Handschriften - Stammbücher - "Neue Zeitungen" - Urkunden

Los 1 *#
Stammbuch der J. F. Mathesius
Album amicorum. - Dresden. - "Der Freundschafft gewidmet". Stammbuch der Johanne Friedericke Mathesius. Dresden sowie Annaberg, Chemnitz, Herzberg (Elster), Torgau u.a., 1808-1837. Quer-8vo (9,5:16,5 cm). Mit 1 aquarellierten Titel, 12 Aquarellen, 1 altkol. Kupfer u. 1 Seidenstickerei. 110 Bll. mit ca. 70 Einträgen. Ldr. d. Zt. mit Deckel-, Rücken- u. Innenkantenverg., und Goldschnitt; etwas berieben u. bestoßen, Vorderdeckel mit Wurmspur.
Schönes Album mit Einträgen meist enger Verwandter und Freunde, neben Mitgliedern der Familie Mathesius finden sich die Namen Böhner, Bonner, Franz, Geyer, Goetze, Hausen, Herrmann, Heydenreich, Kretzschmer, Kröhne, Martini, Mat(t)ha, Pfotenhauer, Röhr, Rößler, Rüßmann, Schreiber, Siegert, Stettner, Wöhler, Zinnert etc. Die Illustrationen mit Ansichten, Blumen und Freundschaftsdenkmälern, zwei der Aquarelle tragen die Signatur "Sandman(n)". - Gering gebräunt, gelegentlich etwas fingerfleckig.
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Los 2 *#
Buchbinderstammbuch
Album Amicorum des J. G. Anton
Album Amicorum. - Lauban (Oberlausitz). - Stammbuch des Buchbinders Johann Gottlieb Anton aus Lauban. Ebda. sowie Altenburg, Augsburg, Bayreuth, Halle, Hanau, Hildesheim, Leipzig, Kassel, Ulm u.a., 1730-1782. Quer-8vo (9,5:16 cm). Mit kalligraphiertem Titel mit farbiger floraler Bordüre auf Pergament, 13 meist farbigen Zeichnungen, davon 8 auf Pergament, 5 Scherenschnittarbeiten und 10 (7 altkol.) Kupfern. 8 Bll., 357 S. (mit Paginierungsfehlern), davon 12 Bll. Pergament. Mit mehr als 140 Einträgen. Eingefärbter Prgt. d. Zt. mit goldgeprägter Deckelbordüre und Goldschnitt sowie Marmorpapiervorsätzen, in zeitgenössischen Kalbldr.-Schuber (12:19,5 cm) mit Deckel- u. Rückenvergoldung sowie rotem Rückenschild (Titelprägung: "Das Beste inwendig"); Einband etwas, Schuber stärker berieben, Vergoldung des Schubers abgegriffen, Ecken etwas bestoßen, Vorderdeckel mit Wurmspur.
Zu Anton vgl. Lausitzisches Magazin 15 (1782), S. 247-250; zur Genealogie u. weiteren Mitgliedern der Laubaner Familie von Handwerkern, Kaufleuten und Wissenschaftlern auch NDB I, 318 ff. - Das außergewöhnliche und kulturgeschichtlich bedeutende Freundschaftsalbum des aus Lauban (Luban) in der Oberlausitz stammenden Buchbinders Johann Gottlieb Anton (1709-1782), geführt vom Ende seiner Lehrzeit im April 1730 bis zum Sommer 1782. Das Stammbuch, dessen Einband und ungewöhnlich aufwändig gefertigter Schuber mit großer Sicherheit eine eigene Arbeit Antons sind, enthält nicht nur Einträge von Freunden und Familienmitgliedern sowie von bedeutenden Persönlichkeiten, die Anton auf seiner Gesellenreise durch Deutschland getroffen hat, sondern vor allem auch die Widmungen vieler anderer Buchbinder. Nachdem er sich selbst als Meister wieder in seiner Heimatstadt niedergelassen hatte, trugen sich dort auch die bei ihm untergekommenen "vazierenden" Gesellen ein. Der letzte Eintrag datiert vom 14. Juli 1782, wenige Tage vor Antons Tod, und stammt vom Buchbindergesellen Immanuel Ephraim Bürgel aus Schmiedeberg im Riesengebirge.

Nach dem Ende seiner vierjährigen Lehrzeit beim Görlitzer Buchbinder Martin Pauli, einem Onkel mütterlicherseits, ging Anton zunächst nach Leipzig und Halle, wo seine Brüder Johann Christian und Johann Traugott (beide auch mit Einträgen vertreten) an der Universität studierten. Von hier stammen u.a. die Widmungen der Mediziner und Naturforscher Michael Alberti (1682-1757) und Samuel v. Drauth (1706-1739) sowie des Philologen und Theologen Georg Philipp Olearius (1681-1741) und des Juristen und Dichters Christian Gottlieb Roitzsch (1678-1741). Anton reiste weiter nach Altenburg und Bayreuth, wo er beim Hofbuchbinder und Verleger Samuel Gottlieb Riedel (vgl. Paisey 209) in Stellung war. Über weitere Stationen, u.a. in Nürnberg, ging er dann nach Augsburg. "Hier bekam er wieder eine schlechte Werkstatt, bey einem Katholicken, da er für Aergerniß krank und sehr miserabel wurde - bis er endlich zu einem evangelischen Herrn kam, da es ihm besser gieng und er seiner Gesundheit auch abwarten konnte" (Laus. Mag.). Am 7. April 1733 hat sich hier als Gesellenvater der Buchbinder Georg Sedelmayer eingetragen. Bemerkenswert ist auch die Widmung des Augsburger Goldarbeiters und Optikers Cosmus Conrad Cuno (1652-1745). Über Ulm, Stuttgart, Heidelberg und Hanau, wo auch ein Zweig der Familie Anton lebte, ging er gemeinsam mit seinem Bruder Konrad (1712-1759) nach Kassel, wo er beim Kanzleibuchbinder Damm tätig war. Nach einem Aufenthalt in Hildesheim reiste er 1734 über Halle und Leipzig zurück nach Lauban, wo er im Januar 1735 Meister wurde und das Bürgerrecht erhielt. Als "geschickter und erfahrner Meister" (Laus. Mag.) hatte Anton umfangreiche und renommierte Kundschaft. Unter den Stammbuchbeiträgern aus Lauban finden sich bekannte Persönlichkeiten der Stadt wie der Jurist und Philosoph Martin Gottlieb Pauli (1721-1796), der mit Gottsched befreundete Rektor und Dichter Samuel Seidel (1698-1755) sowie der Philosoph und Physiker Johann Heinrich Winckler (1703-1770), der mit seinen Forschungen zur Elektrizität der Zeit weit voraus war.

Zusätzlichen Wert erhält das Stammbuch durch die reizvollen Illustrationen, darunter drei schöne Trachtenmalereien, ein hübsches Quodlibet und mehrere filigrane Papierschnittarbeiten sowie zwei Kupferstichansichten von Lauban. Neben handschriftlichen, oft sorgfältig kalligraphierten Einträgen, finden sich hier, da unter den Beiträgern viele Buchbinder und auch Drucker vertreten sind, auch ein auf Buntpapier goldgeprägtes Widmungsblatt sowie mehrere gedruckte Blätter. - Leichte Gebrauchs- u. Lagerspuren, Titel u. 2 Index-Bll. im Bund verstärkt, evtl. einige Bll. entfernt.
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Los 3 *
Freundschaftsalbum
Album amicorum. - Marienbad. - Album (Deckeltitel). Freundschaftsalbum einer der drei Töchter des Generalmajors Maximilian von Schlägel und seiner Frau Karoline von Gugler. Marienbad, Amberg, ferner Landshut, München und Regensburg, ca. 1848-1862. Qu.-fol. (24:33 cm). 87 verschiedenfarbige Bll. mit handschriftlichen Einträgen und Gedichten mit teils eingesteckten oder montierten Bleistiftzeichnungen, Aquarellen, Stahlstichen und Lithographien, aber auch Blumenkranz und Bukett aus gepreßten Blumen, Fotografie, Noten, Spitzenbild u.ä. Ldr. d. Zt. mit reicher Vergoldung und Goldschnitt; stärker berieben, Vergoldung teilw. abgerieben, Ecken und Kanten etwas bestoßen.
Schönes Freundschaftsalbum mit etlichen Einträgen von Kuraufenthalten in Marienbad, sonst überwieged aus Amberg sowie vereinzelt aus Landshut, München und Regensburg.  Zu Beginn Einträge der Eltern und der Cousine Fanny von Pletz, ferner Beiträge von Caroline von Esenwein, Mathilde von Gugel, Babette von Reck, Ludwig Frhr. von Berchem, Christian Baron von Lochner u.v.a. - Teilw. etwas fleckig oder gebräunt, erste Bll. in den Rändern etwas ausgefranst, hier und da kl. Randeinrisse, wenige längere, vereinzelt fehlen eingesteckte Illustrationen.
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Los 4 *
Alfons V., Urkunde mit Unterschrift
Alfons V., der Großmütige, König von Aragon (als Alfons I. König von Neapel und Sizilien; 1394-1458). Lateinische Urkunde mit eigenhändiger Unterschrift "Rex Alfonsus". Auf Pergament. Neapel, 29. Mai 1444. Qu.-fol. (32:44,5 cm, Plica 4,5 cm). Mit anhängendem rotem Wachssiegel (defekt, 3 Fragmente) an gelb-rotem Seidenband.
Sorgfältig kalligraphierte Urkunde in gut lesbarer Kanzleikursive mit nur wenigen Abkürzungen. Der König beurkundet den Verkauf von Gütern beim königlichen Kastell Palena (Abruzzen). Die aragonische Armee hatte Neapel im Juni 1442 eingenommen, im Februar 1443 war Alfons dort eingezogen und wurde noch im selben Jahr von Papst Eugen IV. als König von Neapel akzeptiert. Vom königlichen Siegel sind noch ein größeres (ca. 4,5:4,4 cm) und zwei kleine Fragmente erhalten. Auf der Plica Kanzleivermerke. - Gering fleckig, wenige kl. Pergamentbrüche bzw. Fehlstellen (teilw. geringer Buchstabenverlust), in Kopf- u. Fußsteg etwas Mäusefraß an vier Stellen, die sich bei zusammengefalteter Urkunde überlappen (weit außerhalb des Textes). Verso Vermerk mit blauem Stift.
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Los 5 *#
Antiphonar auf Pergament
Antiphonar (Rückentitel: Missale proprium sanctorum). Lateinische Handschrift auf Pergament. Spanien, 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts. Imp.-fol. (79:54 cm). Blattgr. 75:50 cm, Schriftspiegel 62:37 cm. 7 Zeilen Text u. Noten, 6 Seiten mit 24 Zeilen Text ohne Noten. Rotunda formata in schwarzbrauner Tinte u. römische Quadratnoten auf 5 roten Linien, Hervorhebungen in Rot. Mit zahlr. Initialen mit vegetabiler Ornamentik in 2-4 Farben (Rot, Blau, Grün, Gelb) sowie vielen Cadellen, teilweise in Schwarz u. Gelb oder Schwarz u. Rot. 126 (statt 160?) Bll. u. 2 Bll. Pergament auf den Innendeckeln. Lederband d. Zt. über schweren Holzdeckeln mit Blindprägung u. je 4 Metall-Eckbeschlägen sowie 1 Metall-Mittelstück; Gebrauchsspuren, Rücken- u. Vorderdeckel am Kopf mit Bezugsfehlstelle, ehemals mit 2 Schließen.
Sehr großformatige liturgische Handschrift für den Gebrauch in einem Franziskanerkloster. Die reinen Textseiten enthalten "Offertoria propria" (4 S.) und "Responsoria communia" (2 3/4 S.). Auf dem vorderen Innendeckel ein alphabetisches Register. - Stellenw. etwas fleckig oder mit anderen Gebrauchsspuren, mehrere alte Reparaturen, vereinzelt Verwischungen, 1 Lage lose. Wenige Bll. mit dem Stempel des Klosters San Pedro Regalado in La Aguilera (Burgos). Unvollständig, nach der alten Foliierung fehlen 34 Bll.
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Los 6 *
Contains a Vision of St. Bridget
(Pseudo-)Bonaventura, Psalterium Marianum
Bonaventura, S. (Pseudo-). Psalterium Marianum (und andere Werke). Niederdeutsche Handschrift auf Pergament. Rheinland (Köln?), 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts. 12mo. Blattgr. 10:6,5 cm, Schriftspiegel 7,5:4,5 cm. 20-25 Zeilen. Bastarda in schwarzen Tinten, Rubriken in Rot, durchgehend ein- oder zweizeilige Initialen in Rot, einige drei- oder mehrzeilig, die erste in Blau. 182 Bll. (mit neuerer Bleistiftfoliierung). Ldr. d. 18. Jh. mit Rvg. u. Rsch.; Ecken gering bestoßen, Rücken etwas spröde.
Niederdeutsche Übertragung einer marianischen Paraphrase des Psalteriums, die traditionell unter Bonaventura geführt wird. Als eigentlicher Verfasser gilt heute der Franziskaner Konrad von Sachsen (gest. 1279), Lektor zu Hildesheim und Provinzial der Saxonia. Der Text beginnt "Selich is d(er) ma(nn) d(er) da leif heit dine(n) name(n) o iöfrauwe maria dine genade sal stercke(n) sine sele...". Es folgen zahlreiche weitere niederdeutsche Texte, meist ebenfalls mit marianischer Prägung, darunter "Eyne sere suberlich neye kreutzgen der hemel konyngynen der juffrauwn marien" (fol. 75) und "Die gulde(n)n gezitgin va(n) onser lewer vrouwe(n)" (fol. 80). Fol. 87 beginnen die die Johannes XXII. (Jacques Duèze) zugeschriebenen Tagzeiten vom Mitleiden Mariae: "Va(n) d(en) bedroefenisse onser liev(en) vrouwe(n)". Weitere Stundengebete sind überschrieben "Va(n) dei(n) hilge(n) sc(ra)mente metten" (fol. 103), "Dat gezijde va(n) deme heilige(n) geistes" (fol. 112), "Dat la(n)ge crutz gezijde" (fol. 130) etc. Unter den kürzeren Gebeten am Schluss findet sich auch eine Vision der Hl. Birgitta von Schweden: "Dit gebet offe(n)barde onse... sent brigitken" (fol. 173).  Die Handschrift stammt sicher aus einem rheinischen Frauenkloster, vielleicht aus einem Klarissenkloster in Köln. - Stellenw. leicht fleckig, Schrift teilw. stärker abgegriffen, Bl. 167 ist 4 cm hoch. Aus der Sammlung des niederländischen Antiquars und Bibliophilen Abraham Horodisch (1898-1987), mit seinem Exlibris auf dem Innendeckel.
Very fine and complete Low German manuscript, on vellum. Contains the Psalter of the blessed Virgin Mary, attributed to St. Bonaventure, Marian Hours, attributed to Pope John XXII, a vision of St Bridget of Sweden, and other prayers and liturgical texts. Rhine region (Cologne?), 2nd half of the 15th century. 182 leaves. Written in a small gothic bookhand in black ink with rubrics and initials in red. - Minor spotting here and there, some rubbing in places, 1 leaf short. Bound in 18th cent. calf, spine gilt, corners sligthly worn, spine a bit brittle. From the collection of Abraham Horodisch, with his bookplate on upper pastedown.
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Los 7 *#
Carta executoria por Lorenzo Garces de Januas
Carta executoria. - Philipp IV., König von Spanien. Adelsdiplom für Lorenzo Garces de Januas, ausgestellt im Namen des Königs von Pedro Pablo Zapata Fernández de Heredia y Urrea. Spanische und lateinische Handschrift auf Pergament. Saragossa, 3. Nov. 1644. Fol. Blattgr. 27,5:19,5 cm, Schriftspiegel 20:15,5 cm. 21 Zeilen. Sehr regelmäßige Buchschrift mit brauner Tinte in Kursive und Antiqua, Hervorhebungen in Gold. Mit blattgroßer Titelkartusche u. 1 blattgr. Wappenmalerei, beides in farbiger Gouache mit Gold, ferner 2 große Initialen in Gold mit brauner Kontur sowie 2 Initialen mit floralen Motiven in Gold u. Farben. 9 (statt 10) nn. Bll., 1 leeres Bl. Ldr. d. Zt. mit Vergoldung; etwas berieben u. bestoßen, Schließbänder fehlen.
Am Schluss eigenhändig unterzeichnet von Don Fernández de Heredia y Urrea, 1637-1661 Gouverneur des Königreichs Aragon. - Insgesamt etwas angeschmutzt u. fleckig, zu Beginn 1 Bl. entfernt. Ohne das ehemals angehängte Siegel.
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Los 8 *#
Nuremberg Diurnal with Music and German Rubrics
Diurnale monalium, Nürnberg
Diurnale monialium Dominicanarum. Lateinische Handschrift auf Pergament mit deutschen Rubriken. Nürnberg, Katharinenkloster, um 1500. Kl.-8vo. Blattgr. 13,8:10,5 cm. Schriftspiegel ca. 10:6,5 cm. 13-19  (Kalendar: 33) Zeilen, regliert, Wortreklamanten teilw. noch sichtbar. Mit 3 drei- bis fünzeiligen Initialen in Blau und Rot, einigen Cadellen in Schwarz u. Rot sowie zahlr. ein- oder mehrzeiligen Initialen in Blau oder Rot. Textura in dunkelbrauner Tinte von verschiedenen Händen, Hervorhebungen in Rot, Versalien rot gestrichelt; dazu Quadratnoten auf vierlinigem rotem System. 258 (statt 262?) Bll. mit moderner Bleistiftfoliierung. Blindgepr. Ldr. d. frühen 20. Jh. über Holzdeckeln mit 1 Schließe (von 2), etwas berieben.
Schöner spätmittelalterlicher Pergamentcodex aus dem ehemaligen Dominikanerinnenkloster St. Katharina in Nürnberg. Die Bibliothek des Katharinenklosters war mit ihren ursprünglich ca. 500–600 Bänden, von denen etwas über die Hälfte erhalten geblieben sind, die größte deutschsprachige Bibliothek des 15. Jahrhunderts. Das Kloster verfügte über ein bedeutendes Skriptorium, dessen Blütezeit im 15. Jahrhundert lag und mit der Einführung der Reformation in Nürnberg ihr Ende fand. Die Lokalisierung und Datierung der Handschrift lässt sich durch Kalendar (2r-7v) und Litanei (194v-202r) belegen. Im Kalendar sind Kunigunde (3. März) und Heinrich II. (13. Juli) als Leitheilige der Diözese Bamberg und Sebaldus (19. August) als Stadtpatron von Nürnberg durch rote Schrift ausgezeichnet, die doppelte Anrufung des Ordenspatrons Dominikus und der Klosterpatronin Katharina in der Litanei sind ein sicheres Indiz für die Herkunft aus dem Kloster St. Katharina. Das Auftreten des Servatius (13. Mai, "Servatij ep[iscop]i & co[n]fes[oris]") belegt eine Entstehung nach 1498, dem Jahr der Aufnahme des Heiligen in das Kalendar der Dominikaner (vgl. Gottwald, Musikhandschriften, Wiesbaden 1979, S. 25).

Das Diurnale verzeichnet die Stundengebete und Gesänge für die Feste des Kirchenjahres und diente dem privaten Gebrauch einer Ordensschwester. Auffallend ist hier die unsystematische Anordnung des Inhalts, die charakteristisch für Diurnalia der Dominikanerinen ist (vgl. Ehrenberger, Bibliotheca liturgica manuscripta, Karlsruhe 1889, S. 32-36 u. Neske, Handschriften der SB Nürnberg II/2, Wiesbaden 1987, S. 87-89 u. 95-96). Unsere Handschrift enthält neben dem Kalendar für die Diözese Bamberg und dem Diurnale auch Benedictiones matutinales, Benedictiones ad mensam, Marienoffizium, Officium defunctorum und weitere Texte. Besonders bemerkenswert sind die zahlreichen Notenbeigaben, teils nur kurze Hinweise zur Intonation der Antiphonen, vielfach aber auch vollständige Notationen. Während Kalendar (bis auf den Hinweis zur Benutzung der Goldenen Zahl) und liturgische Texte in lateinischer Sprache gehalten sind, wurden die Rubriken oft deutsch ausgeführt: "An dem aschermitvochen und hohen donertstag...", " An den creutz tagen fur die heiligen Cristenheit...", "Diß sind die a(ntiphone)n uber das gantz iar..."  etc.

Kollation: Überwiegend Lagen zu 8 Bll. mit Wortreklamanten (beim Binden meist an- oder abgeschnitten): A6(+1), B-P8, Q8(+1), R-Z8, a-b8, c8(-1), d6(-3?). Dem Kalendar ist ein Blatt mit späteren Nachträgen vorangestellt; in Lage Q wurde ein zusätzliches Blatt (fol. 123) von einer anderen Schreiberin eingefügt, der darin enthaltene Text war wohl ursprünglich vergessen worden; in der vorletzten Lage wurde 1 Bl. (nach 246) entfernt, der Schlusslage (mit Nachträgen von anderer Hand) fehlen vermutlich 3 Bll. - Gelegentlich etwas fleckig oder fingerfleckig, vereinzelt leichte Bereibungen oder Verwischungen, KL-Ligaturen des Kalendars und Federwerk der Eingangsinitiale am Kopf angeschnitten.

Provenienz: Karl & Faber, München, Kat. 68 (Deutsche Kunst und Kultur, 1937), Nr. 297 ("Diurnale der Dominikanerinnen von St. Katherinen in Nürnberg"), die Handschrift wird in der "Dokumentierenden Rekonstruktion der Bibliothek des Nürnberger Katharinenklosters" (Datenbank der Universität Jena) unter der ID 7043 geführt.
Diurnal, in Latin, of Dominican Use, with German rubrics. Manuscript on vellum, Nuremberg, c. 1500. 258 (of 262?) leaves. In dark brown and red ink in a textura script. With numerous initials in red and blue and music on a 4-line red stave. From the famous library of the former Dominican Monastery of Saint Catherine in Nuremberg. - Some occasional spotting or thumbing, light rubbing or smudging here and there, initials of calendar and first text leaf shaved at top. Lacking probably 4 leaves at end. Early 20th century blindstamped calf over wooden boards with 1 clasp (of 2), somewhat rubbed.
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Los 9 *#
Dresden, Lehrbrief für C. A. Buder
Dresden. - Lehrbrief für Christian August Buder. Ausgestellt durch den Dresdner Kauf- und Handelsherrn Johann Anton Zuckschwerdt. Deutsche Urkunde auf Pergament. Dresden, 14. April 1737. Qu.-gr.-fol. Blattgr. 49:72,5 cm, Plica 5,5 cm. Kalligraphie in schwarzer Tinte mit Gold- u. Silberhöhung. Mit breiter kalligraphischer Bordüre, darin farbiges Wappen und farbige allegorische Darstellungen. Unten vom Ältesten der Handlungsinnung und von Zuckschwerdt eigenhändig unterzeichnet, dazu kl. Lacksiegel.
Aufwändig gestaltetes und dekoratives Lehrzeugnis der Dresdner Handlungsinnung. Buder hatte eine sechsjährige Lehrzeit in der Seiden- und Galanteriewarenhandlung des Johann Anton Zuckschwerdt (1704-1764) verbracht. In der Bordüre neben figürlichen Allegorien von Fortuna und Merkur auch zwei kleine Darstellungen von Händlern mit Warenballen und Transportfass. - Faltspuren, leicht fleckig, ohne das ehemals unten angehängte Siegel.
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Los 10 *#
"Allerhandt Schreiben nichts sonderlich anlangendt"
Wien, Nachdem die alte Königin
Frankreich. - Heinrich III. - Nachdem die alte Königin in Franckreich... ein Post uff die andere zu dem Königh auß Poln geschickt das er sich uffs sonderligst in Franckreich begebe... Deutsche Handschrift auf Papier. Dat. Wien, 24. Juni 1574. Fol. Blattgr. 33,5:21,5 cm, Schriftspiegel ca. 28:16 cm. Flüchtige Kursive in dunkelbrauner Tinte. 3 S. auf 1 Doppelblatt.
Aus einer kleinen Sammlung von "Neuen Zeitungen" (Nr. 10-11, 18-19, 26-35, 42-44 u. 46-47). "Die ersten Zeitungen, die 'avvisi' oder 'Neue Zeitungen' hießen, wurden von berufsmäßigen Zeitungsschreibern, den sog. Novellanten, in Rom, Venedig oder Antwerpen auf der Basis der dort eintreffenden Nachrichten verfaßt. Dabei konnte ein Zeitungsschreiber in der Woche zunächst nicht mehr als 15-20 Zeitungen handschriftlich herstellen, so daß die Neuen Zeitungen mit Nachrichten aus der Alten und Neuen Welt auf einen exklusiven Leserkreis beschränkt waren. Zu den Abonnenten zählten der Kaiser, die Herzöge von Urbino, Savoyen und Bayern, aber auch oberdeutsche Kaufleute wie die Fugger" (North, Deutsche Wirtschaftsgeschichte S. 119).
Nach dem Tod seines Bruders Karl IX. verließ Heinrich von Valois, der 1572 als Heinrich II. zum König von Polen gewählt worden war, heimlich sein Land, um den französischen Thron zu beanspruchen. Im Juni 1574 erreichte er Wien, wo er am kaiserlichen Hof mit Ehren empfangen wurde. Eine Hochzeit mit Elisabeth von Österreich, der Witwe Karls IX., lehnte diese jedoch ab. Am 13. Februar 1575 wurde er als Heinrich IIII. in der Kathedrale von Reims zum König von Frankreich gekrönt. Auf Papier mit Wasserzeichen "Ochsenkopf frei mit einkonturiger Stange und schrägem Kreuzbalken". Verso zeitgenössischer Eintrag als Inhaltsangabe "Allerhandt Schreiben nichts sonderlich anlangendt". - Vertikale u. horizontale Faltspuren, 1 kl. Fehlstelle, verso etwas fleckig.
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Los 11 *#
Zeittunge auß Franckreich
Frankreich. - Zeittunge auß Franckreich. Auf Sanct Chatharina tagh ist die Kunigin von Spania von Statt Clerant außgezoge... Deutsche Handschrift auf Papier. O. O. u. J. (um 1575). Fol. Blattgr. 30,5:20,5 cm, Schriftspiegel ca. 25:16 cm. Kursive in brauner Tinte. 2 S. auf 1 Doppelblatt.
Enthält Nachrichten über Margarete von Valois, Charles de Bourbon de Vendôme (Kardinal von Bourbon) u.a., über Steuerfragen, Ämterbesetzungen etc. Auf Papier mit Wasserzeichen "Ochsenkopf frei mit einkonturiger Stange und schrägem Kreuzbalken". - Schwache Faltspuren, kaum fleckig.
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Los 12 *#
Fugger, Stammbaum auf Papier. Ger.
Fugger. - Adelsprobe. - Stammbaum der Maria Franziska Walburga Fugger, Gräfin von Kirchberg-Weißenhorn. Farbiges Aquarell auf Papier. Um 1740. Quer-gr.-fol. Blattgr. 44:54 cm. Mit 23 Wappendarstellungen. Neu unter Glas gerahmt (nicht geöffnet).
Ahnenprobe für die Aufnahme in das Adelige Damenstift St. Ursula in Köln. Der Stammbaum der Probandin, Tochter von Ludwig Xaver, Graf Fugger (1688-1746), Generalfeldmarschallleutnant des Schwäbischen Kreises, und Maria Anna, Gräfin von Hohenzollern-Sigmaringen (1694-1732), wird bis bis zu den Ururgroßeltern dargestellt (16-Ahnen-Probe). - Falt- u. Knitterspuren, in den Rändern Einrisse u. Fehlstellen, etwas Bildverlust oben rechts und unten sorgfältig ergänzt.
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Los 13 *
Mariae Tagzeiten
Gebetbücher. - Mariae Tagzeiten. Incipit: "Here du salte opdoen mine lippe(n) ende mijn mont". Niederdeutsche Handschrift auf Pergament. Wohl Rheinland, Ende des 15. Jahrhunderts. Blattgr. 16,5:12 cm, Schriftspiegel 9,5:6,5 cm. 21 Zeilen, regliert. Textura in braunschwarzer Tinte, Rubriken in Rot, durchgehend ein- oder zweizeilige Initialen, alternierend in Rot u.  Blau. Mit 1 zehnzeiligen Fleuronnée-Initiale in Blau, Rot und Grün mit vegetabilen Randornamenten sowie 7 dreizeiligen Initialen in den gleichen Farben. 27 nn. Bll. Hprgt. d. 20. Jh.
Vollständiges Marienoffizium in niederdeutscher Sprache. - Sauber und breitrandig, lediglich die äußersten Ausläufer der Eingangsinitiale gering angeschnitten. Provenienz: Innendeckel mit gest. Wappen-Exlibris; Karl & Faber, Auktion 96 (1965), Nr. 10.
Low German Hours of the Virgin, manuscript on vellum. Rhineland (?), end of the 15th century. 27 leaves (complete). Written in a gothic littera textualis in black ink, rubrics in red, versal initials throughout alternately in red and blue. With 1 very large 10-line initial in red and blue and 7 smaller 3-line initials in blue, all with penwork in red and green. - Wide margins, extensions of the large initial fractionally cropped. 20th century vellum-backed boards, engr. armorial bookplate on front pastedown.
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Los 14 *#
Gebetbuch, Marienwallfahrten
Gebetbücher. - Marienwallfahrten. - Incipit: "In dissen Byechlein Seint schöne Geistliche wallfarten Auff alle Fest unser lieben Frauen sambt der sprechung des Psalters." Deutsche Handschrift auf Papier. Süddeutschland/Österreich, 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts. Blattgr. 15,2:10 cm, Schriftspiegel ca. 12:8 cm. Gotisierende Schrift in schwarzer und und roter Tinte. 146 Bll. (das letzte leer) in 19 Lagen zu 8 Bll. (Lage 15 nur 2 Bll.). Prgt. d. Zt. über dünnen Holzdeckeln mit 2 Schließen; gering fleckig, Vordergelenk angeplatzt.
Etwas ungleichmäßig, jedoch recht sorgfältig ausgeführte und vollständige Handschrift, angefertigt für eine weibliche Beterin (im Text "ich arme Synderin", "dein unwierdige Dienerin" u.ä.). Das Gebetbuch steht ganz in der Tradition der im Zuge der Gegenreformation erstarkenden Marienverehrung des 17. Jahrhunderts. Enthält Gebete für Wallfahrten an Mariä Lichtmess (1r-9r), Mariä Verkündigung (9r-22r), Mariä Heimsuchung (22r-31r), Mariä Himmelfahrt (31v-48r), Mariä Geburt (48r-57v), Mariä Opferung (57v-71r), Mariä Empfängnis (71r-83v) sowie zum Fest der Hl. Familie (84r-96r), es folgen weitere Gebete mit dem Hinweis "van den H: löhrern zuesamen gezogen, und khan auff alle fest gebraucht werden" (96r-98r) sowie "vünfzig gebeth zue unser lieben frauen" (98r-114r). Zu jeder Wallfahrt werden verschiedene Stationen mit Ortsangaben angegeben, darunter "Bey den grassen Altar In chor", "Bey unsser lieben Frauen de montefya (Montevia)", "Bey S. Joseph Altar", "Bey den Alltar der 14. Notthelfern", "Bey den spänischen Alltar" etc., auch "Bey den gnatten Bilt unser lieb frawen zue zell" (Mariazell), "Var den Chor Bey Unser lieben Frauen Altnötting" (Altötting) und "Bey den Bolnische(n) gnatten Bylt (Tschenstochau)". Die Wallfahrt zu Mariä Schnee (31v) ist nicht ausgeführt, hier findet sich lediglich die Bemerkung "so nimtt man den gemänen, auß den Creyzgang Biechlein deß Herren Blößky-sälling(?)". Der zweite Teil der Handschrift enthält kurze Texte ("Psalter") zu besonderen Sonn- und Feiertagen (115r-143v), darunter die Freuden und Tugenden Mariens, sowie "Ein psalter van der Heyligen dreifaltikeitt" (143v-144v) und "Der 3. Rossenkranz zue gott den H: Geyst" (144v-145r). - Leicht stockfleckig, insgesamt jedoch sehr gut erhalten.
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Los 15 *#
(Reiter), Gebethbuch
Gebetbücher. - (Reiter, M.). Gebethbuch zur Beförderung des wahren Christenthums (Rückentitel: "Reiters Gebetbuch"). Deutsche Handschrift auf Papier. Ottobeuren 1834.  Blattgr. 16,5:10 cm, Schriftspiegel 13:7,5 cm. Kursive in schwarzer Tinte, Hervorhebungen in Rot. Mit vielen meist farbigen Tuschzeichnungen, Vignetten u. Bordüren. 3 Bll, 418 (statt recte 424) S., 5 Bll. Roter Maroquinband d. Zt. mit Rückenvergoldung u. Rückenschild, beide Deckel mit goldgepr. Bordüre u. intarsiertem achtstrahligem Stern in drei Farbtönen als Mittelstück, dreiseitiger Goldschnitt, etwas berieben, Ecken gering bestoßen.
Abschrift des vielfach aufgelegten und von Matthäus Reiter herausgegebenen "Katholisches Gebethbuch zur Beförderung des wahren Christenthums unter nachdenkenden und gutgesinnten Christen" (erstmals Salzburg 1785). Mit reizenden, etwas naiven Illustrationen versehen. Handschrift und Illustrationen sind wohl ein Werk des Ottobeurener Glasermeisters Johann Schmidt. - Gelegentlich etwas fleckig, es fehlen S. 7/8, 262/63 u. 272/73. Zu Beginn u. am Schluss teils farbig eingemalte Besitzvermerke: Josepha Fischer, Legau (Allgäu), dat. 1834; Veronika Fischer, Legau, verh. Hafner, (Bad) Grönenbach, dat. 1847; Helmschrot, Grönenbach; Bert Gröger (mod. Exlibris).
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Los 16 *#
Wegele, Aurum optimum (hs. Gebetbuch)
Gebetbücher. - Wegele, J. J. C. Aurum optimum. Das Allerbeste Goldt der Christlichen Wahren Andacht. Deutsche Handschrift auf Papier. (Süddeutschland) 1738. (18:12 cm), Schriftspiegel meist ca. 15:10 cm. Mit braunschwarzer in regelmäßiger Kursive geschrieben, Kapitelüberschriften tlw. in roter, hervorgehobene Wörter in goldfarbener Tinte. Mit farbiger Titelbordüre, farbiger Schlussvignette u. 13 Kupfertafeln nach M. Engelbrecht. 3 Bll., 431 (recte 428), 112 S., 10 Bll. (einige weiß). Ldr. d. Zt. mit Rücken- u. etwas Deckelvergoldung über dünnen Holzdeckeln, diese gebrochen, stärker berieben, feste Vorsätze erneuert.
Der Kompilator und Schreiber nennt am Ende der Widmung (an Christus): Joseph Johannes Capistranus Wegele, ein Angehöriger des Dritten Ordens der Franziskaner. - Etwas gebräunt, stellenw. etwas wasserfleckig; stellenw. lose u. mit kl. Randläsuren, Titel mit Randläsuren, 1 Einriss in die Bordüre verso mit Archivband geklebt.
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Los 17 *
Mondsichelmadonna-Einband
Horae B. M. V. für Utrecht, Niederlande
Horae B. M. V. Niederländisches Stundenbuch zum Gebrauch von Utrecht. Handschrift auf Pergament. Nordniederlande, Mitte des 15. Jahrhunderts. Blattgröße 17:11,5 cm, Schriftspiegel 9:6 cm. 20 (Kalender: 18) Zeilen. Littera hybrida in schwarzer Tinte, rubriziert, durchgehend rote und blaue Initialen. Mit 4 acht- bis zehnzeiligen und vielen kleineren Blattgoldinitialen, jeweils mit Fleuronnée in Blau, Rot u. Grün und seitlichen Ausläufern, teils über zwei oder drei Seiten. 129 (statt 130) nn. Bll. u. je 2 leere Vor- u. Nachsatzbll. Blindgeprägter brauner Lederband des 15. Jahrhunderts über Holzdeckeln mit figürlicher Mittelplatte (Mondsichelmadonna im Strahlenkranz) mit 2 neueren Messingschließen; berieben u. etwas bestoßen, Restaurierungen an Kopf u. Schwanz des Rückens.
Reizvolles Stundenbuch ohne Miniaturen. Der Text ist ganz in niederländischer Sprache, die Übersetzung wird dem Utrechter Domprediger und Begründer der "devotio moderna", Geert Groote (Gerhardus Magnus) zugeschrieben. Die im Kalendar rot hervorgehobenen friesischen Heiligen Bonifatius (5. Juni), Lebuin (12. Nov. hier irrig am 8. Nov. eingetragen), Odulf (12. Juni) und Willibrord (7. Nov.) zeigen, das unser Stundenbuch für den Gebrauch in der Diözese Utrecht eingerichtet ist. Enthalten sind Utrechter Kalendarium (fol. 1r-12v), Marienoffizium (13r-46r), Heilig-Kreuz-Stunden (47r-52v), Bußpsalmen und Litanei (53r-67v), Stunden der Ewigen Weisheit (69r-87r), Gebete in niederländischer Sprache (88r-97v), Totenoffizium (99r-127v, es fehlt das erste Blatt), am Schluss zwei Kommuniongebete (127v-129v). Von einer Hand in gefälliger Form und gut lesbar geschrieben, der Schreiber schwankt zwischen der älteren Textualis und der neueren Bastarda. - Stellenw. gering fleckig u. etwas abgegriffen, wenige Pergamentfehler. Unten ältere Foliierung in Tinte, rechts oben neuere Bleistiftfoliierung. Es fehlt das erste Blatt des Totenoffiziums (bereits zur Zeit der älteren Foliierung). Provenienz: Jean G. Smolderen; C. R. Brom (Besitzeinträge auf dem Vorsatz); Tenner, Auktion 90 (1972), Nr. 5.
Dutch Book of Hours for the use of Utrecht, manuscript on vellum, mid of the 15th century. 129 leaves (of 130). Written in black ink in a neat gothic bookhand, rubrics in red, versal initials throughout alternately in red and blue. With 4 fine 8- to 10-line and numerous smaller initials, all in burnished gold with penwork in blue, green and red. - Occasional slight spotting and rubbing, a few minor flaws, lacking 1 leaf. Contemporary brown calf tooled in blind over wooden boards, with a stamp of the virgin on a crescent moon, somewhat rubbed and worn, spine restored at ends, later clasps.
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Los 18 *#
Zeytungh aus Paryß
Hugenotten. - Bartholomäusnacht. - Zeytungh auß Paryß. Den 23. Augusti umb halbe nacht haben sich an die 300 pferde in der Stat Paryß versamlet... Deutsche Handschrift auf Papier. O. O. u. J. (1572). Fol. Blattgr. 33:22 cm, Schriftspiegel ca. 23:16 cm. Regelmäßige Kursive in brauner Tinte. 2 S. auf 1 Doppelblatt.
Zeitgenössischer Bericht über die blutigen Ereignisse in der Nacht vom 23. zum 24. August 1572 und der folgenden Tage. "... Folgenden Sontags vmb 7 vhrnn deß morgens hat der vo(n) Gwese [= Henri de Guise] vur deß Koninghs Pallast doen auß roffen, vnd gepieten in name(n) deß Koenighs, daß ma[n] alle Hugenotten ma[nn] vnd Wayb sult doetschlagen, wilches die vo(n) der Stat durch alle gassen haben doen außrofen, auch als balt das volck ihn die Heuser gelaufen, alles was verdechtich gewesen der Religion, todtgeschlagen und geplundert, daran auch des Koenigs diener, ma[nn] und Weib, iunck vnnd alt, niemantzs verschonet worden...".  Auf Papier mit Wasserzeichen "Baselstab frei, mit dreifachem Knauf" (Straßburg um 1570?). - Schwache Faltspuren, schwach bräunender Feuchtigkeitsfleck, unten kleiner Randausbruch weit außerhalb des Textes.
German manuscript on paper. 2 pp., folio. Newsletter by an anonymous author giving a first-hand report of the St. Bartholomew's Day massacre. - Traces of old folds, faint brownish stain, small flaw in lower blank margin.
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Los 19 *#
Waiß, Neuwe und gewisse Zeittungh
Hugenotten. - Waiß, N. Vor neuwe, ware, und gewisse Zeittungh, das der Marschalck de Momerancy noch zu Paryß in schwarer gefänckniß... Deutsche Handschrift auf Papier. "Dat. à Brye auf der Post", 16. Nov. (15)74. Fol. Blattgr. 32:21,5 cm, Schriftspiegel ca. 27,5:16 cm. Gleichmäßige Kursive in brauner Tinte. 1 S. auf 1 Blatt.
François de Montmorency (1530-1579) war Marschall von Frankreich und Militärgouverneur von Paris, Anhänger der "parti des politiques" und vertrat eine gemäßigte Position gegenüber den Hugenotten. Im November 1574 wurde er der Verschwörung gegen König Heinrich III. verdächtigt und in der Bastille inhaftiert. Während andere Mitverschwörer hingerichtet wurden, wurde Montmorency auf Betreiben von Caterina de’ Medici bereits nach einem Jahr wieder freigelassen. Verfasser der Relation war ein deutscher Soldat in französischen Diensten, er nennt sich am Schluss "Niclaß Waiß in Dienst Sr. Mjt: zu Franckreich Profiandtmeister uber ein Regiment teutscher Pruder". Auf Papier ohne Wasserzeichen. - Schwache Faltspuren, wenige kl. Flecken.
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Los 20 *
Notariatsinstrument, Palene 1364
Johanna I. von Anjou, Königin von Neapel. - Notariatsinstrument. Lateinische Urkunde auf Pergament. Palena, 14. Okt. 1364. Qu.-fol. Blattgr. ca. 30:35,5 cm, Plica 5 cm. Schriftspiegel 26:34 cm. Abkürzungsreiche Urkundenkursive in dunkelbrauner Tinte von der Hand des Notars Thomasius, mit dessen Notariatssignet.
Beurkundet den Verkauf von Grundeigentum durch Johannes und Thomasius, genannt Giptius, aus Palena an Butius Jacob. Ausgestellt im Namen der Königin Johanna I. von Neapel (um 1326-1382) durch den königlichen Notar Thomasius im Kastell von Palena (Abruzzen), am Schluss beglaubigt von drei Zeugen, die, da des Lesens und Schreibens nicht mächtig, mit einem Kreuz signierten. - Etwas gebräunt u. fleckig, durch Mäusefraß beschädigt, dadurch Verlust der linken Hälfte der ersten 2-3 Zeilen, mehrere weitere Fehlstellen, teilw. ebenfalls mit Textverlust. Verso mit blauem Stift bezeichnet "N(umero) Primo/ 1364".
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Los 21 *#
Freyin, Kochbuch 1780 (Handschrift)
Kochbücher. - Freyin, Anna Maria. Kochbuch. Deutsche Handschrift auf Papier. (Lindau?) 1780. Kl.-4to (21:17 cm). Mit brauner Tinte in deutlicher Kursive geschrieben. 1 Bl., 230 (recte 231) S., 57 w., 7 Bll. Inhaltsverzeichnis, 4 w., 1 Bl. Hldr. d. Zt. mit Schließbändern, berieben, Kapitale mit Fehlstellen, Ecken restauriert.
Reichhaltiges Kochbuch für die süddeutsche Küche. Enthält zahlreiche Rezepte, vor allem Süßspeisen und Kuchen. - Leicht fleckig. 
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Los 22 *#
Pöllnitz, Recepte Buch
Kochbücher. - Pöllnitz, Friederike v. Recepte Buch von allerhand... Arzneymitteln (Deckeltitel). Deutsche Handschrift auf Papier. Plassenburg (bei Bayreuth), 12. Mai 1784 (Deckeltitel). Kl.-4to (21:17,5 cm). Mit brauner Tinte in deutlicher Kursive geschrieben. 143 S., 1 w., 6 Bll. Register. Pp. d. Zt., berieben, etwas bestoßen.
Reichhaltiges Rezeptbuch, anfangs medizinisch und später mit Kochrezepten. Ab S. 108 mit zahlr. Nachträgen verschiedener Hände, teilw. in Bleistift. - Stockfleckig. 
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Los 23 *#
Wallberg, Kochbuch
Kochbücher. - Wallberg, Victoria v. Kochbuch. Deutsche Handschrift auf Papier. O. O.  1792. 4to (25:18 cm). Mit brauner Tinte in sehr regelmäßiger Kursive geschrieben, Titel u. Überschriften kalligraphiert. 1 Bl., 137 S. (einige leer). Hldr. d. Zt., gering bestoßen, Rücken mit kl. Fehlstellen u. Abriss am Schwanz.
Sehr sorgfältig geschriebenes und gut lesbares Kochbuch mit Rezepten für die gehobene Küche. Die Rezepte sind thematisch geordnet (Suppen, Fleischgerichte, Eingemachtes, Mehlspeisen, Fischgerichte, Salate etc.), neben vielen Süßspeisen sind auch interessante Back- und Konditoreirezepte enthalten. Am Schluss ein zehnseitiges Register. - Gleichmäßig leicht gebräunt u. kaum fleckig.
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Los 24 *#
Kunstbüchlein 1557 (Hs.)
Kunstbuechlein. Verechten grüntlichen gebrauchs aller kunstbaren Werckleut. Deutsche Handschrift auf Papier. Deutschland 1557. 4to (20,5:15,5 cm). Von zwei Händen in brauner Tinte in deutscher Kursive geschrieben. 129 Bll. Ldr. d. Zt., bestoßen u. wurmstichig, Kapitale mit Fehlstellen, Rückdeckel mittig mit großem Ausschnitt des Bezuges, Buchblock mehrmals gebrochen.
Vgl. Darmstädter 82 (Ausgabe 1549). - Zeitgenössische Abschrift, jedoch bedeutend erweitert, vermutlich von zwei Händen. Behandelt alchemistische Themen wie Farben und ihre Anwendung z. B. das Färben von Edelmetallen, Löten, das Arbeiten mit Schwefel, Oleum etc. Titel verso mit einer Liste von Metallen mit Namen, Symbol sowie Charakter. "Diese kleinen technischen Handbücher waren für Berg- und Hüttenmann, für Münzbeamte, Goldschmiede und Handwerker bestimmt... mit ihren Rezepten für Metallprüfung und -Scheidung, für Herstellung von Legierungen, und auch für die von Farben, Tinten und dergl., waren für das Handwerk und auch für die Buchkunst wichtig" (Darmstädter 12). - Fingerfleckig; erste u. letzte Bll. mit kleineren Wasserschäden und Randläsuren, teilw. mit etwas Textverlust, Titel mit mehreren Löchlein ohne Textverlust u. fast lose; das letzte Bl. lose; 12 Bll. vom Buchblock gelöst.
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Los 25 *#
Stammbaum Leiningen-Westerburg. Ger.
Leiningen-Westerburg. - Seekatz, Johann Martin (zugeschrieben). Stammbaum des Hauses Leiningen-Westerburg. Farbiges Aquarell auf Papier. Um 1700. Quer-Imp.-fol. Blattgr. 80:100 cm. Auf sechs zusammengesetzten Papierbogen, aufgezogen und in neuerer Zeit gerahmt.
Vgl. Thieme-B. XXX, 428 f. - Prachtvoller und großformatiger Stammbaum des Hauses Leiningen-Westerburg. Die Ahnenfolge reicht von Siegfried von Runkel (12. Jh.) bis zu Philipp Ludwig v. Leiningen-Westerburg (1652-1705) und Maximilian Heinrich zu Wied (1681-1706), wobei die Todesdaten der letzteren noch nicht eingetragen sind und damit einen Hinweis auf die Entstehungszeit des Aquarells geben. Der weit verzweigte Baum steht in einer Phantasielandschaft, in der links Schloss Westerburg, seit dem 13. Jahrhundert Stammsitz der Herren von Westerburg, und rechts das Wappen der Grafen von Leiningen-Westerburg dargestellt ist. Als Urheber des Blattes wird Johann Martin Seekatz (1680 Westerburg - 1729 Worms) vermutet, der als gräflich Leiningenscher Hofmaler in Grünstadt tätig war. - Fleckig, etwas angeschmutzt u. berieben, Einträge teilw. verblasst und nicht mehr lesbar, das ursprünglich auf Leinwand aufgezogene Blatt restauriert und neu auf Papier aufgezogen. Provenienz: Aus dem Besitz von Konrad Graf zu Leiningen-Westerburg (1893-1993), der den Stammbaum im März 1984 dem Grünstädter Bäckermeister und Lokalhistoriker Horst Wilhelm (1949-2010) schenkte (verso Nachlass-Etikett sowie handschriftlicher Eintrag Wilhelms mit Provenienzgeschichte und Zuschreibung an Seekatz).
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Los 26 *#
Lepanto, Außzug eines Brieffs
Lepanto. - Außzug eines Brieffs aus Venedig denn 19 octobris umb 2 uhrnn ihn der nacht. Deutsche Handschrift auf Papier. O. O. u. J. (1571). Fol. Blattgr. 29:18,5 cm, Schriftspiegel ca. 25:14 cm. Regelmäßige Kursive in brauner Tinte. 2 S. auf 1 Doppelblatt.
"Der Almechtig hatt eins seiner Christenheit Victoria per Mare widder denn Erbfeindt gnediglich verliehen, und so reichlich, das der Türcken gleich keiner darvon komme...". Die Zahl der in der Seeschlacht getöteten Osmanen wird mit 20.000 angegeben, die der Gefangenen mit 6.000, 15.000 vormals von den Türken versklavte Christen seien nunmehr befreit worden. Erwähnung findet auch die der Schlacht vorausgehende Belagerung von Famagusta durch osmanische Truppen. Auf Büttenpapier ohne Wasserzeichen. - In der unteren Hälfte durch Feuchtigkeitseinwirkung etwas gebräunt u. leicht sporfleckig, Schrift dort teilw. etwas verblasst.
German manuscript on paper. 2 pp., folio. Contemporary account on the siege of Famagusta and the Battle of Lepanto - Lower half somewhat browned, a few mildew spots, ink somewhat faded in places.
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Los 27 *#
Lepanto, Copia literarum
Lepanto. - Copia literarum cuiusdam Capitanei qui navali proelio die VII. Octobris anno 1571 commisso interfuit ad fratrem suum... scriptarum. Lateinische Handschrift auf Papier. O. O. u. J. (1571). Fol. Blattgr. 32:21,5 cm, Schriftspiegel ca. 22:14,5 cm. Regelmäßige Kursive in brauner Tinte. 5 S. auf 2 Doppelbll.
Abgedruckt (mit kleineren Abweichungen) in Monumenta Hungariae Historica XXV, S. 316-322. - Ausführliche Relation über die Schlacht von Lepanto, beginnend mit Auslaufen der unter dem Kommando von Don Juan de Austria stehenden Flotte am 16. September 1571 in Messina. Die Zahl der getöteten Osmanen wird mit mehr als 40.000 angegeben, die der aus der Gefangenenschaft befreiten Christen mit 15.000. Am Schluss datiert "Ex portu Cardella, 9. Octobris Anno Dni. 1571".  Auf Papier mit Wasserzeichen "gekrönter Adler mit Buchstabe F". - In der unteren Hälfte durch Feuchtigkeitseinwirkung etwas gebräunt u. sporfleckig, im Bug unten eingerissen, Unterrand leicht ausgefranst.
Latin manuscript on paper. 5 pp., folio. Detailed account of the Battle of Lepanto, starting with the departure of the Christian fleet under the command of Don Juan de Austria in Messina on 16 September 1571. - Lower half somewhat browned, some traces of mildew, centerfold torn, lower margin slightly frayed.
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Los 28 *#
(Egizio), Zeittung und Abschrifft
Lepanto. - (Egizio, A.). Zeittung und Abschrifft eines Briefs, so des Sig.or Pauolo Giordano Hoffmeister seinem Brueder von der Christen Victorien wieder den Türcken zugeschrieben, und auß dem Italiänischen in das Teutsch gebracht. Deutsche Handschrift auf Papier. O. O. u. J. (1571). Fol. Blattgr. 32:21,5 cm, Schriftspiegel ca. 22:14 cm. Regelmäßige Kursive in brauner Tinte. 6 S. auf 2 Doppelbll.
Vgl. Göllner 1326 (ital. Druckausgabe). - Ungedruckt gebliebene deutsche Übersetzung der "Avisi particulari" des Antonio Egizio, Maggiordomo des Paolo Giordano Orsini. Orsini (1541-1585), ab 1560 erster Herzog von Bracciano, hatte in venezianischen Diensten an der Schlacht von Lepanto teilgenommen. Auf dem leeren Schlussblatt verso adressiert an "Cardinalis Augustanus, Roma", d. i. Kardinal Otto Truchseß von Waldburg (1514-1573), Bischof von Augsburg, der seit 1568 in Rom residierte. Auf Papier mit Wasserzeichen "gekrönter Adler mit Buchstabe F". - Schwache vertikale u. horizontale Faltspur, in der unteren Blatthälfte durch Feuchtigkeitseinwirkung etwas gebräunt u. leicht sporfleckig, in der Bugfalte unten eingerissen.
Manuscript on paper. 6 pp., folio. Unpublished German translation of Antonio Egizio's 'Avisi particolari' (cf. Göllner 1326), addressed to Cardinal Otto Truchsess von Waldburg in Rome. - Faint traces of old folds, lower half somewhat browned, a few mildew spots.
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Los 29 *#
Egizio, Nova particularia transmissa
Lepanto. - Egizio, A. Nova quodam particularia nuperrime transmissa a magnifico domino Anthonio Aegiptio illustrissimi et excellentissimi domini Pauli Jordani oeconomo. Lateinische Handschrift auf Papier. O. O. u. J. (1571). Fol. Blattgr. 32,5:21 cm, Schriftspiegel 23,5:12,5 cm. Sehr regelmäßige Kursive in brauner Tinte. 2 1/2 S. auf 1 Doppelblatt.
Lateinische Übersetzung der "Avisi particulari" des Antonio Egizio, ebenfalls nicht im Druck erschienen. Im Unterschied zur deutschen Übersetzung wird hier, wie im italienischen Original, der Verfasser im Titel namentlich genannt. Auf Büttenpapier ohne Wasserzeichen. - Schwache vertikale u. horizontale Faltspur, in der unteren Blatthälfte durch Feuchtigkeitseinwirkung etwas gebräunt u. sporfleckig, ca. 20 Zeilen auf der ersten Textseite dadurch rechts verblasst.
Manuscript on paper. 2 1/2 pp., folio. Unpublished Latin translation of Antonio Egizio's 'Avisi particolari' (cf. Göllner 1326). - Faint traces of old folds, lower half somewhat browned, a few mildew spots, c. 20 lines of the first page partly faded.
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Los 30 *#
Lepanto, Gewisse Zeittungh
Lepanto. - Es kumme gewisse Zeittungh das von Hans Austria den 17 tagh Octobris die Turkisch Armata... ayngetroffen, unnd sey auffs Hauptt erlegtt. Deutsche Handschrift auf Papier. O. O. u. J. (1571). Fol. Blattgr. 32,5:21 cm, Schriftspiegel ca. 15,5:16 cm. Regelmäßige Kursive in brauner Tinte. 1/2 S. auf 1 Blatt.
Knappe Zusammenfassung der Ereignisse: "180 Galleen gefangen, 40000 Christen enledigtt, 15000 Türck erschlagen, unnd 5000 gefangen, unnd dem Oberstenn Wasscha den Kopff abgeschlagenn...". Auf Papier mit Wasserzeichen "Buchstabe F im Kreis". - Etwas fleckig, in der unteren Hälfte durch Feuchtigkeit leicht gebräunt u. sporfleckig.
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Los 31 *#
Lepanto, Gestern abents sind zween Curier
Lepanto. - Gestern abents sindt baldt nach ein ander zween Curier, und noch heudt dato, der dritte zue Bestettigungh in grosser diligentia von Venedigh zu der Kay: Mjt: alhero abgeferttight werd, und khomen. Deutsche Handschrift auf Papier. O. O. u. J. (Wien, 26. Okt. 1571?). Fol. Blattgr. 31,5:21 cm, Schriftspiegel ca. 26:15 cm. Flüchtige Kursive in dunkelbrauner Tinte. 3 S. auf 1 Doppelblatt.
Offenbar in großer Hast geschriebener Bericht über den Sieg bei Lepanto. "In disem ansenlichem Treffen... haben sich Don Juan de Austria, Generall Obrister uber die gantze Armada, und Signor Marco Antonio Colonna, trefflich wohl gehaltn und grosse Ehr erlangt".  Die Nachricht erreichte Kaiser Maximilian II. am 25. Oktober. "Insgesamt trafen drei Reiter ein: erstens der nach Polen gesandte venezianische Bote (am 25. Oktober); zweitens der vom habsburgischen Botschafter aus Venedig dem Kaiser geschickte Kurier; und drittens der von der Signoria zum venezianischen Botschafter in Wien gesandte Bote, dessen Schreiben in einer Audienz dem Kaiser überreicht wurde (am 26. Oktober)" (Hanß, Lepanto als Ereignis, S. 192). Auf Papier mit Wasserzeichen "Krone mit einkonturigem Bügel". - Schwache vertikale u. horizontale Faltspur, in der unteren Blatthälfte durch Feuchtigkeit leicht gebräunt.
German manuscript on paper. 3 pp., folio. Hastily written account of the victory at Lepanto. - Faint traces of old folds, lower half slighty browned.
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Los 32 *#
Lepanto, Gewisse und sonderbare Zeittung
Lepanto. - Gewisse und sonderbare Particular Zeittung vonn der grossen Victorienn wider den Türcken aus dem Italienisch gedruck inß Teutsche gezogenn. Deutsche Handschrift auf Papier. O. O. u. J. (1571). Fol. Blattgr. 32:21 cm, Schriftspiegel ca. 26:15 cm. Regelmäßige Kursive in brauner Tinte. 4 1/2 S. auf 2 Doppelbll.
Nur handschriftlich vervielfältigte deutsche Übersetzung eines nicht identifizierten italienischen Druckes. Der Text beginnt "Den v diß monats Octobris hatt die Christliche Armada im Thall von Alexandria in dem Ort Cephalonia vonn der Türckischen Armada Zeittung bekomm...".  Die Zahl der in der Seeschlacht getöteten Osmanen wird hier mit 30.000 beziffert, die der gefangengenommenen auf 6.000. Die Zeitung ist unten auf der letzten Textseite sowie auf der Rückseite des leeren Schlussblattes adressiert an "Cardinalis Augustanus, Roma", d. i. Kardinal Otto Truchseß von Walburg (1514-1573), Bischof von Augsburg, der seit 1568 in Rom residierte. Auf Papier mit Wasserzeichen "Krone mit einkonturigem Bügel". - Schwache vertikale u. horizontale Faltspur, in der unteren Blatthälfte durch Feuchtigkeitseinwirkung etwas gebräunt, teilw. auch leicht sporfleckig.
Manuscript on paper. 4 1/2 pp., folio. German translation of an unidentified printed newsletter in Italian, addressed to Cardinal Otto Truchsess von Waldburg in Rome. - Faint traces of old folds, lower half somewhat browned, some traces of mildew.
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Los 33 *#
Lepanto, Gewiße und sonderbare Zeittung
Lepanto. - Gewiße und sonderbare Particular Zeittung vonn d großenn Victorien wider den Türcken auß dem Italienisch gedruckt ins Teutsch gezogen. Deutsche Handschrift auf Papier. O. O. u. J. (1571). Fol. Blattgr. 32:21,5 cm, Schriftspiegel ca. 24:15 cm. Regelmäßige Kursive in brauner Tinte. 8 S. auf 2 Doppelbll.
Inhaltlich fast identische Kopie der vorherigen "Particular Zeittung". Der Text beginnt hier "Den 5 diß monats Octobris hatt die Christliche Armada Im Thall von Alexandria In dem ort Cephalonia von der Türckischen Armada Zeittung bekomm...".  . Auf Papier mit Wasserzeichen "gekrönter Adler mit Buchstabe F". Auf dem Schlussblatt ebenfalls an einen Kardinal in Rom adressiert, durch eine Beschädigung des Blattes ist der Empfänger jedoch hier nicht mehr erkennbar. - Schwache vertikale u. horizontale Faltspur, in der unteren Blatthälfte durch Feuchtigkeitseinwirkung etwas gebräunt u. leicht sporfleckig, in der Bugfalte u. im Fußsteg Papierschäden mit Verlust einzelner Buchstaben.
German manuscript on paper. 8 pp., folio. Virtually identical copy of the 'Particular Zeittung', addressed to another Cardinal in Rome (the name is not fully legible due to a paper defect). - Faint traces of old folds, lower half somewhat browned, some traces of mildew, some flaws to centerfold and lower margin with loss of a few letters.
 
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Los 34 *#
Lepanto, Narratio particularis
Lepanto. - Narratio particularis de victoria classis Christiano contra Turcicam. Lateinische Handschrift auf Papier. O. O. u. J. (1571). Fol. Blattgr. 33:21 cm, Schriftspiegel ca. 23:12,5 cm. Regelmäßige Kursive in brauner Tinte. 2 1/2 S. auf 1 Doppelblatt.
Laut Untertitel aus den Avvisi der venezianischen Kapitäne gezogener Bericht. Enthält am Schluss eine Namensliste der Liga-Kommandeure, darunter Agostino Barbarigo, Giacomo Giustiniani, Giacomo Soranzo etc. Auf Papier mit Wasserzeichen "Krone mit zweikonturigem Bügel, mit Perlen besetzt, darüber zweikonturiges Kreuz". - Schwache horizontale u. vertikale Faltspur. In der unteren Hälfte durch Feuchtigkeit leicht gebräunt u. sporfleckig, Text auf der ersten Seite dadurch unten rechts verblasst u. kaum noch lesbar.
Latin manuscript on paper. 2 1/2 pp., folio. Account drawn from the avvisi of Venetian captains, contains a list of the commanders of the Holy League at the end. - Faint traces of old folds, lower half somewhat browned, a few mildew spots, text of the first page in lower right faded and almost illegible.
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Los 35 *#
Lepanto, Venetiis 27. Octobris 1571
Lepanto. - Venetiis 27. Octobris 1571. Die Dominica proxime preterita, in Templo S.ti Marci Sacrificium Missae de Spiritu Scto. celebratum... Lateinische Handschrift auf Papier. O. O. u. J. (1571). Fol. Blattgr. 32:21 cm, Schriftspiegel ca. 23:14 cm. Regelmäßige Kursive in brauner Tinte. 3 1/2 S. auf 1 Doppelblatt.
Bericht über das in der Markusbasilika von Venedig zu Ehren der bei der Schlacht von Lepanto Verstorbenen zelebrierte Requiem und die nach der Totenmesse von Giovanni Battista Rasario (1517-1578) gehaltene Rede, in der dieser den Verlauf der Schlacht beschreibt. Auf Papier mit Wasserzeichen "gekrönter Adler mit Buchstabe F". - Schwache Faltspuren. In der unteren Hälfte durch Feuchtigkeitseinwirkung gebräunt u. leicht sporfleckig, Bug u. Rand unten etwas eingerissen.
Latin manuscript on paper. 3 1/2 pp., folio. Account of the Requiem celebrated in St Mark's Basilica in Venice in honour of the dead of the Battle of Lepanto, and the speech delivered after the Mass by Giovanni Battista Rasario. - Faint traces of old folds, lower half somewhat browned, a few mildew spots, centerfold and lower margin somewhat frayed.
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Los 36 *
Medieval Medico-Botanical Glossary
Synonymarium, 15. Jh.
Medizin. - Synonymarium. - Lateinische und deutsche Handschrift auf Papier. Süddeutschland (bairischer Sprachraum), 15. Jahrhundert. 4to. Blattgr. 22,5:16 cm, Schriftspiegel ca. 18,5:13 cm. Regliert. Bastarda in brauner Tinte, von einer zweiten Hand in etwas dunklerer Tinte ergänzt. 14 Bll. Lose (2 Einzel- u. 6 Doppelbll.) in mod. Lwd.-Kassette.
Sehr bemerkenswertes Fragment aus einer spätmittelalterlichen Sammelhandschrift. Enthält vor allem ein vollständiges medizinisch-botanisches Synonymar (fol. 1r-11v), das mehr als 700 Pflanzen, Arzneimittel und Mineralien umfasst. Damit gehört dieses Glossar zu den umfangreichsten seiner Art. Die beiden von Willem F. Daems in seiner Untersuchung zum Wortschatz mittelalterlicher Synonymare zugrunde gelegten Handschriften (UB Basel, Cod. D II 13, fol. 2r-9r, u. LB Kassel, 4° Ms. med. 10, fol. 81r-83r) verzeichnen lediglich 488 bzw. 270 Lemmata (vgl. W. F. Daems, Nomina simplicium medicinarum ex synonymariis medii aevi collecta, Leiden 1993). Solche Synonymare waren von großer Bedeutung, da das Mittelalter keine feste Nomenklatur in der Botanik kannte, aber sehr viele Pflanzennamen kursierten. Neben den vielen Namen in den Volkssprachen gab es auch unterschiedliche Bezeichnungen im Lateinischen, daneben waren auch griechische und arabische Benennungen im Umlauf, wie sie sich in unserer Handschrift z.B. bei Hämatit ("assedenagi id est emathites - pluetstain") und Alraune ("Andalzolic vel sulphizata vel mandragora - alraun") finden. Das Synonymar ist halbalphabetisch geordnet, d.h. die Pflanzennamen sind nur nach dem Anfangsbuchstaben angeordnet, der zweite Buchstabe hat für die Anordnung keine Bedeutung. Es beginnt, wie auch der "Macer floridus" des Odo Magdunensis, mit "Arthemesia" (Beifuß), es folgt aber "Achacia" (Schlehensaft). Die Pflanzen- oder Arzneimittelnamen werden teilweise in lateinischer Sprache kurz erklärt, die entsprechenden deutschen Namen werden nicht immer angegeben. Gelegentlich finden sich weitere Informationen, wie z.B. zur Herkunft einer Pflanze. Auf den freien Flächen wurde von einer zweiten Hand zahlreiche Namen ergänzt, in diesem Fall meist nur der lateinische Name mit deutscher Entsprechung. Viele der verzeichneten Pflanzennamen sind ungewöhnlich und selten, darunter "Bracteao - segel paum", "Babula - rindes zung", "Barrago parrage - herczenfrewdt", "Cadmia - silbe schauen", "Cardopacia - ewerwurcz", "Eleuela id est galangal - galgant" etc. Die deutschen Pflanzennamen verweisen auf Süddeutschland, so wird häufig b statt w (z.B. swarczburcz = Schwarzwurzel; holburcz = Hohlwurz; begreich = Wegerich) und p statt b (pluetstain = Blutstein; zwipoln = Zwiebeln; pachminczen = Bachminzen) verwendet.

Es folgt (11v-12r) eine kurze, ebenfalls halbalphabetisch geordnete Liste zu Ersatzmitteln (quid pro quo), die jedoch bereits beim Buchstaben C endet. In der Einleitung bezieht sich der Autor ausdrücklich auf die 'Materia medica' des Dioskurides ("Antibalamenon librorum diascoridis fetisse nosatur… Iste liber est ultimus in arte medicamentarum..."). Daran (12v-14v) schließt sich eine kurze Arzneimittellehre an, Latein mit deutschen Pflanzenbeschreibungen, die jedoch nur Begriffe aus den Buchstaben A und B bietet (Aaron, Acacia, Acetum... Balssamus, Bacca lauri, Basicon, Bardana). Die untere Hälfte der Schlussseite enthält noch zwei lateinisch-deutsche Pflanzenbeschreibungen und Rezepte zu "Napellus" (Eisenhut):  "Herba vocatur Napellus vel nepte vel lupkraut das selb kraut wechst ein spann von der erden, es hat scheiblig pleter rechte als dy papelen und ist gruen… davon das kraut ist gipftig" und "Fuga demonum" (Johanniskraut), der zweite Text bricht nach neun Zeilen unvermittelt ab.

Auf Papier mit dem Wasserzeichen "Dreiberg mit zweikonturigem Kreuz" (vgl. Piccard online 151413; Ulm 1454). - Gering gebräunt, gelegentlich etwas fleckig, einige kl. Tintenfleckchen oder -wischer, fol. 1 u. 2 mit Wurmspuren (geringer Buchstabenverlust), Schlussblatt mit kl. Farb- u. Rostspuren (Büroklammer).
Latin and German manuscript on paper, Southern Germany, 15th century. 14 leaves, written in brown ink in two cursive bookhands. Contains a complete glossary of more than 700 plant names in Latin and vernacular and three short and partly incomplete botanic medical texts. The plant names, also including names of Arabic origin, are arranged in semi-alphabetical order. - Minor browning, occasional slight spotting, a few small ink stains, small wormholes (just affecting a few letters) to first 2 leaves, insignificant traces of colour and rust to last leaf. Housed in a modern black cloth box.
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Los 37 *#
Missale, Handschrift und Druck
Missale. - Liturgische Handschrift in lateinischer Sprache mit deutschen Nachträgen und zwischengebundenem Drucktext. Mitte 17. Jahrhundert, Nachträge datiert "circiter 1740". Fol. Blattgr. 21:20 cm, Schriftspiegel meist 26,5:14,5 cm. Unterschiedliche Schriften u. Notensysteme in schwarzbraunen u. roten Tinten. Mit 1 farb. figürlichen Initiale, zahlr. Cadellen in Schwarz u. Rot sowie Lombarden in Rot. 100 Bll. (teilw. num. 1-62 u. 123-136) u. 240 S. Drucktext. Blindgepr. Schweinsldr. d. Zt. über Holzdeckeln mit schmalen Messingbeschlägen an den Ecken sowie je 4 Holzbuckeln; Rücken im 18. Jh. verkürzt, Bezug mit Nägeln am Vorderdeckel befestigt.
Sehr bemerkenswerte Sammelhandschrift. Der ursprüngliche noch vollständig in lateinischer Sprache abgefasste Codex entstand im 17. Jahrhundert und begann mit der von einer farbigen Initiale eingeleiteten Antiphon "Rorate celi de super". Wohl etwa hundert Jahr später wurde die Handschrift getrennt, einige Teile entnommen, um gedruckte und handschriftliche Teile erweitert und neu zusammengestellt. Besonders bemerkenswert sind dabei die vielen neuen deutschsprachigen Kirchengesänge, darunter "Kommt her ihr Cherubinen", "Thauet Himmel, den Gerechten", "Wie! Klagt der Herr, was hab ich dann" u.a.m., die zumeist erst im 18. Jahrhundert entstanden und vermutlich zum Teil Heinrich Lindenborns Gesangbuch "Tochter Sion" (1741) entnommen wurden. Die Choräle sind durchweg mit - oft mehrstimmigen - Noten versehen. - Etwas gebräunt u. fleckig bzw. fingerfleckig, einige Randeinrisse u. Reparaturen sowie weitere Gebrauchsspuren, S. 203-06 des Drucktextes mit größerem Abriss (Textverlust). Im hinteren Innendeckel ein Vermerk "Georg Harf scribsit circiter 1740.", daneben der Nachtrag "G. Harf ist gestorben d. 3t 7bris 1763, gebohn 1685, 78 Jahr."
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Los 38 *#
Pedro Manuel, Quaderno de ordenanças
Pedro Manuel, Bischof von Zamora. Un quaderno de ordenanças. Spanische Handschrift auf Pergament. Zamora, 9. Juli 1538. 4to. Blattgr. 25:19 cm, Schriftspiegel 21:13,5 cm, eingefasst von braun-gelbem Rahmen. 35 (Eingangsseite: 28) Zeilen. Sorgfältige und sehr regelmäßige Buchschrift in brauner Tinte, Hervorhebungen in Rot. Mit 2 Initialen u. 7 Vignetten in Goldbronze u. Farben. 26 nn. Bll. (d. l. leer). Spät. grüner Samtband.
Bischöfliche Verordnungen für das Bistum Zamora. Pedro Manuel (gest. 1550) war 1523-1534 Bischof von Léon und 1534-1546 Bischof von Zamora. 1546 wurde er Erzbischof von Santiago de Compostela, dieses Amt hatte er bis zu seinem Lebensende inne. - Insgesamt etwas angeschmutzt u. fleckig, die leeren Schlussseiten mit Einträgen des 17. Jahrhunderts.
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Los 39 *#
Livre d'ordre de la campagne d'Allemagne 1734 (&) 1735
Polnischer Erbfolgekrieg. - Livre d'ordre de la campagne d'Allemagne commandée par Mons.r le marechal de Berwick, ensuitte par... d'Asfeld en 1734 (&) Ordres de la campagne d'Allemagne de 1735 commandée par Monsieur le maréchal de Coigny. Französische Handschrift auf Papier. O. O. u. J. Kl.-4to (20:25 cm). Blattgr. 19,5:14 cm, Schriftspiegel ca. 17:11,5 cm. Von einer Hand in flüssiger Kursive in schwarzer Tinte geschrieben. 76 nn., 2 w.; 57 nn. Bll. Ldr. d. Zt. mit Rvg., stark beschabt und bestoßen, Bezugsfehlstellen, Vorderdeckel auch mit kl. Wurmgang, vord. Gelenk gelockert.
Interessantes historisches Dokument zum Polnischen Erbfolgekrieg. Aufgezeichnet sind die Befehle aus der Zeit vom 17. April bis 13. Oktober 1734 und vom 24. Mai bis 10. November 1735. Die französischen Truppen unter Berwick zogen im Sommer 1734 das Rheintal flussaufwärts, erwähnt werden u.a. die Lager Kaiserslautern, Bruchsal,  Philippsburg (Belagerung vom 2. Juni bis 28. Juli), Worms, Oppenheim und Offenburg sowie für 1735, als sich das französische Heer unter dem Kommando von de Coigny durch das Kurfürstentum Trier in Richtung Frankreich zurückzog, Oppenheim, Heppenheim, Landau, Wissembourg etc. - Wohlerhalten, nur ganz vereinzelt schwach gebräunt oder Fleckchen.
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Los 40 *
The Plettenberg Psalter
Psalterium Romanum
Psalterium Romanum. Lateinische Handschrift auf Pergament. Köln, 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts. Blattgr. 13,5:9,5 cm, Schriftspiegel 8:6 cm. 17 Zeilen, regliert. Kleine gotische Buchschrift in dunkelbrauner Tinte, rubriziert, Versalien alternierend in Blau oder Rot. Mit 2 achtzeiligen Initialen mit vierseitiger Bordüre, 1 sechszeiligen Initiale mit dreiseitiger Bordüre, alle in Blattgold und Farben mit Deckweißornamentik, sowie zahlr. mehrzeiligen Fleuronée-Initialen in Blau und Rot, davon 5 sechzeilig und mit Fleuronnée über die gesamte Höhe der Seite. 198 nn. Bll., dazu 30 Bll. Papier, davon 26 mit Nachträgen d. späten 16. Jh. Dunkelroter Lederband mit Blindprägung über Holzdeckeln mit 1 Schließe (von 2), datiert "Anno 1598", beide Deckel mit figürlicher Mittelplatte im Oval (Kreuzigung u. Auferstehung) und arabesken Eckstücken, Vorderdeckel mit der Namensprägung "Maria Plettenberg", Rückdeckel mit Datierung; etwas berieben u. bestoßen, ehemalige Goldprägung vollständig abgegriffen, Rücken etwas lädiert.
Attraktives Psalterium für den liturgischen Gebrauch, geschrieben für ein Kölner Benediktinerkloster. Die Hervorhebung der Lokalheiligen Gereon (10. Okt.), Pantaleon (28. Juli), Severin (23. Okt.) und Ursula (21. Okt.) sowie der nur in Köln gefeierten Übertragung der Reliquien der Hl. drei Könige (23. Juli) im Kalendarium verweist auf den Kölner Ursprung der Handschrift, in Rot ausgezeichnet ist auch das Fest des Hl. Benedikt (21. März). Die acht Psalmen 1, 26, 38, 52, 68, 80, 97 und 109, die zu Beginn der Matutinen sowie der Vesper des Sonntags gebetet werden, und denen daher eine besondere liturgische Bedeutung zukommt, sind mit größeren Initialen ausgezeichnet (Acht-Teilung). Psalm 1, 26 und 109 sind durch prachtvolle Blattgoldinitialen und farbige Bordüren, gebildet aus seminaturalistischen Blüten und Goldzweigen, besonders hervorgehoben, die übrigen fünf Psalmen werden durch sechszeilige Fleuronnée-Initialen eingeleitet.

Kollation und Inhalt. 198 Bll. Pergament in 25 Lagen, meist zu 8 Bll., Reklamanten teilw. noch sichtbar: 1(8), 2(4), 3-14(8), 15(6), 16(10), 17(8+1), 18-24(8), 25(8+1). - Enthält Kalendar (fol. 1r-12r), Psalter (13r-169v), Cantica (169v-185r), Litanei (185v-190v) und Hymnarium (191r-198v). Das Hymnarium bricht bei "Qui pascis inter lilia" nach "spondisque redens" ab, wird auf den Papierblättern jedoch von einer Hand des späten 16. Jahrhunderts weitergeführt. Dieselbe Hand ergänzte auch den Text auf Bl. 190 am Schluss der Litanei, der möglicherweise vom ersten Schreiber ausgelassen wurde (Lage 17 ist um dieses Blatt erweitert worden).

Leichte Gebrauchs- u. Fingerspuren, Blattgoldinitialen u. Bordüren gering berieben, äußere Bordüren gering angeschnitten. Erstes Kalenderblatt mit Federproben, gestrichenem Besitzeintrag u. einem im Fußsteg eingezeichneten Putto, dort auch kleiner Pergamentausschnitt, Psalmen mit späterer Nummerierung im Rand.

Das Manuskript wurde 1598 für Maria (von) Plettenberg, sicher eine Angehörige des westfälischen Uradelsgeschlechtes, das über Jahrhunderte den Erzbischof von Köln unterstützte und mehrfach den Marschall von Westfalen stellte, neu gebunden. Zwei spätere Besitzvermerke auf dem ersten Blatt sowie dem freien Vorsatz wurden unleserlich gemacht. 1990 gelangte das Psalterium bei Sotheby's in London zur Versteigerung, seitdem befindet es sich wieder in Privatbesitz.
Illuminated manuscript on vellum, in Latin. Cologne, second half of the 15th century. 198 leaves. Written in dark brown ink in a small gothic bookhand, rubrics in red, versal initials throughout alternately in red and blue. With 3 very large illuminated initials with full or 3-quarter illuminated borders with semi-naturalistic coloured flowers and arcs in raised burnished gold, and 5 six-line painted initials in red and blue with full-length penwork. With late 16th century additions on 1 vellum leaf and 26 paper leaves. - Some thumbing and traces of uses, the illuminated pages a bit rubbed and outer margins fractionally cropped. First page with old ownership inscription mostly erased and scribbled over and sketch of putto at foot, psalm numbers added in ink in margins throughout. Blindstamped dark red pigskin over wooden boards with 1 clasp (of 2), dated 1598, somewhat rubbed and worn (once gilt), spine slightly defective, one clasp (of 2). The Psalter of Maria Plettenberg, with her name stamped on upper cover.
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Los 41 *#
Rätoromanische Handschrift. Ardez 1739
Rätoromanisch. - Infurmatiun davart ilg dret Salüdaivel adöver (etc.). Rätoromanische Handschrift auf Papier. Ardez (Graubünden) 1739. (15,5:11 cm). 11 beschriebene, 10 unbeschriebene Bll. Umschlag, beschrieben u. fleckig, im Rand tlw. mit Tesafilm.
Enthält verschiedene kleine Texte (von unterschiedlichen Händen?), 3 S. auch mit Noten; am Ende auch ein deutscher Text (später?).
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Los 42 *#
A Letter from the King of Siam to Maurice of Nassau
Nova ex India
Siam. - Nova ex India (verso: Zeitung auß India). Transladt van eenen brieff yeschriebe te Hout in by den Conninck van Syam yesondne aen Syn Excl Mauritjo de Nassau. Niederländische Handschrift auf Papier. O. O. u. J. (1608). Fol. Blattgr. 33,5:21 cm, Schriftspiegel ca. 24:18 cm. Regelmäßige Kursive in brauner Tinte. 1 S. auf 1 Blatt.
Bedeutendes Dokument zur Geschichte der holländischen Ostindienkompanie. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts waren die ersten holländischen Händler nach Siam gelangt. Bereits 1608 sandte König Ekathotsarot (Sanphet III.) als erster Herrscher Thailands auch eine Gesandtschaft nach Europa, die im September an den Hof von Moritz von Oranien in Den Haag gelangte. Die Gesandten überreichten dem niederländischen Statthalter, der hier stets als "Conninck van Hollant" angesprochen wird, verschiedene Geschenke und den hier übersetzten Brief Ekathotsarots. "Dies war der Beginn einer mehr als 160 Jahre währenden Beziehung mit der holländischen Ostindienkompanie. Schon früh gelangten so Teleskope und Ferngläser nach Siam, eine damals neue Erfindung in Europa" (Gerroldt, Politik und Monarchie in Thailand II, 67). Die Nachricht von der Ankunft der thailändischen Gesandtschaft erregte erhebliches Aufsehen und wurde rasch verbreitet. Auf Papier mit Wasserzeichen "STRVB", vermutlich aus der 1582 in Aach bei Rorschach errichteten Papiermühle des Buchdruckers Leonhard Straub. - Gering fleckig, an den Faltstellen wenige kl. Papierbrüche.
Manuscript on paper. 1 p., folio. Dutch translation of a letter of King Ekathotsarot of Siam to Maurice of Nassau, Prince of Orange. The original letter was presented to Maurice by a Siamese embassy that has reached The Hague in 1608. - Minor spotting, a few minor cracks at folds.
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Los 43 *#
Neuwe Zeittungh
Spanisch-Niederländischer Krieg. - Neuwe Zeittungh. In den Nieder Lannden Ist man gutter Vertreipungh zum Frieden gewertigh... Deutsche Handschrift auf Papier. O. O. u. J. (Frühjahr 1575). Fol. Blattgr. 32:21 cm, Schriftspiegel ca. 28:15 cm. Regelmäßige Kursive in brauner Tinte. 2 S. auf 1 Doppelblatt.
Enthält verschiedene Nachrichten vom Januar und Februar 1575, vor allem aus den Niederlanden, aber auch zum Tod von Sultan Selim II. sowie zum tragischen Tod des 19-jährigen klevischen Prinzen Karl-Friedrich auf einer Pilgerreise in Rom. Auf Papier mit Wasserzeichen "gekrönter Adler mit Buchstabe F". - Schwache Falt- u. Knitterspuren. Leicht fleckig, Papier an den Faltstellen teilw. gering brüchig.
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Los 44 *#
Zeittungh vom dato Nymegen
Spanisch-Niederländischer Krieg. - Zeittungh vom dato Nymegen XI. Iulii Anno d. 73 (und) Zeitung von dato Nimegen 14 July a.o 73. Deutsche Handschrift auf Papier. O. O. u. J. (1573). Fol. Blattgr. 32,5:21 cm, Schriftspiegel ca. 24:17 cm. Kursive in brauner Tinte von 2 Händen. 1 1/2 S. auf 1 Blatt.
Zeitgenössischer Bericht über das Ende der Belagerung von Haarlem am 11. Juli 1573, der von anderer Hand geschriebene Nachtrag (9 Zeilen) datiert vom 14. Juli. Nach einer sieben Monate dauernden "langwirige harte belegerung" mussten sich die Bürger der Stadt "hungers und andern gebrechliche notttturfften halben" den Spaniern unter dem Kommando von Fadrique Álvarez de Toledo ("Don Fredrichn von Toledo") ergeben. Trotz ihrer Kapitulation wurden die überlebenden Verteidiger der Stadt von den Spaniern grausam hingerichtet. Auf Büttenpapier ohne Wasserzeichen. - Alte Faltstellen, teilw. gering gebräunt, Papierausbrüche im Unterrand (weit außerhalb des Textes).
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Los 45 *#
(Sudan), In tres Aristotelis libros de anima
(Sudan, C.). In tres Ar(istote)lis libros de a(n)i(m)a.  (Dillingen) 1613. 4to. Blattgr. 19,5:16 cm, Schriftspiegel ca. 15:10,5 cm. Kursive in brauner Tinte. 344 num. Bll. (335-36 u. 341-44 leer). - Angebunden: Ders. Dissertatio peripatetica de anima. Ibid., J. Mayer, 1613. Mit Holzschn.-Titelbord. 1 Bl., 13 S. - Ders. Commentarius in metaphysicam. Lateinische Handschrift auf Papier. Ibid. 1613. Mit Holzschn.-Titelbord. Kursive in brauner Tinte.1 nn., 67 (statt ?) num. Bll. - Ders. Theses selectae ex tota speculativa Aristotelis philosophia. Ibid., J. Mayer, 1613. Mit Holzschn.-Titelbord. 2 Bll., 19 S. - 6 w. Bll. zwischengebunden. Blindgepr. Prgt. d. Zt., auf beiden Deckeln zentral das Wappen der Universität Dillingen; etwas angeschmutzt u. fleckig, Bindebänder fehlen.
VD 17 23:282662H & 12:179684M; de Backer-S. VII, 1693, 7 & 8 (II & IV). - Sammelband mit zwei umfangreichen Vorlesungsnachschriften und zwei gedruckten Dissertationen des Dillinger Professors Claudius (Claude) Sudan(us) (1579-1655), Beichtvater des Basler Fürstbischofs Johann Heinrich von Ostein. Beide Nachschriften stammen von Alexander Faber aus Weißenborn, der sich im Titel der zweiten Handschrift nennt. - Vermutlich fehlen ein Titelblatt zur ersten Handschrift und einige Bll. am Schluss der zweiten.
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Los 46 *#
Türkenkriege, Viennae 6. Novemb. 1571
Türkenkriege. - Ill(ustrissi)me ac Re(verendissi)me Princeps... de felici Venetorum contra Turcam succesu... Lateinische Handschrift auf Papier. Wien, 6. Nov. 1571. Fol. Blattgr. 32:21,5 cm, Schriftspiegel ca. 24:12,5 cm. Kursive in brauner Tinte. 1 1/2 S. auf 1 Blatt.
An eine ungenannte Persönlichkeit gerichtetes Schreiben. Erwähnt verschiedene Ereignisse der Türkenkriege, auch in Nordafrika und Ungarn, namentlich genannt wird der österreichisch-ungarische General Hans Rueber zu Pixendorf (1529-1584), Hauptkapitän Oberungarns. Auf Papier ohne Wasserzeichen. - Schwache horizontale Faltspur, untere Hälfte etwas gebräunt u. feuchtfleckig.
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Los 47 *#
Türkenkriege, Venetiis 24. Novemb. 1571
Türkenkriege. - Venetiis 24 Novemb: 1571. Ex Corcyra 6a Novemb. scribunt quod generalis Veniero miserit ad oppugnandum ben(e) appellatu(m) di Margarita... Lateinische Handschrift auf Papier. O. O. u. J. (1571). Fol. Blattgr. 28,5:18,5 cm, Schriftspiegel unterschiedlich. Kursive in graubrauner Tinte. 3 1/2 S. auf 1 Doppelblatt.
Relation aus Korfu über die Einnahme der Festung von Margariti duch Sebastiano Venier. Auf der zweiten Seite, datiert "Roma 17 Novemb.", folgen weitere Berichte von Ereignissen aus dem Oktober 1571, erwähnt werden auch Juan de Cardona sowie das legendäre Reich des Priesterkönigs Johannes in Äthiopien. Auf Papier mit Wasserzeichen "Buchstabe P" (gebrochen, zweikonturig). - Schwache horizontale Faltspur, untere Hälfte durch Feuchtigkeit leicht gebräunt u. sporfleckig, Schrift dort teilw. etwas verblasst bzw. verwischt.
Latin manuscript on paper. 3 1/2 pp., folio. - Account on the Siege of Margariti by Sebastiano Venier. - Faint horizontal fold, lower half slightly browned, a few mildew spots, ink partly a bit faded or blurred.
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Los 48 *#
Kerssenbroch, Historia Anabaptistarum Monasteriensium
Wiedertäufer. - Kerssenbroch, Hermann v. (Historia Anabaptistarum Monasteriensium) Historia Monasteriensis urbis et episcopatus, inprimis motuum in reformatione anabaptistarum ... ad an. 1576 (Deckelschild). Lateinische Handschrift auf Papier. (Paderborn?) 5 Juli 1734. Fol. (33:22 cm). Von einer Hand mit brauner Tinte in flüssiger Kursive geschrieben. 362, 28 num. Bll. Brauner Ldr. d. Zt. mit reicher Rückenvergoldung u. goldgeprägtem Rückentitel; teilw. berieben, einige Schabstellen, Ecken bestoßen, Rücken am Fuß mit Wurmspuren.
Sorgfältig ausgeführte Abschrift des 18. Jahrhunderts der wichtigen Geschichte der Wiedertäuferbewegung in Münster. "Es umfaßt nicht nur die Geschichte des Aufruhrs, sondern zugleich alles, was vor und nach demselben in den Jahren 1524-1554 in Münster Merkwürdiges vorgefallen ist, insoferne es mit dem Aufruhr im Zusammenhange steht" (Wegele). Kerssenbroch (auch Kerssenbroich oder Kerssenbroick) trug eine Fülle von Nachrichten zusammen, die zum Teil ihm ihre Erhaltung verdanken und gibt, vom katholischen Standpunkt aus, ein lebendiges Bild der damaligen Ereignisse. Der Druck des ab 1567 verfassten Werkes wurde 1573 vom Rat der Stadt Münster verboten und fast alle vorhandenen zeitgenössischen Abschriften wurden eingezogen.
"Es ist fesselnd geschrieben mit reichem Aufwande klassischer Belesenheit, stellenweise nicht ohne poetischen Schwung... Quellenmaterial stand dem Verfasser in reichstem Maße zur Verfügung. Theils konnte er noch als Augenzeuge berichten, theils das als Kind erlebte durch mündliche oder schriftliche Erzählungen älterer Zeitgenossen ergänzen. Die archivalischen Quellen, auf denen inhaltlich der Hauptwerth des Buches beruht, waren ihm durch die Vermittelung des Bischofs Johann von Hoya zugänglich geworden. Aber die historische Kritik ging K. völlig ab, und, was weit schlimmer ist, seine Darstellung war nicht vom Streben beherrscht, nur die Wahrheit und diese in ihrem vollen Umfange zu sagen. K. hatte ein Exemplar seines Werkes nach Köln zum Druck gesandt und ließ sein Manuscript durch mehrere seiner Schüler abschreiben. Der Rath, dem das bekannt geworden war, der auch vom Inhalte Kenntniß erhalten hatte und Vieles nicht billigte, forderte nun vom Verfasser die Ablieferung aller Exemplare und verbot aufs Strengste den Druck der Schrift (Juli 1573). Eidlich mußte er weiter betheuern, daß er keine Abschrift seines Buches mehr besitze, daß er keines mehr anfertigen lassen, daß er künftig überhaupt keine Bücher mehr schreiben wolle. Erst dann und als man ihm noch eine Strafe von 200 Thalern auferlegt hatte, entließ ihn der Rath. Kerßenbroick’s Buch ist vollständig und correct niemals gedruckt worden" (ADB XV, 647 ff.). Erst 1771 erschien erstmals eine deutsche Übersetzung. Bis dahin existierte das Werk in nur einigen wenigen Abschriften. Die Bedeutung der vorliegenden Abschrift liegt auch in der ab Blatt 345 aufgeführten "Täuferdisputation" vom 7.-8. August 1533, die nach Heinrich Detmer (H. von Kerssenbroch, Anabaptistici furoris... Münster 1899-1900) in nur sehr wenigen Abschriften vorhanden ist. Am Schluss, mit separater Foliierung, die "Acta ab Anno 1573 inter Senatum Monasteriensem et M. Hermannum a Kerssenbroick Scholae majoris Moderatorem ob Historiam Anabaptistarum Monasteriensium bona fide ab eodem Kerssenbroickio descriptam". Vorderer Innendeckel mit Auktionskaufvermerk ("Ex Auctione Krauseria publice mens. Aug. 1800"). Die Auktion der Sammlung des Historikers Johann Christoph Krause (1749-1799) fand ab dem 4. August 1800 in Halle statt (vgl. Loh, Buchauktionen V, 76). - Sehr schöne und aufwändig gestaltete Handschrift mit kleineren kalligraphischen Verzierungen. - Leicht gebräunt, vereinzelt gering fleckig, sonst sehr gut erhaltenes Exemplar im Originaleinband.
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(abgelaufen)
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Miniaturen und Einzelblätter

Los 49 *
Einzelblatt Christi Geburt
Antiphonar. - Christi Geburt. - Maria hält das Christuskind auf dem Schoß, rechts ein Ochse an seinem Futtertrog. Einzelblatt aus einer liturgischen Handschrift auf Pergament. Norditalien, 15. Jahrhundert. Gr.-fol. Blattgr. 49:36,5 cm, Schriftspiegel 40,5:27,5 cm. 8 Zeilen Text in gerundeter Textura mit schwarzer Tinte und Quadratnotation auf vierlinigem rotem System, Rubriken in Rot. Recto mit filigraner Miniatur in Deckweiß u. Farben als figürliche Füllung einer Initiale "R" (ca. 10:13 cm) mit vegetabilem Randausläufer in Farben u. schwarz konturierten Blattgoldpunkten, im Text drei Initialen in Blau bzw. Rot mit Fleuronnée in der Gegenfarbe. Verso 1 Deckfarben-Initiale "E" (6:6 cm) mit Deckweißornamentik sowie 1 Fleuronné-Initiale in Rot u. Blau.
Enthält das Invitatorium "Regem confessorum dominum venite adoremus" und die Antiphon "Beatus vir qui in lege Domini". - Etwas fleckig u. geknittert, horizontal u. vertikale Faltspur, Schrift teilw. etwas abgegriffen, 1 kl. Pergamentfehler. Die schönen Deckfarbeninitialen nicht betroffen.
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Los 50 *
Einzelblatt Mariä Himmelfahrt
Antiphonar. - Mariä Himmelfahrt. - Die Mutter Gottes wird von sechs Engeln zum Himmel emporgetragen, flankiert von vier weiteren lobsingendenen Engeln, von denen zwei ein Notenblatt halten. Oben im Zentrum der Darstellung Gottvater und Sohn, eine Krone in Händen haltend, über ihnen die Taube des Heiligen Geistes. Einzelblatt aus einer liturgischen Handschrift auf Pergament. Flandern, um 1500. Gr.-fol. Blattgr. 48:30,5 cm, Schriftspiegel 39:23,5 cm. 7 Zeilen Text in ebenmäßiger Textura mit schwarzer Tinte und Quadratnotation auf vier Linien, Rubriken in Rot. Verso mit großer Miniatur in Goldbronze, Deckweiß u. Farben als figürliche Füllung einer Initiale "G" (ca. 10:13 cm) sowie dreiseitiger Bordüre aus farbigen Blumen, Früchten, Schmetterling, Schnecke und Vögeln auf gelbem Grund, im Text außerdem eine schwarz-blaue Cadelle mit Drôlerie. Recto eine Initiale in Blau mit rotem Federwerk.
Enthält den Introitus "Gaudeamus omnes in Domino, diem festum celebrantes sub honore Marie Virginis de cuius assumptione gaudent angeli, et collaudant Filium Dei" zum Fest Mariä Aufnahme in den Himmel. - Etwas gebräunt u. stockfleckig, recto Foliierung angeschnitten.
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Los 51 *#
Antiphonar, Einzelblatt "I". Ger.
Antiphonar. - Einzelblatt aus einer liturgischen Handschrift auf Pergament. Um 1500. Gr.-fol. Blattgr. 50:34,5 cm, Schriftspiegel 38:24,5 cm. 9 Zeilen Text in schwarzer Textura, Blattzählung und Hervorhebungen in Rot, Versalien rot gestrichelt, darüber Quadratnoten auf vierlinigem rotem System. Verso breite vierseitige Architekturbordüre in Farben auf Goldbronzegrund sowie 1 farbige Goldgrundinitiale "I" (6:4,5 cm), 1 Cadelle u. 1 blaue Lombarde, recto im Text 5 Cadellen, davon 2 mit Drôlerie. Gerahmt und beidseitig verglast (nicht geöffnet)
Dekoratives Blatt mit ungewöhnlicher Bordüre. Die Initiale "I" leitet das erste Matutin-Responsorium von Fronleichnam ein ("Immolabit haedum multitudo filiorum Israel ad vesperam Paschae"). - Einige leichte Bereibungen, Cadellen etwas verblasst.
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Los 52 *#
Biblia latina, Einzelblatt Hiob
Biblia latina. - Hiob. - Der nur spärlich bekleidete Hiob sitzt auf einem Unrathaufen und wird von einem Freund verspottet. Einzelblatt aus einer lateinischen Bibelhandschrift auf feinem Pergament. Frankreich, Mitte des 13. Jahrhunderts. Blattgr. 20:14 cm, Schriftspiegel 14,5:9,5 cm. 2 Kolumnen, 61 Zeilen, dünn regliert. Mit hellbrauner Tinte in feiner gotischer Perlschrift geschrieben, Hervorhebungen in Rot, Versalien rot gestrichelt, Kolumnentitel in Blau u. Rot. Verso mit Miniatur in Deckweiß u. Farben auf Silbergrund als Füllung einer Initiale "U" (ca. 8:3 cm inkl. Ausläufer), dazu recto u. verso je 1 neun- bzw. zwölfzeilige Deckfarben-Initialen mit vegetabiler Ornamentik, 1 mit Drachenköpfen.
Inhalt: Esther 16,2b-14, Vorreden zu Hiob und Hiob 1,1-13a. - Gering fleckig, 2 kl. Pergamentfehler, Miniatur mit größeren Farbabplatzungen im Bereich der Gesichter u. Körper.
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Los 53 *#
Biblia latina, Einzelblatt Exodus
Biblia latina. - Exodus. - Mose mit einem Stab in der Rechten, links von ihm stehen zwei Männer, er umfasst die Hände des einen mit der Linken. Einzelblatt aus einer lateinischen Bibelhandschrift auf feinem Pergament. Frankreich (Paris), um 1250-75. Blattgr. 16:12,5 cm, Schriftspiegel 14:9,5 cm. 2 Kolumnen, 47 Zeilen, dünn regliert. Mit dunkelbrauner Tinte in feiner gotischer Perlschrift geschrieben, Hervorhebungen in Rot, Versalien rot gestrichelt, Kolumnentitel u. Kapitelnummerierung in Blau u. Rot. Recto kl. Miniatur in Deckweiß u. Farben auf blauem Grund als figürliche Füllung einer Initiale "H" (ca. 12,5:3 cm inkl. Ausläufer, dieser auch mit etwas Gold), dazu recto u. verso je 1 zweizeilige initiale in Rot bzw. Blau mit blau-rotem Filigran-Ausläufer.
Inhalt: Genesis 50,11-25 und Exodus 1,1-3,13a. - Deckfarben-Initiale gering berieben u. unten angeschnitten, Ausläufer der Fleuronnée-Initiale ebenfalls unten angeschnitten.
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Los 54 *#
Biblia latina, Einzelblatt Leviticus
Biblia latina. - Leviticus. - Zwei Priester bei der Darbringung eines Tieropfers. Einzelblatt aus derselben Pergament-Bibelhandschrift. Frankreich (Paris), um 1250-75. Verso Miniatur in Deckweiß, Gold u. Farben als Füllung einer Initiale "V" (ca. 5:2,5 cm inkl. Ausläufer), recto u. verso je 1 zwei- bzw. vierzeilige Fleuronnée-Initiale in Blau u. Rot.
Inhalt: Exodus 38,24b-40,36 (Die Stiftshütte) und Leviticus 1,1-11a (Gesetz über Brandopfer).
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Los 55 *#
Biblia latina, Einzelblatt Numeri
Biblia latina. - Numeri. - Gott spricht zu Mose in der Wüste Sinai. Einzelblatt aus derselben Pergament-Bibelhandschrift. Frankreich (Paris), um 1250-75. Verso Miniatur in Deckweiß u. Farben als Füllung einer Initiale "L" (ca. 2:2 cm u. zwei 3-6 cm lange Ausläufer, darin kl. Drachenkopf), recto fünfzeilige Fleuronnée-Initiale in Blau u. Rot.
Inhalt: Leviticus 26,23-27,34 und Numeri 1,1-24. - Eine vom Schreiber ausgelassene Zeile ("omne quod sexus est masculini") alt unten ergänzt.
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Los 56 *#
Biblia latina, 6 Bll.
Biblia latina. - 6 Bll. aus derselben Pergament-Bibelhandschrift. Frankreich (Paris), um 1250-75. Jedes Blatt mit 1-3 (zus. 13) zwei- oder mehrzeiligen Fleuronnée-Initialen in Blau u. Rot, jeweils mit Randausläufer über die Höhe der Seite.
Enthält Texte aus Genesis 23-27, Exodus 29-33 und Leviticus 17-22. - Vereinzelt gering fleckig, Initialausläufer teilw. angeschnitten, wenige saubere alte Anmerkungen.
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Los 57 *#
Biblia latina, Einzelblatt Hosea
Biblia latina. - Hosea. - Der Prophet Hosea in ganzer Figur, den Arm um seine Frau Gomer gelegt. Einzelblatt aus einer lateinischen Bibelhandschrift auf feinem Pergament. Frankreich (Paris?), 13. Jahrhundert. Blattgr. 18,5:12,5 cm, Schriftspiegel 11,8:7,5 cm. 2 Kolumnen, 52 Zeilen, regliert. Mit schwarzbrauner Tinte in feiner gotischer Perlschrift geschrieben, Hervorhebungen in Rot, Kolumnentitel u. Kapitelnummerierung in Blau u. Rot, zweizeilige Initialen in Blau oder Rot mit Fleuronnée in der Gegenfarbe. Verso mit Miniatur in Deckweiß u. Farben als Füllung einer Initiale "V" (ca. 4:2,2 cm inkl. Ausläufer), recto 2 sechs- bzw. siebenzeilige Fleuronnée-Initialen in Blau u. Rot.
Inhalt: Daniel 14,8b-42, Vorreden zu Hosea und Hosea 1,1-3,3a. - Recto kl. Tintenverwischung, Miniatur mit wenigen leichten Bereibungen.
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Los 58 *#
Biblia latina, Einzelblatt Matthäus
Biblia latina. - Matthäus. - Der Evangelist am Schreibpult sitzend mit Feder und Schriftrolle. Einzelblatt aus derselben Pergament-Bibelhandschrift. Frankreich (Paris?), 13. Jahrhundert. Recto mit Miniatur in Deckweiß u. Farben als Füllung einer Initiale "L" (ca. 6,5:1,8 cm inkl. Ausläufer) sowie sechszeilige Fleuronnée-Initiale in Blau u. Rot.
Inhalt: Matthäus 1,1-4,25 mit Vorrede. - Gering schmutzfleckig, im Bundsteg schmaler Einschnitt.
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Los 59 *#
Biblia latina, Einzelblatt Paulus
Biblia latina. - Paulus. - Das Damaskuserlebnis: Der Apostel stürzt vom Pferd und erblindet, als ihm in einer Lichtvision der auferstandene Christus erscheint. Einzelblatt aus derselben Pergament-Bibelhandschrift. Frankreich (Paris?), 13. Jahrhundert. Recto mit Miniatur in Deckweiß u. Farben als Füllung einer Initiale "P" (ca. 7:2 cm inkl. Ablauf).
Inhalt: Römer 1,1-3,21a. "Non enim erubesco Evangelium. Virtus enim Dei est in salute omni credenti, Judeo primum, et Graeco. Justitia enim Dei in eo revelatur ex fide in fidem, sicut scriptum est, Justus autem ex fide vivit." (1,17 f.).
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Los 60 *#
Biblia latina, Einzelblatt Samuel
Biblia latina. - Samuel. - Elkana, der Vater des Propheten Samuel, am Tisch mit seinen Frauen Hanna und Peninna sowie deren Kindern. Einzelblatt aus derselben Pergament-Bibelhandschrift. Paris (?), 13. Jahrhundert. Verso mit Miniatur in Deckweiß u. Farben als Füllung einer Initiale "F" (ca. 11,5:2,5 cm inkl. Ablauf), recto achtzeilige Fleuronnée-Initiale in Blau u. Rot.
Inhalt: Vorrede des Hieronymus und Samuel 1,1-15a. - In den weißen Rändern wenige alte Einträge.
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Los 61 *
Breviarium, Initiale "V"
Breviarium. - Einzelblatt aus einer lateinischen Handschrift auf Pergament. Nordfrankreich, um 1300. Blattgr. 14:10 cm, Schriftspiegel 9,5:6,2 cm. 21 Zeilen, regliert. Textualis in dunkelbrauner Tinte. Verso 1 zweizeilige Initiale "V" mit Randausläufern in Deckfarben u. Gold mit Deckweißhöhung. - Leicht gebräunt.
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Los 62 *
Breviarium, 4 Bll.
Breviarium. - 4 Einzelblätter aus derselben Pergamenthandschrift. Nordfrankreich, um 1300. Versalien alternierend in Rot oder Blau, recto u. verso je 1-2 mehrzeilige Fleuronnée-Initialen u. Zierstab in Blau u. Rot. - Teilw. leicht abgegriffen oder mit Tintenfraß, 1 Bl. mit altem Eintrag im Fußsteg.
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Los 63 *#
Breviarium, 2 Bl.
Breviarium. - 2 Einzelblätter aus einer lateinischen Handschrift auf Pergament. Frankreich, 1. Hälfte des 15. Jahrhunderts. 12mo. Blattgr. 11:7,8 cm, Schriftspiegel 6,5:4,8 cm. 2 Kolumnen, 22 Zeilen. Textualis formata in dunkelbrauner Tinte, Hervorhebungen in Rot, ein- u. zweizeilige Initialen alternierend in Blau oder Rot mit Federwerk in der Gegenfarbe. Jeweils recto bzw. verso mit 1 vier- bzw. fünfzeiliger Goldgrundinitiale mit farbiger floraler Binnenornamentik sowie blau-goldener Stabbleiste, in Kopf- u. Fußsteg in Zierleiste aus Dornblattrankwerk in Gold u. schwarzer Feder sowie farbigen Akanthusblättern u. Blüten übergehend.
Enthält Abschnitte aus Augustinus, Sermones (Sermo CXCV, De Annuntiatione Dominica) und Jesaja 55.
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Los 64 *#
Breviarium, Einzelblatt
Breviarium. - Einzelblatt aus einer lateinischen Handschrift auf Pergament. Wohl Deutschland, 15. Jahrhundert. Blattgr. 17:13,2 cm, Schriftspiegel 13:9 cm. 18 Zeilen. Textualis formata in schwarzbrauner Tinte, Versalien alternierend in Blau oder Rot. Verso 2 Zeilen Noten mit Quadratnoten auf vierlinigem rotem System und 2 Cadellen mit farbigen Akzentuierungen in Rot, Gelb und Grün sowie Drôlerie.
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Los 65 *#
Gregorius I., Moralia in Iob. Einzelblatt
Gregorius I., Papa (der Große). Moralia in Iob. Einzelblatt aus einer lateinischen Handschrift auf Pergament. 11./12. Jahrhundert. Fragment eines Folioblattes, Blattgr. noch ca. 16,5:13,2 cm. 21 (von ?) Zeilen. Spätkarolingische Minuskel, schrägovaler Stil. In dunkelbrauner Tinte, 2 Majuskeln in Rot.
Enthält Gregors Auslegung von Hiob 3, Vers 22-24 (Hiobs Klage). Der Text beginnt recto mit "mortui in spulchro" und endet mit "invenit qu(ia)", verso reicht er von "adnisu semetipsam" bis "etiam refec(tio)" (Migne, PL LXXV, 684, 9 u. 686, 13 f.). Der aus einer reichen römischen Patrizierfamilie stammende Gregor (um 540-604) entsagte um 575 dem weltlichen Leben und errichtete auf seinen Besitzungen auf dem Monte Celio ein Benediktinerkloster. Die "Moralia in Iob" gehen auf Predigten zurück, die er vor Mönchen seines Konvents gehalten hatte, nach mehrfacher Überarbeitung wurden sie wohl 591 vollendet. "Die ursprünglich 'Expositio in Iob' genannte Schrift deutet das biblische Buch Job nach der Methodik des dreifachen Schriftsinnes: Job stellt in literaler Deutung eine historische Person dar, deren leidgeprüftes Leben geschildert wird; allegorisch-typologisch verweist er auf Christus und seinen Leib, die Kirche, und moralisch ist er für jeden Menschen ein Vorbild und ein Beispiel" (Glaube u. Wissen im Mittelalter 33). - Ehemals Vorsatzblatt einer Inkunabel, etwas gebräunt, im unbeschriebenen linken Rand Fehlstellen, 2 kl. Wurmlöcher mit Berührung von 1-2 Buchstaben, unterste Zeile angeschnitten.
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Los 66 *#
Hieronymus, Epistulae. Einzelblatt
Hieronymus, S. E. Epistulae. Einzelblatt aus einer lateinischen Handschrift auf feinem Pergament. Frankreich (Paris?), 13. Jahrhundert. Blattgr. 12,2:8,2 cm, Schriftspiegel 9,5:5,5 cm. 2 Kolumnen, 45 Zeilen, dünn regliert. Mit schwarzbrauner Tinte in sehr feiner gotischer Perlschrift geschrieben, Rubrik in Rot, Versalien rot gestrichelt, Kolumnentitel und Kapitelnummerierung in Blau u. Rot. Recto mit siebenzeiliger Initiale "F" (ca. 10,5:3,2 cm inkl.  Ausläufer) in Farben, Deckweiß u. Gold, dazu recto 1, verso 3 zweizeilige Fleuronnée-Initialen in Blau u. Rot mit seitl. Ausläufer.
Enthält das erste Drittel von Hieronymus' Brief an Paulinus von Nola (ep. 53), geschrieben um 395. Der Text endet bei "praedicationis in Cruce sit" (Migne, PL XXII, 540-543). Der Textbeginn ist mit einer Drachenkopfinitiale geschmückt. - Etwas angeschmutzt u. abgegriffen, im Bundsteg Läsuren u. 1 kl. Eckabschnitt, Kolumnentitel u. Initialausläufer angeschnitten.
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Los 67 *#
Psalterium, 2 Bll. (Psalm 1-7)
Psalterium. 2 Einzelblätter aus einer lateinischen Handschrift auf Pergament. Frankreich, Mitte 12. Jahrhundert. Fol. Blattgr. ca. 33:22 cm, Schriftspiegel 27,5:17 cm. 52 u. 61 Zeilen, 2 Spalten. Dunkelbraune romanische Minuskel in 2 Schriftgraden; ein- bis dreizeilige Ziermajuskeln in Blau, Rot und Grün; Neumen ohne Linien über einigen Textzeilen. Mit 2 großen Rankeninitialen "L" (10:7,7 cm) und "B" (14,5:10 cm), jeweils in Blau-, Grün- und Rottönen sowie schwarzer Kontur, die größere zusätzlich mit Deckweißhöhung, beide mit anthropomorphen und vegetabilen Motiven in den Binnenfeldern.
Sehr schöne Einzelblätter aus einem kostbar ausgestatteten Codex, vielleicht im Skriptorium eines Zisterzienserklosters entstanden. Unser Fragment enthält die Eingangsseite des Psalters (Psalm 1,1-7,2a), das besonders aufwändig gestaltet ist. Das "Beatus vir" des Textanfangs ist hierbei als prachtvolle Rankenkletterer-Initiale mit sieben menschlichen Gestalten und einem Drachenkopf im Binnenfeld sowie acht großen Ziermasjuskeln am rechten Rand ausgeführt. Auf der Rectoseite des Blattes finden sich verschiedene Bibelverse sowie einige kurze Gebete, in der oberen Hälfte der ursprünglich leeren rechten Spalte ein späterer Nachtrag. Das vorangestellte Blatt enthält liturgische Gesänge (mit Neumen) sowie Texte von Alkuin, Beda Venerabilis, aus den Acta Sanctorum u.a. Besonders hervorgehoben ist Bedas Predigt über den Ursprung des Allerheiligenfestes (hier unter "Elysacher abbatis" geführt), dessen Textbeginn ("Legimus in Ecclesiasticis historiis...") ebenfalls mit einer mit reizenden Drolerien verzierten Schmuckinitiale ausgestattet ist. Ein weiteres Fragment (17 Bll.) aus derselben Mutterhandschrift befindet sich heute in der Pierpont Morgan Library, New York (MS M.505), die mögliche Zuschreibung an ein Zisterzienserkloster folgt der Katalogaufnahme der Morgan Library.

Leicht gebräunt und etwas angestaubt bzw. fleckig, am Kopfsteg knapp beschnitten, die erste Zeile teilw. leicht angeschnitten, Farbauftrag der Rankeninitialen mit wenigen kleinen Bereibungen, das zweite Blatt unten mit ca. 10 cm langem Einriss bis in den Text, dadurch Verlust einiger Buchstaben. - Provenienz: Aus dem Besitz des Hildesheimer Historikers und Bibliothekars Johann Michael Kratz (1807-1885), in einem Papierumschlag mit seinem eigenhändigen Vermerk "Gekauft am 20ten August 1855 diese beiden Blätter für 1 R(eichstaler)"; westdeutscher Privatbesitz.
Two single leaves from a Psalter, manuscript in Latin, on vellum. France, probably written and illuminated in a Cistercian monastery, mid 12th century. Written in two slightly different Roman minuscles in brown ink, with neumes and several 1- to 3-line majuscules in blue, red and green. Illuminated with two fine historiated initals, opening Psalm 1 ('Beatus vir...') and St Bede's Panegyric to All Saints ('Legimus in Ecclesiasticis historiis...'). - Slight browning, some dustsoiling and spotting, upper margin cut close (partly just touching the first line), some minor rubbings, tear in lower third (c. 10 cm) of second leaf with loss of a few letters. - Provenance: Purchased by the German historian and librarian Johann Michael Kratz in 1855; West German private property. Another fragment from the same Psalter was purchased by J. Pierpont Morgan from Leo S. Olschki in 1912 (Pierpont Morgan Library, MS M.505).
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Los 68 *
Spanish Forger, Ankunft eines Ritters
Spanish Forger. - Ankunft eines Ritters. - Ein Ritter in voller Rüstung zu Pferde grüßt zwei höfisch gekleidete Damen, die ihn am Tor einer Burg erwarten. Im Hintergrund eine Phantasielandschaft mit einer weiteren Burg. Malerei im Stile des Mittelalters auf altem Pergament. Frankreich (vielleicht Paris), um 1900. Blattgr. ca. 23:25 cm, Darstellung 21:23 cm. Recto Malerei in Deckweiß und Farben von der Hand des "Spanish Forger". Verso Text in brauner u. roter Tinte sowie Quadratnoten auf vierlinigem rotem System, dazu 2 Initialen in Rot bzw. Blau mit Federwerk in der Gegenfarbe.
Vgl. Voelkle, Spanish Forger L92 mit Abb. 230. - Das Blatt stammt von einem der größten Nachahmer mittelalterlicher Buchkunst in neuerer Zeit, der Pergament aus alten Handschriften als Grundlage für seine Werke benutzte. Technisch ausgezeichnet, ist es künstlerisch typischer Ausdruck einer romantisierenden Mittelalterauffassung. "The Spanish Forger was one of the most skillful, successful, and prolific forgers of all time. Until recently his numerous panels, manuscripts, and single leaves were appreciated and admired as genuine fifteenth- and sixteenth-century works. Now they are increasingly sold and collected as forgeries" (Voelkle S. 9). Der Künstler, über dessen Identität nichts bekannt ist, lebte um 1900 vermutlich in Frankreich, sein Notname rührt von der Fälschung eines spanischen Meisters aus dem 15. Jahrhundert her. Das vorliegende Blatt stammt aus einem italienischen Antiphonar des 14. oder 15. Jahrhunderts, das der Spanish Forger für mehr als die Hälfte seiner Pergament-Miniaturen benutzte (Voelkle S. 75: "choirbook stock A"). - Farbauftrag (künstlich?) etwas verblasst und berieben. Alt beidseitig verglast (nicht geöffnet).
The homecoming of a knight. Attractive neo-gothic miniature by the Spanish Forger on a cutting from a medieval vellum antiphoner. France (probably Paris), c. 1900. The cutting is taken from the 14th-15th century Italian choirbook which the Forger used to produce over half of his known leaves (cf. Voelkle p. 75). - Colours slightly rubbed and faded (perhaps intentional).
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Los 69 *#
Spanish Forger, Konstantin der Große
Spanish Forger. -  Konstantin der Große. - Der Kaiser gerüstet zu Pferde, umgeben von berittenen Soldaten, Bogenschützen, Standarten- und Lanzenträgern sowie blasenden Herolden, im Hintergrund eine bewaldete Landschaft mit Burg und befestiger Stadt, am Goldgrund-Himmel ein von zwei Engel getragenes Kreuz im Strahlenkranz mit der Unterschrift "In hoc signo vinces". Malerei im Stile des Mittelalters auf einem alten Pergament-Antiphonarblatt. Frankreich (vielleicht Paris), um 1900, und Italien, um 1400. Blattgr. ca. 47:35 cm. Recto prächtige Miniatur in Gold und Farben von der Hand des "Spanish Forger" (24:25 cm), darunter zwei Zeilen Text und Quadratnoten auf vierlinigem rotem System, die Goldgrundinitiale "O" mit einem gekrönten Wappen gefüllt, alles eingefasst von einer farbigen Bordüre aus Akanthus und Goldpunkten, rechts vier Vögel, im Fußsteg eine nackte Frau. Verso 7 Zeilen Text und Noten sowie 2 Initialen in Rot bzw. Blau mit Federwerk in der Gegenfarbe.
Vgl. Voelkle, Spanish Forger L17-18 u. 20 mit Abb. 233-234 u. 236. - Phantastische neogotische Darstellung der Vision Konstantins am Vortag der Schlacht an der Milvischen Brücke im Jahr 312. Die prachtvolle Malerei stammt von der Hand des "Spanish Forger", als Grundlage diente dem Künstler dabei ein Blatt aus einem italienischen Antiphonar des 14. oder 15. Jahrhundert. Diese Handschrift (Voelkle S. 75: "choirbook stock A") benutzte der Spanish Forger für mehr als die Hälfte seiner Pergament-Miniaturen. Während er dabei überwiegend nur kleinere Ausschnitte der Antiphonarblätter verwendete, blieb im vorliegenden Fall (wie auch bei den oben zitierten ähnlichen Arbeiten) das vollständige Blatt erhalten. Zudem enthält es Texte und Gesänge zum Fest der Auffindung des Heiligen Kreuzes durch die hl. Helena ("Hoc signum Crucis erit in celo", "O Crux benedicta"), so dass hier, im Unterschied zu vielen anderen Werken des Spanish Forger, ein inhaltlicher Zusammenhang von Text und Illumination besteht. - Pergament etwas wellig, Gold- und Farbauftrag, wie vom Künstler vermutlich beabsichtigt, etwas rissig und berieben.
Large miniature by the Spanish Forger on a full leaf from a manuscript antiphoner, on vellum. France (probably Paris), c. 1900, and Italy, c. 1400. The fantastical neo-gothic scene depicts the Vision of Constantine, below the miniature 2 lines of text with music on a 4-line red stave and large initial 'O' with crowned coat-of-arms. With full border of scrolling acanthus-leaves and bezants, enclosing birds and a naked woman. 7 lines of text with music and 2 initials in red and blue on verso. The leaf is taken from the choirbook which the Forger used to produce over half of his known leaves (cf. Voelkle p. 75). - Slightly wavy, some crackling and small scuffs (perhaps intentional).
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Los 70 *#
Stundenbuch, Einzelblatt Eule
Stundenbuchblätter. - Eule. - Einzelblatt aus einem lateinischen Stundenbuch auf Pergament. Nordfrankreich, Ende des 14. Jahrhunderts. Blattgr. 18,5:12,8 cm, Schriftspiegel 8,2:4,8 cm. 14 Zeilen, regliert. Textura in graubrauner Tinte. Recto u. verso je 2 zweizeilige Goldgrundinititalen mit vegetabiler Binnenornamentik in Blau, Mauve, Rot und Deckweiß, in seitliche  Zierleiste und Dornblattrankwerk in denselben Farben übergehend, im oberen Blattrand thront recto eine Eule. Im Text recto je 3, verso je 1 einzeilige Initialen und Zeilenfüller in Blau, Mauve und Gold mit weißem Filigran. - Recht breitrandig, in den äußersten Rändern gering fleckig.
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Los 70a *
Stundenbuchblatt, Christopherus
Stundenbuchblätter. - Christopherus. - Petrus. - Franziskus. - Einzelblatt aus einem französisch-lateinischen Stundenbuch auf Pergament. Nordfrankreich, 2. Hälfte d. 15. Jahrhunderts. 17 Zeilen, rot regliert. Blattgr. 16,5:11,5 cm, Schriftspiegel 10,5:7,5 cm. 17 Zeilen, rot regliert. Textura in brauner Tinte, Rubriken in Rot, Versalien gelb schattiert. Recto 1, verso 2 kleine Miniaturen in Gold u. Farben im Außensteg (je 4:2,5 cm), im Text recto 2, verso 1 zweizeilige Initialen in Blau, Mauve u. Gold mit Deckweiß, dazu 1 bzw. 2 Initialbuchstaben in Blau mit rotem bzw.Gold mit schwarzem Federwerk. - Etwas fingerfleckig, Initialen u. Miniaturen etwas abgegriffen, Miniaturen außen angeschnitten.
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Los 71 *#
Stundenbuch, 4 Bll. (Randleisten)
Stundenbuchblätter. - 4 Bll. aus einer lateinischen Stundenbuchhandschrift auf Pergament. Frankreich, letztes Drittel des 15. Jahrhunderts. Blattgr. 17,5:12 cm, Schriftspiegel 9,2:5,5 cm. 19 Zeilen, rot regliert. Geschrieben mit brauner Tinte in gotischer Buchschrift (Textura). Jedes Blatt mit 5-12 ein- oder zweizeiligen Initialen u. 2-11 Zeilenfüllern in Goldbronze auf rotem, blauem oder rot-blauem Grund; recto u. verso jeweils Zierleiste (9,5:2,8 cm) aus blau-goldenem Akanthus, farbigen Blüten und Früchten sowie Vögeln auf farbigem Grund und Goldgrundfeldern. - Kaum fleckig, in den oberen Außenecke teilw. kl. Leimflecken.
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Los 72 *#
Einzelblatt Auferstehung der Toten
Stundenbuchblätter. - Auferstehung der Toten. - Im Zentrum Christus, auf einem Regenbogen thronend, über ihm zwei Engel, die Posaune des Jüngsten Gerichts blasend, rechts und links die fürbittenden Maria und Johannes der Täufer. Am Boden öffnen sich Gräber, aus denen die Auferstandenen steigen. Einzelblatt aus einem lateinischen Stundenbuch auf Pergament. . Nordfrankreich, Ende des 15 Jahrhunderts. Blattgr. 15:10,8 cm, Schriftspiegel 8,5:5,3 cm. 19 Zeilen, regliert. Regelmäßige Bastarda in brauner Tinte, Hervorhebung in Rot. Recto große Miniatur in Muschelgold u. Farben (7,5:5,3 cm), darunter 4 Zeilen Text mit 1 vierzeiligen Initiale in Farben auf Goldgrund u. 1 kl. Zeilenfüller. Alles eingefasst von einer Bordüre aus blau-goldenem Akanthus, Goldgrundfeldern u. farbigen Blüten. Verso Text mit 7 einzeiligen Initialen u. 2 Zeilenfüllern in Goldbronze auf rotem oder blauem Grund.
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Los 73 *#
Einzelblatt Christi Geburt
Stundenbuchblätter. - Christi Geburt. - Das Heilige Paar vor einem offenen Stall, am Boden das Jesuskind, auf den Mantel Marias gebettet, im Hintergrund Ochse und Esel, in der Mitte ein anbetender Engel. Einzelblatt aus derselben Stundenbuchhandschrift auf Pergament. Nordfrankreich, Ende des 15 Jahrhunderts. Verso große Miniatur in Muschelgold u. Farben (7,5:5,3 cm), darunter 4 Zeilen Text mit 1 vierzeiligen Initiale in Farben auf Goldgrund u. 1 einzeiligen Init. Alles eingefasst von einer Bordüre aus blau-goldenem Akanthus u. farbigen Blüten sowie Goldgrundkreisen mit farbigen Früchten. Recto Text mit 1 farbigen einzeiligen Goldgrund-Initiale.
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Los 74 *#
Einzelblatt Johannes auf Patmos
Stundenbuchblätter. - Johannes auf Patmos. - Der Evangelist mit Feder und Schreibrolle auf einer Insel, zu seiner Rechten ein Adler, im Hintergrund links eine auf einem Berg gelegene Burg. Einzelblatt aus derselben Stundenbuchhandschrift auf Pergament. Nordfrankreich, Ende des 15 Jahrhunderts. Recto große Miniatur in Muschelgold u. Farben (7,2:5,3 cm), darunter 5 Zeilen Text mit 1 dreizeiligen Initiale in Farben auf Goldgrund. Alles eingefasst von einer Bordüre aus blau-goldenem Akanthus u. Goldgrundfeldern sowie verschiedenen farbigen Blütenpflanzen. Verso Text ohne weiteren Buchschmuck sowie Nachtrag in französischer Sprache. - Gering fleckig, wenige leichte Bereibungen, Bordüre unten mit Farbverwischung.
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Los 75 *#
Einzelblatt Pfingsten
Stundenbuchblätter. - Pfingsten. - Die Ausgießung des Heiligen Geistes: Maria im Zentrum der Darstellung, ein Buch in den Händen haltend, umgeben von den betenden Jüngern. Über ihnen die Taube des Heiligen Geistes in einem Strahlenkranz. Einzelblatt aus derselben Stundenbuchhandschrift auf Pergament. Nordfrankreich, Ende des 15 Jahrhunderts. Verso große Miniatur in Muschelgold u. Farben (7,5:5,3 cm), darunter 4 Zeilen Text mit 1 vierzeiligen Initiale in Farben auf Goldgrund sowie 1 einzeiligen Init. u. 1 Zeilenfüller. Alles eingefasst von einer Bordüre aus blau-goldenem Akanthus u. Goldgrundfeldern sowie verschiedenen farbigen Blütenpflanzen und Früchten. Recto Text mit 3 zweizeiligen Goldgrundinitialen u. 3 einzeiligen Initialen.
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Los 76 *#
Stundenbuch / 2 Bll.
Stundenbuchblätter. - Einzelblatt aus derselben Stundenbuchhandschrift auf Pergament. Nordfrankreich, Ende des 15 Jahrhunderts. Recto mit dreiseitiger Bordüre aus blau-goldenem Akanthus und farbigen Blütenpflanzen, im Text 2 zwei- bzw. dreizeilige Goldgrundinitialen mit farbigen Blüten sowie eine einzeilige Initiael in Goldbronze auf Rot. Verso Text mit 2 zweizeiligen Goldgrundinitialen sowie 7 einzeiligen Initialen. - Dazu: Einzelblatt aus einem niederländischen Stundenbuch auf Pergament. Flandern, Mitte des 15. Jahrhunderts. Blattgr. 14:9,5 cm, Schriftspiegel 7,8:5,5 cm. 17 Zeilen, regliert. Textura in dunkelbrauner Tinte, Versalien rot schattiert, Hervorhebungen in Rot, ein- zweizeilige Initialen alternierend in Blau oder Rot. Recto mit Kolumnentitel in Flüssiggold, zweiseitiger vegetabiler Bordüre in Gold u. Farben sowie vierzeiliger Initiale "S" in Blau, Mauve u. Gold mit Deckweißornamentik. - Goldauftrag etwas abgerieben. - Zus. 2 Bll.
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Los 77 *#
Einzelblatt Totenmesse
Stundenbuchblätter. - Grablegung. - Zweigeteilte Darstellung zur Totenmesse: Oben legen zwei Totengräber in einem Kirchhof den in ein Tuch gewickelten Leichnam in das offene Grab, dazu vier Mönche bei den Exequien; unten beten zwei Trauernde in schwarzen Gewändern vor dem auf einem Katafalk aufgebahrten und von einem Tuch bedeckten Sarg. Einzelblatt aus einem lateinischen Stundenbuch auf Pergament. Nordfrankreich, um 1500. Blattgr. 13,5:9,2 cm, Schriftspiegel 8:5 cm. 22 Zeilen, regliert. Bastarda in brauner Tinte. Verso blattgroße Miniatur in Architekturbordüre (ca. 12:8 cm inkl. Bordüre) in Muschelgold, Deckweiß u. Farben, geteilt durch 3 Zeilen Text mit dreizeiliger Initiale "D" in Goldbronze auf blauem Grund. Recto Text mit 7 einzeiligen Initialen und 4 Zeilenfüllern in Goldbronze auf blauem, braunem oder rotem Grund sowie seitliche Zierleiste (8:2 cm) aus blau-goldenem Akanthus u. farbigen Blütenzweigen. - Einige kleinere Bereibungen, im Bildhimmel Farbabsplitterungen, im Bundsteg oben kl. Braunfleck
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Los 78 *#
Einzelblatt Christus vor Pilatus
Stundenbuchblätter. - Christus vor Pilatus. - Links der römische Statthalter unter einem Baldachin, rechts wird der an den Händen gefesselte Christus von Soldaten herangeführt. Einzelblatt aus demselben Stundenbuch auf Pergament. Nordfrankreich, um 1500. Verso große Miniatur in Muschelgold u. Farben (8,3:4,8 cm), darunter 3 Zeilen Text mit 1 drei- u. 1 einzeiligen Initiale in Goldbronze u. 1-2 Farben, eingefasst von dreiseitiger Bordüre aus blau-goldenem Akanthus u. Zickzack-Band mit farbigen Blüten u. Früchten auf Goldgrund sowie 2 Fabelwesen. Recto 10 Zeilen Text sowie seitliche Zierleiste (8:2 cm) aus blau-goldenem Akanthus u. farbigen Blütenzweigen. - Einige Bereibungen, Miniatur stärker beschädigt mit größeren Farbabplatzungen an der oberen Einfassung sowie im Fußbereich.
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Autographen

Los 79 *
Boyneburg, Eigenh. Schriftstück
Boyneburg, Johann Christian v. (kurmainzischer Staatsmann und Diplomat, Freund und Förderer von Leibniz; 1622-1672). Eigenhändiges Schriftstück mit Unterschrift. Würzburg, 17. Mai 1655. Fol. (32,5:20,5 cm). 7 S. auf 2 Doppelbll.
Ausführliches Gutachten über den Streit zwischen Kurpfalz und Kurmainz über den Besitz des Dorfes Gaulsheim (bei Bingen). Wohl an Landgraf Ernst von Hessen-Rheinfels (1623-1693) gerichtet, die Anrede lautet "Hochwolgebohrner Graff, Hochverehrter Herr und Patron...". Auf Papier mit Wasserzeichen "Zwei Türme mit Fenster, dazwischen zweikonturiger Torbogen ohne Zinnen".
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Los 80 *#
Falke, Denkmalkantate
Falke, Gustav (Schriftsteller; 1853-1916). Eigenhändiges Gedichtmanuskript "Denkmalkantate". O. O., 6. Nov. (18)97. Fol. (32,5:18,5 cm). 2 S.
Parodie auf die Denkmalsflut des ausgehenden 19. Jahrhunderts: "Klimper klapper bimmbammbumm,/ Bitte bitte, bettel bettel,/ Klingelbeutel geht herum,/ Blankes Silber, blaue Zettel,/ Nickel ist und Gold willkommen,/ alles wird mit Dank genommen,/Bitte bitte! ...". Erschien mit einigen Abweichungen gedruckt in "Hohe Sommertage" (Hamburg 1902). - Gleichmäßig leicht gebräunt, einige Faltbrüche. Am Schluss von anderer Hand bezeichnet.
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Los 81 *#
"... immer tüchtig schwitzen!"
Liliencron u.a., 5 Autographen
Liliencron, Detlev v. (Schriftsteller; 1844-1909). Eigenhändige Postkarte mit Unterschrift und Adresse. Alt-Rahlstedt, 24. Sept. 1908. Qu.-8vo (9:14 cm). 1 S. - Dazu: Richard Dehmel (Schriftsteller; 1863-1920). Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Blankenese, 8. Feb. 1910. 4to (20:16 cm). 1 S. - Otto Erich Hartleben (Schriftsteller; 1864-1905). Eigenhändiger Brief mit Unterschrift "Otto Erich". Kaltenleutgeben bei Wien, 8. Dez. 1900. 4to (25,5:18,5 cm). 1 S. Auf Briefpapier mit gedrucktem Monogramm "OEH".
I. An Alma Holtorf in Altona, eine langjährige Bekannte Liliencrons. - II. Ebenfalls an Alma Holtorf: "... Anbei reiche ich Ihnen die mir gütigst zur Benutzung übersandten Briefe Liliencrons zurück, nachdem ich di (!) für meinen Auswahlzweck geeigneten habe abschreiben lassen..." Die von Dehmel edierte Briefauswahl erschien noch 1910 in Berlin. - Auf blauem Papier. - III. An Detlev v. Liliencron: "Lieber Herr Baron. Ich bin hier seit 4 Wochen in der Kaltwasserkur, bei der man zwischendurch auch immer tüchtig schwitzen soll. Und dabei muß ich es verschwitzt haben, an Sie bei der Premiere in Hamburg zu denken. Hätten sie mich doch ein paar Tage vorher daran gemahnt...". Die im Oktober in Berlin und München uraufgeführte Offizierstragödie "Rosenmontag" wurde Hartlebens größter Bühnenerfolg. - Faltspuren. - 2 Beilagen: Alma Holtorf. Eigenh. Briefkarte. Altona, 20. Sept. 1924. Qu.-8vo. 2 S. - Anna v. Liliencron (1866-1945; Gattin des Dichters). Eigenh. Briefkarte. Alt-Rahlstedt, 20. Jan. 1921. Qu.-kl.-8vo. 2 S. Mit Kuvert. - Zus. 5 Autographen.
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Los 82 *#
Hindenburg u.a., 4 Autographen
Hindenburg, Paul v. (Generalfeldmarschall, Reichspräsident; 1847-1934). Maschinenschriftliche Briefkarte mit eigenhändigem Nachtrag und Unterschrift. Hannover, 12. Aug. 1920. Qu.-8vo (9:14,5 cm). 1 S.
Dank für die Übersendung eines Kriegstagebuches, darunter eigenhändig: "Das Bataillon hat viel geleistet!" - Dazu: 1. Georg Bruchmüller ("Durchbruchmüller", Artillerieoffizier; 1863-1943). Eigenh. Postkarte mit Unterschrift. Partenkirchen, 7. Juli 1921. Qu.-8vo. 1 1/2 S. - 2. Konstantin Schmidt  v. Knobelsdorf (General der Infanterie; 1860-1936). Eigenh. Brief mit Unterschrift. Baden-Baden, 14. Dez. 1922. 4to. 2 1/2 S. Mit adressiertem Kuvert. - 3. Hans v. Seeckt (Generaloberst, Chef der Heeresleitung der Reichswehr; 1866-1936). Eigenh. Brief mit Unterschrift. Berlin, 14. Nov. 1928. 4to. 1 S. Mit adressiertem Kuvert. - Gelocht. - Zus. 4 Autographen.
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Los 83 *#
Humboldt, Eigenhändiger Brief
Humboldt, Alexander v. (Naturforscher u. Geograph; 1769-1859). Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. (Berlin) o. J. (um 1840). Ca. 1/3 S. auf 1 Blatt in 4to (27;22,5 cm).
An den "Herrn Mechanicus und Opticus Baumann" (Dorotheenstraße 67). Humboldt verschiebt den Besuch Baumanns bei ihm auf den "morgigen Dienstag 1 Uhr". "Wie können Sie nicht glauben, theurer Herr Baumann, das Ihr Besuch mich nicht immer erfreuen sollte. Ich bin leider! heute früh nicht frei...". Wilhelm Gottlieb Benjamin Baumann (1772-1849) war Hof- und Universitätsmechaniker in Stuttgart. - Zur Überbringung gefaltet, eine Seite mit Randläsur durch Auftrennen des Briefes vom Empfänger, weiterer kleiner Randeinriss.
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Los 84 *#
Literatur. 6 Autographen
Literatur. - Konvolut. 1 eigenhändiger u. 2 maschinenschriftliche Briefe sowie 3 eigenhändige Postkarten von deutschen Dichtern und Schriftstellern, alle mit Unterschrift. 1910-24. 2 Briefe mit adressiertem Kuvert.
Sämtliche Schreiben sind an Max Hellmundt (geb. 1890) in Hamburg gerichtet: 1. Rudolf Herzog (1869-1943). Eigenh. Brief. Rheinbreitbach, 17. Aug. 1923. Kl.-4to. 1 S. - 2. Arno Holz (1863-1929). Eigenh. Postkarte. Berlin, 26. April 1923. Mit lith. Portr. 1/2 S. - 3. Börries v. Münchhausen (1874-1945). Masch. Brief. Windischleuba, 13. Feb. 1924. Qu.-4to. 1 S. - 4. Wilhelm Poeck (1866-1933). Masch. Brief. Leuchtturm Pelzerhaken, 24. Sept. 1910. Fol. 1 S. Mit Kuvert. - 5. Ders. Eigenh. Postkarte. Ascona, 17. März 1912. 1 1/2 S.  - 6. Heinrich Spiero (1876-1947). Eigenh. Postkarte. Berlin, 8. Mai 1921. 1 S. - Zus. 6 Autographen.
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Los 85 *#
Luise von Preußen. Brief mit Unterschrift
Luise, Königin von Preußen (1766-1810). Brief mit eigenh. Unterschrift. Charlottenburg, 25 Aug. 1806. (22,5:18,5 cm). 1/2 S.
An die "Tochter des Predigers Stephenson, in Heyersen" (Heyersum/Nordstemmen), deren Bitte, ihrer verwitweten Großmutter eine Pension aus der "Hannöverschen Wittwen Verpflegungs-Anstalt" zu verschaffen, mit Verweis auf die Zuständigkeiten abschlägig beschieden wird. - Gebräunt, Flecken durch Tesastreifen verso.
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Los 86 *
Sammlung Oranien Nassau, ca. 100 Dokumente
Oranien-Nassau. - Sammlung von mehr als 100 meist handschriftlichen Dokumenten in deutscher und niederländischer Sprache, überwiegend mit Bezug auf das niederländische Königshaus. Meist auf Papier, teilweise auch auf Pergament. 16.-19. Jahrhundert. Verschiedene Formate. In Klarsichthüllen in 2 Aktenordnern sowie in Karton-Umschlägen. 
Sehr umfangreiche Sammlung vor allem von Autographen und Urkunden, dazu einige Porträts und kleine Gelegenheitsdrucke. Enthält Briefe von Albrecht von Preußen (1809-1872), Friederike Luise Wilhelmine von Oranien-Nassau (1770-1819), Marianne von Oranien-Nassau (1810-1883), Marie Luise von Hessen-Kassel (1688-1765) u.v.a., dazu kleinere Autographen von Johan van der Does (1545-1604), Jacob Hop (1654-1725), Johann (1535-1606) und Wilhelm von Nassau-Dillenburg (1533-1584) etc. Viele der Briefe mit erhaltenem Umschlag, viele der Urkunden mit Lack- oder Wachssiegel. - Unterschiedliche Gebrauchs- u. Lagerspuren, die kleineren Autographen meist vom Sammler auf Papier montiert. Aus der Bibliothek des Utrechter Amateur-Genealogen Johan Zandleven, viele der Klarsichthüllen mit seinem Exlibris.
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Los 87 *#
Schoenaich-Carolath, Letzte Rosen / 4 Tle.
Schoenaich-Carolath, Emil v. (Schriftsteller, "Dichterprinz"; 1852-1908). Eigenhändiges Gedichtmanuskript "Letzte Rosen". O. O. u. J. (um 1890). 8vo (15:11,5 cm). 1 S. - Dazu: Katharina v. Schoenaich-Carolath, geb. v. Knorring (1867-1946). Eigenhändige Briefkarte mit Unterschrift "Prinzessin Emil v. Schoenaich-Carolath". Haseldorf, 2. April 1919. Qu.-8vo (10,5:16 cm). 2 S. Mit adressiertem Kuvert.
Das dreistrophige Gedicht beginnt "Drei Rosen send ich dir zur Abschiedsstunde...", es wurde unter dem Titel "Mit drei Rosen - beim Scheiden" von August Bungert vertont und ist so 1894 im Druck erschienen. Mit einigen eigenhändigen Korrekturen im Text. - Faltspuren, eine Rasurstelle, unten rechts etwas braunfleckig. - Beiliegend ein Begleitbrief der Prinzessin an Max Hellmundt in Hamburg ("... das kl. Autogramm ist ein wenig beschädigt, doch deshalb nicht weniger wertvoll...") sowie 2 zeitgenössische Porträtfotografien von Schoenaich-Carolath (9:6 u. 8:5,5 cm). - Zus. 2 Autographen u. 2 Fotografien.
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Los 88 *
Tilly, Brief mit Unterschrift
Tilly, Johann Tserclaes Graf v. (Feldherr, Oberbefehlshaber der Katholischen Liga und, nach Wallensteins Sturz, der Kaiserlichen Armee; 1559-1632). Brief mit eigenhändiger Unterschrift. Buxtehude, 3. Jan. 1628. Fol. (33:20,5 cm). 1 S. u. Adresse auf 1 Doppelblatt.
An Bürgermeister und Rat der Stadt Hildesheim, die er zur Übergabe von Beutegut an seinen Kriegskommissar Christoph v. Lerchenfeld auffordert. "... Wür haben berichtliche Nachricht erlangt, wie daß in Ewer Statt eine Khisten von feindtes güetern verwahrlich aufgehalten werde, die einem Khonigelichen Denenmarckischen vor Callenberg erschossenen Cornet gewest sein solle... So ist... Unser Begern, Ihr selbige Khisten, gedachtem Herrn General Commissario Lerchenfeldt auf sein begehrn unfelbarlichen unnd ohnvorenthallten ußvolgelgen wellet...". auf Papier mit Wasserzeichen "Zwei Türme mit Fenster, dazwischen zweikonturiger Torbogen ohne Zinnen". -  Etwas fleckig, an den Faltstellen gebräunt u. mit kl. Papierbrüchen, der Name der Stadt Hildesheim in der Adresse mit Tinte getilgt.
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Inkunabeln

Los 89
Andreae, Arbor consanguinitatis
Andreae, Johannes (Giovanni d'Andrea). Super arboribus consanguinitatis, affinitatis et cognationis spiritualis et legalis. (Leipzig, K. Kachelofen, nicht vor 1489). Kl.-fol. (31,5:22 cm). Got. Typ. Mit 10 blattgr. Holzschnitten. 12 Bll. Prgt. im alten Stil.
GW 1705; Goff A-619. - Beindruckend ausgestattetes Illustratum aus der Offizin Kachelofens. Die vielfach aufgelegte kleine Schrift Andreaes (um 1270-1348), gepriesen als "fons et tuba iuris", Lehrer des kanonischen Rechts zu Padua und Bologna, "besteht in einer sehr klaren und knappen, aber erschöpfenden Darstellung der Grade der Verwandtschaft und Schwägerschaft" (Schulte II, 215).  - Bl. 3 verso mit längerem alten feinen Tinteneintrag im Rand. Breitrandiges Exemplar.
With 10 woodcuts. - Neat old manuscript annotation to l. 3. Fine and broad-margined copy in vellum to style.
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Los 90
Antoninus Florentinus, Summa theologica IV
Antoninus Florentinus. Summa theologica. Teil 4 (von 4). (Speyer, Peter Drach), 17. Feb. 1487. Fol. (32:22 cm). Got. Typ., 2 Kol. Rubriziert. 366 nn. Bll. Schweinsldr. d. Zt. über Holzdeckeln mit spätgotischer Blindprägung; berieben, etwas wurmstichig, Bezugsfehlstellen an Ecken u. Rücken, Schließen fehlen.
Hain-C. 1247; GW 2190; BMC II, 495; Goff A-876. - Sechste Ausgabe, die erste bei Drach, der 1477 bereits Pars 2 separat gedruckt hatte. Vorliegend Teil 4 der insgesamt 4 Bände und (seit 1485) die Tabula des Johannes Molitor umfassenden Summa. Die Sittenlehre des bedeutenden Kirchenlehrers und späteren Erzbischof von Florenz, beeinflusst von der "Summa theologica" des Thomas von Aquin. - Etwas gebräunt, vereinzelt etwas fleckig oder schwach wasserrandig, Titel u. Schlussblatt aufgezogen u. mit Randläsuren.
Sixth edition. Part 4 only. Rubricated. - Some browning, occasional spotting or faint marginal dampstaining, title and last leaf somewhat frayed and backed. Bound in contemporary blindstamped pigskin over wooden boards, rubbed, some worming, some wear to corners and spine, clasps lacking.
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Los 91
Augustinus, De civitate dei
Augustinus, A. De civitate dei cum commento. (Mit Komm. von Thomas Waleys und Nicolaus Trivet). Basel, J. Amerbach, 1490. Fol. (32,4:22,5 cm). Got. Typ., 2 Kol., Scholiendruck. Rubriziert. Mit einem großen Textholzschnitt (der Hl. Augustinus). 268 Bll. Älterer Wildlederband, 2 spätere Rückenschilder.
Hain-C. 2066; GW 2888; BMC III 752; Goff A-1244. - Mit dem "Gottesstaat" schuf Augustinus weit mehr als eine Apologie des Christentums, sein Werk durchdrang das gesamte Mittelalter und beeinflusste Philosophie und Theologie bis in die Gegenwart. "Der Gedanke des Völkerrechts leitet sich zum Teil aus diesem Buch her; Grotius zitierte den hl. Augustinus, Luther und Calvin nahmen beide nächst der Bibel selbst Augustinus als Grundstein des Protestantismus... In unseren Tagen haben Lionel Curtis, Jacques Maritain, Reinhold Niebuhr, Paul Tillich und andere Denker aus diesem großen Werk Anregung geschöpft" (PMM 3). - Kopftitel gelegentlich leicht angeschnitten, hier und da oben gering feuchtigkeitsrandig, wenige Fingerflecken, etwa die ersten 40 Bll. mit alten, teils angeschnittenen feinen lateinischen Tintennotizen, Titel angestaubt und oben im Rand stärker gebräunt sowie mit alten Tinten- bzw. Besitzvermerken; erste Bll. mit kl. Knitterfalten, etwas fingerfleckig sowie im Bug etwas feuchtigkeitsrandig; Bl. m4 mit Randläsuren u geklebt. Einriss, letzte 5 Bll. mittig mit Hakenriss (bei Bl. O4 minimaler Buchstabenverlust), letztes Bl. mit Randläsuren und verso angeschmutzt, Vorsatz mit Exlibris und Stempel.
Few head-titles slightly trimmed, marginal dampmarking in places, little fingerstaining, neat old ink. annotations (partly cropped) to approx. first 40 ll., title dusty and with browning to top margin as well as some ink annotations; minor creasing to first leaves and little fingerstaining as well as dampmarking to gutter;  l. m4 marginal lesions and repaird tear (not affecting text);  small tear to centre of last 5 leaves (l. O4 with minimal loss of letters); last leaf marginal lesions and soiled on verso. Old stamp and bookplate to endpapers. Bound in later calf, recent title pieces to spine, spine chipped at head and foot.
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Los 92
Augustinus, Opuscula plurima
Augustinus, A. Opuscula plurima. Straßburg, M. Flach, 20. März 1489. Fol. (29:21 cm). Got. Typ. Zahlr. eingemalte Initialen in Rot und Blau. 6 nn., 267 num., 1 w. Bll. - Angebunden: Johannes Guallensis. Summa collationum. Straßburg, (G. Husner), 1489. Got. Typ. Eingemalte Initialen in Rot. 80 nn. Bll. (l.w.). Alter restaurierter Holzdeckelband mit mod. Ldr.-Rücken, 1 alten Schließe, 1 Schließenrest.
I. Hain-C. 1948; GW 2865; BMC I, 149; Goff A-1218. - Erste Straßburger Ausgabe. - Teilw. fleckig, durchgehende Feuchtigkeitsspuren oder Wasserränder, teilw. sporfleckig. Einige durchgehende Wurmlöcher, vereinzelt kleinere Wurmspuren. Einige Randrestaurierungen, größere auf den ersten 2 Bll. Vereinzelt alte Anmerkungen, 2 Bll. mit Ausriss im weißen Rand.
II. Hain-C. 7444; GW M13987; BMC I, 138; Goff J-332. - Eine Art Manual für Pfarrer und Prediger, verfasst von dem aus Wales stammenden Franziskaner und Moraltheologen. - Wasserrandig, teilw. sporfleckig, einige alte Randanmerkungen. Wenige durchgehende Wurmlöcher mit etwas Buchstabenverlust. oRR.
Two works in one volume. - Overall spotted and waterstained, somewhat mouldy in places, some worming with slight loss of some letters, few old annotations. Few marginal restorations, large restorations to first two leaves. Recent calf over old wooden boards, one clasp. Sold waf.
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Los 93
(Bertholdus), Horologium + Beibd.
(Bertholdus). Horologium devotionis circa vitam Christi. (Basel, J. Amerbach, nicht nach 1490). (15:10,5 cm). Got. Typ. Mit 36 Textholzschnitten in altem Kolorit. 65 nn. Bll. (o.d.l.w.). - Angebunden: Gerardus de Zutphania. De spiritualibus ascensionibus. (Basel, J. Amerbach & J. Petri, nicht nach 1489). Got. Typ. Rubriziert, eingemalte Initialen in Rot. 68 nn. Bll. - An den Anfang des Bandes gebunden: Bernardus Claravallensis. Speculum divini amoris. Köln, H. Quentel Erben, 1505. 80 nn. Bll. Schweinsldr. d. frühen 16. Jh. über Holzdeckeln mit Mittelschließe; Rückedeckel etwas wurmstichig, Rücken berieben, vorderer Innendeckel mit Kritzelei, hinterer Innendeckel sowie hinteres Vorsatz mit Wurmspuren.
I. Hain-C. 2993 (= H. 2990 & 8928); GW 4175; BMC III, 753; Goff B-506; Fairfax Murray 60; Schramm XXI, 617, 620, 632, 679-709; Hieronymus, Inkunabelholzschnitte 44. - Vierte lateinische und erste Basler Ausgabe. Die Holzschnitte in schönem Kolorit des 16. Jahrhunderts.
II. Hain-C. 16296; GW 10689; BMC III, 752; Goff G-177. - Gering gebräunt, gegen Ende etwas wurmstichig.
III. VD 16, B 1963; IA 117.452. - Gering gebräunt, zu Anfang etwas fingerfleckig u. leicht feuchtigkeitsrandig. Initiale auf dem Titel ankoloriert. Besitzvermerk der Kartause Gaming/Niederösterreich.
Sammelband with three scarce works printed Basel by Johann Amerbach and Johann Petri, and Quentel in Cologne. The work by Bertholdus in fourth Latin edition, the woodcuts coloured. "Contains 36 remarkable woodcuts of early appearance, mostly in outline and with double-line borders forming solid black squares at the angles" (Fairfax Murray). - Overall slight browning and spotting, some wormholes to the end, some thumbing and slight dampmarking to first leaves. First title of the volume with ownership inscription of the Carthusian monastery of Gaming/Austria. Early 16th cent. pigskin over wooden boards, one clasp, spine rubbed, scribblings to front inner cover, worming to rear inner cover.
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Los 94
From the First Printing Press in Zwolle
Bonaventura, Sermones de tempore
Bonaventura (Pseudo-), S. (d.i. Servasanctus [Tuscus de Faenza]). Sermones de tempore et de sanctis. Zwolle, (Johannes de Vollenhoe), 1479. Kl.-fol. (29,5:22 cm). Got. Typ. 2 Kol. Rubriziert, zahlr. eingemalte Initialen in Rot. 342 Bll. (Bl. 1 u. 11 weiß, ohne die zwei letzten weißen). Mod. Hprgt. im alten Stil unter Verwendung alter Holzdeckel, zwei Schließen.
Hain 3511 (= HCR 3512 = HC 8976); GW 4810; BMC IX, 80; Goff B-948. - Erste Ausgabe, erster Druck. Im Zweitdruck wurden mehrere Lagen neu gesetzt, teilw. finden sich Mischexemplare. Alle genannten Bibliographien nennen noch Peter van Os als Drucker. Nach neueren Forschungen von Lotte u. Wytze Hellinga ist dieser Druck zweifelsfrei Johannes de Vollenhoe, dem Erstdrucker von Zwolle, zuzuschreiben. Die ersten Drucke verließen 1477 seine Pressen. - Gering fleckig, stellenw. etwas fingerfleckig, vereinzelte Feuchtigkeitsspuren u. vereinzelte Reparaturen im Rand u. Bund, gegen Ende des Bandes geringe Wurmspuren im Rand. Hs. Überschriften mit brauner Tinte. Kleine Rasurstelle im oberen Rand durch Entfernung der gedruckten Foliierung.
First edition, first issue, of the most substantial work from the first press at Zwolle. Formerly attributed to Peter van Os, now reassigned by Lotte and Wytze Hellinga to Johannes de Vollenhoe, whose name appears in the colophon of one of the Zwolle editions. Rubricated, initials supplied in red. Contemp. manuscript headlines, foliation, and marginal section lettering. - Slight spotting, some thumbing, dampmarking in places, few marginal repairs to outer and inner margins, towards end slight marginal worming. Upper margins occasionally softened or with tiny holes caused by erasure of the printed foliation. Lacking the last two blanks. Bound in old wooden boards backed in modern pigskin to old style, two clasps.
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Los 95
Breviarium Romanum
Breviarium Romanum (Breviarium Franciscanum). Auf Pergament gedruckt. (Venedig, Jacobus Rubeus, 1474). (17,5:13 cm). Got. Typ., 2 Kol. Durchgehend in Rot u. Schwarz gedruckt. Mit 10 eingemalten Initialen in Gold u. Farben, davon 2 mit Stableiste sowie floralen Zierleisten in Kopf- u. Fußsteg, und zahlr. mehrzeiligen Fleuronnée-Initialen in Blau u. Rot, dazu ein- oder zweizeilige Initialen in Blau oder Rot, gedruckte Versalien gelb schattiert. 377 (statt 602) Bll. (d. e. w.). Blindgepr. Ldr. d. 18. Jh.; etwas beschabt, Rücken am Kopf eingerissen u. repariert.
Hain 3891; GW 5125; Goff B-1117; Bohatta 391; nicht im BMC. - Große Seltenheit, GW (online) verzeichnet lediglich vier Exemplare weltweit, davon mindestens zwei unvollständig und nur eins (Paris, Bibliothèque nationale) ebenfalls auf Pergament gedruckt. Gleichzeitig einer der beiden ältesten Brevierdrucke überhaupt, die Priorität des vorliegenden oder des undatierten Turiner Drucks bei Johannes Fabri und Johanninus de Petro (GW 5124, "nicht vor 1474" datiert) ist nicht entschieden. Die zeitgenössische Illumination stammt aus einem französischen Atelier. Inhalt: 1. Kalendarium (8 Bll.). - 2. Psalterium (94 Bll.). - 3. Proprium de tempore (215 statt 224 Bll.). - 4. Proprium de sanctis (60 statt 192 Bll.). - Einige Pergamentfehler repariert, gelegentlich leicht fleckig, ca. letzte 2 Lagen unten mit bräunendem Wasserrand, teilw. mit Textberührung, letzte 2-3 Bll. stärker gebräunt, erstes Kalenderblatt mit nicht vollständig lesbarem französischen Stempel. Es fehlen 9 Bll. im Proprium de tempore (davon 1 w.), 132 Bll. im Proprium des sanctis und das vollständige Commune sanctorum.
One of the two earliest Breviaria ever printed. Printed on vellum in red and black, with contemporary French illumination including 10 initials in gold and colours (2 with top- and bottom margin illuminated friezes), other initials in red and blue, most with decorative penwork, capitals stroked in yellow. - A few flaws in the vellum repaired, occasional light staining, waterstaining in the bottom margin of last two quires touching a few lines, last 2-3 leaves browned, stamp on first leaf of calendar. Lacking 255 leaves: 9 in the Proprium de tempore, 132 in the Proprium de sanctis and all of the Commune sanctorum. 18th century blindstamped Italian goatskin, somewhat rubbed, head of spine repaired.
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Los 96
Clemens V., Papa; Constitutiones, daraus 1 Bl.
Clemens V., Papst. Constitutiones. Daraus : Bl. 20 auf Pergament. Mainz, Peter Schöffer, 13. August 1471. Gr.-fol. (61:29,5 cm). Got. Typ., Rubriziert (teilw. in Blau). In alter Mappe.
Hain-C. 5412; GW 7080; BMC I, 28; Goff C-713. - Dritte Ausgabe, erstmals 1460 bei Schöffer (die zweite 1467) erschienen. Nach GW Druck der Variante B. "Die Ausgabe hat während des Druckes mehrfach Veränderungen erfahren... Die Veränderungen bezwecken Auflösungen schwer verständlicher Abkürzungen, Einführungen von Trennungszeichen (etc.)" (GW). Schöner Scholiendruck. - Ecken etwas braunrandig und fingerfleckig.
Third edition, 1 leaf (no. 20) on vellum large folio. Two columns with commentary sourround. The first two editions were likewise printed by Schöffer in 1460 and 1467. The Strasbourg edition by Eggestein, sometimes dated in incunable catalogues as c. 1570, should actually be dated ca. 1472, as it is a reprint of Eggestein's edition of 21 November 1471, not vice versa. - Some thumbing and marginal brownstaining to corners. Wide margined leaf of this early witness of typography.
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Los 97
Duranti, Rationale. Einzelblatt
Duranti, G. Rationale divinorum officiorum. Auf Pergament gedruckt. Mainz, Johann Fust u. Peter Schöffer, 6. Oktober 1459. Fol. (Blattgr. 40,5:27 cm). Got. Typ. 2 Kol. Rot rubriziert, Initialen und Rubriken in Rotdruck. - Daraus: Blatt 84.
Hain-R. 6471; GW 9101; BMC I, 20; Goff D-403; de Ricci 65. - Vollständig erhaltenes Einzelblatt aus einer der schönsten und seltensten frühen Inkunabeln. Das Rationale ist von größter Bedeutung für die Geschichte der Typographie als das dritte datierte und das vierte gedruckte Buch, vorausgegangen waren nur die um 1455 gedruckte Gutenbergbibel sowie die ebenfalls in der Offizin von Fust und Schöffer entstandenen Psalter vom 14. August 1457 und vom 29. August 1459. Eigens für diesen Druck schuf Schöffer die "Durandus-Type", eine Gotico-Antiqua, die Elemente der Rotunda mit den Stilmerkmalen der italienischen Humanistenhandschrift verbindet. Mit Ausnahme des Münchener Exemplares sind alle bekannten Exemplare auf Pergament gedruckt. - Ehemals Umschlagmaterial, Faltspuren, zweite Textzeile dadurch gebräunt, im linken Rand leichte Bräunung und feine Nadellöchlein bis ca. 1,5 cm in den Text. Insgesamt für einen Einbandfund sehr gut erhalten und breitrandig.
Fol. 84, printed on vellum. Duranti's Rationale is the fourth printed book extant and the third dated book, preceded only by the Gutenberg Bible (c. 1455) and two Latin Psalters printed by Fust and Schoeffer in 1457 and 1459. It is also the first book to be printed in a text type, the three earlier ones all being in gothic liturgical types. Most of the copies were printed on vellum, only the one at the Bavarian State Library in Munich is on paper. - The leaf has survived as binding material: Traces of folding, some browning and some tiny pinholes. A fine single leaf, taken from a book of paramount importance in the history of typography.
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Los 98
Gregorius IX., Decretales
Gregorius IX. Decretales. Mit der Glosse des Bernardus Parmensis. Venedig, Thomas de Blavis, 22. Dez. 1486. 4to (24:18 cm). Got. Typ. Mit zahlr. eingemalten Initialen in Blau, Druckerm. in Rotdruck. 420 nn. Bll. Spät. Prgt. mit hs. Rtit., Rücken verwurmt, Deckel etwas aufgebogen.
Hain-C. 8021; GW 11476; BMC V, 318; Goff G-463. - Zweite in Venedig gedruckte Ausgabe, die erste bei Thomas de Blavis. Ganz in Rot und Schwarz gedruckt, zweispaltiger Gesetzestext umgeben vom Kommentar des Bernardus Parmensis. - Gelegentlich leicht wasserrandig, erste 3 Bll. im Außensteg restauriert, dadurch geringer Buchstabenverlust. Erstes Blatt mit umfangreichem Register von alter Hand, im Kopfsteg durchgehend entsprechende handschriftliche Einträge.
Second Venice edition, the first by de Blavis. Printed in red and black, with numerous initials supplied in blue, woodcut device printed in red beneath register. - Occasional light dampstaining, first 3 leaves repaired at fore edge with loss of a few letters. Extensive manuscript notes on first leaf, manuscript headlines. Later vellum, spine wormed, boards slightly warped.
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Los 99
Exemplar Kartause Buxheim
Holkot, Super sapientiam Salomonis
Holkot, R. Super sapientiam Salomonis. Basel, (Johann Amerbach; und Johann Petri de Langendorff?), 1489. Fol. (33,5:23 cm). Got. Typ., 2 Kol. Teilw. rubriziert. 229 (statt 230; d.l.w.) nn. Bll. Wenig späterer blindgeprägt. Schweinsldr.  über Holzdeckeln, beide Deckel mit gr. Mittelfeld aus rautenförmigen Streicheisenlinien gefüllt mit und umrandet von Einzelstempeln (Lilien bzw. Ave-Maria-Schriftbänder, Rosetten und kl. Wappenschilde), Rückenfalz aus einer Prgt.-Handschrift in karolingischer Minuskel (Jesaja 57); abgerieben sowie etwas fleckig und wurmstichig, Rücken teilw. etwas gekalkt und mit Signaturschild, Schließen erneuert.
Hain-C. 8758; GW 12886; BMC III, 751; Goff H 291. - Dritte oder vierte Inkunabelausgabe, eine von insgesamt drei aus dem Jahr 1489. Die Kommentare des Dominikaners Robertus Holkot (gest. 1349), besonders der zur Weisheit Salomos, nähern sich bereits dem Humanismus. "Man könnte ihn den Petrarka unter den Exegeten nennen" (Herzog-H. VII, 745). - Hauptsächlich erste Bll. unten leicht stock- und fingerfleckig. Wenige Bll. mit kl. Eckabriss, ca. letztes Drittel mit Wurmlöchlein. Einige Marginalien von alter Hand. Fehlt das Titelblatt. Provenienz: Aus der Kartause Buxheim, mit Besitzvermerk im Ober- und Stempel im Unterrand von Bl. A2r sowie Num.-Schild auf dem Rücken. - Zum Einband aus der Werkstatt Christus frei II (Wirkungszeit um 1509-14) s. EBDB w002737.
Third or fourth edition, partly rubricated. - Marginal foxing and fingermarking mainly to first leaves, a few small marginal tears, a few small wormholes to final third. Some early annotations. Lacking title-page. With inscription and stamp of the Charterhouse of Buxheim at top resp. foot of first leaf. Bound in near-contemporary blind-stamped pigskin over wooden boards from Christus frei II, with medieval manuscript fragment in binding; rubbed and slightly stained, some small wormholes, clasps renewed.
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Los 100
Jacobus de Voragine, Legenda. Straßburg
Jacobus de Voragine. Legenda aurea sanctorum (Titel: Lombardica historia). Straßburg, (Drucker des Jordanus de Quedlinburg, d.i. Georg Husner), 19. Dez. 1486. Fol. (31:22 cm). Got. Typ., 2 Kol. Mit zahlr. eingemalten Initialen in Rot und Blau. 263 nn. Bll. (o.d.l.w.). Blindgeprägter Ldr. d. Zt. über Holzdeckeln mit zwei Schließen; restauriert, etwas berieben und wurmstichig, Kanten bestoßen, neue Vorsätze u. Schließbänder.
Copinger 6444; GW M11277; BMC I, 135; Goff J-177. - Seltene Straßburger Ausgabe der beliebten, in vielen Inkunabelausgaben verbreiteten Sammlung von Heiligenlegenden. Enthält gegen Ende einen Abriss der Geschichte der Langobarden, daher, wie vorliegend, manchmal unter dem Titel "Langobardica (Lombardica) historia". - Etwas gebräunt und fleckig, im Bund bzw. in den Rändern teilw. braun- bzw. wasserfleckig. Etwas wurmstichig, erste und letzte Bll. stärker, erste Bll. mit restaur. Wurmspur im weißen Rand. Einzelne alte Marginalien, 1. Blatt mit Anmerkung. Erste und letzte Lage gereinigt und vereinzelt restauriert, 2. Bl. mit restaur. Ausriss im weißen Rand. Freies Vorsatz mit Sammler-Blindstempel von "Dr. Detlef Mauss". - Zum wohl Leipziger Einband vgl. EBDB w000107.
Scarce edition, with numerous initials supplied in red and blue. - Some browning and spotting, brown- and waterstaining to fold and margins in places. Some worming, stronger at beginning and end, partly restored. First and last gathering cleaned and partly restored, marginal defect on second leaf restored. A few contemporary annotations. Lacking the last blank. Bound in contemp. blindstamped calf over wooden boards, partly restored, new endpapers and new clasps, several wormholes, somewhat worn.
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Los 101
Leonardus de Utino, Sermones quadragesimales
Leonardus de Utino. Sermones quadragesimales de legibus. (Köln, Conrad Winters von Homborch, nicht nach 1475). Gr.-fol. (42:30,5 cm). Got. Typ., zweispaltiger Druck, zahlr. eingemalte Initialen in Rot u. Blau. 312 nn. Bll. (l.w.). Blindgepr. Lederband d. Zt. aus der Binderei der Reichsabtei St. Maximin in Trier für das benachbarte Marienkloster über schweren Holzdeckeln, 2 Schließen, alte Kantenbeschläge an den Ecken;  Lederbezug etwas rissig und mit Bereibungen und Schabstellen, Blindprägung abgegriffen; Spiegel erneuert, Rücken erneuert.
Hain 16116; GW M17915; Polain (B) 2474; Goff L-144; Vouillieme, Köln 744; nicht im BMC. - Seltene zweite Ausgabe dieser Predigtsammlung, erstmals 1473 in Venedig erschienen. Prachtvoller, großformatiger Druck. Als Drucker wird in älteren Bibliographien (u.a. Hain) auch Ulrich Zell aus Köln angegeben. -  Provenienz und Einband: Mit Besitzvermerk des Klosters St. Maria zu den Märtyrern, das, außerhalb der Stadtmauern Triers gelegen, in der Zeit Napoleons säkularisiert wurde. Unter den Rundstempeln der mehrfach verwendete Stempel "M" (für Maria; EBDB s014946), dieser lt. EBDB w002242 in der Reichsabtei St. Maximin in Trier nachweisbar, welche zwischen 1474 und 1516 Einbände fertigte. Vermutlich wurde der Rundstempel eigens für das Kloster St. Marien angefertigt. - Zustand: Im breiten weißen Rand etwa bis zur Mitte unten und ab der Mitte oben feuchtigkeitsrandig teilw. mit geringen Verfärbungen, vereinzelt wenige Sporflecken, erstes Blatt unten im Rand verso verstärkt, erste 6  Bll. mit kleinen Wurmlöchern zumeist im weißen Rand sowie etwas fleckig. etwa die letzen 10 Bll. (inkl. Register) etwas wasserrandig und fleckig mit Textberührung, letztes Registerbl. oben im w. Rand mit Hinterlegung. Insgesamt auf kräftigem Papier gedruckt, vielfach unbeschnitten, attraktiv rubriziert.
Fine Cologne incunable. Rubricated, in a contemporary Trier binding. -  Marginal dampstaining (minor discolorations in places, little mildew only) to lower broad white margin of approx. first half of volume, and  to top broad white margin of approx. second half of volume, first leaf strenghtened at bottom, minor worming and little staining to first 6 leaves, some stronger marginal dampmarking to approx. last 10 leaves  (incl. index) affecting text, last index leaf strenghtened at top white margin. Overall printed on fine thick paper. Contemporary blindstamped calf binding over thick wooden boards, bound for St. Mary at Martyrs close to the city of Trier (Palatinate/Germany), clasps and catches, metal corner pieces, spine renewed, some wear and rubbing to binding, but fine.
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Los 102
Lochmaier, Sermones de sanctis
Lochmaier (Lochmayr), M. Sermones de sanctis perutiles; cum vigintitribus sermonibus magistri Pauli Wann annexis. (Passau, Johann Petri, 1490-91). Fol. (29:20 cm). Got. Typ., 2 Kol. Rubriziert, rot eingemalte Lombarden. 402 nn. Bll. (Bl. 19 u. 402 w.). Schweinsldr. d. Zt. über Holzdeckeln mit Prägung aus Streicheisenlinien und Einzelstempeln sowie altem hs. Deckelschild, Rücken mit Resten einer Übermalung; etwas fleckig, bestoßen und wurmstichig, fehlen alle Beschläge und die Schließen.
Hain-C. 10172; GW M18683; BMC II, 617; Goff L-270. - Erste Ausgabe. L. war Dekan und Rektor der Universität Wien, 1489 wurde er als Nachfolger von Paul Wann Domprediger in Passau. - Streckenw. minimal gebräunt, vereinzelt fleckig, Bl. c6r unten stärker (dadurch ca. 2 Zeilen unlesbar), Ränder teilw. leicht stockfleckig, letzte Lagen etwas wurmstichig. Titel und wenige Bll. mit kl. Randläsuren, Bl. q3 und ff6 mit Eckabriss (Text nicht betroffen) und Bl. tt2 mit 2 kl. Randausrissen. Ganz vereinzelt Marginalen. - Provenienz: Das den Heiligen Sixtus und Sebastian geweihte Augustinerchorherrenstift (Herren)chiemsee (hs. Besitzvermerk auf der letzten Seite).
First edition. Rubricated and with Lombard initials supplied in red. - Slight browning and light marginal foxing in places, occasional stains (l. c6r two lines illegible). A few marginal tears, some worming to final quires. Occasional marginal annotations, some notes to endpapers. Bound in contemporary German blindstamped pigskin with vellum title label in a contemporary hand on upper cover; somewhat stained and worn, some small wormholes, lacking metal pieces and clasps. Final page with ownership incription.
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Los 103
Parentinis, Expositio missae
Parentinis, B. de. Expositio officii missae. (Straßburg, J. Grüninger, 1487). Fol. (28,5:21,5 cm). Got. Typ., 2 Kol. Rubriziert. 1 nn., 88 num., 6 nn. Bll., 1 w. Bl. Neuerer Hprgt.
Hain-C. 12420; GW M 29432; BMC I, 169; Goff P 110. -  Abhandlung über die Messe, verfasst von dem scholastischen Theologen Bernardus de Parentinis (gest. 1340). Die Schrift des Benediktiners steht in einer Reihe mit der seines Ordensbruders Hugo de Sancto Caro ("Speculum ecclesiae") und den Werken des Alexander von Hales. Die hierin ausgearbeiteten Vorstellungen waren grundlegend für die Neuordnung der Messe im 16. Jahrhundert (vgl. Chadwick, Missa Tridentina, p. 12). Parentinis' Schrift ist mehrfach gedruckt worden, zuerst wohl 1478 in Zaragoza (Goff P-107). -  Geringe Papierbräunung, Titel innen verstärkt bzw. angefalzt sowie mit alter Tintennotiz, Bl.  a8 innen verstärkt,  Bl. h4 unten mit Tintenfleck.
Important scholastic work on the organisation of the Holy Mass. -  Rubricated. Title strenghtened at inner margin and with old ink note, l. a8 strengthened at inner margin, ink stain to l. h4. Bound in recent half-vellum.
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Los 104
Petrus von Rosenheim, Roseum
Petrus von Rosenheim. Roseum memoriale divinorum eloquiorum. O. O. (Deutschland, Oberrhein), Drucker des Petrus von Rosenheim, um 1483. 4to (19:15,5 cm). Got. Typ. Rubriziert, eingemalte Initialen in Rot u. Blau. 46 (st. 48) nn. Bll. Pp. d. 19.Jh. mit späterem Rückenbezug, Kanten etwas bestoßen.
Hain-C. 13988; GW M32724; BMC I, 312; Vouilliéme, Köln S. 415 ("Der Ursprung des Druckes erscheint mir unsicher"); Goff R-336; Young, Bibl. of Memory 278. - Erste Ausgabe. "A mnemotechnical help for study of the Bible" (Young). Petrus v. Rosenheim (auch Rosenhaym) war Prior des Klosters Melk. Der Druck ist bisher nicht eindeutig zuzuordnen, Proctor vermutet den Kölner Drucker Ludwig von Rechen, Hain vermutet den Druck aus der oberrheinischen Gegend. - Teilw. etwas gebräunt, Titel stark, gering fleckig, wenige alte Anmerkungen. Erste zwei u. letztes Blatt mit kleiner Hinterlegung im Rand, erstes u. letztes Blatt mit Einriss im Bund. Es fehlt (d3) u. das erste weiße Blatt.
First edition, the press which produced this edition has not been identified. - Some browning in places, heavier to first leaf, slight spotting, few annotations. Small marginal repair to first two and last leaf, tear to inner margin of first and last leaf. Lacking (d3) and the first blank. 19th cent. boards, extremities somewhat worn.
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Los 105
A Mirror of Life and Science
Rodericus Zamorensis, Speculum vitae humanae
Rodericus Zamorensis. Speculum vitae humanae. Augsburg, Günther Zainer, 1471. Fol. (31,5:22 cm). Got. Typ. Rubriziert. 128 nn. Bll. Mit eingemalter größerer Eingangsinitiale sowie zahlr. kleineren Initialen in Rot. Lederband d. Zt. mit spätgotischer Blindprägung mit Palmetten, Rosetten, "Ave Maria"-Schriftbändern u. Einzelstempel auf beiden Deckeln, wurmstichig, teilw. restauriert, Rücken u. Vorsätze erneuert, mit neueren Schließenresten.
Hain-C. 13940; GW M38455; BMC II, 316; Goff R-215; Palau 272.022. - Seltene und schöne Ausgabe durch den Augsburger Prototypographen Günther Zainer, in seiner berühmten 2. Type gedruckt, die typographisch wegweisend für nachfolgende Inkunabeln werden sollte. Der Text erschien erstmals 1468 in Rom und handelt "von den Annehmlichkeiten und Widerwärtigkeiten der verschiedenen weltlichen Stände und geistlichen Würden" (Wetzer-W. I, 1272). "The first dated book with a section on medicine. It is an encyclopaedia of human life dealing with the various arts and professions, and includes chapters on mathematics, astronomy, navigation, music, agriculture etc. The author was a learned Spanish ecclesiastic, born in the diocese of Segovia in 1404. He died at Rome in 1470" (Honeyman Coll. 2670, zum Erstdruck). - Stellenw. etwas fleckig; zweite Hälfte mit bräunendem Wasserrand, gegen Ende stärker; durchgehend mit kleineren Wurmspuren im Außensteg; vereinzelt mit Notizen am Textrand; Exlibris.
Fine specimen of Zainer's printing press in Augsburg. - Some staining in places; browned waterstaining to second half, stronger to the end; some marginal worming; ms. notes in places. Contemporary blindstamped calf, lacking clasps, somewhat restored, spine and endpapers renewed, wormed.
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Los 106
Rolewinck, Fasciculus temporum
Rolewinck, W. Fasciculus temporum. Venedig, Erhard Ratdolt, 28. Mai 1484. Fol. (30:22 cm). Got. Typ. Mit vielen (teils wiederh.) Textholzschnitten. 8 nn., 66 num. Bll. Alte Kart. mit hs. Rtit., etwas fleckig, angestaubt und mit kl. Läsuren.
Hain 6934; GW M38735; BMC V 288; Goff R-270; Essling 279; Sander 6529. - Die berühmte Weltchronik in der dritten Ausgabe bei Ratdolt. Unter den Holzschnitten Ansichten von Köln, Trier und Jerusalem, sowie die bekannte Ansicht von Venedig. - Stellenw. etwas fleckig und einzelne Bll. leicht gebräunt, Bll. 34-40 mit größerem Braunfleck oben im Text, ab Bl. 46 Ränder teils leicht wasserfl. (gegen Ende stärker und bis in den Textrand), Bl. 48 mit kl. rep. Randeinriss und Bl. 53 mit Randausriss. Erste Bll. mit leichten Wurmspuren vor allem im Bund, Bl. 31 und 66 mit 1 bzw. 2 ausgefüllten Wurmgängen (ersteres mit kl. Buchstabenverlust). Wenige Marginalien. Vord. freies Vorsatz mit gest. Wappenexlibris "N.B.P.V.".
Third Ratdolt edition, with woodcuts. - Slight staining in places, a few leaves slightly browned, large stain to text on ll. 34-40, some marginal waterstaining (l. 46 onwards, at end affecting text), a few marginal tears. Slight worming at beginning, ll. 31 and 66 with 1 resp. 2 wormholes infilled (the former with small loss of letters). A few marginalia. Engraved armorial book plate. Old stiff wrappers, somewhat stained, worn and dusty.
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Los 107
Rolewinck, Fasciculus temporum
Rolewinck, W. Fasciculus temporum. (Straßburg, J. Prüss, nach 6. April 1490). Fol. (27,5:19,5 cm). Got. Typ. Mit blattgr. Holzschnitt Titel verso, 17 figürlichen Textholzschn. (inkl. Wiederholungen) u. zahlr. Diagrammen, alles in schönem altem Kolorit. 6 nn., 90 röm. num. Bll. (ohne die 2 weißen Bll. am Schluss). Alter blindgepr. Schweinsldr. über Holzdeckeln mit 2 Schließen, beide Deckel mit blindgepr. Wappensupralibos des Bischofs Martin (Brenner) von Seckau, datiert 1613; berieben, ohne freie Vorsätze.
Hain-C. 6916; GW M38725; Goff R-276; Polain (B) 3362. - Einer von 5 Drucken der beliebten Universalgeschichte, die Prüss in kurzen Abständen herausgab. Basiert auf der Rougemont-Ausgabe von 1481, der Text ist bis 1490 fortgeführt, zur Datierung wurde der Tod von König Matthias Corvinus herangezogen. Auf num. Bl. 89 verso die bekannte Erwähnung der Erfindung des Buchdrucks, hier auf 1457 datiert. Zu Beginn rubriziert, alle Holzschnitte, Diagramme und Holzschnittleisten sind in Rot, Gelb oder Grün koloriert. - Stellenw. etwas gebräunt oder fleckig, ab num. Bll. 85 im Außensteg mit Wasserfleck; 2. Bl. der Vorstücke, num. Bl. 47 u. Schlussbl. unten mit ergänztem Randabschnitt; num. Bl. 46 mit geringem Textverlust durch Überklebung eines Randeinrisses bis in den Text, der Text alt handschriftlich ergänzt; num. Bl. 38 mit ergänztem Randabriss, num. Bl. 81 mit überklebtem Einriss im weißen Rand. Bl. 6 der Vorstücke mit Namenszug Magnus Sartorius und Jahreszahl 1493 in roter Tinte, von derselben Hand in roter Tinte auf dem Schlussblatt verso eine zweizeilige Notiz über den Tod Kaiser Friedrichs III. am 19. August 1493 in Linz.
Some browning and staining in places; marginal waterstain to last few leaves; restored marginal tear or cut-out to few leaves; small loss of text to 1 leaf; lacking the 2 blank leaves at end; contemporary entry to last leaf by the owner, Magnus Sartorius. Old blindtooled pig-skin over wooden boards with the coat-of-arms of bishop Martin Brenner of Seckau, dated 1613; rubbed, without free endpapers.
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Los 108
(Sammelband Nider, Manuale) u. Ms. in 1
Sammelband. Ablasshandschrift und 3 Inkunabeldrucke. Basel 1474-1475. Fol. (29:22,5 cm). Zus. in 1 Lederband über starken abgeschrägten Holzdeckeln d. Zt., Vorderdeckel mit altem handschriftlichen Titelschild, Rücken mit Resten alter handschriftlicher Rückenbeschilderung; berieben und beschabt, Rücken mit Bezugsfehlstellen, Deckel mit kl. Nagellöchern der alten Beschläge und Schließen, in Hldr.-Kassette.
I. Ablasshandschrift. - Incipit: Quid sit indulgencia et quadragena. Lateinische Handschrift. O. O. (deutschsprachiger Raum, am Ende datiert) 1475. Geschrieben mit bräunlicher Tinte in gut lesbarer Bastarda. 4 Bll. - Der unbekannte Autor erörtert anhand des Themas "Nachsicht" (indulgentia) verschiedene Aspekte des Sündenablasses u.a anhand des Systems der Indulgenzahlen, welches Ablasszeiträume definiert, z. B. Quadragena für 40 Tage der österlichen Fastenzeit oder Septena (die Siebenzahl)  oder  "carena indulgentia" (ein päpstlicher) Ablass. Als Zeitzeugnis ist unsere Handschrift wertvoll insbesondere durch Bezugnahme auf die umfangreiche „Summa de indulgentiis“ des Leipziger Professors Nikolaus Weigel (gest. 1444). Weigels Traktat erlangte ein solches Ansehen, dass der Cardinal Bessarion ein Exemplar desselben abschreiben ließ. Weiterhin wird erwähnt Jakob von Jüterborg (auch Jacobus Carthusianus, Jacobus de Cracovia; 1381-1465) und dessen diesbezügliches Werk "De indulgentiis".
II. Nider, J. Manuale confessorum. (Basel, Michael Wenssler, nicht nach 1474). Got. Typ. Rubriziert, die Spatien mit größeren Initialen in Rot gefüllt. 52 nn. Bll. - Hain 11838; GW M26875; BMC III, 722; Goff N-180; Schulte II, 442. - Frühe Ausgabe, schöner Druck mit Initialspatien. In vielen Handschriften und Drucken verbreitete Anweisung über die bei der Beichte zu beachtenden Vorschriften. "Das Hauptgewicht liegt nicht auf der juristischen Seite; diese wird jedoch in mehreren Punkten eingehend berücksichtigt" (Schulte). Der um 1380 im schwäbischen Isny geborene Dominikaner war Generalvikar der oberdeutschen Provinz, später Professor in Wien. "Als gelehrter Theologe, mitreißender Prediger und engagierter Verfechter einer Ordens- und Klerusreform genoß N. bei seinen Zeitgenossen hohes Ansehen" (NDB XIX, 211).
III. Ders. De morali lepra. (Basel, Michael Wenssler, nicht nach 1475). Got. Typ. Rubriziert, die Spatien mit größeren Initialen in Rot gefüllt, zahlr. Kopftitel in roter Tinte. 68 nn. Bll.  - Hain 11816; GW M26867; BMC III, 721; Goff N-190. - Frühe Ausgabe, ebenso gedruckt wie das "Manuale". Eine Auslegung der Zehn Gebote, gleichzeitig ein Abriss der menschlichen Laster, daran anschließend eine kurze Darstellung der kirchlichen Lehre von der Ehe.
IV. Albertus Magnus. Mariale. (Basel, M. Wenssler, nicht nach 1474). Got. Typ. Rubriziert, die Spatien mit größeren Initialen in Rot gefüllt. 190 Bll. - Hain-C. 462 ; GW 679 ; BMC III, 721; Goff A-173. -  Früher Druck des "Liber de laudibus dei genetricis Marie".
Zustand I-IV: Durchgehend etwas fleckig, III-IV auch wasserrandig, etwa zeitgenössische Randanmerkungen besonders in II und IV, unwesentlicher Wurmgang im weißen Rand. Alte Besitzvermerke und Stempel auf Vorsatz.
Fine sammelband with a manuscript on indulgence, mentioning the two most important mid 15th century German authors on the subject. - Condition I-IV: rubricated, some staining thoughout; III-IV dampmarking; (mostly II-IV) contemporary manuscript annotations, minor worming to inner margin. Old ownership inscription and stamp to front endpapers. In a contemporary calf binding over wooden boards, old (partly torn) title piece to cover and spine, wear and flaws to spine, tiny old nail holes from former clasps and brass decoration, preserved in a half-leather box.
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Los 109
Schedel, Liber chronicarum
Schedel, H. Liber chronicarum. Nürnberg, A. Koberger, 12. Juli 1493. Fol. (47:33 cm). Mit 1 (st. 2) doppelblattgr. Holzschn.-Karten u. über 1800 Holzschnitten (inkl. Wiederholungen) von Wohlgemuth u. Pleydenwurff. 295 (statt 328) Bll. (von den fehlenden Bll. ein Großteil ergänzt, s.u.). Blindgepr. Lederband um 1900, berieben.
Hain 14508; GW M40784; BMC II, 437; Goff S-307; Murray 394. - Erste Ausgabe der berühmten Chronik, zugleich die am reichsten illustrierte Inkunabel überhaupt, die Holzschnitte von hohem künstlerischen Rang. Die lateinische Ausgabe erschien etwa ein halbes Jahr vor der deutschen und ist auf besserem Papier gedruckt. Hervorzuheben ist die bemerkenswerte Weltkarte sowie die hier leider nur hälftig vorhandene Deutschlandkarte am Schluss, ferner die großen Ansichten von Augsburg, Bamberg, Basel, Breslau, Erfurt, Florenz, Jerusalem, Köln, Konstanz, Krakau, Lübeck, Magdeburg, München, Nürnberg, Passau, Prag, Regensburg, Rom, Salzburg, Ulm, Venedig, Wien, Würzburg u. a.; viele von ihnen die ersten topographisch getreuen Darstellungen dieser Städte. Zur angeblich vorkolumbianischen Entdeckung Amerikas durch Martin Behaim aus Nürnberg (nur in dieser latein. Ausgabe, auf num. Bl. 290) vgl. Sabin 77523 u. Church 7.

Dem Exemplar fehlten Blätter, die zum Teil aus anderen Exemplaren ergänzt wurden (rubriziert, kleiner im Format und teilw. angerändert) und lose beiliegen. - Kollation: 20 nn. Bll (= Titel und Register, aus einem anderen Exemplar), 290 (st. 299, ohne num. weiße Bll. 259-261; Bl. 6, 291, 295-297, 299 aus einem anderen Exemplar), 5 nn. (st. 9, das erste weiß; es fehlt das Bl. mit rechter Hälfte der Deutschlandkarte recto, das Bl. mit der rechten Hälfte der Ansicht von Neiße recto sowie 2 weitere weiße Bll. am Schluss). - Zustand: Insgesamt bis auf nachfolgende, beschriebene Mängel und Ergänzungen teilw. gering fingerfleckig bzw. etwas fleckig. Wenige teilw. restaurierte Randeinrisse oder kleine Fehlstellen. - Titel beschnitten u. aufgezogen, Registerblätter beschnitten (teilw. Buchstabenberührung und dort teils leichter Verlust), ferner Register fleckig; Bl. 1 unten Ecke im w. Rand ergänzt, Bl. 3 angerändert (wohl aus anderem Exemplar), Bl. 4 unten mit Bildverlust restauriert und nachgezeichnet, Bl. 6 mit Tesa repariert, Bl. 254 kl. obere Ecke im w. Rand ergänzt, die weiteren ergänzten Bll. 291, 295-297, 299 fleckig sowie geknittert. oRR./Waf.
 
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Los 110
Schedel, Liber cronicarum. Augsburg
Schedel, H. Liber cronicarum. Augsburg, J. Schönsperger, 1. Feb. 1497. Kl.-fol. (31:21 cm). Got. Typ., 2 Kol. Mit ca. 1800 Textholzschn. nach Wohlgemuth u. Pleydenwurff. 336 (st. 338; recte 337 st. 339) num., 24 (st. 26) nn. Bll. Blindgeprägter Kalbldr. d. Zt. über Holzdeckeln, beide Deckel mit zwei Leisten mit kleinen Motiven Verzierungen sowie Monogramm "HR"; teilw. berieben, Rückdeckel wurmstichig, Kanten teilw. restauriert, Rücken unter Verwendung alten Materials erneuert, Schließen entfernt, neue Vorsätze.
GW M40786; Hain 14509; BMC II, 370; Goff S-308. - Erste lateinische Ausgabe des sogenannten "Kleinen Schedel". - Teilw. etwas fleckig, durchgehende Feuchtigkeitsspuren, teilw. wasserrandig, gegen Ende stärker werdend, vereinzelt restaurierte Läsuren im weißen Rand, besonders letzte Bll. des Registers. Vereinzelte Anmerkungen, ab gez. Bl. 300 kleines Wurmloch, Register etwas wurmstichig, Bl. 122 mit kleinem Loch mit geringem Textverlust. Erste Bll. fingerfleckig, Titel stark betroffen u. mit umfangreicher alter Anmerkung in englischer Sprache u. englischem Besitzvermerk des 18. Jh. Es fehlen num. Bl. 111 (y3), das "Titelblatt" zum Register (Registrum huius operis..."), beide in Faksimile ergänzt, das letzte Blatt des Registers, die zwei weißen Blätter sowie die doppelblattgroße Karte.
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Los 111
Terentius, Comoediae
Terentius Afer, P. Comoediae. Cum dicectorio vocabulorum, glossa interlineari, et commentariis Donati, Guidonis, et Ascensii. Add. vita Terentii. Straßburg, Johann (Reinhard) Grüninger, 1. Nov. 1496. Fol. (32:23 cm). Rom. Typ. Mit ca. 150 teils blattgr. Textholzschnitten. 6 nn., 167 (statt recte 173) num. Bll. Holzdeckelband d. Zt. mit Schweinslederbezug, Deckel mit 3/4-Bezug u. spätgotischer Blindprägung; berieben u. etwas wurmstichig, Bruch des Rückdeckels sorgfältig restauriert, Schließen fehlen.
Hain-C. 15431; GW M45481; BMC I, 110; Goff T-94; Hieronymus, Oberrhein. Buchillustr. I, 138 (3. A.); Schramm XX, Abb. 240-338; Schweiger II, 1053. - Zweite illustrierte Gesamtausgabe, die erste mit diesen Illustrationen. Bei den Terenzholzschnitten wendet Grüninger erstmals konsequent seine Methode der "beweglichen Holzschnittstreifen" an, bei der Landschafts- und Architekturstücke sowie Einzelfiguren oder Figurengruppen zu beliebigen Szenen vor Kulissen zusammensetzbar sind. "There is an amusing fantasy in the frontispiece, the 'Theatre of Terence', and a full-page cut preceding each play, while the various characters, properties and backgrounds reappear in a variety of combinations in the smaller composite illustrations" (Hind, History of Woodcut, S. 342 u. Abb. 153 & 154). Es existieren mehrere Druckvarianten, der Kommentar zu Bl. c3r hier auf der linken Seite, das Kolophon mit "ac libera vrbe". - Etwas fingerfleckig u. wurmstichig, im Kopfsteg durchgehend bräunender Wasserrand, gelegentlich etwas stärker, vereinzelt braun- oder schmutzfleckig, letzte 4-5 Bll. stärker betroffen. Viele saubere zeitgenössische Interlinearannotationen, Titel mit klösterlichem Besitzvermerk. Es fehlen Bl. b7 (Nr. 7), c4-5 (Nr. 12-13), k6 (Nr. 68), p3 (Nr. 85), B4 (Nr. 155) u. das weiße Schlussblatt F8.
Second illustrated edition. "Grüninger's Latin Terence of 1496 is the first important work with cuts in the new style" (Hind). - Some thumbing, several tiny wormholes, some waterstaining to the upper margin (heavier in some leaves), occasional spotting and soiling, particularly to last 4-5 leaves. Many contemporary neat annotations, conventual ownership inscription to title. Lacking 6 text leaves: b7, c4-5, k6, p3, B4, and last blank F8. Contemporary three-quarter blindstamped pigskin over wooden boards, somewhat rubbed, minor worming, rear wooden board carefully repaired, clasps lacking.
 
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Los 112
Theodoricus de Herxen, Speculum juvenum
Theodoricus de Herxen (Dirk van Herxen). Speculum iuvenum. (Zwolle, Johannes de Vollenhoe, nicht vor 1478/79, nicht nach 1480). 4to (21:15 cm). Rubriziert, in Rot eingemalte Anfangsinitiale. 12 nn. Bll. Hprgt. des 20. Jh.
 
Hain-C. 3000; GW M45853; BMC IX, 82; Goff Suppl. Z-146a. - Einzige Inkunabelausgabe, nach GW nur 9 weitere Exemplare u. Fragmente bekannt. Dirk (Theodoricus) Hermansz. van Herxen (1381-1457), war der zweite Rektor des Fraterhauses in Zwolle von 1410-1457. Er stellte für das Haus der Brüder vom Gemeinsamen Leben Statuten auf, die auch für andere Bruderhäuser als Vorbild dienten. "Unter der Leitung dieses außerordentlichen Mannes erwarb das Fraterhaus zu Zwolle, wie Thomas v. Kempen schreibt, den Ruhm einer wahrhaft heiligen Congregation, wo zahlreiche Schüler des bekannten Rectors Johann Cele ein freundliches Obdach und eine nicht ascetische, sondern praktisch religiöse Erziehung fanden" (ADB XII, 257). - Breitrandig, gering fleckig bzw. fingerfleckig, kleines durchgehendes Wurmloch. Einige Unterstreichungen u. Randanmerkungen des frühen 16. Jh. Erstes Blatt mit kl. Randausriss. Vorderer Innendeckel mit Exlibris u. Papierresten, hinterer mit Katalogausschnitt.
Only incunable edition. Rubricated throughout, first initial supplied in red. - Slight spotting and thumbing, tiny wormhole, some early 16th cent. annotations and underlinings, bookplate. A copy with wide margins bound in 20th cent. half vellum.
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Los 113
Early Allegorical Work on Wine
Tilmann von Grünberg, De vinea spirituali
Tilmann von Grünberg. De vinea spirituali sive de profectu religionis. (Daran:) De perfectione institutione novitiorum. (Köln, Arnold ter Hoernen, um 1476). 4to (21:15 cm). Got. Typ. Rubriziert, größere Eingangsinitiale in Rot und Braun. 86 nn. Bll. (erstes und letztes weiß). - Angebunden: A. Augustinus. De cura pro mortuis gerenda. (Köln, Ludwig von Renchen, um 1480). Rubriziert. 12 nn. Bll. - A. Augustinus. De sancta virginitate. (Köln, Ludwig von Renchen, um 1480). Rubriziert, eingemalte Anfangsinitiale in Rot. 22 nn. Bll. (l.w.). - Nach dem ersten Werk zwischengebunden: Isidorus Hispalensis. Argumentum in Synonima Isidori Episcopi. Lateinische Handschrift auf Papier. Um 1450. Schriftspiegel ca. 15:10 cm. Mit 17zeiliger Anfangsinitiale "I" in Rot, Überschriften u. eingemalte Initialen in Rot. Von einer Hand mit brauner Tinte geschrieben u. zusätzlich rubriziert. 35 Bll. - Schweinsldr. d. Zt. über Holzdeckeln, Blindprägung aus Streicheisenlinien auf dem Rückdeckel u. einigen Einzelstempeln auf dem Vorderdeckel, eine Mittelschließe, Spiegelbezüge aus zwei verschiedenen Pergamentblättern einer karolingischen sowie einer gotischen Handschrift (s.u.); stark berieben, die Metallbuckel auf beiden Deckeln abgestoßen. Zwei kleinere Beibände entfernt, hinteres Innengelenk eingerissen.
Schöner Sammelband mit drei sehr seltenen Inkunabeln und einer zeitgenössischen Handschrift. Die Vorsätze mit sehr interessanten Handschriftenfragmenten bezogen (s.u.)
I. Cop. 5851; GW M47070; BMC I, 209; Goff T-377; vgl. Schoene3 2236 u. Simon, Bibl. Bacchica II, 623 (beide Ausgabe 1513). - Einzige Ausgabe des 15. Jahrhunderts, wurde erst wieder 1513 erneut gedruckt. Eine allegorische Deutung des Weinbaus und der Weinherstellung, der beigedruckte Text ist Tilmanns Traktat über die Novizenausbildung. In den älteren Bibliographen wird Tilmann als Tilmannus Dulmaniensis geführt. "Wirklicher Verfasser ist Tilmannus Grunbergensis (Tilmann von Grünberg), Prior des Augustiner-Chorherrenstifts Ravengiersburg, † 1485, der von Johannes Trithemius im Catalogus illustrium virorum ... als Autor der beiden in M47070 enthaltenen Texte identifiziert wurde. Spätere Quellen wie Petrus Trudonensis ... vermengen diese Information mit den bereits fehlerhaften Angaben in Trithemius’ Eintrag zu einem 'Tilmannus Dulmaniensis, Prior in Böddeken', † nach 1495" (GW). - Etwas fingerfleckig, mehrere alte Anmerkungen und Unterstreichungen, erste Bll. im Bund gebräunt und hier mit vereinzelten Wurmspuren. e8 verso mit Papierrest, f1 mit kleinem Blattweiser. Das erste weiße Blatt mit vier Rostlöchern durch die Metallbuckel des Einbandes, recto mit altem hs. Inhaltsverzeichnis des Sammelbandes sowie modernem Exlibris. Verso zeitgenössischer kurzer Eintrag "Tilmannus prior...".
II. Hain 2109; GW 2899; nicht im BMC u. bei Goff. - Sehr selten. Nach GW nur fünf weitere Exemplare/Fragmente in öffentlichen Einrichtungen bekannt. Schlicht eingemalte Anfangsinitiale mit Rot verwischt. Erstes Blatt mit kleinem Randausriss.
III. Hain-C. 2078; GW 2931; BMC I, 310; Goff A-1299. - Fast ebenso seltener Kölner Druck. - Alte hs. Foliierung im unteren Rand, wenige Bll. mit minimalem Wurmloch im weißen Rand, erstes Blatt mit kleinem Randausriss. Die beiden Augustinusdrucke sehr breitrandig.
IV. Sehr sorgfältig ausgeführte Handschrift, möglicherweise, wie die eingebundenen Drucke, aus Köln stammend. Isidor von Sevilla gehörte zu den meistgelesensten Autoren des Mittelalters, seine Werke hatten großen Einfluss auf nachfolgende Generationen. - Einige in Rot geschriebene Randanmerkungen angeschnitten, erstes Blatt mit Blattweiser. - Der Sammelband aus der Bibliothek des Franziskanerklosters Maihingen (bis 1803) mit Papierschild auf dem ersten bedruckten Blatt.
Einband: Im Vorderdeckel als Spiegel ein Bifolium aus einem kleinformatigen Psalterium des 12. Jahrhunderts auf Pergament. Karolingische Minuskel in brauner Tinte, Initialen in Rot. - Die beiden sichtbaren Seiten enthalten Psalm 78,1-8 und Psalm 84,5-14. - Am Kopf u. am rechten Rand mit Textverlust angeschnitten.
Im Rückdeckel ein vollständiges Einzelblatt aus einer Pergamenthandschrift des "Syncategoreumata" des Petrus Hispanus. Kleine und abkürzungsreiche Bastarda des 15. Jahrhunderts in brauner Tinte. - Bedeutender Text der Logik des 13. Jahrhunderts. Enthält einen umfangreichen Abschnitt aus Buch 3, die sichtbare Seite beginnt mit "accidentium reperiuntur" und endet bei "talis dispositio". "The third chapter of the 'Syncategoreumata' discusses the exclusive words 'solus' and 'tantum'. They are called exclusives because they carry out an exclusion, not because they signify one" (Stanford Encyclopedia of Philosophy). - Etwas gebräunt, 4 Rostlöcher mit Buchstabenverlust durch die ehemaligen Deckelbeschläge.
A sammelband with three very scarce incunabula and one 15th cent. manuscript, the first a allegorical work on wine, the only incunable edition, bound with two works by Augustinus, all printed at Cologne. - To the first work some thumbing, some old annotations and underlinings, browning and minor worming to inner margin of first leaves, remnants of old paper on e8 verso. Old manuscript index, four rust holes and recent bookplate to first blank. - The two works by Augustinus rubricated, some initials supplied in red, minor marginal worming, small marginal defect to the first leaf of the second work. - Bound in contemporary blindstamped pigskin over wooden boards, one clasp, vellum pastedowns from a 12th century psalter and a 15th century manuscript by Peter of Spain (see above); rubbed, brass bosses removed, two works removed at end of the volume, rear inner hinge cracked. From the Franciscan monastery of Maihingen with paper label on first printed leaf.
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Los 114
Ulmer, Fraternitas cleri
Ulmer, U. Fraternitas cleri. (Ulm, Johann Zainer), um 1480. Kl.-fol. (29:21 cm). Mit in Rot und Grün eingemalter Ranke sowie etlichen in Rot eingemalten Lombarden. 87 nn. Bll. (o.d.l.w.). Mod. Maroquinband im Stil d. Zt., mod. Lwd.-Kassette.
Hain-C. 16083; GW M 48846; BMC II, 529; Goff U-57. - Erste Ausgabe dieses Werks über den Klerus und dessen moralische Ideale. In der schönen Antiquatype Zainers gedruckt. Eine weitere Ausgabe erschien zwischen 1481-83 in Straßburg bei Jacob Eber. - Leicht stockfleckig, erste Bll. auch leicht gebräunt, im ersten Drittel kl. Wurmgang im weißen Unterrand. Das 1. Bl. mit restaurierten Randläsuren (3 Ausrisse, 1 kl. Einriss), Bl. 5 mit  rep. Randeinriss bis an den Text, am Schluss 6 Bll. mit ergänztem Ausriss der Unterecke und das letzte auch mit 3 hinterlegten Löchlein mittig im Text. Das 1. Bl. recto mit Bleistiftanm., das letzte verso leicht angeschmutzt. Mit einigen Marginalien von alter Hand und einzelnen Handhinweisen.
First edition. - Slight foxing, some browning to first leaves, and some soiling to verso of final leaf. Small wormhole to lower margin in places. Restored marginal tears to first and 5th leaf, restored lower corner to final 6 leaves, also 3 small holes to final one restored. Pencil note to recto of first leaf. Some marginalia. Lacking final blank. Recent morocco bound to style, cloth case.
 
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Drucke des 16. Jahrhunderts

Los 115
Adelphus, Barbarossa
Adelphus (Mülich), J. Barbarossa. Ein Schöne Unnd warhaffte beschreibung des Lebens unnd der geschichten Keyser Friderichs des ersten, genant Barbarossa. Erstmals in latin versamlet... yetzund in Teütsche sprach verdolmetscht und von newem wider getruckt. Straßburg, B. Grüninger, 1535. Fol. (29,5:21 cm). Mit großem Titelholzschnitt u. 21 meist halbseitigen Textholzschnitten. 65 (recte 63) num., 1 nn. Bll. Pp. d. 20. Jh., Ecken u. Kanten bestoßen, Rücken teilw. berieben.
VD 16, A 218; Goed. I, 443, 19c; Gotzkowsky I, 397, 3; Muller 391, 3; vgl. Fairfax Murray 7 u. Muther 1452. - Dritte Ausgabe des schönen Holzschnitt- und Historienbuches, mit den Illustrationen der Erstausgabe von 1520. Die vom Straßburger Humanisten verfasste Biographie des Staufenkaisers ist nicht zu verwechseln mit dem erstmals 1519 erschienenen anonymen Volksbuch, das Adelphus in seine Lebensbeschreibung einarbeitete. Die schönen Holzschnitte, teils aus älteren Werken übernommen, teils eigens für den "Barbarossa" geschaffen, zeigen Szenen aus dem Leben Barbarossas, Schlachtendarstellungen u. Belagerungsmaschinen. Besonders bemerkenswert die fast blattgr. Ansicht Venedigs aus ungewöhnlicher Perspektive, mit großem Segelschiff im Hintergrund (Bl. J2 verso, Abb. bei Murray). - Etwas gebräunt u. fleckig bzw. fingerfleckig. Titel mit Namenszug "Dr. Puhlmann" des 19. Jh., Vorsatz mit Kaufvermerk von 1905 "... aus der Bibliothek des verstorbenen Professor Adolf von Menzel... gekauft". Innendeckel mit späteren Exlibris.
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Los 116
Alunno, Ricchezze della lingua volgare. Aldus
Aldinen. - Alunno, F. Le ricchezze della lingua volgare sopra il Boccaccio. Novamente ristampate, et con diligenza ricorrette, et molto ampliate dallo. Venedig, Aldus, 1551. Fol. (30,5:20,5 cm). Mit Porträt-Holzschnitt auf dem Titel u. Druckerm. am Schluss. 220 num. Bll. Hldr. um 1900, etwas berieben.
IA 104.194; Adams A 853; Mortimer 18; Renouard 151, 7; Aldinenslg. SB Berlin 689. - Zweite Aldus-Ausgabe des mehrfach gedruckten italien. Wörterbuches zu Boccaccio. Auf dem Titel das schöne Porträt des Autors. - Vereinzelt etwas fleckig bzw. stockfleckig. Exlibris Guelfo Sitta.
Second Aldine edition. - Some foxing or staining in places. Bound in half-calf around 1900, somewhat rubbed. Bookplate Guelfo Sitta
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Los 117
Ambrosius, De virginitate. Aldus
Aldinen. - Ambrosius, S., S. E. Hieronymus & A. Augustinus. De virginitate opuscula. Rom, P. Manutius, 1562. 4to (21,5:16 cm). Mit Druckerm. auf dem Titel. 109 num., 7 nn. Bll. Flex. Prgt. d. Zt.; Rücken restauriert, Buchblock neu eingehängt, ohne Schließbänder.
IA 104.682; Adams A 950; Renouard 186, 7; Aldinenslg. SB Berlin 994. - Einzige Aldus-Ausgabe. - Teilw. etwas gebräunt, Titel mit Besitzvermerk eines Jesuitenkollegs. Provenienz: Hartung & Karl 37 (1982), Nr. 123.
Only Aldine edition. With Aldine anchor and dolphin device on title. - Some occasional browning, Jesuit ownership-incscription to title. Contemporary limp vellum, spine restored, rehinged, ties lacking.
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Los 118
Oppianus, De piscibus. Aldus
Aldinen. - Oppianus. Alieutikon biblia pente. Kynegetikon biblia tessara (graece)... De piscibus Laurentio Lippio interprete libri V. Venedig, Aldus Erben, 1517. (16,5:10 cm). Mit 2 Druckerm. 166 num., 2 nn. Bll. (Bl. 103 u. 104 w.). Blindgepr. Maroquin im Stil d. Zt.
Adams O 200; Renouard 81, 9; Aldinenslg. SB Berlin 285; Schweiger I, 17; Schwerdt II, 50; Souhart 358; Westwood-S. 163. - Erste Aldus-Ausgabe. Enthält die editio princeps von "De venatione" sowie "De piscibus" im griechischen Original und in der lateinischen Übertragung von Laurentius Lippius. "His poems on hunting and fishing are very beautiful and interesting from the point of view of natural history" (Schwerdt). - Vereinzelt etwas fleckig, viele saubere zeitgenössische Anmerkungen in griechischer Sprache, besonders zu "De venatione". Titel mit Stempel u. klösterlichem Besitzvermerk (dat. 1706), neueres Exlibris im Innendeckel.
First Aldine edition of ' De piscibus' and editio princeps of 'De venatione'. With Aldine device on title and verso of last leaf. - Some occasional spotting, several neat contemporary annotations in Greek. Title with conventual ownership inscription and stamp, recent bookplate. Recent blindstamped brown morocco.
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Los 119
Rare Aldine Counterfeit Edition
Philostratus, De vita Apollonii Tyanei
Aldinen. - Philostratus, F. De vita Apollonii Tyanei scriptor luculentus a Philippo Beroaldo castigatus. (Lyon, B. de Gabiano, um 1504). (17:11 cm). 210 nn. Bll. (d.l.w.). Blindgepr. Ldr. d. Zt., durch Wurmfraß stark beschädigt, Rücken u. Schließbänder fehlen.
Baudrier VII, 15; Renouard 307, 16; Aldinenslg. SB Berlin 145; Schweiger I, 231; nicht bei Adams - Bereits von Schweiger als "sehr selten" bezeichnet. Ganz im Stil einer Aldine gedruckt, jedoch kein Nachdruck einer Aldus-Ausgabe, sondern der 1501 in Bologna erschienenen Übersetzung des Alemannus Rinuccinus in der Bearbeitung von Beroaldus. - Vereinzelt gering fleckig, einzelne Wurmstiche, zahlr. alte Marginalien, wenige Tintenwischer, Titel mit Monogramm "V.Z." (geringer Tintenfraß).
Very rare Aldine counterfeit edition. - Occasional slight spotting, a few tiny wormholes, numerous old manuscript marginalia and notes, title-leaf with monogram (minor ink corrosion). Contemp. calf tooled in blind, severely worn and wormed, spine and ties missing.
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Los 120
Tasso, Rinaldo innamorato. Aldus
Aldinen. - Tasso, T. Rinaldo innamorato. Venedig, Aldus, 1583. 12mo (13,5:7,5 cm). Mit Druckerm. auf dem Titel u. 12 Textholzschn. 276 S., 18 Bll. Kart. d. 18. Jh.; Rücken etwas gebräunt, hint. Gelenk geplatzt.
Adams T 256; Renouard 233, 7; Aldinenslg. SB Berlin 1340 (in Krakau); BN, Tasso 6. - Teilstück der seltenen zweibändigen Auswahlausgabe bei Aldus. "On en disposa les différentes partis de manière à povoir aussi les vendre séparément" (Renouard). - Teilw. etwas fleckig bzw. wasserandig, Titel mit Besitzvermerk u. aufgezogen.
Part of the rare two-volume edition of Tasso's Works, also intended to be sold separately (cf. Renouard). With Aldine device on title and 12 woodcuts in text. - Some spotting and marginal dampstaining, title with ownership-inscription and backed. 18th century wrappers, spine browned, rear joint cracked.
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Los 121
Appianus, Romanarum historiarum
Appianus Alexandrinus. Romanarum historiarum, de bellis Punicis, Syriacis, Parthicis, Mithridaticis, civilibus, Gallicis liber, omnia per S. Gelenium Latine reddita. De bellis Hispanicis liber, C. Secundo Curione translatore. De bellis Illyricis liber, P. Candido interprete. Basel, H. Froben & N. Episcopius, 1554. Fol. (32:21 cm). 8 Bll., 506 S., 1 w., 22 nn. Bll. Brauner Kalbldr. d. Zt. mit goldgeprägtem Wappensupralibos von Julius von Thüngen auf beiden Deckeln, datiert 1558, punzierter Goldschnitt; berieben, Rücken an Kopf u. Fuß bestoßen, Gelenke eingerissen.
VD 16, A 3164; IA 106.567; Adams A 1347. - Erste Ausgabe in dieser Zusammenstellung (lateinische Gesamtausgabe). "Hier erscheint zum ersten Mal wieder eine Übersetzung, die auf den griechischen Text zurückgeht, aus der Feder des jahrzehntelangen Mitarbeiters der Officina Frobeniana, des Prager Humanisten Sigismund Gelenius (1494-1554). Sie ist sein letztes Werk, durch seinen plötzlichen Tod abgebrochen, das Fehlende teils aus der alten Übersetzung des Candidus, teils vom Basler Herausgeber Celio Secondo Curione selber ergänzt" (Hieronymus, GG 266). - Regliert, vereinzelt gering fleckig, letzte Bll. mit kleinerem Wasserrand im oberen Bund. Titel etwas fingerfleckig, mit zwei Besitzvermerken des 19. Jh., drei hinterlegten Namensausschnitten, hs. Nummerierung im oberen Rand u. späterem Namensstempel. - Zum Einband siehe Goldschmidt, Gothic and Renaissance Bookbindings 218 (identischer Einband).
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Los 122
Ariosto, Orlando furioso 1580
Ariosto, L. Orlando furioso. Tutto ricoretto, & di nuove figure adornato. Con le annotationi, gli avertimenti, & le dichiarationi di Ieronimo Ruscelli. Di nuovo aggiuntovi li cinque canti. 2 Tle. in 1 Bd. Venedig, Heredi di V. Valgrisi, 1580. 4to (25,5:19,5 cm). Mit 2 Holzschn.-Druckerm., Holzschn.-Titelbord., 51 ganzs. Holzschn. sowie zahlr. kl. Holzschn. im Text. Regliert. 8 Bll., 654 S., 16 Bll. (o.d.l.w.). Ldr. d. frühen 17. Jh.; etwas beschabt u. berieben, fachmännisch restauriert, Rücken unter Verwendung des alten Deckelschildes im Stil d. Zt. erneuert, neue Vorsätze.
IA 107.552; Adams A 1676; Agnelli-Ravegnani I, 151. - Erste Quartausgabe bei den Erben Valgrisis. Enthält die blattgroßen, von prächtigen Bordüren umgebenen Holzschnitte, die Valgrisi erstmalig für seine Ausgabe von 1556 benutzte und die noch bis Anfang des 17. Jahrhunderts Verwendung fanden. - Leicht gebräunt u. gelegentlich etwas fleckig, Titel aufgezogen, S. 401/02 mit kl. Papierfehler (geringer Bild- u. Buchstabenverlust), S. 467/68 mit alter Randreparatur.
With 51 full-page woodcuts. Ruled in red. - Some light browning and occasional staining, title-leaf backed with paper, small hole to pp. 401/02 with loss of a few letters and minor loss of image, old marginal repair to pp. 467/68. Early 17th cent. calf, somewhat rubbed, skilfully restored, spine and endpapers renewed.
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Los 123
Aristoteles, Dialectica + Beibd.
Aristoteles. Dialectica: cum quinque vocibus Porphyrii Phenicis: Argyropilo traductore: a Joanne Eckio explanatione declarata. 2 Tle. Augsburg, Miller, 1516-1517. Fol. (32:23 cm). Mit Titelholzschn. von Hans Burgkmair u. einigen Holzschnittfiguren im Text. XCII; CLXXXIX num., 1 nn. Bl. - Vorgebunden: J. Eck. In summulas Petri Hispani extemporaria et succincta explanatio. Augsburg, Miller, 1516. Fol. Mit Titelholzschn. von Hans Burgkmair u. kl. Schlussholzschnitt. CX (st. CXI) num., 4 (d.l.w.) nn. Bll. (ohne das weiße Bl. T4). Holzdeckelbd. d. Zt. mit Schweinsldr.-Rücken, stärker berieben, Schließenreste, Rücken am Fuß restauriert
I. VD 16, A 3530; IA 107.830; Metzler 10. - II. VD 16, J 671 (unter Johannes XXI., Papst); IA 158.656; Adams E 57 (ohne die 4 Schlussbll.); Metzler 7. - Erste Ausgaben von Ecks Kommentaren zu Aristoteles u. Petrus Hispanus. "Ähnlich versucht er in den auf Befehl der bayer. Herzöge 1516-20 herausgegebenen Kommentaren zu den Hauptwerken des Aristoteles und der Logik des Petrus Hispanus, die den Unterricht in Ingolstadt auf eine neue Grundlage stellen sollten, einen Mittelweg zwischen der via antiqua und der via moderna einzuhalten" (NDB IV, 273). Der in beiden Werken abgedruckte Titelholzschn. von Hans Burgkmair (Hollstein V, 798) zeigt den Reichsadler mit den Wappen der drei Universitätsstädte Ingolstadt, Freiburg u. Tübingen sowie den Gründungsjahren der Universitäten. - Insgesamt teilw. fleckig, stellenw. alte Anmerkungen u. Unterstreichungen, vereinzelt Randreparaturen. II. fast durchgehehend wasserrandig, I. nur vereinzelt im Rand. Es fehlt Bl. 101 in II., vorderer Vorsatz mit Besitzvermerken.
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Los 124
Aristoteles, De anima libri tres / 3 Bde.
Aristoteles. Peri psyches biblia tria (graece). De anima libri tres, Graece et Latine, Iul. Pacio interprete. Accesserunt eiusdem Pacii in eosdem libros commentarius analyticus. Frankfurt, A. Wechels Erben, C. Marne & J. Aubry, 1596. (17,5:11,5 cm). 441 S. Prgt. d. Zt., etwas fleckig. - Dazu: Ders. Rhetoricorum libri III. Straßburg, T. Rihel, 1570. (17:12 cm). 2 (st. 8; zweites weiß) nn., 429 num., 3 nn. Bll. Blindgeprägter Schweinsldr. d. Zt. über Holzdeckeln, berieben, Kanten bestoßen, Schließenreste, vorderes Innengelenk eingerissen. - Ders. Peripateticorum principis, naturalis auscultationis Libri VIII. Iul. Pacius A Beriga cum Graecis tam excusis quam scriptis codicibus accurate contulit. Hanau, Wechel, C. de Marne u. J. Aubry Erben, 1608. (17,5:11,5 cm). 4 Bll., 992 S. Prgt. d. Zt., fleckig.
I. VD 16, A 3325. IA 108.742; Schweiger I, 51. - Teilw. griechisch-lateinischer Paralleltext. - Etwas gebräunt u. vereinzelt stockfleckig. Vereinzelt umfangreiche An- und Unterstreichungen sowie Anmerkungen, wenige kl. Randläsuren. Innendeckelbezüge vom Einband gelöst u. mit Amerkungen. - II. VD 16, A 3346; IA 108.558. - Teilw. griechisch-lateinischer Text. - Etwas fleckig bzw. fingerfleckig. Vereinzelt  An- u. Unterstreichungen, einige umfangreich, vereinzelte Streichungen. - III. VD 17 12:632512N. - Variante mit 4 Bll. Vorstücken. Teilw. griechisch-lateinischer Text. - Gebräunt, vereinzelte Wurmspuren u. Unterstreichungen. - Zus. 3 Bde.
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Los 125
Autores historiae ecclesiasticae
Autores historiae ecclesiasticae. (Ed. Beatus Rhenanus). Basel, Froben, 1523. Fol. (32:21 cm). Mit 1 Holzschnittbordüre von Urs Graf, zahlr. figürlichen Initialen u. 2 Holzschn.-Druckermarken. 6 Bll., 636 S., 30 Bll. Blindgepr. Schweinsldr. über Holzdeckeln, wurmstichig, berieben, etwas fleckig, Vorderdeckel mit Nummernschildchen, ohne Schließen.
VD 16, E 4273; IA 166.214; Adams E 1090; Hieronymus, Griech. Geist 409 (ausf.). - Erste Ausgabe. Von Beatus Rhenanus besorgte Sammlung von Kirchenhistorikern, darunter Eusebius, Ruffinus u. Nicephorus. Teilw. griechischer Druck. - Etwas gebräunt, stellenw. finger- oder braunfleckig, durchgängig wurmstichig, tls. mit sauberen Unterstreichungen und Anmerkungen von alter Hand, Titel u. Innendeckel mit altem Besitzvermerk.
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Los 126
Betussi, Il Raverta
Betussi, G. Il Raverta. Dialogo nel quale si ragiona d'amore, et de gli effetti suoi. Venedig, G. Giolito de' Ferrari, 1545. (16:10,5 cm). Mit 2 Druckermarken. 202 S., 1 Bl. Flex. Pgt. d. Zt., vereinzelte Flecken.
EDIT 16, CNCE 5671; IA 118.263. - Zweite Ausgabe, erstmals 1544 erschienen. - Stellenweise etwas feuchtigkeitsrandig, Titel mit kleinem hs. Monogramm.
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Los 127
Beza, Jesu Chrsti novum testamentum
Beza, T. de. Iesu Christi domini nostri novum testamentum, sive novum foedus. Cuius Graeco contextui respondent interpretationes duae; una, vetus: altera, diligenter ab eo recognita. Eiusdem annotationes. (Genf), H. Stephanus, 1589. Fol. (34,5:22 cm). Mit Titelholzschnitt. 6 Bll., 555 S., 8 Bll., 519 S., 12 Bll. Alter Hldr., stark berieben u. bestoßen, Rücken mit mehreren kleinen Fehlstellen.
Moeckli 125; nicht im IA. - Vierte Ausgabe. - Teilw. etwas wasserrandig im Außensteg; letzte Bll. mit hinterlegten Ausrissen u. Textverlust; Titel im Falz mit kleiner Wurmspur u. minimalen Einrissen.
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Los 128
Biblia graeca. Basel 1545
Biblia graeca. - Tes theias graphes, palaias delade kai neas hapanta (graece). Divinae scripturae, veteris ac novi testamenti, omnia. Basel, J. Herwagen (d. Ä.), 1545. Fol. (34,5:21 cm). Mit wiederh. Druckermarke sowie figürl. Holzschnitt- Initialen und -Vignetten. 2 (statt 4) Bll., 969 S. (S. 775/6 weiß), 3 Bll. Späterer defekter Kalbldr., Vorderschnitt hs. betitelt, ober- und unterhalb gr. Wappendarstellung in brauner Tinte.
VD 16, B 2576; Adams B 978; Bibelslg. Württ. LB, C 48; Darlow-M. 4614; Hieronymus, Griech. Geist 382. - Vollständige griechische Bibel mit dem vierten Druck der griechischen Übersetzung des alten Testaments. "Melanchthons und Herwagens Ausgabe ist nicht ohne Wirkung geblieben: 1597 ist sie in Frankfurt am Main nachgedruckt worden, vor allem aber hat sie 1579 ff. die Grundlage der reformierten böhmischen Übersetzung der Bibel gebildet, der Kralitzer Bibel" (Hieronymus). - Gering fleckig, ganz vereinzelt kl. Randläsuren. Wenige S. mit Randnotizen in griech. Sprache, S. 40, 450 und 676-86 ausführlich annotiert. Titel mit hs. Besitzvermerk und Bibl.-Schild der Markgrafen von Astorga. Fehlen wie oft die 2 Bll. mit Melanchthons Vorwort.
Basle edition of 1545, Greek text. - Minor spotting, a few small marginal defects. Some annotations, occasionally intensive. Old ownership-inscription to title, and small bookplate of the Dukes of Astorga. Lacking the 2 leaves with Melanchthon's preface. Bound in old calf, defect; with fore-edge drawing (2 coats of arms) and in between mss.-title in brown ink.
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Los 129
Biblia graeca, Psalterion. Antwerpen 1533
Biblia graeca. - Psalterion prophetu kai basileos tou Dabid (graece). Antwerpen, J. Grapheus, 1533. 16mo (9,5:7 cm). 247 S., 14 Bll. Ldr. d. 17. Jh. mit Rvg. u. Rsch.; berieben, Ecken u. Kanten u. etwas bestoßen, Rücken an den Kapitalen abgestoßen
Nijhoff-K. 325; Darlow-M. 4606; nicht bei Adams u. im Kat. d. Bibelslg. Württ. LB. - Sehr seltenes griechisches Psalterium, enthält den Text der Septuaginta mit einem Vorwort von Johannes Lonicer. Bis auf den Druckvermerk u. den lat.-griech. Index ganz in griechischen Typen gedruckt. Grapheus folgt der Ausgabe von W. Köpfel (Straßburg 1524 und 1528). - Gering gebräunt, zu Beginn u. gegen Ende etwas wasserrandig, 4 Bll. unten etwas kürzer beschnitten, ohne die beiden w. Schlussbll. Besitzvermerk auf einem leeren Vorsatzblatt, vereinzelt alte Anmerkungen in Tinte.
Very rare Greek Psalterion. - Minor browning, light dampstaining at ends, 4 leaves cut short at lower margin, without the 2 final blanks. With ownership inscription on a blank leaf following the free front endpaper, scattered early ink marginalia. 17th cent calf, spine gilt, somewhat rubbed, some wear to extremities.
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Los 130
Biblia latina. Paris 1551
Biblia latina. - Biblia sancta, vetus testamentum novumque, unius eiusdemque authoris dei opt. max. complexa. Paris, Y. Bonhomme, 1551. (19,5:12,5 cm). Mit 2 Holzschnitt-Titelbordüren, 2 Druckermarken von T. Kerver u. zahlr. Textholzschnitten. 8 nn., 480 num., 112 nn., 136 num. Bll. Späterer Pp. mit hs. Rückentitel in roter Tinte, berieben, Gelenke leicht angeplatzt.
Bibelslg. Württ. LB, D, 608; BM, STC French 54. - Hübsch illustrierte Ausgabe. - Gebräunt; stellenw. etwas fingerfleckig; teilw. mit Anstreichungen im Text; vereinzelte kleine Wasserränder; Titel mit kleinem Löchlein; Titel u. Folgebl. im Falz verstärkt u. mit privatem Stempel; Bl. 9 verso mit Braunfleck; Teil 2 ab Bl. 235 etwas gelockert; Vorsatz mit mehreren Exlibris, darunter William Haerens; 1 Exlibris hs. gezeichnet u. farbig angemalt von Gérard Empain, hint. Vorsatz mit einer hs. Liste von Personen aus der Familie Empain in Buntstift.
Browned; partly some thumbing; minor waterstaining in places; partly red underlinings to text; private stamp to title and 1 leaf; many bookplates and old ms. notes to endpapers. Later boards, rubbed, joints slightly split.
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Los 131
Biblia latina NT. Basel 1570
Biblia latina. - Testamentum novum ex Des. Erasmi Rot. versione, ac postrema eiusdem recognitione. 2 Tle. in 1 Bd. Basel, T. Guarin, 1570. 12mo (13:9 cm). Mit 2 Druckerm. 16 nn., 245 num.; 3 nn. (d.e.w.); 207 num., 1 nn. Bll. Schweinsldr. d. Zt. über Holzdeckeln; bestoßen u. berieben, Deckel angebrochen, Schließen fehlen.
VD 16, ZV 20432 (nicht in München); Bibelslg. Württ. LB, D 796; vander Haeghen II, 63; nicht bei Darlow-M. - Seltene Taschenausgabe des Neuen Testaments in der lateinischen Bearbeitung des Erasmus v. Rotterdam. - Gering gebräunt, stellenw. schwach wasserrandig oder fleckig. Titel mit gelöschtem Bibl.-Stempel, hint. freies Vorsatz mit Namenszug "A. Kragl".
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Los 132
Boccaccio, Amorosa
Boccaccio, G. Amorosa visione di nuovo ridotta in luce, nella quale si contengono cinque trionfi. Venedig, G. Giolito, 1558 (in fine: 1549). (15,5:10 cm). Mit 2 Holzschnitt-Druckerm. 78 num. Bll. Flex. Prgt. d. Zt., gereinigt.
EDIT 16, CNCE 6344; IA 120.357; Gamba 224. - Dritte Ausgabe, erschien zuerst 1521 und dann 1549 erstmalig bei Giolito. Gegenüber der letzteren ist vorliegende Ausgabe nur leicht verändert (vgl. Gamba, ausführl.). - Im Bereich der oberen Ecke durchgehend etwas feuchtigkeitsrandig, erste Bll. mit geringen Randläsuren, Vorsatz beschrieben.
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Los 133
Boccaccio, Geneologia de gli dei
Boccaccio, G. Geneologia de gli dei. I quindici libri sopra la origine, et discendenza di tutti gli dei de' gentili. Tradotti et adornati per G. Betussi. Venedig, al Segno del Diamante (Comin da Trino), 1554. 4to (20,5:15,5 cm). Mit Holzschnitt-Titelbordüre, 1 blattgr. Stammbaum-Holzschnitt u. mehreren figürlichen Initialen. 8 nn., 263 num., 17 nn. Bll. Hprgt. d. 20. Jh., Kanten etwas bestoßen.
EDIT 16, CNCE 6335; IA 120.342. - Seltene Ausgabe dieser Übersetzung. - Teilw. stockfleckig u. etwas gebräunt.
Scarce edition. - Some foxing and browning. Bound in 20th cent. half vellum, extremities slightly worn.
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Los 134
Bonaventura, Parva opuscula. 2 Bde.
Bonaventura, S. Parva opuscula. 2 Bde. Venedig, J. de Leuco für L. A. Giunta, 2. Mai 1504. Fol. (31,5:22 cm). Mit 5 (4 gleichen) ganzs. Textholzschnitten u. 1 Druckermarke. 20 nn., CCXXI num., 1 nn.; 16 nn., CCXXXIII num. Bll., 1 w. Bl. Flex. Prgt. d. Zt. mit hs. Rückentitel, stärker fleckig und mit Läsuren, neu aufgebunden und eingehängt sowie Vorsätze erneuert, fehlen die jeweils 8 Bänder.
EDIT 16, CNCE 6870; IA 121.714; Sander 1170; Essling 1425; nicht bei Adams. - Postinkunabel der Kleinen Schriften des großen Kirchenlehrers. Illustriert mit einem großen Arbor consanguinitatis aus der Wurzel Jesse mit Kruzifix (jeweils auf der Titelrückseite sowie auf Bl. +++6 verso in Bd. 1 und Bl. CCXXI verso in Bd. 2) und einem Konfessionsseraphim. - Einzelne Bll. gebräunt, teilw. etwas fleckig bzw. wasserrandig, wenige kl. Läsuren, die ersten 2 Bll. in Bd. 1 mit kl. Loch im w. Seitenrand bzw. im Textrand (mit minimalem Buchstabenverlust), in Bd. 2 Bll. CCXII/CCXIII fast lose. Vereinzelt ältere Marginalien und Unterstreichungen. Titel von Bd. 2 u.a. mit hs. Besitzvermerk von Franciscus Jannoctius de Capranico, Franziskaner und Doktor der Theologie.
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Los 135
Brant, Narren Speel-schuyt
Brant, S. Aff-ghebeelde Narren Speel-schuyt, vereiert met meer als hondert schoone figueren. Beschreben int Latijn ende Hooch-Duytsch. Getrouwelick obergheset in onse Nederduytsche sprake door A. B. Leiden, H. van Haestens, 1610. Kl.-4to (16,5:13 cm). Mit gest. Titelvignette, ganzs. gest. Porträt und 105 gr. Textholzschnitten. 4 nn., 109 (recte 110) num., 3 nn. Bll. Alter Prgt., mit kl. Wurmspuren, neu aufgebunden.
Goed. I, 387, 7. - Nach Goedeke vierte niederländische Ausgabe der bekannten Moralsatire, mit eindrucksvollen Holzschnitten, teils den frühen Ausgaben nachempfunden. "'The Ship of Fools' was the first original work by a German which passed into world literature... Brant's book played an important part in European literature, and helped to blaze the trail that leads from medieval allegory to modern satire, drama and the novel of character" (PMM 37). - Etwas fleckig, streckenweise auch etwas gebräunt und gegen Ende in den Rändern etwas wasserfleckig. Der im Bund ausgerissene Titel ganz verstärkt und wieder eingehängt, bei dem Porträt Ränder mit kl. Läsuren rundum überklebt, bei dem Holzschnitt auf Bl. 48 verso die Einfassung links geringfügig angeschnitten, Bl. 68 mit kl. rep. Randeinriss.
Rare Dutch translation of the famous "ship of fools", according to Goedeke 4th Dutch edition. With engraved ship of fools vignette, engraved portrait, and 105 woodcut illustrations. - Somewhat browned and stained, at end some marginal waterstaining. Title laid down, portrait reinforced at margins, 1 woodcut slightly shaved at left, small repaired tear to l. 68. Old vellum, rebound, some tiny wormholes.
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Los 136
Britannus, Agriculturae encomium
Britannus (Breton), R. Agriculturae encomium. Paris, C. Wechel, 1539. 4to (22:16 cm). Mit Druckermarke auf dem Titel. 36 nn. Bll. Mod. Pp., berieben und bestoßen, Bezug an den Gelenken sowie beiden Enden des Rückens abgeschabt.
Adams B 2859; IA 125.156. - Erste Ausgabe der kleinen Schrift des aus Arras stammenden Humanisten. - Ränder etwas wasserfleckig, Titel leicht gebräunt und etwas stärker fleckig sowie verso mit hs. Besitzvermerk, Innendeckel mit Stempel.
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Los 137
(Cassianus Bassus), Der Feldbaw
(Cassianus Bassus). Der Feldbaw, oder das Buch von der Feldarbeyt. Vor tausent Jaren von dem Christlichen Keyser Constantino IIII. inn Griechischer Spraach beschriben unnd durch D. Michael Herren verdolmetscht. Jetzund von newem widerumb uberlesen, gemehret und gebessert. Straßburg, T. Rihel, um 1560. (16:10 cm). Mit Druckermarke und 1 Textholzschnitt. 215 num.,  9 (statt 11) nn. Bll. Späterer Pp., bestoßen und etwas berieben, Rücken etwas verblasst und am Kopf überklebt.
VD 16, ZV 21129; IA 133.189; nicht bei Muller. - Seltene frühe deutsche Ausgabe eines der frühesten landwirtschaftlichen Handbücher in deutscher Sprache, Variante mit Druckort "Straßburg" (nicht "Straszburg") auf dem Titel. Es handelt sich um eine stark erweiterte und modernisierte Übersetzung der "Geoponiká", einer von Cassianus Bassus Scholasticus im 10. Jh. unter dem byzantin. Kaiser Konstantin VII. zusammengestellten Sammlung, die in 20 Büchern das gesamte zeitgenössische und ältere Wissen zusammentrug. Cassianus wiederum schöpfte aus der im 3./4. Jh. entstandenen Exzerptensammlung des Vindanios Anatolios (12 Bücher). Dies erklärt die Bemerkung im Titel "vor 1000 Jahren". Behandelt auch ausführlich Rebenanbau und Wein (Schöne unbekannt). Der Holzschnitt auf Bl. 20 zeigt eine schematische, südorientierte Europakarte, umgeben von Windgöttern. - Leicht gebräunt, stellenw. vor allem in den Rändern etwas stockfleckig, obere Außenecke vereinzelt mit leichtem Wasserrand. Vor allem Vorrede und letzte Kapitel mit Unterstreichungen und Anmerkungen. Titel mit hs. Notiz im w. Unterrand. Fehlen die beiden Registerbll. Ee 5/6. Im Innendeckel mit Bibl.-Stempel und Buchhandlungsschildchen.
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Los 138
Cato, Libri de re rustica
Cato, M. P. et alii. Libri de re rustica Catonis, M. T. Varronis, L. J. M. Columellae. Eiusdem de arboribus liber separatus ab aliis. Palladii de duobus dierum generibus. Basel, J. Herwagen (d. Ä.), 1535. 4to (22:16 cm). Mit 2 Druckermarken, einigen Initialen und vereinzelt schemat. Textholzschnitten. 52 nn. Bll., 25 S., Bl. 14-295, 1 nn. Bl. Restaur. Ldr. des 18. Jh. mit Rvg., vor allem Rückdeckel etwas beschabt, Rücken unten mit kl. Wurmgang, das gefestigte Vordergelenk mittig erneut mit kl. Einriss und innen gelockert.
VD 16, L 1578; Adams S 813; Schweiger II, 1306; Simon, Bibl. Gastronomica 317. - Mehrfach aufgelegtes Sammelwerk der wichtigsten landwirtschaftlichen latein. Autoren. - Stellenw. leicht fleckig, anfangs kl. Wurmspuren im w. Unterrand, erste Bll. am oberen Blattrand mit ausgelaufener Schnittfarbe, wenige Bll. (182 ff.) mit Schabstellen bzw. Fehlstellen im Seitenrand, letztes Bl. mit der Druckermarke mit rep. kl. Fehlstelle im Oberrand. Vereinzelt hs. Anm. bzw. Korrekturen im Text in Tinte. Vord. Vorsatz mit hs. Besitzvermerk von 1723 und Regalschild.
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Los 139
Crescentiis, De agricultura
Crescentiis (Crescenzi), P. de. De agricultura, omnibusque plantarum, & animalium generibus, libri XII. in quibus nihil non experientia comprobatum. Basel, H. Petri, 1538. 4to (20:13,5 cm). Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken. 20 Bll. (d.l.w.), 564 (recte 574) S., 1 Bl. Ldr. d. 17. Jh. mit farb. Rsch. und Rückenverg., kl. Schabspuren, Ecken und Kanten etwas bestoßen, Gelenke oben eingerissen und oberes Kapital abgestoßen, vord. Innengelenk etwas gelockert.
VD 16, P 1831; Adams C 2929; IA 146.770; Souhart 120; Simon, Bibl. Bacchia II, 158; vgl. Bagnasco 580. - Lateinische Ausgabe (die erste bei Petri) des landwirtschaftlichen Klassikers. "Relates to the multitudinous problems of husbandry and agriculture incident to the management of a great estate... Includes sections on hunting and fishing, the making of wine, and the diseases of animals, as well as on the cultivation of cereals, trees, and plants" (Stillwell, Science IV, 615). - Stellenw. leicht fleckig und streckenw. leicht gebräunt, wenige kl. Randläsuren (teilw. restauriert), vereinzelt Unterstreichungen. Vorgeb. w. Bl. mit hs. Kollationsvermerk von J. Wright dat. 1723, vord. Vorsatz mit Regalschild und gest. Wappenexlibris von Thomas Hay, Earl of Kinnoull.
Scarce Latin edition. - Slight staining or browning in places, a few marginal defects (partly restored), occasional underlinings. Bound in 17th century calf, spine gilt; somewhat rubbed and worn, tear to upper joints, foot of spine chipped, upper hinge weak. With collation note, book shelf label and engraved armorial bookplate.
 
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Los 140
De Crescentiis, De omnibus agriculturae partibus
Crescentiis (Crescenzi), P. de. De omnibus agriculturae partibus, & de plantarum animaiumq(ue) natura & utilitate lib. XII. Basel, H. Petri, 1548. Fol. (32:21,5 cm). Mit wiederholter Druckermarke, 1 Holzschn.-Bordüre u. 189 Textholzschnitten. 6 Bll., 385 (recte 393) S., 1 Bl. Blindgepr. Schweinsldr. d. Zt., leicht wurmstichig, Rücken alt mit hellem Leder überklebt u. oben u. unten eingerissen.
IA 146.777; VD 16, P 1832; Adams C 2930; Hunt 58; Wimmer 23f. -  Zweite in Basel gedruckte Ausgabe des zu Beginn des 14. Jahrhunderts entstandenen landwirtschaftlichen Klassikers, im Gegensatz zu der von 1538 mit Illustrationen. "Relates to the multitudinous problems of husbandry and agriculture incident to the management of a great estate. Based upon various traditional works on husbandry but written critically, from experience gained on Crescenzi's country place, the Villa d'Olmo near Bologna. Includes sections on hunting and fishing, the making of wine, and the diseases of animals, as well as on the cultivation of cereals, trees, and plants" (Stillwell, Awakening 615 zur Ausgabe 1471). "Sehr gute neue Ill., Pflanzen mit botanischer Genauigkeit, dadurch klare Bestimmung der alten Pflanzennamen möglich" (Wimmer). "The woodcuts of plants are finely cut, delicate and lively" (Hunt). - Etwas gebräunt, vereinzelt etwas fleckig, wenige Bll. mit Wasserfleck in der unteren Außenecke; im Rand meist mit weigen Wurmlöchern, gegen Ende dort zwei Wurmgänge. Titel mit entferntem Eintrag u. Namenszug "Nicolaus Seld.", wohl der aus Augsburg stammende Kanzler des Bischofs von Eichstätt, Nikolaus Seld (vor 1499-1582).
With 2 printer's marks, 1 woodcut border and 188 woodcuts in the text. - Some browning, some staining here and there; some marginal worming. Contemporary blind-tooled pigskin; spine later renewed with leather, tears at head and tail.
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Los 141
Cuspinianus, Außerleßne Chronicka
Cuspinianus (Spießhammer), J. Ein außerleßne Chronicka von C. Julio Cesare dem ersten, biß auff Carolum quinctum diser zeit Rhömischen Keyser, auch von allen Orientischen oder Griechischen und Türckischen Keysern. Vor etlichen jaren zu Latin beschriben, jetzund durch C. Hedion in das Teutsch bracht. Straßburg, K. Müller, 1541. Fol. (33,5:22cm). Mit 1 (von 2) Druckermarke u. 98 schwarzgrundigen Porträtmedaillons in Holzschn. 10 Bll., 638 röm. num. S., 1 Bl., 258 röm. num. S., 2 (statt 3) Bll. Blindgepr. Schweinsldr. d. Zt.; gebräunt und fleckig, wenige Wurmlöcher.
VD 16, C 6480; IA 148.891; vgl. Apponyi 1792 (A. 1560) u. Göllner 679 Anm. - Erste deutsche Ausgabe der mehrfach aufgelegten Chronik der römischen, byzantinischen und deutschen Kaiser, besonders aktuell für die Regierung der Kaiser Maximilian II. und Friedrich III., in deren Dienst der Humanist Cuspinian (1473-1529) stand. Bemerkenswert der Abschnitt "Von dem ursprung und herkommen der Türcken" (S. 133ff. der 2. Paginierung ), "eine übersichtliche Schilderung der Ansichten seiner Zeitgenossen über die Abstammung der Türken, wie eine Geschichte der türkischen Sultane von Othomanus bis Selim" (Göllner). Illustriert mit Heinrich Vogtherrs dekorativer Serie von Porträts der römischen und deutschen Herrscher, die u.a. auch für Hedios Ausgabe der Ursperg-Chronik verwendet wurde. - Stellenw. etwas fleckig; teils auch etwas wasserfleckig, meist nur im Rand, in der letzten Lage stärker; stellenw. mit wenigen Wurmlöchern oder kl. Wurmgang, vereinzelt geringer Buchstabenverlust; Bl. k3 mit Randausriss. Titel mit kl. Randläsuren u. altem Stempel. Ohne das letzte Blatt mit der Druckermarke.
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Los 142
Dionysius Periegetes, De situ orbis u.a.
Dionysius Periegetes. Oikoumenes Periegesis. Aratou Phainomena. Proklou Sphaira. Dionysij orbis descriptio. Arati Astronomicon. Procli sphaera. Cum scholijs Ceporini. Basel, J. Bebel, 1523. (16:10,5 cm). 2 Bll., 135 S., 66 Bll. Mod. Prgt. mit hs. Rückentitel, im Schuber.
VD 16, D 1980; Zinner 1207; Hieronymus, Griech. Geist 34; Schweiger I, 101. - Der erste Druck aus der Werkstatt von Johann Bebel. Griechisch-lateinischer Text. "Während die beiden Gedichte des Dionysius und Arats hier mit neuen exakten Übersetzungen in Prosa erscheinen, folgt der Sphaera im Druck die Übersetzung des Engländers Thomas Linacre aus der Aldina. Herausgeber und Autor neuer Scholien, d.h. Kommentator, ist der Winterthurer Jacob Wiesendanger (Ceporinus, 1499-1525), dessen griechische Grammatik im Juni und erweitert nochmals im Dezember 1522 bei Curio erschienen war" (H.). - Gebräunt, etwas fleckig, vereinzelte Feuchtigkeitsränder, wenige Unterstreichungen. Titel mit Besitzvermerk Balthasar Theobald sowie im Bund und unteren Rand restauriert.
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Los 143
Duret, Thresor de l'histoire des langues
Duret, C. Thresor de l'histoire des langues de cest univers. Contenant les origines, beautez, perfections, decadences, mutations, changements, conversions, & ruines des langues. Seconde ed. Yverdon, Impr. de la Societé Helvetiale Caldoresque, 1619. 4to (24,5:17,5 cm). Mit Druckermarke, 1 Falttabelle und mehreren Textholzschnitten (Schriftzeichen). Ldr. d. Zt., stark beschabt und bestoßen, die gebrochenen Gelenke repariert, ohne die freien Vorsätze, Rücken unten mit Riss.
Goldsmith D 1239; Alden-L. 619/45; Cordier, BJ 275; Pilling, Proof-sheets 1120; Hoefer XV, 457; vgl. Caillet 3444. - Zweite Ausgabe, erstmals 1613 erschienen. Ein Meilenstein der Lingusitik, beschreibt ca. 60 verschiedene Sprachen. "Includes accounts of West Indian & Canadian native languages" (Alden-L. zur EA). "Consacré en grande partie à la Kabbale" (Caillet). - Leicht gebräunt und etwas stockfleckig, Ränder gegen Ende etwas wasserfleckig. Erste 3 Bll. mit bekröntem Prägestempel, im Innendeckel gest. Wappenexlibris der North Library (auf Shirburn Castle der Earls of Macclesfield).
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Los 144
Camerarius, Symbolorum centuria tertia/quarta
Emblemata. - Camerarius, J. Symbolorum et emblematum ex volatilibus et insectis desumtorum centuria tertia (ex aquatilibus et reptilibus desumptorum centuria quarta). 2 in 1 Bd. Nürnberg 1596-1604. 4to (19,5:15,5 cm). Mit 2 gest. Titeln u. 200 Radierungen im Rund. 1 nn., 102 num., 2 nn. Bll. (l.w.); 3 nn., 100 num., 2 nn. Bll. (l.w.). Gold- u. blindgepr. Ldr. d. Zt. über Holzdeckeln mit 2 Schließen, bestoßen, Vergoldung oxydiert.
VD 16, C 569 u. VD 17 23:283568C; Landwehr V, 165 u. vgl. 164. - Dritte und vierte Centurie des vier Teile umfassenden Werks. Fein radierte Embleme, deren Motive überwiegend dem Pflanzen- und Tierreich entnommen sind (hier Vögel, Insekten, Fische und Reptilien). - Stellenw. gebräunt, das nicht nummerierte Bl. am Ende von Tl. 4 mit Läsur durch tlw. gelöschten Eintrag, Titel mit Rasur sowie mit Besitzvermerk Johannes Götz, datiert Einbeck, 30. Mai 1618.
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Los 145
Benno von Meißen
Emser, Divi Bennonis Misnensis
Emser, H. Divi Bennonis Misnensis quondam episcopi vita. Miracula. Et alia quedam non tam Misnensibus quam Germanis omnibus decora. Mit grossem Titelholzschnitt. Leipzig, Lotter, 1512. Fol. (28,5:20 cm). 18 nn. Bll. Hprgt. des 20 Jh.
VD 16, E 1117; IA 160.154. - Seltene erste Ausgabe der Biographie des Bischofs Benno von Meißen. - Teilw. etwas gebräunt bzw. braunrandig. Durchgehende Wurmstiche im Rand und Satzspiegel. Gest. Wappen-Exlibris Eustache Egolf Reichsfreiherr von Westernach (1642-1707), modernes darunter.
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Los 146
Fabricius, Partitiones codicis Hebraei. Beiband
Fabricius, L. Partitiones codicis hebraei, in quibus per quatuor sectiones, quibus biblia hebraea doctoribus divisa, omnia obstrusiora textibus sacris adjecta explicantur. Editio secunda. Wittenberg, C. Berger, 1626. (16:10 cm). 8 Bll. 209 S., 7 Bll. - Beigebunden: C. Helwig. Paradigmata hebraicarum conjugationum & declinationum. Gefaltete Tabelle. (Wittenberg, C. Berger, 1626). (36:48 cm). - Angebunden: T. Erpenius (van Erpen). Grammatica ebraea. (Genf), de Tournes, 1627. 8 Bll., 317 S., 40 Bll. (rückläufig). Manuskriptprgt. d. Zt. unter Verwendung einer deutschen Handschrift wohl des 15. Jahrhunderts, gebräunt u. etwas berieben, vorderes Innengelenk mit Wurmspuren, Außengelenk mit kl. Riss.
I. VD 17 23:273586X; Fürst I, 265. - Erstmals 1610 erschienen. - Gleichmäßig gebräunt, Titel im Oberrand mit Löchlein. - II. Zu der ebenfalls 1626 bei Berger in zweiter Auflage erschienenen "Hebraeae linguae compendiosa institutio", wurde aber offenbar auch einzeln vertrieben. - Gebräunt u. mit kl. Randeinriss. - III. Fürst I, 248 (irrig 1628). - Etwas gebräunt. - Etliche weiße Bände zwischengebunden, diese etwas wasserrandig, 3 mit zeitgenössischen Hebräischübungen. Besitzvermerk von Peter Finck aus Nürnberg, 1641-1664 Pfarrer in Happurg.
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Los 147
Feminarius (pseud.). Weiber Mandat 1630 / 4 Bde.
Feminarius (Pseud.). Weiber Mandat: Darinnen vermeldet wird und angezeigt wird, auff welche Artickel sich die Männer verhalten sollen, bey Peen und Straffe. "VV  Datille" 1630. 4to (18,5:14,5 cm). Mit gr. Titelholzschnitt. 4 Bll. Ungebunden.
Nicht im VD 17 u. bei Hohenemser; vgl. VD 17 12:665059N u. Harms IV, 27 (Einblattdruck von 1640 mit gleichem Pseudonym und ähnlichem Inhalt). - Scherzdekret, das den Frauen das Privileg erteilt, drei Jahre über die Männer zu herrschen. Als vermeintlicher Schutzherr der Weiber gibt sich "Feminarius" aus, "Regent in Waescherey und Plauderberg". - Titelbl. gering knitterfaltig, im oberen Rand gering angeschnitten u. mit Nummerneintrag in Bleistift. - Dazu: 1. (H. Meibom). Post Reuter. Post Nubilia Phoebus. Wolfenbüttel, J. A. v. Söhne, 1607. 4to. 12 Bll. Rückenfalz.  - VD 17 1:067990Q; nicht bei Hohenemser. - Eine von 2 Druckvarianten. Vorankündigung eines im selben Jahr gedruckten dreiteiligen Werkes von Heinrich Meibom, "Historischer Bericht, die... Erbstadt Braunschweig... betreffend" (VD 17 39:127539M). - Gebräunt, Titel mit hs. Eintrag, Deakzessionsstempel verso Titel. - Gebräunt. - 2. Abdruck eines Schreibens von Ihrer Hoheit Prinzen von Uranien an die Herrn General Staaten... Neben umständlicher Erzehlung... was bey Einführ- und Beysetzung der Chur-Printzlichen Leiche in Berlin... vollzogen worden. O.O. 1675. 4to. 4 Bll. Geheftet. - VD 17 12:112432C (nur München); nicht bei Hohenemser. - 4. Die dem Chur-Brandenburgischen Hrn. Abgeordneten von dem zu Arau versambleten Heren Gesandten ertheilte Antwort. O.O. 1675. 4to. 4 Bll. Geheftet. - VD 17 12:000193G (nur München); nicht bei Hohenemser. - Gering braunfleckig. - Zus. 4 Flugschriften.
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Los 148
Figliucci, De la filosofia
Figliucci, F. De la filosofia morale libri dieci. Sopra li dieci libri de l'ethica d'Aristotile. Rom, V. Valgrisi, (1551). 4to (22,5:16 cm). Mit 4 (2 wiederh.) Druckermarken u. 3 Holzschnittdiagrammen. 8 Bll., 504 S., 12 Bll. Späterer Prgt.
EDIT 16, CNCE 18972; Adams F 441; BM, STC Italian 250. - Erste Ausgabe. - Stockfleckig; anfangs mit alten Notizen im Außensteg; letzte Bll. etwas wasserrandig; Vorsatz mit Namenszug.
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Los 149
Nardi, Historie della citta di Fiorenza
Florenz. - Nardi, J. Le historie della citta di Fiorenza. Le quali con tutta quella particolarità che bisogna, contengono quanto dal'anno 1494 fino al tempo del'anno 1531 è successo. Con un catalogo de Gonfalonieri di Giustizia, che hanno seduto nel supremo magistrato della citta di Fiorenza. Nuovamente poste in luce. Lyon, T. Ancelin, 1582. 4to (24:18,5 cm). 4 nn., 232 num., 36 nn. Bll. Flex. Prgt. d. Zt. mit floraler Goldprägung in den Ecken und als Mittelstück; gebräunt, Kanten teilw. bestoßen, teilw. etwas eingerissen, Deckel mit wenigen kleinen Einschnitten. Innengelenke eingerissen. In mod. Lwd.-Kassette.
EDIT 16, CNCE 28689; Adams N 39; Gamba 1531. - Erste Ausgabe dieser Geschichte der Stadt Florenz, die Machiavellis Geschichte fortsetzt und im Jahre 1494 beginnt. Der Herausgeber Francesco Guintini fügte eine kurze Geschichte sowie ein Gedicht auf Lyon hinzu. - Regliert. Etwas gebräunt, erste u. letzte Bll. teilw. fingerfleckig, untere Ecken der letzten Bll. geknickt. Lage c im unteren Rand unbeschnitten u. hier etwas kleiner.
First edition of an important source of Florentine history, covering the years from 1494 to 1531. - Ruled. Some browning, thumbing to first and last leaves, some creasing to last leaves. Lower margin of gathering c uncut and smaller. Bound in contemporary limp vellum gilt, browned and somewhat worn, few small cuts, inner hinges cracked. Recent cloth box.
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Los 150
Freher, Originum Palatinarum
Freher, M. Originum Palatinarum commentarius. De gentis & dignitatis eius primordiis; tum Heidelbergae & vicini tractus antiquitate. Et appendix, quo Hub. Thomae Leodii commentatio, aliaque eiusdem argumenti continentur. 2 Tle. in 1 Bd. Heidelberg, Commelinus, 1599. 4to (20,5:15,5 cm). Mit 2 kl. Wappenholzschnitten auf den Titeln u. 5 Textholzschnitten. 4 Bll., 114 S., 1 Bl.; 2 Bll., 77 S., 1 Bl. - Angebunden: (Ders.). Assertio propriae gubernationis Friderici quarti comitis Palatini. Duabus orationibus in XIX. eius principis natalem comprehensa. Adiecta Sigismundi Imp. Aug. Bulla integra. Ed. II. Heidelberg, (Commelinus), 1593. 4to. Mit kl. Wappenholzschnitt auf dem Titel. 69 S., 5 & 8 Bll. Flex. Prgt. d. Zt., Rücken etwas angeschmutzt.
I. VD 16, F 2528; Adams F 1001; Port, Commelinus 189-189a; Adams F 1001; Lautenschlager 4989-90. - Erste Ausgabe. "Eine Grundlage für alle spätere pfälzische Geschichtsforschung" (NDB V, 392 f.). - II. VD 16, F 2533; Lautenschlager 5414; nicht bei Port. - Insgesamt teilw. gebräunt, vereinzelt braunrandig u. fleckig. Titel mit Namenszug u. gestrichenem Besitzvermerk.
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Los 151
Fulgosus, De dictis factisque
Fulgosus (Fregoso), B. De dictis factisque memorabilibus collectanea: a Camillo Gilino latina facta. Mailand, J. de Ferrariis, 1509. Fol. (31:21,5 cm). Mit zahlr. Holzschnittinitialen. 336 nn. Bll. Hprgt. d. 18. Jh., Deckel stark berieben.
Adams F 1148; Sabin 26140; Alden-L. 509/6. - Erste Ausgabe. Chronik bemerkenswerter Ereignisse und Personen der Antike und Neuzeit, vielfach aufgelegt. Blatt ll2 (Alden-L. nennt versehentlich Blatt 112) verso mit einem Bericht über Columbus  "De Christophoro Columbo", auf der selben Seite auch ein Artikel über Gutenberg. - Teilw. etwas stockfleckig, vereinzelt gebräunt u. fingerfleckig, stellenweise Feuchtigkeitsspuren im oberen Rand. Die zahlreichen Initialen mit Bleistift durchnummeriert. Titel mit kleiner, alter Nummerierung.
First edition, includes a reference to Columbus on leaf ll2 verso. - Some foxing, browning and thumbing, dampmarking to upper margin, pencilled numbers to all initials, small old number to title. 18th cent. half vellum, covers rubbed.
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Los 152
Gaetanus de Thienis, Expositio in libro de celo
Gaetanus de Thienis (Gaetano Tiene). Expositio in libro de celo & mundo. Cu(m) questio(n)e Egidii de materia celi. Venedig, B. Locatello für B. Scoto Erben, 1502. Fol. (32:22 cm). Mit Verlegermarke u. einigen schematischen Textholzschnitten. 84 num. Bll. Alter Prgt., fleckig, Rücken mit Manuskriptpergament verstärkt.
EDIT 16, CNCE 32812; Adams C 118 (falsch unter St. Cajetan). - Aristoteleskommentar, erstmals ca. 1474/75 in Padua erschienen, wo der Verfasser (1387-1465?) Professor für Philosophie und Medizin war. - Durchgehend mit wenigen, tlw. zugelegten Wurmgängen, dadurch Bl. 2-3 mit geringem Buchstabenverlust u. ca. 8 Bl. mit Verlust der oberen Innenecke; obere Innenecke mit Wasserfleck, Titel mit großem Wasserfleck.
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Los 153
Geiler von Kaisersberg, Navicula.Vorgeb. Summa
Geiler von Kaiserberg, J. Navicula penitentie. A Jacobo Otthero collecta. Augsburg, Othmar für Diemar, 1511. Fol. (29,5:21 cm). Mit großem Titelholzschnitt v. H. Burgkmair d. Ä. Rot eingemalte Initialen. 6 nn., 80 num. - Vorgebunden: Angelus de Clavasio. Summa angelica de casibus conscientie. Hagenau, H. Gran für J. Rynmann u. J. Knoblauch, 23. Feb. 1509. Fol. 16 nn., 319 num. Bll., 1 w. Bl. Blindgeprägter Schweinsldr. d. Zt. über Holzdeckeln, stark berieben, etwas wurmstichig, Innendeckel stärker betroffen. Ecken u. Kanten teilw. bestoßen, Schließen entfernt.
I. VD 16, G 772; Adams G 318; Goed. I, 401, 18; Dacheux 52. - Erste latein. Ausgabe der von G.'s Sekretär J. Otther gesammelten u. übersetzten Predigten. Der prächtige, fast ganzseit. Holzschn. zeigt Geiler, vom Heck eines Schiffes aus der Mannschaft predigend. - Gebräunt, teilw. fleckig bzw. fingerfleckig, vereinzelte Feuchtigkeitsränder, einige alte Anmerkungen. Teilw. etwas wurmstichig, gegen Ende stärker werdend, einige Wurmspuren. - II. VD 16, A 2823; Proctor 11640; Benzing, Hagenau 79. - Zwischen 1476 und 1520 in mehr als 30 Ausgaben verbreitetes alphabetisches Handbuch für Beichtväter mit Beichtspiegel. Als wichtigste Stütze der katholischen Lehre von der Buße und den guten Werken bildete es einen Hauptansatzpunkt für die reformatorische Bewegung und wurde von Luther 1520 als "mehr als teuflisch" verbrannt. - Etwas gebräunt u. stockfleckig. Zu Beginn wurmstichig, einige Wurmspuren, sonst nur vereinzelt. Titel mit klösterlichem Besitzvermerk.
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Los 154
Giovio, Le iscrittioni / 3 Bde.
Giovio, P. Le iscrittioni poste sotto le vere imagini di gli huomini famosi in lettere. Tradotte di Latino in volgare da Hippolito Orio Ferrerese. Venedig, F. Bindoni, 1558. (15:10,5 cm). 8 Bll., 285 S., 1 w. Bl. Prgt. d. 20. Jh. - Dazu: G. G. Giraldi. Herculis vita. Eiusdem de Musis syntagma, denuo reconcinnatum & auctum... (und andere Werke). Omnia recens nunc nata edita. Basel, M. Isengrin, 1539.(16:10,5 cm). 12 Bll., 177 S. (i7-8 weiß). - Angebunden: Ders. De sepulchris et vario sepeliendi ritu, libellus. Basel, M. Isengrin, 1539. 8 Bll., 79 S. Mod. Prgt. - S. Goulart. Morum Philosophia Historica; ex probatis scriptoribus collecta. Accessit Auctorum et Titulorum Index. (Genf), J. Stoer, 1594. (19,5:12 cm). 6 Bll., 491 S., 12 Bll. Prgt. d. 17. Jh., etwas berieben.
I. EDIT 16, CNCE 21219; Adams G 641. - Etwa dritte italienische Ausgabe. Giovios Elogien waren ursprünglich als erläuternder Text zu den Porträts gedacht, die er in seinem 1536-43 bei Como erbauten Museum ausgestellt hatte. - Etwas stockfleckig. - II. VD 16, G 2105 u. 2110 Adams G 724 G 721. - Erste Ausgabe dieser Sammlung bzw. erste Ausgabe. - 1. Werk teilw. gebräunt u. fleckig bzw. feuchtigkeitsrandig, wenige alte Anmerkungen, erste Bll. mit Eckrestaurierungen. Titel verso alte, etwas naive Zeichnung. - III. Adams G 909; Moeckli 141. - Erste Ausgabe dieser Sammlung Apophthegmata, zusammengestellt aus über 60 meist antiken Autoren. - Gering stockfleckig, stellenweise geringe Feuchtigkeitsspuren, Titel stärker fingerfleckig, kurze Anmerkung u. Restaurierung im oberen Rand. - Zus. 3 Bde.
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Los 155
Goltzius, Sicilia et magna Graecia
Goltzius, H. Sicilia et magna Graecia sive historiae urbium et populorum Graeciae ex antiquis numismatibus restitutae liber primus. - Sicilia historia posterior sive forum. 2 Teile in 1 Bd. Brügge, Goltzius, 1576. Fol. (31:23 cm). Mit gest. Titel, 2 wiederh. gest. Druckermarken, 2 gest. Porträt, 37 ganzs. Textkupfern u. 2 Kupferkarten. 14 Bll., XLI S., 1 Bl., 28 (recte 328) S., 28 Bll, 73 S., 7 Bll. Flex. Prgt. d. Zt. mit neuen Schließbändern, fleckig u. wellig, Vorsätze erneuert.
Adams G 836; Thieme-B. 14, 353f. - Erste Ausgabe des seltenen Werkes des niederländischen Kupferstechers und Numismatikers Goltzius. Erschien als erster Band unter dem Gesamttitel "Graecia sive historiae urbium... libri quatuor", die anderen Bände sind nie erschienen. Die Tafeln zeigen den südlichen Teil Italiens sowie Sizilien (Dufour/LaGumina 144, Ausgabe bei J. Volckamer 1683) und die Kupfer enthalten Darstellungen verschiedener Münzen. - Gebräunt u. stellenw. stockfleckig; Reihentitel mit altem Namenszug Otho Comes Solmesius, dat. (15)77; das letzte Bl. mit hinterl. Einriss.
Rare first edition. With engr. title, 2 engr. printer's devices, 2 engr. portraits, 37 fullpaged engravings to the text and 2 engr. maps. - Browned and partly foxed; old ownership inscription to title; backed tear to last leaf. Contemporary limp vellum, stained and rippled, endpapers renewed.
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Los 156
Gonzaga, Il fido amante
Gonzaga, C. Il fido amante. Poema eroico. Ricorretto da lui, et di nuovo ristampato, aggiuntivi gli argomenti dell'illustre, & virtuosiss. signora Maddalena Campiglia, & con le moralita d'incerto autore. Venedig, All'insegna del Leone (C. Navò Erben), 1591. 4to (21,5:16,5 cm). Mit breiter Holzschnitt-Titelbordüre mit Porträtmedaillon, zahlr. figürl. Holzschnitt-Initialen, -Leisten u. -Kartuschen sowie Druckermarke. 4 nn., 235 num. Bll., 1 Bl. Älterer Prgt. mit goldgepr. Rsch., Rücken u. Vorsätze erneuert.
EDIT 16, CNCE 21439; BM, STC Italian 308; nicht bei Adams. - Zweite Ausgabe, zuerst 1582 erschienen. Episches Heldengedicht, das sich stilistisch eng an Ariosts "Rasenden Roland" anlehnt. - Teilw. etwas fleckig bzw. fingerfleckig, erste Bll. u. letztes Blatt mit Restaurierungen im Rand. Oberer Rand knapp beschnitten.
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Los 157
Guillimann, De rebus Helvetiorum / 2 Bde.
Guillimann, F. De rebus Helvetiorum, sive antiquitatum libri V. Fribourg, W. Maess, 1598. 4to (21:16 cm). 6 Bll., 457 S. Ldr. d. Zt., stark berieben, an den Gelenken oben und unten leicht eingerissen, bestoßen.
VD 16, G 4099; Adams G 1579; Haller IV, 420; Feller-Bonjour 342 ff. - Erste Ausgabe. "Erste vollständige Schweizergeschichte bis 1315 auf wissenschaftlicher Grundlage, die im Druck erschien... (Guillimann) ist der bedeutendste Freiburger Historiker, einer der bedeutendsten der Schweiz überhaupt" (Feller-B.). Behandelt u. a. in Buch 3 die Entstehung der einzelnen Orte, in Buch 5 Bundesbriefe und Bündnisse mit dem Ausland. - Gebräunt und fleckig, hs. Vermerke auf dem Titel. - Dazu: J. Barzaeus. Heroum Helvetiorum epistolae. Fribourg 1657. 7 Bll., 243 (recte 241) S., 9 Bll. - Leicht bis mäßig fleckig; Titel im unteren Viertel ausgeschnitten mit Textverlust, hs. Vermerke auf dem Vorsatz. - Zus. 2 Bde.
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Los 158
Hoffmeister, Homiliae in Evangelia
Hof(f)meister, J. Homiliae in Evangelia, quae in Dominicis, et aliis festis diebus leguntur per totum. Antwerpen, J. Steelsius, 1549. (18:12 cm). Mit ankol. Druckermarke, 17 altkol. kl. Textholzschnitten, 20 altkol. Initialen und 2 (1 altkol.) Schlussvignetten. 378 num., 5 nn. Bll. Restaurierter blindgepr. Ldr. d. Zt. mit 2 Schließen, leicht berieben, Rücken erneuert, hint. freies Vorsatz teilw. beschrieben.
BM, STC Dutch 95; vgl. Adams H 659 (A. 1554) u. Belgica Typographica 5977 (A. 1550). - Dritte Ausgabe, einer von 2 Drucken desselben Jahres. Predigtwerk des Augustinereremiten Johannes Hoffmeister (1509-1547), Vikar des Ordensgenerals für die Augustinerklöster in Deutschland. Durchgehend in Rot rubriziert. -  Schwach gebräunt, stellenw. etwas fleckig, Bl. 139 recto mit kl. Schabstelle im Text, Bl. 226 mit Anstreichungen und Marginalien von alter Hand. Vereinzelt kl. Randläsuren, erste Bll. mit kl. Wurmgang in der unteren w. Außenecke. Gutes Exemplar aus der Bibliothek Gutekunst.
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Los 159
Homer, Odysseia. Paris 1541
Homer. Omerou Odysseia (graece). (Paris, C. Néobar Witwe,) 1541. (16:11 cm). Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 256 num. Bll. Stärker gebräunt und fleckig, Vordergelenk oben mit kl. Einriss, hintere seitl. Schutzkante abgeschnitten, Bänder fehlen.
Adams H 790. - Griechische Textausgabe, seltener Druck von Edmée Tousan, der Witwe des Kölner Humanisten und Vorgängers von Robert Estienne als königl. Drucker "in graecis" (vgl. H. Elie in Gutenberg-Jb. 1952, S. 98 ff.). - Leicht gebräunt, stellenw. etwas fleckig, Ränder teilw. leicht wasserfleckig. Titel und hint. freies Vorsatz fleckig durch verlaufene Schnittfarbe, Titel auch mit kl. Eckabriss. Vereinzelt extensive Anmerkungen in Tinte.
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Los 160
Homer, Odysseia. Straßburg 1572
Homer. Odyssea, eiusdem Batrachomyomachia, Hymni... (graece & latine). Cum praefatione, scholiis, & indice D. Giphanii. Straßburg, T. Rihel, (1572?). (18:12 cm). Mit Druckermarke. 827 S., 26 Bll. Schweinsldr. d. Zt. über Holzdeckeln mit figürlicher Platten- und Rollenblindprägung, ehemals mit 2 Schließen; etwas berieben, Rückdeckel stärker abgegriffen.
VD 16, H 4646; Adams H 764; Muller 544, 42; Schweiger I, 157. - Die Odyssee mit griechisch-lateinischem Paralleltext, ohne die gleichzeitig erschienene Ilias. Eine von drei undatierten Varianten, die vorliegende (mit 827 S. Umfang) wird von Adams u. Schweiger 1572, von VD 16 "um 1588" datiert. - Leicht gebräunt, vereinzelt etwas fleckig oder schwach wasserrandig. Mehrere Besitzeinträge auf Titel u. Innendeckel: Johannes Geyder aus Schlüchtern ("Solitar[ianus]"); Johann Christoph Geyder (dat. 1637); J. J. Bauck (gestrichen); Ferdinand Molter (1842); Dr. W. Molter (1911, Titel mit seinem Exlibris-Stempel), ein weiterer Eintrag entfernt. Interessanter Prägeband mit Plattenporträts von Luther (Unterschrift "Noscitur Ex Scriptis/ Mens Viva Hinc Forma Luth") und Melanchthon ("Forma Quidem Potis Est/ Sed Mens Tua Nescia Ping"), ähnlich Haebler I, 505, IX & X (Bartholomäus Ziehenaus), und Reformatorenrolle.
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Los 161
Homer, Opus Iliados & Odysseae
Homer. Poieseis Omerou... (graece). Opus utrumque Iliados et Odysseae, diligenti opera J. Micylli & J. Camerarii recognitum. Adjecta etiam est eiusdem Batrachomyomachia. 2 Tle. in 1 Bd. Basel, Herwagen, 1551. Kl.-fol. (29,5:20 cm). Mit 4 Druckermarken. 10 Bll., 394 (recte 410) S., 1 Bl.; 314 S., 1 Bl. Blindgepr. Schweinsldr. d. Zt. über Holzdeckeln mit 2 Schließen, etwas fleckig und berieben, Vordergelenk gebrochen, Rücken mit kl. Riss und Kapitale abgestoßen.
VD 16, H 4593; Adams H 754; Schweiger I, 157; vgl. Hieronymus, Griech. Geist 169 (A. 1541). - Berühmte Humanistenausgabe des griech. Textes, umgeben von antiken Scholien des Didymos in kleinerer Type. Eleganter kursiver Druck. Titel in griech. und lat. Sprache, Vorstücke in Latein. -  Leicht gebräunt und stellenw. fleckig, Blattränder anfangs etwas angestaubt und leicht wasserfleckig. Vereinzelt kl. Randläsuren, Titel und Folgebl. mit 2 bzw. 1 ergänztem Randausriss, Titel auch mit leichten Knitterfalten. Mit alten hs. Anmerkungen im Text und in den Rändern, vereinzelt extensiv.  - Provenienz und Einband: Auf dem Titel hs. Besitzvermerk des Pfarrers Samuel Abraham Lauterbach (geb. 1728) und auf dem vord. freien Vorsatz der seines Vaters Johann Lauterbach, Fraustad(t), dat. 1713. Schöner Prägeband aus der Werkstatt des Wittenberger Buchbinders Thomas Krüger (gest. 1591). Auf den Deckeln jeweils Mittelplatte "Judith mit dem Haupt des Holofernes" (bez. T.K.; H. 251, XVI), auf dem Vorderdeckel oberhalb das blindgepr. Monogramm "G R M", alles umgeben von figürl. und ornamentalen Rollenstempeln und Wappen als Eckstücken.
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Los 162
Hoppenrod, Stammbuch aller Fürsten
Hoppenrod, A. Stammbuch oder Erzölung aller...inn Teütschen Historien berümpter Fürsten, Graffen, und herren Geschlechter, welche ihre Herrschafften inn den sächsischen Landen, zwischen der Elbe und dem Rhein, vom Hartz-wald biß an die dänische Grentz besitzen. Straßburg, Rihel, 1570. Fol. (32:20,5 cm). Mit Holzschn.-Druckermarke auf Titel. 8 Bll., 106 S., 3 Bll. (l.w.). Späterer Hprgt. mit hs. Rtitel, Vorsätze erneuert, berieben, Rückdeckel fleckig.
VD 16, 4432. - Einzige Ausgabe. Genealogie und Geschichte der Fürsten des nördlichen Deutschland. Gewidmet denen von Weissenbach. - Teilw. etwas gebräunt, stellenw. mit alten, sauberen Marginalien u. Unterstreichungen, minimal randfleckig, Titel mit hs. Besitzeintrag u. sauber hinterlegtem Randausriss.
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Los 163
Horae B.M.V., Vostre (ca. 1508)
Horae B. M. V. Ces presentes heures à lusaige de Rouan au long sans requerir: avec les miracles nostre dame, et les figures de lapocalipse & de la bible & des triu(m)phes de Cesar. Paris, S. Vostre, ca. 1508. (24,5:16,5 cm). Mit großer Druckermarke, 25 großen bzw. blattgr. Holz- u. Metallschnitten, vielen kleinen Metallschnitten sowie figürlichen u. ornamentalen Bordüren. 88 nn. Bll. Blauer Maroquinbd. d. 20. Jh. mit goldgepr. Rückentitel, Steh- u. Innenkantenvergoldung sowie Goldschnitt von Marcel Godillot (sign.), in Schuber, dieser mit Kratzspuren u. Bereibungen.
Bohatta 1343; Brunet 76; Lacombe 181-84. - Lateinisches Stundenbuch auf Papier für den Gebrauch von Rouen, Kalendarium für 1508-28. Enthält an großen Metallschnitten: Knochenmann mit Temperamenten, Johannes mit dem Giftbecher, Mariae Verkündigung, Geburt Christi, Verkündigung an die Hirten, Hl. Drei Könige, Flucht nach Ägypten, Krönung Mariens, König David, David und Uria, Auferweckung des Lazarus, Kreuzigung etc. Besonders erwähnenswert ist die Reihe von 14 blattfüllenden Darstellungen ohne Bordüren, die von Vostre erst um 1508 eingeführt wurden. "The remarkable cuts are distinguished from their predecessors by their large size, and, compared with the criblée set are still further departures from the old canon of book illustration... With all the artist's love for Renaissance ornament he has sufficient of the XVth Cent. conventionalism to preserve the naïvité and lightness of the earlier French style so soon to disappear under the more weighty German" (Murray 259). Diese neue Folge wird von Bernard dem Jean Perréal, einem Freund Geoffroy Torys, zugeschrieben (vgl. Bernard, Tory, S. 226 ff.). - Gereinigt, 1 Schnitt (Verkündigung) mit alten Koloritresten, Bordüre von Bl. e4 außen leicht angeschnitten. Die Rubrizierung in Rot und Blau aufgefrischt. Vorsatzblatt mit Wappen in Schablonendruck.
Latin hours for the use of Rouen. With Vostre's shield device and 25 large cuts, including 14 remarkable full-page blocks without borders, attributed to Jean Perréal, as well as numerous small cuts and historiated borders to every page. - A washed copy, with initials and paragraph marks refreshed in red and blue. 1 cut with traces of old colouring, 1 border just touched by the binder's knife. 20th cent. full blue morocco by Godillot, Paris, gilt inner dentelles and edges; in slipcase (somewhat rubbed).
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Los 164
Horae B.M.V. Godard um 1515
Horae B.M.V. (Heures de Nostre Dame, à l'usage de Romme). Paris, G. Godard, um 1515. Kl.-fol. (26,5:17 cm). Mit 10 (st. 12?) meist blattgr. Metallschnitten u. zahlr.  kleineren Metallschnitten in den Bordüren. 70 (st. 84) nn. Bll. Prgt. d. 20. Jahrhunderts.
Lacombe 261 (unvollständig); Brunet, Heures 305. - Fragment eines sehr seltenen Stundenbuchs aus der Produktion von Guillaume Godard mit den für ihn typischen, mit Metallschnitten reich illustrierten Bordüren aus verschiedenen, meist figürlichen Metallschnitten. Von den schönen und großen Miniaturen (meist 20:12,5 cm) sind hier vorhanden: Anatomische Figur (etwas kleiner), Martyrium des Johannes, Ölbergszene, Mariä Verkündigung, Joachim und Anna, Verkündigung an die Hirten, Anbetung der Hirten, Kindermord von Betlehem, Bathseba, Lazarus. - Fingerfleckig, stellenweise gebräunt, teilw. fleckig, erstes Blatt recto stark gebräunt. Einige Wasserränder, wenige Bll. mit geklebten Einrissen. Insgesamt kleinere Randläsuren. C4 mit oberer ergänzter Ecke, Fehlstelle alt nachgezeichnet. Es fehlen 14 Bll., darunter der Titel mit dem Kalendarium verso.
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Los 165
With a Manuscript
Hortulus Animae u. Vorband
Hortulus animae. dat is, der Sielen Borgart, met sonderlinghe neersticheyt vernieut ende vermeerdeert [sic] overgheset wt den Hoochduytsch in onse Nederlantsche tale door H.D. Vanden Houte. Antwerpen, J. van Keerberghen, 1596. (16,5:11,5 cm). Mit zahlr. Textholzschn. und dreiseitigen typographischen Bordüren auf jeder Seite.1 nn., 232 (statt 248) num., 4 nn. Bll. - Vorgebunden: De seuen Ghetijden van onse lieuxe Vrouwe, nar het Roomsch ghebruyck. Löwen, I. Maes, 1602. Mit Druckerm. u. zahlr. Textholzschn., jede Textseite zweiseitig von typographischer Bordüre eingefasst. 16 Bll., 343 S. - Zwischengeb.: Gebeden om te besocken de seven kercke van Roomen. Niederländische Handschrift. O. O. u. J. (um 1602). 10 Bll. (d. erste w.). Zus. in einem blindgepr. Lederband d. Zt. über Holzdeckeln mit 8teil. Messingbeschlägen, 2 Schließen und 2 Messing-Kettenbefestigungen, etwas berieben, Rücken erneuert.
Attraktiver Sammelband mit 2 Drucken und 1 Handschrift, wohl als Kettenband konzipiert, enthaltend holländische Gebets- und Andachtstexte. - I. Aus dem Deutschen übertragene Fassung des bekannten, reich illustrierten  Erbauungsbuches Titel in Rot und Schwarz gedruckt. - Die typographische Bordüre des Titelblattes am Außenrand leicht angeschnitten. Fehlen 16 Bll. (num. Bll. 217-232). - II. In Rot und Schwarz gedruckt. Das Gebetbuch in der Fassung des in Koblenz 1619 verstorbenen Minoritenbruders Arnoldus ab Ischa. Vorwort in der von Robert Granjon entwickelten Civilitéschrift gedruckt. - Die ersten Bll. etwas gebräunt und fleckig.
Attractive sammelband, comprising two printed works and a manuscript (prayings in Dutch) intended as chained binding. - I. Title printed in Red and Black.Typographical border of title slightly shaved. Lackin 16 leaves. - II. Whole text  printed in Red and Black. Preface printed in civilité. Some browning and staining to first pages. - Together in contemporary blindstamped black calf over wooden boards,with 8 embossed corner pieces and 2 clasps, two chain-eyelets attached to the binding; little rubbing to extremities.
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Los 166
Index librorum prohibitorum
Index librorum prohibitorum, cum regulis confectis per patres a tridentina synodo delectos. Köln, Cholinus, 1568. (16:10,5 cm). 40 Bll. Mod. Hldr. mit Rsch. 
VD 16, K 181. - Mit Beiträgen des portugiesischen Dominikaners Francisco Foreiro (1523-81). - Etwas wasserrandig u. teilw. sporfleckig; stellenw. mit kleineren Randläsuren; Bl. A4 mit hinterl. Ausriss, verso mit Textverlust, das letzte Bl. mit hinterl. Loch im w. Rand.
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Los 167
Isocrates, Orationes
Isocrates. Orationes et epistolae (graece & latine). Cum latina interpretatione Hier. Wolfii... Henr. Stephani in Isocratem diatribae VII: quarum una observationes Harpocrationis in eundem examinat. (Genf), H. Estienne (Stephanus), 1593. Fol. (35:23 cm). Mit Holzschnitt-Druckermarke. 14 Bll., 427, 131, XXXIIII S., 5 Bll. (1.w.), 31 S., 9 Bll. (o.d.l.w.). Kalbldr. d. 17. Jh. mit Vergoldung, beschabt und bestoßen, Vordergelenk durchgebrochen und das hintere angebrochen, Rücken mit einigen kl. Wurmgängen, dieser und Unterecken rep., Vorsätze erneuert.
Adams I 219; Renouard 155, 1; Schreiber 224; Moeckli 138. - Griechisch-lateinische Parallelausgabe vor allem der Reden. Isokrates ist neben Demosthenes der bedeutendste Redner Athens und führte mit diesem das Attische zu seiner höchsten Vollendung. Estiennes letzte große Folio-Ausgabe eines klassischen Textes. - Gebräunt bzw. fleckig, Ränder stellenw. etwas wasserfleckig und hier und da mit Läsuren, 2 Bll. Vorwort seitl. ausgefranst und angerändert, Titel unten mit teils hinterlegten kl. Löchern. Vereinzelt Anmerkungesn, hs. Besitzvermerk und Anm. auf dem Titel, im Innendeckel Exlibris von "Pier Luca Bencini".
Bilingual edition, Estienne's "last folio edition of a classical text. It is also the only book to issue from his press that year" (Schreiber). - Browned and stained, some marginal waterstaining in places, and some marginal defects, occasional marginalia. 2 ll. preface frayed at side and remargined, small holes to lower margin of title (partly rep.). Contemporary ownership inscription and note to title, modern ex-libris on front pastedown. Bound in 17th century calf, gilt; rubbed and worn, joints and corners severely and partly repaired, endpapers renewed, small wormholes to spine.
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Los 168
Josephus, Opera (graece)
Josephus, Flavius. Opera (graece). Basel, H. Froben & N. Episcopius, 1544. Fol. (33,5:22 cm). Mit Holzschnitt-Druckermarke (auf dem Titel in Rot, am Schluss in Schwarz gedruckt). 6 Bll., 967 S. Englischer Ldr. d. Zt. mit Rollenblindprägung (sign. "HR") auf beiden Deckeln; beschabt, teilw. bestoßen, Rücken u. teilw. Ecken in späterer Zeit restauriert bzw. erneuert. Rücken stark berieben.
VD 16, J 955 (berichtigte Aufnahme); Hieronymus, Griech. Geist 238. - Editio princeps des griechischen Texts, herausgegeben von Arnoldus Arlenius. Zuvor war nur das sogenannte 4. Makkabäerbuch, das heute nicht mehr als Werk des Josephus gilt, im Druck erschienen. Bis auf die Vorstücke ganz in griechischen Typen gedruckt, der Titel in Rot und Schwarz. Arlenius (1510-1582) war Bibliothekar des spanischen Adligen, Humanisten und Staatsmanns Diego Hurtado de Mendoza, damals kaiserlicher Gesandter in Venedig, dem er sein Werk auch gewidmet hat. - Gering gebräunt, stellenweise kleinere Feuchtigkeitsränder (zu Anfang etwas stärker), vereinzelt alte Anmerkungen u. minimale Wurmspuren. Titel angestaubt u. fleckig, im oberen Rand Besitzvermerk des 16. Jahrhunderts sowie späterem von Arthur Best, Pembroke. Gest. Exlibris Frederick Duke of Sussex u. John Alfred Spranger of Trinity College Cambridge.
Editio princeps of the Greek text of Flavius Josephus. - Slight browning, slight dampmarking, heavier to first leaves, few old annotations and minor worming, spotting and some duststaining to title. On top of title a 16th century signature in an English hand, and a 17th century ownership inscription by Arthur Best, Pembr(oke). Inside front cover engraved bookplates of Frederick Duke of Sussex (son of George III), and of John Alfred Spranger of Trinity College Cambridge. Cont. blindstamped calf (probably a London binding), signed HR. Cover panels composed of rolls, including rose, fleurs de lys; rebacked and recornered, spine dried and cracked, some abrasions to covers.
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Los 169
Josephus, Historien
Josephus, Flavius. Historien und Bücher: Von alten Jüdischen Geschichten, zwentzig sampt einem von seinem Leben; Vom Jüdischen Krieg, und der Statt Jerusalem endtlicher Zerstörung, siben: Vom alten Herkommen der Jüden wider den Apion von Alexandreia, zwey: Von den Machabeern, oder vom Regiment der Vernunnfft, eins. Alles aus dem Griechischen verteutscht (durch J. Spreng u.a.). 2 Tle. in 1 Bd. Frankfurt, G. Rab, S. Feyerabend & W. Han Erben, 1571. Fol. (34:22 cm). Mit breiter gest. figürlicher Titelbordüre, zahlr. Textholzschnitten (inkl. einiger Wiederholungen) meist von Tobias Stimmer und J. Amman sowie 2 gleichen Holzschnitt-Druckermarken. 5 (statt 6; d.l. w.) nn., 348 num., 14 nn. (d.l.w.); 177 num., 7 (statt 9) nn. Bll. Blindgepr. Schweinsldr. d. Zt. über Holzdeckeln, stark gedunkelt, beschabt und bestoßen, angeplatzte Gelenke mit Lwd.-Streifen unterlegt, Rücken mit kl. Bezugsfehlstellen und Kapitale abgestoßen, fehlen die Laschen der beiden Schließen.
VD 16, J 980; Goed. II, 319, 5 (nennt K. Lautenbach als Übersetzer); Becker 14 b; New Hollstein, Book Illustrations 80. - Zweite Ausgabe der Flavius-Josephus-Übersetzung mit diesen Illustrationen; eine von 2 Varianten, vorliegend mit "Summarischem (statt: Summarischer) Innhalt" auf dem Titel. Die schönen Holzschnitte Ammans und Stimmers waren bereits in verschiedenen anderen Werken verwendet worden. Die Weltkarte (Bl. 179r) ist ein Abdruck von "Daniel's Dream Map". - Unterschiedlich gebräunt, einige Flecken und Randläsuren, auch einige lange Einrisse bis in den Text. Durchgehend wasserfleckig (bis in den Text), vor allem anfangs und am Ende stark. Vereinzelt Anmerkungen oder Unterstreichungen. Erste und letzte Bll. gelockert, die letzten auch geknittert. Titel angeschmutzt, ausgefranst und mit Knitterfalten, in der Oberecke kl. Loch, unten ergänzter Eckabriss (mit kl. Verlust in der Bordüre). Fehlen 1 Bl. Vorstücke (a2) und 2 Registerbll. (b2+7).
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Los 170
Justinus, Hystorien. Augsburg 1532
Justinus, M. J. Warhafftige Hystorien, die er auß Trogo Pompeio gezogen, und inn Viertzig Bücher außgeteylt. Die Hieronymus Boner auß dem Latein in diß folgend Teütsch vertolmetscht hat. Augsburg, H. Steiner, 1532. Fol. (28:17,5 cm). Mit fast blattgr. Titel- u. 49 meist halbseitigen Text-Holzschn. v. Breu d. Ä., Breu d. J., H. Weiditz u.a. sowie mit 22 dekorativen Schlussstücken vom Meister DS. 4 nn., CXVII (statt CXIX) num. Bll., 1 w. Bl. (vorgebunden). Pp. d. 19. Jdt., berieben u. beschabt, Rücken mit Bezugsfehlstellen an den Kapitalen, Vorsätze erneuert.
VD 16, T 2070 (unter Trogus); Goed. II, 319, 6; Muther 1079; Fairfax Murray 231; Dogdson II, 110, 5; 143, 14; 427, 1; Hollstein IV, 169, 45e u. 46 (Breu d. Ä.) u. 34-43 (Breu d. J.). - Zweite deutsche Ausgabe von Justinus' "Epitoma Historiarum Philippicarum". Die deutsche Ausgabe besorgte der Humanist Hieronymus Boner, in den Jahren 1527-1552 Stadtschultheiß von Colmar und "einer der thätigsten Übersetzer lateinischer und griechischer Autoren" (ADB II, 120 f.). Mit allen prächtigen Holzschnitten, von denen zehn des jüngeren Breu hier erstmals verwendet wurden, ferner aus dem Steiner'schen Petrarca bzw. Cicero übernommen wurden (31, vgl. ausführlich Fairfax Murray u. Dodgson für die Zuschreibung). - Stellenw. braun-, finger- oder stockfleckig, Titel mit kl., tls. hinterlegten Wurmlöchern, Titel u. erstes Bl. mit repariertem Einriss ohne Bildberührung sowie sehr schwacher Tintenspur. Es fehlen die Bll. LXIII u. LXIV (jeweils ohne Holzschnitt).
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Los 171
(Koran), Machumetis Basel 1543
Koran. - Machumetis Saracenorum principis, eiusque successorum vitae, ac doctrina, ipseque Alcoran... His adiunctae sunt confutationes multorum, et quidem probatißimorum authorum una cum Martini Lutheri praemonitione. Adiunctae sunt etiam, Turcarum res gestae maxime memorabiles. Opera et studio Theodori Bibliandri. 3 Tle. in 1 Bd. (Basel, J. Oporinus u. N. Brylinger, 1543). Fol. (28,5:20,5 cm). 12 Bll., 230 S., 5; 4 Bll., 178 S. (o.d.l.w.); 163 S. - Angebunden: Johannes VI., Imp. Contra Mahometicam fidem christiana & orthodoxa assertio, Graece conscripta ... nunc vero Latinitate donata, R. Gvalthero interprete. Adiecta est eadem Graece scripta. 2 Tle. in 1 Bd. Basel, J. Oporinus, 1543. Fol. 6 Bll., 124 S., 2; 4 Bll., 108 S., 1 Bl. Zus. in einem blindgepr. Lederband d. Zt. über Holzdeckeln, 8teil. Messingbeschl., 2 Schließen, Blattweiser, Rücken erneuert; berieben, kleine Fehlstellen im Lederbezug, vord. Vorsatz erneuert.
I. VD 16, K 2584; Adams M 1889; Göllner 792; Benzing, Luther 2766; vgl. Enay 102 (2. A. Basel 1550). - Erste Ausgabe der ersten gedruckten Koranübersetzung überhaupt. Eine von mehreren undatierten Druckvarianten, die sich u.a. durch die Kollation der Vorstücke und die Zuschreibung der Praemonitio an Luther oder Melanchthon unterscheiden; vorliegend nach Göllner der erste Druck. Tl. 1 mit der Koranübersetzung von Bibliander nach älterer Vorlage, die auf Luthers Anregung hin angefertigt wurde und nach Beschlagnahme der Druckbogen durch den Basler Rat nur auf seine Intervention erscheinen konnte. Tl. 2 beinhaltet eine Kompilation von älteren Schriften über den Islam und den Koran, teilw. mit griechisch-lateinischem Paralleltext. Darunter die "Cibratio Alcorani" des Nikolaus Cusanus (S. 21-82). Tl. 3 enthält Schriften über die Türken, den Islam und den Mongoleneinfall Timur Lengs. - Stellenweise etwas feuchtigkeitsrandig, teils fleckig, stellenweise alte in etwas zeitgleiche handschriftliche saubere Anmerkungen oder Unterstreichungen in Tinte, Titel oben mit interessanten alten Tintenvermerken oben sowie unten kurzer gestrichener Vermerk.
II. IA 131.339; VD 16, J 376; Adams J 261; Göllner 802. - Erste Ausgabe; Tl. 1 mit der Übersetzung, Tl. 2 mit dem griechischen Text. "Kaiser Johannes Kanthakuzenos schrieb eine Apologie, in der er zum Teil mit theologischen Argumentationen die Lehre Mohammeds zu widerlegen versuchte, zum Teil aber auch auf die 'Mohammedlegenden' einging. Weitgehend benützte er in seiner Apologie das Propugnaculum des Riccoldo de Monte Croce" (Göllner).
Provenienz: Titel (von I) mit Besitzvermerk "Paulus Tarnovius", wohl der Rostocker Professor Paul Tarnow (1567-1633); Titel verso mit überklebtem Stempel, noch sichtbar "Dubl..."
Fine Sammelband with two important works relating to Islam. - I. First edition of the first printed version of the Q'uran, translated by Theodore Bibliander, who followed a translation from the 12th century by Peter of Cluny and others; to this are added a number of Medieval and Renaissance tracts on the Mahometan religion, the Q'uran, and the history of Turkish invasion.  - Some dampmarking in places, slight staining here and there, old manuscript annotations and underlinings in places, interesting manuscript notes to top of title and short deleted ms. note at bottom; name of the Rostock professor Paul Tarnow to title and to reverse stamp pasted over, still visible "Dubl...". - II. First edition, in Latin and Greek. - Two works in 1 vol. Contemporary blindstamped calf over wooden boards, 8 embossed metal pieces to corners, 2 clasps and catches; spine and front endpaper renewed; binding rubbed.
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Los 172
Letzner, Historia Caroli Magni
Letzner, J. Historia Caroli Magni, des grossmechtigsten, christlichen römischen und ersten teutschen Keysers. Hildesheim, Hantzsch, 1603 (am Schluss: 1602). 4to (19,5:16 cm). Mit 1 Porträt-Titelholzschnitt, 1 gefalt. Stammtafel, 1 blattgr. Textholzschnitt u. 1 Wappenholzschnitt. 172 nn. Bll. (d. l. w.). Hprgt. d. 20. Jh.
VD 17 23:236377N; Hartmann 42. - Zweite Ausgabe, Neudruck der im Vorjahr ebenfalls bei Hantzsch erschienenen ersten mit einigen drucktechnischen Abweichungen. Der blattgr. Holzschnitt mit einer Ansicht des Gehülfenbergs (Eichsfeld), am Schluss das Hildesheimer Stadtwappen. "L. scheute keine Mühe und Arbeit, um an Quellen der verschiedensten Art heranzukommen. Besonders durch Reisen und seine Beziehungen zu Klöstern, Adelsgeschlechtern und zahlreichen historisch interessierten Persönlichkeiten wurde ihm umfangreiches Material bekannt. Der Wert seines Werkes liegt vor allem in der Fülle der Nachrichten und Urkunden, die uns anderweitig nicht überliefert sind." (NDB XIV, 360). - Leicht gebräunt, Stammtafel mit kleinem Randeinriss.
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Los 173
Longolius, Orationes duae / 3 Bde.
Longolius (de Longueil), C. Orationes duae pro defensione sua in crimen laesae maiestatis, longe exactiori quàm ante iudicio perscriptae, ac nunc primum ex ipsius auctoris sententia in lucem editae. Item Oratio una ad Luterianos. Venedig, (L. A. Giunta Erben), 1539. (16:10,5 cm). 264 nn. Bll. Flex. Prgt. d. Zt., berieben, Schließbänder entfernt, Rücken eingerissen. - Dazu: J. M. Justinus. Nelle historie di Trogo Pompeio, novamente in lingua toscana tradotto. Venedig, P. Nicolini da Sabbio, 1535. (16:10,5 cm). Mit Holzschnitt-Titelbordüre. 176 Bll. Hldr. d. frühen 19. Jh., berieben, Rücken mit Wurmspuren. - A. Hunnius. Articulus de trinitate per quaestiones et responsiones petractatus... contra quasvis haereticorum veterum & recentium blasphemas strophas & corruptelas firmissime communitus. Frankfurt, J. Spieß, 1592. (16,5:11 cm).  200 (recte 172) S., 2 Bll. (l.w.). - Angebunden: Ders. Libelli IV de Persona Christi, eiusque ad dextram Dei sedentis Divina Maiestate. Frankfurt, J. Spieß, 1595. 10 Bll., 369 S. Prgt. d. Zt., knittrig u. gebräunt, stark gelockert, Vorsatzbll. sowie ein weiterer Beiband entfernt.
I. EDIT 16, CNCE 45644. - Erstmals 1524 bei Giunta erschienen. EDIT 16 nennt einen weiteren Druck von 1539 mit identischer Kollation mit Druckerangabe "Ioannem Baptistam a Burgofrancho". - Gering gebräunt, stellenweise Feuchtigkeitsränder. - II. EDIT 16, CNCE 32738; Sander 3725 Anm. - Etwa vierte italienische Ausgabe. - Teilw. gebräunt u. fleckig, einige Wasserränder, Titel fingerfleckig. - III. VD 16, ZV 26910 & ZV 8412 - Etwas gebräunt u. fingerfleckig, vereinzelte Wasserränder, Titel mit schwachem Stempel. - Zus. 3 Bde.
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Los 174
Ketteneinband
Lucidarius. Von Geschöpffen Gottes
Lucidarius. M. Elucidarius. Von allerhand geschöpffen Gottes, den Engeln, den Himeln, Gestirns, Planeten, und wie alle Creaturn geschaffen sein auff erden. Augsburg, V. Othmar, 1548. 4to (20,5:15 cm). Mit Titelholzschnitt. u. 6 (1 wiederh.) Textholzschnitten. 40 nn. Bll. Flex. Prgt. d. Zt. mit handschriftlichem Deckeltitel, im unteren Rand des Rückdeckels eine 27 cm lange, befestigte Metallkette aus 9 Gliedern sowie Ring am Schluss; Einband gebräunt, Rücken mit altem Papierschild.
VD 16, L 3085; Heitz-R. 335; Schorbach, Lucidarius 53; Zinner 1939. - Frühe Ausgabe des astronomisch-naturwissenschaftlichen Volksbuches, eine Art Kosmographie für den einfachen Mann. In den Ausgaben seit 1535 im protestantischen Sinn bearbeitet. Es werden in 25 Kapiteln die Erdteile Asien, Afrika und Europa mit Beschreibungen vieler Länder und Regionen behandelt, außerdem Naturphänomene, kosmische Erscheinungen, Astronomie, Entstehung menschlichen Lebens u.v.m. Zwei der Illustrationen stammen von Hans Burgkmair d. Ä. (1473-1531), bedeutendster Augsburger Meister der Dürerzeit: der Titelholzschnitt mit Monogramm "HB" (Astronom mit Armillarsphäre in der Hand) und die männliche Figur vor Sternenhimmel auf Bl. D3v (ursprünglich aus Murners Schelmenzunft). - Gering fleckig u. gebräunt, vereinzelte Randanmerkungen. Die letzten 3 Bll. mit kleinem Loch im unteren weißen Rand verursacht durch den Nagel der Kettenbefestigung.
Early edition. - Slight browning and spotting, few marginal annotations. Small hole to lower blank margin of last three leaves caused by the nail of the chain. Contemporary limp vellum, preserving its complete chain, some browning.
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Los 175
Macrobius, In somnium Scipionis
Macrobius, A. A. T. In somnium Scipionis, lib. II. Saturnaliorum. Lib. VII. Lyon, T. Paganus (Payen), 1560. (17,5:11 cm). Mit Druckermarke u. einigen Textholzschnitten, darunter 1 Weltkarte. 567 S., 36 Bll. Mod. Hprgt.
Baudrier IV, 281; Adams M 69. - Späte Ausgabe, kollationsgleich mit der Ausgabe 1550 bei Gryphius, mit der erstmals 1483 erschienenen Weltkarte (S. 144, ca. 8:8 cm; Shirley 13). - Gebräunt u. teilw. fleckig, einige Feuchtigkeitsspuren. Titel mit kl. Überklebung, letztes Bl. des Textes u. letztes Bl. des Registers mit Hinterlegung im unteren Rand mit etwas Buchstabenverlust. oRR.
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Los 176
Megiser, Tractat von dem Ritterstand
Megiser, H. Ein Tractat von dem dreyfachen Ritterstand, und allen Ritter Orden der Christenheit: In welchem angezeigt werden die Underscheid und Sorten, auch durch wen, wann und wie, ein jeder Ritter Orden... entstanden sey.  Frankfurt, M. Lechler für den Autor, 1593. Kl.-4to (20:15,5 cm). Mit 1 Titel- u. 18 Textholzschn. sowie durchgehender typographischer Bordüre. 4 Bll., 142 S., 1 Bl. Hlwd. d. 19. Jhdts., berieben.
VD 16, M 1920. - Erste Ausgabe. Insgesamt 8 (1 wiederh.) Holzschnitte zeigen geistliche Ordensritter nach den Holzstöcken aus J. Ammans Geistlichem Trachtenbuch, die übrigen Wappen u. (tls.wiederh.) Ordenskreuze. - Titel u. letztes Bl. mit ergänzten kl. Papierfehlstellen, stellenw. gebräunt, durchgängig mit Wasserfleck im unteren Bundsteg.
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Los 177
Cypern, Zutrinken, Schach
Menz, Itinera a Saxoniae ducibus + Beibände
Menz (Mencius), B. Itinera sex a diversis Saxoniae ducibus et electoribus, diversis temporibus in Italiam omnia, tria etiam in Palaestinam & terram sanctam facta. Wittenberg, W. Meisner für C. Berger, 1612. (16:10,5 cm). Mit Porträtholzschnitt Titel verso u. 6 Textholzschnitten. 12 Bll. (l. w.), 348 S., 2 Bll. - Angebunden: J. F. Matenesius. Critices christianae libri duo de ritu bibendi super sanitate. Köln, C. Bütgen, 1611. 8 Bll., 189 S., 1 w. Bl. - Ders. De luxu et abusu vestium nostri temporis, discursus. Köln, J. Chrith, 1612. 6 Bll., 120 (recte 121) S., 1 w. Bl. - H. M. Vida. Schachia. Straßburg, P. Ledertz, (1604). Mit 1 gefalt. Holzschn.-Tafel. 39 nn. Bll. Prgt. d. Zt. mit hs. Rückentitel, Vorderdeckel mit blindgeprägten Initialen MNHL u. Jahreszahl 1613; etwas fleckig, Rücken angestaubt.
I. VD 17 14:011302W; Bemman-J. I/1, 106; Röhricht 931; Tresoldi 12; nicht bei Tobler. - Einzige Ausgabe, selten. Berichtet über die Palästinareisen (13.-19. August in Zypern) der sächsischen Herrscher Albrecht, Friedrich III. (der Weise) und Heinrich der Fromme sowie über die Romfahrten der Kurfürsten Ernst und Johann Georg I. "La descrizione più interessante è quella del viaggio a Roma, negli anni 1601-1602, di Johann Georg I von Sachsen (1585-1656) la cui attenzione fu rivolta in particolare al Vaticano, alla Biblioteca Vaticana e alla Chiesa di S. Pietro" (Tresoldi). - II. VD 17 12:106471L; Simon, Bibl. gastr. 1024; Krivatsy 7550. - Einzige Ausgabe. Über die Sitte des Zutrinkens. Ein besonderes Kapitel ist dem Wein im Altertum gewidmet. Fehlt wie meist der Holzschnitt mit Stangenglas ("Catechismus M. Luther"). - III. VD 1723:277477L; Lipperheide Xa 11. - Einzige Ausgabe. - IV. VD 17 23:281239R; van der Linde, Gesch. II, 261; Zollinger I, 51. - Tafel mit Schachbrett und Text ("Schematismos in schachiam ludum..."), von Zollinger als 2 Tafeln gezählt, hier auf einem unzerschnittenen Blatt. - Insgesamt teils gering bis mäßig gebräunt, kaum fleckig; wenige Randeinrisse; S. 1/2  in (II) mit langem Einriss im Bundsteg, S. 187/188 mit kl. Einriss bis in den Text; Tafel in (IV) mit 2 kl. Falzeinrissen. Vorsatz mit Namenszug von 1702.
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Los 178
Münster, Cosmographey
Münster, S. Cosmographey, oder beschreibung aller Länder,... jetzunder biß auff das M.D.LXXII. jar gemehret. (Fragment). (Basel, Henricpetri, 1572). Fol. (34:22 cm). Mit 24 (statt 26) doppelblattgr. Vortextkarten, 40 (inkl. 1 Karte, statt 48) doppelblattgr. Ansichten (meist mitpaginiert) sowie zahlr. teilw. ganzs. Textillustrationen, alles in Holzschnitt. Blindgepr. Schweinldr. d. Zt. über Holzdeckeln; berieben u. bestoßen, an den Bünden tls. abgestoßen, Rücken am Kopf mit Ausriss, am Fuß aufgeplatzt u. etw. eingerissen, Schließen fehlen.
VD 16, M 6701; Burmeister 78. - Fragment der dreizehnten deutschen Ausgabe der berühmten Chronik. Mit den Ansichten von Basel, Besancon, Colmar, Cusco, Florenz, Frankfurt, Jerusalem, Köln, Konstantinopel, Meißen, Parma, Speyer, Venedig, Würzburg u.a. Einige Lagen umfangreicher als bei Burmeister gezählt. Vorderer Innendeckel mit mont. blattgr. koloriertem Holzschn.-Porträt Georg III. Fürst von Anhalt u. Bischof von Merseburg (1507-1553) aus "Des Hochwirdigen...  Herrn Georgen Fürsten zu Anhalt... Predigten und andere Schrifften. Wittenberg, 1555" (vgl. Digitalisat VD 16 G 1325). Hinterer Innendeckel mit gr. mont. koloriertem Holzschn.-Wappen von Anhalt-Zerbst sowie einem gedruckten lateinischen Epigramm von Philipp Melanchthon, datiert 1556. Beide mit dekorativer farb. Einfassungsline. - Fehlen wohl mehr als 18 Bll. Text u. die genealogische Tabelle. Die großen Ansichten von Heidelberg u. Wien sowie Rom nur fragmentarisch erhalten (nicht mitgezählt), unter den fehlenden Tafeln Worms, Augsburg und die Meerwunder. - Gebräunt u. fleckig, Titel mit starken, hinterlegten Randläsuren, zahlr. Bll. mit Randeinrissen oder -ausrissen, tls. mit Bildberührung; Bindung tls. lose, Bundsteg mit Wurmgängen (betrifft u.a. auch Weltkarte u. Karte der Schweiz), stellenw. mit Anstreichungen von alter Hand, Schenkungsvermerk von 1646 auf Innendeckel. oRR/Waf.
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Los 179
Duelle
Muzio, Le Combat
Muzio, G. Le combat de Mutio Justinopolitain, avec les responses chevaleresses, traduit nouvellement d'italien en francoys par Antoine Chapuis. Lyon, G. Rouillé, 1561. Kl.-4to (24:16 cm). Mit Holzschn.-Titelbordüre. 454 (statt 458) S., 7 Bll. Prgt. d. 19. Jhdts. mit mod. Rschild, gering berieben
Baudrier IV, 280f.; Cockle 879-80; Thimm 201. - Seltene erste französische Ausgabe. Standardwerk zu Duell-Regeln. "Muzio was the great authority on all questions of honour. His study was to find means of settling disputes without the intervention of the sword" (Cockle). - Schwach gebräunt, stellenw. etwas braun- oder wasserfleckig. Mit gest. Exlibris "Etienne Récamier". Fehlen Bl. SS1 u. EE1.
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Los 180
(Nevizzano), Silva nuptialis
(Nevizzano, G.). Silva nuptialis bonis referta non modicis. Paris, P. Vidoue für J. Kerver, 1521. (15:10,5 cm). Mit Druckermarke auf dem Titel u. am Schluss. 16 nn., CXLV (recte CXXXVI) num. Bll. Ldr. d. späten 17. Jhdts. mit Rvg. u. Rsch.
BM, STC French 324; Durling 3333; Gay-Lem. III, 1162. - Zweite Ausgabe, erstmals 1518 in Asti erschienen. Berühmter misogyner Eheführer, in dem rechtliche und kirchenrechtliche sowie auch hygienische Aspekte gegen die Ehe aufgeführt werden. "Livre bizarre, ou l'auteur déroule, avec un sérieux soutenu, une érudition facétieuse. Les sarcasmes les plus grossiers contre les femmes émaillent cet ouvrage d'un bout à l'autre" (Gay-Lem.). - Teilw. etwas wasserrandig; Text teilw. mit Anstreichungen; Vorsatz u. Titel mit alten Notizen; Titel gebräunt u. mit hinterl. Randläsuren u. leichtem Bildverlust; 2 Bll. Vorstücke mit kleineren Läsuren.
Second edition of a notoriously misogynist miscellany on women, marriage, and the law. - Partly some waterstaining; some underlinings to text; old ms. notes to title and endpapers; title browned and with backed lesions with slight loss of image; slight lesions to 2 leaves. 17th cent. calf, spine gilt.
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Los 181
Nicolay, Les quatre premiers livres
Nicolay, N. de. Les quatre premiers livres des navigations et peregrinations orientales. Lyon, G. Rouillé, 1568. Fol. (31:22 cm). Mit  Holzschnitt-Titelbordüre, Kopfvign. u. Initiale in Holzschnitt u. 59 (statt 60) radierten Tafeln. 8 Bll., 181 S., 1 w. Bl. Neuer Schweinslederband über Holzdeckeln mit altem Rschild.
Baudrier IX, 318; Atabey 870; Hage-Chahine 3433 Anm.; Colas 2200; Lipperheide Lb2 Anm.; Mortimer 386; Göllner 1241; nicht bei Blackmer (and. Ausgaben). - Erste Ausgabe, zweiter Druck. Der Druck wurde am 1. September 1567 vollendet, wenige Exemplare erschienen mit der Jahreszahl "1567" auf dem Titel, die übrigen 1568 datierten sind mit dem Druck identisch. "Nicolas de Nicolay's descriptions of his travels in the Ottoman empire was one of the most influential works on the Turcks and their subject peoples to appear in the sixteenth century. It was translated into various languages and left a deep mark on later publications on the same topic. Its success was largely due to the sixty illustrations of the different costumes worn in the area Nicolay visited" (Hamilton, Europe and the Arab world, 9). Die schönen Radierungen auf Tafeln sind "LD" monogrammiert und werden von Baudrier u. Mortimer Louis Danet zugeschrieben, nach neueren Forschungen sind sie aber von Léon Davent (Grodecki, "Le Graveur Lyon Davent, illustrateur de Nicolas de Nicolay" in: Bibliotheque d'Humanisme et Renaissance, 36 (1974), S. 347 ff.). Sie zeigen Trachten von Janitscharen, Kaufleuten, Pilgern, Bauern, Geistlichen, Arzt, Koch, Damen etc. - Tls. minimal fleckig, Taf. in der oberen Ecke von alter Hand mit Seitenzahl korrespondierend zum Text versehen, je 1 Druckzeile auf S. 134 u. 163 gelöscht (Korrektur d. Verlags; vgl. Digitalisat der BNF), knapp beschnitten (Titelbordüre angeschnitten), Titel mit Eckabriss u. aufgezogen (Verlust des Druckprivilegs verso), 1 Taf. angerändert, 1 Taf. mit ergänztem Eckabriss u. hinterlegtem Einriss, 2 Taf. mit hinterlegten Randeinrissen, letztes Bl. recto u. verso mit Eintrag von alter Hand. Fehlt die Taf. 94 (Solachi ou Solacler).
First edition, second issue. Printing was completed on Sept. 1, 1567, and the first copies were issued with a 1567 imprint. With woodcut title-border and 59 of 60 engraved plates, signed with 'LD', attributed to Léon Davent. "Nicolay's illustrations, the first to represent the costume of the Near East in detail, were widely copied in the sixteenth century" (Mortimer). "They are the finest and most influential pictorial introduction of Turkish characters and costumes" (Rouillard, The Turk in French history, pp. 212 ff.). The plates in our copy printed one to a leaf. Nicolay was employed by the French king, Henri II, as a groom and geographer. In 1551 he accompanied the French ambassador Gabriel d'Aramon to Istanbul. - Slight staining, trimmed copy, title mounted, shaved to woodcut border and with some loss of corner, closed tears in places, 1 plate remargined, another with supplemented loss of corner, erased single line to p. 134 and 163 by the editor, manuscript paging to plates, old manuscript inscription to last leaf recto and verso. Lacking plate 94.
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Los 182
Ortelius, Aurei saeculi imago
Ortelius, A. Aurei saeculi imago, sive Germanorum veterum vita, mores, ritus, & religio. Antwerpen, Ph. Galle, 1596. Kl.-4to (24:17 cm). Mit Druckermarke und 10 ovalen Textkupfern. 14 nn. Bll. Späterer Prgt. mit Rsch. und kl. Nummernschild, leicht fleckig, gewellt.
Funck 374; BM, STC German 162; New Hollstein, P. van der Borcht V, 2349-2358; nicht bei Adams. - Erste Ausgabe. "Contient und série de dix jolies vignettes de van der Borcht. C'est le plus rare de tous les ouvrages d'Ortelius" (Funck). Laut Vermerk in der Approbatio sind die Kupfer, die teils recht drastische Szenen aus dem Leben der Germanen zeigen, von Ph. Galle gestochen. - Leicht gebräunt bzw. fleckig, durchgängig Wurmgang in der oberen Innenecke hinterlegt (bei den meisten Kupfern bis in den Plattenrand, jedoch ohne Bild- und Textverlust).
First edition of the rarest book of Ortelius. It sketches the ancient history of the Germans illustrated with 10 vignettes engraved by Ph. Galle after Peter van der Borcht. - Light browning resp. spotting, restored worm track to upper inner corner throughout (without loss of image or text). Later vellum, slightly stained, waved.
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Los 183
Ortelius, Nomenclator
Ortelius, A. Nomenclator Ptolemaicus; omnia locorum vocabula quae in tota Ptolemaei geographia occurrunt, continens: ad fidem Graeci codicis purgatus; & in ordinem non minus utilem quam elegantem digestus. Antwerpen, C. Plantin, 1579. Gr.-fol. (42:29,5 cm). Mit altkol. Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 77 S., 4 Bll. Mod. Pp. mit Deckelschild, Ecken und Kanten etwas bestoßen, Vorderdeckel unten mit schwachem Wasserrand.
Vgl. Koeman IIIA, 31:021. - Anhang zur ersten bei Plantin erschienenen Ausgabe von Ortelius' Theatrum, hier separat gebunden. "Instead of the Synonymia locorum of the former editions, which was published as a separate book in 1578, the maps are followed by the Nomenclator Ptolemaicus, including Llwyd's letter De Mona Druidum Insula" (K.). - Leicht gebräunt und etwas fleckig, ab S. 39 unten bis in den Text etwas wasserfleckig, letztes Bl. mittig mit 1 Löchlein und mit kl. Randläsuren. Stellenw. in Bleistift Anm. bzw. Auflistung abgehakt.



 
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Los 184
Ortelius, Synonymia geographica
Ortelius, A. Synonymia geographica, sive populorum, regionum, insularum, urbium etc. Antwerpen, Plantin, 1578. 4to (25:17,5 cm). Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 4 Bll., 417 S., 1 Bl. Flex. Prgt. d. Zt., angestaubt, fleckig und etwas verzogen, Rückdeckel unten mit Eckabriss, vord. freies Vorsatz ausgefranst und mit 3 Fehlstellen, Bänder fehlen.
Adams O 330; Voet 1835; Zischka 129. - Erste Ausgabe. Alphabetisches Verzeichnis aller Orte, die in den klassischen Schriftstellern erwähnt werden. "The enumeration of authors from whom the list (and the explanations) was compiled comprises no less than some 430 names" (V.). - Stellenw. etwas fleckig, zu Beginn und am Schluss in den Rändern etwas wasserfleckig, wenige kl. Randläsuren. Anfangs kl. Wurmgang im w. Oberrand.
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Los 185
Pantaleon, Prosopographiae libri
Pantaleon, H. Prosopographiae heroum atque illustrium virorum totius Germaniae libri. 3 in 1 Bd. Basel, N. Brylinger, 1565(-1566). Fol. (30:21 cm). Mit 2 (statt 3) wiederh. Druckermarken u. zahlr., tlw. wiederh. kl. Porträtholzschn. im Text. 6 Bll., 291 S., 6; 4 Bll., 480 (recte 448) S., 6; 5 (statt 6) Bll., 565 (recte 563) S., 5 Bll. Spät. Prgt. mit Rsch., etwas fleckig, Buchblock angebrochen.
VD 16, P 228-230; Adams P 179; Lipperheide Da 2 Anm. - Erste Ausgabe der lateinischen Originalfassung. Hauptwerk des Basler Stadtphysikus, "das eine stattliche Anzahl von meist kompendiösen Biographien bedeutender und verdienter Männer an uns vorüberführt" (Wegele 369). Mit dem häufig fehlenden Bd. 3. - Leicht gebräunt u. stellenw. etwas stockfleckig; Titel von Bd. 1 neu befestigt u. wie Schlussbl. mit kl. hinterlegten Läsuren. Fehlt Titel von Bd. 3.
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Los 186
Perottus, Regule grammaticales
Perottus, N. Regule gram(m)aticales. Nuprime revise dilige(n)tique cura castigate. Venedig, M. Sessa & P. Ravani, 1521. 4to (20,5:15 cm). Mit großem Titelholzschnitt. 80 nn. Bll. Späterer Prgt., Rücken an Kopf und Fuß bestoßen.
EDIT 16, CNCE 55095; Sander 5552; vgl. Essling 629. - Sehr seltene Ausgabe der lateinischen Schulgrammatik des italienischen Humanisten Perottus (Perotti), die dieser während seiner Lehrtätigkeit als Professor an der Universität Bologna verfasste. Seine Rudimenta grammatices war als Unterrichtswerk außerordentlich beliebt und erlebte im 15. und 16. Jahrhundert zahlreiche Ausgaben. Mit schönem Magister-cum-discipulis Titelholzschnitt. - Gering gebräunt, etwas fleckig bzw. fingerfleckig, einige alte Anmerkungen und Anstreichungen. Stellenweise gereinigt, hintere Vorsätze mit Wurmspuren.
Scarce edition, with large woodcut on title. - Slightly browned, some spotting and thumbing, some old annotations and underlinings, partly cleaned, some worming to rear endpapers. Later vellum, head and tail of spine somewhat worn.
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Los 187
With Map of the Vaucluse Region
Petrarca, Il Petrarcha
Petrarca, F. Il Petrarcha. Con l'espositione d'Alessandro Vellutello. Venedig, da Vidali, 1528. 4to (19,5:13 cm). Mit doppelblattgr. Holzschnitt-Karte (mit Drucktext verso). 11 nn., 185 num., 51 nn. Bll. Ldr. des 18. Jh. mit farb. Rsch. und Rückenverg., etwas beschabt und bestoßen, oberes Kapital leicht abgestoßen, Vorderdeckel mit kl. Wasserfleck.
EDIT 16, CNCE 37981; Adams P 797; vgl. Sander 5631 (Druckavariante). - Zweite Ausgabe dieser erstmals 1525 erschienenen Edition. Mit einer schönen doppelseitigen Karte der Region Vaucluse. - Titel und wenige Seiten leicht gebräunt, vereinzelt fleckig oder Tintenkleckse, wenige Unterstreichungen bzw. Anmerkungen. Titel mit langem geschlossenem Randeinriss ganz mit Japan hinterlegt, oben verblasster hs. Besitzvermerk; Bl. 95 und am Schluss nn. Bl. d2 mit ergänztem Eckabriss. Mit typograph. Exlibris von Claude Jean Baptiste Huet de Froberville (1752-1838).

 
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Los 188
Pinder, Speculum passionis mit Geiler, Passio
Pinder, U. Speculum passionis domini nostri Jhesu christi. Nürnberg, (U. Pinder), 30. August 1507. Fol. (32:22,5 cm). Mit 77 (39 blattgroßen) Holzschnitten von H. Schäufelein, H. Baldung Grien u. a. Titel u. 90 röm. num. Bll., 1 w. Bl. - Angebunden: (J. Geiler von Kaisersberg). Passio domini nostri Jesu Christi, ex evangelistarum textu q(uam) accuratissime deprompta additis sanctissimis exquisitissimisq(ue) figuris. Straßburg, J. Knobloch, 1508. Fol. Mit 25 blattgr. Holzschnitten von Urs Graf  und Hans Wechtlin (1). 30 nn. Bll. Holzdeckelbd. d. Zt. einer Nürnberger Werkstatt mit breitem, blindgeprägten Schweinsldr.-Rücken u. zwei Schließen, altes handschriftliches Titelschild auf dem Vorderdeckel; Rücken teilw. berieben, Deckel teilw. wurmstichig, freie Vorsätze entfernt.
I. VD 16, P 2807 (Druckerzuschreibung an Pinder selbst, sonst F. Peypus zugeordnet); Adams P 1243; Fairfax Murray 333; Dodgson I, 505, 5 u. II, 5, 1; Hollstein II, 128; Lipperheide Cg 7; Oldenbourg, Baldung L 7 bzw. Schäufelein L 4. - Erste Ausgabe. Die bedeutendste graphische Arbeit Hans Schäufeleins. Von ihm stammen 39 Holzschnitte, sechs sind Wiederverwendungen aus dem "Beschlossen gart" von 1505, darunter ein zweimal verwendeter blattgr. Kalvarienberg. Die 33 neuen Holzschnitte (inkl. 4 Wiederh.) sind alle blattgroß. Von den 21 Baldungschen Holzschnitten stammen 9 (inkl. 2 wiederh. u. 1 blattgroß) ebenfalls aus dem "Beschlossen gart". Für das "Speculum" schuf Baldung 12 neue Bilder (dav. 2 blattgroß). Die übrigen 21 Holzschnitte sind ebenfalls dem "Beschlossen gart" entnommen, mit Ausnahme des blattgroßen Gethsemane (Fol. 21v), von Dodgson Wolf Traut, allerdings als zweifelhaft, zugewiesen. - Gering fleckig bzw. fingerfleckig, vereinzelte Feuchtigkeitsränder, besonders erste Bll. Erste Bll. wurmstichig, Wurmspur im unteren weißen Rand, sonst vereinzelte Wurmlöcher. Bl. XIXr mit alter Anmerkung, Titel mit kleinem Loch.
II. VD 16, B 4696 (unter Biblia, Evangelienharmonie); Goed. I, 398, 8; Dacheux 29; Muller 119, 47; Schmidt 101; Hieronymus 30; vgl. Muther 1277 u. Taf. 215-17. - Fünfte lateinische Ausgabe. Mit der berühmten Passionsfolge, die Urs Graf für die 1506 erschienene Erstausgabe geschaffen hatte. "Urs Grafs erste größere Arbeit für den Holzschnitt, sogleich in einem nicht gewöhnlichem Grossformat; sie hat sich wohl über mehrere Jahre hingezogen" (Hieronymus). In unserer Ausgabe ist für die Auferstehung nicht der Holzschnitt der Drei Marien am Grabe wiederholt, sondern die Auferstehung aus der Passionsfolge von Hans Wechtlin verwendet. - Etwas fingerfleckig, gering fleckig, durchgehend Wurmlöcher, wenige kleine Wurmspuren. Titel mit Griffregisterrest.
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Los 189
Pius II., Opera
Pius II. (Aeneas Sylvius Piccolomini). Opera quae extant omnia. Ed. M. Hopper. Basel, Henricpetri, 1571. Fol. (32:22 cm). Mit 18 (1 ganzseit.) Holzschnittkarten im Text. 62 Bll., 1086 S., 1 Bl. u. 16 Bll. Anhang. Blindgepr. Schweinsldr. d. Zt. mit Rsch., Ecken bestoßen, etwas berieben u. fleckig.
VD 16, P 3094; Adams P 1334. - Zweite Baseler Gesamtausgabe. Enthält vor allem P.'s Geschichte von Böhmen und seine geograph. Beschreibung von Europa und Asien, hierzu die Karten (Wiederverwendung aus Münsters Cosmographia). Der Anhang mit eigenem Titel "Gnomonologia". Er enthält eine von C. Lycosthenes (Wolfhardt) kompilierte Sammlung von Zitaten P.'s. - Leicht gebräunt; vereinzelte Randnotizen; Titel mit Besitzvermerk, dat. 1793 Posonii (Bratislava); Druckvermerk mit alten hs. Bemerkungen. Schönes Exemplar.
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Los 190
Armorial Binding
Plinius, Historiae mundi
Plinius Secundus, C. (d. Ä.). Historiae mundi libri XXXVII. Frankfurt, J. Feyerabend, 1599. Fol. (38,5:26 cm). Mit 2 verschied. Druckermarken. 18 Bll., 904 S., 97 Bll. (o.d.l.w.). Roter spanischer Maroquinband des 17. Jh. mit Rvg., Deckelbordüren mit Eckfleurons, großem Wappensupralibros bzw. Devise der Herzöge von Guzmán auf den Deckeln, Goldschnitt; fleckig und stärker berieben, Ecken und Kanten bestoßen, obere Außenecke des Rückdeckels ausgefranst, Rücken mit Wurmspuren und am Kopf kl. Einriss, ohne vord. freies Vorsatz.
VD 16, P 3551; Adams P 1584; Schweiger II, 789. - Schöner Druck der von Jacques Daléchamps besorgten Ausgabe mit dem Kommentar des Sigismund Gelenius. - Fleckig und gebräunt, teilw. stark; Ränder fast durchgehend bis in den Text etwas wasserfleckig. Vereinzelt Randläsuren, S. 315 f. seitl. mit Randabriss bis an den Text, Registerbl. b1 mit Randausriss oben mit kl. Buchstabenverlust im Kopftitel. Titel lose und unschön eingeklebt, mit hs. Notiz und im Oberrand hs. Besitzvermerk von William ("Guil.") Godolphin (durch Tintenfraß beschädigt). Schöner Wappeneinband mit Wappensupralibros der Herzöge von Guzmán aus dem 17. Jh. (von Mazal, Europ. Einbandkunst, Nr. 186, in der ÖNB Wien belegt), Godolphin wiederum hatte als englischer Botschafter in Madrid (1671-78) einen wesentlichen Teil der Bibliothek von Ramiro Guzmán de las Torres erworben; im Innendeckel ferner Exlibris der "Bibliothèque de Belay".
Pliny's Natural History edited by Jacques Daléchamps. - Foxed, stained and browned, partly heavily. Marginal dampstaining affecting text almost throughout. A few marginal tears (1 register leaf with small loss of letters to head title). Loosened title inexpertly fixed. Bound in 17th century Spanish red morocco, richly gilt, gilt edges, large coat-of-arms resp. device of the dukes of Guzmán gilt to covers; with William Godolphin's name written on the title, who had purchased part of the Guzmán library during his time as English ambassador in Spain in 1671-78, bookplate "Bibliothèque de Belay" to inner cover; stained and rubbed, edges worn, 1 corner frayed, small wormholes to spine and small tear at head, lacking front fly-leaf.
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Los 191
Politianus, Opera. Bd. 2
Politianus, A. Opera. Bd. 2 (von 3). Lyon, S. Gryphius, 1533. (16:11 cm). 326 S. Flex. Prgt. d. Zt., fleckig u. knittrig, Rücken mit Fehlstelle.
Baudrier VIII, 68. - Teilw. gebräunt, erste Bll. mit Feuchtigkeitsrand, vereinzelt alte Anmerkungen. Titel fleckig, mit teilw. überklebtem Besitzvermerk des späten 17. Jh., verso Anmerkung.
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Los 192
Pomponius Mela, De situ u.a.
Pomponius Mela. De situ orbis (et alia opera). Florenz, Ph. Giunta Erben, 1519. (17:11 cm). Mit Druckermarke. 223 num. Bll., 1 nn. Bl. Ldr. d. Zt. mit reicher Blindprägung, Rückenfalz aus Prgt.-Handschrift; fleckig, bestoßen und teilw. rep., Vorsätze erneuert, Rücken, Gelenke und Kanten mit Ein- und Ausrissen, Vorderdeckel gelockert und Rückdeckel lose.
EDIT 16, CNCE 28751; Adams M 1054; Renouard XLIV, 25. -  Schöne Giunta-Ausgabe dieser Sammlung antiker Autoren zur Geographie und zur Topographie Roms. Enthält: 1. Pomponius Mela, De situ orbis - 2. J. Solinus, Polyhistor - 3. Antonius Augustus, Itinerarium provinciarum - 4. P. Victor, De regionibus urbis Romae - 5. Vibius Sequester, De fluminibus - 6. Dionysius Periegeta, De situ orbis. - Etwas stockfleckig, teilw. auch fingerfleckig oder etwas angeschmutzt. Erste Lage mit Wurmgängen unten im Bund, Bl. 48 ff. mit Quetschfalte in der unteren Außenecke. Vereinzelt alte Anstreichungen und Marginalia. Vorderer Innendeckel beschriftet und freies Vorsatz mit Monogramm-Stempel "R K".
An important collection of early Roman geographical works, printed by the Juntas (with their woodcut device to final leaf). - Some staining and soiling, small wormholes to centerfold of first leaves, ll. 48 ff. with creasefold to lower outer corner. Occasional old underlinings and marginalia, ownership inscriptions and notes to front pastedown and stamp to fly-leaf. Bound in contemporary blind-tooled goatskin with manuscript fragment in binding; somewhat stained, worn, some repairs, endpapers renewed, tears to extremities and spine, front board loosened and rear board detached.
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Los 193
Ptolemaeus, Geographia
Ptolemaeus, C. Libri VIII. de geographia e graeco denuo traducti. Nominibus graecis e regione appositis. J. Noviomagi (Bronchorst) opera. Nunc primum in lucem editi. Köln, J. Ruremundanus, 1540. (15,5:10,5 cm). Mit 6 blattgr. schematischen Holzschnitten. 4 Bll., 388 S., 49 Bll. Index, 1 w. Bl. Pergamentband d. Zt. aus einem Manuskriptblatt des 12. Jhdts., Fehlstellen am Rücken u. unteren Rückdeckel ergänzt, berieben, kl. Wurmlöcher.
VD 16, P 5215; Adams P 2225; Sabin 66508; Schweiger I, 280. - Erste Ausgabe der seltenen lateinischen Übersetzung von Johann Bronchorst. - Durchgängig gebräunt, etwas fleckig u. wasserrandig, Titel mit restauriertem Randausriss, Bl. a4 sowie die drei letzten Bll. mit restaurierten Ausrissen mit etwas Textverlust, 1 Bl. mit repariertem Randeinriss.
Rare first latin translation of Johann Bronchorst. - Browning throughout, some staining and watermarking, paper-flaws to margins of title and last 3 leaves repaired, latter with little loss of text, tear to 1 leaf repaired. Bound in contemp. vellum from a 12th century manuscript, rubbed, vellum-flaw to spine and rear cover restored.
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Los 194
Quad, Teutscher Nation Herligkeitt
Quad, M. Teutscher Nation Herligkeitt. Ein außfuhrliche beschreibung des gegenwertigen, alten, und uhralten Standts Germaniae. Köln, W. Lützenkirchen, 1609. 4to (20:14,5 cm). 4 Bll., 460 (recte 450) S., 2 Bll. Prgt. d. Zt., gering fleckig.
VD 17 23:247026P; Goed. III, 572, 4; Wegele 368. - Einzige Ausgabe. Spätwerk des bedeutenden Kölner Kartographen. "Eine der besten frühen Landesbeschreibungen des deutschen Raumes. Das Buch enthält zahllose Detailinformationen zur Landeskunde und insbesondere zur Kunstgeschichte, die Quad vorwiegend auf der Grundlage eigener Kenntnisse und primärer Quellen zusammengestellt hat. Möglicherweise ist 'Teutscher Nation Herligkeitt' der erste und einzige fertiggewordene Teil eines größeren Projektes, an dem Quad die letzten beiden Jahrzehnte seines Lebens gearbeitet hat" (Meurer, Atlantes Colonienses S. 200). - Etwas gebräunt und stockfleckig. Exemplar der Bibliothek Nordkirchen (Exlibris).
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Los 195
Rätel, Römische Kayser
Rätel, H. Der Dreyer Christlicher Römischer Kayser, Nemlich, Constantini, Caroli, Ottonis Magni Ankunfft, Geburth, Regierung, Kriege und Siege, grosse Thaten, Thugentliches Leben und seliges Ende. Aus den bewertisten Geschichtschreibern trewlich zusam(m)en verfasset. Görlitz, J. Rhambau, 1603. 4to (19,5:16 cm). Mit Holzschnitt-Titelbordüre u. Wappenholzschnitt (c2v). 38 nn. Bll. Hprgt. d. 20 Jh.
VD 17 3:652916W (irrige Kollation). - Erste Ausgabe des seltenen Werkes des schlesischen Lutheraners. Rätel war u.a. Bürgermeister von Sagan.
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Los 195a
Meilenstein der Rechtsliteratur
Bambergische Halßgerichtsordnung 1508
Rechtsbücher des 16. Jahrhunderts. - Bambergische Halßgerichts und rechtlich Ordenung, in peynliche(n) sachen zu volnfar(e)n. Mainz, J. Schöffer, (28. Oktober) 1508. Fol. (27:20 cm). Mit gr. Titelholzschn. u. 21 Textholzschn. sowie Druckermarke, sämtlich in kräftigem Altkolorit. 52 nn. Bll. Pergamentband aus altem Material in schlichtem Lwd.-Schuber.
VD 16, ZV 27955 (Variante zu B 260); Roth, Schöffer 21,10; Kohler-Scheel XXI, IV. (2 Varianten); Stobbe II, 241. - Sehr seltene, frühe Ausgabe der "mater Carolinae", in prächtigem Altkolorit. Die letzte der drei Mainzer Ausgaben vom Jahre 1508 (vorher 12. März u. 24. August), vorliegend mit dem Kolophon "auff Symonis vñ Jude" (= 28. Oktober), die erste Ausgabe war 1507 in Bamberg erschienen. - "Eine neue Epoche in der Gesetzgebung des Criminalprocesses begründete die Bamberger Halsgerichtsordnung vom Jahre 1507 (EA.). Man beabsichtigte durch diese Gerichtsordnung nicht sowohl ein Gesetzbuch, als vielmehr eine Anweisung zu liefern für die grösstentheils aus Laien zusammengesetzten Gerichte, wie in peinlichen Sachen zu verfahren sei" (Stobbe). Die auch kostümgeschichtlich interessanten Holzschnitte sind größtenteils verkleinerte Nachschnitte derjenigen der Bamberger Ausgabe von 1507. Teilw. wurden auch Schnitte aus Schöffers Livius verwendet oder einige der meist mehrteiligen Bilder aus Stöcken beider Arten zusammengesetzt. - Breitrandiges Exemplar, etwas gebräunt, gering fingerfleckig. E6 mit alter Papierreparatur im Rand, letzte 2 Bll. mit kl. hinterlegten Wurmspuren im unteren Rand. Altkolorierte Exemplare dieses Werkes sind nahezu unauffindbar.
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Los 196
Gerichtsordnung Bayern 1588
Rechtsbücher des 16. Jahrhunderts. - Bayern. - Gerichtsordnung im Fürstenthumb Obern und Nidern Bayrn Anno M.D.XX. auffgericht, und jetzt auß bevelch ... Hertzog Wilhelmen in Bayrn, &c widerumben nach gedruckt. (München, A. Berg,) 1588. Fol. (29,5:19 cm). Mit Wappenholzschn. auf dem Titel. 16 nn. (l.w.), LXXXVII num., 1 w. Bl. Umschlag d. 19. Jh., etwas gebraucht.
VD 16, B 993. - Stellenw. etwas stockfleckig; meist nur im äußersten Rand mit schmalem Wasserrand, letzte Bll. etwas stärker wasserrandig, letzte 3 Bll. mit kl. Randläsur durch Blattweiser.
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Los 197
Bayer. Landrecht. Policey-etc. Ordnungen
Rechtsbücher des 16. Jahrhunderts. - Bayern. - Landrecht, Policey, Gerichts- Malefitz- und andere Ordnungen. Der Fürstenthumben Obern und Nidern Bayrn. 9 Tle. in 1 Bd. München, N. Heinrich, 1616. Fol. (34,5.24,5 cm). Mit gest. Titel, 8 wiederh. Titelholzschn. u. 12 meist blattgr. Textholzschn. ). Blindgepr. Schweinslederband d. Zt. über Holzdeckeln mit 2 Schließen, gebräunt u. berieben, Rücken u. Vorsätze wurmstichig, vord. Innengelenk angebrochen.
Pfister I, 78; VD 17 12:730090R.- Erste Ausgabe des Codex Maximilianus. Eine von drei Druckvarianten (Kupfertitel mit kaiserl. Privileg). Das große Gesetzgebungswerk wurde erst nach eineinhalb Jahrhunderten durch die Kodifikationen Kreittmayrs ersetzt. Die blattgroßen Textholzschnitte zeigen großformatige Fischmaß-Darstellungen von 10 Fischfiguren und 1 Krebsfigur in originalgetreuer Wiedergabe. - Kollation: 9 Bll., 60 (statt 62, S. 57/58 in Fotokopie ergänzt) S.; 3 Bll., S. 63 - 94; 8 Bll., S. 95-200; 18 Bll., S. 201-406; 6 Bll., S. 407-443; 22 Bll., S. 444-728; 4 Bll., S. 729-774; 2 Bll., S. 775-793; 4 Bll., S. 794-827, 6 Bll. (ohne das "Repertorium, Oder General-Register" von 136 recte 140 S., 1 Bl.). - Etwas gebräunt u. stockfl., teilw. leicht wasserfl. Einige Bll. mit Randeinrissen oder schmalen Ausrissen (an 1 Bl. unter Verlust der Seitenzahl), 1 Bl. mit alt ergänztem Eckabriss ohne Textverlust. 2 der blattgr. Fischholzschnitte angeschnitten mit etwas Bildverlust. Fehlen 1 Bl. und das Repertorium.
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(verkauft)
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Los 198
Bonifacius VIII., Liber sextus decretalium
Rechtsbücher des 16. Jahrhunderts. - Bonifacius VIII. Liber sextus decretalium. Lyon, B. Frein für G. Rouillé, 1555. 16mo (12:8,5 cm). Mit Druckerm. 1102 S., 17 Bll. (d. l. w.). Prgt. d. 17. Jh. mit Rsch.
IA 122.022; Baudrier IX, 219; nicht bei Adams. - Einzige Ausgabe der Dekretalen bei Rouillé. - Etwas gebräunt u. wasserandig.
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