - Juli. - Ein Bauer bei der Heuernte. - Löwe. - August. - Ein Bauer bei der Getreideernte. - Jungfrau. Einzelblatt aus dem Kalendarium eines lateinisch-französischem Stundenbuchs auf Pergament. Nordfrankreich (Amiens?), Mitte des 15. Jahrhunderts. Blattgr. 15,8:11 cm, Schriftspiegel 11,5:6,8 cm. 17 Zeilen, 2 Spalten, rot regliert. Textura in Blau, Rot u. Flüssiggold. Recto u. verso am Kopf zweiteilige Monatsminiatur in Farben u. Goldbronze (2,8:6,8 cm), rechts jeweils Zierleiste aus blau-goldenem Akanthus u. farbigen Blüten (10,5:2 cm). Im Text KL-Ligatur in Gold auf blauem bzw. rotem Grund. - Farbauftrag teilw. leicht verwischt oder abgegriffen.
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Los 37 *#
Stundenbuch, Einzelblatt Mariae Verkündigung
Stundenbuchblätter. - Mariae Verkündigung. - In einem durch gotische Holzsäulen geteilten Raum steht links Maria unter einem Baldachin an einem Pult mit aufgeschlagenem Buch, rechts grüßt der Erzengel Gabriel mit einem Spruchband in der Rechten. Einzelblatt aus einem lateinischen Stundenbuch auf Pergament. Nordfrankreich, letztes Drittel des 15. Jahrhunderts. Blattgr. 17,8:12,5 cm, Schriftspiegel 9,8:6 cm. 13 Zeilen, rot regliert. Textura in schwarzbrauner Tinte, Versalien gelb schattiert. Recto mit großer Miniatur in Gold u. Farben (9,2:6,2 cm), darunter 3 Zeilen Text mit großer Schmuckinitiale "D" in Farben u. Deckweiß auf Goldgrund. Alles umgeben von breiter Goldgrund-Bordüre aus Akanthus, farbigen Blüten, Beerenfrüchten und 2 Vögeln. Verso Text mit 1 zwei- u. 4 einzeiligen Initialen in Blau mit rotem bzw. Gold mit dunkelblauem Fleuronnée.
Die Verkündigung an Maria illustriert die Matutin des Marienoffiziums. Dekoratives Blatt, besonders schön ist die breite, mit einer Vielzahl verschiedener Blüten sowie Brombeeren gefüllte Bordüre, in deren Fußleiste ein Pfau schreitet, während rechts ein Fasan zu sehen ist. - Farb- u. Goldauftrag mit einigen kleineren Bereibungen, besonders im Überwurf des Lesepultes sowie am Gesicht des Erzengels.
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Los 38 *
Stundenbuch, Einzelblatt Johannes auf Patmos
Stundenbuchblätter. - Johannes auf Patmos. - Der Evangelist in blauem Gewand auf einer stilisierten Insel, in den Händen eine Schriftrolle haltend. Rechts ein Adler, links ein Unrat ausgießender Dämon, im Hintergrund eine Landschaft mit bewehrter Stadt. Einzelblatt aus einem lateinischen Stundenbuch auf Pergament. Nordfrankreich, letztes Drittel des 15. Jahrhunderts. Blattgr. 13,5:9,2 cm, Schriftspiegel 7,5:4,5 cm. 16 Zeilen, regliert. Bastarda in brauner Tinte, Hervorhebung in Rot. Recto Miniatur in Gold u. Farben (6,7:4,8 cm), darunter 4 Zeilen Text mit zweizeiliger Initiale in Goldbronze auf blau-rotem Grund mit Deckweißornamentik. Alles eingefasst von Bordüre aus blau-goldenen Akanthusblättern u. farb. Blütenzweigen. Verso Text ohne weiteren Buchschmuck. - Bordüre u. Goldauftrag leicht abgegriffen.
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Los 39 *
Stundenbuch, Einzelblatt Stifterfigur und Monstranz
Stundenbuchblätter. - Stifterfigur. - Eine betende Familie vor einem Altar mit Monstranz. Einzelblatt aus derselben Pergamenthandschrift. Nordfrankreich, letztes Drittel des 15. Jahrhunderts. Recto Miniatur in Gold u. Farben (7,4:5 cm), darunter 3 Zeilen Text mit dreizeiliger Initiale in Gold, Rot, Blau u. Deckweiß. Alles eingefasst von Bordüre aus blau-goldenen Akanthusblättern, farb. Blüten u. Früchten. Verso Text mit 2 zweizeiligen Initialen in Blau, Mauve, Gold u. Deckweiß sowie 2 einzeiligen Initialen in Blau mit rotem Federwerk. - Bordüre am Kopf angeschnitten, Farbauftrag teilw. etwas abgegriffen, das Blau der Schmuckinitiale stärker betroffen.
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Los 40 *
Stundenbuch, Einzelblatt Agatha und Margareta
Stundenbuchblätter. - Agatha von Catania. Der entblößten Heiligen werden von zwei Folterknechten die Brüste mit Zangen abgeschnitten. - Margareta von Antiochien. - Die Heilige betend vor einem Drachen. Einzelblatt aus einem lateinischen Stundenbuch auf Pergament. Nordfrankreich (Rouen?), um 1480. Blattgr. 16,8:11 cm, Schriftspiegel 11:6,5 cm. 25 Zeilen, regliert. Mit brauner Tinte in ebenmäßiger gotischer Bastarda geschrieben, Hervorhebungen violett. Recto und verso je eine Miniatur in Farben u. Goldbronze (5,5:4,5 u. 3,5:6 cm), umgeben von drei- bzw. vierseitiger Bordüre aus Akanthusrankwerk u. farbigen Blüten. Recto u. verso je 2 ein- u. 2 zweizeilige Initialen in Blau, Mauve u. Gold mit weißem Filigran, recto außerdem 4 Zeilenfüller in den gleichen Farben. - Gering fleckig u. knitterig.
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Los 41 *#
Stundenbuch, Einzelblatt Markus
Markus. - Der Evangelist an einem Schreibpult in seinem Skriptorium sitzend, die linke Hand auf eine Schriftrolle gestützt, die rechte erhoben, auf seiner Sitzbank liegen mehrere Bücher. Rechts öffnet sich der Blick in eine weite Landschaft, unten liegt ein Löwe als Attribut des Heiligen. Einzelblatt aus einem Stundenbuch auf Pergament. Mittelfrankreich (Bourges?), im Stil des Jean Colombe, um 1500. Blattgr. 16,8:11,5 cm, Schriftspiegel 9:6,3 cm. 16 Zeilen, rot regliert, Versalien gelb schattiert. Recto blattgroße Miniatur in Gold, Deckweiß und Farben (11,8:6,5 cm), eingefasst von einer breiten Bordüre aus blau-goldenem Akanthus, farbigen Blütenpflanzen und 2 Fabelwesen, in der Fußleiste ein Schriftband "In illo te(m)pore". Verso Text mit einer einzeiligen Initiale in Blau u. Gold.
Schönes Blatt aus der Werkstatt oder der Nachfolge des Jean Colombe, der in Diensten der Königin Charlotte von Savoyen stand und auch als Hofminiator des Herzogs Karl I. von Savoyen genannt wird. - Wenige kl. Bereibungen, besonders in der Einfassung der Miniatur.
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II. Autographen

Los 42 *#
Chessa, Eigenh. Brief mit Unterschrift + 2 Beil.
Chessa, Gigi (Maler u. Innenarchitekt; 1898-1935).  Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Balme, 5. Sept. (19)26. (19,5:14,5 cm). 1 Doppelblatt, davon 1 S. beschrieben. - Dazu: Francesco Spetrino (Komponist u. Dirigent; 1857-1948). 1 Empfehlungskarte und 1 Schreiben. (11:14,5 u. 18,5:12,5 cm). - Zus. 3 Bll.
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Los 43 *
"Der heßliche Nordwind wehet noch..."
Claudius, Eigenhändiger Brief an Caroline Perthes
Claudius, Matthias (Dichter, 1740-1815). ). Eigenhändiger Brief mit Monogramm "MC." W(andsbek), 11. Mai 1802. 4to (23:18,5 cm). 1 S. Mit Siegelrest und Adresse.
An Caroline Ilsabe Perthes (1774-1821), seine mit dem Verleger Friedrich Christoph Perthes verheiratete jüngere Tochter, in Hamburg, "Breitgiebel".

"Liebe Caroline, der heßliche Nordwind wehet noch, und wir sind bange, daß d[er] H[err] Doctor Coppenberg eine Sentenz zu unserm Aerger abgebe. Nun, wir werden sehen. Wenn Du kommst, und reichlich mit Butter versehen bist, bittet Mama, daß Du ein paar £ mitbringest, bis sie gekauft hat.

Und noch eine Commißion. Der Baron Gravenstein hat eine Kinderwärterinn die nicht trägt. Wenn die Frau Schreck nicht engagirt wäre und Lust hätte; so wollten sie wohl diese Frau Schreck engagiren. Die Frau Baronesse stillt bis dato selber, und die Frau Schreck hat nichts zu thun als das Kind zu warten und zu pflegen.

Sind noch nicht Briefe aus Quedlinburg angekommen? Teile sie doch mit, wir sind sehr begierig darauf, um Perthes und Johannes willen...".

Leicht geknittert u. mit kl. Randdefekten, an den Faltspuren gering gebräunt u. wenige kl. Fehlstellen. - Provenienz: Laut beiliegender Bleistiftnotiz ein Geschenk von Elisabeth Perthes, einer Urenkelin von Caroline Perthes, datiert Gotha, 14. Sept. 1948. Elisabeth hatte gemeinsam mit ihrer Schwester Magdalena in den 40er und 50er Jahren des 20. Jahrhunderts einen Großteil des Nachlasses ihres Großvaters Andreas Perthes (1813-1840) verschenkt oder verkauft (vgl. D. Moldenhauer, Geschichte als Ware: Der Verleger Friedrich Christoph Perthes, S. 49, Anm. 209).
 
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Los 44 *#
Friedrich d. Gr., 2 Briefe in Ledermappe
Friedrich II., der Große, König v. Preußen (1712-1786). 2 Briefe von Schreiberhand, jeweils mit eigenhändiger Unterschrift "Friedrich". Potsdam, 25. Nov. u. 9. Dez. 1755. 4to (24:19 cm) u. fol. (34:22 cm). Je 1 S. Zus. in Kalbldr.-Mappe um 1800 mit Rvg. u. goldgepr. Rsch., neuere Einschlagklappen.
An Anthon Friedrich Groschopp (1708-?), seit dem 25. Januar 1754 erster Direktor der Kurmärkischen Kriegs- und Dömänenkammer. Der Brief vom 25. November ist an Groschopp persönlich gerichtet: "... Es ist Mir gantz lieb gewesen, aus Eurem Bericht vom 23' dieses zu ersehen, daß Ihr und der Neümarcksche Krieges Rath Flesch, Euch mit dem Magdeburgischen Cammer Director Cautius überall concerfiret habet, wie der Transito Impost auch Durchgangs Accise, auf den Magdeburgischen Fuß und nach gleichen Sätzen in beyden Provintzen berechnet werden sollen. Was sonsten die von Euch noch mit angeführte Umstände anbetrift; da sollt Ihr mir davor sorgen, damit in der Provintz Churmarck alles so beobachtet werde, wie es seyn muß, von die Neümarck und anderer Provintzien aber werde Ich selbst besorgen, was darunter zu thun seyn wird...".  Ernst Gottlob Cautius (1707-?) war wenige Tage vor Groschopp zum Direktor der Kriegs- und Domänenkammer Magdeburg ernannt worden. Das zweite Schreiben ist an die "Churmärckische Krieges- und Domainencammer" adressiert und betrifft ebenfalls die Erhebung des "Transitoimposts" (Durchgangsabgabe) und das Stapelrecht der Stadt Magdeburg. Mit Registraturvermerk vom 10. Dez. 1755 und eigenhändiger Kenntnisnahme Groschopps. 1763 wurde gegen Groschopp wegen Holzwuchers und anderer Delikte eine Untersuchung eingeleitet, im Februar 1764 wurde er wegen Veruntreuung zu einer vierjährigen Festungshaft verurteilt. Die beiden Briefe wurden von verschiedenen Schreibern angefertigt, beide auf Büttenpapier mit Wasserzeichen (Bischof mit Mitra und Stab sowie den Initialen "MNH"). - Der Foliobogen leicht geknittert u. mit schwachem Braunfleck.
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Los 45 *#
"Eau de vie et miel à la manière de Pologne"
Friedrich d. Gr., Brief mit Unterschrift. 1768
Friedrich II., der Große, König v. Preußen. Brief von Schreiberhand mit eigenhändiger Unterschrift "Federic". Potsdam, 9. Nov. 1768. 4to (23:18,5 cm). 1 S. auf 1 Doppelblatt.
An die "Administration générale des accises et des péages", eine Bitte des Fürsten Korybut Woroniecki in Königsberg betreffend. "... Il supplie très humblement Sa Majesté de privilégier les deux Maisons, dont il y a fait l’acquisition, à l’effet du pouvoir biasser, faire de l’eau de vie et du miel à la manière de Pologne...". Die sogenannte "französische Regie", eine Steuerbehörde für Luxusgüter nach französischem Vorbild, war im April 1766 von Friedrich d. Gr. eingerichtet worden. auf Papier mit Wasserzeichen "HR". - Zwei kleine Löchlein außerhalb des Textes, das leere Blatt mit Eckabschnitt.
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Los 46 *#
Spitzenmanufaktur in Potsdam
Friedrich d. Gr., Brief mit Unterschrift. 1777
Friedrich II., der Große, König v. Preußen. Brief von Schreiberhand mit eigenhändiger Unterschrift "Federic". Potsdam, 16. Juni 1777. 4to (23:18,5 cm). 1/2 S. auf 1 Doppelblatt.
An Marc Antoine André de la Haye de Launay (1726-1808), "Conseiller de finances" und Direktor der "Administration générale des accises et des péages", in Berlin. "L'exemtion des 7 pour cent, que l’entrepreneur de la fabrique dentelles d’ici, le Juif Ephraim, demande, dans sa requête ci jointe en original, pour ses dentelles, Me parait bien juste. Mon intention ne sauroit jamais être, de soumettre, à de pareils droits, les marchandises, qui se fabriquent dans Mes états, et ils ne sauroient jamais se combiner, avec le désir, que J’ai, de favoriser ces mêmes fabriques, & de les porter à leur perfection...". Der Berliner Kaufmann und Geheime Regierungsrat Benjamin Veitel Ephraim (1742-1811), befreundet mit Lessing und Moses Mendelssohn, besaß in Potsdam eine Manufaktur für Brabanter Spitzen und gründete eine daran angeschlossene Industrieschule für Mädchen. Ephraim, der 1790 von Friedrich Wilhelm II. als Informant nach Paris gesandt worden war, wurde nach seiner Rückkehr als Parteigänger der Französischen Revolution diskreditiert und starb nach mehrjähriger Haft in Armut (vgl. Enc. Jud. VI, 810 f.). Auf Papier mit Wasserzeichen "HR". - Faltspuren, das leere Blatt mit Eckabschnitt.
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Los 47 *#
118 Briefe von Jung-Stilling
Jung-Stilling, Briefe an F. R. Salzmann
Jung-Stilling, Johann Heinrich (pietistisch-mystischer Schriftsteller, Augenarzt u. Ökonom; 1740-1817). Sammlung von 118 eigenhändigen Briefen und 1 eigenhändigen Schriftstück, alle mit Unterschrift. Marburg, Baden bei Rastatt (Baden-Baden), Karlsruhe, Rastatt u. Schloss Favorite bei Rastatt, 1799-1812. Verschiedene Oktav- u. Quartformate. Je 1-8 S. (zus. ca. 315), 49 Briefe mit Adresse, oft mit Siegel oder Siegelrest. Gebunden in etwas spät. Hlwd. mit goldgepr. Rtit., Deckel berieben, Kanten etwas bestoßen, Rücken mit kl. Fehlstellen.
Durchgehende Folge von teils sehr umfangreichen, bis zu acht eng beschriebene Seiten umfassende Briefen Jungs an seinen engen Freund Friedrich Rudolph Salzmann (1749-1821) in Straßburg. Der elsässische Theologe und Jurist Salzmann (auch: Saltzmann), nicht zu verwechseln mit seinem aus Goethes "Dichtung und Wahrheit" als "Actuarius" bekannten Vetter Johann Daniel S., war als Journalist und Herausgeber der "Straßburger Zeitung" tätig. Salzmann war Mittelpunkt des literarischen Kreises der "Deutschen Gesellschaft" in Straßburg, er war mit Johann Caspar Lavater, Johann Friedrich Oberlin und Gottlieb Konrad Pfeffel befreundet und verkehrte mit dem jungen Johann Wolfgang von Goethe und Jakob Michael Reinhold Lenz. Seine Freundschaft mit Jung-Stilling währte mehr als sechzehn Jahre. "Wann und wo diese Freundschaft begann, ist nicht auszumachen... Beide kannten die meisten Schriften des jeweils anderen, tauschten sie aus und korrespondierten über sie, durchaus kritisch und mit Differenzen. Jung-Stilling hat Saltzmann wohl mindestens fünf Mal in Straßburg in der Kettengasse 2 besucht: 1806, 1808, 1810, 1811 und 1812 - im Zusammenhang mit Kuren von Jung-Stillings Frau im Elsaß, mit anderen Besuchen und im Zusammenhang mit dem mißglückten Versuch von 1810, den Sohn Friedrich in Straßburg erst eine Lateinschule, dann eine Kaufmannslehre absolvieren zu lassen (wobei Saltzmann anscheinend zu helfen versuchte)" (G. Schwinge, Jung-Stilling als Erbauungsschriftsteller, Göttingen 1994, S. 173 f.).

Aus den Jahren 1801 bis 1810 sind 126 Briefe Salzmanns an Jung-Stilling erhalten, die sich heute in der UB Basel befinden (Nachlass Schwarz, Abt. VII) und in der neueren Forschung ausgewertet wurden (vgl. J. Keller, Le théosoph alsacien Frédéric-Rodolphe Saltzmann, Bern 1985). Von den korrespondierenden Briefen Jung-Stillings an Salzmann waren bisher jedoch nur sechzehn aus den Jahren 1811 bis 1816 (Arch. d. Theol. Fakultät Erlangen) sowie ein kurzer Brief vom 22. Januar 1807 (StuLB Dortmund, Atg.4951) und ein längerer vom 29. Sept. 1811 (UB Münster) bekannt (vgl. Schwinge, Korrespondentenverzeichnis S. 36: "viele andere Briefe an Saltzmann sind verloren gegangen"). Die vorliegende Briefsammlung stellt somit eine wesentliche und der Forschung bisher unbekannte erstrangige Quelle zu einer der wichtigsten Phasen in der Biographie Jung-Stillings dar, in der er unter anderem seine einflussreiche Volkszeitschrift "Der graue Mann" und die "Theorie der Geister-Kunde" publizierte. Sämtliche adressierten Briefe sind an Salzmanns Haus in der Straßburger Kettengasse gerichtet, in dem sich auch die Druckerei und der Verlag von dessen Schwiegersohn Johann Heinrich Silbermann befand. Viele der von Silbermann verlegten Werke wurden von Jung-Stilling im "Grauen Mann" rezensiert und dem Leser wärmstens empfohlen. 

Der erste, zwei Seiten umfassende Brief Jung-Stillings an Salzmann datiert vom 30. Januar 1799, der Empfänger wird hier als "Buchdruker" adressiert und noch recht unpersönlich mit "Verehrungswerther Mann" angesprochen. Aus seiner Marburger Zeit, wo Jung-Stilling bis 1803 als Professor für ökonomische Wissenschaften an der Universität wirkte, sind nur acht Briefe vorhanden. Mit seinem Wechsel in badische Dienste wurde der Kontakt zu Salzmann wesentlich intensiver, aus dem Jahr 1806 liegen sechs Briefe vor, 1807 sind es bereits 27, die oft im Abstand weniger Tage folgen und bis zu acht Seiten umfassen. Die Briefanrede lautet jetzt meist "Mein theuerster und innigst geliebter Bruder", "Mein theuerster und von ganzem Herzen geliebter Bruder im Herrn" oder ähnlich. Neben den eigenen Werken Jung-Stillings und Salzmanns werden auch viele andere erwähnt, darunter Schriften von Madame Guyon, Charles Hector de Marsay und Gerhard Tersteegen. Behandelt werden theologische Fragen, familiäre und persönliche Dinge, erwähnt wird aber auch der Rat einer "sehr guten Freundin", auf bestimmte Zahlen im Lotto zu setzen. Vielfach sind die Briefe mit Salzmanns datiertem Antwortvermerk versehen, so dass sich die Korrespondenz einfach zuordnen lässt. Der letzte Brief der Sammlung stammt vom 27. September 1810 (Salzmanns Antwort erfolgte am 2. Oktober), doch das zeitlich letzte Dokument datiert vom 8. Juli 1812. Es handelt sich hierbei um ein von Jung-Stilling ausgestelltes Rezept für "Augenbalsam nach Bericht zu gebrauchen. Für Herrn Salzmann".

Unterschiedlich gebräunt, meist mit Falt- oder Knitterspuren, Adressblätter oft mit Siegelausschnitt oder -ausriss, einige Briefe durch Tintendurchschlag nur schwer lesbar, ein Brief aus der Bindung gelöst. Insgesamt sehr gut erhalten. - Provenienz: Privatsammlung Göttingen; deutsche Privatsammlung.
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Los 48 *
Schumann, Schriftstück mit Unterschrift
Schumann, Robert (Komponist; 1810-1856). Schriftstück mit eigenhändiger Unterschrift "Dr. Robert Schumann". Dresden, 7. Februar 1847. Quer-schmal-4to (13:22 cm). 1 S. auf 1 Doppelblatt.
Verlängerung des Mietvertrages für die Etagenwohnung in der Großen Reitbahngasse 20 in Dresden, welche Clara und Robert Schumann im September 1846 bezogen hatten. "Unterzeichneter bescheinigt hiermit von dem Herrn Fritsche die erste Etage in Nro 20 große Reitbahngasse aufs Neue von Ostern bis Michaelis 1847 zu dem Preis von 70 Thalern gemiethet zu haben...". - Vertikale Faltspur.
 
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Los 49 *#
Wagner, Briefwechsel mit Sergio Chialamberto
Wagner, Winifred (Schwiegertochter Richard Wagners, Leiterin der Bayreuther Festspiele; 1897-1980). 49 maschinenschriftliche Briefe u. 1 eigenhändiger Brief, alle mit Unterschrift, vielfach mit eigenhändigen Zusätzen u. Korrekturen, sowie 3 gedruckte Briefkarten mit eigenhändiger Anrede, Zusätzen u. Unterschrift. Meist Bayreuth, 1974-1979. Überwiegend 4to (29,5:21 cm), 5 in Qu.-8vo (14,5:21 cm), 1 in 8vo (22,5:17,5 cm). Zusammen mehr als 190 S. Meist auf Briefpapier mit gedrucktem Briefkopf "Siegfried-Wagner-Haus".
Die außergewöhnlich umfangreiche und inhaltsreiche Korrespondenz Winifred Wagners mit ihrem "lieben, jungen Freund" Sergio Chialamberto in Istanbul. Der Briefwechsel beginnt am 13. Dezember 1974 mit einer kurzen Antwort Wagners auf eine Anfrage Chialambertos, den sie noch irrtümlich mit "Herr Sercio" anspricht, über immer länger werdende Briefe an den "Lieben Herrn Chialamberto", bis sie schließlich im Juli 1976 zum Du übergeht und ihre Briefe meist mehrere, oft fünf bis neun Seiten umfassen. Der letzte Brief stammt vom 15. Oktober 1979, am 5. März 1980 starb Winifred Wagner im Krankenhaus von Überlingen. Ihre Briefe sind fast ausschließlich mit Schreibmaschine geschrieben ("ich tippe selbst - daher die vielen Druckfehler!"), jedoch fast immer mit handschriftlichen Korrekturen und vielfach mit kurzen eigenhändigen Ergänzungen versehen.

Wagner schreibt ausführlich über ihre Vergangenheit, besonders über ihr Verhältnis zu Hitler ("kein Mensch wird mich je dazu bringen Adolf Hitler zu verleugnen"), Goebbels und Göring. Sie behandelt Hitlers Verhältnis zu Richard Wagner ("Die Beschäftigung mit Wagners Prosaschriften gaben ihm die Universalität des Wagnerschen Geistes zu erkennen - sein Kampf gegen die Überfremdung der deutschen Bühnen mit ausländischen Komponisten italienischer oder französischer auch natürlich mit jüdischer Herkunft"). Ihre Eindrücke von Goebbels beschreibt sie ausführlich in einem Brief vom 20. März 1978: "Er hatte viel Esprit - war hochgebildet -, ein scharfer Denker - ein beredeter Kritiker - immer logisch denkend und dazu mit einem südlichen Temperament begabt". Göring widmet sie mehrfach lange Passagen ("Er war Kavalier - hatte tadellose Manieren war mit viel Humor begabt... Grausam war Göring keines Weges. Er hat vielen Juden das Leben gerettet"). Die Verantwortung für die Nazi-Verbrechen gibt sie allein Martin Bormann ("Bormann hatte eine merkwürdig beherrschende Stellung bei Hitler und er war massgebend für alles was geschah!"). Wagner berichtet von ihren Begegnungen mit Mussolini ("Mein Eindruck von ihm war immer restlos positiv - er strahlte eine ungeheure Herzenswärme aus und war ein so musischer Mensch, dazu sein 'Römerkopf' und seine stolze Haltung"), ausführliche Erwähnung findet auch ihr Schwager Houston Stewart Chamberlain, aus dessen Feder sie unter anderem einen langen Brief zitiert.

Neben dem Werk Richard Wagners und den Bayreuther Festspielen nehmen auch andere musikalische und literarische Themen breiten Raum ein, Erwähnung finden u.a. Berlioz, Bernstein, Boris Goldstein, Karajan, Richard Strauss und Wagners Adoptivvater, der Liszt-Schüler Karl Klindworth, sowie Gerhart Hauptmann, Thomas Mann ("In Bezug auf seine Emigration weiss ich genau, das Goebbels... vergeblich versucht hat, Thomas Mann dazu zu bewegen in Deutschland zu bleiben") u.v.m. Auch das politische Tagesgeschehen spielt eine Rolle in den Briefen, darunter das Schleyer-Attentat, die Revolution im Iran und die Verhältnisse in der Türkei. Ein fünfseitiger Brief vom 7. September 1975 ist vor allem den Aufnahmen zu Hans-Jürgen Syberbergs aufsehenerregenden Dokumentarfilm "Winifred Wagner und die Geschichte des Hauses Wahnfried" gewidmet. Wagner fühlt sich von dem Regisseur, der auf sie zunächst "einen durchaus herrnmäßigen, anständigen u(n)d gebildeten Eindruck" gemacht hatte, "übel und hinterhältig" behandelt. Die Ausstrahlung der amerikanischen Fernsehserie "Holocaust" im Januar 1979 lehnt sie mit den Worten "von rachelüsternen Juden inspiriert" ab. Der nationalsozialistische Völkermord wird von ihr bis zum Schluss geleugnet: "Die meisten der begabten und intelligenten Juden, die nicht staatsfeindlich sich betätigt haben, sind nach Theresienstadt gebracht worden und dort ist ihnen kein Haar gekrümmt worden - am Schluss des Krieges sind sie alle wohlbehalten entlassen worden" (2. Feb. 1979).

Dem Brief vom 9. Febr. 1979 liegt ein Foto von Winifreds Sohn Wolfgang und seiner Frau Gudrun mit ihrer damals acht Monate alten Tochter Katharina bei, die heute die künstlerische Leitung der Bayreuther Festspiele innehat. Das letzte Stück der Sammlung bildet die an Sergio Chialamberto adressierte Todesanzeige für Winifred Wagner. - Alle Briefe sind in Klarsichthüllen eingelegt und wohlerhalten, zwei Briefe jedoch offensichtlich nicht vollständig.

 
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III. Inkunabeln

Los 50
Boethius, De consolatione
Boethius, A. M. S. De consolatione philosophiae. Mit Kommentar des Pseudo-Thomas de Aquino. Köln, Joh. Koelhoff d. Ä., 1482. Fol. (30:22 cm). Got. Typ. Rubriziert. Mit 1 größeren Initiale in Rot, Blau u. Grün mit Rankenwerk, wenigen Initialen in Rot u. Blau sowie zahlr. eingemalten Initialen in Rot. 202 nn. Bll. (o. d. erste u. letzte weiße). Brauner blindgeprägter Ldr. im alten Stil über Holzdeckeln mit 8 Eckbeschlägen u. 2 Schließen.
Hain-C. 3375; GW 4531; BMC I, 225; Goff B-775; Voulliéme, Köln 261. - Seltene zweite bei Koelhoff gedruckte Ausgabe von Boethius' "Der Trost der Philosophie", in der er seine Vorstellungen zur Ethik und Metaphysik darlegte. - Sorgfältig gereinigtes Exemplar mit vereinzelten Restaurierungen, teilw. noch gering gebräunt u. fleckig. Erstes Blatt mit zwei restaurierten Eckabrissen, oben mit minimaler Buchstabenberührung. Breitrandig und dekorativ gebunden.
Second Cologne edition by Johann Koelhoff. Rubricated, with one 10-line initial supplied in red, blue and green and numerous small initials in red. - Carefully cleaned copy, few restorations, still slight browning and spotting in places. Upper and lower corner of first leaf restored affecting few letters. Lacking the first and last blank. A copy with wide margins bound in attractive blindstamped brown morocco to old style, corner pieces and two clasps.
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Los 51
Breviarium Constantiense. Teil 4
Breviarium Constantiense. (Hrsg. im Auftrag von Otto von Sonnenberg, Bischof von Konstanz). Teil 4 u. 6 (von 6) in 1 Bd. (Straßburg, Johann Grüninger, 1488). Fol. (30,5:21,5 cm). Got. Typ., 2 Kol. Druck in Schwarz und Rot. 274; 31 (st. 32) nn. Bll. Blindgeprägter Schweinsldr. d. Zt. über Holzdeckeln, berieben, gebräunt u. fleckig, neue Vorsätze, Schließen entfernt.
Hain 3826; GW 5321; BMC I, 117; Goff B-1155; Bohatta 203. - Siebte Ausgabe, fast alle beschriebenen Exemplare sind unvollständig. Schöner Druck in Schwarz und Rot. Vorliegender Band enthält Teil 4: "Proprium  de tempore. Pars hiemalis - Proprium de sanctis. Pars hiemalis". Teil 6: "Commune sanctorum". - Teil 4 ist vollständig, Teil 6 fehlt das letzte Blatt mit Holzschnitt. - Teilw. etwas fleckig, stellenweise Wasserränder u. einige Wurmspuren. Lage ac vor Lage ab verbunden, mit entsprechendem alten Vermerk. Ältere hs. Foliierung in der rechten oberen Ecke, 1. Blatt mit Anmerkung im oberen Rand.
Part 4 and 6 (of 6) in one volume. Printed in black and red. - Some spotting and thumbing, partly waterstained, some smaller wormtraces, gathering ac before ab, marginal annotation to first leaf. Lacking the last leaf of part 6. Contemporary blindstamped pigskin over wooden boards, browned and spotted, lacking clasps, new endpapers.
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Los 52
Breydenbach, Peregrinatio Fragment
Breydenbach, B. v. Peregrinatio in terram sanctam. (Fragment). Speyer, Peter Drach, 1490. Fol. (32:22 cm). Got. Typ. mit rot eingemalten Initialen. Mit 2 (statt 7) Holzschnitttafeln und 2 (st. 15) Textholzschn. 80 (st. 120) Bll. Flex. mod. Prgt. unter Verwendung eines alten Manuskripts.
Hain 3957; GW 5076; Goff B-1190; Davies 2. - Fragment der zweiten lateinischen Ausgabe der wohl berühmtesten gedruckten Reisebeschreibung der Inkunabelzeit. Vorhanden sind die Ansichten von Rhodos (in 2 doppelblattgr. Teilen) und Candia (= Heraklion, nur ca. 3/4 der rechten Häfte). Die Textholzschnitte mit Alphabeten.  - Kollation (in Bindefolge): dI1, dII1-2, e1-2, e4-8, f-h 1-8, i1, k1-7, l-n 1-8, p1-3, p5-9, i7, i5, a8. - Marginalien von alter Hand. Durchgehend stärker wasserfleckig, etwas gebräunt und stellenw. stockfl. Die Ansicht von Rhodos mit Randläsuren (rechter Teil knapp beschnitten und oben mit Einriss im Falz), die von Candia ausgeschnitten (Textverlust verso). oRR/Waf
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Los 53
Carcano, Sermonarium de peccatis
Carcano, M. de. Sermonarium de peccatis per adventum et per duas quadragesimas (Sermonarium triplicatum). 2 Tle. in 1 Bd. Basel, Michael Wenssler, 29. Mai 1479. Fol. (42:30 cm). Got. Typ., 2 Kol. Rubriziert, durchgehend eingemalte Lombarden in Rot. 173 nn. Bll. (o.d.1.w.); 99 nn. Bll. (o.d.l.w.). Blindgepr. Schweinsldr. des 16./17. Jh. über Holzdeckeln mit 2 Schließen; gering wurmstichig, etwas fleckig und alte graue Übermalung abgerieben, kl. Restaurierungen, bei der unteren Schließe fehlt 1 Ziernagel.
Hain-C. 4509 (= Hain 4510); GW 6130; BMC III, 726; Goff C-195.  - Zweite Ausgabe der Sammlung von Fastenpredigten, zuerst 1476 in Venedig erschienen. Schöner Druck in Wensslers Type 2:92G und seiner Auszeichnungstype 1b:121G, die ersten sieben Zeilen von Bl. 2 und 176 in Rotdruck. Der franziskanische Prediger Michael de Carcano (1427-1484) spielte eine bedeutende Rolle bei der Entstehung der "Montes pietatis". Bemerkenswert sind seine Predigten auch durch die immer wieder eingestreuten Einschübe in der Volkssprache. - Leicht wurmstichig, wenige kl. Randeinrisse, vereinzelt fleckig. Ränder stellenw. etwas wasserfleckig, vereinzelt bis in den Text, in Tl. 2 ein Bl. insgesamt etwas wasserrandig. Einige Marginalien in brauner Tinte. Fehlen das erste und das letzte w. Blatt.
Provenienz: Aus der Kartause Mauerbach mit schwarzgepr. Stempeln auf dem Vorder- (Heiliger mit Palmzweig) und Rückdeckel (Wappenstempel der Kartause).
Second edition of the lent sermons of the Franciscan preacher Michele Carcano, remarkable for their occasional use of the vernacular. Splendidly printed by Michael Wenssler, the first seven lines of text of fol. 2 and 176 printed in red. Rubricated throughout, initials supplied in red. - Slight worming throughout, occasional small marginal tears or stains. Some mainly marginal waterstaining, affecting text only in places. Some marginalia. Lacking first and final blank. Bound in 16th/17th century blindstamped pigskin over wooden boards with 2 clasps, black embossed stamps of the Carthusian monastery Mauerbach on both covers; some tiny wormstitches, and some stains, remnants of gray overpainting, a few restorations, lower clasp lacking 1 nail.
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Los 54
Carcano, Sermonarium
Carcano, M. de. Sermonarium de poenitentia per adventum et quadragesimam. Venedig, Georgius de Arrivabene, 28. Sept. 1496. 4to (18,5:13 cm). Got. Typ., 2 Kol. 258 num. Bll. Hprgt. d. späteren 19. Jh.
Hain-C. 4507; GW 6132; BMC V, 386; Goff C-197. - Zweite Ausgabe dieser Predigtsammlung des Michael von Mailand. Eine Predigt ist als Heilmittel gegen die Pest gedacht. - Vereinzelt gering fleckig, oberen Rand etwas knapp beschnitten, Foliierung teilw. an- oder abgeschnitten. Titel mit kl. Eckabschnitt.
Second edition. - Minor spotting in places, upper margin slightly trimmed with loss of some leaf numbers. Lower outer corner of the title cut away. Bound in late 19th cent. half vellum.
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Los 55
Cyprianus, Opera
Cyprianus, C. Opera. (Stuttgart, Drucker der Erwählung Maximilians [H 10929], um 1486). Fol. (28:20,5 cm). Got. Typ., 2 Kol. Rubriziert, zahlr. eingemalte Initialen in Blau oder Rot, einige in beiden Farben. 131 nn. Bll. (ohne das erste weiße). Holzdeckelband d. Zt. mit späterem Schweinsldr.-Rücken; Außenkante des Rückdeckels, Schließe u. feste Vorsätze erneuert. In mod. Lwd.-Kassette.
Hain-C. 5895; GW 7887; BMC III, 675; Goff C-1014. - Letzte Inkunabelausgabe der Werke des Kirchenvaters, Märtyrers und Bischofs von Karthago, gegenüber den vorhergehenden Ausgaben des Johannes Andreas de Bossi (zuerst Rom 1471) erweitert und in veränderter Reihenfolge. "Der Herausgeber hat offenbar versucht, den Stoff nach Libelli und Epistolae zu ordnen" (GW). Gleichzeitig einer von nur drei Drucken der einzigen Stuttgarter Offizin der Inkunabelzeit. Neben den Opera Cyprians erschienen in der anonymen Presse nur noch die namengebende Flugschrift von der Erwählung Maximilians zum römisch-deutschen König sowie der kurze "Cursus per totam septimanam". Zur von Geldner u.a. vorgenommenen Identifizierung des unbekannten Erstdruckers von Stuttgart mit dem in den dortigen Steuerlisten um 1486 genannten Hans Schäfer vgl. Amelung I, 364 f. (mit älterer Literatur). Das vorliegende Exemplar mit den im GW genannten Druckfehlern "Ccilij" u. "co(n)fossoris" in der Schlussschrift. - Unterschiedlich gebräunt, zahlr. Bll. mit Marginalien des 16. Jahrhunderts. Aus der Bibliothek des Jesuitenkollegs Mainz, Schlussblatt mit Besitzvermerk, vord. Innendeckel mit dem schönen Donatorenexlibris von Erzbischof Daniel Brendel von Homburg (1523-1582), vgl. hierzu Leiningen-Westerburg, Exlibris 319 f. (mit Abb. einer Variante).
Last incunable edition, one of only three books printed at Stuttgart in the fifteenth century. Apart from our book, BMC lists only the eponymous pamphlet on the coronation of Maximilian as King of the Romans, the third book identified with this press is an undated edition of the "Cursus per totam septimanam." Rubricated throughout, with initials supplied in red and blue. The present copy contains the misprints in the colophon "Ccilij"  and "co(n)fossoris" as recorded by GW. - Some browning, numerous 16th century marginalia, lacking the first blank. Contemporary wooden boards with later pigskin-spine, outer edge of lower cover, pastedowns and clasp renewed. From the library of the Jesuits of Mainz, with ownership inscription at end and armorial bookplate of archbishop-elector Daniel Brendel of Homburg. Housed in a recent cloth box.
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Los 56
Dio Chrysostomus, De Troia non capta
Dio Chrysostomus. De Troia non capta. Trad. Franciscus Philelphus (mit Beig. von Nicolaus Lucarus u. Petrus Maria Camarinus). Cremona, Bernardinus Misinta u. Caesar Parmensis, 22.VII.1492. 4to (21,5:15 cm). 20 nn. Bll. (erstes weiß). Pp. d. späten 19. Jh., stark berieben.
Hain-C. 6184; GW 8370; BMC VII, 956; Goff D-206; nicht bei Schweiger. - Erste Ausgabe der im 1. Jahrhundert nach Christus entstandenen Rede über den Fall Trojas, in der griechischen Originalsprache erst 1551 erschienen. Seltener Druck aus Cremona. - Durchgehender Wasserrand, etwas fleckig, einige alte Randanmerkungen, teilw. im Bund verstärkt, a4 mit kleiner Restaurierung im Rand, Kolophon mit kleiner alter Streichung. Innendeckel mit Besitzvermerken u. Anmerkungen zum Werk. Aus der Bibliothek Steinwachs (Auktion Bern 1934).
First editions, scarce print from Cremona. - Waterstaining, some spotting, few old annotations, small marginal repair to a4, small old cancellation to colophon. Inscriptions to inner covers. Late 19th cent. boards, rubbed.
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Los 57
Vorstufe und Ausgang zu Dürers monumentalen Holzschnitten
Fridolin, Schatzbehalter
Fridolin, S. Schatzbehalter. Nürnberg, Anton Koberger, 18. Nov. 1491. Fol. (32:23 cm). Got. Typ., 2 Spalten. Mit großer illuminierter Eingangsinitiale mit in den Rand auslaufender Akanthusbordüre, alles in Gold und Farben, einer weiteren Eingangsinitiale zur Vorrede in Rot mit Randausläufern sowie 96 (inkl. 5 wiederh.) ganzseitigen Holzschnitten aus der Werkstatt von Michael Wolgemut, sämtlich in altem Kolorit. Durchgehend rubriziert. 352 nn. Bll. (ohne das erste und letzte weiße). Pergamentband des 16. Jhdts. mit mehrfachen Deckelbordüren aus Blindfileten und doppelter oxydierter Goldbordüre aus floralen Motiven sowie je 8 florale Eckstempel, ferner beide Deckel mit geprägten arabisierenden Mittelstücken, flacher Rücken in 6 Feldern mit etwas Verzierung, Goldschnitt.; leicht gebräunt und fingerfleckig, Deckel gering aufgebogen, Vorderkante mit kleinen Bruchstellen.
Hain-C. 14507 (= Hain 6236); GW 10329; BMC II, 434; Goff S-306; Dodgson I, 240 ff.; Fairfax Murray 392; Muther 423; v. Arnim, Slg. Schäfer 134. - Einzige Ausgabe eines der schönsten und bedeutendsten Werke der Inkunabelzeit. Das Andachts- und Erbauungsbuch wurde "auf Veranlassung der Schwestern des Nürnberger Klarissenklosters und ihrer Äbtissin, Caritas Pirckheimer, von Fridolin (1482-1498 Prediger und Beichtvater bei St. Klara) verfaßt und nach Bellm in einer Auflage von ca. 150 Exemplaren gedruckt" (Schäfer). Illustriert mit einer Folge von 96 prachtvollen Holzschnitten von 91 Stöcken, die in der Mehrzahl nachweislich von Michael Wolgemut und Wilhelm Pleydenwurff geschaffen wurden. "Mit ihrer Fülle des bildhaft Dargebotenen bildet sie Vorstufe und Ausgang zu Dürers monumentalen Holzschnitten" (Dürer-Kat. 1971, Nr. 115). "Ein so reich illustrirtes, mit so großen, sorgfältig durchgearbeiteten Holzschnitten versehenes Buch war bis dahin unerhört. Hatte Nürnberg seine Illustrationen seither größtentheils von auswärts her entlehnt; so lieferte es hier ein Buch, das sich den Besten anderswo erschienenen würdig an die Seite setzt" (Muther). Das die Holzschnitte zur Kolorierung vorgesehen waren belegt die gedruckte Koloritanweisung auf Bl. h2 recto zum auf der nächsten Seite folgenden Holzschnitt: "Und wenn man die egenannten Tyer will mit varbe(n) aufstreichen, so sol die kü röt geferbt werden". Entsprechend sind die Kühe auch in zartem Rot koloriert worden. Das Kolorit dürfte im frühen 16. Jahrhundert entstanden sein. - Etwas gebräunt und teilw. fleckig bzw. fingerfleckig, Bl. a2 mit unmerklich restaurierter unterer Ecke, 2 Bll. der Lage r 3-4 und s2 stärker fleckig, ab Lage Y bis Schluss obere Ecke mit etwas stärker werdendem Wasserrand, Lage Dd1-Gg1 unten im weißen Rand mit kleiner Wurmspur, wenige Bll. mit feiner zeitgenöss. Tintennotiz im weißen Rand. - Provenienz: Joseph Dürr (geb. Ausgburg 7. März 1646) Abt von Ursperg (1681-1708) mit seinem gest. Exlibris mit Abtsmütze und -Stab über Wappenschild mit dem Motto "Poloque, Soloque, favente" ; Privatsammlung Deutschland.
Only edition. With 96 full-page woodcuts, including 5 repeats, from the shop of Michael Wolgemut, all coloured in a slightly later early 16th century hand. The Schatzbehalter and the Nuremberg Chronicle (1493) "are the two first important books with original illustrations published at Nuremberg, and with the exception of Breydenbach's Sanctae Peregrinationes (1486) the earliest books printed in Germany of which the woodcuts can be assigned with certainty to a known draughtsman" (Dodgson). - Fine Opening initial in various colours on gilt ground with wide floral border extension on fore margin, fine opening initial to preface in red with extensions to inner margin, 6 line initial in blue and red, rubricated. - Little browning, some staining or fingerstaining and foxing in places, expertly restored lower white corner to leaf a2, stronger staining to 2 ll. of gathering r 3-4 and s2, dampmarking to upper corner of gathering Y till end of volume, small wormtrail to Dd1-Gg1. Very few contemporary ink annotations in a neat hand. Bound in 16th century vellum, blindstamped and gilt. Binding slightly browned and fingerstained, small flaws to vellum of outer edge of upper cover.
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Los 58
Grapaldus, De partibus aedium
Grapaldus, F. M. De partibus aedium. (Parma), Angelus Ugoletus, um 1494. Kl.-4to (19:15 cm). Rom. Typ. Mit Druckerm. 124 nn. Bll. Hldr. des frühen 20. Jh. mit Rvg., in mod. Lwd.-Kassette.
HCR 7868; GW 11331; BMC VII, 945; Goff G-349; Fowler 141; Simon, Bacchica I, 142 & Bibl. Gastr. 789 Anm.; Stillwell, Awakening VI, 846. - Erste Ausgabe, sehr selten. Umfassende Anweisungen zur Einrichtung und Führung eines Haushaltes. "Contains a glossary of terms used in building, gardening, and domestic crafts; and includes an interesting tour of a house, its nursery and library, its fishpond, aviary, and stables. Relates also to architecture and gastronomy" (Stillwell). "This work was an early dictionary and probably the first to include architectural terms" (Fowler). "He describes the various foods and wines to be kept in the house, when and how to serve them, and how to avoid waste and excess" (Simon). - In den Rändern gelegentlich leicht braun- oder fingerfleckig, zahlr. kl. Randrestaurierungen.
Very rare first edition of Grapaldi's famous work on the building, furnishing, and running of the ideal home. - Occasional slight marginal browning and thumbing, numerous minor marginal restorations. Early 20th cent. half-calf, spine gilt, housed in a recent cloth box.
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Los 59
Gregorius IX, Decretales.
Gregorius IX. Decretales. Mit der Glosse des Bernardus Parmensis. Basel, Michael Wenssler, 15. März 1482. Gr.-fol. (43:29 cm). Got. Typ. Mit zahlr. eingemalten Initialen in Rot und Blau, Druckerm. in Rotdruck. 304 nn. Bll. (o.d.1.w.). Ldr. d. späten 19. Jh., Deckel unter Verwendung der blindgeprägten Kalbldr.-Bezüge (wohl Augsburg) d. Zt., diese mit Schab- u. Fehlstellen, Rücken etwas berieben.
Hain-C. 8012; GW 11463; BMC III, 728; Goff G-454. - Vierzehnte Ausgabe, die dritte von Wenssler gedruckte. Prächtiger und großformatiger Druck, zweispaltiger Gesetzestext umgeben von umlaufenden Kommentar des Bernardus Parmensis. Die Titel jeweils in Rot gedruckt. - Stellenweise gebräunt bzw. braun- und feuchtigkeitsrandig, teilw. fleckig, blaue Initialen teilw. verwischt, mehrere Restaurierungen mit vereinzeltem Textverlust. Blatt l2-3 stark fleckig u. mit größeren Restaurierungen mit Textverlust. Erstes Blatt mit Ausschnitt (Miniatur). Vorgebunden 1 aufgezogenes Blatt mit zeitgenössischer Handschrift "Copia Bulle Domini Eugenii De tempore Communicationis...". Aus der Bibliothek Steinwachs (Auktion Bern 1934), Exlibris Bibl. Hammer, sowie weitere.
Fourteenth edition, the third by Wenssler, imperial folio. With numerous initials supplied in red and blue. - Browned and brownstaining, partly spotted, heavier to l2-3. Partly repairs with loss of text to few leaves. Cut out (miniature) to first leaf, lacking the first blank. Blue initials mostly somewhat blurred. Bookplates. Late 19th leather, covers with contemporary blindstamped material (with loss).
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Los 60
Erinnert an Gutenbergs Psaltertype 1457 (Geldner)
Missale Augustanum
Missale Augustanum. (Bamberg bzw. Dillingen), Johann Sensenschmidt, 10. I. 1489. Fol. (41:29 cm). Got. Typ., 2 Kol. Druck in Rot u. Schwarz. Zahlreiche gedruckte größere Initialen in Rot. 6 (st. 8) nn., 313 (st. 316 bzw. 324) Bll. (Kollation s.u.). Schlichter Prgt. d. frühen 20. Jh. über (alten?) Holzdeckeln.
Hain-C. 11259; GW M24229; ISTC im00645450; Weale-Boh. 103; Geldner 33 (in Dillingen gedruckt). - Sehr seltenes Missale. Erste Ausgabe des ersten Augsburger Meßbuches, schöner Druck mit eingedruckten Initalen in Rot. Nach GW sind 15 Exemplare bekannt, davon 9 unvollständig, ISTC verzeichnet 12 Exemplare. Kollation: 6 (st. 8) nn. Bll., vorliegend fehlt das erste weiße sowie das 8. mit einem Holzschnitt verso. Es folgen die num. Bll. 1-138, 12 nn. (mit Noten), num. Bll. 142-298. Vorliegend fehlen hier die Bll. 141 sowie 165-166. 139 u. 140 fehlen ebenfalls, sind aber wohl in der Nummerierung ausgelassen, es ist keine Textlücke erkennbar und im digitalisierten Exemplar der BSB sind sie ebenso nicht vorhanden. GW nennt insgesamt 316 Bll., INKA nennt 324 und zählt einen Kanonteil von 8 Blatt mit, der hier fehlt und auch in keinem anderen aufgeführten Exemplar vorhanden ist.
"Johann Sensenschmidt ist nicht nur der Erstdrucker Nürnbergs und der Gründer der bedeutendsten Bamberger Druckerei des 15. Jahrhunderts, er führte die Buchdruckerkunst, während seiner Bamberger Zeit, auch in Regensburg, Freising und Dillingen ein. Warum man den Druck des ersten Augsburger Meßbuches nicht dem bedeutenden Augsburger Frühdrucker Erhard Ratdolt anvertraute, der 1486 auf Wunsch des Augsburger Bischofs Johann Graf von Werdenberg in seine Vaterstadt zurückgekehrt war, ist nicht ganz klar. Jedenfalls bedeutete es eine außerordentliche Anerkenung für Sensenschmidt, daß die Wahl auf ihn fiel... Von der gerundeten, außerordentlich gefällig wirkenden Missaltype des "Missale Benedictinum" (1481) ist er wieder abgekommen und hat seine zahlreichen Meßbücher seit 1485 wieder mit einer strengen Textura gedruckt... erinnert in ihrer kraftvollen Klarheit an die von Johannes Gutenberg geschaffenen Typen des Mainzer Psalters von 1457" (Geldner S. 44 f.). - Teilw. Wasserränder, teilw. fleckig, 2 Bll. braunfleckig, einige, meist hinterlegte Randläsuren. Die letzten Bll. (293-298) mit ergänzten größeren Eckbeschädigungen, bei den letzten 4 mit Textverlust, dabei auch das Kolophon auf Bl. 295r betroffen. Blatt 271 u. 280 vertauscht. - Aus der Bibliothek Steinwachs (Auktion Bern 1934).
 
Extremely scarce first Augsburg missal, printed in black and red, initials printed in red, ca. 15 copies known, most of them incomplete. - Partly waterstained, spotting in places, some repaired marginal defects, larger to last five leaves, with loss of text to last four leaves, leaf 271 and 280 misbound. Lacking the first blank, last nn. leaf of first gathering (with woodcut verso), numb. leaves 141, 165-166 and probably 8 leaves of a canon. 139 and 140 skipped in numbering. Early 20th cent. vellum.
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Los 61
Nicolaus de Ausmo, Supplementum. Venedig
Nicolaus de Ausmo. Supplementum summae Pisanellae. Venedig, Franz Renner, 1483. 4to (18,5:13 cm). Got. Typ., 2 Kol. Mit eingemalten Initialen in Rot u. Blau. 495 nn. Bll. (das letzte weiß, ohne das erste weiße). Brauner Ldr. im alten Stil über Holzdeckeln mit reicher Blindprägung u. 2 Schließen.
Hain-C. 2165; GW M26263; BMC V, 197; Goff N-75. - Sammlung kanonischer Rechtstexte in Form einer Enzyklopädie. "Der Fortschritt und das Neue des Buches liegt darin, dass es in einem allgemein im Gebrauche befindlichen Werke die juristische Seite eingehender behandelt. Wie sehr es ein Bedürfnis befriedigte, lehrt die grosse Zahl der Ausgaben" (Schulte II, 437). Ohne den letzten und separaten Teil dieser Ausgabe (32 Bll.) mit "Canones poenitentiales fratris Astensis et Consilia Alexandri de Nevo contra Iudaeos foenerantes". - Vereinzelt etwas fleckig, wenige kleine Feuchtigkeitsränder, vereinzelte Anmerkungen u. wenige Rostspuren im Rand. Aufwändig und dekorativ gebunden.
Encyclopedia of canon law, lacking the last and separate part (32 leaves) with Alexander de Nevo's analysis of the Church's view of the Jewish money-lenders. Initial supplied in red and blue. - Some staining and minor dampmarking in places. Few old annotations and few marginal rust stains, lacking the first blank. Attractive blindstamped brown morocco to old style, two clasps.
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Los 62
Petrus de Bergamo, Tabula operum Thomae
Petrus de Bergamo. Tabula operum Thomae Aquinatis. Basel, Bernhard Richel, 4. Dez. 1478. Fol. (32:22 cm). Rom. u. Got. Typ. Erste Zeilen in Rotdruck, am Schluss Druckermarke. Einige später eingemalte Initialen, Eingangsinitiale in Blau u. Rotbraun. 361 Bll. (das erste weiß). Mod. Ldr. unter Verwendung zeitgenössischen Materials, zwei Schließen.
Hain 2818; GW M32083; BMC III, 738; Goff P-452. - Dritte Ausgabe, zuerst 1473 fast zeitgleich in Bologna und Köln erschienen. Alphabetisch geordneter Index zu den Werken des Thomas von Aquin. Schöner und großzügiger Druck aus der dritten Basler Offizin. - Breitrandig. Gereinigt, erste Bll. noch etwas fingerfleckig, vereinzelte Wurmlöcher. Einige Restaurierungen, ergänzte Fehlstellen im weißen Rand, besonders erste u. letzte Blätter. Erstes weißes Blatt angeschmutzt u. mit handschriftlichem Titel in Buntstift, verso alter Vermerk.
Third edition, with some initials supplied in blue and red (mostly later). - Cleaned throughout, still some thumbing to first leaves. Some restorations, especially to first and last leaves, some wormholes in places. First blank soiled, with repaired marginal damage and later ms. title in red. A copy with wide margins bound in recent calf using old material, two clasps.
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Los 63
Petrus Lombardus, Sententiarum. (Bd. 2)
Petrus Lombardus. Sententiarum libri IV. (Mit dem Kommentar des Hl. Bonaventura). Bd. 2 (von 5). (Nürnberg, Anton Koberger, nach dem 2. März, 1491). Fol. (ca. 30:22 cm). Got. Typ. Mit großer Eingangsinitiale "S" in Gold und Farben mit Randausläufer, vereinzelt eingemalte Initialen in Rot. 258 nn. Bll. (o.d.erste u. letzte weiße). Mod. Pp.
Hain-C. 3540; GM M32527; BMC II, 433; Goff P-486. - Erste Ausgabe der Sentenzen mit dem Kommentar des Hl. Bonaventura, hrsg. von J. Beckenhaub, vorliegend Band 2 des Werkes. - Teilw. etwas gebräunt u. fleckig, teilw. Wasserränder, vereinzelte Restaurierungen, Titel angeschmutzt. Hinterer Innendeckel mit eingeklebtem "Restaurierungsbericht" von 1999. Vorderer Innendeckel mit älteren bibliographischen Anmerkungen. Provenienz: Auktion Venator 17 (1957).
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Los 64
Thomas Aquinas, Summa. Teil 3
Thomas Aquinas. Summa theologica. Secunda secunde partis (= Teil 3 von 4). (Nürnberg, A. Koberger, 1496). Fol. (32:22 cm). Got. Typ., 2 Kol. Durchgehend rubriziert in Rot u. Blau, zahlr. kleine eingemalte Initialen in Rot. 274 nn. Bll. Brauner Ldr. über Holzdeckeln im Stil d. Zt. mit reicher Blindprägung, 8 Eckbeschlägen, 2 Mittelstücken u. 2 Schließen.
Hain-C. 1436; GW M46440; BMC II, 441; Goff T-196. - Teil 3 des vollständig mit allen vier Teilen außerordentlich seltenen Koberger-Druckes der Summa. - Stellenweise etwas gebräunt, gering fleckig, wenige kleinere Restaurierungen, Blatt 2 mit ergänztem Eckabriss. Einige alte Randanmerkungen. Der dreizeilige Titel ausgeschnitten u. auf ein zusätzlich eingebundenes weißes Blatt montiert. Sehr aufwändig und dekorativ gebunden.
Rubricated in red and blue, small initials supplied in red. - Some browning and slight spotting in places, few small restorations, restored lower corner to second leaf. Title cut out and newly mounted. Decorative blindstamped calf to contemporary style over wooden boards with brass corner and center pieces, two clasps.
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Los 65
Thomas Aquinas, Summa. Teil 3 & 4 in 1 Bd.
Thomas Aquinas. Summa theologica. Secunda secunde partis (&) tertia pars (= Teil 3 & 4 von 4). Nürnberg, A. Koberger, 1496. Fol. (32,5:23 cm). Got. Typ., 2 Kol. Durchgehend rubriziert und zahlr. kleine eingemale Initialen, beides in Rot und Blau. 273 (statt 274); 176 (l.w.) nn. Bll. Blindgepr. Schweinsldr. d. Zt. über Holzdeckeln aus einer Augsburger Werkstatt; fleckig und berieben, einige kl. Wurmspuren, oberes Kapital abgestoßen, Schließenriemen fehlen.
Hain-C. 1436; GW M46440; BMC II, 441; Goff T 196. - Teil 3 und 4 der Summa. - Streckenweise etwas gebräunt, vereinzelt leicht fleckig oder kl. Farbverwischungen, bei wenigen Bll. kl. Wasserfleck(en) am Blattrand. Ganz vereinzelt kl. Randläsuren, so z.B. Bl. DD8 mit Eckabriss (Papierfehler) und XX5 oben mir Randeinriss bis in den Textrand. Vor allem Tl. 4 stellenw. mit alten Anmerkungen und Unterstreichungen. Fehlt Titel zu Tl. 3 (in Faksimile eingebunden).
Zum Einband vgl. von Arnim, Europ. Einbandkunst 11. - In der Mitte der Deckel Rautenranke und in den Feldern der Ranke das für einen Augsburger Einband typische Granatapfelmuster. - Als hinteres freies Vorsatz ein Einzelblatt aus einer lateinischen Handschrift auf Pergament, 13./14. Jh, eingebunden: Papst Gregorius IX., Decretalen mit Glossa Ordinaria, Liber III, Tit. XXXVIII  (De jure patronatus), Cap. III (ab "viderit ordinandam") bis Cap. XVII (bis "canonicii conferat"). - Vord. Innendeckel mit gest. Wappenexlibris der Fürsten zu Lamberg.
Rubricated and with small initials supplied in red and blue. - Some browning in places, occasional staining or soiling, small marginal waterstain(s) to a few leaves. A few minor marginal tears, for example corner tear to fol. DD8 (natural paper flaw) and marginal tear to XX5 just affecting text. Some marginalia mainly to part 4. Lacking title of part 3 (supplied in facsimile). Overall a fine copy bound in a contemporary Augsburg binding, blindtooled pigskin over wooden boards, somewhat stained and rubbed, some small wormholes, head of spine chipped, clasps lacking straps. - Single sheet from a 13th/14th century Latin manuscript on vellum bound in at rear (Pope Gregory IX., Decretales). Engraved bookplate of the princes of Lamberg to front pastedown.
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Drucke des 16. Jahrhunderts

Los 66
Aesop, Leben und Fabeln
Aesop. Leben und fabeln: mit sampt den fabeln Aniani: Adelfonsi/ und etlichen Schimpffreden Pogii. Darzu ußzüge schöner fabeln un(d) exempeln Doctors Sebastian Brant/ alls klärlich mit schöne(n) figurn un(d) registern ußgestriche(n). Freiburg, J. Faber, 1535. 4to (20:15,5 cm). Mit Titelholzschnitt und zahlr. kleinen Textholzschnitten von Benedikt Kumpt. (Titelholzschnitt monogrammiert "1531 BK"). 12 nn. Bl., CLXXIII (st. CLXXV) num. Bl., 1 nn. Bll. Hprgt. d. 20. Jh.
VD 16, A 549; Goed. I, 441, 3; Bodemann 23.2; HAB, Fabula docet 3 (Ausgabe 1531). - Zweite Ausgabe bei Faber in Freiburg, erstmals 1531. Seltene Fabelausgabe des Aesop mit den von Nagler I, 1915 Benedikt Kumpt zugeschriebenen Holzschnitten. Basis der Ausgabe ist die deutsche Version der Fabeln von dem Straßburger Humanisten J. Adelphus. Enthält neben der Vita Aesops auch Texte aus Avian, Poggio, Bracciolini, Valla etc. - Fleckig bzw. fingerfleckig, etwas gebräunt, einige Randeinrisse. Fehlen die Blätter 172/173.
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Los 67
Claudianus, Opera. Aldus
Aldinen. - Claudianus, C. Opera quam diligentissime castigata. Venedig, Aldus, 1523. (16:10,5 cm). Mit 2 Druckerm. 176 num. Bll. Prgt. d. 19. Jh. mit Rsch., gering berieben u. fleckig, vorderes Innengelenk eingerissen.
EDIT 16, CNCE 12668; IA 140.788; Adams C 2073; Renouard 96, 18; Aldinenslg. SB Berlin 381. - Erste Ausgabe bei Aldus. - Etwas gebräunt, vereinzelt fleckig, wenige kurze Anstreichungen, vereinzelte Feuchtigkeitsränder. Letztes Blatt mit ergänztem Eckabriss. Titel etwas angeschmutzt, mit kleinen Randläsuren u. teilw. rasierten Besitzvermerken.
First Aldine edition. - Some browning and spotting, some dampmarking, few annotations, restored lower corner to last leaf. Titel somewhat soiled, with small marginal defects and partly deleted inscriptions. 19th cent. vellum, front inner hinge cracked.
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Los 68
Orationes, Aldus 1513
Aldinen - Orationes horum rhetorum (graece). Tle. 1 und 2 (von 3) in 1 Bd. Venedig, Aldus und Torresanus, April 1513. Fol. (31,5:21 cm). Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken. 3 Bll., S. 3-197, 1 w. Bl.; 162 (recte 163) S. Mod. Hldr.   
EDIT 16, CNCE 37441; Renouard 60f., 2; Aldinenslg. SB Berlin 188-89. -  Erste Ausgabe und editio princeps der Attischen Redner. Mit dem fast immer fehlenden Blatt mit Bindeanweisung. hinter dem Vorwort von Aldus. - Vereinzelt leicht stockfl., Bl. 1 fingerfl. und mit hinterlegten kleinen Randläsuren, Tl. 2: S.161/162 im Bug und am oberen Rand angerändert, S. 163 aufgezogen. Stellenweise Marginalien von alter Hand, kleiner Sammlerstempel auf Vorsatz und letztem Blatt. Es fehlen die S. 97/98 und 111/112 (Bll. ggg1 und 8), dafür S. 99/100 und 109/110 doppelt eingebunden.
Parts 1 & 2 (of 3) in 1 vol. With 2 printer's devices. - First edition, the editio princeps of most of the Attic orators. -  Slightly foxing in places, Leaf 1 with little restored tears to margin, part 2: page 161/162 on top, page 163 totally mounted, some side notes, lacks pages 97/98 and 111/112, pages 99/100 and 109/110 bound twice. Recent half marocco. 
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Los 69
Tertullianus, Apologeticus
Aldinen. - Tertullianus, Q. S. F. Apologeticus adversus gentes. Venedig, Aldus, 1515. (17:10,5 cm). Mit 2 wiederholt. Druckermarken. 4 nn., 48 num. Bll. Späterer Ldr. , berieben.
Adams L 16; BM, STC Italian 366; Renouard 70; Aldinenslg. SB Berlin 230 (jeweils in Anm.). - Erste Ausgabe bei Aldus, besorgt von Johannes Baptista Egnatius. - Vereinzelt gering fleckig.
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Los 70
Amman, Kunstbüchlin
Amman, J. Kunstbüchlin, darinnen neben Fürbildung vieler, Geistlicher unnd Weltlicher Personen, so dann auch der Türckischen Kayser, allerhandt kunstreiche Stück und Figuren. Jetzund von newem zusammen verfaßt, und an den Tag gegeben. Frankfurt, R. Beatus für J. Feyerabend, 1599. 4to (19:14,5 cm). Mit 293 ganzs. Holzschnitten. 150 nn. Bll. (ohne 2 w. Bll.). Ldr. um 1800 mit etwas Rvg. u. goldgepr. Deckelfileten, Rücken etwas berieben u. oben bestoßen, Gelenke oben eingerissen.
VD 16, A 2302; IA 104.825; Lipperheide Cg 51; Ornamentstichkat. Bln. 4757 z; Andresen I, 400 ff.; Becker 27 d. - Vierte und vollständigste Ausgabe des erstmals 1578 erschienenen Werkes. Das von Feyerabend zusammengestellte Vorlagenbuch für Künstler enthält Porträts, Trachten und Wappen, aber auch Schlitten und Pferde. Die meisten der Holzschnitte wurden bereits in anderen Werken verwendet, 100 wurden eigens für dieses Werk geschnitten. Beiliegen ca. 20 lose Holzschnitte, teilw knapp beschnitten. - Teilw. fingerfleckig; flieg. Vorsatz u. Bl. Hh4 verso mit alten Notizen, recto durchscheinend; Bl. Aa2 rechts angeschnitten u. mit etwas Bildverlust; Bl. Oo3 unten mit überklebter hs. Notiz. Es fehlt das w. Bl. der Vorstücke u. das w. Schlussblatt.
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Los 71
Aristophanes, Veteris comoediae princeps
Aristophanes. Veteris comoediae princeps: poeta longe facetissimus & eloquentissimus. Ed. N. Frischlin. Frankfurt, J. Spies, 1586. (17:11 cm). Mit 2 Druckermarken. 8 nn., 368 num. Bll. Blindgepr. Ldr. d. Zt. über Holzdeckeln; Rücken erneuert, ohne die Schließen.
VD 16, A 3269; IA 107.677; Adams A 1718; Wilhelmi-Seck 82. - Erste Ausgabe in der Bearbeitung des schwäbischen Dichters und Philologen Frischlin, mit dessen Biographie des Aristophanes. Griechisch-lateinische Parallelausgabe. - Gleichmäßig gebräunt, zu Beginn mit kl. Wasserrand; B. 364 mit Verlust von 2 Buchstaben durch kl. Tintenfraß.
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Los 72
Aristoteles, Organum graecolatinum
Aristoteles. Organum. Hoc est, libri omnes ad logicam pertinentes, graece et latine. J. Pacius recensuit. Frankfurt, A. Wechelius Erben, 1598. (17,5:11 cm). Mit Druckermarke u. einigen Textholzschnitten. 8 Bll., 951 S. Prgt. d. Zt. mit hs. Rückentitel, fleckig u. etwas berieben.
VD 16, A 3529; IA 108.764; Schweiger I, 53; vgl. Adams A 1867 (Ausg. 1597). - Bedeutende zweisprachige Ausgabe. Übersetzer, Herausgeber u. Kommentator ist der italienische Jurist u. Theologe Giulio Pace, der als Calvin-Anhänger nach Frankreich u. in die Schweiz ging. "Bedeutender Gelehrter, der sich durch die Herausgabe Aristotel. Schriften einen bleibenden Namen gesichert hat" (Stintzing-L. I, 390). - Gebräunt; stellenw. mit Anstreichungen im Text; Titel oben eingerissen, mit mehreren Besitzstempel sowie entfernten Besitzeinträgen im w. Rand u. hinterlegtem Ausschnitt ohne Textverlust; stellenw. etwas wasserrandig oben.
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Los 73
Devise des armes des Chevaliers
Artus. - La devise des armes, des chevaliers de la table ronde, qui estoient du temps tresrenom(m)e et vertueux Artus roy de la grant Bretaigne. Paris, o. Dr. (F. Regnault), o. J. (um 1525). 16mo (11,5:8,5 cm). Mit 179 (162 altkol.) Wappenholzschnitten im Text. 98 nn. Bll. Flex. Pgt. d. Zt., gebräunt, etwas knittrig, kleinere Abplatzungen im Bezug, Schließbänder fehlen. In mod. Holzkassette.
BM, STC French 32; Brunet II, 661; Brun 169; vgl. Mortimer 167 (Ausgabe Lyon 1590). - Erste Ausgabe, selten. Über die Wappen der Tafelrunde von König Artus. Beginnt mit einer kurzen Einführung in die Geschichte der Heraldik und stellt dann die Ritter der Tafelrunde mit ihren Wappen und Charaktereigenschaften vor, angefangen bei König Artus und Lancelot über Tristan und Hektor bis hin zu den acht anonym gebliebenen Rittern. Nach Brunet erschien das Werk erstmals in dem von Verard gedruckten "Gyron le Courtoys" (ca. 1501; Brunet II, 1840), allerding ohne Wappen. Vorliegend der "Separatdruck" in erster Ausgabe. Weitere Ausgaben erschienen 1559 (Brunet I, 386), eine bei Houic in Paris gedruckte um 1585 sowie eine Lyoner Ausgabe von 1590. - Teilw. fleckig bzw. fingerfleckig, einige Feuchtigkeitsränder, vereinzelte Braunflecken,Titel angeschmutzt u. mit Namenszug Laporte de Pierre und hs. Datierung 1506. c1 mit restauriertem Einriss im oberen Rand. Vorsatz u. letztes Blatt verso mit Kritzelei.
First edition, with the royal arms of France and England and 177 woodcut coat of arms of the knights of the Round Table of which 162 coloured by hand, printed one to a page with explanatory text below. - Some spotting, thumbing and dampmarking, some brownstaining in places. Soiling, old name and annotation to title, few scribblings to fly-leaf and last leaf verso. Contemporary limp vellum, browned and creased, few small defects. In a recent wooden box.
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Los 74
Augustinus, Opera. Bd. 9
Augustinus, A. (Opera). Nona pars librorum divi Aurelii Augustini. Bd. 9 (von 11). (Basel, Amerbach, Petri u. Froben, 1505). Fol. (31,5:22 cm). 236 nn. Bll. Brauner Ldr. im Stil d. Zt. über Holzdeckeln mit reicher Blindprägung u. 2 Schließen.
VD 16, A 4147; IA 110.079. - Bd. 9 der bedeutenden ersten, von 1505-1517 erschienenen Gesamtausgabe. - Sorgfältig gereinigt, durchgehend kleine Wurmlöcher, auf dem Titel hinterlegt, B3 mit kleinem, ergänzten Eckabriss, b1 an den Schluss der Lage gebunden. Titel mit klösterlichem Besitzvermerk von 1726. Aufwändig und dekorativ gebunden.
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Los 75
Biblia germanica. Zürich 1530
Biblia germanica. - (Die gantze Bibel, der Ebraischen und Griechischenn waarheyt nach, auffs das aller treuwlichest verteütschet. Zürich, C. Froschauer, 1530). 8vo (19,5:14 cm). 687 (statt 688) num., 1 (st. 2) nn. Bll. Blindgepr. Schweinsldr. d. Zt. über Holzdeckeln mit ziselierten Messing-Eckbeschlägen u. -mittelstücken; berieben, Schließen u. 1 Eckbeschlag des Rückdeckels fehlen, Rücken unten eingerissen.
VD 16, B 2687 oder 2689; Bibelslg. Württ. LB, E 246 oder 247; Darlow-M. 4195; Vischer C 168 oder 169; Leemann-van Elck, Froschauer 62 u. Bibelslg. 4. - Eine von zwei Varianten, die sich nur durch den (hier fehlenden) Titel unterscheiden. "Die erste, in einem Guß entstandene Gesamtausgabe" (Leemann) der Zürcher Bibel. Noch keine einheitliche Übersetzung, sondern eine Kombination verschiedener Übersetzungen (Luther, Hätzer, Denck, Leo Jud; vgl. Reinitzer in HAB, Biblia deutsch, Nr. 124), durch Zürcher Prediger nach dem Urtext hinsichtlich größerer Wörtlichkeit revidiert. Die vorliegende Ausgabe enthält nur AT, NT und Apokryphen ohne weitere Vorworte und Kommentare. - Etwas gebräunt u. wasserrandig, vereinzelt fleckig, zu Beginn u. gegen Ende kl. Wurmspuren u. Randläsuren, Schlussblatt mit Eckabriss (etwas Textverlust). Hinterer Innendeckel mit zeitgenöss. Kaufvermerk in roter Tinte (dat. 1536). Ausgeschiedene Dublette der Stiftsbibliothek St. Gallen, S. 2 mit altem Besitzvermerk, dort u. auf dem Schlussblatt ovaler Stempel. Es fehlen der Titel u. das letzte Bl. mit Teil des Inhaltsverz. u. der Druckermarke verso.
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Los 76
Biblia germania. NT. Freiburg 1539
Biblia germanica. - Das New Testament. So durch Hieronymum Emser seligen verteutscht. Freiburg, J. Faber, 1539. (17,5:12 cm). Mit Titelholzschnitt, Druckermarke u. einigen Textholzschnitten. 16 (st. 20) nn., 399 (recte 407) num., 3 nn. Bll. Blindgepr. Schweinsldr. d. Zt. über Holzdeckeln mit Monogramm C P u. Datierung 1579, zwei Schließen; etwas gebräunt u. fleckig.
VD 16, B 4424; Bibelslg. Württ. LB, E 309. - Dritte Freiburger Ausgabe, erstmals 1529. Auf Veranlassung Hz. Georgs von Sachsen von Emser besorgt. - Etwas gebräunt u. fleckig, vereinzelte Feuchtigkeitsränder, Titel etwas stärker fleckig. Blatt 147 mit Ausriss im Rand mit Textverlust in der gedruckten Randanmerkung, Titel mit teilw. gelöschtem Stempel. Es fehlen die 4 Bll. "Register uber die Epistlen und Evangelien" am Schluss der Vorstücke. Vorderer Vorsatz u. hinterer Innendeckel alt beschrieben. Vorderer Vorsatz mit Besitzvermerk eines Jacob Sebastian Wepeli(n)g des 16. Jh., vorderer Innendeckel weiterer Besitzvermerk der Zeit.
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Los 77
Biblia germanica. Catholische Bibell. 1607
Biblia germanica. - Catholische Bibell, das ist alle bücher der H. Schrifft, beide Alts und Newen Testaments... trewlich verteutscht durch J. Dietenberger. 2 in 1 Bd. Köln, A. Quentel, 1607. Fol. (38:25 cm). Mit 2 gleichen Holzschnitt-Titelbordüren u. ca. 135 Textholzschnitten in Rollwerksbordüren von Virgil Solis u.a. 22 nn., 555 num., 1 w.; 162 num. Bll. Hldr. d. 19. Jh. mit Resten späterer Beschläge, berieben.
Bibelslg. Württ. LB, E 652. - 30. Auflage der Dietenberger-Bibel, geht auf den Prachtdruck der 7. Aufl. von 1564 zurück, nach der noch die Titelbordüre datiert ist. Die Weltkarte (Bl. 496v) ist ein Abdruck von "Daniel's Dream Map". - Etwas gebräunt u. fingerfleckig, vereinzelt kleine Wurmspuren. Titel stärker fleckig u. wie letztes Blatt mit Hinterlegungen im Rand. Blatt 156 in Teil 2 mit unschönen Hinterlegungen mit etwas Textverlust. Buchblock gegen Ende gebrochen.
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Los 78
Biblia germanica. NT. Zürich 1537
Biblia germanica. - Das gantz nüw Testament recht grundtlich vertütschet. Zürich, C. Froschauer, 1537. (16,5:11 cm). Mit Druckerm. 16 nn., 334 röm. num., 8 nn. Bll. Blindgepr. Schweinsldr. d. Zt. über Holzdeckeln mit 1 Messingschließe (von 2); berieben u. bestoßen, Vorderdeckel lose, Bezug an den Unterecken aufgeplatzt.
VD 16, B 4419 (nur Zürich); Bibelslg. Württ. LB, E 246 (unvollständig); Vischer C 258; nicht bei Darlow-M. - Seltene Taschenausgabe des Neuen Testaments in der Übersetzung der Zürcher Bibel, mit einer Vorrede von Johannes Zwick. - Vereinzelt gering stock- oder fingerfleckig, teilw. etwas wasserrandig, zu Beginn auch braunfleckig, erste Lage gelockert, Titel u. Bl. 8 lose, Titel mit kl. Randläsuren. Innendeckel mit Holzschnitt-Exlibris (Wappen der Familie Kress v. Kressenstein).
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Los 79
"A Typographical Jewel"
Biblia hebraica. Estienne 1544-46. 6 Bde.
Biblia hebraica. 15 (von 17) Tln. in 6 Bdn. (Paris, R. Estienne, 1544-46). 16mo (11,5:7,5 cm). Mit 15 wiederh. Druckerm. Pp. d. 18. Jh. mit goldgepr. rotem Rsch., etwas berieben.
Darlow-M. 5089 Anm.; Mortimer I, 73; Renouard 65, 1; Schreiber 82. - Zweite Ausgabe der hebräischen Bibel bei Estienne, die erste im handlichen Taschenformat. Vollständig in einer neuen, etwas kleineren hebräischen Type gedruckt, lediglich die Titelblätter mit lateinischem Kurztitel. "This 'pocket' Hebrew Bible has always been regarded as one of the most impressive examples of Hebrew printing of the French Renaissance, and inspired in Renouard the most unrestrained admiration: 'Cette petite édition, qu'on dit fort exacte, est vraiment un bijou typographique, et peut-être ce qui a jamais été imprimé de plus beau en langue hébraïque.' The edition is very rare and is seldom found complete and in good condition" (Schreiber). Die querformatige Olivenbaum-Druckermarke Estiennes (Schreiber 9), auf allen Titelblättern wiederholt, erscheint hier zum ersten Mal. - Leicht gebräunt u. vereinzelt etwas fleckig, viele alte Anmerkungen in Tinte, 6 (von 9) w. Bll. vorhanden, teils ebenfalls mit hs. Anmerkungen. Titel zu Tl. 1 mit zwei alt ergänzten Ausschnitten ("Chamischa Chumsche Torah" wurde durch "Bereschit", "Quinque libri legis" durch "Genesis" ersetzt), Titel zu Tl. 9 (Paralipomena) mit ergänztem Eckabriss, erste Bll. von Tl. 13 (Jesaja) mit Wurmspur (teils geringer Buchstabenverlust). Es fehlen Tl. 2 (Exodus) u. 17 (Daniel u. Esra).
15 (of 17) parts, bound in 6 volumes. With Estienne's olive tree device on the tiltle-page of each part. Second Estienne edition of the Hebrew Old Testament, the first in 16mo and printed in a new, smaller Hebrew type. - Light browning, some occasional spotting, numerous old annotations in ink. Title-page of pt. 1 with two small portions excised and replaced in manuscript, title-page of pt. 9 with corner restoration, first leaves of pt. 13 with wormhole (affecting a few letters). Lacking pt. 2 (Exodus) and 18 (Daniel & Esdras). 18th cent. boards with gilt lettered red spine labels, a bit rubbed.
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Los 80
Biblia latina. Paris 1519
Biblia latina. - Biblia com summariorum apparatu pleno quadruplicique repertorio insignita. Paris, Jean Prevel für E. und G. de Marnef, 1519. (15,5:11 cm). Mit Verlegermarke, blattgr.Textholzschnitt nach G. Leroy, 3 kl. Textholzschnitten und zahlr. Initialen. Titel rot und schwarz gedruckt. 28 nn., 477 (statt 480) num., 14 (d.l.w.) nn. Bll.  Prgt. d. Zt. mit hs. Rtit., fleckig, Rücken etwas knitterig,hinteres Innengelenk gebrochen.
Bibelslg. Württ. LB, D 278 (Variante mit Verlegermarke von Jean Petit). - Seltene Pariser Bibel. Der Holzschnitt von G. Leroy zeigt die sechs Schöpfungstage in Einzelbildern und stammt aus der Bibel von J. Mareschal, Lyon 1514 (Abb. bei Baudrier XI, 448). Teilweise wasserrandig, stock- und fingerfleckig, einige Bll. mit kl. Einrissen, vereinzelt Anmerkungen von alter Hand (auch auf dem ganzseit. Holzschnitt). Es fehlen die Bll. 426, 427 und 441. oRR./Waf.
 
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Los 81
Boccaccio, Il Decamerone
Boccaccio, G. Il Decamerone. Di nuovo riformato da Luigi Groto. Et con le dichiarationi avertimenti, et un vocabulario fatto da G. Ruscelli. Venedig, Fabio & Zoppini, 1590. Kl.-4to (22:16,5 cm). Mit Holzschn.-Druckermarke, Holzschn.-Porträt, 10 fast ganzs. Textholzschn. u. zahlr. tls. figürlichen Initialen. 4 Bll., 544 S., 44 Bll. Neuerer Hprgt. unter Verwendung alten Materials.
IA 120.428. - Schöner Druck der illustrierten und kommentierten Ausgabe mit dem umfangreichen "Vocabolario generale di tutte le voci usate dal Boccaccio" von G. Ruscelli. - Etwas gebräunt, tls. mit Wasserrand, Titel mit alten Besitzeinträgen, kl. Monogrammstempel u. Stempelrest.
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Los 82
Boemus, Omnium gentium mores
Boemus, J. Omnium gentium mores, leges et ritus. Antwerpen, J. Withag, 1571. Kl.-8vo (12,5:8 cm). Mit Holzschnitt-Titelbordüre. 486 S., 21 Bll. Mod. Ldr. mit goldgepr. Rtit, gering berieben.
IA 120.963; Adams B 2270; Palau 31247. - Vielaufgelegtes Werk des "Vaters der wissenschaftlichen Volkskunde" (NDB II, 403), erstmals 1520 erschienen. - Gebräunt, Titel und einige Bll. mit kl. Randläsuren.
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Los 83
Bonifacio de Ceva, Viatice excursiones
Bonifacio (Bonifacius) de Ceva. Viatice excursiones ad ... Johannis Gozthon ... instantiam ... edite. Paris, J. Petit, 1518. 4to (20:14,5 cm). Mit Verlegermarke u. 2 Textholzschnitten. 4 nn., 88 röm. num. Bll. Hldr. d. späten 19. Jh.
IA 122.054 (irrige Kollation); Adams C 1297 (fehlt A4 mit den Holzschnitten). - Zweite Ausgabe, selten. Mit Ecce-Homo- und Kreuzigungsholzschnitt. - 1 Holzschnitt etwas fleckig, 2 Bll. mit Randausriss, Titel mit altem Besitzvermerk u. ergänztem Randausschnitt.
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Los 84
Breydenbach, Peregrinatio
Breydenbach, B. v. Peregrinatio in terram sanctam. Speyer, Peter Drach, 1502. Fol. (31:22,5 cm). Mit Front. in Holzschnitt und 12 Textholzschn. 70 (st. 100) nn. Bll. Blindgepr. Ldr. d. späten 19. Jh. mit goldgepr. Rtit. und Steh- und Innenkantenfileten, Kanten und Gelenke berieben, in mod. Lwd.-Schuber.
VD 16, B 8258; IA 124.179; Davies III; Fairfax Murray 94. - Dritte lateinische Ausgabe, die zweite bei Peter Drach. Mit den Holzschnitten nach der Originalausgabe von 1486, der blattgr. Holzschnitt vom Originaldruckstock gedruckt (seit 1490 im Besitz von Peter Drach).  Die Textholzschnitte zeigen das Heilige Grab und verschiedene Bevölkerungsgruppen (5) sowie Alphabete (6). Bl. e1 hier (wie bei D. und F. M.) ohne Signatur, im VD 16 Varianten mit Signatur "e". - Mit zeitgenössischen Anstreichungen und Marginalien. Etwas gebräunt, finger- und stockfl., letzte 9 Bll. unten wasserrandig, der blattgr. Holzschnitt unten und im Falz fachgerecht angerändert, im Bug minimaler Rahmenverlust. Es fehlen die doppelblattgr. bzw. gefalteten Ansichten (= 30 Bll.: b-d1-8 und 6 ohne Signatur). oRR.
Third Latin edition, the second by Peter Drach. - Lacking all double-page or folded views (= 30 leaves). - Some spotting and thumbing, lower margin of the last 9 leaves some waterstaining, marginal restoration to full-page woodcut, few old annotations and underlinings. Bound in late 19th cent. morocco, extremities somewhat rubbed. Sold waf.
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Los 85
Budaeus, De asse et partibus eius u. Beibde.
Budaeus (Budé), G. De asse et partibus eius, libri quinque... nuper recogniti et ampliores facti, a furtoque vindicati. Eiusdem de Asse et partibus eius, breviarium. Köln, J. Soter, 1528. (15,5:10 cm). Mit 1 Holzschnitt-Bordüre, 7 figürl. Initialen und 2 Druckermarken, alles von A. Woensam. 16 Bll., 679 S., 4 Bll. - 2 Werke beigebunden (s.u.). Ldr. d. 17. Jh. mit Rsch., beschabt, Rücken etwas rissig und hint. Gelenk oben mit kl. Einriss, Vorsatzpapier im hint. Innendeckel fehlt, freie stark beschnitten.
VD 16, B 9080; IA 126.683; Adams B 3104. - Berühmtes Werk des bedeutendsten Gräzisten seiner Zeit über Maße und Münzen der Alten, erstmals 1515 bei Badius Ascensius erschienen. "Budé was the most influential of the French humanistic scholars at the beginning of the sixteenth century. He made his mark with a treatise on ancient coinage and measures, which was the major authority for years to come" (PMM 60). Mit schönem Holzschnitt-Buchschmuck von Anton Woensam: 2 Druckermarken mit dem kabbalistischen Zeichen Soters (Merlo 512 u. 513), Initialen aus den Kinderalphabeten (M. 541 u. 542) und eine Titeleinfassung zum angehängten "Breviarium" (M. 438). - Stellenw. Tintennotizen und Anstreichungen von alter Hand, auch auf dem Titel. S. 96 mit kl. Fehlabdruck in der unteren Außenecke, S. 329/330 ebenda mit kl. Papierfehlstelle, vereinzelt kl. Randläsuren, am Schluss Ränder etwas wasserfleckig. - Angebunden: 1. Ders. De studio literarum recte et commode instituendo... Item eiusdem de philologia Lib. II. Basel, J. Walder, 1533.  2 Bll. (l.w.), 248 S., 1 Bl. - VD 16, B 9106; IA 126.704; Adams B 3125. - Dem französ. König und zwei seiner Söhne gewidmete philologische Traktate. - Stellenw. etwas angeschmutzt, S. 240/241 stark (einzelne Worte z.T. nicht lesbar); Ränder teilw. etwas wasserfleckig; S. 131-134 vor S. 127 und S. 139-142 vor S. 135 verbunden. Titel stark angestaubt und mit Tintenanm., mit Schab- und 1 hinterlegten Fehlstelle neu eingehängt. - 2. A. Alciati. Libellus, de ponderibus et mensuris. Item Budaei quaedam de eadem re, adhuc non visa. Item Ph. Melanchthonis, de ijsdem, ad Germanorum usum, sententia. Alciati quoq; et Philippi Melanchthonis, in laudem Iuris Civilis, orationes duae elegantißimae. Hagenau, J. Setzer, Okt. 1530. 48 nn. Bll. - VD 16, B 9104; IA 102.874; Adams A 588. - Titel u. letzte S. angestaubt, fast durchgängig wasser- und vereinzelt auch sporenfleckig.
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Los 86
Michelangelo Buonarroti, Rime.
Michelangelo Buonarroti. Rime. Raccolte da Michelagnolo suo nipote. Florenz, Giunta, 1623. Kl.-4to (22:15,5 cm). 6 Bll., 87 S. Späterer Pp., fleckig u. berieben. 
BL, 17th cent. Ital. Books 162; Brunet I, 1394; Bassano 248; Parenti 108. - Erste Ausgabe. "Obwohl sich Michelangelo selbst in erster Linie als Bildhauer und Maler verstand und seine Gedichte nur nebenbei verfasste, dürfen diese als einer der Höhepunkte der italienischen Lyrik des Cinquecento gelten" (KNLL III, 372). - Teilw. fleckig bzw. stockfleckig, etwas gebräunt, vereinzelte Feuchtigkeitsränder. Letztes Bl. mit ergänztem Ausriss im oberen Rand unter Verlust der Überschrift und Paginierung.
First edition. - Foxed and partly stained, somewhat browned, dampmarking in places. Restored marginal defect to last leaf with loss of the headline and page number. Later boards, rubbed and stained.
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Los 87
Burgkmair, Images de Saints
Burgkmair, H. Images de Saints et Saintes issus de la famille de l'Empereur Maximilien I. Wien, Stöckl, 1799. Fol. (39,5:29 cm). Mit 119 Holzschnittafeln von Leonhard Beck (118) und Hans Springinklee nach Hans Burgkmair. 11 S. Mod. Hldr.
Dodgson II, 126, 9; Fairfax Murray 53; Hollstein V, 622; Lipperheide Oc 4. - Erste vollständige Ausgabe. Wie der "Weißkunig" von Kaiser Maximilian in Auftrag gegeben und auch mit ähnlicher Editionsgeschichte. Im 15. Jahrhundert erschien nur eine Teilausgabe in kleinster Auflage, der den Darstellungen zu Grunde liegende Text von Jacob Mennel wurde wegen des Todes des Kaisers nicht mehr gedruckt. Die Holzstöcke wurden Ende des 18. Jahrhunderts von Bartsch wiederentdeckt, der auch die Neuausgabe veranlasste. Von den ursprünglich 123 Stöcken waren noch 121 erhalten, 2 allerdings so beschädigt, dass sie für den Druck keine Verwendung mehr fanden, Taf. 19 wurde trotz einer kleinen Beschädigung benutzt. Der überwiegende Teil der schönen Tafeln wurde von L. Beck geschnitten, Nr. 43 (monogrammiert HSK) von H. Springinklee. - Leicht gebräunt und vor allem in den Rändern etwas stockfleckig, Titel und Text insgesamt stärker. Vord. freies Vorsatz geknittert. Breitrandig.
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Los 88
Casmann, Rhetoricae tropologiae
Casmann, O. Rhetoricae tropologiae. Frankfurt, Z. Palthenius, 1600. (16,5:10 cm). Mit Druckermarke. 4 Bll., 331 S. - Angebunden: P. Ramus. Dialecticae lib. duo. Ebenda, 1600. Mit Druckermarke. 3 Bll., 103 S., 1 Bl. Späterer rotbrauner Ldr. mit Rvg., goldgepr. Deckelfileten, Goldschnitt u. Rsch., etwas berieben, Rücken verblasst, Vorderdeckel mit kleiner Wurmspur.
I. VD 16, ZV 3112. - Erste Ausgabe. "C. ist nicht ohne Verdienste um Logik, Psychologie, Moral und Politik und namentlich seine Arbeit über die empirische Psychologie verdient in Erinnerung gehalten zu werden" (ADB IV, 54). - Titel leicht fleckig u. mit Namenszug Andreas Nicolai. - II. VD 16, ZV 9446. - Spätere Ausgabe des Werkes des Humanisten; erstmals 1555 auf französisch erschienen. Der Verfasser Petrus Ramus, welcher 1562 sich zum Calvinismus bekannte, wurde Opfer der Bartholomäusnacht. - Insg. leicht gebräunt. 
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Los 89
Cassianus, Opus Johannis eremite
Cassianus, J. Opus Johan(n)is eremite, qui et Cassianus dicitur, de Institutis cenobiorum: Origine, causis et remediis vitiorum. Lyon, S. Bevilaqua, 1516. (14,5:10 cm). 280 nn. Bll. (16. weiß). Flex. Pgt. d. Zt., berieben u. knittrig, restaurierte Fehlstellen.
IA 133.202; Baudrier II, 20 (nach Panzer). - Sehr seltene Ausgabe. - Etwas gebräunt, stellenweise etwas braun- u. feuchtigkeitsrandig, Titel fleckig u. mit kurzer Anmerkung im oberen Rand, Bl. 2 im oberen Rand mit kl. Fehl- u. Rasustelle.
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Los 90
Katharina von Siena, Obra de las epistolas
Catharina Senesis (Katharina von Siena). Obra de las epístolas y oraciones de la bienaventurada virgen sancta Catherina de Sena de la orden de los predicadores. Las quales fueron traduzidas del toscano en nuestra lengua castellana por mandado del... Cardenal d’España Arçobispo de la sancta yglesia de Toledo &c. Alcalá de Henares, A. G. de Brocar, 1512. Fol. (29:20,5 cm). Mit Wappenholzschnitt auf dem Titel. 24 nn., 318 num., 1 nn. Bll. (o.d.l.w.). Ldr. d. 19. Jh. mit etwas Vergoldung u. zwei Rückenschildern, teilw. berieben, Innengelenke eingerissen.
IA 134.027; Palau 297.779; Norton 15; Salvá 3999. - Erste spanische Ausgabe der Werke der Heiligen Katharina von Siena. "Esta es una de las obras mejor impresas por Brocar, y por consiguiente una de las mas bellas muestras de la tipografia  espagnola de siglo XVI" (Salvá). Titel mit dem Wappen von Jiménez de Cisneros, seit 1495 Erzbischof von Toledo und Großinquisitor. - Teilw. gebräunt, stellenweise fingerfleckig, vereinzelt etwas fleckig, erste u. letztes Bll. mit vereinzelten Wurmspuren, sonst vereinzelte Wurmlöcher, letztes Blatt mit zwei Hinterlegungen. Aus der Bibliothek Steinwachs (Auktion Bern 1934).
First edition in Spanish. With large woodcut coat of arms on title and printer's device. - Some browning and thumbing, some spotting in places, few wormholes throughout, wormtraces to first and last leaf, two repairs to last leaf. Bound in 19th cent. calf, somewhat gilt, labels, partly rubbed, innner hinges cracked.
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Los 91
Chronica. Augsburg 1531
Chronica. Darinn auffs kürtzest werden begriffen, die Namhafftigsten geschichten, so sich under allen Kaysern, von der geburt Christ auff das M.D.XXXI Jar verlauffen haben. Augsburg, Ph. Ulhart, (1531). 4to (21:15 cm). Mit Holzschnitt-Titelbordüre. 78 nn. Bll. Pp. d. 19. Jh., Kanten u. Rücken teilw. berieben.
VD 16, C 2457. - Frühe Ausgabe dieser Chronik, mit zahlreichen Bezügen zur Augsburger Geschichte. - Teilw. fleckig bzw. fingerfleckig, vereinzelt etwas angeschmutzt, wenige kleine Wurmspuren im Rand.
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Los 92
Cicero, Epistolae
Cicero, M. T. Epistolae ad Atticum, ad Brutum, et ad Q. Fratrem. Editio ad Manutianam & Brutinam conformata. Frankfurt, A. Wechel Erben, C. de Marne & J. Aubry, 1599. (17,5:10,5 cm). Mit Titelholzschnittvign. 547 S. Ldr. d. Zt. mit reicher Rvg., reicher Goldprägung auf beiden Deckeln sowie gepunztem und bemalten Goldschnitt, dieser stark abgegriffen; teilw. wurmstichig, Kapitale mit Fehlstellen, Vordergelenk oben eingerissen, Schließbänder.
IA 140.053; VD 16, C 3019. - Etwas wasserrandig u. stockfleckig; erste u. letzte Bll. mit kleineren Wurmspuren; Titel etwas fleckig; hint. flieg. Bll. angeschmutzt; Vorsatz mit alter Notiz. 
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Los 93
Corvinus, (Postilla)
Corvinus, A. (Postilla oder Auslegung aller Sontags Evangelien und Episteln). Teil 2-3 von 3 in 1 Bd. Wittenberg, G. Rhau, 1560-61. Fol. (33:21,5 cm). Mit zahlr. Textholzschnitten (4 koloriert), teilw. von Lukas Cranach. 1 nn., 92 num., 3 nn.; 69 (st. 70) num., 2 nn Bll. Holzdeckelbd. im Stil d. Zt. mit blindgeprägtem Ldr.-Rücken, 2 Schließen.
VD 16, C 5357; IA 145.592; Geisenhof 82. - "Die Ausgabe ist ein Abdruck der großen hochdeutschen Postille vom Jahr 1539 mit den Passionsdarstellungen von Lucas Cranach" (G.). - Gebräunt, vereinzelt fleckig, wenige kleine Restaurierungen, Bl. 56 in Teil 3 im Bund verstärkt, es fehlt Bl. 62 u. 65 in Teil 3 u. der komplette Teil 1. oRR/Waf.
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Los 94
(Custos/Henning), Tirolensium
(Custos, D. & M. Henning). Tirolensium principum comitum. Der Gefürsten Grafen zu Tyrol. Von Anno 1229. biß Anno 1600. Eigentliche Contrafacturen. Sampt Historischer Beschreibung auß hievor außgangnem Latein durch dessen Autorn verteutscht. Augsburg, J. Schultes für D. Custos, 1599. Fol. (30,5:20,5 cm). Mit gest. Titel mit Bordüre, weitere gest. Bordüre verso, 2 gr. Textkupfern (Wappen u. Karte) u. 28 Porträtkupfern. 38 nn. Bll. (inkl. gest. Titel). Neu aufgebundener u. restaurierter Prgt. d. Zt.
VD 16, H 1933 (unter Henning); Hollstein VI, 183, 66; vgl. Lipperheide Ea 6 (A. 1623). - Erste deutsche Ausgabe. Porträtgalerie der Tiroler Grafen bis Kaiser Rudolf II. Das große Textkupfer mit Karte (Tomasi 126) zum Bergbau auf Tiroler Gebiet, darüber Bergbauszene u. Wappen. Der typographisch gesetzte deutsche Titel, der üblicherweise über das Oval des Kupfertitels montiert wurde, ist hier auf das vordere Vorsatzblatt geklebt. - Vereinzelt etwas fleckig. Letztes Blatt mit minimalen Wurmspuren. Titel im unteren Rand alter Namenszug Georg Christoph von Kirchheim, im oberen Rand gestrichener Besitzvermerk, im hinteren Innendeckel Besitzvermerk aus Anhausen (1600), im vorderen Innendeckel weiterer Besitzvermerk.
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Los 95
Cyrillus, Opera omnia
Cyrillus Alexandrinus. Opera omnia, praeter omnes omnium editiones virorum doctorum studio emaculata & aucta. Additis quibusdam opusculis per Gentianum Hervetum recens e graceo (in latinum) conversis. 2 in 1 Bd. Paris, M. Sonnius, 1572. Fol. (39,5:27 cm). 4 Bll., 1074 Sp.; 762 Sp., 26 Bll. Mod. Hldr. mit blindgeprägtem Rücken.
 
IA 149.173; Adams C 3170. - Schön gedruckte lateinische Ausgabe der Werke des Kirchenvaters. - Teilw. etwas gebräunt u. stockfleckig, vereinzelt alte Anmerkungen u. Unterstreichungen, wenige minimale Wurmspuren. Titel im Bund verstärkt.
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Los 96
Diogenes Laertius, De vita et moribus
Diogenes Laertius. De vita et moribus philosophorum libri X. Lyon, Gryphius Erben, 1561. 16mo (13:8,5 cm). 670 S., 12 Bll. Flex. Prgt. d. Zt. mit hs. Rückentitel, fleckig, Vorderdeckel mit kleineren Bezugsfehlstellen.
IA 153.825; Adams D 487. - Erstmals 1524 in Basel erschienen. - Gebräunt u. stockfleckig, teilw. wasserrandig; Titel mit altem Namenszug.
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Los 97
Du Fouilloux, La venerie
Du Fouilloux, J. La Venerie. Avec plusieurs receptes & remedes pour guerir les chiens de diverses maladies. Paris, Galiot du Pré, 1573. 4to (24,5:17 cm). Mit gr. Druckerm. auf dem Titel, ganzs. Holzschn. Titel verso, Portr. König Karls IX. u. 56 (3 ganzs.) Textholzschn. sowie einigen Noten im Text. 136 num., 4 nn. Bll. Prgt. d. Zt. mit Deckel- u. Rückenverg.; etwas fleckig, Rückdeckel mit hinterlegter kl. Fehlstelle am Mittelstück, restauriert u. mit neuen Vorsätzen.
Souhart 150; Thiébaud 299; vgl. Schwerdt I, 153 (4. u. 6. Ausg., vorliegende nur in der Anm. erwähnt). - Sehr seltene fünfte Ausgabe des schönsten französischen Jagdbuches der Renaissance, erstmals um die "extrait de Phoebus" vermehrt. "Éd. aussi belle que celles de Poitiers; elles est extrêmement rare" (Thiébaud). Die schönen, meist halbseitigen (3 blattgroßen) Holzschnitte mit Jagdszenen mit Hunden und jagdbaren Tieren und Trophäen. Bll. 61-65 Jagdlieder mit Noten, Bl. 97 ff. Rezepte gegen Krankheiten der Hunde. Der blattgroße Holzschnitt auf der Titelrückseite zeigt die Übergabe des Werkes durch den Autor an den König. - Am Schluss zusätzlich 2 Bll. "Tables des sommaires des chapitres" aus einer anderen Ausgabe beigebunden. - Gereinigt, immer noch leicht gebräunt u. vereinzelt gering fleckig, Bll. Z2-3 u. die 6 Schlussbll. (inkl. der beiden zusätzl.) unten angerändert. Aus der Jagdbibliothek Kurt Lindner (Exlibris Bibliotheca Tiliana, kl. Stempel Titel u. Schlussbl. verso), Zisska & Kistner Auktion 41/I (2003), Nr. 636.
Fifth edition, extremely rare and not in the Schwerdt collection, but "praised by Pressac as well executed" (Schwerdt), the first to include an extract from Phébus. With large woodcut device on title, fullpage woodcut of the author presenting his work to the king on verso, portrait of Charles IX and 56 (53 half-page, 3 full-page) fine woodcuts in the text. - With 2 additional leaves "Tables des sommaires" at end which were produced for a different edition. - A washed copy, still some light browning and occasional minor spotting, Z2-3 and final 6 leaves shorter and extended in lower margin. Contemporary vellum gilt, slightly soiled, small repair to centrepiece on lower cover, restored, new endleaves. From the collection of K. Lindner (Bibliotheca Tiliana), bookplate and stamp on verso of title-page and at end.
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Los 98
Dürer, Underweysung der Messung
Dürer, A. UNderweysung der messung, mit dem zirckel un(d) richtscheyt, in Linien ebnen unnd gantzen corporen... in truck gebracht, im jar. M.D.XXv. Nürnberg, (Hieronymus Andreae), 1525. Fol. (30,5:21 cm). Mit zahlr. tlw. ganzseit. Holzschn.-Figuren im Text sowie 2 etwa halbseitigen figürl. Holzschnitten von A. Dürer. 86 (statt 90) nn. Bll. Mod. Prgt. in Pp.-Schuber.
VD 16, D 2857; PMM 54; Bohatta 1; Meder XXVI, 1A; Schoch/Mende/Scherbaum 274; Dodgson I, 265; Ornamentstichkat. Berlin 4607; DSB IV, 259 f. - Erste Ausgabe, hier im frühesten Druckzustand mit Angabe von Druckort u. -jahr am Schluss, Untertitel mit den bei Bohatta genannten Merkmalen 1 b. "This book was the first of the theoretical writings on art which Albrecht Dürer composed towards the end of his life. Its immediate object was to explain the application of practical geometry to drawing and painting and to teach the principles of perspective" (PMM). "Eine einzigartige Mischung aus elementaren Irrtümern und genialen, zum Teil der allgemeinen Entwicklung der Mathematik weit vorauseilenden Ideen" (Schreiber in Schoch). Viele berühmte Mathematiker, darunter Nicolo Tartaglia, Christoph Clavius, Paul Guldin, Johannes Kepler und später Heinrich Lambert haben sich auf dieses Werk bezogen. Mit den beiden montierten Holzschnitt-Korrekturen auf Bl. C5v u. K1r. Am Schluss die großen figürlichen Holzschnitte "Zeichner des sitzenden Mannes" u. "Zeichner der Laute" (Meder 268-269), letzterer AD monogrammiert u. 1525 datiert. - Insgesamt gereinig, teilw. immer noch etwas fleckig, H6 angeschmutzt, 3 Bll. mit sauberen Federzeichnungen von alter Hand. Es fehlen die Blätter M3-4, M6 (in Faksimile auf altem Papier ergänzt) u. Q4 (weiß); ferner die beiden Einschlagstreifen zu den Holzschnitten auf P4 verso u. Q1 recto (ebenfalls ergänzt) u. der Klebezettel zur Berichtigung des Holzschnitts auf C5 verso (der auf K1 recto ist vorhanden).
First edition, first issue (Meder A resp. Bohatta 1). With 2 large woodcuts of artists and numerous partly full-page woodcuts of geometrical diagrams, designs, and lettering; diagrams on C5v and K1r printed on pasted-in cancel slips. - Carefully cleaned and still somewhat stained, H6 soiled. Lacking M3-4 and M6 (all supplied in facsimile) and Q4 (blank) as well as mounted correction to illustration on C5 and extensions to woodcuts on P4v and Q1r (supplied). Recently bound in full vellum.
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Los 99
Eder, Mataeologia haereticorum
Eder, G. Mataeologia haereticorum sive summa haereticarum fabularum. Ingolstadt, D. Sartorius, 1581. (16,5:11,5 cm). 24 Bll., 296 S., 3 Bll. Flex. schwarz- und goldgeprägt. Prgt. d. Zt. mit gepunztem Goldschnitt, Rücken etwas gedunkelt, Bänder erneuert.
VD 16, E 542; Stalla 1434. - Erste Ausgabe. Nach Stichworten alphabetisch geordneter Ketzerkatalog, von "Absolutio" (Novatianer) bis "Usurae" (Albigenser). - Vor allem am Oberrand etwas braun- und stellenw. auch etwas sporenfleckig. Kl. Wurmgang fast durchgehend im w. Ober- und Unterrand. S. 229/230 mit ergänztem Eckabriss.
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Los 100
Brauner Kalblederband mit Wappensupralibros über Irenaeus
Einbände. - Frankreich. - Brauner Kalblederband mit 2 Schließen. Auf den Deckeln mittig schräggeteiltes Wappenschild in runder Einfassung: vorn mit 2 Löwenköpfen und den Buchstaben "A L", auf dem Hinterdeckel in den Farben Grün und Blau ausgemalt und mit "IF OC"; jeweils umgeben von Goldfileten mit Eckfleurons. 5 Rückenfelder mit goldgepr. kl. Fleur-de-Lys. Goldschnitt. Frankreich, um 1550. (170:110 cm).
Leicht berieben und mit einigen Schabstellen, vereinzelt Fleckchen, Gelenke gebrochen. - Inhalt: Irenäus von Lyon. Contra haereses... in quinque libros digestum... ex vetustissimorum codicum collatione quantum licuit emendatum. Paris, A. Jurien für V. Gaultherot, 1545. 8 Bll., 486 (statt 496) S. - Adams I 152. - Etwas gebräunt, vereinzelt etwas fleckig. Titel und einzelne Seiten mit extensiven Streichungen und Notizen in Tinte. Fehlen S. 1-8 und 433-34. Durchgehend in Rot rubriziert.
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Los 101
Brauner Lederband über Hippokrates
Einbände. - Frankreich. - Hellbrauner Kalblederband mit reicher Vergoldung. Beide Deckel mit großer Rollwerkkartusche, in den Ecken jeweils arabeske Zierstücke, Grund mit feinem Blüten-Semé; alles eingefasst von Goldfileten. Rückenfelder mit kl. Blattstempeln und ornamentaler Verzierung der Bünde. Goldschnitt, an den Ecken gepunzt. Frankreich, Mitte 16. Jh. 16mo (13:7,8 cm).
Etwas berieben, Rückenvergoldung leicht abgerieben. Vorderdeckel oben mit schwärzlichem Fleck, Vordergelenk gebrochen. - Inhalt: Hippocrates. Libri epidemiorum primus, tertius, et sextus, cum Galeni in eos commentariis. J. Vassaeo interprete. Editio prima. Lyon, G. Rouillé, 1550. Mit Druckermarke. 816 S., 2 Bll. - Durling 2428; Wellcome I, 2628 (unter Galen); Baudrier IX, 180. - Etwas gebräunt und fleckig, Ränder vereinzelt leicht wasserfl. Hs. Besitzvermerk auf dem Titel (mit Löchlein durch Wurmfraß); Exlibris des Arztes François Moutier (1881-1961).
 
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Los 102
Alciati, Omnia emblemata
Emblemata. - Alciati, A. Omnia emblemata: cum commentariis, quibus emblematum... illustrantur per Claudium Minoem. Antwerpen, Plantin, 1577. (17,5:11,5 cm). Mit Druckermarke, Holzschnitt-Titelbordüre, 197 emblematischen Holzschnitten in typographischer Einfassung sowie 14 ganzs. Pflanzenholzschnitten. 732 S., 2 Bll. (d.l.w.). Flex. Prgt. d. Zt. mit hs. Rtit., gering fleckig, Vorderdeckel aufgebogen, fehlen die Bänder.
IA 103.027; Adams A-607; Voet 27; Landwehr 13; Green 93. - Sechste Plantin-Ausgabe, die Kommentare Mignaults teilw. neu geschrieben, selten. "The illustrations by Gerard van Kampen are after Virgil Solis, except those with the monogram A" (Landwehr). - Leicht gebräunt, kaum fleckig. Vor allem zu Beginn vereinzelt Anmerkungen oder Unterstreichungen, S. 545/546 mit kl. Loch in der Oberecke (unter Verlust der Seitenzahl). Titel mit hs. Besitzvermerk Bibliotheca academica Ingolstadt und im vord. Innendeckel gr. gest. Wappenexlibris (in der Oberhälfte durch entferne Überklebung beschädigt) von "Carolus Agricola Hammonius iuris utriusque doctor".
Sixth Plantinian edition with Mignaut's comments partly rewritten, scarce. "One of the best editions of Alciati's emblems from the Antwerp press" (Green). With woodcut title-bordure, 197 emblematic woodcuts within typographical borders, and 14 full-page woodcuts of trees. - Slight browning, occasional marginalia and underlinings mainly at beginning, small hole to upper corner of p. 545/546 (with loss of pagination). Bound in contemporary limp vellum, slightly stained, front cover somewhat warped, lacking ties. Ownership inscription to title, and engraved heraldic bookplate to front pastedown.
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Los 103
Bocchi, Symbolicarum quaestionum
Emblemata. - Bocchi, A. Symbolicarum quaestionum, de universo genere, quas serio ludebat, libri quinque. Bologna, Societas Typographiae Bononiensis, 1574. Kl.-4to (21,5:16 cm). Mit Holzschnitt-Druckermarke und 151 gr. Emblemkupfern im Text. 24 nn. Bll., 357 römisch num. S., 1 w. Bl. Roter Maroquinbd. d. 19. Jh. mit goldgepr. Rückentitel, Steh- und Innenkantenverg., Goldschnitt sowie Marmorpapiervorsätzen, sign. Belz-Niédrée; etwas berieben und Ecken bestoßen, Rücken etwas gedunkelt, Vordergelenk und Rücken am Kopf gefestigt, vord. Innengelenk angebrochen und Vorsatzpapier mit Schabstellen.
IA 120.512; Adams B 2195; Mortimer 77; Landwehr VI, 163; Praz 276. - Zweite Ausgabe des schönen Renaissance-Emblembuchs. "This is the first text published by the Società Tipografica Bolognese, established in 1572" (M.). Die Kupferstiche von Giulio Bonasone wurden von Agostino Carracci überarbeitet. - Vor allem in den Rändern etwas stock- und fingerfleckig, zwei der vorgeb. w. Bll. im Bund angeschmutzt, S. 147-152 mit 1-2 gr. Braunflecken im w. Rand, S. 129 f. mit kl. Eckabriss. Hs. Korrektur auf S. 157. Letztes S. mit (auf die Vorderseite durchschlagendem) hs. Besitzvermerk des Sienenser Dichters und Gelehrten Bellisario Bulgarini (1539 - 1619), vord. Innendeckel mit Leder-Exlibris des amerikan. Sammlers (J.) Carson Brevoort (1818-1887).
Second edition. With 151 emblematic engravings. - Some mainly marginal foxing and fingermarking. Stains to 2 of the pre-bound white leaves and margins of pp. 147-152, small corner tear to pp. 129/130. Ink correction on p. 157. Bound in 19th-century crimson morocco by Belz-Niédrée, spine somewhat darkened, upper joint and head of spine reinforced, upper hinge cracked. Ownership inscription of Bellisario Bulgarini on final page (shining through on recto), morocco bookplate of Carson Breevort to front pastedown.
 
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Los 104
Epiphanius, Contra octoginta haereses
Epiphanius, C. Kata haireseon ogdoekonta to epiklethen panarion (graec.). Contra octoginta haereses Opus eximium, panarium sive capsula medica appellatum. Omnia graece conscripta, nunc(que) primum in lucem edita (von J. Oporinus). Basel, J. Herwagen, 1544. 4to (29:20 cm). Mit gr. Holzschn.-Druckermarke am Schluss u. einigen figürlichen Holzschn.-Initialen. 3 (statt 4, o. d. l. w.) Bll., 543 S. Reich blindgepr. Schweinslederband d. Zt. über Holzdeckeln mit goldgepr. Rückentitel, etwas berieben, gering angestaubt.
VD 16, E 1643; IA 161.301; Adams E 250. - Erste griechische Ausgabe (nur die Vorrede lateinisch), im Vorjahr bereits in lateinischer Übersetzung erschienen. Epiphanios, Bischof von Konstantia (Salamis) auf Zypern (ca. 315-403) verzeichnet in seiner wichtigsten Schrift, dem 'Panarion' (Brotkasten) gegen die Schlangenbisse der Häresie, 80 'häretische' Lehren, worin vor allem die Schriften Origenes, aber auch Schriften von anderen Philosophenschulen und jüdischen Sekten angegriffen werden. Schöner Druck in kräftigen griechischen Lettern mit einigen Initialen aus Kinderalphabeten. - Etwas stockfleckig, stellenw. mit kl. Wasserrand, Titel mit altem Bibl.-Stempel u. hs. Besitzeintrag, Vorsatz mit Signaturen-Schildchen, Innengelenke mit winzigen Wurmgängen.
First Greek edition of the anti-heretic writings of Bishop Epiphanios of Cyprus (4th century). Fine Basle imprint with a few initials from alphabets depicting playing children. - Somewhat staining, waterstaining in places, old library stamp and owner's entry to title, minor worming to inner hinges. Bound in contemp. blindstamped pigskip ower wooden boards, slight rubbing to extremities.
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Los 105
Erasmus, Exactissimae enarrationes. Vorbd.
Erasmus Roterodamus, D. Exactissimae enarrationes in aliquot psalmos.  Köln ("Apud sanctam Coloniam") 1524. Mit Holzschn.-Titelbordüre. 104 nn. Bll.  - Angebunden: Ders. In psalmum quartum concio. Antwerpen, M. Hillenius, 1525. (15,5:10,5 cm). Mit Holzschn.-Titelbordüre. 64 nn. Bll. Mod. Hprgt. mit Rsch.
I. Vander Haeghen 162; noch nicht im VD 16. - Vereinzelt etwas stockfleckig; Schlussbl. mit Randläsuren. - II.  - Vander Haeghen 162; vgl. Bezzel 838a (A. Basel 1525). - Im Rand mit violett verfärbten Feuchtflecken, Titel angefalzt, mit wiederholtem privaten Stempel und im Außenrand hinterlegt.
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Los 106
Ambrosius, Opera omnia
Erasmus Roterodamus, D. - Ambrosius, Sanctus. Opera quotquot reperire licuit, omnia. (Ed. D. Erasmus). Paris, J. & D. de Marnef, 1549. Fol. (34,5:24 cm). Mit 2 Druckerm. 14 nn., 591 num. Bll., 1 w. Bl. Flex. Prgt. d. Zt.; fleckig, Rücken eingerissen, ohne Schließbänder.
IA 104.668; vgl. Adams A 938 (kollationsgleiche Ausg. bei M. Fezandat) u. A 940 (Ausg. 1551 bei J. & D. de Marnef). - Zu Beginn u. gegen Ende teils stärker wasserrandig, gegen Ende auch leicht sporfleckig, Bl. 430 mit Eckabriss, Bl. 445 (Zwischentitel) mit teils reparierten Ausrissen (etwas Textverlust), mehrere Bll. mit Wurmgang im Rand, Bl. 472 dadurch mit repariertem Einriss. Name des Erasmus in den Vorstücken zensiert.
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Los 107
Estienne, Agriculture et maison rustique
Estienne, C. L'agriculture et maison rustique. Plus un bref recueil de la chasse, & de la fauconnerie. Paris, J. du Puys, 1564. 4to (23:16,5 cm). 9 nn. (o.d.l.w.), 155 num., 11 nn. Bll. Mod. Ldr.
IA 165.309; Mortimer 214 Anm.; Simon, Bacchica II, 224 & Gastronomica 610 Anm.; Souhart 169; Thiébaud 345; Arents 12 Anm.; Einaudi 1790 Anm.; vgl. Kress 102 (Ausg. 1570). - Sehr seltene erste Ausgabe, hier im zweiten Druck, bei dem die im Erratablatt des ersten Drucks genannten Fehler bereits korrigiert sind (Bl. 48r, Z. 23 "poncilles" statt "pomalles", Bl. 53v, Z. 22 "Glastum" statt "Glastin", Bl. 73r, Z. 30 "cinnabre" statt "cumable" etc.). Von Estienne, der 1564 in Schuldhaft starb, noch selbst bearbeitete französische Neubearbeitung seines "Praedium rusticum" (1554). "Das bedeutendste Werk, welches zugleich die Hausväterliteratur in Frankreich repräsentiert" (Güntz I, 83). Neben seiner Bedeutung als grundlegendes Werk der Hausväterliteratur war es auch von erheblichem Einfluss auf den Physiokratismus: "Ce livre aurait été la première lecture de Quesnay" (INED 2899 zur Ausg. 1586). Behandelt alle Bereiche der Land- und Hauswirtschaft, Jagd, Forstwirtschaft und Gartenbau, mit umfangreichen Abschnitten über Bierbrauen, Fischerei, Imkerei, Pferdezucht, Weinbau u.v.m., bemerkenswert auch eine frühe Erwähnung des Tabaks. Estiennes Werk wurde später von seinem Schwiegersohn Jean Liébault noch mehrfach überarbeitet und erweitert und erlebte zahllose Neuauflagen und Übersetzungen. - Gelegentlich finger- u. gegen Ende auch leicht sporfleckig, Titel u. einige Bll. am Schluss mit Rand- u. Eckrestaurierungen, letzte 6 Bll. (Table) mit Fehlstellen (Textverlust) u. größeren Restaurierungen. Aus der Jagdbibliothek Kurt Lindner (Exlibris Bibliotheca Tiliana, kl. Stempel Titel u. Schlussbl. verso), Zisska & Kistner Auktion 41/I (2003), Nr. 682.
 
Very rare first edition, second issue, with misprints corrected and therefore without errata leaf. "This French version of Estienne's 'Praedium rusticum' (Paris 1554) is a more extensive work developed from the Latin text by Estienne himself" (Mortimer). It served as founding work for a whole generation of books on agriculture, household and husbandry. "There is detailed information about wine and all sorts of beverages, as well as different kinds of bread, pastries, jams, and most other foodstuffs" (Simon). Also includes a brief notice of tobacco (cf. Arents). - Occasional mild thumbing, some light traces of mildew towards end. Title-page and some leaves at end with neat repairs at corners and edges, last 5 leaves (part of index) with large repairs and some loss of text. Recent calf. From the collection of K. Lindner (Bibliotheca Tiliana), bookplate and stamp on verso of title-page and at end.
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Los 108
Eusebius, Chronicon
Eusebius Caesariensis. Chronicon. Ad quem & Prosper & Mattheus & Matthias Palmerius, demum & Ioannes Multivallis complura quae ad haec usque tempora subsecuta sunt adiecere. Paris, H. Estienne & J. Badius, 1512. Kl.-4to (20:15,5 cm). Mit Holzschn.-Titelbordüre. 20 nn., 175 (recte 173) num., 1 nn. Bll. Hldr. d. 19. Jh. mit Rvg., etwas berieben.
Adams E 1073; Sabin 23114; Alden-L. 512/5; Renouard 12, 15; Mortimer 217 Anm.; Schreiber 28 Anm. (beide A. 1518). - Erste Ausgabe. "The volume is famous for its reference to the invention of printing (under the year 1457 Mattia Palmieri records Gutenberg's invention of printing in 1440), and for several passages of American interest: e. g. under the year 1509 Multivallis has devoted considerable space to an account of the arrival of seven savages at Rouen: these are generally agreed to be American Indians" (Schreiber). "Title-border with the arms of the Université de Paris and two putti at the head, and Estienne's name set in type in a circle at the foot. Criblé initials in three sizes." (Mortimer). Bis auf den Index in Rot und Schwarz gedruckt. - Vereinzelt braunfleckig; erste Bll. mit kl. Wurmgang in der unteren Außenecke, Titel auch mit Löchlein in der Bordüre; Schlussbl. aufgezogen, Titel im Unterrand mit altem Besitzvermerk.
First edition, apart from the index printed in red and black. - Some brownstaining here and there, minor worming to lower outer corner of a few leaves, last leaf backed, small hole to title border, old ownership inscription to lower margin of title. 19th cent. leather-backed boards, spine gilt, somewhat rubbed.
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Los 109 *
Cranach, Kurfürst Johann Friedrich I. (Exlibris)
Exlibris. - Cranach, Lucas d. Ä. (1472 Kronach - 1553 Weimar) Nach. Kurfürst Johann Friedrich I., der Großmütige. 2 Holzschnitte auf Bütten. (Um 1536). 11:8,8 u. 7,5:5,4 cm. Darunter jeweils 6 Zeilen Drucktext. Zus. auf 1 Bl. in Qu.-fol. (19:30 cm).
Hollstein 34 a & b; Schuchardt 171; Leiningen-Westerburg, Exlibris 136 f.; Ders., Ein interessantes Bibliothekzeichen (in: Ex Libris, Jg. 7, 1897), S. 76-78. - "Das äusserst seltene und hochinteressante Ex-libris der Wittenberger Universitäts-Bibliothek... auffallend ist die Feinheit und Schärfe des Schnitts und die Tiefe der Pressung in das beim Drucke nass gemachte Papier" (L.-W.). Es zeigt den Stifter der Bibliothek, Kurfürst Johann Friedrich I. (1503-1554), in Halbfigur im Kurornat, umgeben von 6 Wappenschilden. Das Exlibris existiert in 4 Größen, das vorliegende Blatt enthält die beiden kleineren Varianten. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde eine geringe Anzahl von nicht benutzten und noch nicht auseinandergeschnittenen Exlibris in der Universitätsbibliothek Jena entdeckt, wohin sie wohl 1548 mit den Büchern der Wittenberger Bibliothek gelangt und in Vergessenheit geraten waren. Graf K. E. zu Leiningen-Westerburg hatte diese Exemplare für seine Sammlung erworben und einige Dubletten an Bekannte weitergegeben. - Kaum fleckig, Knickspur im linken Viertel des Blattes mit Berührung des Drucktexts, jedoch außerhalb des Holzschnittes, im oberen Rand zwei unbedeutende Montagespuren.
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Los 110
Dresdner Armbrustschießen
Ferber, Beschreibung eines Stahlschiessens
Ferber, W. Relation und umbständigliche Beschreibung eines ansehnlichen und fürnehmen Stahlschiessens zum gantzen Stande &c. Welches... Herr Johan Georg, Hertzog zu Sachsen... Bey des von Gott bescherten jungen Printzens, Herren Augusti, Hertzogens zu Sachsen... gehaltener fürstlichen Kindstauffe, im Monat Septembris Anno 1614. in seiner Churf. Gn. Haupt-Vestung Dreßden angestellet und gehalten hat. Nebenst kurtzer summarischer Erzehlung aller Frewden und Fürstlichen Ritterspiel. Dresden, G. Bergen, 1615. 4to (18:16 cm). Mit 4 (1 blattgr.) Wappenholzschn. im Text, 1 gefalt. Holzschn.-Taf. u. 1 gr. Druckerm. (Wappen) am Schluss. 112 nn. Bll. (d.l.w.). Ldr. d. Zt. mit Goldpräg. u. Goldschn., auf beiden Deckeln zentral das sächsische Wappen; beschabt u. bestoßen, Goldpräg. fast völlig abgegriffen, Rücken restauriert, Schließbänder fehlen.
VD 17 14:009038B; Goed. II, 328, 18, 3. - Einzige Ausgabe. In Versform gehaltene Beschreibung des Armbrustschießens und weiterer Festlichkeiten, die anlässlich der Taufe von Prinz August, dem zweiten Sohn des sächsischen Kurfürsten Johann Georg I., in Dresden stattfanden. Der Zwickauer Dichter Wolfgang Ferber d.Ä. (1586-1657) "gehörte zu den Pritschmeistern, die im 16.Jh. bei Festen und Feiern als Gelegenheits- und Stegreifdichter, manchmal auch als Festordner auftraten. F. agierte auch am Dresdner Hof als 'Churfürstlicher Sächsischer Pritschmeister'. Er schrieb wahrscheinlich mehr als siebzig Dichtungen, darunter über Gelegenheitsdichtung hinausgehende Lyrik sowie von der Kirche angegriffene geistliche Schriften" (DBE). Die oft fehlende Holzschnitttafel zeigt die beim Schießen verwendete Zielscheibe. - Papierbedingt durchgehend gebräunt. Aus der Jagdbibliothek Kurt Lindner (Exlibris Bibliotheca Tiliana, kl. Stempel Titel u. Schlussbl. verso), Zisska & Kistner Auktion 41/I (2003), Nr. 717.
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Los 111
Fulgosus, De dictis factisque
Fulgosus (Fregoso), B. De dictis factisque memorabilibus collectanea: a Camillo Gilino latina facta. Mailand, J. de Ferrariis, 1509. Fol. (31:21,5 cm). Mit zahlr. Holzschnittinitialen. 336 nn. Bll. Hprgt. d. 18. Jh., Deckel stark berieben.
Adams F 1148; Sabin 26140; Alden-L. 509/6. - Erste Ausgabe. Chronik bemerkenswerter Ereignisse und Personen der Antike und Neuzeit, vielfach aufgelegt. Blatt ll2 (Alden-L. nennt versehentlich Blatt 112) verso mit einem Bericht über Columbus  "De Christophoro Columbo", auf der selben Seite auch ein Artikel über Gutenberg. - Teilw. etwas stockfleckig, vereinzelt gebräunt u. fingerfleckig, stellenweise Feuchtigkeitsspuren im oberen Rand. Die zahleichen Initialen mit Bleistift durchnummeriert. Titel mit kleiner, alter Nummerierung.
First edition, includes a reference to Columbus on leaf ll2 verso. - Some foxing, browning and thumbing, dampmarking to upper margin, pencilled numbers to all initials, small old number to title. 18th cent. half vellum, covers rubbed.
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Los 112
Galatinus, Opus de catholicae veritatis
Galatinus, P. Columna. Opus toti christianae reipublicae maxime utile, de arcanis catholicae veritatis, contra obstinatissimam Judaeorum nostrae tempestatis perfidiam: ex Talmud, aliisque hebraeis libris excerptum: & quadruplici linguarum genere eleganter congestum. Ortona, G. Soncino, 15. Febr. 1518. Fol. (30,5:21 cm). Mit schwarzgrundiger Holzschnitt-Titelbordüre, 12 ebensolchen Bordüren im Text (2 verschiedene je mehrfach wiederholt) u. zahlr. schwarzgrundigen Initialen. 311 num., 1 nn. Bll. Prgt. d. 18. Jh. mit Rsch., berieben, einige Schabstellen, Rücken am Fuß mit kleinen Einrissen.
EDIT 16, CNCE 20134; Proctor-I. 14044; Adams C 2418; Sander 2992; Fürst I, 314; Caillet 4304; Rosenthal, BMP 3744. - Sehr seltene erste Ausgabe. Zugleich einer der ersten (der erste?) Drucke G. Soncinos in Ortona a Mare, wo der berühmte jüdische Buchdrucker wenige Werke in den Jahren 1518-19 herausbrachte, ehe er seine Offizin nach Pesaro zurückverlegte. "Édition originale... Elle renferme plusieurs pièces qu'on n'a pas réimpr. dans les éditions de Bâle, ni dans celle de Francfort" (Brunet II, 1447). "Gelehrter Theologe und Kenner der orientalischen Sprachen... (Sein Werk) bezweckt, Reuchlins Ansichten von dem Werthe der rabbinischen Theologie für das Christenthum gegen die Angriffe Jacobs von Hoogstraet in Schutz zu nehmen" (Wetzer-W. IX, 1913 f.). Mit vielen hebräischen Textstellen u. Zitaten. - Teilw. fleckig bzw. stockfleckig, vereinzelt etwas gebräunt. Mehrere alte Anmerkungen sowie An- und Unterstreichungen. Blatt 72/73 mit restaurierten Einrissen. Titel etwas angeschmutzt und im rechten Rand etwas knapp beschnitten.
First edition, extremely scarce, and possibly the first of very few books which were released from Soncino's presses at Ortona di Mare. "Monumental work of Christian mysticism" (Encyclopaedia Judaica VII, 262/63). - Some spotting and foxing, browning in places, a number of neat old underlinings and manuscript annotations. Repaired tears to leaf 72-73, some soiling to title, right margin slightly trimmed. 18th cent. vellum, rubbed.
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Los 113
Geiler von Kaisersberg, Peregrinus
Geiler von Kaisersberg, J. Peregrinus. A Jacobo Otthero discipulo suo congestus. Straßburg, M. Schürer, 1513. 4to (19:14 cm). 132 nn. Bll. Hprgt. d. frühen 20. Jh., berieben.
VD 16, G 787; Adams G 323; Muller 186, 108; Dacheux 57. - Erste lateinische Ausgabe. Zur Jahrhundertwende 1500 unternommene vollständige Umarbeitung des kleinen "Bilgers" von 1488, nach dem einleitenden Bibelzitat "anno iubilei redient omnes ad possessiones suas". Laut Dacheux (S. XV f.) entspricht der "Peregrinus" dem ursprünglichen, lateinisch abgefassten Predigtmanuskript Geilers, während die deutsche als "Cristenlich Bilgerschaft" erschienene Fassung von Otther maßgeblich überarbeitet worden war. - Zu Beginn im Rand etwas wasserfleckig; Titel mit 2 alten Stempeln u. altem Besitzvermerk.
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Los 114
Römischer Kays. M. Gluck und sig
Geldrischer Erbfolgekrieg. - Römischer Kays. M. Gluck und sig wider den Hertzog von Cleven etc. Wie der Hertzog von Cleven in K. M. Handen kommen ist. Warhafftige abschrift Keiserlicher Majestat schreiben an den Cuerfuersten zu Brandenburg etc. Inn welcher angezeigt wird die eroberung der Stadt Teuren der gleichen von Key. May. Gutigkeit und leben und weiter was sein Majestat gesinnet sey wider den Tuercken etc. (Erfurt, M. von Dolgen), 1543. 4to (20:15 cm). 4 nn. Bll. Mod. Pp.
VD 16, R 2787; Halle 70, 277; nicht bei v. Hase, Erfurt. - Sehr seltener Druck. Bericht über die Eroberung der Stadt Düren und anderer Städte im Dritten Geldrischen Erbfolgekrieg (kriegerische Auseinandersetzung um das Herzogtum Geldern zwischen den Vereinigten Herzogtümern Jülich-Kleve-Berg und Kaiser Karl V.) durch Karl V. im August 1543. Die Stadt Düren galt wegen ihrer modernisierten Befestigungsanlagen als uneinnehmbar. Nach der völligen Niederlage Jülich-Kleve-Bergs kam es zum Vertrag von Venlo, der am 7. September 1543 unterzeichnet wurde. Darin verzichtete Wilhelm V. auf seine Ansprüche am Herzogtum Geldern mit seinen vier Teilen Nimwegen, Arnheim, Zutphen und Roermond. Diese fielen aufgrund der Teilung der habsburgischen Besitztümer nach der Abdankung Karls V. an die spanische Linie und wurden schließlich Teil der Spanischen Niederlande. - Gering fingerfleckig.
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Los 115
Gellius, Noctes atticae
Gellius, A. Noctes atticae. Venedig, J. Gryphius, 1573. (15:10,5 cm). Mit 2 versch. Holzschn.-Druckermarken. 24 Bll., 591 S. Späterer Prgt. mit etwas Rvg., fleckig u. angestaubt, unteres Kapital u. Rückdeckel unten mit Bezugsfehlstelle.
EDIT 16, CNCE 20613; vgl. BM, STC Italian 294 (Ausg. 1515). - Etwas gebräunt; vereinzelt fleckig; Vorsatz mit alten Besitzvermerken; S. 43-74 leicht wasserrandig; S. 93 unten eingerissen; letztes Textbl. u. Folgebl. mit kleiner Wurmspur im w. Rand.
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Los 116
Genebrard, Chronographia. 2 Bde.
Génébrard, G. Chronographiae libri quatuor. 2 Bde. Köln, J. Gymnich, 1581. (17,5:11,5 cm). Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken. 16 Bll. (d. l. w.), 453 S., 1 w. Bl., 40 Bll.; S (557)-1191. Blindgepr. Ldr. d. Zt., bestoßen und stark berieben, Kapitale mit Fehlstellen, Reste von Bibl.-Rschildchen, hinterer Deckel von Bd. 2 mit Siegellackflecken..
VD 16, G 1161; vgl. Hoefer, Nouvelle biographie générale XIX, 865. - Einzige in Deutschland gedruckte Ausgabe, ein Jahr nach der Pariser Ausgabe. - Tabellarische Weltgeschichte, Tl. 2 geht auf die Chronographie des A. Pontiacus zurück. - Etwas gebräunt, Vorsätze leimschattig, einige Bll. in Bd. 1 mit verknickten Ecken, ausgeschiedene Dublette der Stiftsbibliothek St. Gallen mit hs. Besitzvermerk und alten Stempeln auf dem Titel und Inventarschildchen auf den Innenspiegeln.
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Los 117
Giovio, Elogia virorum literis
Giovio, P. Elogia virorum literis illustrium. Basel, P. Perna, 1577. Fol. (35:23,5 cm). Mit Titelbordüre u. 62 Porträtholzschnitten v. T. Stimmer u. C. v. Sichem (3). 6 Bll., 232 (recte 228) S., 2 Bll. - Angebunden: Ders. Elogia virorum bellica virtute illustrium. Basel, P. Perna, 1575. Fol. Mit 121 (von 129) Porträtholzschnitten v. T. Stimmer. 4 Bll., 391 S., 8 Bll. (l.w.). Blindgepr. Schweinsldr. d. Zt. über Holzdeckeln mit 2 Schließen, fleckig, etwas berieben.
Sammelband mit 2 Basler Folio-Ausgaben von Werken Paolo Giovios, beide mit den schönen Porträts von Tobias Stimmer in breiten Umrahmungen. - I. VD 16, G 2063; Adams G 648; Lipperheide Cg 47. - Zweite oder dritte Basler Ausgabe (1577 erschienen 2 Drucke mit abweichender Koll.), die erste v. Stimmer illustrierte. - II. VD 16, G 2066; Adams G 644; Lipperheide Cg 45; Alden-L. 575/14 - Erste v. Stimmer illustr. Ausg. mit den schönen Porträts berühmter Feldherrn u. Kriegshelden, von denen viele noch heute als authentisch gelten. "Many of the portraits are those of contemporaries and are doubtless authentic. Giovio is said to have occupied 30 years in collecting the originals" (Murray). S. 190-91 Biographie und Porträt von Kolumbus. - 8 Porträts wurden nicht abgedruckt, Text komplett, Holzschnittrahmen vorhanden. - Stellenw. leicht gebräunt, Innendeckel u. Vorsätze mit wenigen Wurmspuren. Titel mit Ausschnitt im oberen weißen Rand. Ein weiterer Beiband entnommen und mit ca. 40 weißen Blättern ergänzt. Namenszug auf dem ersten Titel und gest. Exlibris im Innendeckel von Christoph Wenzelaus Graf von Nostitz.
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Los 118
Giovio, Le iscrittioni
Giovio, P. Le iscrittioni poste sotto le vere imagini di gli huomini famosi in lettere. Tradotte di Latino in volgare da Hippolito Orio Ferrerese. Venedig, F. Bindoni, 1558. (15:10,5 cm). 8 Bll., 285 S., 1 w. Bl. Prgt. d. 20. Jh.
EDIT 16, CNCE 21219; Adams G 641; vgl. Gamba 1430. - Etwa dritte italienische Ausgabe. Giovios Elogien waren ursprünglich als erläuternder Text zu den Porträts gedacht, die er in seinem 1536-43 bei Como erbauten Museum ausgestellt hatte. - Etwas stockfleckig.
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Los 119
Giraldi, Herculis vita
Giraldi G. G. Herculis vita. Eiusdem de Musis syntagma, denuo reconcinnatum & auctum... (und andere Werke). Omnia recens nunc nata & edita. Basel, M. Isengrin, 1539.(16:10,5 cm). 12 Bll., 177 S. (i7-8 weiß). - Angebunden: Ders. De sepulchris et vario sepeliendi ritu, libellus. Basel, M. Isengrin, 1539. 8 Bll., 79 S. Mod. Prgt.
VD 16, G 2105 u. 2110; Adams  G 724 G 721. - Erste Ausgabe dieser Sammlung bzw. erste Ausgabe. - 1. Werk teilw. gebräunt u. fleckig bzw. feuchtigkeitsrandig, wenige alte Anmerkungen, erste Bll. mit Eckrestaurierungen. Titel verso alte, etwas naive Zeichnung.
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Los 120
Goltzius, Lebendige Bilder
Goltzius, H. Lebendige Bilder gar nach aller Keysern, von C. Iulio Caesare, bisz auff Carolum V. und Ferdinandum seinem Bruder, ausz den alten Medalien... getrewlich contrafhet. Antwerpen, A. Coppens van Diest für den Autor, 1557. Fol. (32:23 cm). Mit breiter Titelbordüre in 3 Farben, 133 großen Medaillonporträts in Clair-obscur-Technik sowie 16 leeren Rahmen. 174 nn. Bll. Ldr. d. 18. Jh., etwas beschabt, Ecken und Kapitale bestoßen, Ecken teilw. gefestigt, Rückdeckel mit Wurmspuren, Gelenke an den Enden eingerissen.
Bibl. Belg. III, 244 (andere Koll.); Hollstein VIII, 139; vgl. Fairfax-Murray, German books 186 u. Ornamentstichkat. Bln. 4240 (latein. A.). - Erste deutsche Ausgabe, im selben Jahr auch in lateinischer und italienischer Sprache erschienen. Berühmtes Porträtwerk, bedeutend vor allem durch die sehr frühe Verwendung der Clair-obscur-Technik. "These illustrations are remarkable as one of the earliest processes of chiaroscuro printing in which a combination of etched plates and wood-blocks was used" (Murray). Die Porträts sind I-CLV nummeriert (inkl. 5 Doppelnrn. und 16 leeren Rahmen  [davon 2 doppelt num.]), das Doppelporträt von Philipp II. und Maximilian II. in ovalem Rahmen am Schluss ist nicht nummeriert. - Etwas fleckig, stellenw. etwas angeschmutzt oder wasserrandig, untere Außenecke gegen Ende stärker und auch etwas sporenfleckig (bis in den Text bzw. das Bild reichend); vereinzelt Unterstreichungen in Tinte. Die Porträt-Medaillons mit etwas Abklatsch auf das vorhergehende Textbl. Hier und da kl. Randläsuren, Titel mit kl. Randausriss, *2 mit kl. Loch (geringer Buchstabenverlust) und im w. Oberrand Anm. in Tinte, Porträt LII mit kl. Rostlöchlein im w. Rand, LIX mit ergänztem Eckabriss, CXLVII mit Tintennachzeichnung.
First edition in German. With title border in black, tan and green, and 133 large chiaroscuro portrait medaillons (plus 16 empty frames for never-completed portraits). - Somewhat stained and soiled, stronger waterstaining and mildew spotting at end. Some offsetting from portraits to text throughout, a few underlinings and notes, one portrait with delineation in ink. Occasional mostly marginal defects. Bound in 18th century calf, somewhat rubbed, extremities worn, 1 corner repaired, some worming to back cover, tears to ends of joints.


 
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Los 121
Goulart, Morum philosophia
Goulart, S. Morum Philosophia Historica; ex probatis scriptoribus collecta. Accessit Auctorum et Titulorum Index. (Genf), J. Stoer, 1594. (19,5:12 cm). 6 Bll., 491 S., 12 Bll. Prgt. d. 17. Jh., etwas berieben.
Adams G 909; Moeckli 141. - Erste und wohl einzige Ausgabe dieser Sammlung Apophthegmata, zusammengestellt aus über 60 meist antiken Autoren. - Gering stockfleckig, stellenweise geringe Feuchtigkeitsspuren, Titel stärker fingerfleckig, kurze Anmerkung u. Restaurierung im oberen Rand.
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Los 122
Gritsch, Quadragesimale
Gritsch, J. Quadragesimale. (Straßburg, G. Husner), 1505. Fol. (28,5:21 cm). 240 nn. Bll. (d.l.w.). Ldr. d. 18. Jh., etwas berieben u. fleckig.
VD 16, G 3375; Adams G 1275; nicht bei Muller. - Seltene Postinkunabel. Von Konrad Gritsch (Grütsch) verfasst und nicht, wie auf dem Titel angegeben, durch seinen Bruder Johann. "Eine weit verbreitete schon im 15. Jahrhundert 29mal gedruckte Sammlung von lateinischen Fastenpredigten („Quadragesimale“), die unter dem Namen seines Bruders Johann erschienen ist. Die beiden Brüder wurden daher lange Zeit verwechselt" (NDB zu Konrad G.). - Stellenweise gebräunt, gering fleckig, erste Bll. leicht wurmstichig, sonst vereinzelt kleine Wurmspuren. Titel fingerfleckig, mit Blattweiser u. alter, teilw. gestrichener Anmerkung, letztes weißes Blatt im Bund verstärkt. Lage K u. L. vertauscht. Gest. Exlibris Eustache Egolf von Westernach. - Angebunden: Schlusslage (8 Bll.) eines anderen Werkes (Humbertus, Hagenau 1508; Benzing 70).
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Los 123
(Grynaeus), Novus orbis. Basel 1532
(Grynaeus, S. & J. Huttich). Novus orbis regionum ac insularum veteribus incognitarum, una cum tabula cosmographico, & aliquot alijs consimilis argumenti libellis. Basel, J. Herwagen, 1532. Fol. (32:22,5 cm). Mit 2 Druckermarken, 2 Textholzschnitten u. zahlr. Holzschnitt-Initialen. 24 Bll., 584 (recte 586) S., 1 Bl. Flex. Prgt. d. späten 19 Jh. mit Rückenschild.
VD 16, G 3827; Alden-L. 532/17; Sabin 34100 (unter Huttich); Borba de M. 376; Bosch 14 I; Harrisse 171; Streit I, 28; Burmeister 60; Hieronymus, Oberrhein. Buchillustr. II, 450. - Erste Ausgabe des bedeutenden Sammelwerkes zur Entdeckungsgeschichte Amerikas, Asiens und Afrikas. "This is the first edition of Grynaeus Collection, and is very rare and much sought after" (BdM). Enthält Reisebeschreibungen u. -berichte, darunter zahlreiche mit Bezug auf Amerika, von Cadamosto, Columbus, Alonso Nino, V. Y. Pinzon, A. Vespucci, P. A. Cabral, Josephus Indus, Marco Polo, Haython, Petrus Martyr u.a. - Stellenweise etwas gebräunt, gering fleckig, einige alte Anmerkungen, teilw. sorgfältig Restaurierungen im Rand, Titel mit schwachem kleinen Stempel. Es fehlt die Karte (kol. Kopie liegt bei). Exlibris Horace de Landau.
First edition of this important collection of voyages. - Lacking the world-map by Sebastian Münster. Some browning, slight spotting, some old annotations and some marginal restorations, weak old stamp to title. Limp vellum around 1900.
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Los 124
(Guarna), Grammaticale bellum
(Guarna, A.).  Grammaticale bellum. Nominis & verbi regum, de principalitate oratio(n)is inter se co(n)tendentum. Straßburg, M. Schürer, 1512. 4to (21:14,5 cm). 16 nn. Bll. Mod. Hldr.
VD 16, G 3872; Muller 184, 83; Schmidt, Schürer 84. - Seltene und frühe Ausgabe des erstmals 1511 in Cremona erschienenen "Sprachkrieges". - Fingerfleckig, teilw. alte Anmerkungen u. Unterstreichungen. Letztes Blatt verso fleckig.
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Los 125
Haimo, Homiliarum. Pars hiberna
Haimo, Bischof von Halberstadt. Homiliarum, ex praestantissimis. Pars hiberna. Köln, Hero Fuchs, 1539. (17,5:10,5 cm). Mit Titelholzschnitt. 707 S. Blindgepr. Ldr. d. Zt. über Holzdeckeln mit 2 hs. Rsch., diese teilw. abgerieben; berieben, Kapital mit kleiner Fehlstelle, Schließenreste.
VD 16, H 220; Adams H 94. - Erste Ausgabe. - Hier und da etwas stock- u. fingerfleckig; gegen Ende etwas wasserrandig; Text mit zahlr. Anstreichungen sowie alten Notizen im w. Rand; Vorsatz mit hs. zeitgenöss. Gebeten (Vater Unser, Ave Maria, Glaubensbekenntnis?); Titel seitlich etwas knapp beschnitten, mit mehreren Namenszügen u. oben mit kleinen Randläsuren. 
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Los 126
Johann Friedrich von Sachsen, Copey
Halle. - Johann Friedrich I., Kurfürst von Sachsen. Warhafftige Copey, einer schrifft an die Landsstende der stiffte Magdeburg und Halberstad, das Burggraffthumb zu Magdeburg, und seiner churfürstlichen gnaden gerechtigkeit inn der Stad Halle in Sachssen belangende. Item, wes Churfürst und Fürsten der Heusser Brandenburg, Sachsen und Hessen, auff gehaltenem tage nechst zu Zerbst vorberürter sachen halben an die Römische Keyserliche Maiestat geschrieben. Auch Instruction und werbung hochgedachter Chur und Fürsten an den Cardinal und Ertzbischoff zu Meintz und Magdeburg. Wittenberg, G. Rau, 1538. 4to (20:15 cm). 20 nn. Bll. (d. l. w. ). Eingelegt in späteren Umschlag, teilw. verblasst.
VD 16, S 1065. - Einer von vier Drucken im Jahr der ersten Ausgabe, davon drei bei Rau. Variante mit "halben/zu Halle befüget." in der letzten Titelzeile. - Durchgehend gebräunt und etwas braunfleckig, erste 8 Bll. unten mit Wasserrand
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Los 127
Hasenkopff, Hasen Jacht. 1593 / 2 Bde.
Hasenkopff, Leporinus (Pseud.). Hasen Jacht: Auff welcher mancherley Hasen gefangen werden, Allen Hasierern und Leimstenglern zu sonderlichem Nutz in deutsche Hasenreimen gehawen, und mit einem Jegerischen Hasengeschrey gezieret. "Gedruckt zu Haßleben, durch Haselargum Lagum,  wonhafftig zur Leimstangen auff dem Hasenmarckt" (= Frankfurt, P. Brachfeld?), 1593. 4to (19,5:14,5 cm). Mit Titelholzschnitt u. eingedruckten Noten. 8 nn. Bll. Mod. Hmaroquinband mit goldgepr. Rtitel, in marmor. Pp.-Schuber.
VD 16, ZV 7393; Goed. II, 286, 93; Hayn-G. III, 100; Weller, Druckorte I, 11; Lindner, Von der Haserey (in: Studien zur deutschen Literatur und Sprache des Mittelalters, S. 287-313) F 2; vgl. Schwerdt I, 233 (Ausg. 1629). - Erste Ausgabe, zweiter Druck, in dem die Druckfehler des undatierten Erstdrucks korrigiert sind, beide Drucke sind von größter Seltenheit. Enthält eine untertänigste Widmung an den "hasenreichen König Leporius Maximus", ein mit Noten versehenes Jägerlied und ein 87 vierzeiligen Strophen bestehendes satirisches Gedicht, "dem ein kecker, aber sympathischer Witz nicht abzusprechen ist" (Lindner S. 291). Die Zuschreibung des Druckes an Brachfeld in Frankfurt durch Goedeke, Hayn-G. u. Weller wird im VD 16 nicht bestätigt. "Die Verwendung desselben Titelholzschnittes und derselben Druckstöcke für die Noten zum Jägerlied auf den S. A2v und A3r zeigen, daß F 1 und F 2 vom gleichen Drucker stammen" (L.). - Etwas gebräunt u. leicht fleckig. Eine Kopie von Lindners Aufsatz "Von der Haserey" (in Pp. geb.) liegt bei. Aus der Jagdbibliothek Kurt Lindner (Exlibris Bibliotheca Tiliana, kl. Stempel Titel u. Schlussbl. verso), Zisska & Kistner Auktion 41/I (2003), Nr. 2426.
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Los 128
Der Heiligen Leben Sumertail/Wintertail
Heiligenleben. - Sumertail der hailigen leben - Der hailigen leben wintertail. 2 in 1 Bd. Augsburg, J. Otmar für J. Rynmann, 1513. Fol. (30,5:22,5 cm). Mit 2 wiederholten fast blattgr. Titelholzschnitten u. zahlr., teils wiederholten, altkolorierten Textholzschnitten von Hans Schäufelein. 1 nn., 245 (recte 241) num.; 281 (recte 282) st. 282 (recte 283) num. Bll. - Angebunden: Evangelia mit der glosz und Epistlen Tütsch uber das gantz jar. Straßburg, M. Hupfuff, 1513. Mit altkoloriertem Titelholzschnitt u. mehreren altkolorierten Textholzschnitten (davon 1 ganzseitiger von Urs Graf). 129 num., 1 nn. Bll. Etwas späterer blindgeprägter Schweinsldr. über Holzdeckeln; gebräunt u. berieben, Ecken u. Kanten bestoßen, einige Bezugsdefekte, Schließen entfernt.
I. VD 16, H 1476 u. H 1475; Muther 901; Oldenbourg, Schäufelein L 36. - Sehr seltene Ausgabe mit den schönen Holzschnitten Schäufeleins in kräftigem Altkolorit. "Seine Tätigkeit für Hans Othmar begann Scheifelin 1513, indem er das von diesem für den Verleger Johann Rynmann gedruckte Heiligenleben illustrirte. Nach einer auch später befolgten Eigenthümlichkeit hat er die Scene, wo er konnte, in einen Laubwald verlegt. Mit besonderer Vorliebe sind die Bilder aus dem Marienleben und überhaupt aus dem Leben der weiblichen Heiligen behandelt. Bei der Darstellung der vielen Martyrien der männlichen Heiligen sind wie früher, sobald es anging, immer die gleich Holzschnitte angewendet" (M.). - Teilw. fingerfleckig bzw. fleckig, vereinzelte, teilw. mit Papier reparierte Randeinrisse bzw. Randläsuren, bei ca. 4 Bll. in I. u. 7 Bll. in II. mit Text- (oder Buchstaben-) bzw. vereinzeltem Bildverlust. In I. der Holzschnitt auf Bl. 109 u. 229 ausgeschnitten u. entfernt, auf Bl. 110 u. 230 lose beiliegender Ausschnitt. Erste Bll. mit kleinen Randläsuren, erster Titel angeschmutzt u. mit größerem Ausschnitt im Bund (geringe Textberührung verso). Es fehlt das letzte Bl. in II. mit Druckvermerk u. ganzseitigem Holzschnitt verso. - II. VD 16, E 4456; IA 166.597; Schmidt, Hupfuff 110; Muther 1485. - Seltenes Plenarium. Bis auf den Titelholzschnitt und dem ganzseitigen Holzschnitt von Urs Graf stammen die Holzschnitte aus dem Straßburger Plenarium von Martin Schott 1483 (Schramm XIX, 15). - Gebräunt u. fleckig bzw. fingerfleckig, vereinzelt kleine Wasserränder, letzte Bll. mit kleineren Randläsuren u. geringen Wurmspuren, Titel mit kleiner Hinterlegung im Rand.
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Los 129
Hessels, Tractatus pro invocatione
Hessels, J. Tractatus pro invocatione Sanctorum, contra Ioanne(m) Monhemiu(m), & eius defensorem Henricum Artopaeum. Huic autem Tractatui praemittitur succincta confutatio erroris, quo ide(m) Monhemius cu(m) Brentio asserit. Louvain, S. Valerius für J. Bogardus, 1562. (17,5:11,5 cm). 1 nn., 66 num., 4 nn. (l.w.). Mod. Pp.
Adams H 502; Belgica Typographica 1441. - Erste Ausgabe. - Etwas gebräunt, teilw. Wasserränder, vereinzelt kleinere Wurmspuren.
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Los 130
Daneau, Zauberer. Vorb. Molitor, Von Hexen
Daneau, L. Von den Zauberern, Hexen und Unholden. Drei Christliche verscheidene Bericht durch Lambertum Danaeum, Iacobum Vallick, und Ulricum Molitoris. 2 Tle. in 1 Bd. Köln, J. Gymnich, 1576. (14,5:9,5 cm). 222 (recte 224) S.; 4 Bll., 109 (recte 108) S., 2 w. Bll. Brauner Ldr. d. 17. Jh. mit goldgeprägtem Wappensupralibros von Johann Georg von Pichelsdorf auf beiden Deckeln; Rücken an Kopf u. Fuß bestoßen, Vordergelenk eingerissen, Vorderdeckel mit wenigen Wurmspuren.
VD 16, D 80; Rosenthal, BMP 4171. - Selten. Deutsche Übersetzungen folgender Werke: 1. "De veneficiis" von Lambert Daneau, erstmals 1574 in Genf erschienen. Daneau gehört zu den bekanntesten "Hexenjägern" im südwestl. Alpenraum, Genf u. Savoyen. - 2. "Thoveren, wat das voor een werk is" von Jacob Vallick. - 3. "De lamiis et phitonicis mulieribus" von Ulrich Molitor, einem der ersten Werke gegen den Hexenaberglauben. - Teilw. gebräunt, einige gedruckte Randanmerkungen leicht angeschnitten. Das Werk von Molitor mit eigenem Titel und hier vorgebunden, dieser Titel mit Besitzvermerk eines J(ohann) Schwartzman (Schwarzmann), Mediziner, datiert 1669. Exlibris Ulco Proost sowie ein weiteres im Innendeckel.
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Los 131
Horae B. M. V., Gilles Hardouyn
Horae B. M. V. Heures à lusaige de Rom(m)e toute au long sans rien requier. Auf Pergament gedruckt. Paris, Gilles Hardouyn, um 1515. (22,5:15 cm). Mit 15 (statt 21?) großen Miniaturen in Goldbronze u. mehreren Farben über Metallschnitten sowie vielen kleinen Miniaturen, dazu wechselnde Metallschnittbordüren u. große Druckermarke am Schluss (unkoloriert). Zahlr. kl. eingemalte Initialen in Goldbronze auf blauem oder purpurrotem Grund, 14 Miniaturen in vergold. Umrahmungen. 82 (statt 88) nn. Bll. Roter Maroquinband des 17. Jahrhunderts mit reicher Vergoldung, auf den Deckel zentral der Name "Marte de Pontoux"; berieben, Deckel geknickt, Rücken mit Wurmstichen.
Vgl. Bohatta 987f., Lacombe 263 u. Brunet, Heures 245, 246 & 245 bis. - Fein koloriertes Stundenbuch, die Miniaturen decken die darunterliegenden Metallschnitte weitgehend ab. Kalender für 1515-1530. Der Titel mit Hardouyns Zentauren-Druckermarke, verso Knochenmann (ohne Umrahmung, jedoch von 4 kleinen Miniaturen umgeben), die übrigen Metallschnitte zeigen Johannes mit Giftbecher, Gefangennahme Jesu, Tugenden, Verkündigung, Joachim und Anna, Hirten auf dem Felde, Heilige drei Könige, Darbringung im Tempel, Marientod, David und Uriah, Bathseba, Reicher Mann und armer Lazarus, Auferweckung des Lazarus, die kleinen Miniaturen meist mit Heiligendarstellungen. Die unkolorierten Metallschnittbordüren meist mit biblischen Szenen sowie Totemntanzdarstellungen, am Schluss eine zweite Druckermarke (mit Wappen u. Sphäre), ebenfalls unkoloriert. - Gelegentlich etwas angeschmutzt oder abgegriffen, einige Initalen etwas verwischt, Bl. E5 im Bund eingerissen unter Berührung von Text u. Bordüre, Miniatur auf Bl. L3r mit altem Eintrag in Tinte. Provenienz: Jean Louis de Bellegarde (Besitzvermerk auf dem Titel, dat. 1620); Marte de Pontoux (Einband); "Monsieur Belardie, secundus bonus puer" (Eintrag auf freiem Vorsatz); vord. Spiegel mit bibliographischem Eintrag, datiert 22. Feb. 1824 und signiert "Violet". Es fehlen Bl. C7-8, D1-2, E4 u. L4.
Rare Latin book of hours for the use of Rome, printed on vellum. Richly illustrated with Hardouyn's Centaur-device on title, anatomic man surrounded by four smaller figures on title verso, 13 (of 19?) full-page illuminated cuts, and several smaller cuts in text, all in contemporary colouring, historiated borders and Hardouyn's Sphere-device at end uncoloured, initials and capitals supplied in gold and colours. - Some rubbing and creasing, occasional soiling, smudging to a few illuminated initials. E5 with tear at inner margin also affecting text and border, illumination on L3r with manuscript caption in an early hand. Lacks C7-8, D1-2, E4 and L4. 17th-century red morocco gilt, covers with all-over gilt tooling enclosing the name Marte de Pontoux; rubbed, bend in covers, small wormholes to spine.
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Los 132
Horatius Flaccus, Opera. 1543
Horatius Flaccus, Q. Opera cum quatuor commentariis, Acronis, Porphyrionis, Antonii Mancinelli, Iodoci Badii, anno M.D.XLVII. repositis. Adiectae in calce libri eundem in authorem Henrici Glareani Helvetii. Paris, M. de La Porte, 1543. Fol. (35:22,5 cm). Mit Verlegermarke  6 nn., 288 röm. num., 20 nn. Bll. Alter blindgepr. Ldr., berieben u. bestoßen, Rücken oben u. unten mit kl. Fehlstellen, ohne feste Vorsätze.
Vgl. BM, STC French 231 u. Adams H 882 u. 883 (Verleger Petit bzw. Roigny mit identischer Kollation). - Die Auflage teilten sich mehrere Pariser Verleger, u.a. F. Regnault. - Etwas gebräunt, letzte Bll. mit Wasserfleck in der oberen Innenecke. Freier Vorsatz mit langem Eintrag von Friedrich August Süßmilch aus Lübben, 1833, sowie mit gestrichenem Besitzvermerk von Erasmus Helderius (Asmus Helder), 1587.
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Los 133
Aus der Bibliothek des Weimarer Hofdichters J. C. Lorber
Horatius Flaccus, (Opera) cum comment.
Horatius Flaccus, Q.  (Opera). Dionysii Lambini in Q. Horatium Flaccum... commentariis auctis, atq. amplificatis, illustratum.Quae huic quartae, ac postremae, ad tertiam conformatae, editioni sint addita, epistola ad lectorem... docebit (&) Pars altera. 2 Tle. in 1 Bd. Frankfurt, A. Wechel Erben C. Marne & J. Aubry, 1596. 4to (26:18,5 cm). 8 Bll., 464; 550 S., 1 Bl. Blindgeprägt. Schweinsldr. d. Zt., Mittelplatten mit Porträt Herzog Friedrich Wilhelms von Sachsen bzw. sächs. Wappen, Vorderdeckel mit Monogramm "GVGVG" und Dat. 1600; etwas gedunkelt und berieben, Ecken stärker bestoßen, ohne vord. freies Vorsatz.
VD 16, H 4878; Adams H 945; Schweiger II, 400. - Frankfurter Lambin-Ausgabe, erstmals 1577 erschienen. - Etwas gebräunt und fleckig, stellenw. Unterschreichungen und Anmerkungen in Tinte. Titel und erste Bll. in der oberen Außenecke geknittert, vereinzelt kl. Randläsuren. Titel mit Stempel eines großherzogl. Gymnasiums, hint. Innendeckel mit neuerem Monogrammstempel "RK", der vord. mit typograph. Exlibris des Weimarer Hofpoeten Johann Christoph Lorber (1645-1722).
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Los 134
C-Tautogramm
Hucbald, De laude calvorum
Hucbald von Saint-Amand (Hucbaldus Elnonensis). De laude calvorum ad Carolum Calvum Imperatorem, mirabile opus centum triginta trium versuum, in quo omnia verba à litera C incipiunt. Louvain, Hieronymus Wellæus, 1562. (15,5:9,5 cm). 4 nn. Bll. Mod. blindgeprägt. Ldr. in Pp.-Schuber.
Bibliographisch für uns nicht nachweisbar, Adams kennt lediglich eine frühere Ausgabe mit Titel "Carmen de laude ("c. 1510-20?"). - Äußerst seltene Ausgabe dieses C-Tautogramms. "Besonders merkwürdig ist sein Gedicht zum Lobe der Kahlköpfigkeit, welches er dem genannten Kaiser dedicirte. Sämmtliche Worte dieses 136 Verse zählenden Gedichtes beginnen mit dem Buchstaben C" (Wetzer-W. VI, 334). - Alle Bll. mit kl. hinterlegtem Randeinriss, letzte S. etwas angeschmutzt. Exlibris von Cornelius J. Hauck, Cincinnati, Ohio.
Very rare edition of this poem in praise of baldness, dedicated to Charles the Bald, Emperor of Germany. Every word beginning with the letter "c". The author was a Benedictine monk in the 9th century. - Small restored marginal tear to all 4 leaves, last page a little dusty. Modern blind-stamped calf in slip case. The Hauck copy.
 
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Los 135
Isocrates, De regno
Isocrates. De regno liber incomparabilis, ad Nicoclem Cypri regem. (Ed.) G. Laetus (Fröhlich). Augsburg, P. Ulhard, 1548. 4to (19,5:15,5 cm). 11 nn. Bll. (o.d.l.w.). Mod. Pp.
VD 16, I 535. - Seltene Einzelausgabe des beliebten zweiten Briefes des Isocrates über die Regierungskunst. - Etwas stockfleckig, Titel mit Blattweiser u. Stempel mit Dublettenstempel.
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Los 136
Johannes Chrysostomus, Opera. Paris 1503
Johannes Chrysostomus. Opera. (Teil 1-3 von 6) in 1 Bd. Venedig, B. Stagnino & G. de Gregori, 1503. Fol. (32:22 cm). 10 nn., 62, 104 (recte 102), 140 num. Bll. Brauner Ldr. im alten Stil über Holzdeckeln mit reicher Blindprägung u. 2 Schließen.
EDIT 16, CNCE 33769; Graesse II, 151; nicht bei Adams. - Venezianische Postinkunabel. Das Werk gliedert sich in 2 Abteilungen mit je 3 Teilen (Bänden), vorliegend die erste Abteilung mit den Teilen 1-3. - Blatt 1 des zweiten Teils mit irriger Foliierung "49" u. falscher Bogensignatur "gg" statt A1 (wie auch in Vergleichsexemplaren). Stellenweise sorgfältig gereinigt, vereinzelt noch gering fleckig bzw. fingerfleckig, wenige minimale Wurmspuren. Mehrere alte Anmerkungen u. Unterstreichungen, bei den ersten Blättern dieses teilw. etwas verwischt. - Aufwändig und dekorativ gebunden.
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Los 137
Josephus, Opera (graece)
Josephus, Flavius. Opera (graece). Basel, H. Froben & N. Episcopius, 1544. Fol. (33,5:22 cm). Mit Holzschnitt-Druckermarke (auf dem Titel in Rot, am Schluss in Schwarz gedruckt). 6 Bll., 967 S. Englischer Ldr. d. Zt. mit Rollenblindprägung (sign. "HR") auf beiden Deckeln; beschabt, teilw. bestoßen, Rücken u. teilw. Ecken in späterer Zeit restauriert bzw. erneuert. Rücken stark berieben.
VD 16, J 955 (berichtigte Aufnahme); Hieronymus, Griech. Geist 238. - Editio princeps des griechischen Texts, herausgegeben von Arnoldus Arlenius. Zuvor war nur das sogenannte 4. Makkabäerbuch, das heute nicht mehr als Werk des Josephus gilt, im Druck erschienen. Bis auf die Vorstücke ganz in griechischen Typen gedruckt, der Titel in Rot und Schwarz. Arlenius (1510-1582) war Bibliothekar des spanischen Adligen, Humanisten und Staatsmanns Diego Hurtado de Mendoza, damals kaiserlicher Gesandter in Venedig, dem er sein Werk auch gewidmet hat. - Gering gebräunt, stellenweise kleinere Feuchtigkeitsränder (zu Anfang etwas stärker), vereinzelt alte Anmerkungen u. minimale Wurmspuren. Titel angestaubt u. fleckig, im oberen Rand Besitzvermerk des 16. Jahrhunderts sowie späterem von Arthur Best, Pembroke. Gest. Exlibris Frederick Duke of Sussex u. John Alfred Spranger of Trinity College Cambridge.
Editio princeps of the Greek text of Flavius Josephus. - Slight browning, slight dampmarking, heavier to first leaves, few old annotations and minor worming, spotting and some duststaining to title. On top of title a 16th century signature in an English hand, and a 17th century ownership inscription by Arthur Best, Pembr(oke). Inside front cover engraved bookplates of Frederick Duke of Sussex (son of George III), and of John Alfred Spranger of Trinity College Cambridge. Cont. blindstamped calf (probably a London binding), signed HR. Cover panels composed of rolls, including rose, fleurs de lys; rebacked and recornered, spine dried and cracked, some abrasions to covers.
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Los 138
Josephus, Historien
Josephus, Flavius. Historien und Bücher: Von alten Jüdischen Geschichten, zwentzig sampt einem von seinem Leben; Vom Jüdischen Krieg, und der Statt Jerusalem endtlicher Zerstörung, siben: Vom alten Herkommen der Jüden wider den Apion von Alexandreia, zwey: Von den Machabeern, oder vom Regiment der Vernunnfft, eins. Alles aus dem Griechischen verteutscht (durch J. Spreng u.a.). 2 Tle. in 1 Bd. Frankfurt, G. Rab, S. Feyerabend & W. Han Erben, 1571. Fol. (34:22 cm). Mit breiter gest. figürlicher Titelbordüre, zahlr. Textholzschnitten (inkl. einiger Wiederholungen) meist von Tobias Stimmer und J. Amman sowie 2 gleichen Holzschnitt-Druckermarken. 5 (statt 6; d.l. w.) nn., 348 num., 14 nn. (d.l.w.); 177 num., 7 (statt 9) nn. Bll. Blindgepr. Schweinsldr. d. Zt. über Holzdeckeln, stark gedunkelt, beschabt und bestoßen, angeplatzte Gelenke mit Lwd.-Streifen unterlegt, Rücken mit kl. Bezugsfehlstellen und Kapitale abgestoßen, fehlen die Laschen der beiden Schließen.
VD 16, J 980; Goed. II, 319, 5 (nennt K. Lautenbach als Übersetzer); Becker 14 b; New Hollstein, Book Illustrations 80. - Zweite Ausgabe der Flavius-Josephus-Übersetzung mit diesen Illustrationen; eine von 2 Varianten, vorliegend mit "Summarischem (statt: Summarischer) Innhalt" auf dem Titel. Die schönen Holzschnitte Ammans und Stimmers waren bereits in verschiedenen anderen Werken verwendet worden. Die Weltkarte (Bl. 179r) ist ein Abdruck von "Daniel's Dream Map". - Unterschiedlich gebräunt, einige Flecken und Randläsuren, auch einige lange Einrisse bis in den Text. Durchgehend wasserfleckig (bis in den Text), vor allem anfangs und am Ende stark. Vereinzelt Anmerkungen oder Unterstreichungen. Erste und letzte Bll. gelockert, die letzten auch geknittert. Titel angeschmutzt, ausgefranst und mit Knitterfalten, in der Oberecke kl. Loch, unten ergänzter Eckabriss (mit kl. Verlust in der Bordüre). Fehlen 1 Bl. Vorstücke (a2) und 2 Registerbll. (b2+7).
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Los 139
Josephus, Historien und Bücher. 1574
Josephus, Flavius. Historien und Bücher: Von alten Jüdischen Geschichten zwentzig sambt einem von seinem Leben; Vom Jüdischen Krieg; Von der Juden altem Herkommen wider Apionem; Von Meysterschafft der Vernunfft, und der Machabeer Marter. Alles aus dem Griech. verteutscht (durch K. Lautenbach). Straßburg, T. Rihel, 1574. Fol. (37:24 cm). Mit Holzschnitt-Titelbordüre, Druckermarke u. 111 Textholzschn. (inkl. einiger Wiederholungen) v. T. Stimmer. 6 nn., 524 num., 20 nn. Bll. Schweinsldr. d. Zt. über Holzdeckeln, stark berieben, beschabt, Fehlstellen in den Rändern, Schließenreste.
VD 16, J 981; Muller 545, 45 (= Ritter 1279 u. 1113); Goed. II, 319, 5; Fürst II, 122. - Erste Straßburger Ausgabe der Lautenbach'schen Übersetzung, hier ohne den Hegesipp. Die schönen Holzschnitte Tobias Stimmers, größtenteils von C. van Sichem u. St.'s Bruder Hans Christoffel ausgeführt, gehören "zu den schönsten Erzeugnissen der deutschen Formschneidekunst der 2. Hälfte d. 16. Jhdts." (Thieme-B. 32, 59). - Die Weltkarte (Bl. 167v) ist ein Abdruck von "Daniel's Dream Map". - Etwas stock- u. fingerfleckig, vereinzelt alte Anmerkungen. Titel mit zwei kleinen Löchern im weißen Rand.
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Los 140
Josephus, Historien und Bücher. 1581
Josephus, Flavius. (Historien und Bücher: Von alten Jüdischen Geschichten zwentzig sambt einem von seinem Leben; Vom Jüdischen Krieg; Von der Juden altem Herkommen wider Apionem; Von Meysterschafft der Vernunfft, und der Machabeer Marter). Straßburg, T. Rihel, 1581. Fol. (36:24 cm). Mit zahlr. Textholzschnitten (inkl. einiger Wiederholungen) v. T. Stimmer.  524 num., 20 nn. Bll. - Angebunden: Hegesippus. Fünff Bücher: Vom Jüdischen krieg, und endlicher Zerstörung der...Statt Jerusalem. Aus dem Latein. verteutschet (von K. Lautenbach). Ebenso. Mit Holzschnitt-Titelbordüre u. mehreren Textholzschnitten v. T. Stimmer. 6 nn., 118 num., 6 nn. Bll. (l.w.). Blindgeprägter Schweinsldr. d. Zt. über Holzdeckeln, stark berieben u. gebräunt, teilw. restauriert, neuer Rücken unter Verwendung alten Materials, neue Vorsätze.
VD 16, J 981 u. H 1264; Muller 548, 72-73. - Die Weltkarte (Bl. 167v) ist ein Abdruck von "Daniel's Dream Map". - Fingerfleckig, etwas gebräunt u. fleckig, vereinzelte Feuchtigkeitsränder, vereinzelte Randeinrisse, erste Bll. im Rand hinterlegt. Holzschnitt auf Blatt 454 ausgeschnitten, verso Textverlust. Es fehlen die ersten 6 nn. Bll. inkl. Titel. oRR/Waf.
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Los 141
Josephus, Historien und Bücher. Frankfurt 1581
Josephus, Flavius. (Historien und Bücher: Von alten Jüdischen Geschichten, zwentzig, sampt einem von seinem Leben: Vom Jüdischen Krieg (etc.) Alles auß dem ursprünglichen Griechischen Exemplar ... verteutscht von J. Spreng u. Z. Münzer). 2 Tle. in 1 Bd. Frankfurt, J. u. S. Feyerabend, 1581. Fol. (30,5:22 cm). Mit zahlr. kol. Textholzschn. von J. Amman. 6 nn. Bll. (l.w.), Bl. 18-348 num., 14 nn. (l.w.); 177 num., 1 (st. 8) nn. Bll. Alter Hldr., bestoßen, Gelenke eingerissen.
VD 16, ZV 8758; Goed. II, 319, 5; Becker 14e; Nicht bei New Hollstein, Book Illustrations (vgl. 58 zur Ausgabe 1569). - Dritte Frankfurter Ausgabe des deutschen Josephus, die zweite bei Feyerabend. - Die Holzschnitte in neuerem Kolorit. Teilw. gebräunt u. fleckig, vereinzelt teilw. reparierte Randbeschädigungen. Es fehlen mindestens die 6 nn. Bll. Vorstücke inkl. Titel u. num. Bll. 1-17 sowie Bl. 179 in Teil. 1. oRR/Waf.
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Los 142
Josephus, Historien und Bücher. 1587
Josephus, Flavius. Historien und Bücher: Von alten Jüdischen Geschichten zwentzig sambt einem von seinem Leben; Vom Jüdischen Krieg; Von der Juden altem Herkommen wider Apionem. Straßburg, T. Rihel, 1587. Fol. (36,5:23 cm). Mit zahlr. Textholzschnitten (inkl. einiger Wiederholungen) v. T. Stimmer. 6 nn. (l.w.), 547 (st. 548) num., 14 nn. Bll. (l.w.), Bl. 2-177, 8 nn. Bll. - Angebunden: Hegesippus. Fünff Bücher: Vom Jüdischen krieg, und endlicher Zerstörung der...Statt Jerusalem. Aus dem Latein. verteutschet (von K. Lautenbach). Ebenso. Mit Holzschnitt-Titelbordüre u. mehreren Textholzschnitten v. T. Stimmer. 6 nn.,118 num., 5 nn. Bll. (o.d.l.w.). Blindgeprägter Schweinsldr. d. Zt. über Holzdeckeln, stark berieben u. gebräunt, teilw. restauriert, neuer Rücken unter Verwendung alten Materials, neue Vorsätze.
VD 16, J 986 u. H 1265; Muller 548, 81-82. - Die Weltkarte (Bl. 176r) ist ein Abdruck von "Daniel's Dream Map". - Gebräunt, teilw. fleckig bzw. fingerfleckig, vereinzelt Feuchtigkeitsränder, vereinzelte, teilw. hinterlegte Randläsuren. Erster Titel aufgezogen. Es fehlt Blatt 43 in Teil 1 u. der Zwischentitel zu Teil 2.
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Los 143
Justinus, Ex Trogi Pompeii
Justinus, (M. J.) Ex Trogi Pompeii historiis externis libri XXXXIIII. Paris, R. Stephanus, 1543. (17:11,5 cm). Mit Druckerm. 267 S., 14 Bll. Flex. Prgt. d. Zt. mit Goldschnitt, etwas aufgebogen u. leicht fleckig.
BM, STC French 427; Schweiger II, 487; vgl. Graesse III, 512. - Gebräunt; stellenw. leicht fleckig u. mit Anstreichungen im Text; Titel angeschmutzt; Vorsätze erneuert.
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Los 144
Justinus, Historie di Trogo Pompeio
Justinus, M. J. Nelle historie di Trogo Pompeio, novamente in lingua toscana tradotto. Venedig, P. Nicolini da Sabbio, 1535. (16:10,5 cm). Mit Holzschnitt-Titelbordüre. 176 Bll. Hldr. d. frühen 19. Jh., berieben, Rücken mit Wurmspuren.
EDIT 16, CNCE 32738; Sander 3725 Anm. - Etwa vierte italienische Ausgabe. - Teilw. gebräunt u. fleckig, einige Wasserränder, Titel fingerfleckig.
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Los 145
Kalecas, Contra Graecorum
Kalecas (Calekas), M. Contra Graecorum errores, libri quatuor. Olim ab Latine versi, ab Ambrosio Camaldulensis; nunc in lucem prolati, et notis illustrati, a Petro Stevartio. Ingolstadt, A. Angermaier, 1608. 4to (20,5:16,5 cm). Mit gest. Wappen als Titelvignette. 8 Bll., 470 S., 5 Bll. Neuerer Hprgt. unter Verwendung alten Materials.
VD 17, 12:142502Y; Stalla 1608; vgl. Wetzer-W. VII, 50 (Ausgabe 1616). - Erste Ausgabe. Etwas gebräunt. Titel mit kl. Stempel u. Dublettenstempel.
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Los 146
Neuw Pauren Kalender auff das Jahr 1589
Kalender. - Neuw Pauren Kalender auff das Jahr. M.D.LXXXIX. (Rorschach, Gotshaus) St. Gallen, L. Straub, (1588). 16mo (10,5:8 cm). Mit Titelholzschnitt, 12 Monatsholzschnitten und zahlr. kl. Holzschnittfiguren, sämtlich in Rot- und Schwarzdruck. 15 (statt 16) nn. Bll. Flex. Prgt. aus altem Material, Rückdeckel etwas fleckig.
VD 16, ZV 26029; nicht bei Zinner. - In Rot und Schwarz gedruckter Bauernkalender des Erstdruckers von Rorschach, Leonhard Straub, der am 5.10.1584 wegen Zensurverstößen aus St. Gallen ausgewiesen worden war (vgl. Reske 788 f.). Der Kalender enthält für jeden Monat zwei Seiten mit Monatsholzschnitt und Darstellung der Heiligen, die Tätigkeiten in diesen Monaten und Charakteristiken der Monate werden durch kl. Zeichen dargestellt. Der Titelholzschnitt zeigt einen Aderlass, das letzte Blatt verso mit Vorhersage der Mondfinsternis am "25. Tag deß Augstmonats". - Etwas fleckig, Bl. 4 und 5 mit Quetschfalte. Durchgehend Randein- und Randausrisse sowie Wurmgänge sorgfältig restauriert sowie meist unten angerändert, fast immer mit nachgezeichnetem Bildverlusten. Titel mit Randläsuren aufgelegt. Fehlt das letzte Bl. mit einem weiteren großen Holzschnitt (Aderlassmann) sowie Angabe des Druckorts recto.
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Los 147
Folgen die Statuta der Statt Cölln
Köln. - Folgen die Statuta und Concordata der H. Freyen Reichs Statt Cölln, durch Bürgermeister und Raht... nach dero wolhergebrachten alte Statt Rechten mittels Eyds bestättiget worden. (Köln um 1582). 4to (20:15 cm). 1 Bl., 186, 177 S., 1 w. Bl. Prgt. d. Zt., fleckig, Rücken alt erneuert, Randläsuren mit Nagespuren.
VD 16, K 1809. - In vier Kapitel unterteilte Stadtrechte von Köln. Kapitel I. (siehe Titel); II. Zwei Erbland Vereinigungs Brieff deß Ertzstiffts Cölln, 1463; III. Vertrags Articuln so zwischen Herman Landgraff zu Hässen u. dem Thumb Capitel an einem, und der Statt Cöllen am andern theil auffgericht, 1506; IV. Gemeine Reformation der Statt Cöllen Gerichts Proceß, durch C. Betzdorp. - Gebräunt, teils stock-  u. wasserfleckig, Titel mit teilw. gestrichenen Besitzvermerken.
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Los 148
La Popelinière, Histoire de France
(La Popelinière, L. Voisin de). L'histoire de France. Enrichie des plus notables occurrences survenues es Provinces de l'Europe & pays voisins, soit en paix soit en guerres tant pour le fait Seculier que Ecclesiastic. Tome premier (= Bd. 1/I von 3 Bdn.). O. O . 1582. (18:12 cm). 12 nn., 563 num., 15 nn. Bll. Ldr. d. 17. Jhdts., berieben und bestoßen, Vordergelenk eingerissen, oberes Kapital defekt.
BM, STC French 185; Brunet III, 835. - Zweite Ausgabe. Insgesamt erschien diese Oktavausgabe in 3 (bzw. 4) Bänden (Bd. 1 in 2 Teilbdn.). Die erste Ausgabe erschien 1581 in La Rochelle in 2 Foliobänden. Der vorliegende Band enthält die Bücher I bis VII und umfasst den Zeitraum von 1550-1562. - Etwas gebräunt, durchgehend wasserrandig, teilw. kl. Wurmspur im unteren Rand (ohne Textverlust), einige Bll. mit Randläsuren, ein Bl. 377 mit kl. ergänztem Einriss (etwas Buchstabenverlust), Titel mit kl. Loch und alten Vermerken. Stempel auf Titel und letztem Blatt.
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Los 149
Sanctus Laurentius, Homiliae duae.
Laurentius, Sanctus. Homiliae duae. Una de poenitentia, altera de Eleemosyna... typis hactenus nusquam excusae. Paris, M. Vascosanus, 1522 (= 1532). 4to (18:13,5 cm). 31 nn. Bll. (o.d.l.w.). Hldr. d. 20. Jh.
BL, French Books, Suppl. 47; nicht bei Adams. - Seltener Druck aus Vascosans erstem Schaffensjahr, mit verdruckter oder rückdatierter Jahresangabe. - Sorgfältig gereinigt.
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Los 150
Lauterbeck, Regentenbuch
Lauterbeck, G. Regentenbuch aus vielen trefflichen alten und newen Historien... zusammen gezogen. Allen Regenten und Oberkeiten zu anrichtunge und besserung Erbarer und guter Policey. Itzo von newen wider ubersehen, corrigiert, gebessert. Es ist auch zu ende dis Buchs ein schön und herrlich rede Musonii. Leipzig, J. Bärwald, 1559. Fol. (32:20,5 cm). Mit einigen figürlichen Holzschitt-Initialen u. Druckermarke am Schluss. 12 nn., 223 (recte 225 num.), 2 nn. Bll. (l.w.). Schweinsldr. d. Zt. über Holzdeckeln mit reicher Rollenblindprägung, 2 Schließen; gebräunt, etwas berieben, Rückdeckel mit wenigen minimalen Fehlstellen im Bezug.
VD 16, L 779. - Dritte Ausgabe des erstmals 1556 bei Bärwald gedruckten Fürstenspiegels. "Das deutschsprachige Standardwerk über Staatsaufgaben und politisch-moralische Verhaltensrichtlinien im Zeitalter der Konfessionalisierung" (M. Philipp, Georg Lauterbeck). - Etwas gebräunt, teilw. stock- u. etwas fingerfleckig. Einige alte Anmerkungen, vorderer Innendeckel mit zeitgenöss. Anmerkung, im hinteren Innendeckel gestrichener Besitzername, datiert 1584. - Zum Einband vgl. EBDB w004270 und Rolle r003181 (Christus, Johannes, Paulus, David) die Hans Schöniger aus Leipzig zugeordnet wird. Vorliegend diese Rolle aber mit Monogramm "A L", das nach Haebler I, 256 einem Andreas Leffler oder Abraham Lehmann aus Leipzig gehört. - Provenienz: gest. Exlibris Duchesse de Courlande (Dorothea von Sagan) u. Exlibris der "Tümpling'sche Fideicommiß-Bibliothek auf dem Thalstein bei Jena", datiert 1895.
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Los 151
Lazius, Typi Austriae. 3 Bll.
Lazius, W. Typi chorographici Provin: Austriae cum explicatione. Wien, M. Zimmermann, 1561. Fol. (40,5:26,5 cm). - Daraus: 3 Bll. mit je 3 Radierungen.
VD 16 ZV 9508; Mayer Nr. 337. - Aus dem seltenen ersten Atlas der österreichischen Alpenländer. Den Karten waren jeweils Tafeln vorangestellt, die den kaiserlicher Adler mit den Wappen des österreichischen Hauses auf den Flügeln zeigen, der eine Schrifttafel zur jeweiligen Provinz trägt: hier Bayern, Tirol und Görz; darunter je 2 entsprechende figürliche Darstellungen nebeneinander. - Leicht fleckig, in den bekannt schwachen Abdrucken, mit Plattenton und Druckfarbenverwischungen. Kleine Randläsuren. In der Unterecke jeweils in Tinte Bogensignatur vermerkt.
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Los 152
Leisentritt, Catholisch Pfarbuch
Leisentritt, J. Catholisch Pfarbuch oder Form und Weise, wie die catholischen Seelsorger in Ober und Niderlausitz jhre Krancken eingepfarten ohne unterscheidt besuechen sollen. Köln, M. Cholinus, 1578. 4to (20,5:16 cm). Mit 23 Textholzschnitten. 2 (statt 4) Bll., 316 S. - Angebunden: Ders. Kurtze Fragstücke, von dem Hochwirdigen Sacrament des Altars unter gestalt Brodts un Weins... Vor die gemeinen Altglaubigen Layen, in Ober und Nider Lausnitz, neben andern verfasset. Köln, Cholinus, 1578.  Mit 3 Textholzschnitten. 56 (recte 48) S. Flex. Prgt. d. Zt., knittrig, gebräunt u. fleckig.
I. VD 16, L 1065 u. L 1066. - Nach dem Übertritt des letzten Bischofs v. Meißen zum Protestantismus wurde Leisentritt kathol. Administrator. "Wußte durch Klugheit und Mäßigung die kath. Kirche der Lausitz zu bewahren... ließ die Anwendung der deutschen Sprache bei der Taufe zu" (Schnorr in ADB XVIII, 222). Die Textholzschnitte, darunter auch ein Porträt von Leisentritt, teilw. in typographischen Bordüren. - II. VD 16, L 1069. - Am Schluss eine deutsche Übersetzung in Versform von 'ora, labora, protege'. - Insgesamt teilw. wasserrandig, stellenw. fingerfleckig u. etwas gebräunt. I. fehlen die Bll. 2-3 der Vorstücke, Titel mit restauriertem oberen Randdefekt, die zwei folgenden Bll. mit restaurierter Ecke. S. 9-12 in I. und 18-19 in II. verbunden.
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Los 153
Lichtenberger, Pronosticatio
Lichtenberger, J. Pronosticatio, iam denuo sublatis mendis, quibus scatebat pluribus, quam diligentissime excussa. Köln, P. Quentel, 1528. (14,5:9 cm). Mit Holzschnitt-Titelbordüre u. 45 Textholzschnitten (inkl. Wiederholungen) von A. Woensam von Worms. 84 nn. Bll. Ldr. d. 18 Jh., berieben, Rücken mit Reparaturen, Vordergelenk eingerissen.
VD 16, L 1593; Adams L 661; Houzeau-L. 5536; Zinner 1361; Muther 1657; Merlo 987, 1-38. - Seltener Druck der seit 1488 bereits in mehreren lateinischen, deutschen und italienischen Inkunabelausgaben verbreiteten und bis ins 17. Jh. hinein aufgelegten Prognostikation. Lichtenberger war Hofastrologe Kaiser Friedrichs III. und "benützte die Zusammenkunft (von Saturn und Jupiter im Skorpion 1484) und die Sonnenfinsternis von 1485 zu seinen bekannten Prophezeiungen" (Zinner S. 19). Die Holzschnitte von Woensam zeigen Wappen, Tiere, Personengruppen, Embleme etc. - Etwas fingerfleckig, Titel mit Feuchtigkeitsfleck u. gestrichenem Namenszug. Vorsatz mit Anmerkungen. Exlibris.
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Los 154
Lindanus, Psalterium Davidicum vetus
Lindanus (van der Lindt), W. Psalterium Davidicum vetus. A sexcentis amplius scribarum mendis castigatum... & Paraphrasi passim intexta illustratum. Antwerpen, G. Silvius, 1568. (18:12 cm). 16 Bll., 322 S., 3 Bll. Ldr. d. 17. Jh., beschabt, Rücken an Kopf u. Fuß beschädigt, Innengelenke eingerissen.
Adams B 1451;  Belgica Typographica 484 (beide unter Bible - Psalms). - Erste Ausgabe in der Bearbeitung durch den Inquisitor für Holland, Zeeland und Friesland und späteren Bischofs von Roermond. - Vereinzelt gering fleckig. Titel fingerfleckig u. mit zwei alten Besitzvermerken, verso kleiner Stempel.
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Los 155
Lippomano, De vitis sanctorum
Lippomano, L. De vitis sanctorum, pars prima (& secunda). Cum scholiis eiusdem, omnium modernorum haereticorum blasphemias ac deliramenta clare convincentibus. 2 Tle. in 1 Bd. Löwen, R. Velpius für M. Verhasselt, 1571. Fol. (30,5:21 cm). Mit Druckerm. auf den Titeln u. am Schluss. 18 Bll., 491 S.; 2 Bll., 479 S. Ldr. d. 18. Jh. mit Rvg. u. Rsch., dreiseitiger Goldschnitt; etwas berieben u. bestoßen, Gelenke angebrochen.
Adams L 745. - Auszug aus dem monumentalen, 1551-60 in 8 Bänden erschienenen hagiographischen Hauptwerk des Bischofs von Verona (1496-1559). - Gleichmäßig gering gebräunt, Titel mit zwei gestrichenen Besitzvermerken. Gest. Wappenexlibris der Bibliotheca Lindesiana.
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Los 156
Lipsius, De bibliothecis syntagma
Lipsius, J. De bibliothecis syntagma. Antwerpen, Plantin-Moretus, 1602. 4to (23:16,5 cm). Mit gest. Druckermarke auf dem Titel. 34 S., 1 Bl. Mod. Umschlag.
Bibl. Belgica L 144. - Erste Ausgabe dieser Abhandlung über die Bibliotheken der Antike. - Gering gebräunt, oberer Rand etwas stärker betroffen u. geknickt.
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Los 157
Rivius, Iusti Lipsi
Lipsius, J. - Rivius, J. Iusti Lipsii Principatus litterarius... scriptus ad ritum priscum. Antwerpen, Plantin-Moretus, 1607. 4to (25,5:18 cm). 30 S., 1 Bl. Mod. Hprgt. - Etwas gebräunt. - Bibl. Belgica L 548.
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Los 158
Livius, Ankunfft und Ursprung
Livius, T. u. L. A. Florus. Von Ankunfft und Ursprung deß Römischen Reichs, der alten Römer herkommen, Sitten, Weißheyt, Ehrbarkeyt, löblichem Regiment, Ritterlichen Thaten... gegen jhren Feinden. Auff daß newe auß dem Latein verteutscht. Straßburg, T. Rihel, 1605. Fol. (32:23 cm). Mit Holzschn.-Titelbordüre, Druckermarke u. 131 großen Textholzschn. (inkl. Wiederholungen) von T. Stimmer. 14 Bll., 887 S., 11 Bll. Alter Prgt., Rückdeckel oben mit Restaurierung; einige Wurmlöcher, ohne vorderen freien Vorsatz, hintere Vorsätze mit Wurmspuren,
VD 17 3:314531P; Goed. II, 320, 8. - Späte Straßburger Ausgabe in der 1574 erstmals erschienenen Übersetzung Zacharias Müntzers. Die schönen Holzschnitte nach Zeichnungen von Tobias Stimmer jeweils mit Holzschnittbordüren (12 verschiedene Typen) umgeben. - Gebräunt, stellenw. stark; vereinzelt mit alten Unterstreichungen; zu Beginn u. gegen Ende mit wenigen Wurmlöchern u. -gängen; Titel u. Folgebll. mit kl. Randläsuren; Titel mit Namenszug Michael Schmid, datiert 1780 sowie gestrichenem älteren Besitzvermerk.
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Los 159
Longolius, Orationes duae
Longolius (de Longueil), C. Orationes duae pro defensione sua in crimen laesae maiestatis, longe exactiori quàm ante iudicio perscriptae, ac nunc primum ex ipsius auctoris sententia in lucem editae. Item Oratio una ad Luterianos. Eiusdem Epistolarum libri quatuor. Epistolarum Bembi et Sa doleti liber unus. Venedig, (L. A. Giunta Erben), 1539. (16:10,5 cm). 264 nn. Bll. Flex. Prgt. d. Zt., berieben, Schließbänder entfernt, Rücken eingerissen.
EDIT 16, CNCE 45644. - Erstmals 1524 bei Giunta erschienen. EDIT 16 nennt einen weiteren Druck von 1539 mit identischer Kollation mit Druckerangabe "Ioannem Baptistam a Burgofrancho". - Gering gebräunt, stellenweise Feuchtigkeitsränder.
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Los 160
Der Stat Nürmberg warhaffte Verantwortung. 2 in 1 Bd.
Markgräflerkrieg. - Andere ajns erbarn Raths der Stat Nürmberg warhaffte verantwortung, gegenbericht und ablainung vff des erclerten und verrufften Echters und Landfridprechers Marggraf Albrechts des jüngern von Brandenburg (&) Anndere warhafftige verantwortung unser vonn Gottes Genaden Weiganden Bischouen zu Bamberg wider das abermaln unfüglich unnd ungründig außschreyben unnd schmachbüchlein so Marggraf Albrecht von Brandenburgk wider unser einigungs und kriegs verwante... den 12. Januarii dieses gegenwertigen LIIII. Jahrs. Zus. 2 in 1 Bd. (Nürnberg, J. Heller), 1554. 4to (19,5:14,5 cm). Jeweils mit kl. Wappenholzschnitt auf dem Titel. 52 (l.w.) nn.; 46 nn. (l. 2 w.) Bll. Ohne Einbd., Buchblock gebrochen, Heftung gelockert bzw. lose.
VD 16, N 1948 u. B 268; nicht bei Pfeiffer (vgl. aber 4231-4233 bez. Bamberg). - Zwei Schriften, die erste in einer von drei Varianten, gegen Albrecht II. Alcibiades (Brandenburg-Kulmbach), der trotz des Passauer Vertrags weiter Krieg gegen die Bistümer Bamberg und Würzburg sowie gegen die Freie Reichsstadt Nürnberg führte. - Etwas gebräunt und Ränder teilw. etwas fleckig, bei Bd. 1 Lage B und N lose.
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Los 161
Zasius, Oratio in funere Maximiliani
Maximilian I., Kaiser. - Zasius, U. Oratio, Friburgo in funere D. Maximiliani Imp. Aug. habita. Basel, J. Froben, 1519. 4to (22,5:17 cm). Mit Holzschnitt-Titelbordüre u. Metallschnitt-Druckermarke von A. Holbein sowie 1 Holzschnitt-Textbordüre. 14 S., 1 Bl. Mod. Pp.
VD 16, Z 173; Hohenemser 4152; vgl. zur Titelbordüre Holbein-Kat. Basel 125, zur Druckermarke 122. - Erste Ausgabe der Rede Zasius' auf den Tod Kaiser Maximilians I. - Unbeschnitten u. tlw. unaufgeschnitten; die Titelbordüre mit kl. Druckauslassung; Titel im Innenrand unten etwas braunfleckig.
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Los 162
Mergenthal, Beschreibung der Reise
Mergenthal, H. von. Gründliche und wahrhafftige Beschreibung der löblichen und ritterlichen Reise und Meerfart in das hl. Land nach Hierusalem, des... Herrn Albrechten, Hertzogen zu Sachsen... Dabey ein kurtzer Außzug der Pilgramschafft ins gelobte Land, Hertzog Wilhemen zu Sacshsen, auch anderer Fürsten aus diesem hochlöblichen Stammen. Leipzig, Z. Berwaldt, 1586. 4to (19,5:14,5 cm). Titel mit kl. Wappenholzschn. u. typogr. Bordüre. 60 nn. Bll. Flex. Prgt. d. Zt. aus einer Handschrift d. 15. Jh., Rücken etwas lädiert.
VD 16, M 4835; Tobler 51 f.; ADB XXI, 422. - Erste Ausgabe, die einzige des 16. Jahrhunderts. Bericht über die Pilgerreise des Herzogs Albrecht des Beherzten von Sachsen (1464-1500) nach Palästina im Jahr 1476, an der Hans von Mergenthal teilgenommen hatte. "Fügt zu dem Bilde, welches wir aus anderen Quellen uns vom Pilgerleben des Mittelalters entwerfen können, einige nicht unwesentliche Züge bei" (ADB). Bl. L1-2 behandeln den Aufenthalt auf Zypern. Herausgegeben und um kurze Beschreibungen der Palästinareisen der sächsischen Herzöge Wilhelm (1461), Friedrich (1493) und Heinrich (1506) vermehrt von Hieronymus Weller. - Gebräunt, teilw. etwas wasser- oder braunfleckig, Schlussbl. mit kl. Fehlstelle (Buchstabenverlust).
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Los 163
Mit Cranachs Schlangensignet
Missale Pragense. Leipzig, Lotter
Missale Pragense. - Missale s(ecundum) ritu(m) s(an)cte ecclesie Pragensis in Bohemia. Leipzig, M. Lotter, 1522. Fol. (34:22 cm). Mit figürlicher Holzschnitt-Titelbordüre, ganzseitigem Holzschnitt Titel verso, altkoloriertem Kanonholzschnitt von Lukas Cranach sowie zahlr. ornamentalen u. figürlichen Randbordüre u. großen (ca. 7:5 cm) und kleineren (ca. 3-5:3-3 cm) Initialen. 8 nn., num. I-CLXX, 8 Kanonblätter (Lage Z) auf Pergament, num. CLXXI-CCCXXXII (recte CCCXXXI, CCCIII in der Paginierung übersprungen, so komplett). Blindgeprägter Kalblederband d. Zt. über Holzdeckeln mit Messing-Eckstücken (3 gepunzt, 5 erneuert) sowie Messing-Mittelstücken auf beiden Deckeln, Messingschließen erneuert; Bezug restauriert und neu aufgezogen, Vorsätze erneuert, mod. Kassette.
VD 16, M 5616 (nur Wien); Weale-Bohatta 803 (nennt nur 3 unvollständige) Exemplare; Hollstein VI, S. 25, 27. - Sehr seltener Missaldruck. Nach Hollstein mit 3. Verwendung der bemerkenswerten Kreuzigungsszene von Lukas Cranach d.Ä. Zugleich früheste Verwendung seines Schlangensignetes, das er in diesem Holzschnitt erstmalig einfügte. Vorangehende Druckzustände bei Stuchs in Nürnberg (Missale Pragense 1509) und bei Lotter (Missale Brandeburgense 1516). Schöner zweispaltiger Druck in Rot und Schwarz, teilweise an zwei oder drei Seiten umrahmt von lebhaften Holzschnitt-Bordüren, die mythologische und weltliche Szenen, Blatt- und Blumenornamente mit Tieren darstellen und unterbrochen von den Initialen mit Bibelillustrationen und Heiligenbildern. Wenige weitere Holzschnitte alt ankoloriert. - Erste und letzte Bll. fingerfleckig, letzte Bll. auch etwas wasserfleckig. Exemplar restauriert: Bl. 140 oben Einriss geklebt, 148 mit restauriertem Durchriss, 181 Bordüre unten ergänzt mit etwas Bildverlust, 195 Einriss in Text, 250 Ergänzung im w. Rand, 293 unten Einriss in Text geklebt, 294 weißer Rand unten ergänzt, 307 unten behutsam verstärkt, 320 mit kl. Ergänzung im w. Rand, 331 und 332 mit kleinen Papierausbesserungen. Am Schluss fehlt das weiße Bl. Tt10. Kanonblatt seitlich mit altem handschriftlichen Vermerk.
A scarce missel for the use of Prague. Third use of Cranach's woodcut of the Christ at Cross with Maria and John. - Some fingerstaining to first and last leaves, watermarking to last leaves. A restored copy: restored tear at top of l. 140, restored tear between text colums to leaf 148, leaf 181 border torn with repaired loss at bottom, leaf 195 rest. tear to text, leaf 250 marginal repair without loss of text, leaf 293 repaired to bottom text, leaf 294 section of bottom margin replaced, leaf 307 carefully strengthened at bottom, small repair to margin of leaf 320 as well as to 331-332. Missing only blank leaf Tt10. Old ms. annotation to margin of canon woodcut. Restored blindstamped contemporary calf over wooden boards, 8 (5 replaced) brass corner pieces, 2 brass center-pieces, clasps and catches renewed, new endpapers.
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Los 164
Missale Romanum. Venedig 1522
Missale Romanum noviter impressum cum annotationibus in margine ad facillime omnia que in ipso ad alias paginas remittuntur invenienda. Venedig, L. A. Giunta, 1522. 4to (22:16 cm). Mit Holzschnitt-Titelbordüre u. zahlr. großen u. kleinen Textholzschnitten, sowie zahlr. figürl. Holzschnittinitialen. 8 nn., 264 num. Bll. Restaurierter blindgeprägter brauner Ldr. d. Zt. über Holzdeckeln, zwei Schließen.
EDIT 16, CNCE 11533; Weale-Boh. 1050; Sander 4822. - Seltene Ausgabe, schöner zweispaltiger Druck in Rot und Schwarz. - Teilw. fingerfleckig, teilw. etwas gebräunt, geringe Feuchtigkeitsspuren, letzte 2 Bll. mit wenigen Wurmspuren.
Scarce edition. Richly illustrated with woodcuts in different sizes and numerous historiated woodcut initials. - Thumbing throughout, some browning and slight dampmarking in places, few wormtraces to last two leaves. Bound in contemp. blindstamped brown calf over wooden board, restored, two clasps.
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Los 165
Müller, Kirchen-Geschmuck
Müller, J. Kirchen Geschmuck. Das ist: Kurtzer Begriff der fürnembsten Dingen, damit ein jede recht und wol zugerichte Kirchen geziert und, auffgebutzt seyn solle. Allen Prelaten und Pfarrherren durch das gantze Bistumb Regenspurg sehr notwendig. - Ornatus ecclesiasticus. 2 Tle. in 1 Bd. München, A. Berg, 1591. 4to (24:18 cm). Mit 2 wiederh. gr. Wappenholzschn., 2 (1 gefalt., 1 doppelblattgr.) mitpag. Holzschnitt-Tafeln u. 41 (24 blattgr.) Textholzschn. 8 Bll., 143 S.; 4 Bll., 168 S. Flex. Prgt. d. Zt., aufgebogen, Rücken fragmentarisch vorhanden, Vorderdeckel teilw. vom Buchblock gelöst, Schließbänder fehlen.
VD 16, M 6505; Schottenloher 32772 (lat.); Ornamentstichkat. Bln. 922; Lipperheide Oc 9. - Erste Ausgabe, erschienen in zwei Teilen mit dem gleichen Text in deutscher u. lateinischer (hier vorgebunden) Sprache. Der lateinische Teil ohne Illustrationen. Bestandsaufnahme kirchlichen Zeremonialgerätes mit präzisen Abbildungen, darunter auf den Falttafeln ein ganzer Altar mit geöffnetem Schrein sowie ein Sakristeischrank. Lipperheide zählt 73 Holzschnitte, wohl durch Einzelzählung offensichtlich zusammengehöriger kleiner Abbildungen. - Leicht stockfleckig, sonst innen sauber, der lat. Titel mit ausgeschnittenem Besitzvermerk am Kopfsteg. 
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Los 166
Nicetas Acominatus, Imp. Graeci historia
Nicetas Acominatus. Imperii Graeci historia, ab anno MCXVII in quo Zonaras desinit, usque ad annum MCCIII libris XIX descripta... Iterata editio graecolatina, Hieronymo Vvolfio interprete. (Genf), E. Vignons Erben, 1593. Gr.-8vo. Mit 2 Holzschn.-Druckerm. 8 Bll., 699 (recte 701) S., 19 Bll. Prgt. d. Zt. mit neuem Rsch., leicht fleckig, ohne die Schließbänder, Vorsätze erneuert.
Adams N 226; Moeckli 138; Schweiger I, 213. - Zweite Ausgabe, zuerst in Basel bei Oporin erschienen, griechischer Text und lateinische Übersetzung zweispaltig gesetzt, mit knappen Marginalien. Die Weltchronik des byzantinischen Historikers reicht vom Tode Kaiser Alexios I. bis zur Eroberung Konstantinopels durch die Kreuzfahrer im Jahre 1203. Die Übersetzung besorgte Hieronymus Wolf, Sekretär und Bibliothekar Johann Jakob Fuggers, dessen Bibliothek berühmt für ihre griechischen Handschriften war. - Titel u. letzte Bl. Vorstücke mit alten Notizen; Text anfangs teilw. mit Anstreichungen. 
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Los 167
Obsequens, Prodigiorum liber + Jamblichus, De mysteriis.
Obsequens, J. Prodigiorum liber, per C Lycosthenem restitutus. Polydori Vergilii urbinatis de prodigiis libri tres. Lyon, de Tournes, 1589. 12mo (13:8,5 cm). Mit Druckermarke u. zahlr. Textholzschnitten. 8 Bll., 334 S., 9 Bll. - Vorgebunden: Jamblichus Chalcidensis. De mysteriis Aegyptiorum, Chaldaeorum, Assyriorum. (Accedit) Proclus, Porphyrius, Psellus, Mercurii Trismegisti Pimander. Eiusdem Asclepius. (Lyon?), de Tournes, 1607.  Mit Druckermarke u. Schlussholzschnitt. 543 S. Prgt. d. Zt. mit hs. Rückentitel, fleckig u. angestaubt. 
I. Cartier, de Tournes 682; Adams O 9. - Zweite Ausgabe, erstmals 1552 in Basel erschienen. - Insg. gebräunt u. stellenw. stockfleckig; vord. Innendeckel u. hint. flieg. Bl. mit alten Notizen. - II. Cartier, de Tournes 738; vgl. BM, STC French 235 (EA). - Spätere Ausgabe bei de Tournes, erstmals 1570 bei ihm erschienen. - Im Erscheinungsjahr auf dem Titel ein C abgerieben, sodass nun irrig das Datum 1507 zu lesen ist.
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Los 168
Officium B. M. V. Venedig 1523
Officium B. M. V. Offici(cium) b(ea)tissime virginis marie cu(m) li offici ordinati de ciaschu(n) te(m)po(re). Venedig, Lucantonio Giunta d.Ä., 14. April 1523. (16:11 cm). Mit 26 tlw. wiederholten großen u. zahlr. kleinen Textholzschnitten. 16 nn., 178 num., 1 nn., 1 w. Bl. Ldr. d. Zt., Rücken übergreifend alt mit Leder überklebt, mit einigen Wumspuren, Vorsätze erneuert, ohne hinteren freien Vorsatz.
Bohatta 154 (nach Tregaskis-Katalog, ohne Koll.); vgl. Essling 484, Sander 5093 u. EDIT 16, CNCE 11766 (Ausg. 1517, nur 1 Expl. im EDIT 16). - Sehr seltene, mit schönen Holzschnitten reich illustrierte Ausgabe, Druck in Rot und Schwarz. Es handelt sich eine Neuausgabe der Ausgabe bei Lucantonio Giunta vom 10. April 1517 mit denselben Illustrationen (vgl. die Abbildungen bei Essling S. 455-457, dabei die umgebenden kleinen Holzschnitte in anderer Zusammensetzung). Diese Illustrationen wiederum sind meist seitenverkehrte Nachschnitte derjenigen aus der Ausgabe bei Bernardino Stagnino vom 26. September 1507 (vgl. Essling 475, die Abb. auf S. 434f. sowie die Tabelle 3 am Ende). - Stellenw. etwas fleckig, Bll. 150f. mit großen Quetschfalten, Titel mit verwaschenem längerem Eintrag in Tinte.
Very scarce edition, printed in red and black, richly illustrated with woodcuts, a new edition of the 1517 edition. - Some foxing here and there, creasemark to ll. 150-151, staining to title due to partlywashed out ink entry. Contemporary calf, spine and part of covers repaired, endpapers renewed, without free rear endpapers.
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Los 169
Olearius, De fide concubinarium
Olearius, P. De fide concubinarum in sacerdotes. Questio accessoria causa ioci & urbanitatis in quodlibeto Heidelberge(n)si determinata. (Basel, J. Wolff, um 1510). 4to (20:15 cm). Mit gr. altkol. Titelholzschnitt u. 11 gr. kol. Textholzschnitten (1 wiederh.). 25 Bll. Pp. d. späten 19. Jh., fleckig u. berieben.            
VD 16, O 663; Erman-H. I, 7350; vgl. Hohenemser 3893, Gay-L. I, 794 sowie Hayn-G. I, 665 f. (andere Ausgaben; "sämmtliche Drucke sind Seltenheiten!") u. III, 95 (Hartlieb). - Derbe vorreformatorische Kritik an dem sittenlosen Klerus in Form einer sogenannten Quodlibet-Disputation, wobei der lateinische Text fortlaufend mit deutschen Sätzen und Halbsätzen durchsetzt ist. Die Ausgabe enthält ferner ab Blatt B 4 verso in der gleichen Manier von Jakob Hartlieb aus Landau "De fide meretricum in suos amatores". "Hartliebs Rede gehört zu jenen ergötzlichen akademischen Scherzreden oder Quaestiones fabulosae seu facetosae, die ... das Universitäts- und Kulturleben wie wenige andere Äußerungen auf eine drastische und anziehende Weise zu charakterisieren geeignet sind. Und gerade Hartliebs Schrift gehört ihres kulturhistorischen Inhalts wegen zu den interessantesten ihrer Art" (ADB X, 669 f). Hervorstechend die bildkräftigen Holzschnitte des als "Meister DS" bezeichneten Basler Formschneiders (Thieme-B. XXXVII, 387), im vorliegenden Exemplar nicht ganz sauber, aber hübsch koloriert. - Durchgehend braun- u. fingerfleckig, leicht gebräunt. Einige Unterstreichungen u. Marginalien von alter Hand, Titel mit alten Einträgen in roter Tinte. Im Innendeckel Bibliotheksschild "von Schenck'sche Fidei-Kommiss-Bibliothek" u. kl. Signatur in Kugelschreiber.
 
 
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Los 170
Ortelius, Aurei saeculi imago
Ortelius, A. Aurei saeculi imago, sive Germanorum veterum vita, mores, ritus, & religio. Antwerpen, Ph. Galle, 1596. Kl.-4to (24:17 cm). Mit Druckermarke und 10 ovalen Textkupfern. 14 nn. Bll. Späterer Prgt. mit Rsch. und kl. Nummernschild, leicht fleckig, gewellt.
Funck 374; BM, STC German 162; New Hollstein, P. van der Borcht V, 2349-2358; nicht bei Adams. - Erste Ausgabe. "Contient und série de dix jolies vignettes de van der Borcht. C'est le plus rare de tous les ouvrages d'Ortelius" (Funck). Laut Vermerk in der Approbatio sind die Kupfer, die teils recht drastische Szenen aus dem Leben der Germanen zeigen, von Ph. Galle gestochen. - Leicht gebräunt bzw. fleckig, durchgängig Wurmgang in der oberen Innenecke hinterlegt (bei den meisten Kupfern bis in den Plattenrand, jedoch ohne Bild- und Textverlust).
First edition of the rarest book of Ortelius. It sketches the ancient history of the Germans illustrated with 10 vignettes engraved by Ph. Galle after Peter van der Borcht. - Light browning resp. spotting, restored worm track to upper inner corner throughout (without loss of image or text). Later vellum, slightly stained, waved.
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Los 171
Oudegherst, Chroniques de Flandres
Oudegherst, P. d'. Les Chroniques et annales de Flandres. Antwerpen, Plantin, 1571. 4to (23:16 cm). 20 nn., 340 num. Bll. Prgt. d. Zt. mit hs. Rückentitel, dieser teils verwischt, etwas berieben u. angestaubt.
Adams O 422; Voet 1841. - Erste Ausgabe. "Editio princeps of this History of the County of Flanders from the beginning until the deatch of Duke Charles the Bold, 1476. As the author explains in the foreword to the States of Flanders he tried to improve on the History of Flanders of Jacob Meyerus" (V.). - Stellenw. wasserrandig; etwas gebräunt; Titel angestaubt u. fingerfleckig sowie am Falz eingerissen bzw. teilw. lose; Vorsatz mit altem Namenszug; Buchblock zwischen den Bll. 144 u. 145 teilw. gebrochen. 
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Los 172
Ovidius Naso, Metamorphosis
Ovidius Naso, P. Metamorphosis. Das ist von der wunderbarlicher Verenderung der Gestalten der Menschen, Thier und anderer Creaturen. Etwan durch den wolgelerten Albrechten von Halberstatt inn Reime verteutscht. Jetzt erstlich gebessert und gezirt durch Georg Wickram. Mainz, Ivo Schöffer, 1551. Fol. (31:20,5 cm). Mit Titelholzschnitt, 47 Textholzschnitten sowie einigen Zierleisten von G. Wickram. 10 nn., CLV (recte CLII) num. Bll. Prgt. d. 19. Jh. mit späteren Rückenschildern.
VD 16, O 1664; Goed. II, 462, 7b. - Zweite Ausgabe von Wickrams Bearbeitung der um 1210 entstandenen Übersetzung A. von Halberstadts. Die Holzschnittillustrationen  wurden von Wickram selbst angefertigt. - Gebräunt, etwas stock- u. fingerfleckig, letzte Blätter mit kleiner Wurmspur im weißen Rand, wenige kleine Restaurierungen im Rand,  Blatt 84 mit kleinerem Randausriss, der Holzschnitt auf Blatt 104 an zwei Stellen gering nachgezeichnet. Provenienz: Karl & Faber 36 (1951). Exlibris.
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Los 173
Ovidius Naso, Quindecim Metamorphoseos
Ovidius Naso, P. Quindecim metamorphoseos libri diligentius recogniti cum familiaribus com(m)e(n)tariis (ed. J. Badius Ascenius). Lyon, C. Davost für J. Huguetan, 22. Okt. 1504. 4to (22,5:16,5 cm). Mit Verlegermarke auf dem Titel. 8 nn., 208 röm. num. Bll. Mod. Hprgt. 
Adams O 470; Renouard XI, 278; Schweiger II, 646. - Schöner Scholiendruck. Nachdruck der Huguetan-Ausgabe von 1501. - Streckenw. etwas wasserrandig, Titel recto u. Schlussbl. verso etwas angeschmutzt. Einige saubere alte Unterstreichungen u. Interlinear-Anmerkungen, Titel mit zeitgenöss. Besitzvermerk.
Some marginal dampstaining, some soiling to title and verso of last leaf. Some old underlings and marginalia, contemp. ownership-entry to title. Modern half-vellum.
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Los 174
Pauli, Schimpff und Ernst
Pauli, J. (Schimpff und Ernst. Durch alle Welt Händel. Jetzund von newem weiter dann vormals gemehret). (Augsburgh, M. Manger, 1597). (15,5:9,5 cm). Mit einigen Textholzschnitten. 286 (st. 287) num., 13 nn. Bll. (l.w.). Schweinsldr. d. Zt. mit zwei Schließen, gebräunt, stark berieben, etwas bestoßen.
VD 16, P 970; Gotzkowsky 557, 40. - Spätere Ausgabe des erstmals 1522 erschienenen, beliebten Volks- und Schwankbuchs, "hat einen sehr erheblichen Einfluß sowohl auf die allgemeine Bildung wie auf die Dichtung des 16. Jahrhunderts ausgeübt" (ADB XXV, 262). - Gebräunt u. fingerfleckig, etwas stockfleckig, wenige minimale Wurmlöcher. Es fehlt der Titel. oRR/Waf.
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Los 175
Pelargus, Enchiridion
Pelargus (Storch), C. Enchiridion graecolatinum. Hymnorum, cantionum et precationum dulcissimarum, quas ex Horologio, quod vocant, Christiani Graeci inter barbaros hodie recitant. Frankfurt/Oder, A. Eichorn, 1594. 12mo (14:8,5 cm). 192 nn. Bll., alle Seiten mit wechselnden Randleisten. Blindgepr. Schweinsldr. d. Zt. (dat. 1595) mit figürl. Mittelstücken; stärker abgegriffen u. berieben, Ecken bestoßen, kl. Wurmstiche.
VD 16, S 9307; Grimm, Hartman (in: Gutenberg JB 1960), S. 249 f.; vgl. ADB XXV, 328 ff. - Seltene erste Ausgabe, mit griechisch-lateinischem Paralleltext. Pelargus' Auswahl aus dem Horologion machte die Texte der byzantinischen Liturgie im Westen bekannt. - Gebräunt, erste Bll. mit kl. Wurmspuren (geringer Buchstabenverlust), zu Beginn u. gegen Ende kl. Randläsuren. Beide Innendeckel mit mehreren Besitz- u. Geschenkvermerken des späten 16. u. 17. Jahrhunderts (Joachim Risebergius, Johannes Peccius, Valentin Dethmer), Innenbezug des Rückdeckels mit Eckabriss. Der Platteneinband stammt aus der Werkstatt von Gregor Beyer in Frankfurt/O., der Vorderdeckel trägt das Mongramm "MTRF" (der wohl korrespondierende Eintrag im Innendeckel gestrichen u. nicht mehr lesbar), die Kreuzigung als Mittelstück (EBDB p001357), darunter die Datierung, der Rückdeckel mit der Auferstehung Christi (EBDB p001358).
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Los 176
Peltanus, De tribus bonorum
Peltanus, T. (A.). De tribus bonorum operum generibus, eleemosyna, ieivnio et oratione; deque eorundem operum vi, usu, & ratione, libri tres. Ingolstadt, D. Sartorius, 1580. 4to (21:17 cm). Mit blattgr. Wappenholzschnitt. 8 Bll., 558 (recte 548) S., 28 Bll. Blindgeprägt. brauner Kalbldr. d. Zt. über Holzdeckeln mit Rollen- und Stempelprägung, Rsch. und 2 Schließen; etwas berieben, Vorderdeckel mit 2 Wurmstichen.
VD 16, P 1287; Adams P 611; de Backer-S. VI, 464, 29; Stalla 1429. - Erste Ausgabe dieser Abhandlung des in Ingolstadt wirkenden Jesuiten Peltanus. Titel verso mit dem Wappen Herzog Wilhelms des Frommen von Bayern, dem das Werk gewidmet ist. - Vereinzelt leicht fleckig, gegen Schluss etwas stärker. Letzte Registerbll. mit Wurmgängen und die beiden letzten Bll. zur Hälfte bzw. ganz verstärkt. Titel mit altem hs. Besitzvermerk, in der Oberecke kl. Loch hinterlegt. S. 127/128 kl. Randeinriss geschlossen, S 349/350 kl. Eckabriss überklebt.
 
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Los 177
Perera, E societate Iesu
Perera, B. E Societate Iesv, primus tomus selectarum disputationum in sacram scripturam. Ingolstadt, Sartorius, 1601. 4to (22,5:18 cm). Mit Holzschnitt-Druckermarke u. Holzschnitt-Vign. im Text. 4 Bll., 906 S., 20 Bll. Blindgepr. Schweinsldr. d. Zt. über Holzdeckeln mit Schließen, Rücken berieben, etwas fleckig.
 
VD 17, 12:119651Z; Stalla II, 3. - Erste Ausgabe. Gleichzeitig erschien in Köln eine Ausgabe mit verändertem Titel. - Stellenw. im Rand gebräunt, Titel mit Randausschnitt oben. Mit altem Exlbris. Sauberes Exemplar.
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Los 178
Mit Autograph von Sebaldus Münsterer
Perottus, Cornucopiae
Perottus, N. Cornucopiae, seu latinae linguae commentarii locupletissimi. Basel, Curio, 1532. Fol. (35:23,5 cm). Mit breiter Holzschn.-Titelbordüre nach Hans Holbein d. J. von Hans Herman sowie 3 (2 verschiedene) Druckermarken. 8 nn., 62 num. Bll., 1400 Sp., 12 nn. Bll. Schweinsldr. d. Zt. über Holzdeckeln mit reicher Blindprägung aus Rollen- u. Einzelstempeln, Reste von 2 Schließen; fleckig u. beschabt, etwas wurmstichig, Ecken bestoßen.
VD 16, M 1164 (unter Martialis); Adams P 727; Hieronymus, Basler Buchillustr. 380. - Dritte Basler Ausgabe, die zweite bei Curio. Bedeutende, seit dem 15. Jahrhundert mehrfach aufgelegte Sammlung philologischer Texte. Als Titeleinfassung erscheint hier die Cebestafel der Fassung D in ihrer dritten Verwendung. "Die in der Zeichnung und Komposition reifste und textgemäss klarste der vier Basler Darstellungen dieses Lebenswegs durch die Untugenden und Tugenden zum Wahren Glück. Zugleich die Darstellung, welche die bedeutendsten Abweichungen zu jeder der drei andern Fassungen zeigt, die vom ursprünglichen Wiener Vorbild von 1519 am weitesten entfernt ist" (Hieronymus). - In den Rändern leicht fleckig, zahlr. Bll. mit Reparaturen im unteren und äußeren Rand, Titel mit Hinterlegung im Rand u. kl. Braunfleck, letzte Lage lose.

Einband u. Provenienz: Interessanter Prägeband mit zwei ungewöhnlichem Rollenstempeln (Justitia - Occasio - Fortitudo - Lucretia; Putten mit Trommeln und Hörnern) und Blüteneinzelstempeln. Auf dem freien Vorsatzblatt recto und verso ein langer eigenhändiger Eintrag des aus Nürnberg stammenden Juristen Sebaldus Münsterer (Münster; um 1495-1539), Rektor der Universität Wittenberg, datiert 1534. Enthält einen Nachruf auf Johannes Bernhardi (Velcurius; um 1490-1534), Professor der Physik und Rhetorik an der Universität Wittenberg, der im Mai 1520 in seiner anonymen "Confutatio" Luther gegen die Angriffe des Franziskaners Augustin von Alfeld verteidigt hatte. Auch Münsterer war eng mit der Reformation verbunden, seine Frau Anna war eine Schwester von Philipp Melanchthons Frau Katharina. Die bis heute nicht geklärte Urheberschaft einer revidierten Vulgataausgabe, die 1529 anonym in Wittenberg erschien, wird nicht nur großen Reformatoren wie Luther, Melanchthon oder Martin Bucer, sondern in einigen Quellen auch Münsterer zugeschrieben. Nach Münsterers frühem Tod durch die Pest, der auch seine Frau zum Opfer fiel, nahmen Katharina von Bora und Martin Luther ihre Kinder auf. Im Innendeckel ein weiterer, durch Rasur u. Überklebungen leider unleserlich gemachter Besitzeintrag, datiert 1709.
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Los 179
Peucer, Commentarius / Giraldi, Libelli
Peucer, C. Commentarius de praecipuis divinationum generibus, Iin quo a prophetijs diuina autoritate traditis. Wittenberg, J. Krafft, 1553. (16:11 cm). Mit gest. Initialen, 1 mehrf. gefalt. Tabelle u. 1 Holzschn.-Diagramm. 8 nn. (d. l. 2 w.) Bll., Bl. 9-335, 1 w. Bl. - Angebunden: G. G. Giraldi. Libelli duo, in quorum altero Aenigmata pleraque antiquorum, in altero Pythagorae Symbola sunt explicata. Basel, J. Oporinus, 1551. 313 S., 15 Bll. Flex. Prgt. d. Zt. mit eingefalt. Kanten u. Einband-Fälzen aus einem Manuskript d. 15. Jh., hs. Rtitel, etwas fleckig, ohne Schließbänder.
I. VD 16 P 1972; Adams P 928; Thorndike VI, 493ff.: Zinner 2068; vgl. Wellcome I, 4970 (Ausg. 1560). - Erste Ausgabe. Hauptwerk Peucers, behandelt alle Arten der Wahrsagekunst wie Orakel, Magie, astrologische Vorhersagen etc. "P. nimmt die erste Stelle unter den Wittenberger Paracelsisten ein ... (er spricht hier) mit klaren Worten von der Muskelirritabilität, als von einer immanenten Eigenschaft der Muskeln" (Hirsch-H. IV, 579). - II. VD 16 G 2099; Adams G 725; BM  STC German 361. - Erste Ausgabe. Seltene Abhandlung des humanistischen Gelehrten über Mirakel und Wunder im Sinne pythagoräischer Symbole. Mit Einband-Fälzen aus einem liturgischen Manuskript d. 15. Jh. in roter u. brauner Tinte mit blauen Initialen auf feinstem Pergament. - Etwas gebräunt, stellenw. stockfleckig.
I. First edition. - Peucer's main work. Treatise on all sorts of divination. - II. First edition. - Rare humanist essay on riddles and wonders, on the meaning of Pythagoras’ symbols, by the Italian scholar Giglio Gregorio Giraldi (1479-1552). - Some browning, staining in places. Bound in contemp. limp. vellum, some staining, ties lacking.
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Los 180
Pezzi, Epitome sacramentorum. Beibd.
Pezzi, L. Epitome sacramentorum ... novissime per ipsum recognita. Venedig, G. Percacino, 1573. 12mo (11,5:9 cm). Mit Druckermarke u. 7 Textholzschnitten. 110 num., 2 nn. Bll. - Angebunden: (C. de Viexmont). Methodus confessionis. Ebda. 1573. 12mo. Mit Druckermarke auf dem Titel. 224 nn. Bll. Blindgepr. Schweinsldr. d. Zt. über Holzdeckeln, datiert 1576; gebräunt u. berieben, fehlt 1 Schließe.
EDIT 16, CNCE 60190 u. 48286. - Insgesamt leicht gebräunt; (I) zu Beginn etwas fleckig, Titel mit leichtem Wasserrand u. altem Besitzvermerk, die ersten beiden Lagen gelockert. Vorsatz mit Besitzvermerk von 1744.
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Los 181
Pfintzing, Geschichten des Tewrdannckhs
Pfintzing, M. Die geuerlicheiten und einsteils der geschichten des loblichen streytparen und hochberümbten helds und Ritters herr Tewrdannckhs. Nürnberg, J. Schönsperger aus Augsburg, (1517). Fol. (37:26 cm). Mit 118 Textholzschnitten von H. Burgkmair, H. Schäuffelein, L. Beck u.a. 290 nn. Bll. (P5 weiß). Blindgeprägter Schweinsldr. d. 16. Jh., Rücken mit weißem Ldr. alt bezogen; teilw. gebräunt u. berieben, teilw. wurmstichig, Rückenbezug mit Fehlstellen, untere Ecken bestoßen.
VD 16, M 1649; Adams P 962; Fairfax Murray 329 (mit Angabe der zahlr. Dodgson-Nrn.); Muther 845; Von Arnim, Buchill. 70; Oldenbourg L 119. - Erste Ausgabe. Ein Höhepunkt deutscher Buchillustration der Renaissance. Berühmte Allegorie auf die Brautfahrt Kaiser Maximilians zu Maria von Burgund in der Tradition des späthöfischen Versromanes, vom Kaiser selbst seit 1510 zum Ruhm des Rittertums und seiner Dynastie entworfen. Auch die idealisierende Selbstdarstellung der Illustrationen geht auf genaue Vorstellungen des Kaisers zurück. Die eigens von V. Rockner geschaffene Type ahmt eine deutsche Kanzleischrift mit dekorativen Ober- u. Unterschleifen nach und gilt als die zweite Frakturschrift nach Schönspergers Gebetbuch für Kaiser Maximilian 1513. Die gesamte erste Auflage war zu Geschenkzwecken bestimmt, die Verteilung erfolgte jedoch erst 1526 nach Kaiser Maximilians Tod auf Veranlassung von Erzherzog Ferdinand durch den Mitautor Marx Treitzsauerwein. - Das  vorliegende Exemplar zeichnet sich durch seine Breitrandigkeit aus, die gedruckten verzierenden Ober- und Unterschleifen sind nicht angeschnitten. m6v, r3v, A6v & A8r noch ohne Textkorrekturüberklebung. - Teilw. gebräunt, stellenweise etwas fleckig bzw. fingerfleckig, sehr vereinzelte Feuchtigkeitsränder. Erste Bll. stärker fingerfleckig. c1-4 mit kl. Loch im inneren weißen Rand, b1 mit minimalem Loch. Titelblatt angestaubt, mit Schabstelle u. kleinem Loch im Titel.
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Los 182
Pindar, (Opera), 1542
Pindar. (Opera, graece). Olympia. Pythia. Nemea. Isthmia. Frankfurt, P. Braubach, 1542. 4to (21:15,5 cm).  Mit 3 Holzschnitt-Titelbordüren und 2 Holzschnitt-Druckermarken. 370 (3 w.) num., 8 (l.w.) nn. Bll. Blindgeprägter Schweinsldr. d. Zt. über Holzdeckeln, Rollenstempel datiert 1541, Vorderdeckel monogr. und datiert "S.E.H. 1554"; berieben und etwas gedunkelt, Ecken und Kanten bestoßen, vord. freies Vorsatz seitlich abgeschnitten, hint. fehlt, ohne die obere Schließe.
VD 16, P 2795; Adams P 1223; Schweiger I, 234. - Schöne Humanistenausgabe von Pindars Lyrik. Eleganter, teilw. schwarz-roter Druck in griechischen Charakteren, nur die Titelbll. auch in Latein. Mit 3 Zwischentiteln. - Leicht gebräunt bzw. fleckig, Ränder hier und da mit kl. Wasserrand. Besonders anfangs zahlreiche Unterstreichungen und Anmerkungen in Tinte. Erste Lage leicht gelockert. Vereinzelt geringe Randläsuren, Bl. 322 mit rest. Randeinriss mit kl. Ausriss unten.
Printed in Greek throughout except main title, partly printed in black and red. With 3 woodcut title borders and 2 woodcut devices. - Slight browning, some thumbing, spotting and marginal waterstaining, occasional small marginal defects. Numerous old ink marginalia and underscoring. Front fly-leaf cut away at foremargin, lacking rear fly-leaf. First gathering slightly loosened. Bound in contemporary blind-stamped pigskin over wooden boards with 1 (of 2) clasps,  rubbed and darkened, corner wear.
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Los 183
Pius II. (Aeneas Silvius), De bohemorum
Pius II. (Aeneas Silvius Piccolomini). De bohemorum, et ex his imperatorum aliquat origine ac gestis. Basel, P. Perna, 1575. Fol. (32:20,5 cm). Mit Holzschnitt-Druckermarke. 81 (recte 83) S. Hlwd. d. 19. Jhdts., bestoßen und beschabt.
VD 16, P 3105; Adams P 1340; Zíbrt II, 1195, 11. - Späte Ausgabe der wichtigen Quelle zur Geschichte Böhmens und der Hussiten. - Wasserrandig, etwas gebräunt und anfangs fingerfl., Titel-. und 5 Textbll. (S. 3/4 und 77-83) mit hinterlegten Randausriss (ohne Textverlust). Unterstreichungen und Marginalien von alter Hand. 
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Los 184
Platina, De vitis pontificum
Platina, B. De vitis ac gestis summorum pontificum, ad sua usque tempora, Liber unus. Köln, J. Gennep, 1551. Fol. (32:20 cm). Mit Druckermarke. 6 Bll., 320 S., 2 Bll., 29 (recte 92) S., 5 Bll. Geprägter Ldr. d. Zt., berieben, Rücken erneuert.
VD 16, 3262; Adams P 1420. - Berühmte Papstgeschichte, von Panvinio bis auf Pius IV. fortgeführt. "Platina ist der erste Autor, der die allgemeine Kirchengeschichte aus ihrer geistlichen Isolierung befreite und mit der Profangeschichte in Verbindung setzte" (Fueter 48). - Titel u. vord. Vorsatz wasserrandig; Titel angestaubt u. verso mit altem Bibl.-Stempel; Vorstücke gelockert; Vorsatz mit alten Notizen. 
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Los 185
Plinius, Historia mundi
Plinius Secundus, C. Historia mundi, denuo sic emendata, ut in superiori aeditione, quae tamen fuit accuratissima, prae hac dormitatum videri possit. Nonnihil etiam Beati Rhenani annotationibus. 2 in 1 Bd. Basel, H. Froben, J. Herwagen & N. Episcopius, 1530. Fol. (35:24,5 cm). Mit 4 wiederh. Druckermarken. 18 Bll., 671 S.; 88 Bll. Ldr. d. 18. Jh. mit Rücken- und Deckelvergoldung sowie goldgepr. Deckelmedaillons mit Inschrift "Iesus Maria"; berieben, Deckel mit Schabstellen, 3 Ecken erneuert, Rücken und Vorderdeckel mit wenigen Wurmspuren.
VD 16, P 3534; Adams P 1561; vander Haeghen II, 45; Choulant, Handb. 191. - Zweite Froben-Ausgabe, mit der zur ersten Froben-Ausgabe erschienenen, 1525 datierten Vorrede des Erasmus Roterodamus. "Nach drei Handschriften verbessert von Beatus Rhenanus und Sigm. Gelenius" (C.). - Gering gebräunt, vereinzelt schwach stock- oder braunfleckig, wenige Bll. leicht wasserrandig, S. 535/536 rep. Randeinriss. Titel etwas fingerfleckig, leicht geknittert und mit zwei Einträgen in Tinte.
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Los 186
Plinius, Prefatio
Plinius Secundus, C. Prefatio C. Plynii Se. in libros Naturalis historie Per Henricu(m) Ioannem ex libro & ore Philippi Beroaldi castigata. Item eiusde(m) C. Plynii ho(m)i(nu)m miseriis caput per eundem henricum castigatum. O. O. (Paris?), Dr. u. J. (um 1506). 4to (20,5:15 cm). 8 nn. Bll. (l.w.). Mod. Hprgt. 
Nicht bei Adams, BM, STC u.a. - Sehr seltene kleine Schrift. Nur ein weiteres Exemplar in der Beatus Rhenanus Bibliothek von Schlettstadt nachweisbar. Siehe hierzu Knop, Aus der Bibliothek des Beatus Rhenaus (Festschrift 1889), Nr. 150 (datiert 1506) und Walter, Ville de Seléstat, Catalogue général (1926), Nr. 2053. - Gering fleckig bzw. fingerfleckig, vereinzelt kleine Randeinrisse, das weiße Blatt am Schluss im Bund verstärkt, das erste Blatt mit kleinerer hinterlegter Fehlstelle in der linken unteren Ecke.
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Los 187
"Bizzarro Libretto"
Porri, Vaso di verita
Porri (Porro), A. Vasi di verita nel quale si contengono dodeci resolutioni uere, a dodeci importanti, dubbi, fatti intorno all'origine, nascita, vita, opere, e morte dell'antichristo. Venedig, P. Dusinelli & G. Porri, 1597. 4to (20:15 cm). Mit gest. Titel und 13 fast blattgr. Textkupfern. 68 nn. Bll. (inkl. gest. Titel). Flex. Prgt. d. Zt., etwas wellig und stark gedunkelt.
EDIT 16, CNCE 35320; Adams P 1921; Cicognara 4739. - Selten. Einzige Ausgabe dieser Abhandlung über den Antichrist durch den Karmeliten Alessio Porri. "Strano e bizzarro libretto con molte tavole" (Cicognara). - Teilw. leicht gebräunt oder (finger)fleckig, vereinzelt kl. Randläsuren. Zu Beginn oben im Bund schwaches Wasserfleckchen, Bl. H3 in der Unterhälfte leicht wasserfleckig.Titel mit einzelnen kl. Wurmspuren in den Rändern, 2 Bll. der Lage F gelockert. Kupfer mit stärkerem Druckabklatsch auf die jeweils gegenüberliegende Textseite. Mod. Sammlungsstempel im hinteren Innendeckel.
Rare and sole edition of this treatise on the Antichrist by the Carmelite Alessio Porri. With engraved title and 12 text engravings. - Some browning, thumbing or staining in places, a few small marginal defects, some waterstaining to lower half of H3. A few wormstitches to margins of title, 2 leaves loosened. Offsetting from engravings to opposite text leaves. Modern monogram stamp to back paste-down. Contemporary vellum, somewhat wrinkled, darkened.
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Los 188
Prudentius, De miraculis Christi
Prudentius Clemens, A. De miraculis Christi hymnum ad omnes horas, Iacobi Spiegel Selestadiensis interpretatio. Schlettstadt, L. Schürer, 1520. Fol. (27,5:19,5 cm). Mit Holzschnitt-Titelbordüre und Druckermarke. 10 nn., 71 num. Bl. Ldr. d. 19. Jh. mit reicher Blindprägung auf beiden Deckeln; teilw. berieben, vereinzelte Wurmspuren.
VD 16, P 5149; Benzing, Schlettstadt 24. – Erste Ausgabe mit dem Kommentar des Humanisten und kaiserlichen Geheimsekretärs Jakob Spiegel. Die schöne Titelbordüre mit Porträts von David, Jesaja, Paulus und Johannes sowie der Kirchenväter Ambrosius, Hieronymus, Augustinus und Gregorius. - Schöner, breitrandiger Druck. Teilw. gering stockfleckig. Titel u. letztes Blatt verso mit etwas stärker gebräunt u. fingerfleckig, Titel mit kleinen Restaurierungen im Bund, letztes Blatt mit kleiner Hinterlegung im weißen Rand. - Aus der fürstlichen Bibliothek Schloss Wittgenstein bei Laasphe in Westfalen, die 1950, kurz nach dem Tode des Fürsten August durch den Antiquar und Kunstversteigerer Karl von der Porten in Hannover (neben Möbeln und anderen Kunstgegenständen) versteigert wurde. Innendeckel mit Schildchen Portens.
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Los 189
Quintin, Apostoli describentis
(Quintin, J.).  Apostoli describentis episcoporum, presbyterorum, et diaconorum mores sèmeioosis, ex viginti quinque Gratiani Distinctionibus excerpta. Aeditio secunda, cum recognitione. Paris, A. Wechel, 1559. 4to (22,5:16,5 cm). 160 S., 4 Bll. Mod. Pp. mit Rückentitel, Deckel etwas verzogen.
BM,  STC French 370; Adams G 1064 (unter Gratianus, kennt den Anhang nicht). - Erstmals 1556 bei Wechel erschienen. Mit den meist fehlenden "Interpres lectori Christiano" (4 Bll.) am Schluss. - Leicht gebräunt, gering fleckig, wenige Anmerkungen, Titel etwas angestaubt.
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Los 190
Rabutin, Commentaires des guerres. 2 Bde.
Rabutin, F. de. Commentaires des dernières guerres en la Gaule Belgique, entre Henry second du nom, tres-chrestien roy de France, & Charles cinquiesme empereur, & Philippes son fils, roy d'Espaigne. 2 Bde. Paris, M. Loqueneulx, 1574. (16:10,5 cm). Mit Druckerm. 169 num. Bll.; num. Bll. 170-388. Grün eingefärbte Prgt. d. 18. Jh. mit je 2 Rsch.; etwas bestoßen u. berieben, Gelenke angeplatzt, beide Rücken am Schwanz lädiert.
Cioranesco 18797; Palau 245.853 Anm.; nicht bei Adams und im BM. - Erstmals 1555 erschienene Schilderung des Krieges Frankreichs gegen Spanien, Berichtszeitraum in dieser Ausgabe bis 1558 erweitert. Die Auflage wurde zwischen vier Pariser Verlegern (Chesneau, La Nouë, Loqueneulx, Sonnius) geteilt. - Leicht gebräunt, vereinzelt Anstreichungen, Bl. 160v/161r mit Tintenwischer im Fußsteg, Bl. 255 mit Einriss u. kl. Fehlstelle (etwas Buchstabenverlust).
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Los 191
Ramus, Dialecticae u. 3 Beibde.
Ramus (La Ramée), P. Dialecticae libri duo, Audomari Talaei praelectionibus illustrati. Paris, A. Wechel, 1566. (18,5:12,5 cm). Mit Druckerm. 4 Bll., 450 S., 11 Bll. (d.l.w.). - Angebunden: A. Talaeus. Audomari Talaei rhetorica. Editio postrema. Ebda. 1567. Mit Druckerm. 3 Bll., 144 S. - P. Ramus. Rhetoricae distinctiones in Quintilianum, ad Carolum Lotharingum Cardinalem. Ebda. 1559. Mit Druckerm. 128 S. - Vorgebunden: A. Hunaeus. Logices fundamentum, seu prodidagmata de dialecticis vocum affectionibus et proprietatibus. Antwerpen, C. Plantin, 1566. Mit 2 Druckerm. 130 S., 3 Bll. - Zus. 4 Werke in einem blindgepr. Schweinsldr. d. Zt. über Holzdeckeln mit heraldischen Mittelplatten und 2 Schließen, gedunkelt, etwas fleckig und wurmstichig, vord. freies Vorsatz seitl. gefestigt; auf dem Vorderdeckel monogr. AV und dat. 1567.
I. Adams R 84; Waddington 453, 23; vgl. Young, Memory 292. - Dritte lateinische Ausgabe, zuerst 1555 in französischer Sprache erschienen, "das erste eigentlich philosophische Werk auf Französisch" (Schupp, Gesch. d. Philosphie III, 37). Die lateinische Fassung erschien erstmals 1556. - II. Waddington 464, 45; diese Ausg. nicht bei Adams. - Rhetorisches Lehrbuch des Ramus-Schülers Omer Talon. - III. Waddington 447, 9; nicht bei Adams. - Kritische Auseinandersetzung mit dem quintilianischen Lehrwerk, erstmals 1549 erschienen. - IV. Voet 1427; Adams 1171. - Erste Ausgabe bei Plantin, erstmals 1551 erschienen. "Contains two treatises: a) Prodidagmata: on the fundaments of logic; b) Erotemata de disputatione: on the rules of scientific disputation... Plantin's edition must have been a reprint of this last Louvain-publication (= 1554), with the authorization of the author and perhaps with some changes" (Voet). - Insgesamt etwas gebräunt und fleckig, Ränder teilw. etwas wasserfleckig. Vor allem zu Beginn und am Schluss etwas wurmstichig. Einige Marginalien und Unterstreichungen, vereinzelt Tintenflecken. Beide Innendeckel und der Hunaeus-Titel mit Besitz- und Schenkungsvermerken des späten 16. und frühen 17. Jahrhunderts, darunter von Samuel Belteki (?), Klausenburg 1588, sowie Dr. Johann Honter, Kronstadt 1618, und Thomas Tartler, Kronstadt 1746. Der Platteneinband aus der Werkstatt von Steffan Rabe aus Wittenberg zeigt auf dem Vorderdeckel als Mittelstück das Wappen des Hl. Röm. Reichs, signiert "S. Rab.", und hinten das Wappen des Kurfürsten August von Sachsen, monogr. "S.R." (Haebler 385, I/II; EBDB p002080 u. p000345).
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Los 192
Baldus de Ubaldis, Practica
Rechtsbücher des 16. Jahrhunderts. - Baldus de Ubaldis. Practica ... cu(m) additionibus Antonii de Cremonte. Lyon, B. Bonyn für J. Giunta, 1538. (18:12,5 cm). Mit Holzschn.-Titelbordüre. 11 nn., 93 röm. num. Bll. Mod. Hmaroquinbd. mit Kopfgoldschnitt.
Tlw. etwas gebräunt oder etwas wasserrandig; Titel mit Verklebungsspuren u. geringem Buchstabenverlust u. geringem Bildverlust an der Bordüre durch restaurierte kl. Fehlstellen.
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Los 193
Brant, Expositio titulorum
Rechtsbücher des 16. Jahrhunderts. - Brant, S. Expositio titulorum. Expositiones sive declarationes omnium titulorum iuris, tam civilis (quam) canonici. Lyon, J. David, 1530. (17,5:12,5 cm). Mit Holzschnitt-Titelbordüre u. Druckerm. auf dem Titel. CXXXVII num.,10 nn. Bll. (o.d.l.w.). Ldr. d. 19. Jh. mit Innenkantenvergoldung u. Goldschnitt; teilw. berieben.
IA 123.707; Baudrier V, 437. - Erstmals 1490 ersch. einführendes Lehrbuch in das römische Recht. "Seine erste juristische Schrift, zugleich die einzige selbständige juristische Arbeit von seiner Hand. Als einleitendes Lehrbuch ist das Werk nicht ohne Werth" (Stintzing-L. I, 94). - Etwas gebräunt u. fleckig, vereinzelte Feuchtigkeitsränder, wenige alte Anmerkungen. Oberer Rand etwas knapp beschnitten, Überschriften vereinzelt gering angeschnitten. Titel mit kurzer Anmerkung, kleinere durchschlagende Schwärzung u. kleine Läsur im rechten Rand.
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Los 194
Brant, Richtlerich Clagspiegel
Rechtsbücher des 16. Jahrhunderts. - Brant, S. Der Richterlich Clagspiegel. Ein nutzbarlicher begriff, wie man setze(n) un(nd) formiern sol nach ordnung der Rechten ein yede clag, antwort, un(nd) ußsprechene urteyle(n). Straßburg, M. Hupfuff, 1516. Fol. (31:21 cm). Mit Titelholzschnitt u. 2 Textholzschnitten, davon 1 von H. Weiditz. 8 nn. Bll., 151 num., 1 nn. Bll. Ldr. d. 19. Jh., Deckel mit reicher Blindprägung, berieben, vereinzelte Wurmspuren, Vordergelenk eingerissen.
VD 16, B 7085; IA 123.688; Adams B 2670; Schmidt, Hupfuff 134; Muller II, 70, 161; Kaspers 121 ff.; Röttinger, Weiditz 90. - Erste Ausgabe von Brants Neubearbeitung, "das erste Rechtsbuch, das in deutscher Sprache römisches Recht lehrt" (Kaspers), 1425 in Schwäbisch-Hall als "clag, antwort und ausgesprochen urteyl" zum Zwecke der Rechtsvereinheitlichung verfaßt und für das 15. u. 16. Jahrhundert maßgeblich geworden. Der Titelholzschnitt zeigt Richter, Parteien, Zuschauer u. Folterkammer. Die zwei Textholzschnitte sind aus Tenglers Laienspiegel übernommen. - Teilw. gebräunt u. fingerfleckig, etwas fleckig bzw. stockfleckig, vereinzelt schmale Hinterlegungen im Bund, wenige kleine Feuchtigkeitsränder, Titel etwas stärker. Erste u. letzte zwei Bll. mit wenigen Wurmspuren im Rand, letztes Blatt mit alter Anmerkung. - Aus der fürstlichen Bibliothek Schloss Wittgenstein bei Laasphe in Westfalen, die 1950, kurz nach dem Tode des Fürsten August durch den Antiquar und Kunstversteigerer Karl von der Porten in Hannover (neben Möbeln und anderen Kunstgegenständen) versteigert wurde. Innendeckel mit Auktionsschildchen Portens.
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Los 195
Du Moulin, Nova et analytica explicatio u. Beibd.
Rechtsbücher des 16. Jahrhunderts. - Du Moulin (Molinaeus), C. Nova et analytica explicatio rubric. & L. I & II. de verbor. obligat. ex uberrimis lectionibus tam Tubingensibus qual Dolanis (&) Extricatio labyrinthi dividui et individui, cum nova & analytica tam in theoria, quam in praxi declaratione. Zus. 2 in 1 Bd. Lyon, Senneton, 1562. Fol. (34,5:22 cm). Mit je 2 gr. Druckermarken und Porträts Titel verso. 4 Bll., 264 S.; 4 Bll. (d.l.w.), 657 (recte 661) S., 33 Bll. (d.1.w.). Späterer Ldr., abgegriffen, beschabt und bestoßen, Bezugsfehlstellen und Einrisse.
Adams D 1092 u. D 1088; nicht bei Baudrier. - Du Moulin hatte Paris 1551 aufgrund seiner Haltung in Religionsfragen verlassen müssen und lehrte u.a. in Straßburg, Tübingen, Dôle und Besançon. - Etwas gebräunt und fleckig, Ränder teilw. wasserfleckig und mit kl. Wurmgängen, S. 211f. mit kl. Randeinriss. Einige Anmerkungen und Unterstreichungen in Tinte. 1. Titel mit teilw. gestrichenen Besitzvermerken.
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Los 196
Reformacion Stat Franckenfort. 1509
Rechtsbücher des 16. Jahrhunderts. - Frankfurt. - Reformacion der Stat Franckenfort am Meine des heilge(n) Romische(n) Richs Ca(m)mer Ao. 1509. Mainz, J. Schöffer, 1509. Fol. (32:22,5 cm). Mit ganzseitigem Wappenholzschnitt von Martin Kaldenbach in Schwarz und Rot Titel verso u. Druckermarke. 51 num. Bll., 1 nn. Bll. Blindgeprägter Schweinsldr. d. Zt., berieben, Fehlstellen im Bezug, Rücken erneuert, Schließenreste, spätere Vorsätze.
VD 16, F 2307. - Erste Ausgabe des Frankfurter Stadtrechts. Urheber war u. a. der Frankfurter Stadtsyndikus Adam Schönwetter von Heimbach, der mit der systematischen Ordnung der Gesetze und Erlässe zum Begründer der "Frankfurter Reformation" wurde. Der eindrucksvolle ganzseitige Holzschnitt mit dem Frankfurter Stadtwappen stammt von Martin Kaldenbach (1470-1518). Es ist ein schönes Beispiel für den ebenso präzisen wie aufwändigen und immer noch in höchstem Maße qualitätvollen Zweifarbendruck der ersten Mainzer Offizin nach Gutenberg. Der Holzschnitt ist die einzig gesicherte Arbeit Kaldenbachs (siehe dazu Zülich, in: Repertorium der Kunstwissenschaft, XXXVIII, S. 146). - Breitrandig, gering gebräunt, teilw. stock- u. fingerfleckig. Titel mit wenigen kleinen Löchern im Rand sowie zwei Hinterlegungen, im oberen Rand Namenszug eines Wolfgang Winckler. Innendeckel Exlibris Von Eltester und Riedesel zu Eisenbach.
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Los 197
Gregorius IX., Decretalium
Rechtsbücher des 16. Jahrhunderts. - Gregorius IX. u.a. Decretalium copiosum argumentum. Lyon, F. Fradin für A. de Porta, 1517. Gr.-fol. (45:31,5 cm). Mit Textholzschnitt, 2 Stammbaumholzschnitten (1 in Schrotschnitt) u. Druckermarke. 10 nn., 419 (st. 423) num., 23 nn. Bll. Mod. Ldr., Vorderdeckel unter Verwendung alten blindgeprägten Materials (fragmentarisch).
Baudrier VII, 253; Adams G 1212. - Großformatige Ausgabe, bildet Band 1 des gesamten Corpus iuris canonici, Text von reichhaltigem Kommentar umgeben, gedruckt in Schwarz und Rot. - Etwas fleckig bzw. fingerfleckig, stellenweise etwas gebräunt, vereinzelte Feuchtigkeitsränder, letzte Bll. mit Moderspuren in der rechten unteren Ecke, erste Bll. mit Randläsuren u. teilw. im Bund eingerissen, a10v u. num. Bl. 4r stark gebräunt. Vereinzelt alte Anmerkungen. Es fehlen die num. Bll. 1-4 u. 16. oRR/Waf.
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Los 198
Justinianus I., Vier Bücher der Instituten. Beibd.
Rechtsbücher des 16. Jahrhunderts. - Justinianus I., Imp. Keyserlicher und des H. Reichs Rechten, die vier Bücher der Instituten und Underweisung Keyser Justiniani. Auffs new verteutscht und außgelegt durch Justin Gobler. Frankfurt, Egenolff, 1552. 4to (30:19,5 cm). Mit gr. Titelholzschn. (Gerichtsszene) u. 15 (1 ganzs.) Textholzschn. 6 nn., 158 röm. num. Bll. - Beigebunden: A. Perneder. Gerichtlicher Process, in wölichem die gemainen Weltlichen unnd Gaistlichen recht verstentlich un(n) angeneme Teutsch transferiert seind. Mit ainer Vorrede des Wolffgang Hunger. Corrigiert und jetz zu dem fünften mal getruckt. Ingolstadt, Weissenborn, 1550. 12 nn., 97 röm. num. Bll. Ldr. d. Zt. über Holzdeckeln mit reicher Blindprägung, Rückenbezug am Kopf ausgebrochen, etwas berieben, Bünde beschabt, Ecken tls. bestoßen.
 
I. VD 16, C 5242; Stintzing-L. I, 584, 7. - Zweiter Druck der Übersetzung der 'Institutiones imperiales latinogermanicae' von Gobler. Ausgabe ohne den lateinischen Text. Der ganzs. Holzschnitt zeigt den Baum der Sippschaft. - Ganzs. Holzschnitt knapp beschnitten u. mit kl. Eckabschnitt ohne Bildberührung. Wiederh. Gerichtsholzschn. mit hs. Besitzeintrag im hier leeren Motto-Schild. - II. VD 16, ZV 12287; Stintzing-L. 573ff.; vgl. Stalla 296 (Ausg. 1551). - "Es versteht sich von selbst, daß hauptsächlich der Speculator ausgebeutet und allegirt ist. Jedoch hat Perneder nicht versäumt, die deutsche, namentlich die bairische Praxis und die Kammergerichtsordnung zu berücksichtigen" (Stintzing-L.). - Titel mit rasiertem Stempel. Gebräunt, stellenw. etwas fleckig u. mit kl. Wasserrand, Titel angestaubt, mit alten Besitzeinträgen u. rasiertem Stempel, vereinzelt mit  Anmerkungen von alter Hand, letzte Lage u. hinterer Innendeckel mit Wurmgängen mit etwas Buchstabenverlust, vorderer Innendeckel mit rasiertem Stempel u. Bibl.-Nummer.
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Los 199
Marsili, Singularia / 3 Bde.
Rechtsbücher des 16. Jahrhunderts. - Marsili, I. (H. de Marsiliis). Singularia septingenta, tam vetera, nova, quam recentissima, ex postrema authoris recognitione. Venedig, "al segno della Fontana" u. bei C. da Trino, 1555. (17,5:13 cm). Mit 2 Verlegermarken. 32 nn., 127 num., 1 w. Bl. Flex. Prgt. d. Zt., gebräunt, Rücken u. Rückdeckel mit Fehlstellen. - Dazu: C. Longolius (de Longueil). Orationes duae pro defensione sua in crimen laesae maiestatis ... Item oratio una ad Luterianos. Eiusdem epistolarum libri quatuor. Epistolarum Bembi et Sa doleti liber unus. Venedig, (L. A. Giunta Erben), 1539. (15,5:10,5 cm). 264 nn. Bll. Flex. Prgt. d. Zt., fleckig, Deckel mit Randfehlstellen.
I. EDIT 16, CNCE 24701. - Stockfleckig, Titel u. Folgebl. mit kl. Wurmfraßstelle. - II. EDIT 16, CNCE 45644. -  Tlw. in der oberen Außenecke etwas sporenfleckig u. in der unteren Innenecke mit Wasserfleck; stellenw. im Rand mit kl. Wurmgang. - Dazu: F. Pitigiani. Practica criminalis canonica. In hac secunda editione cum aliquibus additionibus ... cura Hilarionis Sacchetti. Venedig, G. B. Ciotti, 1617. 12 Bll., 507 S., 2 Bll. Flex. Prgt. d. Zt., Rücken u. Vorderdeckel mit Fehlstelle. - Meist stockfleckig, Titel mit altem Stempel. - Zus. 3 Bde.
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Los 200
Meintzisch hoffgerichts Ordnung 1521
Rechtsbücher des 16. Jahrhunderts. - Meintzisch hoffgerichts Ordnu(n)g zu allen andern gerichten dienlich. 1521. Mainz, J. Schöffer, 4. Sept. 1521. Fol. (29:20,5 cm). Mit fig. Holzschnitt-Titelbordüre. 23 nn. Bll. (o.d.l.w.). - Angebunden: Undergerichts ordnung des Ertzstiffts Meyntz. Mainz, J. Schöffer, 23. Mai 1534. Fol. 35 num. Bll. Pp. um 1900, etwas berieben.
 
I. VD 16, M 262; Stobbe II, 410 f. - Seltene erste Ausgabe. "Im Jahre 1516 hatte der Erzbischof Albert (Albrecht v. Brandenburg, Kurfürst u. Erzbischof von Mainz) eine Hofgerichtsordnung von seinem Kanzler Johann Fürderer entwerfen und dann (1521) publizieren lassen, welche von Kaiser Karl V. bestätigt wurde. Sie ordnete den Prozess nach den Regeln des gemeinen Rechts an" (Stobbe). Das freundliche Geleitwort mit der Bestätigung Karls V. auf Bl. 2 recto. In der breiten Fußleiste der Titelbordüre das erzbischöfl. Wappen. - Wenige Flecken, stellenweise schwache Feuchtigkeitsspur im unteren Rand. Titel etwas fingerfleckig, mit gelöschten Anmerkungen, im Bund verstärkt. Statt des fehlenden weißen Blattes hier ein eingefaltetes Blatt mit mehrzeiliger zeitgenössischer Handschrift mit einem Kommentar zur Gerichtsordnung eingebunden. - II. VD 16, M 273; Stintzing-L. I, 543; Stobbe II, 258 Anm. u. 411. - Erste Ausgabe. "Bemerkenswert, weil sie in die Weltliche Gerichtsordnung für das Erzstift Köln vom Jahre 1538 übergegangen ist" (St.-L.). - Wasserrand im unteren Rand. Titel etwas gebräunt.
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