Handschriften - Stammbücher - Urkunden

Los 1 *#
Hornbostel, Briefe zum Tod A. H. von Braunschweig-Wolfenbüttel
Albrecht Heinrich von Braunschweig-Wolfenbüttel. - Hornbostel, G. C. O. 3 Briefe zum Sterben des Prinzen Albrecht Heinrich von Braunschweig-Wolfenbüttel. Hamm, Juli u. August 1761. - Dazu: D. A. Schneller. 1 Brief zum selben Thema.
Heinrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1742-1761), ein jüngerer Sohn des Herzogs Karl von Braunschweig, wurde als Kavallerieoffizier am 20. Juli 1761 bei einem Scharmützel mit französischen Truppen verwundet und starb am 8. August in Hamm. J. F. W. Jerusalem (Abt Jerusalem), bedeutender Theologe der Aufklärung und Rektor des Collegium Carolinum, das der junge Prinz besucht hatte, gab 1762 "Das Leben des Prinzen Albrecht Heinrich von Braunschweig und Lüneburg", heraus. In diesem Werk stützte er sich auch auf an ihn gerichtete Briefe des Feldgeistlichen Hornbostel und des Majors Schneller, die dem Prinzen auf dem Sterbebett zur Seite gestanden hatten. Es liegen hier von Hornbostel vor: 1. Brief, datiert Hamm, 28. Juli 1761. Fol. 2 1/2 S. auf 1 Doppelbl. -  2. Brief, undatiert (31. Juli 1761). Fol. 1 1/2 S. auf 1 Doppelbl. - 3. Brief, datiert Hamm, 10. Aug. 1761. Fol. 2 S. auf 1 Doppelbl. - Die ersten beiden Briefe sind von einer, der dritte von einer anderen Hand geschrieben, wohl alle von Schreiberhand. Sie sind abgedruckt in Jerusalems o.g. Werk (S. 71-76), allerdings hat Jerusalem die Briefe in Stil und Rechtschreibung bearbeitet. Gerhard Christian Otto Hornbostel (1725-1780), von Jerusalem als Feldsuperintendent bezeichnet, war 1763 bis zu seinem Tod Pastor in Lüne (vgl. Meyer, Pastoren der Landeskirchen Hannovers, Bd. 2, S. 99). Als Student in Göttingen war er Mitglied der Deutschen Gesellschaft und wurde 1748 zum Dichter gekrönt. - Von Schneller stammt: 4. Brief, datiert Hamm, 9. August 1761. Fol. 7 S. auf 2 Einzel- u. 1 Doppelbl. - David Andreas Schneller (1723-1789) hatte den Prinzen am Collegium Carolinum in Mathematik unterrichtet und in ins Feld begleitet. Sein ausführlicher Brief, aus dem Jerusalem ebenfalls schöpfte, den er aber nicht abgedruckt hat, schildert ebenfalls das Sterben des Prinzen, das er eng begleitete. Am Schluss des ausführlichen Briefes heißt es: "Mehr will jetzt die Bestürtzung nicht erlauben. Unser Verlust ist allgemein, so werden auch die Klagen sein". Schneller wurde später Oberstleutnant und Chef des Ingenieurkorps.
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Los 2 *
Stammbuch, Bamberg 1838-1843
Album amicorum. - Bamberg. - Stambuchkassette, wohl eines Studenten. Meist Bamberg, sowie Hengersberg, Wetzlar, Würzburg u. a. 1838-1843. Qu.-8vo (8,5:15 cm). Mit 1 kol. Kupf. 34 (3 leere) Bll. mit 32 Einträgen. Blindgepr.  Papp-Kassette d. Zt. mit mont. blindgepr. Ldr.-Vignette, etwas Goldprägung und 2 lith. Ansichten; Kanten gering berieben; in Pp.-Schuber d. Zt, dieser etwas beschädigt.
Unter den Namen der meist männlichen Beiträger: E. au Caire, A. Hartlieb, F, Herold, H. A. Hopf, G. Rogler, E. Wolf. Die Innendeckel mit Ansichten von Nymphenburg und Tegernsee in blaue blindgepr. Papierrahmen montiert. Ein weiteres Bl. mit Eintrag aus München 1858 sowie einige Haarteile beiliegend. - Vereinzelt gering fleckig.
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Los 3 *
Stammbuch des R. T. Kirchner / +9 lose Bll.
Album amicorum. - Breslau. - Kirchner. - Denkmahl der Freundschaft, gewidmet von Deiner treuen Schwester Rosalie Kirchner, 1831 (Titel). Stammbuch des R. T. Kirchner (Namensstempel a. d. Vorsatz). Meist Breslau u. Heidelberg, sowie Brieg (Brzeg), Frankfurt, Mainz u. a., 1831-1850. Qu.-8vo (12:20 cm). Mit 17 kol. Kupfertaf., 1 kol. Lithogr., 1 Bleistift- u. 1 Federzeichnung sowie 2 Textilarbeiten. 94 Bll. mit ca. 45 Einträgen. Farbig bestickter Einband mit montierten goldgeprägten Papierbordüren u. Goldschnitt; gering berieben.
Das hübsche Album enthält vor allem Einträge aus Breslau (15), der Herkunftsstadt des Stammbuchhalters und Heidelberg (8; wohl der Studienort). Neben den Eltern Carl Gottfried und Henriette Kirchner und Geschwistern finden sich aus Breslau Namen wie Adel, Eifler, Reiss, Rother, Schröder, Springer u. a. Der späteste Eintrag stammt von Adolph v. Kronhelm, wohl der um 1817 in Breslau geborene Militärarzt Adolph Rudolph Nicolaus Philipp v. K. Die Stammbuchkupfer meist von Nürnberger Verlegern wie P. C. Geissler, Riedel, G. N. Renner u. a. - Beiliegen: 9 lose Bll. etwas kleineren Formats mit weiteren Einträgen (5 aus Breslau) aus den Jahren 1833-1850, davon 1 mit Haararbeit, 1 mit aquarellierten Blumen. - Gering gebräunt u. vereinzelt minimal fleckig; die Einträge u. Illustrationen stellenweise mit schwachem Abklatsch.
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Los 4 *
Stammbuch, Dresden 1832-38
Album amicorum. - Dresden. - Stammbuchkassette einer weiblichen Person. Meist Dresden, sowie Chemnitz, Prag und Wien 1832-1854. Qu.-8vo (11:19 cm). Mit 4 (3 in Sepia) Aquarellen und Gouachen, 2 kol. Kupf., 2 gestanzten Schmuckkarten u. 2 kl. Haararbeiten. 23 Bll. mit 18 Einträgen. Samtkassette d. Zt. mit mont. goldgepr. Papierverzierungen und blindgepr. Innendeckeln; etwas fleckig, Vorderdeckel gebräunt.
Unter den Namen der meist weiblichen Beiträger: Cramer, Hann, Kögler, Köhler, Kuhn (Cand Theol.), Knobloch, Martin. - Vereinzelt gering fleckig.
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Los 5 *
Naturkatastrophe 1784
Stammbuch des Johann Heinrich Hahn 1784
Album amicorum. - Heidelberg. - Hahn. - Stammbuch des Kaufmanns Johann Heinrich Hahn aus Heidelberg. Landau, Mannheim, Straßburg, Heidelberg, Frankfurt 1784-1789. Qu.-8vo (12,5:20 cm). Mit kalligraphiertem Titelblatt mit aquarellierter Bordüre, 2 ganzseitigen Aquarellen, 1 ganzseit. Gouache auf Pergament, 5 (3 großen) aquarellierten Vignetten und 5 (3 mit aquarell. Vign.) Schattenrissen. 95 (14 leere) Bll. mit 86 Einträgen. Lose Blätter, Doppelblätter bzw. geheftete Lagen, alles mit Kopfgoldschnitt in roter Maroquin-Kassette d. Zt. mit Rückenschild und reicher floraler Rücken- und Deckelgoldprägung in Pp.-Schuber d. Zt.; gering fleckig, Kanten berieben, vom Schuber nur der hintere Teil vorhanden, dieser beschabt u. bestoßen.
Reichhaltiges Freundschaftsalbum mit zahlreichen Einträgen, häufig mit Angabe der Herkunft der Einträger. Darunter auch solche von Mitgliedern bedeutender Kaufmannsfamilien wie Familie Gaddum (Heinrich Daniel, Jacob u.a.), Georg L. Gontard, Johann Peter Junge (aus Düsseldorf) meist in deutscher, einige in französischer, wenige in englischer Sprache. Aus der Zeit nach 1789 sind nur 2 Einträge vorhanden: Sophie Charlotte Schultz und Margarethe Schultz, beide aus Straßburg tragen sich im Juni 1792 in Heidelberg ein. Außergewöhnlich ist der Eintrag eines Georg Bernhard Latmirans aus Augsburg, der die Hochwasserkatastrophe in Heidelberg im Frühjahr 1784 behandelt. Zu seinem Gedicht "Wer ist in Heidelberg, der dieses wird vergessen/ wie wir voll Angst und Furcht in Wasser-Noth gesessen..." steuert er auch ein ganzseitiges Aquarell mit Darstellung der überfluteten Stadt Heidelberg bei. Die Überschwemmungen im Frühjahr 1784 zählen zu den größten Naturkatastrophen der frühen Neuzeit in Mitteleuropa. Auf dem 2. Blatt ein späterer Eintrag der Enkelin Antonie Billié, zu J. H. Hahn, seiner Frau Marguerit Scherrer und der Tochter Louise Hahn. - Stellenweise gering fleckig, wenige Bll. am Kopf oder Fuß gering angeschnitten.
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Los 6 *#
Stammbuchkassette. Mittweida
Album amicorum. - Mittweida. - Stammbuchkassette. Mittweida u.a. 1849-1855. Quer-8vo. Mit 18 lose einliegenden bzw. montierten (4) hs. Widmungsbll. in verschiedenen Formaten (5:9 cm bis 7,5:12,5 cm), darunter 10 Bll. mit aquarellierten Federzeichnungen und 2 Bll. geschnittenes Papier mit durchgezogenem Bändchen, 4 Bll. in der Art der Wiener Kunstbillets mit Blind- (2) bzw. Goldprägung (2), die ausgestanzten Medaillons mit Gaze hinterlegt und mit zierlichen kol. Papierprägedruck-Applikationen versehen sowie jeweils verso mit seitl. montiertem Widmungsbl., 1 Fragment mit erhaltener kol. Papierprägedruck-Applikation, 1 w. Bl. sowie 1 Bl. Taschenkalender für das Jahr 1856 und 1 Taufbrief mit montierter Tauferinnerung ("von Deinem Paten Daniel Friedr. Goldschmidt, Hohenstein", datiert 30. Mai 1830). Dekorative farblith. Hldr.-Kassette (9,5:15 cm) mit Rückenversilberung; innen mit farbigem Papier ausgeschlagen, mit montierten Ornamenten und Bordüren aus gepr. und gestanztem Goldpapier sowie kol. Papierprägedruck; vereinzelt leicht fleckig und berieben, Rücken und Gelenk mit kl. Läsionen. Umschl. und Pp.-Schuber d. Zt. mit kl. Papieretikett, meist etwas gebräunt, berieben und fleckig.
Überwiegend mit Einträgen aus den Jahren 1849, wenige später oder nicht datiert, meist aus Mittweida, aber auch aus Zittau u.a. Die filigranen Federzeichnungen mit floralen, die reizenden Prägedruck-Applikationen mit floralen und figürlichen Motiven sowie Freundschaftssymbolen mit kl. Schriftzügen. - Die Widmungsbll. etwas gebräunt; insgesamt stellenweise leicht fleckig.
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Los 7 *
Anfängs-Gründe d. Civil-Baukunst. Handschrift
Architektur. - Anfängs-Gründe (sic) der Civil-Baukunst. Deutsche Handschrift auf Papier. O.O., um 1800. 4to. Blattgr. 20:16 cm, Schriftspiegel ca. 18:14 cm. Von einer Hand mit brauner Tinte in deutscher Kursive geschrieben. Mit 1 mitpag. gefalt. Tafel und einigen Federzeichnungen im Text. 178 num. S., 1 w. Bl. Pp. d. Zt., fleckig und beschabt.
Anonyme Handschrift zur bürgerlichen Baukunst. Enthält 147 Artikel in 12 Kapiteln, darunter solche zu Baumaterialien, Dächern, Fußböden u. Decken, Heizung, Treppen, Türen u. Fenster etc. - Vereinzelt etwas, 1. Bl. stärker stockfleckig; vord. Innendeckel mit Resten von Siegellack und gelöschtem, teilw. überklebtem Besitzvermerk in Tinte.
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Los 8 *#
Äthiopische Handschrift. Psalterium
Äthiopische Handschriften. - Psalterium. Ge'ez. Handschrift auf Pergament. Äthiopien 19. Jahrhundert. Blattgr. ca. 15:9,5 cm, Schriftspiegel ca. 11,5:8 cm. 142 (3 w.) Bll. Mit braunschwarzer und roter Tinte in meist 23 Zeilen geschrieben. Holzdeckelbd. mit Lederbezug, ohne Rücken, etwas berieben.
Enthält Bl. 3r-114r die 151 Psalmen, 114v-125v die Cantica, 125v-132v das Hohelied, 132v-141v das Marienoffizium. - Gebräunt u. fingerfleckig, durchgängig mit Bleistift foliiert; einige Bll. mit kl. Randläsuren oder Eckabrissen bzw. im Rand beschabt, wenige reparierte Pergamentfehler; die leeren Bl. 2v und 142, sowie einige ausgekratzte Textstellen mit Vermerken u. Ergänzungen d. 20. Jahrh. in Ge'ez. Provenienz: Hartung & Hartung, Auktion 108 (2003).
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Los 9 *#
Liturgische Ge'ez-Handschrift
Äthiopische Handschriften. - Äthiopien. - Liturgische Ge'ez-Handschrift auf Pergament. Äthiopien, 19.-20. Jahrhundert. Blattgr. 14,5:10 cm, Schriftspiegel ca. 9:7,5 cm. Mit schwarzer Tinte in 15-16 Zeilen zweispaltig geschrieben, Hervorhebungen in Rot. Mit 5 ganzseitigen farbigen Malereien u. 2 kol. ornamentalen Zierleisten. 98 Bll. Blindgepr. Ldr. auf Holzdeckeln, in zweiteiliger Ledertasche mit Trageriemen; berieben.
Handschrift auf kräftigem Pergament. Die grellbunten Malereien mit Darstellung der Dreieinigkeit, des Gekreuzigten, des hl. Georg, der Madonna mit Kind sowie einem Erzengel. Die Malereien, mindestens aber das Kolorit und die Darstellungen der Dreieinigkeit u. des Erzengels wohl im 20. Jahrhundert ausgeführt.  - Etwas gebräunt und fingerfleckig. Provenienz: Hartung & Hartung, Auktion 108 (2003).
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Los 10 *
Haeckel, Autograph: Indische Reisebriefe
Autographen. - Haeckel, Ernst (Zoologe u. Philosoph; 1834-1919). Indische Reisebriefe, Kapitel VIII und IX. Eigenhändiges Manuskript mit eigenh. Namenszug auf dem ersten Blatt. Jena (ca. 1882-1883). (33:21 cm). 29 num., beidseitig beschriebene Bll. Lose.
Die Blätter, nummeriert von 1-29, enthalten den vollständigen Text der beiden Kapitel "VIII. Die Galla-Colombo-Straße" und "IX. Punto-Galla" aus Haeckels 1883 erschienenem Buch "Indische Reisebriefe", dem Bericht über seine Erlebnisse bei seiner ersten Reise in eine Tropenregion, nach Indien und Ceylon (Sri Lanka) in den Jahren 1881-1882. Frühe Niederschrift mit zahlreichen Textänderungen, Streichungen, Einschüben etc., die Haeckels Arbeit am Text gut wiedergeben. Sein hs. Zusatz "Correctur an Herrn Prof. Dr. Ernst Haeckel, Jena" in der linken oberen Ecke des ersten Blatts zeigt, daß H. den Text in Teilstücken zur Korrektur schickte. Wohl von diesem Korrektor finden sich enige kleinere Korrekturen, meist nur einzelner Buchstaben, in Bleistift. - Gebräunt, Bll. 1-15 u. 28-29 stärker, hier auch einige Randläsuren mit gelegentlichem Verlust von Teilen einzelner Buchstaben, Bl. 29 eingerissen und mit kl. Loch im Zentrum, die Mehrzahl dieser meist kleinen Papierdefekte mit transparentem Archivband geklebt bzw. fixiert.
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Los 11 *#
Ludwig XIV., Brief mit Unterschrift
Autographen. - Ludwig XIV., König von Frankreich (1638-1715). Brief mit Unterschrift (Sekretär) und Gegenzeichnung an den Kommandeur einer Kompanie. Amiens, 14. Juni 1647. Fol. (35,5:23,5 cm). 1 S.
Über die Möglichkeit, dass die Stadt Béthune angegriffen wird. Ludwig XIV. ließ sämtliche amtliche Schriftstücke von seinen "Secretaires de la main" unterzeichnen. Mit Gegenzeichnung des Staatssekretärs Le Tellier. - Etwas fleckig, im Rand tlw. geknittert u. mit kl. Läsuren.
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Los 12 *#
Mendelssohn-Bartholdy, Eigenh. Brief 1842
Autographen. - Mendelssohn-Bartholdy, F. (1809-1847; deutscher Komponist, Pianist u. Organist). Eigenh. Brief mit Unterschrift "Felix Mendelssohn-Bartholdy". Ostende, 29. Mai 1842. 4to (27,5:22 cm). 1 S. auf 1 Doppelblatt.
An die Musikalienhandlung von B. Schott's Söhnen, Mainz. Im Jahr seiner Ernennung zum Preußischen Generalmusikdirektor 1842 reist Felix Mendelssohn-Bartholdy zum siebten Mal nach England. "Auf das Dampfschiff nach London wartend" antwortet er auf ein Schreiben des Musikverlags und wiederholt darin seine Absage, "dass ich nicht nach Paris kommen, und nicht mit den dortigen Herren Rücksprache nehmen kann." Sein Wunsch sei es "überhaupt nicht eine Oper für Paris, und in Französischer Sprache zu schreiben, (er) würde es viel lieber für Deutschland und in deutscher thun". Auch die Aussicht auf äußerliche Triumphe könnten ihn niemals in seiner künstlerischen Arbeit leiten, denn "Wenn die nicht von selbst kommen, so ist's besser man entbehrt sie". - Kaum gebräunt. Gut erhalten.
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Los 13 *#
Strauss, Eigenh. Brief mit Unterschrift, 1945
Autographen. - Strauss, R. (1864-1949, deutscher Komponist). Eigenh. Brief mit Unterschrift "Dr Richard Strauss". Garmisch(-Partenkirchen), 20. März (19)45. 4to (28:22 cm). 1 1/2 S. auf 1 Bl.
Eigenhändiger Brief an den "Freund Buhre" (?), dem er im Voraus dankt, "wenn Sie meinen lieben Radlern etwas helfen könnten". Strauss gedenkt der schönen gemeinsamen Stunden in Salzburg: "Es waren die letzten Freuden, die meinem nun bald ganz in die Schatten der Hoffnungslosigkeit versinkenden Künstlerdasein beschieden waren." Er berichtet weiter über persönliche und häusliche Verhältnisse und schließt tief betrübt: "Also Sorgen über Sorgen, Kummer und Trostlosigkeit die ich meistens mit handwerklichen Arbeiten: wie neue Fassung des schlecht bearbeiteten Rosencavalierwalzers u. andern unnützen Werkstattkrames betäube. Meine Gesundheit ist trotz Allem noch gut - aber wozu noch?" - Etwas gebräunt, kl. Einriss im Falz. Gut erhalten.
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Los 14 *#
Urkunde wegen Neustadt a. d. Dosse. 1571
Brandenburg. - Neustadt an der Dosse. - Bestätigung der Verpfändung von Neustadt an der Dosse an Reimar v. Winterfeld durch den brandenburgischen Kanzler Lampert Distelmeyer namens des Kurfürsten. Deutsche Urkunde auf Pergament. Neustadt, 26. Dez. 1571. Qu.-fol. Blattgr. ca. 47,5:17,5 cm, Plica 1,5 cm; Schriftspiegel ca. 15,5:42 cm. Kanzleischrift in brauner Tinte. Mit anhängendem Siegelrest.
Vgl. L. G. v. Winterfeld, Geschichte des Geschlechts von Winterfeld, Bd. 2 (1863), S. 256ff. - 1568 hatte Kurfürst Joachim II. von Brandenburg das Amt Neustadt an Reimar v. Winterfeld für 10700 Taler verpfändet. 1584 erfolgte seine Belehnung mit Neustadt, nachdem er noch einmal 20000 Taler gezahlt hatte. Die vorliegende Bestätigung dürfte im Zusammenhang mit der Erbhuldigung für den neuen Kurfürsten Johann Georg stehen. Reimar v. Winterfeld (ca. 1520-1596), kurbrandenburgeischer Rat, zeitweise auch herzogl. mecklenburgischer Obermarschall, hatte in mehrerern Kriegen gekämpft, auch als Söldnerführer gegen die Türken in Ungarn. - Fleckig, das Siegel bis auf einen kleinen Rest verloren.
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Los 15 *#
Clemens VII., Urkunde. Gerahmt
Clemens VII., Papst. "Dilecto filio Francisco provinciali provincia Aguitania ordinis fratrum minimorum". Lateinische Urkunde von Papst Clemens VII. auf Pergament. (Rom) Februar 1528. Blattgr. ca. 23:53 cm, Schriftspiegel 14:45 cm. Kanzleikursive in brauner Tinte. 18 Zeilen. Beidseitig unter Glas gerahmt. - Alte Faltstellen, verso teilw. gebräunt, etwas fleckig.
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Los 16 *#
Consilia diversa. Jurist. Handschrift um 1600
Consilia diversa, Producten, Formen, unnd anders zue der Practick (hs. Rückentitel). Formularbuch und Conciliensammlung. Deutsche und lat. Handschrift auf Papier. Süddeutschland (?) um 1600. Fol. (32,5:21,5 cm), Schriftspiegel ca. 25:13 cm. Von 1-2 Händen mit verschiedenen braunen Tinten in deutscher u. lat. Kursive geschrieben. 553 num. (inkl. 7 w.) Bll. Etwas späterer flex. Prgt., Schließbänder fehlen, vorderes Innengelenk gebrochen.
Umfangreiche Handschrift. Beginnt mit einem Formularbuch bis Bl. 120, es folgen Texte zu Rechtsfällen meist Würzburg betreffend. Ab Blatt 159 "Consilium in causa solutionis" des Juristen Martinus Vranius, der gegen Ende des 15. Jahrhunderts in Tübingen tätig war. Ab Bl. 377 Texte zu juristischen Auseinandersetzungen zwischen Wolf Bartholomäus Wolfskeel zu Reichenberg (1535-1605) und Würzburg, ab Bl. 503 zwischen W. B. Wolfskeel und Heinrich Graf zu Castell (1525-1595). Zum Wasserzeichen des Papiers (z.B. leeres Bl. 158; Einhorn im Wappenschild) vgl. Piccard-online 125026 u. 125027, wird dort Dinkelsbühl zugeordnet und 1587 bzw. 1593 datiert. - Gering stockfleckig, erste Bll. mit wenigen kl. Läsuren.
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Los 17 *#
Einbanddecke, Corpus iuris 1 mont Prgt.-Bl.
Corpus iuris canonici. - Clementinae constitutiones mit Glossen eines für uns nicht identifizierten Autors umgeben. Fragment aus einer Handschrift auf Pergament, als vorderer Vorsatz auf Einbanddecke montiert. O.O. um 1400. (190:260 mm). Geschrieben mit bräunlicher Tinte in gotischer Buchschrift, Hervorhebungen in Rot. 2 Zierinitialen in roter und blauer Tinte mit Federwerk. Vorhanden das ca. hälftige Blatt eines ursprünglichen Folioformates. - In Einbanddecke des späten 15. Jahrhunderts mit Beschlägen, wurmstichig.
Die Clementinen wurden von Papst Clemens V. anläßlich des Konzils von Vienne 1311/12 zusammengestellt und entstanden damit in der Zeit des Schismas. Vorliegendes Fragment enthält u.a. den Abschnitt 2. Buch, Tit. V, Cap. I in dem die Übertragung von päpstlichen Benefizien geregelt wird. Das Konzil von Vienne erlangte u.a. durch Verbot des Templerordens Berühmtheit. - Etwas fleckig und mit Schnittspuren. - Provenienz: Hartung & Karl Auktion 10, Kat.-Nr. 94.
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Los 18 *
Jakob van Hoddis' Vater
Davidsohn, Ne agita, dic verum! Handschrift
Davidsohn, H. Ne agita, dic verum! Humoristisches und Satirisches aus dem Aerzteleben. Deutsche Handschrift auf Papier. (Berlin 1897). (22:15,5 cm). Saubere deutsche Kursive in schwarzer Tinte. 5 Bll., 108 S. Brauner Maroquinband mit goldgepr. Deckeltitel, berieben u. etwas bestoßen.
Für Rudolf Virchow zum 76. Geburtstag verfasste Handschrift; Virchow konnte im Jahr 1897 auch das fünfzigste Jubiläum seiner Habilitation feiern. Hermann Davidsohn, 1842 in Konitz/Westpreußen geboren, promovierte 1868 in Berlin bei Virchow und praktizierte dann als Hals-Nasen-Ohrenarzt in Berlin, 1911 starb er in Berlin (vgl. Fischer I, 295). Sein ältester Sohn war der expressionistische Dichter Jakob van Hoddis (geb. 1887 in Berlin, 1942 in Sobibór ermordet), der seinen Künstlernamen als Anagramm aus Hans "Davidsohn" bildete. Während Regina Nörtemann, die Herausgeberin von Jakob van Hoddis' "Dichtungen und Briefe",  die Lebenseinstellung von Hermann Davidsohn als "zynisch-materialistisch" beschreibt, scheint sich in dieser humoristischen Sammlung eine andere Seite zu zeigen. - Gleichmäßig gebräunt.
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Los 19
Mitgliedsurkunde für Carl du Thil
Du Bos du Thil, C. - Historischer Verein für Hessen. - Mitgliedsurkunde des Historischen Vereins für das Großherzogthum Hessen für "de(n) Herr(n) dirigirende(n) Staatsminister Freiherr du Thil, Excellenz zu Darmstadt". Handschr. ausgefüllter Einblattdruck. Darmstadt, 17. Januar 1838. Qu.-fol. (39,5:47 cm). Mit papiergedecktem Siegel u. eigenh. Unterschriften des Vereinspräsidenten K. Eigenbrodt und des Vereinssekretärs J. W. C. Steiner.
Johann Christian Wilhelm Steiner (1785-1870), Jurist und Privatgelehrter, hatte die Anregung zur Vereinsgründung gegeben, Karl Christian Eigenbrodt (1769-1839), hoher Beamter, war dessen erster Vorsitzender. - Gefaltet. Leicht gebräunt, kleiner Randeinriss in Faltstelle.
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Los 20 *#
Leopold I. von Baden, Ordensverleihung an C. du Thil / 4 Briefe
Du Bos du Thil, C. - Leopold I., Großherzog von Baden. Brief mit eigenhändiger Unterschrift Leopolds I. von Baden an den hessischen Staatsminister Carl du Thil, dem er für sein Wirken beim Beitritt Badens zum Deutschen Zollverein dankt und dem er den Orden der Treue, verbunden mit dem Orden vom Zähringer Löwen verleiht. Karlsruhe, 3. Okt. 1835. 4to (24,5:20 cm). 1 1/2 S. auf 1 Doppelbl.
Carl du Bos du Thil (1777-1859) war seit 1829 dirigierender Staatsminister des Großherzogtums Hessen. - Dazu: 1. Schreiben zur Übersendung des Österreichisch-kaiserlicher Leopold-Ordens an Carl du Thil, mit eigenh. Unterschrift des Ordenskanzlers Prokop Graf Lazansky (Lažanský von Bukowa). Wien, 13. Juli 1820. Fol. 1 S. auf 1 Doppelbl. - 2. Brief eines Angestellten des Fürsten von Thurn u. Taxis, das das "Portofreithum", das Du Thil bisher genossen hat, fortbesteht ("in Anerkennung der von Euer Excellenz der Postverwaltung gewidmeten werthvollen Gesinnungen"). Frankfurt, 14. April 1848. 4to. 2 S. auf 1 Doppelbl. - Du Thil war seit dem 5. März 1848 nicht mehr Minister. - Im weißen Rand tlw. mit kl. Fehlstellen. - 3. Schreiben an Carl du Thil aus dem Ministerium in Darmstadt mit dem Auftrag, ein Gutachten zur Rheinbundakte zu erstellen, unterschrieben "Stumpf". Ca. 25. Aug. 1806. Fol. 1 S. auf 1 Doppelbl. - Zusammen 4 Briefe.
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Los 21 *#
Maria II., Königin von Portugal , Brief mit Unterschrift
Du Bos du Thil, C. - Maria II., Königin von Portugal. Brief in portugiesischer Sprache mit eigenhändiger Unterschrift ("Reinha") an den hessischen Staatsminister Carl du Thil, dem sie das Großkreuz des Ordens des heiligen Jakob vom Schwert (Ordem de Sant’Iago da Espada) verleiht, mit Gegenzeichnung. Belem, 12. Februar 1845. Fol. (37:23 cm). Mit papiergedecktem Siegel. 1 S. auf 1 Doppelbl.
Der dirigierende Staatsminister Carl du Bos du Thil war daneben u.a. auch Außenminister.
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Los 22 *#
Du Bos du Thil, Korrespondenz mit dem Duitsche Orde, Utrecht
Du Bos du Thil, C. - Ridderlijke Duitsche Orde, Balije van Utrecht. - Konvolut von Briefen und Dokumenten, betreffend die Aufnahme Carl du Thils in den Ritterorden "Duitsche Orde". 1783-1843.
Carl Freiherr du Bos du Thil, 1777 in Braunfels geboren, stieg in einer langen Beamtenkarriere bis zum wichtigsten Minister des Großherzogtums Hessen auf. "Er vereinigte, 1829 zum dirigierenden Staatsminister ernannt, für fast 20 Jahre die politischen Schlüsselstellungen Hessens in seiner Hand; seine unter Großherzog Ludwig II. seit 1830 immer allmächtiger werdende Stellung endete erst mit dem Sieg der Revolution am 5.3.1848. Der Anteil D.s am Aufbau des Großherzogtums Hessen nach dem Wiener Kongreß ist ungewöhnlich groß. Er stand als überzeugter Vertreter des Legitimismus und der Restauration außen- und innenpolitisch weithin dem System Metternichs durchaus nahe. Doch bewahrte er sich Selbständigkeit ... Geschichtlich gesehen, darf man seine Tätigkeit eine segensreiche nennen" (NDB IV, 149).
Der "Ridderlijke Duitsche Orde, Balije van Utrecht" ist ein noch existierender niedeländischer Ritterorden, der auf die Ballei Utrecht des Deutschen Ordens zurückgeht, die sich im Zuge der Reformation vom Deutschen Orden abgespalten hatte.
Enthält u.a.: 1. Ein an Du Thils Vater adressierter "Extract uit het Register ... wegen de Edele Expectanten in de Jaren 1783 & 1784 ingeschreeven", unterschrieben vom Sekretär des Ordens und mit 1783 datiertem Blindstempel. Fol. 1 S. auf 1 Doppelbl. - 2. Entwurf eines Briefes in französischer Sprache von Du Thil an den Obersten des Orden ("landcommandeur"), Volker Rudolf Bentinck van Schoonheeten. Darmstadt, 7. Okt. 1815. 4to. 3 S. auf 1 Doppelbl. - 3. Dessen Antwort. Brief mit eigenh. Unterschrift in französischer Sprache. Den Haag, 26. Okt. 1815. - 4. Eigenh. Brief mit Unterschrift von Christian von Hessen (1763-1830), mit dem er das Schreiben Bentincks an Du Thil weiterleitet. O.O., 2. November 1815. 8vo. 1/2 S. auf 1 Doppelbl. - 5. 2. Briefe in französischer Sprache an Du Thil mit eigenh. Unterschrift von Albert Carel Snouckaert van Schauburg. Den Haag, 6. Febr. u. 13. März 1820. 4to. 5 u. 6 S. - Snouckaert unterschreibt u.a. als "chevalier de l'ordre Teuthonique" und gibt im ersten Brief eine Liste von 33 Anwärtern auf die Aufnahme, in der Du Thil an letzter Stelle steht; im zweiten Brief eine Schemazeichnung, wie die Ahnenprobe (bis zu den Großeltern) angelegt werden soll. - 6. 1 Brief in niederländischer Sprache an Du Thil von P. Verloren mit eigenh. Unterschrift als Sekretär des Ordens. Utrecht, 20. Dez. 1842. 4to. 1 S. auf 1 Doppelbl. Verso mit Poststempeln u. -vermerken. - Übersetzung des Briefes ins Deutsche sowie Brief des Übersetzers, dieser dat. Frankfurt, 22. April 1843. - 2 Briefe in französischer Sprache mit eigenh. Unterschrift von P. Verloren. Utrecht, 27. April u. 5. Juni 1843. 4to. 3 S. u. 1 S. auf je 1 Doppelbl. Der erste Brief verso mit Poststempel u. -vermerken.
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Los 23
Memoire pour Louis Du Bos du Thil
Du Bos du Thil, C. - Louis Du Bos du Thil. - Memoire pour Loüis du Bos ecuyer sieur Duthil, originaire du Bourg de Grandcourt dans le comté en Normandie cy-devant major du régiment de Nassaw Weilbourg. Contre Damien le Vaillant ecuyer sieur de Hazey et le sieur Plessard régisseur des biens des religionaires fugitifs. Saint-Lô, M. Lallemant, ca. 1725. Fol. (40:26 cm). 6 S., 1 w. Bl. Ungebunden.
Sehr seltener Druck aus Saint-Lô, nicht bei Frère, auch sonst von uns nicht nachgewiesen. - Mit familiengeschichtlich interessanten Details. - Im Rand angestaubt u. mit kl. Läsuren.
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Los 24 *#
Faltschnitt. Liebesbrief / 3 Bll.
Faltschnitt. - Liebesbrief eines Joseph Linke an eine Theresia. Mit Wasserfarben bemalter und geprickelter Faltschnitt im Rund, wohl Ende 18. Jh. ø 29,5 cm. - Kunstvoll gestalteter Faltbrief mit 6 geprickelten Herzen als Schriftträger, die Zwischenräume ausgeschmückt mit Blumen, Vögeln und ornamentalen Mustern in Rot und Grün. - Leicht fleckig, einige Löchlein hinterlegt, geringfügige Randläsuren.
Dazu: Neuruppiner Bilderbogen mit Karten für Segenswünsche in kol. Lith. und seitlich 4 Textkärtchen zum Ausfüllen. 34:41,5 cm. Leicht fleckig, mit einigen Knick- und Knitterfalten sowie 2 winzigen Löchlein in den Faltstellen. - 1 kl. Beilage. - Zus. 3 Bll.
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Los 25 *
Heier, Forstschutz. Vorlesungsmitschrift
Forstwirtschaft. - Heier, C. J. Forstschutz, vorgetragen von Professor, Forstmeister Dr. Heier. (Mitschrift von) L. Schmidt, Stud. foerst. 1840/41. Deutsche Handschrift auf Papier. (Gießen), 1840-1841. 4to. Blattgröße 27,5:21,5 cm, Schriftspiegel ca. 22:16 cm. Mit braunen Tinten in flüssiger deutscher Kursive geschrieben. 1 Bl., 132 num. S., 1 w. Bl. Pp. d. Zt. mit Rsch.; gering berieben und bestoßen.
Carl Justus (früher fälschlich: Gustav) Heier (1797-1856) war "einer der ausgezeichnetsten Forstwirthe, die jemals gelebt haben" (ADB XII, 364). "H. gehört zu den „forstlichen Klassikern“, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Forstwissenschaft begründeten und formten und damit der Forstwirtschaft, auch außerhalb Deutschlands, die entscheidenden Grundlagen gaben. Als Lehrer, Forscher und Verfasser bedeutender Werke leistete er Hervorragendes. ... Von besonderer Bedeutung war seine Gabe der systematischen Darstellung von Erfahrungstatsachen und wissenschaftlichen Erkenntnissen und die Forderung nach exakter wissenschaftlicher Untersuchung" (NDB IX, 79f). - Teilw. gebräunt, stellenweise gering stockfleckig, Titelblatt mit priv. Sammlungsstempel "Nowotny"; am Schluß 2 (w.?) Bll. entfernt.
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Los 26 *#
Dokumente zur Firma Liesegang in Düsseldorf
Fotografie. - Liesegang. - Konvolut aus Dokumenten, Druckschriften, Fotografien etc. zur Geschichte der Firma Ed. Liesegang in Düsseldorf. 1859ff.
1854 gründete Eduard Liesegang (1803-1871) in Elberfeld durch Übernahme des Ateliers von Hermann Emden die Firma "Ed. Liesegang", die bis zur Insolvenz 2004 in Familienbesitz war; ab 1873 war sie in Düsseldorf ansässig. Sein Sohn Dr. (Paul) Eduard Liesegang (1838-1896), der schon als Jugendlicher einem Fotografen assistiert hatte, studierte Chemie, entwickelte ein besonderes Fotopapier und verfasste mehrere Werke zur Fotografie. Die Fotopapier- und Entwicklerabteilung wurde nach Eduards (jun.) Tod von dessen Sohn Raphael Liesegang (1869-1947) weitergeführt, 1907 jedoch an die Firma Bayer verkaufte und war eine der Keimzellen der Firma Agfa. Raphael Liesegang, der schon früh Schriften zum "Fernsehen" veröffentlicht hat, widmete sich besonders der Kolloidchemie. Von Anfang an baute die Firma auch Kameras und optische Instrumente. Diese Abteilung wurde von Eduards (jun.) Sohn Paul Liesegang (1873-1949) übernommen. Zuletzt war die Firma Liesegang auf Episkope und andere Projektoren spezialisiert. Enthält unter anderem: 1. Eduard Liesegang (sen.). Eigenh. Brief mit Unterschrift, dat. Elberfeld, 10. Dez. 1855. 4to. 1/2 S. - An (den Kaufmann) Adolph Drucklieb in Dortmund, dem er mit dem Brief ein Kistchen mit Bildern schickt, um eine schon länger schwebende Angelegenheit zu erledigen. Liesegang unterschreibt "pr. Herm. Emden / E. Liesegang". Gefaltet, Außenseite mit Adresse und postalischen Stempeln. -  2. Notarielle Abschrift des Kaufvertrages von 1859, mit dem der "Zeichenlehrer, Bildhauer, Modelleur und Photograph" Eduard Liesegang (sen.) und seine Frau Susanne, geb. Keßler, umfangreichen Immobilienbesitz an der Wallstraße in Elberfeld erwerben; hier hatte Liesegang, noch als Mieter, sein Unternehmen begründet; mit Zusätzen über erfolgte Zahlung von 1863. (Elberfeld 1863). Fol. 12 Bll. Geheftet; Hüllblätter gebräunt, das hintere, nahezu leere, eingerissen. - 3. Notarielle Abschriften der Testamente von Eduard Liesegang (jun.) und seiner späteren Frau Maria Pollmann, die sich vor der Hochzeit gegenseitig als Erben einsetzen. Elberfeld 1868. Je 4 Bll. (letztes weiß). Umschlag. - 4. Notarielle Abschrift des Vertrages, mit dem Eduard Liesegang (jun.) und seine Frau Maria 1873 ihren Grundbesitz in Elberfeld verkaufen. (Elberfeld 1876). Fol. 6 Bll. Umschlag. - Mit einliegendem Brief des Käufers Philipp Freudenberg von 1886. - 5. Notarielle Abschrift des Kaufvertrags, mit dem Eduard Liesegang (jun.) von dem Gärtner Theodor Scheuerenberg für 25500 Mark ein Grundstück an der Volmerswerther Straße in Düsseldorf kauft. Düsseldorf 1887. Fol. 4 Bll. Umschlag. - Mit einliegender späterer maschinengeschriebener Notiz. - Das Betriebsgelände der Firma lag bis zum Schluss an der Volmerswerther Straße 21, wo die "Alte Liesegang-Fabrik" heute als kreatives Zentrum genutzt wird. - Gelocht. - 6. 9 Patenturkunden über Erfindungen der Firma Ed. Liesegang. Kl.-fol. Ausgefertigt 1878-1959. - Enthält u.a. Patente über eine "Photographische Camera in Kofferform" (1878), einen "Bildwerfer mit optischer Bank" (1929), ein "Episkopisches Projektionsgerät" (1956) und einen "Bildwerfer mit Bildmagazin" (1958). - Dazu 3 Ausfertigungen von Eintragungen in die Gebrauchsmusterrolle von 1899. - 7. Umschlag mit Korrespondenz von Raphael Liesegang (als Kopien oder Entwürfe) und Felix (Heribert) Schoeller (jun.), Mitinhaber der noch heute existierenden Papierfabrik Felix Schoeller in Osnabrück (Burg Gretesch), mit der Raphael Liesegang auf dem Gebiet der Fotopapiere zusammenarbeitete. 1907. - Enthält 5 Schreiben von Liesegang und 4 von Schoeller, sowie 1 von dessen Vater Felix (Hermann Maria) Schoeller von 1905. - 8. Vortrag, gehalten am 4. April 1866 (späterer Zusatz: von Dr. Paul Ed. Liesegang, Elberfeld). (Elberfeld [?] 1866). Kl.-4to. 24 Bll. Spätere, ungeschickte Heftung, Rücken mit Archivband überklebt. - Offenbar gleichzeitiges Manuskript, mit zahlreichen Ergänzungen und Streichungen. - 9. Notizbuch mit Auswertungen von fotografischen Fachzeitschriften durch Eduard Liesegang (jun.). 1855ff. (?). 144 S. Hlwd. d. Zt., berieben u. etwas bestoßen. - Beginnt mit der Revue photographique, Jg. 1, Nr. 1 vom 5. Nov. 1855. - Leicht gebräunt. -  10. Objectiv Buch (Deckeltitel). Vorgedrucktes Kontobuch mit handschriftlichen Einträgen der Jahre 1885-1900. Fol. Lwd. d. Zt., berieben u. bestoßen. - Vermerk auf dem Deckelschild: "In dieses Objectiv Buch wird jedes eingehende (neue oder alte) Objectiv unverzüglich eingetragen und ebenf. jedes ausgehende". - In einem beschrifteten, auf den hinteren Innendeckel montierten Umschlag: 11. P. E. Liesegang. Verfahren zur Anfertigung von Photgraphieen, Ambrotypen und Panotypen auf Glas, Papier und Wachsleinen nebst Anleitung zu Aufnahmen auf trocknen Platten, nach einer höchst sichern und zuverlässigen Methode. Elberfeld, Hassel, 1859. 16 S. OU., Vorderdeckel mit Randausrissen, Hinterdeckel im Rand verstärkt. - Heidtmann 3491 - Seltene, frühe Publikation von Eduard Liesegang (jun.). Die entscheidenden Passagen (Rezepte) wurden handschriftlich in den Drucktext eingefügt, was hier durchgängig geschehen ist. - Etwas gebräunt, Titel im Rand stellenw. angestaubt. - 12. F. P. Liesegang. Die Fernphotographie. Düsseldorf, Liesegang, 1897. 134 S., 1 Bl. Anz. Hlwd. d. Zt., leicht berieben. - 13. 4 Fotografien, davon 1 im Carte-de-Visite-Format u. mit der gedruckten Adresse von Ed. Liesegang, Elberfeld, Wallstr. 18 u. 20. Ca. 1870 und 2 Ferrotypien.
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Los 27 *#
Hinter dem Lämmchen 8
Urkunde zum Haus Klein Nürnberg. Frankfurt 1424
Frankfurt. - Haus Klein Nürnberg. - Johann Bruckhoff bekennt vor dem Rat der Stadt Frankfurt, dass er sein Haus Klein Nürnberg, an Vois von der Winterbach verpfändet habe. Deutsche Urkunde auf Pergament. Frankfurt, "feria sexta ante Urbani" 1424. Qu.-4to. Blattgr. 22,5:28 cm, Plica ca. 4,5 cm; Schriftspiegel ca. 22:15 cm. Kanzleischrift in brauner Tinte. Mit anhängendem Wachssiegel der Stadt Frankfurt (Durchm. ca. 5 cm).
Vgl. Battonn, Oertliche Beschreibung III, 131 mit Anm. 131. - Das Haus Klein Nürnberg, hier "Cleinen Nüremberg gelegen am Glauburger Hoffe und an dem gesesse zum Lemchen", gehört zu den wiederaufgebauten Häusern der sogenannten "Neuen Altstadt" in Frankfurt (Hinter dem Lämmchen 8). In das Geschäft eingeschlossen war ein weiteres Haus, "im Sacke gelegen z(wi)schen Gerlach Schutter von Laupach und Michel Komels stalle" (zur Gasse Im Sacke vgl. Battonn III, 120ff.). Vois von der Winterbach war kaiserlicher Münzmeister in Frankfurt, nach ihm ist die Winterbachstraße in Frankfurt benannt. - Stellenw. fleckig.
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Los 28 *#
Karl, Landgraf von Hessen-Kassel, Lehensbrief für Lersner
Frankfurt. - Lersner. - Karl, Landgraf von Hessen-Kassel. - Lehensbrief (Lehensbestätigung) für Philipp Nikolaus Lersner, seine Brüder "und alle Gevattern und Brüdere Lerßnern zu Franckfurt", 2 Hufen Land bei Grebenstein betreffend. Deutsche Urkunde auf Pergament. Kassel, 1. März 1698. Quer-fol. Blattgr. ca. 27:53,5 cm, Plica 6,5 cm. Schriftspiegel ca. 16:47 cm. Kanzleikursive in dunkelbrauner Tinte, Eingangszeile kalligraphiert. Vom Kanzler Nikolaus Wilhelm Goddäus gezeichnet. Mit angehängtem roten Wachssiegel in gedrechselter Holzkapsel (Durchm. des Siegels 7,7 cm, der Kapsel 11 cm).
Die zwei Hufen bestanden in drei Stücken Land zu 30, 13 und 16 Morgen, deren Lage und Vorbesitzer genannt werden, und waren dem hessischen Kanzler Heinrich Lersner (1506-1576) zu Lehen gegeben worden. - Gefaltet. Gering fleckig, außen etwas angestaubt.
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Los 29 *#
(Rorbach u.a.), Handschrift. Ca. 1480ff.
Frankfurt. - (Rorbach, B., u.a.). Abschriften von Urkunden, die die Familie Rorbach und ihren Besitz betreffen. Deutsche Handschrift auf Papier. Ca.1480 bis Anfang des 16. Jh. 4to (30:22 cm). Von verschiedenen Händen mit braunen u. braunschwarzen Tinten in Kursiven geschrieben, mit späteren Marginalien u. Zusätzen. 10 num. Bll. (Bl. 6-8 nahezu leer), S. 3-23. Geheftet.
Vgl. Battonn, Oertliche Bescheibung III, 69-71 u. Baudenkmäler in Frankfurt am Main III, S. 404-407. - Der Frankfurter Patrizier Bernhard Rorbach (der Ältere; 1446-1482) hat durch seine Chronik bleibende Bedeutung erlangt. Die foliierten Blätter 1-4 dürften von ihm stammen, jedoch nicht von seiner Hand. In unserer Auktion 195 versteigerten wir unter der Katalognummer 19 eine in Teilen ("Summarium") gleichlautende Handschrift; das vorliegende dürfte eine Reinschrift sein. Die foliierten Blätter 1-10 enthalten Abschriften von Urkunden aus den Jahren 1386-1479, u.a. zum Augsburger Hof (Wixhauser Hof), der durch eine Heirat 1428 in Familienbesitz kam, außerdem zum Haus zur Blauen Lilie am Trierischen Plätzchen (Kornpfeife; vgl. Battonn II, 291), zu einem "husgin vorm thore", vielleicht das Haus im Rorbach'schen Garten (später Großer Bleichgarten) an der Breiten Gasse (vgl. Battonn VI, 13f.) sowie zum einem Stall, genannt "Waidsack" (Wattsack am Augsburger Hof). Die paginierten Seiten 3-23 (S. 1/2 war wohl Umschlag) enthalten "Bernharts Rorbachs seligenn burgers und Scheffen allhie zu fra(n)ckfurt geweßen guldte brieffe". Gemeint ist Bernhard Rorbach der Jüngere (1467-1515), ein Sohn des Obengenannten. Enthalten sind von einer Hand abgeschriebene Schuldverschreibungen aus den Jahren 1416 bis 1511. - Tlw. im Oberrand etwas wasserrandig.
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Los 30 *#
Franz Joseph I., Erhebung von D. Brandt
Franz Joseph I., Kaiser. Adelsdiplom für Daniel Brandt. Deutsche Urkunde auf Pergament. Wien, 29. Juli 1899. Fol. (38:29 cm). Mit ganzs. Wappengouache von C. Boess (sign.) u. 7 prachtvollen lithogr. Bordüren. 4 Bll. Violetter Samtbd. d. Zt. mit goldgeprägt. Doppeladler auf dem Vorderdeckel u. cremefarbenen Seidenmoirée-Spiegeln; mit leichten Bereibungen. Anhängend das kaiserl. Siegel in Messingkapsel (Durchm. ca. 12 cm); in Metall-Kassette der Zt. (etwas angelaufen u. mit Kratzspuren, Verschluss unvollständig).
Prachtvolles kaiserliches Adelsdiplom für den 1850 in Hanau in Hessen geborenen Daniel Brandt, "General-Consul und Kaufmann in Singapore". Ausgefüllt in kalligraphischer Schrift in Schwarz und Gold, am Schluss Unterschrift des Kaisers u. Beglaubigungen. - Wohlerhalten, nur die 3 Abdeckbll. leicht stockfleckig, 1 mit kl. Randausriss u. das erste geknittert.
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Los 31 *
Horae B. M. V. für Rouen
Horae B. M. V. Lateinisches Stundenbuch zum Gebrauch von Rouen. Handschrift auf Pergament. Frankreich (Tours?), erste Hälfte des 15. Jahrhunderts, ca. 1430. (9,5:7,5 cm), Blattgröße 9:6,5 cm, Schriftspiegel ca. 4,5:3 cm. 12 (Kalendarium 16) Zeilen. Gotische Buchschrift (Textura) in brauner Tinte (Kalendarium in Rot und Braun). Mit  11 großen Initialen in Gold und Farben (ca. 2:2,5 cm) in reichen floralen Bordüren in Gold und Farben und hunderten kleineren Initialen in Gold, Blau u. Rot, teilweise mit 2-seitigen floralen Bordüren in Gold und Schwarz. 157 Bll. Prgt. d. 19. Jh. mit goldgepr. Rtit. u. Goldschnitt; Gelenke teilw. geplatzt bzw. erneuert.
Reich geschmücktes kleines Stundenbuch. Der Kalender mit Einträgen, die auf den Gebrauch in Rouen hinweisen, darunter am 30. Januar "Reliquiane be(ate) Anne" (Überführung der Gebeine nach Rouen), am 5. Mai (so nur in Rouen) der Hl. Audoënus (Quen) von Rouen. Die großen Initialen im Zentrum mit floralen Rocaillen auf Goldgrund, die umgebenden Felder blau und malvenfarben gefüllt und mit Federwerk in Weiß, ihre Einfassungslinien umrahmen den Satzspiegel und laufen in großen Rocaillen und Blattwerk aus, das die gesamte Seite einnimmt. 115 weitere Seiten mit floralen Bordüren mit vergoldetem Blattwerk, die den Text auf 2 (gelegentlich auch 3) Seiten umgeben. Alle kleineren Initialen ebenfalls vergoldet, mit blauen und malvenfarbenen Füllungen die mit weißem Federwerk geziert sind. - Schwach gebräunt, erste u. letzte Bll. etwas stärker; vereinzelt gering fleckig, wenige Tintenverwischungen, die Bordüren der großen Initialen teilweise außen und oben mit geringem Verlust beschnitten; Bl. 82 im Außensteg beschnitten, bei Bl. 111v fünf Textzeilen durch Rasur entfernt, erstes und letztes Bl. mit blassem Wappenstempel im Fußsteg.
Latin Book of  Hours for the use of Rouen. Manuscript on vellum, France, second half of the 15th century. With 11 large initials with rich borders and hundreds of small initials, all in gold and colours, and 115 p. with floral borders. - Faint browning, occasional marginal spotting or thumbing, slight blurring in few places; outer margin of leaf  82 trimmed, 5 lines erased from leaf 111v; some of the borders of the large initials shaved at top or outer edge. Bound in 19th cent. vellum, jonts partly split or redone. - Small armorial stamp to bottom margin of first and last leaf.
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Los 32 *
Horae B. M. V. Rouen um 1480
Horae B. M. V. Lateinisches Stundenbuch zum Gebrauch von Rouen. Handschrift auf Pergament. Rouen, letztes Drittel des 15. Jahrhunderts. (18,5:12,5 cm), Blattgr. 17,6:11,3 cm, Schriftspiegel ca. 9,2:6,5 cm. 15 (Kalendar 16) Zeilen. Gotische Buchschrift (Textura) in brauner Tinte (Kalender in Flüssiggold, Rot und Blau). Mit  1 blattfüllenden Miniatur (15,8:10,5 cm), 5 kleineren Miniaturen (ca. 9:6 cm) umgeben von Bordüren in Gold und Farben und 11 Schmuckseiten mit prächtigen Bordüren in Gold und Farben sowie Goldgrund-Initialen.  Zahlreiche 1-2zeilige Schmuckinitialen, und Federwerk. 128 Bll. Samteinband d. 19. Jh. mit reich vergoldeten Spiegeln und Vorsätzen (sign: Simier, Paris); beschabt, Gelenke beschädigt.
Illuminiertes und vollständiges Stundenbuch. Auf den Blättern 1-12 der Kalender (in französischer Sprache) mit zahlreichen Heiligenfesten die auf Rouen hinweisen, darunter der Hl. Romain (23.10.) zur 1. Klasse, der Hl. Audoënus (hier als "Ouen") von Rouen (5. Mai, so nur in Rouen) zur 2. Klasse eingetragen. Es folgen die Evangelienfragmente, Marienstunden, Kreuzesstunden, ab Bl. 77 die Bußpsalmen und die Litanei, die den Hl. Martial unter den Aposteln aufführt (eine Eigenart für Rouen). Die große Miniatur (27r) zeigt die Verkündigung mit 2 kleinen Miniaturen unterhalb, umgeben von einem architektonischen Rahmen. Die kleineren Miniaturen zeigen die vier Evangelisten (Miniatur aus 4 Einzelbildern zusammengesetzt), Geburt Christi, Nathan und David, Kreuzigung, Beisetzungsfeierlichkeiten auf einem Friedhof. Die Schmuckseiten (3 Bordüren 3seitig, 8 Bordüren 4seitig) in der für Rouen typischen Art mit Akanthusblättern, Blumen und Früchten, dabei 10 mit 4zeiliger Initiale auf Goldgrund. - Ränder stellenweise etwas fleckig bzw. fingerfleckig, Bordüren mit vereinzelten kleineren Bereibungen bzw. Verwischungen. Die Miniaturen mit kleinen Farbabplatzungen, dabei das Gesicht der Maria in der Verkündigung sorgfältig nachgezeichnet. - Auf dem hinteren freien Vorsatz Inhaltsangabe u. für uns nicht leserlicher Namenszug in kyrillischer Handschrift des 19. Jh.
Latin Book of  Hours for the use of Rouen. Manuscript on vellum, Rouen, last third of the 15th century. With 6 large miniatures within rich borders, 11 decorated pages with rich borders in gold and colours. 10 larger and numerous small initials. - Some marginal spotting or thumbing, occasional slight spotting, slight blurring and rubbing in places. Small parts of colour chipped off at miniatures, the face of Maria of the Annunciation carefully redone. Bound in 19th cent. velvet (Simier, Paris), gilt morocco pastedowns and gilt vellum fly-leaves; rubbes and worn, rear joint cracked but firm. One additional blank paper and 2 blank vellum fly-leaves at front and rear. - Illegible 19th cent. cyrillic mss. annotation at rear fly-leaf.
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Los 33 *
Horae B. M. V., Noyon
Horae B. M. V. secundum usum romanum. Lateinisches und französisches Stundenbuch. Handschrift auf Pergament. Nordfrankreich, vermutlich Rouen, letztes Viertel des 15. Jahrhunderts. Blattgr. 10,3:7,2 cm, Schriftspiegel 6:4 cm. 23 Zeilen. Mit brauner Tinte in gotischer Textura geschrieben, Hervorhebungen in Rot, Versalien in Blau und Rot schattiert, Kalendar in Blau, Rot u. Braun. Mit 14 großen Miniaturen in Gold und Farben, davon 13 Miniaturseiten mit vierzeiliger Goldgrundinitiale sowie voller Goldgrundbordüre aus Akanthus, Rankwerk, Blüten, Früchten, Tieren, Drolerien, dazu 11 kleinere Miniaturen im Text mit dreiseitiger Goldgrundbordüre, alle weiteren Textseiten mit seitlicher Goldgrundbordüre, alles im gleichen Stil. Im Text selbst hunderte von ein- u. zweizeiligen Initialen und Zeilenfüllern in Blau, Rot u. Gold mit Deckweißornamentik. 90 Bll. Späterer Lederband mit Rücken- u. Deckelvergoldung; berieben. In mod. Hldr-Kassette.
Vollständiges und reich illuminiertes Stundenbuch, wohl für das nordfranzösische Bistum Noyon. Im Kalendar hervorgehoben ist u.a. Eligius von Noyon (25. Juni, Übertragung der Gebeine nach Noyon). Die Aufnahme des Hl. Martial unter den Aposteln in der Litanei lässt auf eine Entstehung in Rouen schließen, das  in der Spätgotik eines der bedeutenden Zentren der Buchmalerei war. Die Gestaltung der großen, sämtlich mit Gold gehöhten Miniaturen (je ca. 4,5:4 cm, eine 8,3:6,3 cm) folgt dem mit Rouen verbundenen Stil. Außergewöhnlich ist das Motiv der Illustration zum Totenoffizium, das eine Gruppe von Reitern zeigt die von Toten verfolgt werden die einen der Reiter mit einer Lanze erstechen. Enthalten sind die Darstellungen: Evangelist Johannes (7r), Garten Gethsemane (14v), die Wurzel Jesse (20v; ganzseitig mit architektonischem Rahmen), Verkündigung (21r), Mariae Heimsuchung (27r), Christi Geburt (33v), Verkündigung an die Hirten (36r), Hl. 3 Könige (38r), Darbringung im Tempel (40r), Flucht nach Ägypten (42r), Krönung Mariens (45v), Taufe im Jordan (56r), Bestrafung Davids (59r), Reiter und Tod (69r). Weiterhin mit kleinen Miniaturen (ca. 2,2:2,2 cm) der Evangelisten Lukas, Matthäus u. Markus, Marias sowie zu den Fürbittgebeten: Hl. Dreieinigkeit, Hl. Michael, Johannes d. Täufer, der Evangelist Johannes, Petrus u. Paulus, Hl. Christophorus, Hl. Nikolaus. Die prächtigen vielfarbigen Bordüren auf Goldgrund mit Tierdarstellungen (meist Vögel), Drachen und gelegentlich kleinen Drolerien. Enthält: Französisches Kalendar (BL. 1-6), Evangelienlesungen (7r-10r), Obsecro te  u. O intemerata (10v-14r), Johannespassion (7v-20r), Marienoffizium (21r-55v), Hl.-Geist-Offizium (56r-58v), Bußpsalmen u. Litanei (59r-68v), Totenoffizium (69r-88r), Fürbittgebete (88v-90v). 2 Pergamentbll. mit etwa zeitgleichen hs. Listen in Tinte zu Ereignissen aus dem Marienleben vorgebunden. - Schwach gebräunt, vereinzelt gering fingerfleckig, Bll. 16-47 mit kleinem Ausbruch am Außenrand; Bl. 15r mit Resten einer hs. Annotation im Fußsteg und blassem Braunfleck ebenda, die Textseiten der Bll. 21v bis 28r mit späteren hs. Annotationen mit Tinte in französischer Sprache. Die gr. Miniaturen Wurzel Jesse und Verkündigung mit Bereibungen u. kl. Farbabsplitterungen, die letzten 4 der kleinen Miniaturen zu den Fürbittgebeten mit geringen Bereibungen.
Latin and French Book of Hours, use of Noyon. Illuminated manuscript on vellum, Northern France, presumably Rouen, last quarter of the 15th century. 90 leaves (complete) with 14 large miniatures, 13 with full border decoration of acanthus leaves, foliage, blossoms, fruits, animals, as well as 11 small miniatures and numerous borders and initials, all painted in gold and colours. 2 sheets of vellum with contemp. annotations bound in at front. - Minor thumbing or spotting in places, little surface abrasion to 2 larger and 4 small miniatures, faint brownish stain to lower margin of fol. 15r, later ink annotations to lower margin of 14 pages. Later full-calf, gilt; in recent half-calf box.
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Los 34 *
Notariatsinstrument aus Bassano del Grappa. 1591
Italien. - Bassano del Grappa. - Notariatsinstrument des Notars Alessandro Como. Italienische Urkunde auf Pergament. Bassano del Grappa, 26. August 1591. Gr.-fol. Blattgr. ca. 60,5:33 cm, Schriftspiegel ca. 54:31,5 cm. Kanzleischrift in brauner Tinte, unten links das Notariatssignet Comos.
Oben mit Einriss bis knapp in den Text, unten mit 2 Löchlein außerhalb des Textes.
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Los 35 *
Urkunde mit Siegel Ludovico Bembo. 1473
Italien. - Friaul. - Urkunde, ausgestellt vom venezianischen Statthalter in Friaul, Ludovico Bembo. Lateinische Urkunde auf Pergament. "In castro supra falla", 14. Januar 1473. 4to. Blattgr. 32:22,5 cm, Plica 4,5 cm; Schriftspiegel ca. 26:21 cm. Kanzleischrift in brauner Tinte. Mit anhängendem Wachssiegel des Ludovico Bembo (Durchm. 4,3 cm), in Holzkapsel (ohne Deckel).
Bembo stammte aus einer Patrizierfamilie Venedigs und war zu der Zeit Statthalter (luogotenente) in Friaul. Sein Siegel mit Wappen und der Umschrift "Sigilla Ludovici Bembi". Beglaubigt von Donato di Troppa, mit dessen Signet. - Mit Faltspuren. An der Plica mit kl. Fehlstellen.
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Los 36 *
Notariatsinstrument aus Pordenone. 1475
Italien. - Friaul. - Pordenone. - Notariatsinstrument des Notars Jacobus Frascolini. Lateinische Urkunde auf Pergament. Pordenone, 15. Sept. 1475. Gr.-fol. Blattgr. bis zu ca. 56:33 cm (unregelmäßig geschnitten), Schriftspiegel ca. 42:30,5 cm. Kanzleischrift in brauner Tinte, unten links das Notariatssignet. - Leicht gebräunt.
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Los 37 *#
Villement, Journal de la deffence de Landau
Landau. - Villemont, (R. de). Journal de la deffence de Landau. Commencé par M. de Villemont, ingénieur en chef de la place, jusqu'à sa mort et continué par M. de Jonville. Jusqu'à la réddition de la place le 23 novembre 1704. Französische Handschrift auf Papier. 1. Hälfte d. 18. Jh. Kl.-4to (21:16 cm). Mit schwarzer Tinte in sauberer Kursive geschrieben. Mit 2 gefalt. aquarellierten Manuskript-Plänen. 116 Bll., 5 w. Bll. zwischengeb. Ldr. d. Zt. mit farb. Rsch. u. Rückenvergoldung; stark beschabt u. bestoßen, Rückdeckel mit kl. Loch, Vordergelenk unten mit kl. Einriss.
Bericht zur dritten Belagerung Landaus von R. Villemont und nach dessen Tod von Joinville fortgesetzt. Die Festung, deren Verteidigung von dem französ. Statthalter und Kommandanten Y. Masgonthier de Laubanie geleitet wurde, musste an die Reichstruppen übergeben werden und fiel 1713 schließlich wieder an die Franzosen. Auf den letzten 22 Bll. "Resolution" bzw. "articles proposés" zur Kapitulation Landaus. Die beiden Pläne (ca. 28:40 und 26:41 cm) zeigen jeweils den Grundriss der von Vauban ausgebauten Festung, der erste mit der Belagerung von 1704, bei dem zweiten Titelkasten nicht ausgefüllt (vermutlich Belagerung 1713). - Leicht fleckig u. stellenw. etwas gebräunt, auch die Pläne. Der 1. Plan mit teils längeren Faltstellen- u. Randeinrissen im oder bis ins Bild (teils hinterlegt) sowie etwas knitterfaltig; der 2. Plan ebenfalls geknittert u. mit einzelnen kl. Rissen u. kl. Löchern, 1 Faltstelle stark gebräunt, rechts Randausriss bis in die Einfassungslinie u. links leicht angeschnitten. Aus der Bibliothek der Herzöge von Luynes mit Regalschild u. Wappenexlibris des Schlosses "Dampierre".
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Los 38 *#
Längenfeld/Tirol. Sammlung von Verordnungen
Längenfeld/Tirol. - Verschiedene kreisämtliche und landgerichtliche medizinische... Verordnungen (Deckelschild). Sammlung von ca. 70 teils mehrblättrigen Schriftstücken in verschiedenen deutschen Handschriften auf Papier. Mit 1 Ausnahme alle aus dem 19. Jh. Fol. (38:24,5 cm). Von mehreren Händen überwiegend mit schwarzen und braunen Tinten in meist gut lesbaren Kursiven geschrieben. Lose in alten Pp.-Decken mit Bindebändern; etwas fleckig, Titelschild mit Tintenflecken, berieben u. mit Gebrauchsspuren.
Enthält über 50, fast ausschließlich an den Wundarzt Ferdinand Holzknecht in Lengenfeld/Längenfeld (im Ötztal/Tirol) gerichtete Schriftstücke aus den 20er bis 40er Jahren des 19. Jahrhunderts; ferner noch einige wenige Schriftstücke, die entweder ebenfalls die Gemeinde Längenfeld betreffen (so zum Beispiel eine "Rechnung über die Einnahmen und Ausgaben bei der Kirchspiels Gemeinde Lengenfeld" 1835/6, "Conto für Behandlung...") oder andere Orte sowie ein kleinformatiges gedrucktes Verzeichnis der 1826-27 im Krankenhaus der barmherzigen Brüder zu Wien unentgeltlich behandelten Kranken. Etliche der Schriftstücke noch mit Siegelresten oder papiergedeckten Siegeln. - Mit Gebrauchsspuren. Teils etwas angestaubt, fleckig u. mit kleineren Läsuren.
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Los 39 *#
Folge von 8 Scherenschnitten + Beilagen
Mendelssohn, M. - Scherenschnitte. Folge von 8 Scherenschnitten, die Berliner Intellektuelle des ausgehenden 18. Jahrhunderts darstellen. (Berlin ca. 1785). Ca. 7:5 cm. - Dazu: Begleitbrief, in dem die Dargestellten genannt sind und um Weitergabe an "Herrn Saltzwedel" (in Frankfurt) gebeten wird. O.O. u. J. Kl.-4to (21:17 cm). 1 S., verso Aufschrift: "Gelehrte Schattenrisse / wollte ich sagen / Schattenrisse von gelehrten Leuten". - 6 Scherenschritte von 3 Kindern (jeweils von links u. rechts). (Ca. 1780?).
Die fein ausgeführten Scherenschnitte sind verso numeriert 1-2 und 4-8, ein weiterer wurde offenbar zu numerieren vergessen. Laut dem beiliegenden Brief sind es die Silhouetten von folgenden Personen: 1. Johann Joachim Spalding (1714-1804), Theologe u. Aufklärer, Pastor an der Nikolaikirche in Berlin. - 2. Franz Carl Achard? ("Aschard"; 1753-1821), Mitarbeiter der Akademie der Wissenschaften. - 3. Christian Gottlieb Selle? (1748-1800), Leibarzt Friedrich d. Gr. - 4. Johann Gottlieb Gleditsch (1714-1786), Botaniker u. Forstwissenschaftler. - 5. Karl Wilhelm Ramler? (1725-1798), Dichter u. Philosoph. -  6. Carl Abraham Gerhard (1738-1821), Mineraloge und hoher Beamter. - 7. Johann III. Bernouilli ("Bernulli"; 1744-1807), Leiter der Sternwarte der Akademie der Wissenschaften. - 8. Moses Mendelssohn (1729-1786; „der große Geist, aber kleine Mann Moses Mendelsohn“). Der Brief datiert "d. 12ten Morgends um 1/2 7 Uhr". U.a. heißt es: "Diese Schatten sind alle sehr gut getroffen, außer Aschard, welchen ich auch nie gut getroffen gesehen habe, jedoch hat es viel ähnliches. Wenn Herr Saltzwedel noch mehrere verlang(t), so lassen Sie dies nur ausschreiben  ... In Eile! Denn ich muß gleich ins Collegium / Christian". Mit "Collegium" müsste das Collegium medico-chirurgicum in Berlin gemeint sein. Der Frankfurter Apotheker Peter Saltzwedel (1752-1815; vgl. Hein-Schwarz 353), Erbauer der nachmaligen Villa Metzler am Schaumainkai und Besitzer eines großen botanischen Gartens (der dortige Ginkgobaum inspirierte Goethe), hatte sich am 7. 11. 1771 dort als "stud. pharm." immatrikuliert. Von den insgesamt wenigen dort vertretenen Studenten der Pharmazie kämen als Verfasser des vorliegenden Briefes in Frage Christian Gottlieb Goede aus Schlesien (28. 7. 1786) und Johann Christian Lucas aus Kleve (3. 11. 1787), dieser war später Apotheker in Kleve, soll ein guter Botaniker gewesen sein und seltene Pflanzen gezüchtet haben. - Wenige winzige Ecken der Scherenschnitte umgeknickt.
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Los 40 *#
Müller, Vorlesungsmitschrift
Müller, K. O. Mythologia. (Vorlesungsmitschrift eines anonymen Studenten). Deutsche Handschrift auf Papier. (Göttingen) 1833/34. 4to. Blattgr. 270:180 mm, Schriftspiegel ca. 210:140 mm. 104 nn. Bll. Pp. d. Zt., berieben u. etwas bestoßen, stellenweise beschabt.
Vgl. NDB XVIII, 323 (Müller). - Vorlesungsmitschrift (-nachschrift) einer Mythologie-Vorlesung aus dem Wintersemester 1833/34. Müller (1797-1840) war Professor für klassische Philologie und Kunstarchäologie in Göttingen. Seine akademische Bedeutung als einer der Begründer der Alten Geschichte und Klassischen Archäologie, spiegelt sich auch in der im Vorjahr dieser Vorlesung von der hannoverischen Landesregierung veranlassten Ernennung Müllers zum Hofrat. Die "immer wieder aufgeschobene Reise" (NDB) in die klassischen Länder endete für Müller, und damit die Altertumsforschung, tragisch mit seinem durch Sonneneinstrahlung bei der Transkription von Inschriften ausgelösten Fiebertod. - Etwas gebräunt, hin und wieder gering fleckig.
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Los 41 *#
Vinculum amoris. Münster 1717
Münster. - Vinculum amoris quod admodum reverendo doctissimo(rum)qe DD CB Hosius capituli Ludgeriani canonico in festivo Bernardi dic a nepote suo F CN Hosius offerebatur. Lateinische Handschrift auf Papier. (Münster), 1717. Blattgr. 20:15,5 cm. Schriftspiegel ca. 15:11 cm. Mit brauner und roter Tinte in lateinischer Kursive geschrieben. Mit 3 blattgr. Aquarellen, 1 ganzseit. aquarelliertem Wappen und 3 breiten aquarellierten Bordüren aus Blättern, Blumen u. Früchten. 9 Bll. Geheftet.
Lobschrift des Christoph Bernhard Hosius (ca. 1656-1729) für seinen Neffen (?) C. N. Hosius. Christoph B. Hosius war Doktor d. Rechte u. Stiftskanoniker an der Kollegiatskirche St. Ludgeri in Münster. Mit reizvoll naiven Aquarellen, das erste zeigt den Sänger mit Harfe auf einem Hügel sitzend, die beiden anderen mit emblematischen Darstellungen. Abgesehen vom Titel und den mit floralen Bordüren versehenen Seiten, Text und Aquarelle umgeben von doppelliniger rot aquarell. Rahmenleiste. - Gebräunt, durchgängiger Braunfleck unten; zahlreiche Randläsuren und Einrisse mit etwas Bildverlust an 2 der Bordüren; erstes Bl. lose, etwas angeschmutzt u. mit einigen Ausrissen mit geringem Verlust an der Rahmenleiste; 2 der ursprünglich leer gebliebenen S. mit etw. späteren hs. Notizen in Tinte.
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Los 42 *
Newton, Dissertations sur les Prophéties
Newton, T. Dissertations sur les Prophéties ... Traduites de l'anglais par Gédéon Patron. Cinquiéme édition de l'Anglois. Französische Handschrift auf Papier. 3 Tle. (Céligny) ca. 1779. Fol. Blattgr. ca. 35:23 cm, Schriftspiegel fast ebenso. Regelmäßige Kursive in schwarzbrauner Tinte. 416 S.; 1 Bl., 386 S.; S. 45-365, 12 Bll. Table des matiéres. Lose Lagen.
Druckfertiges Manuskript einer nicht erschienenen französischen Übersetzung von "Dissertations on the prophecies, which have remarkably been fulfilled, and at this time are fulfilling in the world", nach der 5. Ausgabe von 1773 übersetzt. Das erfolgreiche Werk des Bischofs von Bristol, Thomas Newton (1704-1782) war erstmals 1754-1758 erschienen. Der Übersetzer, Gédéon Patron (1714-1781) war calvinistischer Geistlicher in Céligny, von 1750-1769 war er an der "Walloon Church" in London tätig. Ausweislich der fertig eingerichteten Titelblätter sollte die vorliegende Übersetzung 1779 bei Bartélemy Chirol in Genf erschienen. - Stellenw. wasserrandig vereinzelt sporenfleckig; leichter Textverlust an den letzten Bll. von Teil 2. Fehlen ca. 44 S. zu Beginn von Teil 3. oRR./Waf.
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Los 43 *
Persischer Lackeinband
Orientalische Handschriften. - Hafis (Hāfez) u.a. Ġazalīyāt und Rubāʿīyāt. Gedichtsammlung mit Werken von Hafis u.a. Persische Handschrift auf geglättetem Papier. Persien, im Jahr 1294 der islamischen Zeitrechnung (= 1877). (Blattgr. 21,5:14 cm). Schriftspiegel ca. 13,5-14,5:8 cm (wenige größer), 14 Zeilen in 2 Kolumnen, eingefasst von goldenen u. farbigen Linien. Nasta'liq-Schrift in schwarzer Tinte. Mit 2 großen Eingangsseiten, jede Textseite innerhalb der Linieneinfassung  mit die Schrift umgebendem Goldbronzeauftrag. 185 Bll. Persischer Lackeinband d. Zt. mit Lederrücken: Außendeckel mit filigranem Schmuck aus Bordüren und floralen Elementen; beide Innendeckel sorgfältigst ausgeführt mit großer zentraler Lackmalerei, umgeben von floraler Bordüre; Kanten etwas bestoßen, Buchblock aus Einband gelöst.
Außergewöhnlich fein ausgeführter persischer Lackeinband. Beide Innendeckel (einer mit Datierung des Kalligraphen) mit prächtigen floralen Motiven, darunter insbesondere  Rosen und weitere Blütenmotive sowie Nachtigallen und Schmetterlingen.  - Gering fleckig.
Persian calligraphic manuscript on smoothed paper. - Minor staining. Persian lacquer binding with leather spine, boards richliy decorated with floral patterns and borders; inside covers with neatly painted flowers and nightingales, surrounded by painted borders; binding slightly worn, book-block loosening.
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Los 44 *#
Urkunde des Kardinals Domenico Orsini
Orsini d'Aragona, D. - Ernennung des Giacomo Scattoni aus Fermo zum Gentiluome d'onore durch Domenico Kardinal Orsini. Italienische Urkunde auf Pergament. Rom, 22. Dezember 1752. Qu.-fol. Blattgr. ca. 35,5:46 cm. Mit aquarelliertem Wappen u. aquarellierter dreiseitiger Bordüre mit floralen Motiven. Kanzleischrift in hellbrauner Tinte, Eingangszeilen prächtig mit Gold kalligraphiert. Von Orsini unterzeichnet und mit dessen papiergedecktem Siegel.
Domenico Orsini d'Aragona (1719-1789) wurde 1743 zum Kardinal ernannt. - Mit Faltspuren. Etwas fleckig, wenige Löchlein.
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Los 45 *#
Paulli, Sammlung merckwürdiger Geschichten. Handschrift
Paulli, W. A. Sammlung verschiedener merckwürdigen Geschichte(n), sinnreicher Antworten, curieuser Inschriften, Chronodisticorum, Überschrifften, bon mots, und anderer starcken Gedanken, aus Teutschen, Lateinischen, Französischen, Italienischen und Holländischen Schriftstellern zusammen getragen. Deutsche Handschrift auf Papier. (Hamburg) 1746-(ca. 1768), und Zusätze bis 1901. Blattgr.: ca. 19,5:15,5 cm, Schriftspiegel ca. 18:14 cm. Von 3-4 Händen mit verschiedenen Tinten in meist deutschen, teilweise auch lateinischen Kursiven geschrieben. Mit 1 altkol. Kupftertaf. 1 B., 430 S., 41 leere Bll. Prgt. d. 18. Jh.; etwas fleckig, Deckel gering aufstehend, Reste von Schließbändern.
Umfangreiche Sammlung des Hamburger Schriftstellers, Librettisten und Publizisten Wilhelm Adolph Paulli (1719-1772), der u.a. Libretti und Texte für G. P. Telemann verfasste und auch durch sein "Gedanken und Wünsche beym Trunke" bekannt ist. Enthält eine Vielzahl von Zitaten, darunter von Gottsched, Hagedorn, Lukian, Rantzow, Voltaire u.v.m., Gedichte von Claudius, Göckingk, Isaak Maus, Lessing u.a., Anekdoten über Friedrich II. von Preußen etc., darunter auch umfangreichere Passagen, eine mit eigenem Titelblatt: "Ob der Kaiser von Rußland, Peter III., rechtmäßig des Throns entsetzt sey, in einer kurzen Betrachtung untersucht von F." (S. 249-296). Sein vorletzter Eintrag S. 299 lautet: "Auf die Prediger Wahl von die Cand. Hahn und Rist zu Wandsbeck d. 25. Sbr. 1768". Es folgen ähnliche Einträge anderer Hände aus den Zeiten um 1790 sowie um 1845. Der letzte Schreiber (S. 388-430) mit überwiegend erotischen Gedichten u. Zoten in Einträgen mit violetter Tinte aus den Jahren 1892-1901. Die Kupfertaf. in Form eines Portals zum Eintragen eines Beitzvermerks, gedruckt in Hamburg bei T. Stein. - Etwas gebräunt u. gering fleckig.
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Los 46 *#
Rechenbuch von Ferdinand Schulte Höring 1753
Rechenbuch. - Schulte Höring, Ferdinand. Das Rechnen fang ich an. Dein lieben Gott zu ehren, der werthen Welt zum Nutz', und mir zu guten Lehren, damit zur Tugentbahn, auch Ruhm und großen Ehren, gar leichtlich kommen kan, und Gottes Ehr vermehren. Deutsche Handschrift auf Papier. Ohne Ort (Münster?) 1753. 4to (20,5:16 cm). Von einer Hand mit brauner Tinte in flüssiger Kursive geschrieben. 1 nn., 62 (recte 63) num., 12 nn. Bll. Prgt. d. Zt. mit Ldr.-Schließbändern; fleckig u. etwas bestoßen.
Das Verzeichnis mit Münzmaßen verschiedener Städte und Länder beginnt mit Münster, gefolgt von Einträgen für "Außländische Müntz", darunter Amsterdam, Brabant, Danzig, England, Osnabrück, Paderborn, Recklinghausen u.a. Es folgen die Grundrechenarten, Bruchrechnung und Dreisatz. Vier der num. Bll. und einige Seiten blieben unbeschrieben. Folgen 38 leere Bll. (hier zu Beginn einige Bll. entfernt). Die letzten 8 (1 loses) Bll. mit einer weiteren, zum Rechenbuch kopfstehend geschriebenen Handschrift: Fremdwörterbuch lateinisch-französisch-deutsch, ohne Titel. Handschrift auf Papier in 2 Spalten. Am Schluß: "Johannes Ferdinandus Schulte Horing finis". Ein Johann Ferdinand Schulte Höring ist Mitte des 18. Jh. im Rheinland nachzuweisen. - Gebräunt u. wasserfleckig.
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Los 47 *
Ein Engländer im Internierungslager im 1. Weltkrieg
Souvenir de Ruhleben
Ruhleben. - "Souvenir de Ruhleben". Skizzenbuch des Percival Cooley Krauss mit 17 Zeichnungen in Bleistift und Aquarell. Ruhleben 1916-18. Qu.-4to (19,5:28,5 cm). Lwd. d. Zt. mit deutschem Titel "Skizzenbuch"; etwas angestaubt.
Das Internierungslager Ruhleben im Norden Berlins, zwischen Spandau und Charlottenburg, wurde bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs auf dem Gelände der Trabrennbahn für britische Staatsbürger errichtet. Alle Zivilisten, Seeleute und Geschäftsleute, die sich zufällig gerade im Land aufhielten, aber auch viele Briten, die schon jahrelang auf deutschem Boden lebten und hier Familien gegründet hatten, wurden hier von 1914 bis 1918 interniert. Die Zeichnungen des Internierten Percival Cooley Krauss zeigen Porträts (6) und Ansichten vom Gelände und von Gebäuden. Alle datiert und signiert bzw. monogrammiert. - Etwas gebräunt, gering fingerfleckig, am Schluss mehrere weiße Blätter.
Interesting sketchbook by Perciyal Cooley Krauss, who was detained in this camp, which was set up by the German government at the beginning of World War I. for foreigners who were incidentally residing Germany. - Little browning and fingerstaining. Contemp. cloth. 
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Los 48 *#
Abschied für einen Schweizer Soldaten
Schweiz. - Abschied für einen Soldaten aus dem Regiment Kalbermatten, ausgestellt im Namen von Karl Emanuel III. von Savoyen, König von Sardinien. Deutsche Urkunde auf Pergament. Alessandria, 13. März 1749. Qu.-fol. Blattgr. ca. 37,5:45 cm. Mit Wappen u. Heiligendarstellung in farbiger Federzeichnung. Kanzleikursive in dunkelbrauner Tinte, Eingangszeilen prächtig mit Gold kalligraphiert. Von Oberst Joseph Franz Belmont von Rickenbach unterzeichnet und mit dessen Wachssiegel.
Die Verwendung von Schweizer Einheiten in savoyischen Diensten hatte eine lange Tradition. Das Regiment Kalbermatten (auch Reding) kämpfte u.a. im Österreichischen Erbfolgekrieg. Der Abschied ist ausgestellt für Stephan Arnn aus Bruderdorf (Brouderdorff) in Lothringen, der 96 Monate im Regiment gedient hatte und damit fast den ganzen Österreichischen Erbfolgekrieg mitgemacht hatte. - Mit Faltspuren. Die kalligraphierten Elemente tlw. berieben.
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Los 49 *
Tractatus theologicus (Hs.)
St. Veit a. d. Rott. - Ruestorpher, E. (dict.). Tractatus theologicus de sacramentis in genere & in specie M: S: dictatus ab... Patre Edmundo Ruestorpher ord. S. Benedicti in celeberrimo Lambacensi monasterio professo, SS. Theologiae Doctore, ac protempore in alma Universitate Salisburgensi... Professore... Calamo exceptus a Patre Vitale Haratinger Benedictino ad S. Vitum annis 1693 & 1694. Lateinische Handschrift auf Papier. 4to (20,5:16,5 cm). Blattgr. 20:15,5 cm. Geschrieben mit bräunlicher Tinte in sauberer Kursive. 1 nn. Bl., 381 num. Bll., 1 w. Bl.; 378 num. Bll. Defekter Pp., nur noch Deckel vorhanden.
Nach Diktat entstandene, in zwei Teile gegliederte Niederschrift. Teilw. von alter Hand in Tinte und 1921 (lt. Notiz auf dem Vorsatz) durchgehend in Bleistift foliiert. - Etwas fleckig u. teilw. leicht gebräunt, im 2. Tl. Bl. 117 mit längerem Eckriss. Teilw. oben sehr knapp beschnitten. Vord. freies Vorsatz u. Titel lose, letzte Bll. gelockert. Titel mit Besitzvermerk der Benediktinerabtei St. Veit bei Neumarkt a. d. Rott/Oberbayern.
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Los 50 *
Compendium philosophiae
Velly, (P. F.?). Compendium philosophiae. Lateinische Handschrift auf Papier. Vire, wohl Anfang 18. Jh. Kl.-4to (23:17 cm). Blattgr. ca. 22:16,5 cm, Schriftspiegel ca. 19:14 cm. Mit schwarzbrauner Tinte in flüssiger Kursive geschrieben, Überschriften vereinzelt mit kalligraphischen Elementen. 352 (recte 345) S. Ldr. d. Zt. mit Rückenverg. u. Rsch., etwas beschabt u. bestoßen, Kapitale abgestoßen u. etwas ausgefranst, Gelenke angebrochen.
Philosophische Abhandlung, die zunächst grundlegende Fragen und dann ausführlich die Disziplin der Logik (z.B. Syllogismen) abhandelt, daher auch mit dem Rückentitel 'Logica'. Nach dem hs. Vermerk auf dem vord. freien Vorsatz nach einem (wohl unveröffentlichten) Manuskript von M(onsieur) Velly, "Pharmacien à Vire"/Normandie. Ob dieser identisch ist mit dem Jesuiten u. Historiographen Frankreichs Paul François Velly (1709-1759), läßt sich nicht feststellen. Von alter Hand in Tinte nummeriert (mit Paginierungssprung), teilw. in sehr kleiner Schrift geschrieben. - Stellenw. schwach gebräunt oder gering fleckig, S. 189-208 seitlich angerändert. Mit hs. Besitzvermerk "Auguste Boutin, Professeur au College de Vire", datiert April 1887.
Philosophical treatise written in Latin and discussing philosophical logic. According to provenance note after a manuscript by a pharmacist named Velly from Vire/Normandy (identical to the Jesuit priest and author of The History of France, Paul-Francois Velly?). With some calligraphic headings. - Minor occasional browning or spotting, 10 leaves remargined at sides. Ownership inscription of Auguste Boutin, dated April 1887, to front free endpaper. - Contemporary calf, spine gilt; rubbed and worn, splits to joints.
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Los 51 *#
Die schwangere Jungfrau aus Esslingen
Zeitung über Anna Ulmer aus Esslingen. 1550
Zeitungen. - Esslingen. - Deutungen der gewesenen wunder zaichen & der schwangeren Jungfrawen genannt Anna Hanssen Ulmers Dochter zu Esslingen (Außentitel). Deutsche Handschrift auf Papier. O.O. (1550). (31,5:21,5 cm). Regelmäßige deutsche Kursive in brauner Tinte. 10 S. auf 3 Doppelbll.
Der Fall der Anna Ulmer (1527-1564; auch Anna Schererin) aus Esslingen erregte weithin Aufsehen. Im Haus seiner Eltern lag das Mädchen jahrelang zu Bett, vorgeblich ohne Nahrung aufzunehmen, während sein Bauch anschwoll. Dieser war angeblich mit Würmern und allerlei Getier angefüllt. Mehrere Flugschriften und Einblattdrucke verbreiteten die Kunde von dieser wunderbaren Erscheinung; viele Menschen von nah und fern sahen sich Anna Ulmer an und beschenkten die Familie. An Allerheiligen 1550 wollte eine Kommission im Auftrag des Rats von Esslingen der Sache auf den Grund gehen, ein Barbier stach in den monströsen Bauch und stellte fest, dass es sich um eine Attrappe handelte und Mutter und Tochter alle Welt getäuscht hatten. Im 1551 folgenden Prozess wurde die Mutter, Margarethe Ulmer, zum Tode verurteilt und daraufhin mitsamt dem falschen Bauch verbrannt. Anna Ulmer wurde gebrandmarkt und in lebenslange Haft genommen, aus der sie 1555 auf Bitten einflussreicher Kreise von auswärts entlassen wurde; wegen einer Schwangerschaft wurde sie 1564 erneut verhaftet und starb im Kindsbett. Vorliegende Zeitung, die vor dem Auffliegen des Schwindels geschrieben wurde, ist als christliche Belehrung verfasst. "Aber unter anderen Zeichen so got zu dieser zeit der welt geoffenbart hat, ist das nicht das geringste das ein erliche unnd christliche Jungfraw zu Esslingen mit einem ungeheurenn thier (......) so groß und nu so lange Zeit schwanger ist" (S. 3). - Mittig mit Braunfleck, dort auch etwas brüchig; Schlussblatt tlw. angestaubt sowie außerhalb des Außentitels mit tlw. hinterlegten Fehlstellen; unterer weißer Rand mit Fraßspuren.
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Los 52 *#
Zeitung über Wunderzeichen. 1555
Zeitungen. - Halle (Saale). - Nachrichten von Wunderzeichen etc., u.a. aus Siebenbürgen und Sachsen. Deutsche Handschrift auf Papier. O.O. (1555). Fol. (33:21 cm). Regelmäßige deutsche Kursive in brauner Tinte. 6 1/4 S. auf 2 Doppelbll.
"Sammelzeitung: Wunderlicher Tod einer Magd zu Hermannstadt in Siebenbürgen. Himmelserscheinungen (Nordlicht, Nebensonne) in Siebenbürgen und Thüringen. Wiederkehr der Toten zu Lochau in Sachsen. Wundererscheinungen zu Leipzig, Galga ... Küstrin, Königsberg in der Neumark. Verfolgung der Protestanten zu Ferdinand I." (Kat. Halle 70, 322 zu einer Druckausgabe). Von dieser Zeitung gibt es mindestens drei Drucke: alle mit Druckort Erfurt, wobei für einen Straßburg festgetellt ist (VD 16, E 3859, ZV 5380 u. ZV 29462). Während es in den Drucken im Titel heißt, diese "Mirakel und Zeichen" seien von "glaubwürdigen Leuten aus Meißenland" zusammengestellt, ist die vorliegende handschriftliche Zeitung datiert "Hall Donnerßdag nach Math: Im Jar 1555" (22. September 1555) und ist von einer Person an einen "gnädigen Herrn" gerichtet. Zum Vergleich zu den Druckausgaben hier der Anfang: "Gnedigster her diese nachuolgende Zeytung hatt der Organist zu Hall in unser lieben frawen Kirchn, welcher ein geborner Sieben burger itzu dorthin gewest, und verschiene allerheiligen widerkommen, gesagt, das dis gewißlich whar were. Zu Hermelstadt (!) zu siben burgen, da ist eyn maght gestorbenn, und hatt drey dagh gelegen, und blut geswitzt, und ist darnach wider uffgestandenn und hat gesagt, Liebes volck der letst tagh ist nit weitth, und uber drey tagh werde ich weder sterben, thutt busse, und haitt das volck vermaentt und ist also weder gestorbenn. Darnach ist ein feuriger man am Hymmel gestanden und gesehen wordenn und ißt uff den marckt gefallen, und vill leudt die den gesehenn haben seintt gestorben". Bei dem Organisten handelt es sich übrigens um Demetrius Meylat, der 1553-1555 an der Marktkirche in Halle wirkte und von dem Serauky nur vermuten konnte, dass er aus Siebenbürgen stammte (Musikgeschichte der Stadt Halle, Bd. 1, S. 218). - Mit Faltspuren, letztes Bl. verso gering fleckig.
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Los 53 *#
Blut im Brot
Zeitung aus dem Bergischen über Blut im Brot. 1574
Zeitungen. - Herzogtum Berg. - Neuwe und erschreckliche unerhoerte Zeitung, das sich brodt, so gebacken, uf den funfften tag darauf, durchauß mit bloit vermischt in einem hoeffgen Niedsteimmell genannt ... beschehen im August Anno Siebentzig vier wie folgt. Deutsche Handschrift auf Papier. O.O. (1574). (34:20,5 cm). Regelmäßige deutsche Kursive in brauner Tinte. 2 S. auf 1 Doppelbl.
Heinrich Nutte und seine Frau Breche, "als arme enfeltige leutger" aus Niedersteimel (Kirchspiel Eckenhagen) haben Ende Juli fünf Brote gebacken. Andere Dorfbewohner, denen sie davon gegeben hatten, und die von dem Brot auch schon gegessen hatten, fanden am 2. August, nachdem sie "darahn geschnitten ... Viell roitfarbig bloet Innwendig gewesen, damit sehr erschrocken, die Frauw, so ihnen das (Brot) entl(eh)net sampt anderen Nachparn zu sich geroiffen" (etc.). Die Ersterwähnung von Niedersteimel wurde bisher ins Jahr 1575 gesetzt. - 2 Bll. einer anderen Handschrift angebunden. Wenige Wurmlöcher, 2. Bl. tlw. angestaubt.
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Los 54 *#
Zeitung aus Rom. 1556
Zeitungen. - Rom. - Aus Rom vom 5. Julij. Deutsche Handschrift auf Papier. O.O. 1564. Fol. (32,5:21 cm).  Regelmäßige deutsche Kursive in brauner Tinte. 7 S. auf 2 Doppelbll.
Zeitung aus Rom, berichtet von Papst Paul IV. (1476-1559; gewählt 1555) und seiner Politik, kurz nach der Abdankung Karls V. 1555. Über eine Audienz des Papstes wird u.a. berichtet: "Darnach hub der Bapst an, und redt die schmehelichsten unnd schendichsten wort, uber das hauß Osterreich". - Letztes Blatt verso etwas angstaubt.
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Los 55 *#
Zeitung über die Schlacht bei Sievershausen
Zeitungen. - Schlacht bei Sievershausen. - Am vergangenen Sontag nach mittag den 9ten julij (etc.). Deutsche Handschrift auf Papier. O.O. (1553). Fol. Blattgr. ca. 32,5:21 cm. Deutsche Kursive in brauner Tinte. 6 S. auf 2 Doppelbll.
Über die Schlacht bei Sievershausen (bei Hannover) am 9. Juli 1553 zwischen Moritz von Sachsen und Heinrich dem Jüngeren von Braunschweig-Wolfenbüttel einerseits und Albrecht Alcibiades von Bayreuth-Kulmbach andererseits; die Niederlage des letzteren in dieser sehr verlustreichen Schlacht war eine Vorentscheidung im Zweiten Markgrafenkrieg. Moritz von Sachsen wurde während der Schlacht verwundet und starb wenig später. Philipp Magnus und Karl Victor von Braunschweig-Lüneburg fielen in der Schlacht, wodurch ihr Bruder Julius, der Begründer der Bibliothek Wolfenbüttel, erbberechtigt wurde.  "Wer uffs marggraffen seiten thot blieben kan man noch zur zeit nit eigentlich wissen es sollen aber ser ser viell sein". - Wasser- u. sporenfleckig; Läsuren in der oberen Innenecke.
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Los 56 *#
Blutquellen in Weimar
Zeitung über Blutquellen in Weimar. 1555
Zeitungen. - Weimar. - Bericht über Blutquellen im Schlossgraben zu Weimar. O.O. (1555). 4to (20,5:21,5 cm). Regelmäßige deutsche Kursive in braunschwarzer Tinte. 1 S.
Der erste Absatz beginnt und endet: "Und gott warnet zu Weimmar mit einem grewlich(en) und erschrecklich(en)n gesicht, Dan am Donnerstag nach Pfingsten, da hat es Im Schloßgraben gegen drey Mittags warts angefangen, an drey oder vier Orten als eitel blut Roth wasser zu quellen .... Es sind die Fursten und Jedermann darüber sehr betruebt gewesen." Von alter Hand in hellerer Tinte "1551" datiert, nach der Literatur ist aber das Jahr 1555 anzusetzen, was zum zweiten Absatz passt: "Vor neun jaren eh der Alt Churfurst seligen gedechtnuß wid(er) den Keyser von Weimmar auszog (etc.)". Als Johann Friedrich I. von Sachsen in den Schmalkaldischen Krieg zog, war das gleiche Phänomen zu beobachten. - Gering fleckig; mit Faltspuren.
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Miniaturen und Einzelblätter

Los 57 *
Einzelblatt Christi Geburt
Antiphonar. - Christi Geburt. - Maria hält das Christuskind auf dem Schoß, rechts ein Ochse an seinem Futtertrog. Einzelblatt aus einer liturgischen Handschrift auf Pergament. Norditalien, 15. Jahrhundert. Gr.-fol. Blattgr. 49:36,5 cm, Schriftspiegel 40,5:27,5 cm. 8 Zeilen Text in gerundeter Textura mit schwarzer Tinte und Quadratnotation auf vierlinigem rotem System, Rubriken in Rot. Recto mit filigraner Miniatur in Deckweiß u. Farben als figürliche Füllung einer Initiale "R" (ca. 10:13 cm) mit vegetabilem Randausläufer in Farben u. schwarz konturierten Blattgoldpunkten, im Text drei Initialen in Blau bzw. Rot mit Fleuronnée in der Gegenfarbe. Verso 1 Deckfarben-Initiale "E" (6:6 cm) mit Deckweißornamentik sowie 1 Fleuronné-Initiale in Rot u. Blau.
Enthält das Invitatorium "Regem confessorum dominum venite adoremus" und die Antiphon "Beatus vir qui in lege Domini". - Etwas fleckig u. geknittert, horizontal u. vertikale Faltspur, Schrift teilw. etwas abgegriffen, 1 kl. Pergamentfehler. Die schönen Deckfarbeninitialen nicht betroffen.
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Los 58 *#
Antiphonar. 7 Bll.
Antiphonar. - 7 Bll. aus 3 liturgischen Handschriften auf Pergament. Wohl Spanien, um 1600. Imp.-fol. u. gr.-fol. Blattgr. ca. 72:60 cm (2) u. 58-60:36-41 cm, Schriftspiegel ca. 64:45 u. 50:30  cm. Text u. Noten. Unterschiedliche Buchschriften in schwarzer Tinte u. Quadratnoten auf fünflinigem rotem System, einzelne Hervorhebungen in Rot. Die 2 großformatigen Blätter jeweils mit 2-3 großen Eingangsinitialen (einschließlich Vorder- und Rückseite) in Rot, Blau und Goldocker, die kleinformatigeren Blätter mit großen kalligraphierten Initialen.
Blätter mit den üblichen Gebrauchsspuren, etwas fleckig, zum Teil Randeinrisse, 2 Bll. stellenweise mit Sporenflecken. Die beiden großformatigen Blätter mit Faltspuren. - Zus. 7 Bll.
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Los 59 *
Perrin, Taufe Jesu. Einzelblatt
Antiphonar. - Taufe Jesu. - Großformatige barocke Darstellung in Gold und Farben, signiert "Perrin pinx. 1740", ca. 26:40 cm. Mit reicher figürlicher Staffage. Die Taufszene in einem üppigen Barockrahmen aus Gold, Blau und Rot. Die Malerei auf dem oberen Teil eines Einzelblatts aus einer liturgischen Handschrift auf Pergament. Frankreich um 1740. Blattgr. 37,5:45 cm. Verso noch 3 Zeilen Text in Antiqua mit schwarzer Tinte und Noten auf vierlinigem rotem System.
Ausschnitt aus "Ephiphania Domini", mit Seitenzahl 55 u. 56, unter der Malerei in schwarz und gold "in Octava Epiphaniae". - Etwas angestaubt, Ränder etwas gebräunt u. fleckig, Goldeinfassung teilw. abgeplatzt.
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Los 60 *#
Bibel, Jesuch Sirach/Hohelied. 1 Blatt
Biblia latina. - Einzelblatt aus einer lateinischen Handschrift auf Pergament, beidseitig beschrieben. Wohl Deutschland, frühes 12. Jh. Blattgr. 24:15,5 cm, Schriftspiegel 20,5:13 cm. 21 Zeilen. Minuskel des 12. Jahrhunderts in brauner u. roter Tinte. Mit 8 bzw. 9 größeren Anfangsinitialen in Rot.
Beginn des Blattes recto: Quasi cedrus exaltata sum in Libano, et quasi cypressus in monte Sion (Ecclesiastius [Jesus Sirach] 24, 17). Beginn des Blattes verso: Una est columba mea perfecta mea una est matris suae electa genetrici suae... (Hohelied Salomos, 6, 8). - Wohl Teil eines Einbandfundes. Gebräunt u. teilw. fleckig, teilw. knittrig, zwei kleine Montagespuren, sonst gut erhalten.

 
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Los 61 *#
Bibel, Vita Maria Magdalena. 1 Blatt
Biblia latina. - Einzelblatt aus einer lateinischen Handschrift auf Pergament, beidseitig beschrieben. Wohl Spanien, 13. Jahrhundert. Blattgr. 19:14,3 cm, Schriftspiegel 18:11 cm. 23 Zeilen. In brauner u. roter Tinte. Eingemaltes geflügeltes Fabelwesen in Rot, Blau u. Braun (ca. 8,5:3 cm) im oberen linken Rand der Rectoseite, kleine rot-blaue Initiale im unteren Teil. Verso eine größere (3,5:2,5 cm) u. zwei kleinere Initialen in Rot, Blau u. Hellbraun. Unter Passepartout.
Beginnt mit: "Vitta Maria Magdalena & Maria Iacobi...". Die Darstellung des Fabelwesens sowie der Initialen etwa ungelenk und grob. - Teilw. gebräunt, etwas knittrig, verso alte Montagereste in den äußeren Rändern. Text mit 5 kleineren Löchern mit geringem Buchstabenverlust. Fabelwesenfigur mit Pergamentriss (ca. 3 cm) sowie kleinem Loch, die Augen ausgestochen.

 
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Los 62 *#
Biblia latina, 1 Blatt Liber sapientiae
Biblia latina. - Einzelblatt aus einer lateinischen Handschrift auf feinem Pergament. Frankreich Ende 13. Jahrhundert. Blattgr. ca. 21:14 cm, Schriftspiegel 14,5:10 cm. 61 Zeilen, 2 Kolumnen. Feine gotische Perlschrift in hellbrauner Tinte, Kolumnentitel in Blau u. Rot. Mit 2 Initialen (ca. 2,5:2 u. 2,3:2,5 cm) in  Altrosa, Blau, Gold u. Deckweiß, die untere mit figürlicher Darstellung u. seitlicher kleiner Malerei mit Dämonendarstellung. Beidseitig unter Glas mit Passepartout gerahmt (genaue Blattgröße nicht erkennbar). - Gold der unteren Minitiatur teilw. später ergänzt. - Beginn des Textes "Liber sapientiae...".
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Los 63 *#
Biblia latina, 1 Blatt Philipper
Biblia latina. - Einzelblatt aus einer lateinischen Handschrift auf feinem Pergament. Frankreich frühes 14. Jahrhundert. Blattgr. ca. 17,5:12,5 cm, Schriftspiegel 13:8,5 cm. 51 Zeilen, 2 Kolumnen. Feine gotische Perlschrift in schwarzer Tinte, Kolumnentitel in Blau u. Rot. Mit 2 Initialen u. Federwerk in Blau u. Rot. - Ränder etwas gebräunt, linker Außenrand mit Läsuren u. etwas angeschmutzt. - Aus Philipper 2.
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Los 64 *#
Kalendarium, 1 Blatt (Juli/August)/ 2 Bll.
Kalendarium. Einzelblatt aus einer lateinischen Handschrift auf Pergament. 13./14. Jh. Fol. Blattgr. ca. 28:21 cm, Schriftspiegel ca. 22:17 mm. Gotische Minuskel in brauner u. roter Tinte.
Aus dem Kalendarium einer liturgischen Handschrift, enthält die Monate Juli und August. - Einbandmakulatur, gebräunt u. angeschmutzt, einige Wurmspuren mit Buchstabenverlust, Randläsuren, mehrere etwas spätere Einträge. - Dazu: Fragmentarisches Einzelblatt aus einer liturgischen Handschrift mit Hufnagelnoten auf vier Linien. 13./14. Jh. Ca. 19:27 cm. Einbandfund mit entsprechenden Gebrauchsspuren. - Zus. 2 Bll.
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Los 65 *
Marienoffizium, Einzelblatt mit 3 Miniaturen
Marienoffizium. - Einzelblatt aus einem lateinischen Gebetbuch auf Pergament mit 3 kleinen figürlichen Initialen recto u. verso. Frankreich, um 1400. Blattgr. ca. 177:135 mm, Schriftspiegel ca. 145:90 mm. Recto mit kleiner figürlicher Miniatur in Gold u. Farben (ca. 42:40 mm, inkl. Ausläufer), 20 Zeilen Text in schwarzbrauner Textura mit zahlr. Schmuckinitialen in Blau u. Gold mit Federwerk u. Zeilenfüllern, darunter Groteske in Blau u. Rot (ca. 45:20 mm).  Verso mit 2 figürlichen Miniaturen in Gold und Farben (je ca. 40:40 mm, inkl. Ausläufer). 20 Zeilen Text mit kl. Schmuckinitialen u. Zeilenfüllern in Gold und Farben. - Gering gebräunt und angestaubt.
Aus einem Marienoffizium, näherer Gebrauch für uns nicht bestimmbar. Text recto: Psalm 23. "Domini est terra et et plenitudo orbis terrarum..." ,verso: Lectio I "Maria Virgo virginum, mater et filia Regis regum omnium... ut caelestis regni per te ..." u. Lectio II: "Sancta Maria piarum piissima intercede pro nobis." - Dazwischen jeweils litrugische Anweisungen. Gering gebräunt und angestaubt.
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Los 66 *
Psalterium. 2 Blatt
Psalterium. - Zwei Einzelblätter aus einem lateinischen Psalterium mit Interlinearglossen und umfangreichen Randschriften in 2 gesonderten Kolumnen rechts und links des Psalmentextes. Auf Pergament. Italien? Ende des 13. Jahrhunderts. Blattgr. ca. 27,5:18 cm, Schriftspiegel ca. 17:15 cm. Mit 1, in ein Quadrat (4,5:4,5 cm) eingefügter und mit Rankenwerk gefüllter Initiale "O" in mehreren kräftigen Farben. 2 größere u. mehrere kleinere Initialen in Rot. In geichmäßiger Minuskel in Braun u. Rot, Psalmentext in etwa doppelter Größe gegenüber der Interlinear- bzw. Randschrift. - Etwas gebräunt u. fleckig, 1 Bl. im oberen mit kleinem genähten Einschnitt u. rechts leicht schief beschnitten.
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Los 67 *#
Rituale, 1 Doppelblatt
Rituale. 1 Doppelblatt. aus einer lateinischen Handschrift auf Pergament. Italien um 1480. Blattgr. jew. 20:15 cm (zus. 20:30 cm). Geschrieben mit dunkelbrauner Tinte in Rotunda mit roten und blauen Hervorhebungen sowie römischer Choralnotation auf 4-linigem Notensystem. Mit einer 4-zeil. Schmuckinitiale in Blau, Rot und Gold und etwas in den Rand auslaufendem Federwerk sowie einer 2-zeil.  Schmuckinitiale mit etwas Federwerk. - Minimial fingerfleckig.
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Los 68 *
Stundenbuchblätter, 2 Bll.
Stundenbuchblätter. - 2 Einzelblätter aus einem lateinischen Stundenbuch auf Pergament. Frankreich um 1410-20. Blattgr. 19:13,5 cm, Schriftspiegel 12:8 cm. 18 bzw. Zeilen. Textura in braunschwarzer, blauer u. roter Tinte, Hervorhebungen in Rot. Mit zus. 16 ein- u. zweizeiligen Initialen und Zeilenfüllen in Altrosa, Blau, Rot und Gold. Schmale Texteinfassung in Blau u. Gold, dazu jede Textseite mit breiter dreiseitiger Bordüre aus Dornblattrankwerk in Flüssiggold und blauer Feder mit farbigen Blüten und Früchten.
Die Ausstattung der Verzierungen, Rahmen und Initialen ganz im Stil des "Belles Heures" der Brüder von Limburg für den Duc de Berry, attraktiv durch die reiche Verwendung von Flüssiggold. Eines der zwei Blätter mit Kalendarium für April in französischer Sprache. - Oberer Rand etwas knapp beschnitten, Textblatt recto mit Verwischungen im unteren Rand, Kalendariumblatt mit Braunfleck im Rand.
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Los 69 *#
Einzelblatt Lukas
Stundenbuchblätter. - Lukas. - Der Evangelist mit Schreibrolle und Lesepult, links ein Stier, auf beiden Seiten ein Fenster mit Blick in die Landschaft. Großformatige farbige Miniatur (17:15,8 mm, oben abgerundet) auf einem Einzelblatt aus einem lateinischen Stundenbuch auf Pergament. Frankreich (Paris?) um 1460. Blattgr. 23,7:16,4 cm. Unter der Miniatur 7zeiliger Text mit brauner Tinte geschrieben, mit Initiale M (3,8:4,2 cm) in Gold und Farben. Verso 13zeiliger Text. Auf Samt im Rand montiert u. unter Glas in einem alten Holzrahmen.
Schöne farbkräftige Darstellung des Evangelisten in seiner Stube mit dekorativem Interieur mit Trinkgefäßen und Bücherregal. Auf der Stirnseite des Lesepults die Wappen des Dauphins sowie Königs von Frankreich, evtl. der ab 1461 regierende Louis XI. - Etwas fingerfleckig u. angestaubt, die Ränder etwas ungenau, die Miniatur bis fast an die goldene Einfassungslinie beschnitten, die Initiale links und der Text rechts leicht angschnitten. Dekorativ gerahmt.
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Los 70 *
Einzelblatt Krönung Mariens
Stundenbuchblätter. - Die Krönung Mariens. - Links Gottvater auf dem Thron sitzend, rechts vor ihm kniend Maria im blauen Gewand, über ihr zwei Engel mit der Krone. Einzelblatt aus einem französisch-lateinischen Stundenbuch auf Pergament. Frankreich, 2. Hälfte 15. Jahrhundert. Blattgr. ca. 17,5:12,5 cm, Schriftspiegel ca. 10:7 cm. Recto große Miniatur in Gold u. Farben (10:6,5 cm), darunter 3 Zeilen Text in schwarzbrauner Textura mit gr. Schmuckinitiale in Blau, Rot u. Altrosa auf Gold u. mit Deckweißhöhung. Alles umgeben von reicher floraler Bordüre mit Blattwerk u. Früchten in Gold u. Farben, unten mit zweiter kl. Miniatur (ca. 4:4,5 cm): Sturz eines Götzen. Ein Götzenbild stürzt von zusammenbrechender Säule, rechts u. links die erschrockenen Anbeter. Verso 15 Zeilen Text mit 5 Schmuckinitialen u. 4 Zeilenfüllern sowie floraler Bordüre. - Einige kl. Farbverwischungen u. Bereibungen, recto bräunlicher, ca. 2:3 cm großer Fleck in der äußeren Bordüre.
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Los 71 *#
Einzelblatt Lukas/Piëta
Stundenbuchblätter. - Lukas. - Der Evangelist mit Feder und Schreibrolle, links ein Stier. - Piëta. - Die am Fuße des Kreuzes sitzende Maria hält den Leichnam Jesu auf ihrem Schoß. Einzelblatt aus  einem Stundenbuch auf Pergament. Frankreich um 1480. Blattgr. 15,5:10,7 cm. Recto u. verso im Text kl. Miniatur in Gold u. Farben (je ca. 5,2:4,0 cm), dazu dreiseitige breite Bordüre aus farbigen Blüten, Früchten u. Akanthus auf Goldgrund- u. farbigen Rechtecken u. Quadraten sowie je 1 zweizeilige Initiale. - Bordüren am Kopf angeschnitten.
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Los 72 *#
Einzelblatt Lukas auf Pergament
Stundenbuchblätter. - Lukas. - Der Evangelist mit Schreibrolle auf seinem Schoß, rechts vor ihm ein Stier, im Hintergrund ein Fenster, durch das man auf einen Hügel blickt. Einzelblatt aus einem lateinischen Stundenbuch auf Pergament. Frankreich 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts. Blattgr. 18:12,5 cm, Schriftspiegel 14,5:85 cm. Recto  Miniatur in Gold u. Farben (3,5:3,8 cm), eingefaßt von dreiseitiger Bordüre aus Akanthusblättern, Blättern u. farbigen Blüten in Blau, Grün, Rot und Gold. Rechts neben der Miniatur zwei zweizeilige Initialen in Gold u. Blau. Verso Text mit 1 zweizeiligen Initiale in Blau, Gold u. Rot, rechts Bordüre aus farbigen Blüten u. Blättern. - Etwas fingerfleckig u. in den Rändern angestaubt, kleine Farbverwischung in der Schrift, verso zwei Montagereste.
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Los 73 *#
Stundenbuchblatt mit Miniatur Verkündigung Hirten
Stundenbuchblätter. -  1 Bl. aus einem Stundenbuch auf Pergament mit der als Initiale gefaßten Miniatur. Wohl Flandern, um 1490-1500. Blattgr. ca. 17,5:12,5 cm. Geschrieben mit bräunlicher Tinte u. roten Hervorhebungen. Recto mit Initiale "D" , darin Verkündigung an die Hirten. 2 Hirten mit Schafen, darüber Engel mit Schriftband (Gesamtgröße der Initiale ca. 28:35 mm). Gesamte Seite eingefaßt von breiter, prachtvoller Bordüre aus Blumen und Rankwerk, oberhalb Vogeldarstellung, unterhalb Fabelwesen mit Spindel, alles auf tief blauem Grund, dieser mit kleinen Goldpunkten übersäht.
Sehr qualitätvolles Blatt. Die prachtvolle Bordüre gibt dem gesamten Blatt die besondere Wirkung. Die feine Hauptinitiale mit der Bibelszene wird im Text begleitet von weiteren ein- und zweizeiligen Zierinitialen in Blau, Rot, Weiß und Gold. - Minimal angestaubt.
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Los 74 *#
Flämische Trompe-l'oeil-Bordüre
Stundenbuchblatt mit Bordüre (Äffchen)
Stundenbuchblätter. - Bordüren. - 1 Bl. aus einem Stundenbuch auf Pergament. Wohl Flandern, um 1490-1500. Blattgr. ca. 17,5:13 cm. Geschrieben mit brauner Tinte in regelmäßiger Textura mit Hervorhebungen. Recto mit prachtvoller farbiger Bordüre aus Blumen, Früchten, Insekten und anderen floralen und figürlichen Motiven, im unteren Teil der Bordüre musizierendes Äffchen.
Qualitätvolles Blatt aus der späteren Phase der niederländischen Buchmalerei. Die äußerst fein gezeichnete Bordüre ist aus Schmetterlingen, kleinen Insekten, Erdbeeren, verschiedenen Blumen, Schnecken u. Vögeln gebildet, unten links vor einer großen (Lilienblüte) ein Äffchen, ein Blasinstrument spielend und mit Umhang mit Muster aus stilisierten fleurs-de-lis, an dessen Ende ein grotesker Kopf, alles auf ockerfarbenem, leicht mit Gold gehöhtem Grund. Alle Elemente der Darstellung mit Schattierungen, was der Bordüre eine trompe-l'oeil-Wirkung verleiht. - Im Rand gering fingerfleckig, sonst wohlerhalten.
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Los 75 *#
Einzelblatt Antonius Eremita
Stundenbuchblätter - Antonius Eremita. - Der Heilige in Eremitentracht, auf einen Kreuzstab in T-Form gestützt, in der Rechten die Bibel. Links der Kopf eines Schweines, im Hintergrund Baum und Hütte. Einzelblatt aus einem lateinischen Stundenbuch auf Pergament. Mittelfrankreich, vielleicht Bourges oder Tours, um 1495. Blattgr. 21,3:13,6 cm, Schriftspiegel ca. 12,4:6,8 cm. 24 Zeilen, regliert. Geschrieben in brauner Bastarda, Hervorhebungen in Rot u. Blau. Verso im Text kl., mit Gold gehöhte Miniatur (51:46 mm). Seitlich Bordüre (124:25 mm) aus Goldgrund-Bögen mit farb. Pflanzen im Zentrum, umgeben von Akanthus-Rankwerk in Blau, Gold u. Rot sowie Punkten. Recto Text mit ebensolcher Seitenbordüre u. zweizeiliger Init. in Blau u. Gold. - Im breiten Rand gering fleckig.
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Inkunabeln

Los 76
Albertus Magnus, Sermones
Albertus Magnus. Sermones de eucharistiae sacramento. Köln, (Retro Minores) für Heinrich Quentell, 1498. 4to (21:15 cm). Mit Titelholzschnitt. 45 nn. Bll. (o.d.l.w.). Hprgt. d. späten 19. Jh., etwas berieben.
Hain-C. 454; GW 770; BMC I, 289; Goff A-326; Schramm VIII, S. 24 u. Abb. 490. - Sehr seltener Kölner Druck. Der Holzschnitt zeigt das Jesuskind zwischen Maria und Anna, daneben Johannes Ev. und Johannes der Täufer, im unteren Bildrand das Wappen Kölns. - Gebräunt, vereinzelt etwas braunrandig u. fingerfleckig, wenige alte Anmerkungen u. Unterstreichungen, einige Bll. im Bund hinterlegt, ältere Anmerkung zum Drucker auf dem Titel. Der Titel u. Holzschnitt ausgeschnitten u. aufgezogen. Bibliographische Anmerkungen im Innendeckel. Provenienz: Auktion Karl & Faber 96 (1965).
Scarce edition, with large woodcut on title. - Some browning and thumbing, few annotations and underlinings, few restorations to inner margin, title trimmed and woodcut trimmed and mounted, old annotation to title, later bibliographical annotations to inner cover. Lacking the last blank. Late 19th cent. half vellum.
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Los 77
Albertus Magnus, Paradisus animae
Albertus Magnus (Pseudo-). Paradisus animae sive de virtutibus. (Köln, Drucker des Albertus Magnus, De virtutibus, d.i. Johann Schilling, nicht nach 1473). Fol. (27,5:20 cm). Got. Typ. Rubriziert, eingemalte Initialen in Rot u. Blau. 29 nn. Bll. (ohne das erste weiße). Pp. um 1900, teilw. berieben, Ecken u. Kapital bestoßen.
Hain-C. 476; GW 703; BMC I, 236; Goff A-290. - Erste Ausgabe der Erbauungsschrift, Albertus Magnus zugeschrieben. - Breitrandig, Ränder teilw. etwas fleckig bzw. fingerfleckig. Innendeckel mit Anm. u. Exkibris.
First edition. Rubricated, initials supplied in red and blue. This devotional tract, ascribed to Albert the Great, describes the path leading to union of the soul with God, beginning in recollection and progressing to contemplation and meditation. Some marginal spotting and thumbing, lacking the first blank. A copy with wide margins bound in boards around 1900, partly rubbed, corners and head of spine bumped.
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Los 78
Ambrosius, Epistolae
Ambrosius, S. Epistolae. Mailand, Antonius Zarotus, (1. Februar) 1491. Fol. (29,5:21,5 cm). Rom. Typ. Minuskeln für Initialen. 192 Bll. Mod. Kalbldr. mit Blindprägung im Stil d. Zt.; etwas fleckig u. berieben, ohne die 8 Bänder.
Hain-C. 899; GW 1601; BMC VI, 722; Goff A-533. - Zweite Ausgabe der Briefe des Bischofs von Mailand, die erste mit den Zusätzen von Stephanus Dulcinius. Die erste Ausgabe war 1490 bei L. Pachel in Mailand erschienen. - Stellenw. etwas fleckig, Ränder teilw. leicht fingerfleckig u. vereinzelt mit bräunlichen Wasserflecken (wenige bis in den Text), 1. Bl. neu eingehängt, letztes Bl. mit 3 kl. Wurmgängen (davon 1 mit Verlust eines Buchstabens). Mit einigen alten Anstreichungen und Marginalien in rotbrauner Tinte, durchgehend von alter Hand nummeriert. Titel oberhalb mit hs. Anmerkung zum Autor,  unterhalb teilw. gelöschte Anmerkung (Fehlstelle hinterlegt) u. hs. Besitzvermerk "ex libri mon(aste)rii B.a Maria de ?".
Second edition of St. Ambrose's letters, the first to contain the additions of Stephanus Dulcinius. The first edition of the letters was printed by L. Pachel at Milan in 1490. - Some staining in places, slight marginal thumbing and a few marginal waterstains (occasionally affecting text). First leaf reattached and with ink inscriptions to upper and lower margin (partly erased), final leaf with 3 small wormholes (with loss of a letter). Some ink underlinings and annotations, paginated by an old hand throughout. Bound in recent calf tooled in period style, somewhat stained and rubbed, lacking 4 pairs of ties.
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Los 79
Aristoteles, Liber yconomicorum
Aristoteles. (Oeconomica). Liber yconomico(rum) tracta(n)s de gubernatio(n)e reru(m) domesticaru(m) cu(m) (com)me(n)to magistri Joha(n)nis versoris legentium aspectibus multu(m) amenus. (Köln, H. Quentell, um 1491). Fol. (28:21 cm). Mit 1 großen blütenförmigen Initiale "D". Got. Type in 2 Graden für Text u. Kommentar, 2 Kol. Durchgehend rubriziert. 6 nn. Bll. Mod. Umschlag.
Hain 1773; GW 2431; BMC I, 279; Goff A-1010; nicht bei Kress & Goldsmiths. - Editio princeps der sog. älteren Übersetzung (GW) mit dem Kommentar des Johannes Versor (le Tourneur), sehr selten. Die neuere Übertragung der Oeconomica von Aretino war erstmals um 1470 in Venedig erschienen. "By Oeconomic Aristotle meant the practical science, or art, of household management... the two disconnected books called The Oeconomics, which have come down to us among Aristotle's writings, are certainly not his, but works of the Perpatetic school, the first being earlier and of more value than the second. The first book of the politics constitutes his own contribution to the subject" (Palgrave I, 53 f.). - Titel fleckig, sonst nur vereinzelt. Durchgehend saubere zeitgenöss. Marginalien. Breitrandig.
Editio princeps of the anonymous translation prior to Aretino's (though published 25 years later). With 1 large woodcut initial, rubricated, neat contemp. marginalia. - Spotting to title, else a rather clean and broadmargined copy. Modern wrappers.
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Los 80
Boethius & Gerson, De consolatione
Boethius, A. M. S. De consolatione philosophiae. Mit Kommentar des Pseudo-Thomas de Aquino. - Beigedruckt: Johannes Gerson. De consolatione theologiae. 2 Tle. (Werke) in 1 Bd. Köln, Joh. Koelhoff d. Ä., 1488. Fol. (29:21 cm). Got. Typ. Rubriziert in Rot u. Blau. Mit einer größeren Initiale in Rot u. Blau mit Federwerk u. zahlr. eingemalten Initialen in Rot oder Blau. 125 nn. Bll. (o. d. l. w.). Blindgeprägter Prgt. d. Zt. über Holzdeckeln, wurmstichig, Rücken in späterer Zeit (18. Jh.?) erneuert, Schließenreste. Vorderer Deckel in der oberen rechten Ecke gebrochen, vorderer Innendeckel mit starken Wurmspuren, Vorsätze erneuert.
Hain-C. 3380; GW 4540; Goff B-783; Voulliéme, Köln 262; nicht im BMC. - Dritte bei Koelhoff gedruckte Ausgabe, hier mit dem von Johannes Gerson verfassten, beigedruckten christlichen Gegenstück, dieses war separat erstmals 1472 erschienen. - Gering fleckig, erste Bll. gering wurmstichig. Titel fleckig, mit kleinen Wurmspuren im Rand, kleines aufgeklebtes Papierschild, alte Anmerkung zum Werk.
Two parts in one volume, third Cologne edition by Koelhoff. Rubricated, with initials supplied in red or blue. - Lacking the last blank. Slight spotting, somewhat heavier to title. Few wormholes to first leaves, slight marginal worming to title, old annotation and small paper label to title. Old blindstamped vellum over wooden boards, worming, heavier to front inner cover, remnants of clasps, rebacked, new enpapers.
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Los 81
Breviarium Constantiense. Teile 4+6
Breviarium Constantiense. (Hrsg. im Auftrag von Otto von Sonnenberg, Bischof von Konstanz). Teil 4 u. 6 (von 6) in 1 Bd. (Straßburg, Johann Grüninger, 1488). Fol. (30,5:21,5 cm). Got. Typ., 2 Kol. Druck in Schwarz und Rot. 274; 31 (st. 32) nn. Bll. Blindgeprägter Schweinsldr. d. Zt. über Holzdeckeln, berieben, gebräunt u. fleckig, neue Vorsätze, Schließen entfernt.
Hain 3826; GW 5321; BMC I, 117; Goff B-1155; Bohatta 203. - Siebte Ausgabe, fast alle beschriebenen Exemplare sind unvollständig. Schöner Druck in Schwarz und Rot. Vorliegender Band enthält Teil 4: "Proprium  de tempore. Pars hiemalis - Proprium de sanctis. Pars hiemalis". Teil 6: "Commune sanctorum". - Teil 4 ist vollständig, Teil 6 fehlt das letzte Blatt mit Kreuzigungsholzschnitt. - Teilw. etwas fleckig, stellenweise Wasserränder u. einige Wurmspuren. Lage ac vor Lage ab verbunden, mit entsprechendem alten Vermerk. Ältere hs. Foliierung in der rechten oberen Ecke, 1. Blatt mit Anmerkung im oberen Rand.
Part 4 and 6 (of 6) in one volume. Printed in black and red. - Some spotting and thumbing, partly waterstained, some smaller wormtraces, gathering ac before ab, marginal annotation to first leaf. Lacking the last leaf of part 6. Contemporary blindstamped pigskin over wooden boards, browned and spotted, lacking clasps, new endpapers.
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Los 82
(Danhauser), Quercus Capitolina
Danhauser, P. (Archetypus triumphantis Romae, Nürnberg, 1493). - Daraus: Quercus Capitolina. Holzschnitt auf Bütten, Ende 18./Anfang 19. Jh. Blattgröße 57:40 cm.
Berlin, Kupferstichkabinett 477-112 u. 93-1926; Schoch, Zu einem gescheiterten Buchprojekt des Nürnberger Frühhumanismus S. 261 ff. mit Abb. S. 283 (in: 50 Jahre Sammler und Mäzen. Otto Schäfer. 2001). - Peter Danhauser wurde 1493 von Sebald Schreyer mit der Herausgabe des "Archetypus" betraut, einer "humanistischen Realenzyklopädie". Zum terminierten Erscheinungsjahr 1497 lagen das Manuskript (verschollen) u. 316 (!) Druckstöcke mit Illustrationen vor, belegt durch die umfangreichen Aufzeichnungen und Verträge von Schreyer mit dem Autor sowie dem Formschneider Sebald Gallensdorfer (Hollstein IX, 157 erwähnt nur dieses Projekt), der nach Zeichnungen aus der Werkstatt von Michael Wolgemut gearbeitet hat. Warum aber die Arbeit an diesem Buchprojekt kurzfristig abgebrochen wurde, bleibt in den Quellen offen. "Die Holzstöcke scheinen fast zwei Jahrhunderte lang ungenutzt liegen geblieben zu sein. Denn von den bekannten Holzschnitten ist kein einziger auf Papier der Entstehungszeit um 1500 gedruckt" (Schoch S. 265). Die Vorlage für den vorliegenden, großformatigen Holzschnitt stammt aus dem 1494 erschienenen Buch von Thomas Ochsenbrunner, "Priscorum heroum stemmata", vorstellend den Stammbaum der römischen Herrscher: die "kapitolinische Eiche" erwächst aus dem in den Wurzeln liegenden Romulus nebst einer durch die Sieben Hügel und römische Tempel stilisierten Ansicht von Rom. Schoch führt in seinem "Katalog der erhaltenen Holzschnitte" (ab S. 285) neben dem Stammbaum 35 der kleineren Blätter auf, die größtenteils auch im Kupferstichkabinett vorliegen. Die Besonderheit des vorliegenden Stammbaums besteht darin, dass das Kupferstichkabinett auch den Holzstock besitzt, der aus der berühmten Sammlung von Hans Albrecht von Derschau stammt. Lt. freundlicher Auskunft von Dr. Michael Roth (Kurator im Kupferstichkabinett) liegen die beiden bislang einzig bekannten Abzüge in unterschiedlichen Erhaltungsstadien des Druckstocks vor. Das eine Blatt ist komplett grau und hat mehr Fehlstellen im Rahmen, das andere entspricht vom Abdruck und den Brüchen im Holzstock her dem vorliegenden bzw. wiederum der Abb. bei Schoch. Das Papier unseres Exemplars ist bräunlich meliert und hat kein Wasserzeichen, der Abdruck ist insgesamt gut und kräftig, ferner größtenteils stark durchschlagend. Da die Nutzung der Derschau-Stöcke nachweislich dokumentiert ist, kann es sich bei unserem Exemplar um einen Druck handeln, der entweder noch auf Derschau selbst zurückgeht oder anlässlich der Zusammenarbeit mit R. Z. Becker in den ersten Jahrzehnten des 19. Jh.  und evtl. für eine Aufnahme in die Gruppe der "Capital-Blätter" ihres Werkes über die "Holzschnitte alter Meister" gedacht war. - Verso Numerierungen in Bleistift sowie im Unterrand eine ältere Zuschreibung: "die Wurzel des Römischen Reiches, original Holzschnitt 1490 J.", ferner oben längs u. rechts 3 kl. Papierstreifen einer früheren Montierung. Papierbedingt gleichmäßig leicht gebräunt, Oberrand etwas stockfleckig; knapp auf die teils gebrochene Einfassungslinie beschnitten; mit horizontaler Mittelfalte. Rechts kl. Randeinriss hinterlegt.
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Los 83
Dialogus inter clericum
(Dialogus inter clericum et militem super dignitate papali et regia). - Disputac(i)o inter cleric(m) et milite(m) sup(er) potestate(m) prelatis ecclesie atq(ue) pri(n)cipib(us) terraru(m) co(m)missa sub forma dyalogi i(n)cipit feliciter. - Compendium de vita anticristi. (Köln, Nikolaus Götz?, um 1475). 4to (19,5:13,5 cm). Got. Type. Mit 1 leicht figürlich eingemalten Initiale. 16 Bll. Hldr. d. frühen 19. Jh., gering berieben
GW 8263; Goff D-148; Voulliéme, Köln 378; ausführlich: W. Schmitz, Die Kölner Ausgaben des "Dialogus..." in buchgeschichtlicher Hinsicht. In: Gutenberg-Jb. 1999, S. 106-112. - Dritte oder vierte Ausgabe, wie alle Ausgaben sehr selten. Der Erstdruck war um 1473 in Köln erschienen. Das Werk gehört zu den frühesten gedruckten verbotenen Büchern, wobei in diesem Falle nicht der Papst das Verbot betrieb, sondern der Rat der Stadt Köln im Zeitalter der Burgunderkriege von 1474-77, da das Werk auch Besteuerungsfragen von kirchlichen Gütern thematisierte. Der eigentliche Text ("Dialogus") enstand allerdings bereits in der Zeit des päpstlichen Schismas um 1302, vermutlich von Petrus de Bosco (Pierre Dubois) verfaßt, der unter anderem auch einer der frühesten Verfechter des Euopagedankens war. Pierre Dubois, Mitglied der ersten französischen Nationalversammlung von 1302, publizierte für König Philip IV. ("Le Bel") von Frankreich. Papst Bonifatius VIII. wollte den französischen Klerus besteuern, was zu erbitterten Auseinandersetzungen mit dem französischen König führte. Der Autor richtete sich mit seine Ausführungen vordergründig gegen die päpstliche Autorität, besonders aber gegen den flämischen Adel, der gegen König Philipp agitierte. Das Werk, nachdem es 1478 verboten wurde, blieb bis 1843 auf dem Index Librorum Prohibitorum. - Breitrandig, gering fleckig, alte hs. Foliierung, Blattweiser zum "Compendium".
Third or fourth edition of a dialogue on the dignity of popes and kings, in all editions very scarce. - Slight spotting, old foliation. A copy with wide margins bound in early 19th cent. half leather, slightly rubbed, minor worming to spine.
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Los 84
Ferrerius, Sermones. Tl. 2. 1488
Ferrerius, Vincentius. Sermones de tempore et de sanctis. (Teil 2 von 3): Pars aestivalis. Basel, (Nicolaus Kessler), (17. Dezember) 1488. Fol. (32,5:22 cm). Got. Type, 2 Kol. Rot rubriziert. Mit zahlr. eingemalten Initialen in Rot. 236 nn. Bll. Geringfügig späterer, blindgepr. Schweinslederband auf Holzdeckeln mit Messing-Haften; gering berieben, etwas fleckig, Vorderdeckel u. Rücken mit wenigen Wurmspuren u. 2 kl. Löchlein, Rücken unten gering eingerissen; Schließbänder u. Schließen erneuert.
Hain-C. 7004; GW. 9838; Goff F-131; BMC III, 767. - Sommerteil der aus drei Teilen bestehenden Predigtsammlung. Der hl. Vinzenz Ferrer (1340-1419), berühmter und einflussreicher Prediger in Spanien, Frankreich und Oberitalien, war Professor für Logik und Theologie in Lérida und Valencia. Besondere Bedeutung erhielt Ferrer duch seine Abkehr von Benedikt XIII. im Jahr 1416, die zur Wahl von Martin V. und zur Beendigung des Schismas führte. - Schöner Basler Druck, breitrandig und durchgehend rubriziert in einem dekorativen Einband: Rollenstempel auf beiden Deckeln mit Jagdszene (Hirsche und Jäger mit Hunden im Wald). - Gering fleckig, stellenweise geringe Wurmspuren, teils mit Buchtabenberührung; einige alte Marginalien, Titel mit alten Besitzvermerken, Titel u. letztes Bl. mit Stempel sowie Innendeckel mit Papieretikett des Stiftes Melk, mod Exlibris. Letztes Bl. mit hs. Schenkungsvermerk eines Mart Schwarz in Weitra (Weÿtra), dat. 1587. - Beide Innendeckel mit Teilen eines Almanach-Einblattdrucks, möglicherweise von Konrad Tockler oder Konrad Heinfogel, etwa um 1500-1510. Vorne offen liegend: nur der Druck des roten Teils eines Almanachs. Text beginnt oben "Huius Ephemeridis Caracterum Interpreta" (Rest fehlt), gefolgt von der Zeile "Almanach Conradi de Nurenberga Magistri Effurden. ad poli el" (Rest fehlt). Von den darunter folgenden 3 Spalten mit Monatsnamen, Mondphasen etc. nur die Monate Januar/Februar, Mai/Juni, sowie Septe(mber)/October (letzte fragmentarisch) erhalten. Verso (mit dem Deckel verleimt) ist ein Druck in Rot und Schwarz eines weiteren (desselben?) lat. Almanachs zu erkennen. Auf dem hinteren Innendeckel ein weiterer Teil eines (desselben?) rot und schwarz gedrucken Almanachs, hier die offen liegende Seite des Blatts unbedruckt. Sowohl Tockler wie auch Heinfogel nennen sich "Conrad Noricus", von beiden sind Kalenderdrucke im frühen 16. Jahrh. bekannt, Heinfogel hat sehr wahrscheinlich in Erfurt studiert. - Wenige Flecken und Wurmspuren.
Second part (of three) of a complete edition of the Sermones. Rubricated throughout, with filled in red initials. Wide margined copy in a decorative binding. - Minor staining, little marginal dampstaining to few leaves, little worming, mainly to first and last gatherings; some old (contemporary?) marginalia and owners inscriptions to title page, stamps and paper label of the monastery of Melk to inner cover, title page and last leaf, later private bookplate, ms. note of donation from 1587 to last leaf. Contemporary or little later binding of blindstamped pigskin over wooden boards; minor staining and worming, spine with small cracks at lower end, clasps renewed. - Parts of contemporary almanac broadside prints pasted down to inner covers.
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Los 85
Gregorius I., Moralia in Job
Gregorius I., Papa. Moralia in Job. Paris, U. Gering u. B. Remboldt, 31. Okt. 1495. Fol. (30:22 cm). Mischtype. 2 Kol. In Rot, Gold u. Gelb rubriziert. Mit zahlr. eingemalten Initialen in Rot. 381 nn. Bll. (inkl. 1 w. Bl.; o.d.l.w.). Späterer Kalbldr. über Holzdeckeln, stark beschabt u. bestoßen, mit Wurmgängen, Gelenke jeweils oben u. unten eingerissen, Vorsätze wurmstichig, vord. freies Vorsatz fehlt.
Hain-C. 7932; GW 11433; Polain (B) 1716; BMC VIII, 29; Goff G-431 (2 Ex.); Stock, Dt. Buchdrucker in Paris S. 154. - Sechster Druck, erstmals 1471 in Nürnberg bei Sensenschmidt erschienener Hiobkommentar, Hauptwerk Gregors des Großen. Eleganter Druck ohne allen für die Offizin der beiden Deutschen typischen Initialschmuck, in einer klaren gotischen Rotunda, Kolumnentitel und Kapitelnummern in Antiqua. "The preface of the Bishop of Brescia (347a), with its reference to the printing of 300 copies by three men in three months, derives from the edition printed at Rome 'apud S. Marcum' in 1475" (BMC). - Stellenw. minimal gebräunt oder fleckig, in den Rändern etwas fingerfleckig, Blattränder gelegentlch mit grünlichem Wasserrand. Wenige Bll. zu Beginn u. am Schluss in den Rändern mit kl. Wurmlöchern. 1. Bl. unten im Bund eingerissen u. äußere Unterecke mit breit überklebtem Eckriss sowie seitl. etwas ausgefranst, 3 weitere Bll. mit kl. Randeinriss. Vereinzelt alte Marginalien oder Anstreichungen, die Druckermarke auf b5v von alter Hand mit Kartusche u. Inschrift in brauner Tinte versehen. Ohne das letzte w. Bl. Mit Besitzvermerk des Colestinerklosters in Colombier-le-Cardinal (Ardéche) am Ende u. auf Bl. a2: "Celestino(rum) beate Marie de columbario signat(ura) M.D.L.II".
Sixth edition of this commentary on the Book of Job by Pope Gregory I. Rubricated in red, gold and yellow, with filled in red initials. And with printer's device at end. - Occasional minor browning or staining, some marginal soiling, some greenish dampstaining to margins here and there. Some worming at beginning and end. First leave with tear at fold and repaired corner tear, small marginal tear to 3 leaves. A few old annotations and markings, cartouche and inscription added in ink to printer's device on verso of final leaf. Lacking final blank. Bound in later calf over wooden boards, rather rubbed and worn, worming to binding and endpapers, tears to joints at head and tail, lacking front fly-leaf.
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Los 86
Henricus de Piro, Super institutiones
Henricus de Piro. Super institutiones. (Köln, Konrad Winters, um 1481). Fol. (28:22 cm). Got. Typ., 2 Kolumnen. 224 nn. Bll. Mod. Ldr. über Holzdeckeln unter Verwendung alten Materials, mit Eckbeschlägen, 10 Metallbuckeln u. zwei Schließen; Rückdeckel etwas wurmstichig.
Hain 4014; GW 12256; Goff P-651; Voulliéme, Köln 553; nicht im BMC. - Erste von drei im 15. Jahrhundert gedruckten Ausgaben des Institutionen-Kommentars von dem Kartäuserprior Heinrich von dem Birnbaum (auch Henricus Brunonis, Henricus de Piro bzw. Pyro). "Als Vikar zu St. Barbara in Köln und Prior der Kartäuserklöster in Tournai, Wesel, Rethel, Trier, Diest und Lüttich hat sich Birnbaum rastlos und erfolgreich um die Erneuerung seines Ordens im Geiste der alten Statuten bemüht. Er starb (1473 in Köln) als einfacher Mönch. Seine theologischen Schriften, paränetisch-asketischen Inhalts, behandeln mit Vorliebe die Klosterregel. Gedruckt ist nur sein Institutionen-Kommentar" (NDB II, 259). - Teilw. wasserrandig, einige hinterlegte Wurmspuren, erste u. besonders letzte Bll. mit restaurierten Randbeschädigungen ohne Textverlust. Vereinzelt alte Anmerkungen. Gest. Exlibris.
First edition. - Waterstaining, restored marginal worming, marginal restorations to first and last leaves. Few old annotations. Recent calf, cover from old material, brass bosses and corner pieces, two clasps, some worming to rear cover.
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Los 87
Johannes Vercellensis, Sermones
Johannes Vercellensis. Sermones vademecum de tempore et de sanctis per figuras utiles. (Straßburg, J. Prüss, um 1487-92). 4to (22:15 cm). Got. Typ. 230 nn. Bll. Holzdeckelbd. d. Zt. mit breitem blindgepr. Schweinsldr.-Rücken, Deckel mit einzelnen Wurmstichen, Ldr. abgeschabt u. rissig, Rücken alt übermalt, 1 (von 2) Schließen.
Hain-C. 9432; GW M1881; BMC I, 128; Polain (B) 2321; Goff J-442. - Erster von 2 undatierten Drucken, der zweite um 1488-91 erschienen. Seltene, Schmidt u. Muller noch unbekannt gebliebene Straßburger Inkunabel, ein Repertorium komprimierter Predigtinhalte als Vorlagen für die Sonn- u. Festtage des Kirchenjahres. - Tlw. leicht wasserrandig, oberer Blattrand durchgängig mit schwärzlichem Wasserrand (durch den Schwarz eingefärbten Kopfschnitt). Titel stärker gebräunt, dieser u. das Folgebl. auch stärker fleckig, y2 recto mit grünen Farbklecksen im w. Seitenrand, z2 mit Eckabriss (ohne Textverlust). Gegen Ende etwas wurmstichig.
First of two undated editions printed around the same time. - Slight dampstaining in places (blackish at top margin due to colouring of top-edge), green patches to side margin of y2r, corner tear to z2 (without loss of text); some worming towards end, Blind-tooled half pigskin over wooden boards with 1 (of 2) clasps, a few wormstitches to covers, spine partly painted over, rubbed.
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Los 88
Kalenderfragment So man zalt
Kalender. - So man zalt nach Christi geburt M.CCCC.LXXXX. jar So ist IX (di)e guldne zal. Und ist C suntag buchstab... Fragmentarischer Einblattdruck. (O. O. 1490). Fol. Mit teilw. ankol. Holzschnitten. 2 Fragmente.
Nicht im GW u. VE 15, vgl. aber GW 1445 u. VE 15, A-337 (Basel, M. Furter, 1490; sehr ähnlicher Beginn). - In Schwarz u. Rot gedruckt. Mit 7 kleinen Monatsholzschnitten, davon 2 zur Hälfe beschnitten. Der ursprüngliche Kalender war wohl ca. 67:23 cm groß, davon ist vom oberen Teil 32,5:21 cm vorhanden (links und rechts mit Textverlust beschnitten), vom unteren Teil 33:11 cm. - Einbandfund, durch Leimspuren teilw. braunfleckig, mit Randdefekten. Einige Wurmspuren mit etwas Textverlust.
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Los 89
Cronica van der hilliger Stat Coellen
Köln. - Die Cronica van der hilliger Stat va(n) Coelle(n). Köln, J. Koelhoff d. J., 23. August 1499. Fol. (33:23 cm). Got. Typ. Mit Titelholzschnitt u. ca. 370 teilw. blattgr. Textholzschnitten. 366 Bll. (o.d.l.2.w.). Alter Prgt., berieben, restauriert, Rücken erneuert, neu Vorsätze u. Schließbänder.
Hain-C. 4989; GW 6688; BMC I, 299; Goff C-476; Borchling-C. 312; Voulliéme, Köln 324; Schramm VIII, 26. - Erste Ausgabe der ersten Kölner Stadtgeschichte. Neben der Schedelschen Chronik die bedeutendste Chronik des 15. Jahrhunderts und zugleich eine der hervorragendsten Quellen zur Kölner Stadtgeschichte. Bedeutend auch als Denkmal der niederdeutschen Sprache in ihrer Kölner Prägung sowie als eines der frühesten Zeugnisse zu Gutenbergs Erfindung der Buchdruckerkunst (vgl. NDB VII, 342). Bl. t3 noch im unkorrigierten Zustand mit Abbildung eines Kaisers statt eines Königs, Bl. kk5 (Bl. 349 mit Blz. CCCXXXiij) im ersten, unzensierten Zustand mit den antikaiserlichen Passagen und einer abfälligen Bemerkung über den kgl. Schatzmeister Peter Langhans. Die Holzschnitte zeigen berühmt gewordene frühe Ansichten von Köln, historische Szenen, Porträts (teilw. wiederholt) und Wappen, darunter ein doppelblattgroßes. Die Frage der Verfasserschaft ist bisher ungeklärt: Der Dominikaner Hamelmann, Joh. Stump von Rheinbach, ein Kölner Augustiner werden genannt. Der Druck der Chronik brachte Koelhoff in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten und zwang ihn zum Verkauf seines Hauses. - Rubriziert, Titelholzschnitt u. wenige Textholzschnitte an- bzw. teilkoloriert. Teilw. gebräunt bzw. etwas braunrandig, stellenweise fingerfleckg bzw. etwas fleckig, vereinzelte Feuchtigkeitsränder. Vereinzelt restaurierte Randeinrisse, großer auf Bl. XXX (mit Ansicht von Köln), wenige alte Anmerkungen. Titel restauriert, stärker fingerfleckig u. mit gelöschten Besitzvermerken.
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Los 90
Drucker nicht ermittelt
Leo I., Sermones
Leo I. Sermones. (Kulm oder Schlesien, Drucker des Leo I., Sermones, H 10015, ca. 1477-78, nicht nach 1479). Fol. (29,5:22 cm). 137 (st. 140) nn. Bll. (l.w.).  Hldr. d. 18. Jh., teilw. berieben, restauriert, Rücken unter Verwendung alten Materials erneuert.
Hain 10015; GW M17796; Goff L-130; Campbell 1104. - Sehr seltene Ausgabe in ungewöhnlicher Type. Das Werk konnte bis heute keiner Druckwerkstatt zugewiesen werden. In älteren Bibliographien werden Holland (Campbell) oder Köln (Goff unter Vorbehalt) genannt, nach heutigen Meinungen wird Polen als Herstellungsbereich vermutet. "Among the incunabula to which no printer, place, or date of printing can be assigned with certainty is a group of five editions 'sine ulla nota' which have figured in the handbooks sometimes as Dutch and sometimes as German. They are: Leo I. Sermones... All are printed with a single, heavy and unattractive type the face for the most part gothic but with an admixture of roman O, Q, S (two forms), and T, together with a few roman minuscules, including tied ct and st. As these minuscules are not found in the first three quinternions of the Leo but are normal at the end of the book, we may conclude that this was the first work, to be undertaken by the press" (Schoelderer, The printer of the Leo I. "Sermones". S. 111-12 in: Papers of the Bibliographical Society of America, 1960). - Es fehlen 2 Bll. nach Bl. (114) in Lage (M) sowie eine weiteres weißes Bl. - Breitrandig, teilw. fingerfleckig, vereinzelt fleckig, stellenweise Wasserränder im Rand, mehrere alte Randanmerkungen. Einige Restaurierungen im Bund, größere auf Bl. (11v) u. (91). Erstes Bl. stärker fleckig. - Provenienz: Karl & Faber, Auktion 105 (1967).
Very scarce edition, most probably printed in Poland. - Some thumbing and waterstaining, spotting in places, heavier to first leaf, old annotations. Few restorations, heavier to leaf (11) and (91). Lacking two leaves of gathering (M) and one blank. 18th cent half-calf, restored and rebacked.
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Los 91
Magnus de Mayneriis, Dialogus creaturarum
(Magnus de Mayneriis). Dialogus creaturarum. Köln, Konrad Winters, 24.X.1481. Fol. (28:21,5 cm). Got. Typ, 2 Kolumnen. Rubriziert, eingemalte Initialen in Rot. 62 nn. Bll. (o.d.erste u. letzte weiße). Hldr. um 1830 mit Rückenvergoldung; Kanten teilw. bestoßen, Rücken berieben.
Hain-C. 6126; GW M22259; BMC I, 249; Goff N-153. - Sehr seltene unillustrierte Ausgabe der berühmten Fabelsammlung. Die erste Ausgabe war 1480 bei Gerard Leeu in Gouda erschienen. Mit zahlreichen Holzschnitten illustriert, wurde die Sammlung von 122 Fabeln in lateinischer Sprache, die aus verschiedenen antiken Quellen stammen und in Form von Dialogen dargestellt sind, berühmt. Nach neueren Forschungen ist der tatsächliche Verfasser des 'Dialogus' der Mailänder Arzt Magnus de Mayneriis (Mayno de Maneri, Maynus de Mayneriis, Magninus Mediolanensis etc.), gest. 1368, in älteren Bibliographien wird noch Nicolaus Pergamenus als Autor genannt. - Etwas fingerfleckig, fast durchgehender Braunfleck im oberen Rand, teilw. Wasserränder (meist erste u. letzte Bll.), wenige kl. Wurmlöcher.
Scarce unillustrated edition. Rubricated, initials supplied in red. The Dialogus creaturarum stands alongside Aesop and the Fables of Bidpai as one of the three great fable-texts of the early years of printing. - Some fingermarking, brownstain to upper margin throughout, waterstaining in places, few small wormholes. Lacking the first and last blank. Bound in 19th cent. half-calf, extremities somewhat worn.
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Los 92
Martialis, (Epigrammata)
Martialis, M. V. (Epigrammata). Venedig, Ph. Pincius, 29. März 1491. Fol. (32,5:22 cm). Rom. Typ., Text von Kommentar umgeben. 158 (recte 168 statt 169; ohne d.1.w.) num. Bll., 2 nn. Bll. (o.d.l.w.). Ldr. d. 18./19. Jh. mit Blindprägung u. Rückenverg., stark beschabt u. bestoßen sowie mit kl. Bezugsfehlstellen, Vergoldung abgerieben, Vordergelenk oben etwas eingerissen, vord. freies Vorsatz mit Eckabriss.
Hain-C. 10821; GW M21282; Goff M 310; Schweiger II, 594. - Humanistenausgabe der Spottgedichte, mit Kommentaren von D. Calderinus und G. Merula sowie Beigaben aus Plinius Secundus, von M. Lucidus Phosphorus und J. P. Pincius. - Teilw. leicht gebräunt und stellenw. etwas fleckig. Das mittlere Drittel mit 2 Wurmgängen im Bund, Bl. 48 mit einem Löchlein im w. Seitenrand, Bl. 151 mit kl. Randausriss u. kl. Überklebung im w. Oberrand. Mit alten Marginalien bzw. Unterstreichungen in brauner u. roter Tinte sowie Zeigehänden. Fehlen das 1. u. letzte weiße Bl. Gest. Wappenexlibris "John Bentinck".
Edition of Martial's satirical poems with commentary by D. Calderinus and G. Merula. - Occasional light browning, some staining in places. Middle third with 2 wormholes at fold, small hole to side margin of fol. 48, fol. 151 with small marginal tear and small repair at upper margin. With old marginalia resp. underlinings in brown and red ink as well as pointing hands. Lacking first and final blank. Bound in 18th/19th century calf, severely rubbed and worn, tear to upper joint, corner tear to front fly-leaf. Armorial bookplate.
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Los 93
Nicolaus de Lyra, Postilla
Nicolaus de Lyra. Postilla super Psalterium. (Mantua, Paulus de Butzbach, 1477). Fol. (29,5:20,5 cm). Got. Typ. 2 Kol. Mit einer größeren Anfangsinitiale in mehreren Farben mit Füllung und Rankenausläufern sowie kleinen eingemalten Initialen in Rot und Blau. 247 (st. 248) Bll. Hldr. d. 19. Jh., Kanten u. Ecken abgerieben, Rücken erneuert, vord. freies Vorsatz gelockert.
Hain-C.-R. 10376; GW M26624; Goff N-124; nicht im BMC. - Seltener Druck des Zweitdruckers von Mantua. Paulus und sein Bruder Georg aus Butzbach druckten seit 1472 in Mantua. Auszug aus dem Bibelkommentar "Postilla super totam Bibliam", mit Kommentaren von Paulus Burgensis und Mathias Doering. - Vereinzelt gering fleckig, erste S. u. letzte Bll. etwas stärker. Anfangs u. am Ende etwas wurmstichig, hauptsächl. die ca. ersten 40 Bll. mit alten Unterstreichungen und Randanmerkungen in rotbrauner Tinte. Bl. l2 mit kl. Fehlstelle im w. Oberrand, Bll. u6-7 mit kl. durchgebrochenem Braunfleck (mit kl. Buchstabenverlust). Letztes Bl. gelockert. Fehlt 1 Bl. der ersten Lage (1. weißes?).
Rare incunabulum by the second printer of Mantova. With first initial in several colours with penwork decoration, other initials and paragraph marks in red or blue. - Slight spotting in places, some worming to first and final leaves, several early annotations and underlinings in red ink mainly to c. first 40 leaves. Small hole to upper margin of l2, small hole to u6-7 (with minor loss of letters). Final leaf becoming detached. First gathering lacking 1 leaf (initial blank?). Bound in 19th cent. half-calf, corners worn, rebacked.
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Los 94
Mit dem Wappen der Echter von Mespelbrunn
Pelbartus de Temesvar, Sermones
Pelbartus de Temesvar. Sermones pomerii de tempore. Hagenau, H. Gran, 22. Februar 1500. Fol. (237:20 cm). Got. Typ., 2 Kolumnen. 264 Bll. (l.w.) - Angebunden: Ders. Sermones quadragesimales. Ibid. 10. Juli 1500. 110 Bll. (l.w.). Zus. in einem reich geprägten Kalblederbd. von H(ans) H(erolt), datiert 1577; etwas berieben, Ecken und Kanten etwas bestoßen, Vorderdeckel lose, hinteres Gelenk gebrochen, aber noch intakt.
Sammelband mit 2 seltenen Drucken aus der Offizin des Hagenauer Erstdruckers Heinrich Gran. - I. Hain 12552; GW M30557; Goff P 255 (1 Ex.); Benzing, Hagenau 6. - II. Hain 12560; GW M30518; BMC III, 688; Goff P 256 (1 Ex.); Benzing, Hagenau 9 (irrig 10. Juni). - Insgesamt gering gebräunt, teilw. etwas fleckig bzw. fingerfleckig, letzte Bll. des Bandes mit geringen Feuchtigkeitsspuren. Titel und erste Bll. von I stark braunfleckig. Wenige alte Anmerkungen.
Einband: Einbanddatenbank p001483 (Kilian) u. p002831 (Burkhard); Haebler I, 181-82 (ohne Aufschlüsselung); H. Endres, Sankt Kilian und Sankt Burkhard auf fränkischen Buchplatten der Juliuszeit, in: Altfränkische Lebensbilder 35 (1929), S. 9-11, Abb. 9. - Der bemerkenswerte Einband mit undekoriertem Rücken auf 4 Bünden, beide Deckel von doppeltem Rahmen und Querriegeln aus Rollen sowie einfachen Blindfileten eingefaßt. Die vordere Deckelmitte mit der sog. "Großen Kiliansplatte" (Haebler 181, VI) mit Darstellung des Frankenmissionars in pontifikaler Meßkleidung mit Mitra, Stab und Schwert, vor dem Wappen der Echters von Mespelbrunn stehend. Auf dem rückwärtigen Deckel steht im Zentrum die "Burkardsplatte" (Haebler 182, VII) mit Porträt des Würzburger Bischofs in ganzer Figur vor Lilienwappen, die unteren Ecken der Platte mit Initialen H. H. von Hans Herolt, der als Buchbinder zwischen 1569 und 1613 in Würzburg tätig war. - Einbandprägung von schöner Erhaltung.
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Los 95
Petrus Hispanus, Copulata
Petrus Hispanus (Papst Johannes XXI.). Copulata tractatuum Petri Hispani parvorum logicalium iuxta doctrinam magistrorum Coloniae. 2 Tle in 1 Bd. (Köln, Konrad Welker), 1487. 4to (22,5:15 cm). Got. Typ. Rubriziert, einige eingemalte Initialen in Rot. Mit wenigen Textfiguren. 274; 77 nn. Bll. Mod. Ldr. über Holzdeckeln, Deckelbezüge aus blindgepägtem Ldr. des 15. Jahrhunderts., 1 Mittelschließe.
Hain 8701; GW M32357; BMC I, 297; Vouilliéme, Köln 927; nicht bei Goff. - Sehr seltener Kölner Druck, alle aufgeführten Bibliographien ohne den im Titel genannten Anhang. Vgl. hierzu aber GW M32354 u. Vouilliéme, Köln 921 (beide abweichender Druck "um 1486" mit 82 Bll.). - Das Werk wird in jüngerer Zeit auch Lambertus de Monte Domini zugewiesen. - Gebräunt u. fleckig bzw. fingerfleckig, teilw. Wasserränder, einige Wurmlöcher, vereinzelt alte Anmerkungen. Stellenweise restauriert (Restaurierungsbericht von 1999 im hinteren Innendeckel), letztes Blatt aufgezogen und mit Fehlstellen mit etwas Textverlust. Erstes Blatt angeschmutzt. In Teil 2 einige Bll. verbunden.
Very scarce editon, two parts in one volume. Rubricated, some initials supplied in red. - Browned and spotted, partly waterstained, few old annotations and some wormholes, wormtraces to last leaves. Partly restored, heavier to last leaf with some loss, first leaf soiled. Recent pigskin over wooden boards, covers with old material, one clasp.
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Los 96
Philelphus, Epistolae
Philelphus, F. Epistolae familiares. Vendig, J. Rubeus, Januar 1487. Fol. (29:20 cm). Rom. Typ. Minuskeln für Initialen. 125 Bll. (o.d.1.w.). Hldr. d. 20. Jh. mit Rsch., Kanten etwas berieben, Rücken oben etwas verblaßt.
Hain-C. 12937; GW M32994; BMC V, 416; Goff P 585; Polain (B) 4651 (var). - Frühe Inkunabelausgabe der für die Geschichte und Kulturgeschichte Italiens in der Renaissance wichtigen Humanistenbriefe. Der ISTC führt die Ausgabe 1488 als Variante (mit korrigiertem Erscheinungsjahr) der vorliegenden. Am Schluss beigebunden ein 9 Bll. umfassendes hs. Register. - Teilw. gering gebräunt, stellenw. fleckig bzw. mit braunen Wasserflecken teils bis in den Text. Ca. erste Hälfte mit kl. Wurmlöchern (teilw. mit kl. Buchstabenverlusten). Wenige kl. Randeinrisse geschlossen. Bl. a2 aufgefalzt, die herausgerissenen Bll. u1-3 gereinigt u. auf Fälzen wieder eingebunden (u1 am Falz mit kl. Buchstabenverlusten); u4 insgesamt verstärkt. Mit einigen Unterstreichungen u. Marginalien in Tinte, außerdem von alter Hand in Tinte paginiert, darunter moderne Num. in Bleistift. Fehlt das 1. weiße Blatt. Mod. Exlibris "Rouen".
Early incunable edition. With mss. index bound in. - Minor browning in places, some staining and soiling, here and there brownish dampstains partly affecting text. Some worming to first half (partly with small letter losses). A few marginal tears restored, a2 mounted on gutter; detached leaves u1-3 cleaned and mounted on gutters when bound in (u1 with letter losses), u4 laid down. Some ink underlinings, marginalia and pagination, recent pencil pag. Lacking first blank. Bound in 20th century calf-backed boards, extremities somewhat rubbed, upper half of spine faded. Bookplate.
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Los 97
Pius II, Epistola ad Mahumetum
Pius II. (Aeneas Silvius Piccolomini). Epistola ad Mahumetum. Incipit: Pius papa secundus eloque(n)tissimus q(ui) obiit anno M.CCCC.LXIII. in Anchona du(m) proficisci proposuerit contra turcos conpossuit etc. (Köln, U. Zell, um 1470). 4to (21,5:15 cm). Got. Type. 54 nn. Bll. (d. erste weiß). - Angebunden: Adrianus Cart(h)usiensis. De remediis utriusque fortunae. Köln, Arnold ter Hoernen, 8.II.1471. 4to. Got. Type. Kolophon in Rotdruck. 155 nn. Bll. (d. erste weiß). Bauner Ldr. d. Zt. über Holzdeckeln, restauriert, Rücken erneuert, neue Schließen, Vorsätze teilw. aus alter Prgt.-Handschrift. In Lwd.-Kassette.
I. Cop. 39; GW M33645; BMC I, 186; Goff P-698; Voullième (K) 962; vgl. Atabey 954 (Anm.). - Seltene zweite (oder dritte) Ausgabe des Türkenbriefes aus der Offizin des Kölner Erstdruckers. Einer von vier Drucken nur gering abweichenden Drucken von Ulrich Zell. "This work was written about fifteen years after the conquest of Constantinople by the Turks. Piccolomini tried to rally support for a new Crusade to reconquer the city. His letter purports to be an attempt to convert Mehmet II the Conqueror to Christianity. It is now thought to be a rethorical exercise, since Piccolomini also composed Mehmet answers" (Navari in Atabey). - Durchgehender Braunfleck im oberen Rand, erste Bll. mit vereinzelten Restaurierungen im Rand, das erste weiße Blatt mit alten Anmerkungen u. größerer restaurierter Fehlstelle.
II. Hain-C. 96; GW 228; BMC I, 201; Goff A-55, Voulliéme, Köln 6. - Zweite Ausgabe, die erste war um 1470 Ulrich Zell in Köln erschienen. Der belgische Theologe u. Prediger Adrianus Carthusiensis, auch Adrianus Monet, war Kleriker in der Kartause S. Gertruydenberg in der Nähe von s'Hertogenbosch. Von seinen erbaulichen Schriften erschien lediglich die vorliegende im Druck, sie ist nicht mit dem gleichnamigen Werk Francesco Petrarcas zu verwechseln. - Durchgehender brauner Wasserrand im oberen Drittel, die letzten Bll. hier mit Restaurierungen, bei den letzten 2 Bll. mit Textverlust.
Two scarce works in one volume. The first work is the second (or third) edition of Pius II's public letter to Mehmed II. - Brownish waterstain to upper margin throughout, restorations to first and last leaves of the volume, the last two leaves of the second work with loss of text. Restored contemporary leather over wooden boards, rebacked, new clasps. Recent cloth box.
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Los 98
Platea, Opus restitutionum
Platea, Franciscus de. Opus restitutionum, usurarum et excommunicationum. Venedig, Johannes de Colonia & J. Manthen, 25. März 1474. 4to (24:17,5 cm). Got. Typ., 2 Kol. Rubriziert, eingemalte Initialen in Rot, die erste mit Federwerk. 150 Bll., 2 w. Bll. Mod. brauner Ldr. über Holzdeckeln mit Blindprägung im Stil d. Zt.
Hain-C. 13038; GW M00828; BMC V, 225; Polain (B) 4657; Goff P 755; Schulte, Lit. d. kanon. Rechts II, 446; vgl. Kress 11 (erste dat. Ausgabe 1472). - Vierte oder fünfte Inkunabelausgabe, einer der ersten Drucke aus der gemeinsamen Offizin des Johann von Köln und Johann Manthen. Kirchenrechtliches Werk, das in seinen drei Traktaten auch geldwirtschaftliche und Zinsfragen behandelt und somit eines der frühesten gedruckten Bücher von nationalökonomischem Interesse ist. "Der erste (Traktat) behandelt die Pflicht zur Restitution des unrechtmäßig Bezogenen auch nach der verschiedenen rechtlichen Lage, z. B. wenn mehrere Schuldner concurrieren. Die Abhandlungen sind klar, stützen sich jedoch durchweg nur auf Autoritäten." (Schulte). Im "Tractatus usurarum" geht es u. a. um Nutzung und Zinsen geliehenen Kapitals. Der Franziskaner Fra Francesco Piazza war Doktor beider Rechte, auch ein bedeutender Kanzelredner; im Auftrag Eugens IV. sammelte er in Italien Gelder für den Krieg gegen die Türken. Er starb 1460. - Unter dem Kolophon beginnend ein zeitgenössischer handschriftlicher Text in zwei Spalten, der sich auf den beiden weißen Schlussbll. fortsetzt: "De societati(bus) soccida(rum) pl(ur)o(rum) docto(rum) ". - Gering gebräunt bzw. fleckig, nur vereinzelt etwas stärker. Erste u. letzte Bll. mit ausgefüllten meist kl. Wurmgängen in den w. Rändern, nur die beiden Schlussbll. stärker betroffen; Bl. 124 mit 2 kl. Löchern im w. Seitenrand. Mit alten Marginalien von zwei unterschiedlichen Händen (inkl. Kopftiteln und Zeigehänden).
Fourth or fifth edition, initials supplied in red, the first with penwork decoration, rubricated throughout. Platea's canonical work also discusses aspects of the taking of interest and monetarian questions and make this work one of the earliest printed books to deal with economic problems. - First and final leaves with infilled marginal wormholes, larger ones only to final blanks; 2 small marginal holes to l. 124. With mss. annotations by two early readers including headlines and pointing hands, 2 blanks at end filled with a contemporary mss. text. Bound in recent calf over wooden boards and tooled in period style.
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Los 99
Rupert von Deutz, Opus originale
Rupert von Deutz (Rupertus Tuiciensis). Opus originale de victoria verbi Dei in tredecim libros divisum. Augsburg, Anton Sorg, 1487. Fol. (28:20 cm). Got. Typ., 2 Kol., Minuskeln für Initialen. 8 nn., 105 num., 1 w. Bll. Holzdeckelband d. Zt. mit blindgeprägtem Schweinsldr.-Rücken, altes Titelschild auf dem Vorderdeckel, darunter aufgeklebte, figürliche Holzschnittinitiale; wurmstichig, teilw. berieben, Reste einer Mittelschließe, Rücken mit Resten alter Übermalung.
Hain 14046; GW M39213; BMC II, 353; Goff R-365. - Erste Ausgabe. Das einzige im 15. Jahrhundert gedruckte Werk des rheinischen Mystikers. In Deutz auf Anregung des Abtes Kuno von Siegburg entstanden. Zum Inhalt vgl. Wetzer-W. X, 1368. - Das letzte weiße Blatt in den hinteren Innendeckel montiert. Breitrandig, gering gebräunt u. fleckig, schmale durchgehende Feuchtigkeitsspur im oberen Rand, bei den letzten Bll. auch in der unteren Ecke, mehrere alte Anmerkungen u. Unterstreichungen. Erste u. letzte Bll. etwas wurmstichig. Titel angestaubt mit altem Besitzvermerk "Monachii a PP. Franciscanos pro bibl.", Innendeckel mit altem hs. Duplum-Vermerk.
First edition, his only work published in the 15th century. - Slight browning and spotting, narrow waterstaining to upper margin throughout and lower corner of last leaves, some wormholes to first and last leaves, some old annotations. Duststaining and old ownership inscription to title. The last blank mounted on inner cover. Contemporary blindstamped pigskin backed wooden boards, title piece on front cover; some rubbing and worming, remnant of one clasp.
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Los 100
Thomas Aquinas.
Sammelband mit 5 Werken von Thomas von Aquin, Johannes Nider u. Petrus Keyserslach. Köln, Konrad Winters (4), um 1478-78 u. Bartholomäus von Unkel, 1477. 4to (21:14 cm). Brauner Ldr. d. Zt. über Holzdeckeln mit Blindprägung aus Streicheisenlinien u. Einzelstempeln, vier Eckbeschläge, Schließenreste; wurmstichig, etwas berieben.
I. Thomas Aquinas. De articulis fidei et ecclesiae sacramentis. (Köln, Konrad Winters, um 1478). 16 nn. Bll. (l.w.). - Hain-C. 1423; GW M46411; Goff T-276; Voulliéme, Köln 1156; nicht im BMC.
II. Johannes Nider. De contractibus mercatorum. (Köln), Konrad Winters, (um 1479). 32 Bll. (erstes u. letztes weiß). - Hain-C. 11826; GW M26836; Goff N-172; Voulliéme, Köln 865.
III. Ders. Manuale confessorum. (Köln), Konrad Winters, (zwischen 17. März und 20. September 1479). Erste Bll. rubriziert, eine eingemalte Initiale in Rot. 76 nn. Bll. (erstes weiß). - Hain 11841; GW M26879; Goff N-181; Voulliéme, Köln 851; vgl. Schulte II, 442. - In vielen Handschriften und Drucken verbreitete Anweisung über die bei der Beichte zu beachtenden Vorschriften. "Das Hauptgewicht liegt nicht auf der juristischen Seite; diese wird jedoch in mehreren Punkten eingehend berücksichtigt" (Schulte).
IV. Ders. De morali lepra. (Köln), Konrad Winters, (um 1479). 102 nn. Bll. - Hain 11877; GW M26869; Goff N-191; Voulliéme, Köln 867. - Eine Auslegung der Zehn Gebote, gleichzeitig ein Abriss der menschlichen Laster, daran anschließend eine kurze Darstellung der kirchlichen Lehre von der Ehe.
V. Petrus Keyserslach (Kirchschlag). Sermo doctoralis de passione Domini. (Köln, Bartholomäus von Unkel), 20.XII.1477. 68 nn. Bll. (erstes weiß). - Hain-R. 5481; GW M16282; Goff K-19; Voulliéme 713 (irrig 70 Bll.). - Variante mit der unbedruckten Seite auf Bl. 46b. Auf dem letzen Blatt Erklärung der Buchstaben M n L I u. Omega. - Alle Werke des Sammelbandes breitrandig, teilw. etwas gebräunt, gering fleckig, erste zwei Werke mit vereinzelten Wurmlöchern, erstes etwas stärker betroffen. Vorsatz mit hs. Index des Bandes aus der Zeit. Exlibris John Forbes of Boyndlie, eingeklebter Ausschnitt einer Katalogbeschreibung des Sammelbandes von Sotheby's 22. Juli 1892.
Sammelband with 5 very scarce Cologne prints. - Some browning, slight spotting, some wormholes to first leaves. All works with wide margins bound in contemporary blindstamped calf over wooden boards, wormstitches, some rubbing, remnants of clasps. Bookplate John Forbes of Boyndlie.
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Los 101
Savonarola, Expositione sopra l'oratione
Savonarola, G. (Esposizione sopra l'Ave Maria). Expositione sopra la oratione delle Vergine gloriosa. (Florenz, Bartolomeo de' Libri, um 1495). 4to (19:13,5 cm). Rom. Typ. 12 nn. Bll. Spätere blaue Kart. mit hs. Deckelschild, etwas berieben u. bestoßen, hinteres Innengelenk gefestigt, freie Vorsätze stark gebräunt bzw. braunfleckig.
Hain-C. 14449; GW M40440; BMC VI, 663; Goff S-197; Giovannozzi 75; Audin 31; Guicciardini 22. - Einzige Ausgabe, sehr selten. "Composta a istanza di devote monache ferraresi anche questa spiegazione insiste sul valore di una preghiera sentita e fervida" (Ed. Sav. Bibl. Ariosta 128). - Dezent gereinigt, stellenw. noch schwach gebräunt; einzelne kl. Randläsuren rest. (a8 mit längerem Einriss bis in den Text, jedoch ohne Textverlust). Im vord. Innendeckel typographisches Exlibris des 19. Jh., 1 weiteres entfernt.
Scarce sole edition. - Carefully cleaned, still slight browning. A few marginal tears restored incl. larger tear to a8 affecting text (without text loss). Later boards with manuscript label on upper cover, slightly rubbed, extremities worn, lower hinge reinforced, severe browning resp. staining to fly-leaves. 19th century printed booklabel and remnants of a second one.
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Los 102
Schedel, Liber chronicarum. Lat.
Schedel, H. Liber chronicarum. Nürnberg, A. Koberger, 12. Juli 1493. Fol. (45:33 cm). Mit 2 eingemalten Initialen in Gold u. Farben (Fol. 1 u. 267, Fol. 1 mit floralem Rankenwerk), 2 doppelblattgroßen Holzschnittkarten u. über 1800 Holzschnitten (inkl. Wiederholungen) von Wohlgemuth u. Pleydenwurff, in altem Kolorit. Register rubriziert u. mit großen eingemalten Initialen in Rot und Blau. 325 (st. 328, fehlen 3 w.) Bll. (= 1 nn., 299 num. [inkl. d. w. num. Bll. 259-261], 1 nn., 19 Bll. Register, nach num. Bll. 266 zwischengeb. 5 nn. bedruckte Bll.). Prgt. um 1960 mit goldgeprägtem Rückentitel.
Hain 14508; GW M40784; BMC II, 437; Goff S-307; Fairfax Murray 394. - Erste Ausgabe der berühmten Chronik, zugleich die am reichsten illustrierte Inkunabel überhaupt, die Holzschnitte von hohem künstlerischen Rang. Die lateinische Ausgabe erschien etwa ein halbes Jahr vor der deutschen. Hervorzuheben sind die doppelblattgroße Europakarte am Schluss und die großen Ansichten von Augsburg, Bamberg, Basel, Breslau, Erfurt, Florenz, Jerusalem, Köln, Konstanz, Krakau, Lübeck, Magdeburg, München, Nürnberg, Passau, Prag, Regensburg, Rom, Salzburg, Ulm, Venedig, Wien, Würzburg u. a.; viele von ihnen die ersten topographisch getreuen Darstellungen dieser Städte. Zur angeblich vorkolumbianischen Entdeckung Amerikas durch Martin Behaim aus Nürnberg (nur in dieser latein. Ausgabe, auf num. Bl. 290) vgl. Sabin 77523 u. Church 7. - Die Holzschnitte, auch die kleinen Porträts, liegen hier in schönem, in warmen Brauntönen gehaltenen, alten Kolorit vor. - Teilw. fleckig bzw. fingerfleckig, stellenweise etwas gebräunt, sehr vereinzelt stärker, einige Wasserränder, meist im weißen Rand, gegen Ende auch im Text. Letzte Bll. mit kleineren Wurmspuren im weißen Rand. Vereinzelte alte Anmerkungen, Bl. 119v mit Streichung. Bl. 10 mit Eckabriss, 91 mit Einriss im Bund (Köln u. verso Augsburg betroffen), 183 mit geklebtem Einriss, Bl. 291 verschmutzt u. mit hinterlegten Randläsuren. Die doppelblattgr. Karte am Schluss mit Wurmspuren bis knapp ins Bild u. im Bund, in den Rändern angeschmutzt u. hinterlegt. 1. nn. Bl. (Registrum...) stärker fleckig, mit starkem Papier rahmenartig alt eingefasst, mit Hinterlegung, recto mit alt aufgeklebten Papierschildern, darunter eines mit Vermerk des 18. Jh. "Ex Collectione Principis à Wallenstein...", oben ist eine ausgeschnittene, goldgehöhte farbige Initiale aufgeklebt. Die num. Bll. 2, 5, 7 sowie die weißen num. Bll. 259-61 aus einem anderen Exemplar ergänzt, 2, 5, 7 nicht koloriert. Bl. 266 verso (leer) mit fast blattgroßem aufgeklebten Kupferstich nach A. Birnbaum (um 1660) mit Stammbaum von Johann Georg I. von Sachsen u. Ansicht von Johanngeorgenstadt. - Provenienz: Aus der Bibliothek des österreichischen (Eisenstadt im Burgenland) Sammlers, Kunstmäzens und Weinhändlers Sandor Wolf (1871-1946). Seine bedeutende Kunstsammlung diente als Grundstock des Burgenländischen Landesmuseums, das er mitgegründet hat. Auf Blatt 48 Stempel des Museums Eisenstadt. 1938 flüchtete Wolf mit seiner Schwester Frieda Löwy nach Palästina, wo er in Haifa einen Landsitz erwarb und 1946 verstarb. Seine Schwester erbte die Sammlung und Bibliothek und nach Einigung mit offiziellen Stellen im Jahre 1957 wurde ein Teil der Sammlung vom Land Burgenland erworben und die restliche Sammlung 1958 in Luzern durch das Auktionshaus Galerie Fischer versteigert. Das vorliegende Exemplar ist die Katalognummer 157 der Auktion vom 29. Juni 1958. Der damals defekte Einband wurde Anfang der 60Jahre erneuert.
First edition, complete but for three blank leaves. With two double-page maps and more than 1800 woodcuts, all in fine old colouring. - Some spotting an thumbing, browning and some waterstaining in places, slight marginal worming to last leaves, few old annotations. Corner damage to leaf 10, large tear to leaf 91 and repaired tear to leaf 183, soiling and marginal repairs to leaf 291. Doublepage map at the end with marginal worming affectings some image, marginal soiling and repairs. First leaf spotted, with paper frame and old inscription. Stamp to leaf 48. A full-page engraved family tree (c. 1660) mounted on the blank page of leaf 266v. Leaves 2, 5, 76 and the 3 blanks supplied from another copy, 2, 5 and 7 not coloured. Vellum around 1960. From the library of Sandor Wolf, auction sale Galerie Fischer, Lucern, June 20th 1958.
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Los 103
Aus der Bibliothek Fugger-Glött
Schedel, Das Buch der Croniken.
Schedel, H. Das Buch der Croniken und Geschichten. Nürnberg, A. Koberger, 23. Dez. 1493. Gr.-fol. (47,5:32,5 cm). Mit 2 doppelblattgr. Holzschnittkarten u. über 1800 Holzschnitten (inkl. Wiederholungen) von Wohlgemuth und Pleydenwurff, teilw. in altem Kolorit. Zwei große eingemalte Initialen in Rot und Blau mit Federwerk (Bl. 1 des Register u. Fol. 1). 297 Bll. (= 10 nn., 286 num., 1 nn. Bll.). Ldr. d. 18. Jh. mit Rückenschild u. späterem hs. Rückentitel, teilw. beschabt. In mod. Lwd.-Kassette.
Hain 14510; GW M40796; BMC II, 437; Goff S-309. - Erste deutsche Ausgabe, sechs Monate nach der lateinischen Originalausgabe gedruckt, jedoch allgemein seltener, da in kleinerer Auflage erschienen. GW weist nahezu dreimal so viele lateinische wie deutsche Exemplare nach. Zugleich die am reichsten illustrierte Inkunabel, die Holzschnitte von hohem künstlerischen Rang. Besonders erwähnenswert die doppelblattgroße Karte Mitteleuropas am Schluß, die doppelblattgr. Karte der Alten Welt und die bekannten großen Ansichten der wichtigsten deutschen und italienischen sowie einiger anderer Städte, viele von ihnen die ersten topographisch getreuen Darstellungen. -  Die Holzschnitte auf ca. 50 Blatt (überwiegend zu Beginn) liegen in kräftigem und altem Kolorit vor, wenige Holzschnitte sind ankoloriert. Das Register rubriziert und mit eingemalten Initialen in Rot. - Stellenweise etwas gebräunt, sehr vereinzelt stärker. Teilw. etwas fleckig bzw. fingerfleckig, wenige Feuchtigkeitsränder, vereinzelt alte Restaurierungen im Rand. Das Kolorit weniger Holzschnitte etwas bräunlich durchschlagend.
Provenienz: Titel verso mit dem gest. Wappenexlibris ("Bibliotheca privata") von Anton Ignaz Reichsgraf von Fugger-Glött (1711-1787). Anton Ignaz war seit 1769 Bischof der Diözese Regensburg sowie Reichsfürst des zugehörigen Hochstifts. Seit 1756 war er außerdem Fürstpropst des Kanonikerstifts Ellwangen. Sammlung Harry M. Brower mit Exlibris, versteigert 1948 durch Parke-Bernet, New York. Ausschnitt der Katalogaufnahme im Innendeckel. Ein weiterer, älterer montierter Katalogausschnitt. Insgesamt sehr gutes Exemplar.
First German edition, complete copy. The woodcuts of ca. 50 leaves in old colouring, few partly coloured. - Some browning and thumbing, some spotting and dampmarking in places, few old marginal restorations, shine through of colouring in places. Overall a fine copy in 18th cent. calf, later handwritten title on spine; covers partly rubbed. In a recent cloth box. From the library of Anton Ignaz von Fugger-Glött (18th. cent.) with his armorial bookplate on title verso; Collection Harry M. Brower, sold by Parke-Bernet in 1948.
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Los 104
Sidonius Apollinaris, Epistolae et carmina
Sidonius Apollinaris. Epistolae et carmina. Mailand, Ulrich Scinzenzeller für Hieronymus de Asula u. Johannes de Abbatibus, 4. Mai 1498. Fol. (30:21 cm). Rom. Typ. Mit zahlreichen, unterschiedlich großen Holzschnitt-Initialen, weiß auf schwarzem Grund. 144 Bll. Mod. roter Maroquinbd. (sign. Angulo) mit Rückenverg., einfachen Deckelfileten sowie floraler Innenkantenverg., Goldschnitt.
Hain-C. 1287*; GW M42001; Goff S 494; BMC VI, 773; Polain (B) 282. - Zweite und zugleich erste datierte Ausgabe des erstmals um 1473 in Utrecht erschienenen Werks, hrsg. und kommentiert durch den italienischen Humanisten G. B. Pio. Vorliegend Variante mit "Registrum.../preter a & b qui sunt terni. & A qui est duernus./Finis" am Schluss, "senis" als letztem Wort auf Bl. A4r und "cyclop" am Schluss von c8r. Sidonius Apollinaris gilt als einer der bekanntesten Gedichte- und Briefeschreiber der Spätantike. - Sorgfältig gereinigt, vereinzelt noch leicht fleckig, p8r mit Randnotiz in schwarzer Tinte, A2r mit 2 kl. blauen Farbklecksen, die auf die Rückseite durchschlagen. Erste u. letzte Bll. mit kl. hinterlegten Wurmgängen im w. Unter- u. Oberrand.
Second (first dated) edition, edited and commentated by the Bolognese humanist G. B. Pio. One of 2 variants (see above). With fine woodcut initial-letters. - Carefully cleaned, only occasional minor spotting. Ink note to p8, two blue blurs of colour to A2. Small infilled wormholes to lower and upper margins of first and final leaves. Bound in recent red morocco (signed Angulo), spine and edges gilt.
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Los 105
Textor de Aquisgrano, Sermones de passione Christi
Textor de Aquisgrano, G. Sermones de passione Christi. - (Daran:) Anselmus: De passione Christi. — Bernardus Claravallensis: De planctu B. Mariae Virginis. Basel, (Michael Wenssler, nicht nach dem 26. September 1486). 8vo (21:15,5 cm). Got. Typ. Rubriziert, einige eingemalte Initialen in Rot u. mit Silber gehöht. 114 Bll. Hldr. d. 19. Jh. mit 2 farb. Rsch., etwas berieben u. bestoßen, Gelenke mit kl. Einrissen oben u. unten, oberes Kapital etwas ausgefranst, die Rsch. mit kl. Randausrissen.
Cop. 5773; GW M45722; Goff T-119; Polain(B) 3674. - Erste Ausgabe. Predigtensammlung des Basler Predigers Textoris (um 1420-1512) im Auftrag des französischen Kanzlers Guillaume de Rochefort. - Teilw. leicht gebräunt, Ränder stellenw. leicht wasser- oder fingerfleckig, erste Bll. im Oberrand auch geringfügig sporenfl.; o1 u. 5-6 mit geschlossenem Randeinriss, letztes Bl. mit kl. Wurmloch im Bund. Wenige Anm. in Tinte. Titel mit 2 kl. Wurmlöchlein u. hs. Zueignung.
First edition of this collection of sermons. Rubricated, some larger initials with traces of silver. - Light browning in places, some marginal soiling and dampstaining, upper margin of first leaves with light mildew spots. Rapaired marginal tear to ll. o1 and 5-6. A few mss. annotations. 2 small wormholes to title, final leaf with wormhole at fold. Ink dedication to title. Bound in 19th century half-calf, somewhat rubbed and worn, small tears to joins, some fraying to head of spine, spine labels chipped.
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Los 106
Turrecremata, Expositio
Turrecremata, J. de. Expositio super toto psalterio. Straßburg, (Drucker des Jordanus von Quedlinburg, d.i. Georg Husner), 3. Oktober 1487. Fol. (28:21,5 cm). Got. Typ. 2 Kol. Minuskeln für Initialen. 92 Bll. (d.l.w.). Mod. Prgt. aus altem Material, etwas fleckig u. mit kl. Läsuren.
Hain-C. 15707*; GW M48219; Goff T-532; Polain(B) 3862; BMC I, 136. - Mehrfach aufgelegter Psalmenkommentar, erstmals Rom 1470 gedruckt. - Etwas gebräunt, einzelne Bll. mit leichtem Wasserfleck im w. Unter- oder Seitenrand. 1. Bl. mit Blattweiser.
Popular commentary on the Psalms, first printed in Rome 1470. - Somewhat browned, slight marginal waterstain to a few leaves only; old finger tab to title. - Recent vellum from old material, 2 tears to back cover.
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Alte Drucke des 16. Jhdts. - Darunter Slg. Sebastian Münster und Hebraica

Los 107
Adam von Bremen, Historia ecclesiastica + 2 Beibände
Adam von Bremen. Historia ecclesiastica, continens religionis propagatae gesta, quae a temporibus Karoli Magni, usque ad Henricum IIII acciderunt, in ecclesia non tam Hamburgensi quam Bremensi, vicinisque locis septentrionalibus. Ad MS. exemplar multis in locis aucta. Eiusdem auctoris libellus de situ Daniae. Nunc primum in lucem editus. Ex bibliotheca Henrici Ranzovii. Cura et labore Erpoldi Lindenbruch. Leiden, Plantin-Rapheleng, 1595. 4to (21,5:16 cm). Mit gest. Porträt Rantzaus von F. Hogenberg Titel verso. 6 Bll., 156 S., 16 Bll. - Angebunden: Historia archiepiscoporum Bremensium, a tempore Karoli Magni usque ad Karolum IIII. ... ab incerto auctore deducta, & nunc primum in lucem edita. Ex bibliotheca Henrici Ranzovii; studio & opera Erpoldi Lindenburch. Ebda. 1595. 4to. 2 Bll., 135 S., 4 Bll. - 1 weiterer Beiband (s.u.). Silbergeprägter Ldr. d. Zt., etwas berieben, wenige Wurmlöcher, Reste einer Überklebung des Rückens mit Papier, Deckel leicht aufgebogen, ohne die Schließbänder.
I. IA 100.534; Adams A 138; Blouw 46; Bruun, Bibl. Danica II, 898f.; Zeeberg 130; vgl. Potthast II, 116f. - Zweite Ausgabe der im 11. Jahrhundert von Adam von Bremen verfassten "Gesta Hammaburgensis ecclesiae pontificum". Anders Sørensen Vedel hatte 1579 eine Ausgabe nach einer im Kloster Sorø aufgefundenen Handschrift veranstaltet, Erpold Lindenbrog verwendete eine Handschrift aus dem Besitz Heinrich Rantzaus. -  II. Adams 2746; Blouw 2422; Bruun, Bibl. Danica II, 899; Potthast V, 513; Zeeberg 131. - Erste Ausgabe dieser Chronik, die zum Teil aus den "Annales Stadenses" des Albert von Stade schöpft. Zum Herausgeber Erpold Lindenbrog (1540-1616) vgl. ADB XVIII, 691f. - Angebunden: Du Moulin (Molinaeus), C. Tractatus de origine, progressu et excellentia regni & monarchiae Francorum, & coronae Franciae. Bd. 1 (alles Erschienene). Lyon, Senneton, 1564. 4to. Mit Druckermarke u. Porträt Titel verso. 134 S., 7 Bll. - Adams D 1098; Baudrier VII, 435f. - Insgesamt etwas gebräunt u. stellenw. im äußersten Rand leicht wasserfleckig. - Zusammen 3 Werke in 1 Bd.
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Los 108
Cicero, Rhetoricorum ad Herennium
Aldinen. - Cicero, M. T. - In hoc volumine haec continentur Rhetoricorum ad C. Herennium lib. IIII. M. T. Ciceronis de inventione lib. II. (etc.). Venedig, Aldus, Oktober 1521. (22:14,5 cm). Mit 2 Druckermarken. 16 (l.w.) nn., 245 num., 1 nn. Bll. Späterer Prgt. mit Rsch., etwas angestaubt.
EDIT 16, CNCE 12215; Adams C 1677; Renouard 93, 13; Aldinenslg. SB Berlin 360; Young, Memory 410. - Zweite Aldus-Ausgabe. Das anonyme Rhetoriklehrbuch "Ad Herennium", im Mittelalter fälschlich Cicero zugeschrieben, ist eines der grundlegenden Werke zur Mnemotechnik. - Titel etwas fleckig, sonst schönes Exemplar; vereinzelt mit Marginalien von alter Hand.
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Los 109
Demosthenes, Orationum. 2 Bde.
Aldinen. - Demosthenes. Orationum pars prima (- tertia) (graece).  3 Tle. in 2 Bdn. Venedig, P. Manutius, 1554. (15,5:10,5 u. 14,5:10 cm). Mit 4 Druckermarken und einigen Holzschn.-Initialen. 8 nn., 122 num., 2 nn.; 248 num., 3 nn.; 2 nn., 243 num., 2 nn. Bll. Abweichende blindgepr. Schweinsldr. d. Zt., Bd.1 unter Verwendung alten Materials neu aufgebunden, Rücken erneuert; berieben und fleckig, Vorsätze teils erneuert.
IA 151.315; Adams D 264; Schweiger I, 87; Renouard 160, 10; Aldinenslg. SB Berlin 751 u. 752. - Nachdruck der Ausgabe von 1543; selten in allen drei Bänden zusammen. Mit Ausnahme der Titelbll. komplett in griechisch gedruckt.  - Gering gebräunt, vereinzelt leicht wasserrandig, Innengelenke von Bd. 1 teils geplatzt, hs. Besitzvermerk auf dem Titel und hs. Vermerk auf dem freien Vorsatzbl. in Bd. 1, hs. Namenszug auf dem Titel von Bd. 2; Bibliotheks-Exlibris der Yale-University auf beiden Vorsätzen hinten, je mit hs. Dubletten-Vermerk.
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Los 110
Libri de re rustica. Aldus 1533
Aldinen. - Scriptores rei rusticae. - Libri de re rustica. M. Catonis lib. I. M. Terentii Varronis lib. III. L. Iunii Moderati Columellae lib. XII. Eiusdem de arboribus. Palladii lib. XIIII. (Venedig), Aldus, 1533. (21,5:14,5 cm). 54 nn., 295 num., 1 nn. Bll. Etwas späterer flex. Prgt., Rücken etwas fleckig, Schließbänder entfernt.
IA 134.373; Adams S 812; Renouard 109, 9; Aldinenslg. SB Bln. 442; Simon, Bacchia II, 598. - Zweite Aldus-Ausgabe. Wohl berühmteste, zuerst 1472 gedruckte Sammlung älterer Abhandlungen zur Landökonomie. - Breitrandig, teilw. etwas stockfleckig, gering gebräunt. 2 Bll. der Vorstücke mit Papierfehler im weißen Rand. Vorderes u. hinteres Vorsatzblatt mit altem Wappenstempel. Exlibris.
Second Aldine edition. - Some foxing in places, slight browning, marginal paper fault to two preliminary leaves. Old stamp to front and rear endpaper. Somewhat later limp vellum, some spotting to spine.
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Los 111
Sigonius, Emendationum libri duo
Aldinen. - Sigonius (Sigonio), C. Emendationum libri duo. Quorum argumentum proximae pagellae indicabunt. Venedig, (P. Manutius), 1557. 4to (21,5:16 cm). Mit 2 großen Druckermarken u. zahlr. figürlichen Holzschn.-Initialen. 12 nn., 159 (recte 155) num., 1 w. Bl. Ldr. d. 19. Jh. mit goldgepr. Rtitel u. etwas Rvg., berieben u. bestoßen, Rücken unten lädiert; Exlibris auf dem vorderen Spiegel entfernt.
EDIT 16, CNCE 28033; Adams S 1114; Renouard 172, 16; Aldinenslg. SB Bln. 839. - Erste Ausgabe. Gegen die Kritik von Francesco Robortello an Sigonios Liviuskommentar und den "Fasti consulares". - Gering gebräunt oder fleckig; letzte 2 Bll. mit kl. Wurmgang mit Buchstabenberührung; Titel mit altem Bibliotheksstempel.
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Los 112
Sigonius, Fasti consulares
Aldinen. - Sigonius, C. Fasti consulares, ac triumphi acti. Eiusdem in fastos ... commentarius. Venedig, Aldus, 1556. Fol. (31,5:22 cm). Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken u. 2 Textholzschn. 16, 169 (recte 165) num., 1 nn. Bll. - Angebunden: F. Robortello. De convenientia supputationis Livianae ann. cum marmoribus Rom. quae in capitolio sunt. Padua, G. Percacino für I. Olmo, 1557. Mit Holzschnitt-Titelvignette. 8 nn., 59 num., 1 nn. Bll. Prgt. d. Zt., fleckig, bestoßen u. beschabt, Kapitale abgestoßen.
I. EDIT 16, CNCE 28012; Adams S 1115; Renouard 169, 16; Aldinenslg. SB Berlin 820. - Endgültige Fassung, jetzt mit dem den Großteil des Werkes bestreitenden Kommentarteil (mit eigenem Titelblatt). - II. EDIT 16, CNCE 27459; Adams R 620. - Erste Ausgabe. Francesco Robortello (1516-1567) wird als erster Philologe der Neuzeit benannt. Er lieferte sich mit Carolus Sigonius einen bissigen Streit über die römische Geschichte, der dazu beitrug, ihm den Spottnamen "Canis grammaticus" (grammatischer Hund) einzubringen. - Vereinzelt schwach gebräunt oder minimal stockfleckig, erste u. letzte Bll. mit schwachem Wasserfleck, stellenweise mit kl Wurmspuren im breiten w. Rand, in I. Lage n doppelt eingebunden, in II. 2 Bll. gelockert.
2 works in one volume. - Occasional light browning, faint watermarks to first and last leaves, little occasional worming to wide blank margins, gathering "n" of Sigonius bound in twice, 2 leaves of Robortello loosened. Bound in contemp. vellum, stained and chafed, corners, head and tail of spine damaged.
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Los 113
Speroni, Dialoghi
Aldinen. - Speroni, S. Dialoghi. Nuovamente ristampati, & con molta diligenza riveduti, & corretti. Venedig, Manutius, 1552. (16:11 cm). 144 num. Bll. Prgt. d. 18. Jh. mit etwas Rvg., etwas fleckig.
EDIT 16, CNCE 27177; Adams S 1570; Renouard 154, 12; Aldinenslg. SB Berlin 717; vgl. Gamba 930. - Oben knapp beschnitten; leicht gebräunt, stellenw. etwas stärker; im Fußsteg meist etwas wasserrandig; stellenw. mit alten Unterstreichungen oder Marginalien.
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Los 114
Speroni, Dialoghi. 1542
Aldinen. - Speroni, S. I dialogi. Venedig, Manutius, 1542. (15,5:10 cm). 2 (statt 3) Bll., 176 S. Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken. Prgt. d. 17. Jh. mit farb. Rsch., etwas berieben, Rücken mit winzigen Wurmlöchern.
EDIT 16, CNCE 53856; Adams S 1565; Renouard 125f., 12; Aldinenslg. SB Berlin 525; vgl. Gamba 930. - Erste Ausgabe. Der Humanist Sperone Speroni (1500-1588) verbrachte fast sein ganzes Leben in Padua. Enthält u.a.: Dialogo d'amore, Della dignita delle donne, Dialogo della discordia, Dialogo della rhetorica sowie Dialogo delle lingue, in dem Speroni die Volkssprachen gegenüber dem Lateinischen verteidigte. - Schwach gebräunt, vereinzelt gering fleckig. Titel in geschicktem altem Faksimile beigebunden.
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Los 115
Alphabetum Graecum
Alphabetum Graecum. De potestate literarum, ac divisione earundem. Abbreviationes,quibus Graeci frequentissime utuntur. (Venedig, Giovanni Varisco?, um 1558). (14,5:10 cm). Mit gr. Druckermarke. 8 nn. Bll. Umschlag d. Zt. mit blattgroßem Holzschnitt auf beiden Deckeln; fleckig, teilw. braunrandig, kleine Randeinrisse, Rücken restauriert. Im Ldr.-Schuber des 20. Jh.
EDIT 16, CNCE 1231. - Sehr seltene Ausgabe. Am Schluss das Vaterunser und weitere Gebete in griechisch-lateinischem Paralleltext. - Untere rechte Ecke gebräunt, Titel etwas fleckig u. mit gestrichenem Namenszug im oberen Rand. In einem außergewöhnlichen Umschlag der Zeit oder Originalumschlag. Die Deckel jeweils mit blattgroßem Holzschnitt eines Ritters zu Pferde.
Scarce edition. - Browning to lower right margin, some spotting and deleted name to title. In unusual contemporary wrappers with full-page woodcut depicting a knight on horseback on both covers, spotted, small marginal tears, spine restored. 20th cent. morocco slipcase.
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Los 116
Amadei, Penitentiam & absolutionem
Amadei, C. Penitentiam, & absolutionem in delictis, excessibus & casibus infrascriptis in civitate, & diocesi Paduana specialiter pro animarum salute reservat. Venedig, B. Bindoni, 1535. 4to (21,5:16 cm). 22 nn. Bll. Pp. um 1900, gering berieben.
EDIT 16, CNCE 1374; nicht im IA. - Sehr seltener Druck, nur zwei Nachweise im EDIT 16 (Padova u. Perugia). - Teilw. wasserrandig, etwas gebräunt, wenige alte Korrekturen.
Very scarce work, only two copies in EDIT 16. - Waterstaining, slight browning, few old corrections. Boards around 1900, slight rubbing.
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Los 117
Aristoteles, Opera (graece) 1531. 2 Bde.
Aristoteles. Hapanta (graece). Opera, quaecunque impressa hactenus extiterunt omnia, summa cum vigilantia excusa. Per Des. Eras. Roterodamum. 2 Tle. in 2 Bdn. Basel, Bebel, 1531. Fol. (33:21 cm). Mit 1 Holzschn.-Diagramm und einigen figürl. Holzschn.-Initialen. 8 nn., 335 num., 1 nn.; 116 num. Bll., S. 117-120, Bl. 121-253. Prgt. d. 17. Jhdts., Kanten berieben und bestoßen, stellenweise Wurmfraß, Rücken oben und unten lädiert bzw. mit größeren Fehlstellen; Vordergelenk von Bd. 1 oben und unten gebrochen.
VD 16 A 3279; Adams A 1730; Hieronymus, Griech. Geist 112; Vander Haeghen II, 10. - Seltene zweite griechische Ausgabe. Von S. Grynaeus bearbeitet und mit einem Vorwort von Erasmus von Rotterdam, durchgehend in griechischen Typen gesetzt. "Zwar habe es leider in vielen Schriften immer noch Lücken, doch der Text des Aldus liege hier stark verbessert vor und billiger, da Bebel nicht wie andere Drucker mit frivolen Eintagsbüchlein leicht sein Geld verdienen wolle, sondern es wage, den Druck von Ausgaben bester Autoren auf sich zu nehmen, wie auch des Erasmus iambischer Dialog zwischen einem Philologen und einem Buchhändler auf der Titelseite das Verdienst Bebels hervorhebt" (GG). - Einige Bll. gebräunt; oft etwas braunrandig, vereinzelt gering stock- oder wasserfleckig; vereinzelte Fingerflecken; Bd. 1 zu Beginn und am Ende mit geringem Wurmfraß, Bd. 2 nur am Ende; in Bd. 1 Schriftzug "per Des. Eras. Roterodamum" mit Tinte übermalt (5x); beide Ttl. alt gestempelt (unkenntlicher Bibl.-Stempel) u. mit übermalten Vermerken von alter Hand; wenige alte hs. Marginalien.
Scarce second edition, Greek text. - Browning to some leaves; edges mostly somewhat browned, partial foxing or waterstaining; sporadic finger spotting; minor worming in the beginning and the end (vol.2 only in the end); "per Des. Eras. Roterodamum" painted over with ink in vol.1; illegible stamp and notes covered with ink to both title-pages; a few old ms. marginalia. Bound in 17th cent. vellum, edges rubbed and bumped, partial worming, damage and larger defects to both spines; front hinge of vol. 1 broken to both ends.
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Los 118
Aristoteles, Opera
Aristoteles. Opera... Nuper autem nova accessione theologiae seu philosophiae mysticae, & noni ac decimi politicorum lib. locupletata. (Ed. J. Martinus). 2 in 1 Bd. Lyon, S. Michaelis, 1581. Fol. (35:23,5 cm). Mit 2 gr. Holzschnitt-Druckermarken u. zahlr. Initialen. 16 Bll., 1088 Sp., 4 Bll. (d. l. w.); 4 Bll., Sp. 1-1578, 1 w. Bl., Sp. 1579-1648 Sp., 95 (statt 97) Bll. Hldr. d. 19. Jh. mit Rsch., beschabt, bestoßen u. mit größeren Wurmgängen.
Adams A 1750; IA 108.652; Baudrier IV, 139; Schweiger I, 57; Wellcome 422. - Seltene Ausgabe der gesamten Werke von Aristoteles in lateinischer Übersetzung. - Gebräunt u. stockfleckig, Ränder teilw. etwas wasserfleckig u. vor allem in der 2. Hälfte mit teils größeren Wurmgängen. Fehlen der "Index libri 9 & 10 politicorm" u. 1 w. Bl. (= HH1-2). Titel mit hs. Besitzvermerk. Vord. Innendeckel mit dem von Dupont gest. Wappenexlibris von A. Kühnholtz-Lordat.
Rare edition of the complete works of Aristotle in Latin translation. With large woodcut devices on titles. - Browned and foxed, some marginal waterstaining in places, larger wormholes mainly to second half. Ownership inscription to title. Lacking 1 index leaf and 1 blank (HH1-2). 19th century half-calf, rubbed and worn, worming to covers. Engr. bookplate (s. above).
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Los 119
Aristoteles, De historia animalium
Aristoteles. De historia animalium lib. IX. De partis animalium, et earum causis libri IIII. De generatione animalium libri V. Theodoro Gaza interprete. Venedig, G. Scoto, 1545. (15:12 cm). Mit 2 Druckermarken. 8 nn., 307 num., 13 nn. Bll. (l.w.). Alter flex. Prgt., fleckig, Rücken fehlt tlw.
IA (= Cranz) 108.109; EDIT 16, CNCE 2917.  - Sammelausgabe der zoologischen Schriften. - Stellenw. mit alten Unterstreichungen u. Marginalien; Titel mit enfernten u. ausgestrichenen Besitzvermerken.
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Los 120
Athenaios, Dipnosophistarum. 1556
Athenaios (von Naukratis). Dipnosophistarum sive coenae sapientum libri XV. Natale de Comitibus nunc primum é Graeca in Latinam linguam vertente. Venedig, A. Arrivabene, 1556. Fol. (31,5:22 cm). 6 Bll., 288 S., 6 Bll. Hprgt. d. 18. Jh., teilw. berieben, Rücken wurmstichig.
EDIT 16, CNCE 3341; IA 109.421; Bagnasco 113; vgl. Simon, Bibl. Bacchica II, 59 u. Vicaire 50. - Einer von 4 Drucken des gleichen Jahres der ersten, durch Natale Conti besorgten lateinischen Übersetzung des antiken Gelehrtengastmahls. "Handelt hauptsächlich von Gastronomie und enthält lange Dissertationen über Weine, Gemüse, Fisch, Fleisch, Festmähler usw. ... ein wichtiges Quellenwerk, das durch Zitate viele verlorengegangene antike Schriftsteller ersetzt" (Horn-A.). - Teilw. stockfleckig, die S. 87/88 u. 113-116 stark betroffen. S. 51/52 u. 57/58 doppelt eingebunden; Titel mit kl. Stempel.
First Latin translation of the text, one of four impressions published in the same year in Venice, Paris, Lyon and Basle. - Some foxing, heavier to pp. 87/88 and 113-116. 18th cent. half vellum, some rubbing, worming to spine, small stamp to titlepage.
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Los 121
Augustinus, Omnium operum
Augustinus, A. Omnium operum epitome, primum quidem per J. Piscatorium compendiaria quadam via collecta. Nunc autem diligentius recognita, et multorum adiectione, quae in priori aeditione, non absque magna Augustinianae sententiae iactura desiderabantur, aucta et locupletata per J. Pessellium Tylanum. Per eundem & nunc recens accessit ex eodem Augustino collectus de septem sacrosanctis sacramentis tomus quartus. 2 Tle. in 1 Bd. Venedig, C. da Trino, 1542 (Kolophon: 1541). (16:11 cm). Mit Druckermarke u. 2 gleichen Holzschnitt-Porträts. 24 nn., 451; 36 num. Bll. Spät. Ldr. mit Rsch. u. Rückenverg., etwas berieben u. bestoßen, Vordergelenk oben u. unten mit kl. Einriss, Rücken mit einigen Wurmstichen.
EDIT 16, CNCE 33774; IA 110.277; nicht bei Adams u. im BM. - Seltene venezianische Ausgabe, Tl. 2 mit eigenem Titelblatt. - Die ersten ca. 100 Bll. stärker braun- bzw. wasserfleckig. Stellenw. Anstreichungen oder Anmerkungen in brauner Tinte, Titel mit alten hs. Besitzvermerken u. oben kl. Loch (1. Buchstabe des Titels betroffen) u. 2 kl. Randeinrissen.
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Los 122
Augustinus, Opera. 10 Bde.
Augustinus, A. (Opera). Ed. Erasmus Roterodamus. 10 in 9 Bdn. u. Index, zus. 10 Bde. Basel, A. Froben fratres, 1569. Fol. (38,5:25,5 cm). Mit 1 Holzschnitt-Titelbordüre u. Druckermarken. Holzdeckelbände d. Zt. mit blindgeprägten Schweinsldr.-Rücken mit hs. Rtit.; bis auf Bd. 7-8 (dort fehlt je eine Schließe) jeweils mit 2 neueren Schließen; etwas berieben u. fleckig, Ecken u. Kanten teilw. bestoßen. Bd. 1 (mit den Bänden 1-2) etwas abweichend gebunden u. Vordergelenk eingerissen.
VD 16, A 4153; IA 110.042; Adams A 2166; Meyers 35. - Die schöne und selten vollständige Basler Augustinus-Gesamtausgabe von 1569. - Teilw. etwas gebräunt, gering fleckig, einige Wurmlöcher u. Wurmspuren. Titel jeweils mit kleinem hs. Monogramm.
10 in 9 vols. and index, together 10 vols. Rarely complete Froben edition of the works of Augustinus. With woodcut title bordure in the first vol and repeated woodcut printer's devices. - Some browning and spotting, some worming in places. Bound in blindstamped pigskin backed wooden boards, first volume (with volumes 1 and 2) somewhat different (upper joint cracked), two clasps (lacking one in vol. 7 and 8); some rubbing and spotting, extremities somewhat worn in places.
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Los 123
Augustinus, De summa trinitate + Beiband
Augustinus, A. De summa trinitate. (Ed. J. Amerbach). Basel, A. Petri für J. Koberger in Nürnberg, 1515. Fol. (31:22 cm). Mit Holzschn.-Titelbord. von Urs Graf. 116 nn. Bll. - Angebunden: Ders. De civitate dei. Cum commentariis T. Valois et N. Trivet. (Ed. C. Leontorius). Basel, Ebda., 1515. Mit Holzschnitt-Titelbord. von Urs Graf u. fast ganzseit Holzschn. Titel verso. 358 (statt 362) nn. Bll. Schweinsldr. d. Zt. auf Holzdeckeln; Reste von Blindprägung, berieben, Schließen erneuert.
I. VD 16, A 4245; IA 110.125; Adams A 2208. - II. I. VD 16, A 4180; IA 110.124; Adams A 2192. - Der schöne Holzschnitt Titel verso zeigt oben Augustinus am Schreibpult, darunter Abel und Kain jeweils vor den Toren Zions bzw. Babylons (als Stadt Gottes bzw. des Teufels). - Insgesamt etwas gebräunt, vereinzelt stärker, im Rand stellenw. wasserfleckig, einige alte Marginalien u. Anstreichungen von versch. Händen; Titel von I. mit 2 kl. restaur. Randeinrissen u. verblasstem hs. Besitzvermerk d. Zt.; in II. 9 S. rot regliert, die letzten 26 Bll. der Annotatio mit Wurmspuren, der Satzspiegel dabei wenig betroffen u. mit nur geringem Buchstabenverlust; fehlen die letzten 4 Bll. (k3-k6) der Annotatio.
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Los 124
Baldesano, Stimuli virtutum
Baldesano, G. Stimuli virtutum adolescentiae christianae dicati, libri tres. Conscriptum primum lingua Italica. Nunc recens... Latinè redditi à quodam Societatis Iesu. Köln, A. Mylius, 1595. 12mo (14:8 cm). Mit Titel-Holzschnitt (Jesuitenemblem). 24 Bll., 642 S. Blindgepr. Schweinsldr. d. Zt. über Holzdeckeln dat. 159(0?), 2 Messingschließen; etwas gebräunt bzw. fleckig sowie berieben u. bestoßen, einzelne kl. Wurmgänge.
VD 16, R 3169; IA 111.856; de Backer-S. II, 420, 12 (unter Busaeus); nicht bei Adams. - Zweite lateinische Ausgabe des erstmals 1592 in italienischer Sprache erschienenen vielfach gedruckten Erbauungsbuchs für die christliche Jugend. Wurde teilw. dem Turiner Jesuiten Bernardino Rossignoli zugeschrieben, da man Baldesano für dessen Pseudonym hielt. Die Übersetzung stammt von dem niederländischen Jesuiten Jean Buys. - Angebunden: F. Isella. Brevis instructio ad corroborandos ac iuvandos morituros, eos praesertim qui ob flagitia sua, publica ludicum sententia morti addicti sund. Addita brevi regula spirituali. Primùm Italicè conscripta, & nunc in Latinam linguam conversa ab M. ab Isselt Amorfortio. Köln, Birckmann für A. Mylius, 1588. 2 Bll., 124 S. - VD 16, I 344. - Insgesamt etwas gebräunt u. vereinzelt fleckig oder wasserrandig. Vereinzelt Anmerkungen in Tinte. 1. Titel mit 2 alten hs. Besitzvermerken.
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Los 125
Marriage Manual
Barbaro, De re uxoria
Barbaro, F. De re uxoria libelli duo. (Paris), J. Bade (Ascensius), 1513. (20,5:13 cm). Mit Titel-Holzschnitt u. einigen Initialen. 33 num. Bll., 1 w. Bl. Bibl.-Hlwd., leicht berieben.
IA 112.869; Renouard, Imprimeurs & Libr. Parisiens II, 210; vgl. Hayn-G. I, 173 (verschiedene spätere Ausg.) u. Adams B 172 (nur Ausg. Hagenau 1533). - Erste gedruckte Ausgabe des 1415/16 entstandenen Manuskripts nach der von André Tiraqueau angefertigten Transkription. "Barbaro is best remembered today for De re uxoria (“On Marriage”), a treatise he wrote when only twenty-five to his friend Lorenzo de’ Medici the Elder as a wedding gift. This work is still studied on its own merits, and as a lens revealing 15th-century Italian attitudes toward marriage and family life" (Oxford Bibliographies online). Der Titelholzschnitt mit der bekannten Druckerpresse. - Minimal gebräunt oder fleckig, nur Titel etwas stärker u. unten mit hs. ergänztem Erscheinungsjahr sowie kl. Porträtskizze in Tinte. Mittig durchgehend kl. Wurmloch, Bl. 29 außerdem mit einem Rostlöchlein im Text.
First printed edition. With woodcut on title. - Minor browning or thumbing in places, stronger only to title. Date of publication and portrait added in ink on title. Small wormhole at center throughout, small rust hole to l. 29. Recent half-cloth, slightly rubbed.
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Los 126
Benedictus von Nursia, (Opera) con l'espositione
Benedictus von Nursia. Il padre San Benedetto con l'espositione d'il r. padre frate Rogiero di Barletta. Bologna, V. Bonardo u. M. Grossi, 1539. 4to (22:15,5 cm). Mit Titelholzschn., wiederholter Holzschn.-Bordüre sowie Druckermarke. 4 nn. 190 (recte 191) num. Bll. (o.d.l.w.). Ldr. d. Zt., berieben u. wurmstichig, Rücken mit Fehlstellen, schnittfleckig.
IA 116.662; EDIT 16, CNCE 5250; Sander 884 u. 6521. - Der lateinische Text des Bendikt von Nursia ist tlw. umgeben vom ausführlichen italienischen Kommentar des Ruggiero da Barletta; der Titelholzschnitt zeigt Ruggiero knieend vor dem ihn segnenden Benedikt. - Etwas fleckig, vereinzelt alte Marginalien, letztes Bl. der Vorstücke mit Kritzelei; wenige Bll. mit Einriss bis in den Text. Titel recto u. verso mit Stempel.
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Los 127
Bernardus Claravallensis, Flores
Bernardus Claravallensis. Flores Sancti Bernardi. Venedig, L. Giunta, 1503. (17:13 cm). Mit 1 blattgr. Holzschn. im Text, vielen schwarzgrundigen Initialen sowie Verlegermarke auf d. Titel. 205 (statt 206; ohne d. l. w.) nn. Bll. Späterer Ldr. unter Verwendung älteren Materials, Rücken erneuert.
EDIT 16, CNCE 5499 (204 Bll.); IA 117.449; Essling 1389; Sander 954; Renouard 25. - Schöne Postinkunabel. Der Holzschnitt zeigt die Verkündigung an Maria, er wurde von Lucantonio Giunta zuvor bereits in einem Druck des Missale Romanum von 1501 verwendet. - Schwach wasserfleckig, zu Beginn und am Schluss etwas stärker; letztes Bl. im Außensteg teilw. hinterlegt; obere Innenecke mit kl. Wurmspur, zu Beginn auch winzige Wurmspur im Außenrand; der Rotschnitt teilw. etwas in die Außenränder eingezogen; ohne das leere letzte Blatt.
Rare postincunabulum, illustrated with a full-page woodcut of the Annunciation to Mary. - Faint dampstaining, first and last leaves little heavier, outer margin of last leaf partly strengthened, minor worming to upper inner corner and miniscule worming to outer margin of 1st quire, red ink of coloured edges partly staining outer edges of margins; lacking the last blank leaf.
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Los 128
Bernardus Claravallensis, Opuscula
Bernardus Claravallensis. Opuscula. Venedig, (G. Penzio für) L. Giunta, 1503. (17:12 cm). Mit 1 blattgr. Holzschnitt im Text, vielen schwarzgrundigen Initialen sowie Verlegerm. in Rot a. d. Titel. 400 nn. Bll. Prgt.-Manuskriptbd. d. Zt., stark berieben u. angestaubt, Kanten bestoßen, Rückenbezug fehlt u. teilw. alte ergänzt.
EDIT 16, CNCE 5500; IA 117.450; Essling 1383; Sander 961; Renouard 24. - Der Holzschnitt zeigt die Verkündigung an Maria, er wurde von Lucantonio Giunta zuvor bereits in einem Druck des Missale Romanum von 1501 verwendet. - Vereinzelt etwas fleckig, vereinzelte Feuchtigkeitsränder, Titel mit Besitzvermerk Jeuitenkolleg Landsberg, 1613.
Rare postincunabulum, illustrated with a full-page woodcut of the Annunciation to Mary. - Some spotting and dampmarking in places, ownership inscription to title. Contemporary vellum, rubbed, extremities worn, spine cover removed.
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Los 129
Biblia graecolatina. NT. (Heidelberg) 1599
Biblia graecolatina. - Novum testamentum graece, cum vulgata interpretatione Latina Graeci contextus lineis inserta... atque alia Ben. Ariae Montani Hispalensis opera è verbo reddita. Ed. postrema, multo quam antehac emendatior. (Heidelberg), Commelinus (Erben), 1599. (20:13 cm). Mit Druckermarke auf dem Titel. 7 Bll., 1 w. Bl., 827 S., 2 w. Bll. Etwas späterer rotbrauner Maroquinbd. mit Vergoldung u. Goldschnitt, leicht berieben, Kapitale abgestoßen, Ecken des Vorderdeckels erneuert.
VD 16, ZV 1904; Bibelslg. Württ. LB, C 168; Darlow-M. 4656a. - Eine von 2 Varianten, erschien auch mit Verlagsangabe B. Vincent, Lyon bzw. Genf. Neudruck der 1584 bei Plantin erschienenen und auf die Antwerpener Polyglotte zurückgehenden Ausgabe mit lateinischer Interlinearversion, Marginalien des Arias Montanus und Apokryphen. - Etwas gebräunt, vereinzelt stärker, Ränder teilw. etwas wasserfleckig. Titel mit hs. Vermerk u. Druckermarke mit kl. durch Tintenfraß verursachtem Loch. 2 Bll. mit geschlossenem Randeinriss, S. 799/800 mit kl. Randeinriss durch Papierfehler. Regliert.
One of two varints. Edition with interlinear Latin (Vulgate) version, ed. by the Spanish theologian Arias Montanus, the editor of Plantin’s Polyglot. Margins ruled. - Somewhat browned, occasionally stronger, marginal waterstaining in places. Ink note to title, small hole to printer's device due to ink corrosion. 2 ll. with repaired marinal tears, small marginal tear to pp. 799/800 due to paper flaw. Somewhat later morocco, edges gilt, slightly rubbed, head and tale of spine chipped. Corners of front cover renewed.
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Los 130
First Christian Bible in Hebrew and Latin
Biblia hebraica. Basel 1534
Biblia hebraica. - Hebraica biblia latina planeque nova Sebast. Munsteri tralatione. Bd. 1 (von 2). Basel, 1534, (am Ende:) M. Isengrin u. H. Petri. Fol. (32,5:23 cm). Mit Druckermarke, einigen teilw. wiederhol. Ziereinfassungen in Holzschnitt u. zahlr. figürl. Holzschnitt-Initialen. 12 nn. Bll., 365 num. Bll., 1 nn Bl. Späterer Hldr. mit Rsch., berieben und bestoßen, Gelenke teilw. geplatzt, Rücken stellenweise lädiert.
VD 16, B 2881; Adams B 1240; Darlow-M. 5087; Burmeister 119. - Erste Ausgabe von Münsters lateinischer Übersetzung, hebräisch-lateinische Parallelausgabe. Vorliegender erster Band mit den 5 Büchern Mose und den Büchern Josua, der Richter, Samuel und der Könige. "The earliest edition of the Hebrew Bible which contains a fresh Latin translation. Prepared by S. Münster. The Hebrew text is based mainly on the first Biblia Rabbinica... This edition exercised considerable influence on versions made by the Reformers, e.g. in Switzerland, and on the English translation known as 'the Great Bible'" (Darlow-M.). - Stellenweise gering gebräunt, kaum fleckig; stellenweise hs. Marginalien und Unterstreichungen, Vorsatz und Titel mit umfänglichen hs. Anmerkungen eines Besitzers aus dem 19. Jhdt. Nur Bd. 1.
First edition, only the first vol. with the Tora and the books of Joshua, Judges, Samuel and Kings. Hebrew-latin parallel text with the translation of Sebastian Münster. - Slight browning in places, some minor foxing; ms. marginalia and underlinings in places, extensive ms. notes of a 19th cent. owner to prelims and title-page. Bound in later half-leather, somewhat worn.
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Los 131
Polemik
Evangelium Matthaeum in lingua hebraica. Vorbd. Bucer
Biblia hebraica. - Evangelium secundum Matthaeum in lingua Hebraica, cum versione Latina atq(ue) succinctis annotationibus Sebastiani Munsteri. Adiunctissimum Angliae regem epistola Sebast. Munsteri. Basel, H. Petri, 1537. Fol. (32,5:23 cm). Mit Druckermarke. 4 Bll., 154 S., 1 Bl. - Vorgebunden: M. Bucer. In sacra quatuor evangelia, enarrationes perpetuae, secundum recognitae. Basel, J. Herwagen, 1536. Fol. Mit 1 (von 2) Druckermarken. 22 Bll. (l.w.), 788 (recte 806) S., 1 Bl. Blindgepr. Schweinsldr. d. Zt. über Holzdeckeln mit 1 (von 2) Messingschließen; gebräunt u. stellenw. berieben, ohne die freien Vorsätze.
I. VD 16, B 4898; Adams B 1884; Darlow-M. 5088; Burmeister 142. - Erste Ausgabe, erschien später im selben Jahr, ebenfalls bei Petri, auch in 8vo. "The editor, S. Münster, obtained an imperfect MS. copy of St. Matthew's Gospel in Hebrew which has been made, as early as 1385, for polemical purposes by Shem Tob b. Shaprut, a Jew of Tudela in Castile. He revised and completed this for the press, adding a Latin translation of the Hebrew. The volume, which is dedicated to King Henry VIII. of England, includes certain controversal tracts" (D.-M.). Die neuere Forschung hat allerdings festgestellt, dass die von Münster verwendete Übersetzung des Matthäusevangeliums ins Hebräische nicht von Ibn Shaprut stammte. - Im Rand etwas gebräunt oder fleckig; vereinzelt in der oberen Außenecke mit Wasserfleck; hier u. da mit zeitgenössischen Marginalien; Schlussbl. mit kl. Rechnungen in Tinte: Umrechnung des Erscheinungsjahrs nach der jüdischen Jahreszählung u. Ermittlung des Jahrs 1637 in jüdischer Zeitrechnung; Titel sowie das letzte Blatt verso des vorgebundenen Werks mit Zitaten aus einschlägiger Literatur von alter Hand. - II. VD 16, B 8873; Mentz 24a; Stupperich 28a. - Dritte Ausgabe, erstmals 1527 erschienen, wie vorliegend erstmals 1530 in Straßburg. "Als wesentlich sah er die fortlaufende Auslegung der biblischen Bücher an. Soviel er dabei vom Humanismus entlehnte, im Grunde wußte er sich Luther verpflichtet" (NDB II, 696). - Im Rand gebräunt u. stellenw. wasserrandig; vereinzelt alte Marginalien; Schlussbl. alt beschrieben (s.o.); Titel mit großem ergänztem Ausschnitt, die Druckermarke daher nur in Kopie vorhanden; Titel mit altem Namensstempel T. Litzkendorf, Vorsatz mit weiterem Stempel.
2 works in 1 volume. - Some marginal browning and waterstaining; old marginalia here and there; restored cut-out to title of second work with loss of printer's device; stamped owner's name to title of second work. Contemporary pigskin over wooden boards, browned and somewhat rubbed, lacking 1 (of 2) clasp.
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Los 132
Münster, Hebraica biblia (1546). 2 Bde.
Biblia hebraica. - Hebraica biblia, latina planeq; nova Sebast. Munsteri tralatione. 2 Bde. Basel, 1546, (am Ende:) M. Isingrin u. H. Petri. Fol. (30,5:21,5 cm). Mit zahlr. figürl. Holzschnitt-Initialen. 20 nn. Bll., 743 S.; 1 Bl., S. 747-1601. Spätere Pp. mit 2 Rsch., berieben und bestoßen, stellenweise beschabt.
VD 16, B 2882; Adams B 1241; Darlow-M. 5090; Burmeister 1920. - Zweite Ausgabe. - Durchgehend etwas gebräunt und wurmstichig, teils mit leichtem Textverlust; stellenweise braun- oder wasserfleckig; einige Randeinrisse und dünnblättrige Stellen; die letzten 8 Bll. in Bd. 1 in den Rändern und teils vollständig verstärkt; Exlibris von Marcellus Schlimovich auf dem Vorsatz, Händleretikett "Victor Aizenmann librero anticuario en Buenos Aires" auf dem freien Vorsatzbl.
Second edition. - Some browning and worming throughout, partly with little loss of text; brown- and waterstaining in places; some marginal tears; the last 8 leaves of vol. 1 marginally or entirely strengthened; book-plate and dealer's device, see above. Later boards, somewhat worn.
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Los 133
Biblia hebraica. Pentateuchus. Venedig 1551
Biblia hebraica. - Hamisha humshe torah (hebr.). Hebraicus pentateuchus latinus. Venedig, M. Giustiniani, 1551. 4to. (20:15,5 cm). Mit Holzschnitt-Titelbordüre und Druckermarke. 376 S., 1 w. Bl., 1 Bl. Späterer Ldr. mit Rvg., stark berieben und teils beschabt, Rücken unter Verwendung des alten Materials erneuert, Vorsätze erneuert.
EDIT 16, CNCE 5822; Adams B 1269; Darlow-M. 5094; Burmeister 126. - Sehr selten. Mit Sebastian Münsters lateinischer Übersetzung. - Leicht gebräunt, stellenweise etwas stärker oder fleckig; wenige blasse Wasserflecken; vereinzelte hs. Marginalien; Bl. I8 mit Randeinriss in den Text; Innengelenke verstärkt; vereinzelte kleine Eck- und Randabrisse; Stempel der Ambrose Swasey Library auf dem Fußschnitt sowie hs. Schenkungsvermerk an die Bibliothek des Kenyon College, Ohio.
First edition, very rare. - Slight browning, stronger in places; some spots here and there, little waterstaining; sporadic ms. marginalia; marginal tear to leaf I8 affecting the text; a few small tears to edges; stamp of the Ambrose Swasey Library and ms. donation note to the library of Kenyon College, Ohio. Bound in later calf, gilt to spine; spine renewed using the old material, generally rubbed, some scraping, prelims renewed.
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Los 134
Nuovo Testamento. Venedig 1566
Biblia italiana. - Prima parte del Nuovo Testamento, nuovamente ristampato ... e emendato. Venedig, B. Rubini, 1566. 16mo (11:8 cm). 457 num., 22 nn. Bll. Flex. Prgt. d. Zt., Vorderdeckel mit Randläsur, Rücken mit Papier überklebt.
EDIT 16, CNCE 5963; nicht bei Darlow-M. - Seltene Ausgabe. "Contiene il testo completo del Nuovo Testamento, tranne le Epistole cattoliche" (EDIT 16). - Stellenw. wasserrandig, wenige alte Unterstreichungen. Titel mit Besitzvermerk "Beutterich 1568", dabei muss es sich um Peter Beutterich (gest. 1587) handeln: Dieser "widmete sich trotz seiner geringen Herkunft den Wissenschaften und beschäftigte sich neben dem Rechtsstudium eingehend mit Theologie und classischer Litteratur, auch Philosophie. Er durchreiste halb Europa, erwarb sich in Valence den juristischen Doctorgrad und trat etwa 1573 in die Dienste des Kurfürsten Friedrich von der Pfalz; im J. 1574 erscheint er bereits als pfälzischer Rath. Seine hervorragende Fertigkeit in fremden Sprachen, namentlich im Französischen, und seine Weltkenntniß machten ihn zum Gesandten und Unterhändler geeignet, aber er verschmähte es auch nicht, als Spion oder als Truppenführer sein Leben zu wagen ... Das Volk schrieb ihm einen Pact mit dem Teufel zu" (ADB II, 593-595, ausführlich). Vorsatz mit Schenkungsvermerk von 1665.
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Los 135
Biblia latina. Basel 1590-91 / 2 Bde.
Biblia latina. - Biblia sacra Veteris et Novi Testamenti, secundùm editionem vulgatam. 3 Tle. in 1 Bd. Basel, T. Guarin, 1590-91 (1. Titel 1591 dat.). 8vo (19,5:13 cm). Mit 3 wdh. Holzschn.-Titelbord., 3 gefalt. Holzschnittkarten auf Tafeln und 1 blattgr. Holzschnittkarte im Text, ferner zahlr. Textholzschn. 20 Bll., 737 (recte 743); 304 S.; 3 Bll., 266 S., 51 Bll. Blindgepr. Schweinsldr. d. Zt. auf Holzdeckeln mit Schließenresten u. später eingepr. Monogramm "RASS" u. dat. 1743; berieben, wenige Tintenflecken und geringe Wurmspuren.
VD 16, B 2667; Bibelslg. Württ. LB, D 945. - Neu gesetzter und etwas verkleinerter Nachdruck der Ausgabe Basel 1578. Die hübschen Holzschnitte stammen von Tobias Stimmer. Die blattgr. Karte zeigt den Mittelmeerraum mit Cypern, 2 Karten zeigen das Heilige Land, 1 Karte Arabien und Ägypten. - Durchgehend etwas gebräunt und fleckig, stellenweise Wasserflecken, bei einigen Bll. die gedruckten Marginalien bzw. der Kolumentitel angeschnitten, darunter blattgr. Kte.; Tl. 1 bis S. 88 mit kl. Ein- und Ausrissen in der oberen Innenecke, dort und im Bundsteg teilw. alt hinterlegt, stellenw. Anstreichungen u. hs. Marginalien; Tl. 1 S. 3/4 mit kl. Loch mit etw. Bildverlust, wenige Bll. gelockert u. mit geringen Randläsuren, 1 gefalt. Kte. mit kl. Einriß u. Eckabriß mit etw. Verlust der Einfassung, Titel. von Tl. 1 mit hs. Besitzvermerk, bis zu Bordüre mit etw. Bildverlust beschnitten u. vollst. aufgezogen, dabei der Text verso abgedeckt; Schnitt gering tintenfleckig. - Dazu: Dass. (Lyon um 1550?). Mit zahlr. Textholzstichen. 1214 S., 49 (statt ?) Bll. Blindgepr. Schweinsldr. d. Zt., beschabt, Rücken erneuert. - Gebräunt, wasser- u. tintenfleckig; fehlen Titel u. Vorstücke und weitere Bll. - Zus. 2 Bde.
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Los 136
Psalterium in quatuor linguis (Ed. J. Potken)
Biblia polyglotta. - Psalterium in quatuor linguis Hebraea Graeca Chaldaea Latina. (Ed. Johannes Potken). Köln, (Joh. Soter), 16. Juni 1518. 4to (27,4:19,3 cm). Mit Holzschn.-Titelbord. 143 (st. 148) Bll. Prgt. d. 18. Jhdts., Deckel etwas aufgebogen.
VD 16, B 3101; Adams B 1371; Darlow-M. 1413; Zenker 1800.  -  Zweite Ausgabe des ersten in äthiopischer Sprache gedruckten Buches (Erstdruck Rom, 1513). Der äthiopische (chaldäische) Typenbestand ging von Rom an den Kölner Humanisten Johannes Soter, der vorliegend seinen ersten Kölner Druck herstellte. Zugleich Frühwerk des hebräischen Druckes in der Domstadt und nach Smitskamp mit der ersten vollständigen, gedruckten griechischen Version des Psalters in Deutschland. Johannes Potken, Probst von St. Georg in Köln, gilt als Begründer der äthiopischen Sprachforschung im Abendland. - Mit der bemerkenswerten Titelbordüre im orientalischen Stil, wenige Initialen rubriziert. - Stellenweise fleckig; ohne die 4 Bll. mit den "Introductiunculae in tres linguas externas, Hebraeam, Graecam, Chaldaeam" des Herausgebers Johannes Potken, die nur wenigen Exemplaren beigegeben wurden, ferner fehlt 1 weißes unbedruckes Blatt. Titel fleckig u. angestaubt u. mit Rasurstelle im unbedruckten Bereich; Bl. (bvi) u. ci jeweils oben mit ergänzter Ecke mit Textverlust, Bl. &i-v im weißen Außenrand ergänzt.
Only the second book to be printed with Ethiopic type. Potken learned Ethiopic from Abyssinian monks in Rome and edited an Ethiopic Psalter, printed in 1513 from type he cast himself, based on a manuscript in the Vatican library. The present Psalter is printed in Latin, Greek, Hebrew, and Ethiopic - here called Chaldean. - Staining in places. A small number of copies are known which include a short tract (4 leaves) entitled Introductionculae in tres linguas externas, not described in Darlow & Moule and not present here, as is 1 blank leaf. Duststaining to title and with erased stamp to white section of title; top corner of leaves (bvi) and ci restored with loss of text; leaves &i-v remargined (no loss). 18th century vellum, covers slightly splayed.
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Los 137
Birgitta von Schweden, Offenbarung
Birgitta, Hl. von Schweden. Das puch der himlischen offenbarung. Nürnberg, A. Koberger, 12. Juli 1502. Fol. (32,5:23,5 cm). Mit großem Titelholzschnitt u. 14 (statt 16; inkl. wiederh. Titelholzschn.) blattgr. Textholzschnitten, davon 10 aus mehreren Stöcken zusammengesetzt u. mit Begleittext. 347 (statt 348, l. w.) nn. Bll. Ldr. d. 20. Jh. auf Holzdeckeln mit aufgez. Fragmenten der alten blindgepr. Ldr.-Deckelbezüge; berieben.
VD 16, B 5596; IA 119.593; Fairfax Murray 75; Schoch-Mende III, A 34; Schreiber 3504; Dodgson I, 263; Muther 426; Meder S. 278, XII. - Erste hochdeutsche Ausgabe der "Revelationes", vorausgegangen waren 3 niederdeutsche Teildrucke. Folgt in Text und Illustrationen der lateinischen Ausgabe Kobergers von 1500, Herausgeber beider Drucke war Florian Waldauff. "There are 17 full-page woodcuts freely adapted from the Lubeck edition (in Latin, 1492), some of which are made up of small blocks and with type introduced. These are reminiscent of Dürer's style, and have been assigned to him, but there seem to be no good reason for the attribution... the crucifixion is quite XV. century style, but not by Wolgemut. The remaining cuts are by a younger Nuremberg artist, influenced by Schongauer, and possibly by Dürer himself" (Murray p. 130, teilw. nach Dodgson). Meder folgt für die Kreuzigung einer Zuschreibung an Lucas Cranach. Schoch-Mende weist alle Holzschnitte den angezweifelten Werken Dürers zu. - Breitrandig (Papiergröße 31:21,5 cm). Teilweise etwas gebräunt, erste Bll. etwas fleckig bzw. fingerfleckig, zu Beginn u. am Schluß mit Wasserflecken in den Innenecken; die ersten 4 Bll. mit einigen Wurmspuren, ab Bl. g3 mit wenigen einzelnen Wurmlöchern, gegen Ende zunehmend; fehlt Blatt 3 mit den beiden ganzseitigen Wappenholzschnitten.
First edition in high German. With large woodcut to title page and 14 (of 16) full-page woodcuts, 10 of which consisting of an number of small blocks. Bridget's writings can be divided into two groups: those that preach an improvement of human life through divine instruction, and those that contain disturbing prophecies of divine chastisement. Both groups attained great popularity during the fifteenth and the early sixteenth centuries, and in particular the latter group contributed significantly to the ferment that led to the Reformation. - Wide margined copy. Faint browning, slight staining or fingerstaining to first leaves, some waterstaining to inner corners of first and last gatherings. Little worming to first 4 leaves and from leaf g3 to end; lacking leaf 3 with the 2 coat-of-arms woodcuts. Bound in 20th cent. full calf on wooden boards, with remnants of the contemp. blindstamped leather mounted to boards, somewhat rubbed.
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Los 138
Bizzari, Senatus
Bizzari, P. Senatus populique Genuensis rerum domi forisque gesatrum historiae atque annales. Antwerpen, C. Plantin, 1579. Fol. (34:23 cm). Mit Druckerm. auf dem Titel u. teilkol. Holzschnittwappen Titel verso. 4 Bll., 802 S., 1 Bl., XXXV S., 10 Bll. Flex. Prgt. d. Zt., etwas angestaubt.
IA 119.710; Adams B 2089; Voet 726; Sabin 5663; Alden-L. 579/4. - Erste Ausgabe dieser Geschichte Genuas bis zum Jahre 1578. "On p. 371-376 is a substantial account of Columbus Spanish exploration p. 383 contains ref. to possible New World source of syphilis" (A.-L.). - Zu Beginn u. am Schluß minimale Wurmlöcher. Innendeckel, Vorsatzbl. recto u. verso mit Stempel. Titel mit zwei Stempeln u. überklebtem Besitzvermerk, alles aus aufgelöster Jesuitenbibliothek. - Provenienz: Reiss & Sohn, Auktion 126 Losnr. 1003.
First edition of this Genoese history till the year 1578. - Minor worming to first and last leaves, stamps to inner cover and title from a Jesuit library (s.a.). Old ownership entry on title pasted over. Bound in contemp. limp vellum, remains of ties.
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Los 139
Bodin, Les six livres de la republique
Bodin, J. Les six livres de la republique. Plus l'Apologie de René Herpin. 2 Tle. in 1 Bd. Lyon, B. Vincent, 1593. (18:12 cm). 12 Bll. (l.w.), 1060 S., 22 Bll.; 82 num. Bll. Mod. Hlwd.
IA 120.851; vgl. PMM 94 a. - Berühmte, erstmals 1576 erschienene staatsphilosophische Schrift. "The 'Six Books of the Republic' went through many editions in the author's lifetime and after, and had an immense influence all over Europe. It is, in effect, the first modern attempt to create a complete system of political science" (PMM). - Gebräunt u. stellenw. etwas fleckig, einige Anmerkungen u. Unterstreichungen, Titel mit Stempel.
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Los 140
Brunschwig, Distilierbuoch
(Brunschwig, H. Das Distilierbuoch. Das buoch der rechten kunst zu distilieren und die Wasser zu brennen angezögt mit figuren nutzlich den menschlichen leib in gesundheit zubehalten). 2 Tle. in 1 Bd. Straßburg, J. Grüninger, 1521. Fol. (31,5:22 cm) Mit 217 altkolor. Holzschnitten. 119 (st. 126, falsch 130) num.; 29 (statt 56) nn. Bll. Blindgepr. Schweinsldr. d. Zt. auf Holzdeckeln; bestoßen und fleckig, Rücken an Kopf und Fuß, Deckelkanten, Vorsätze u. Rsch. im 19. Jahrh. ergänzt, Schließen fehlen.
VD 16, B 8721; Nissen, BBI 267; Benzing, Brunschwig 22; Schmidt, Grüninger 184. - Seltene Ausgabe des sogenannten kleinen Destillierbuches, folgt der Grüninger-Ausgabe von 1515, mit den schönen alkolor. Pflanzenholzschnitten u. Abbildungen der Destillierapparate. - Fragment. Gebräunt, finger- u. wasserfleckig, vereinzelt braunfleckig, einige alte hinterlegte Ein- u. kl. Ausrisse; im beigedrucken Ficinus wenige Bll. im Bund verklebt; fehlen im Destillierbuch die Bll. A1, B1, G1-2, H6, K3 und V6 sowie im Ficinus 27 Bll. mit allen Holzschnitten. - oRR/Waf.
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Los 141
Caesar, Commentarii + Beibd. Emili
Caesar, C. J. Rerum ab se gestarum commentarii. De bello Gallico libri VIII. De bello Civili Pompeiano libri III. De bello Alexandrino liber I. De bello Africo liber I. De bello Hispaniensi liber I. Paris, M. de Vascosan, 1543. Fol. (35:24 cm). Mit 2 Holzschn.-Karten, 5 Textholzschnitten u. mehreren figürl. Holzschn.-Initialen. 12 nn., 128 num., 20 nn. Bll. - Angebunden: P. Emili (Aemilius). De rebus gestis Francorum libri decem. Additum est de regibus item Francorum chronicon (von J. Du Tillet). Paris, M. de Vascosan, 1544. Fol. 4 nn., 244 num., 28 u. 20 nn. Bll. Ldr. d. 17. Jh. mit Vergold. u. Goldschnitt; unter Verwendung des alten Rückens restauriert, etwas beschabt u. bestoßen.
I. Adams C 35; Mortimer 124; vgl. IA 128.717. - Erste Ausgabe bei Vascosan. Die Karten zeigen Frankreich (von 2 Stöcken gedruckt) und Spanien. "The text is based on the Aldine 1513 edition, with some alterations" (Mortimer). - II. IA 100.825; Adams A 234. - Der iatlienische Humanist Paolo Emili (ca. 1445-1529) wurde von Karl VII. von Frankreich eingeladen, die Geschichte Frankreichs zu schreiben. Berichtszeit bis 1515, besonders ausführlich wird das 15. Jahrhundert behandelt. Das angehängte Chronicon (28 nn. Bll.) mit eigenem, 1543 datierten Titel. - Beide nur vereinzelt etwas fleckig u. mit wenigen Unterstr. in Tinte. Wappenexlibris von Robert Duckle.
First Vascosan edition, with 2 woodcut maps of Spain and France and 5 woodcuts. Bound with: P. Aemilius, De rebus gestis Francorum libri decem, ibid. 1544. - Some sporadical spots, a few ink underlinings. Bound in 17th cent. calf gilt; restored, old spine laid down, somewhat rubbed and worn.
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Los 142
Cagnazzo, Summae Tabienae. 2 Bde.
Cagnazzo, G. (Cognatius Tabiensis). Summae Tabienae. Quae summa summarum merito appellatur. Hac novissima editione à Leonardo à Lege... 2 Tle. in 2 Bdn. Venedig, de Zopinis, 1580. 4to (22,5:17 cm). 6 Bll., 852 S.; 4 Bll., 826 S. Braune blindgepr. Ldr. d. Zt. über Holzdeckeln, etwas berieben, geringe Wurmlöcher, Vordergelenk v. Bd. 1 etwas eingerissen, Schließen entfernt.
IA 129.059. - Spätere Ausgabe, zweispaltiger Druck. - Titel gebräunt u. je mit Stempel recto u. verso, gestrichener Besitzvermerk.
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Los 143
Camilli, Imprese
Camilli, C. Imprese illustri di diversi, coi discorsi. 3 Tle. in 1 Bd. Venedig, Ziletti, 1586. 4to (21,5:16 cm). Mit 3 gest. Titeln u. 108 emblemat. Textkupf. v. G. Porro. 4 Bll., 182 S., 1 w. Bl.; 95; 56 S. (inkl. der gest. Titel). Prgt. d. Zt., fleckig.
Mortimer 99; Landwehr VI, 202; Praz 296; Vinet 852; Cicognara 1870 (dat. 1585). - Erste Ausgabe. "The alternate date sometimes given for this edition implies an earlier printed title-page or an earlier state of the engraved titles" (M.). Die fein radierten Emblemdarstellungen von Porro in eleganten Rollwerks- u. figürlichen Kartuschen im Stil der späten Renaissance. - Anfangs bis ca. S. 110 stärker wasserfleckig, 1. gest. Titel mit kl. Loch im Bild und an unterer Ecke schmutzfleckig.
First edition, 3 parts in 1 vol., with 3 engr. titles and 108 engravings by G. Porro. - Strong waterstaining up to p. 110, first engr. title with small hole and with lower white corner soiled. Contemporary vellum, stained.
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Los 144
Castiglione, Ricordi
Castiglione, Sabba de. Ricordi. Di nuovo corretti, et ristampati, con una tavola copiosißima nuovamante aggiunta. Venedig, P. Gerardo, 1560. (20:15 cm). Mit Holzschnitt-Porträt auf dem Titel u. 4 Holzschnitt-Initialen. 6 nn., 148 num., 11 nn. Bll. Flex. roter Prgt. d. Zt., fleckig u. gewellt, Lederbandreste.
Vgl. Adams C 949 (Mailand 1559 mit variierendem Titel). - Seltene frühe Ausgabe des 1546 erstmals aufgelegten Renaissance-Klassikers. - Am Anfang und Ende teils wasserfleckig, Titel zudem gebräunt; die Ränder teils mit Farbeinlauf des Schnitts; Vorsätze mit freien Vorsatzbll. fleckig u. mit Wurmfraß (hinteres stärker u. geknittert), erste 2 Bll. mit wenigen Wurmlöchern; vereinzelte Randeinrisse; Titelporträt mit unscheinbaren hs. Ergänzungen; alte hs. Vermerke auf dem Vorsatz, alter hs. Namenszug auf dem Titel.
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Los 145
Cavalcanti, Trattati
Cavalcanti, B. Trattati ovvero discorsi sopra gli ottimi reggimenti delle republiche antiche et moderne. Con un discurso di Sebastian Erizio... de governi. 2 in 1 Bd. Venedig, G. Sansovino, 1571 (in fine:) 1570. 4to (20,5:15,5 cm). Mit Druckerm. auf Titel u. am Ende. 4 nn., 86 num.; 14 nn. Bll. Flex. Prgt. d. Zt.
EDIT 16, CNCE 10438; Adams C 1178. - Erste und einzige Ausgabe dieser im Handel recht seltenen staatstheoretischen Schrift u.a. mit Bezügen zu Aristoteles. - Teilw. etwas gebräunt und unten im Schnitt mit Tintenflecken, S. 9-11 auch braunrandig.
First edition of this scarce work on political theory. - Mild browning, a little stronger to pp. 9-11. Some inkstaining to lower white margin. Contemporary limp vellum.
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Los 146
Ciccarelli, Dell'historia di Monaldesca
Ciccarelli, A. Dell’Historia di Casa Monaldesca. Ascoli, G. de Angelis, 1580. 4to (22,5:16,5 cm). Mit Wappen auf dem Titel und ganzseitig am Schluss sowie Druckermarke, alles in Holzschnitt. 8 Bll., 222 S., 3 Bll. Flex. Prgt. aus einer Handschrift des 15. Jahrhunderts, mit Papier überzogen, etwas angestaubt, Papier am Rücken entfernt, Innendeckelbezug beschädigt.
EDIT 16, CNCE 12148; IA 134.825; Adams C 1207. - Erste Ausgabe. Einziges Werk des römischen Druckers de Angelis mit Impressum Ascoli. Familiengeschichte der Monaldeschi. Ciccarelli verfasste mehrere genealogische Studien, die sich vielfach als gefälscht herausstellten. Er fälschte hierzu auch Kaiserurkunden, wurde aufgrund seiner Fälschungen verhaftet und 1583 hingerichtet. - Gering stockfleckig. Exlibris Cesare Saluzzo. Die Handschrift des Einbandbezuges auf einem unbeschnittenen Pergamentblatt, zweispaltig, mit Text aus Leonardus de Utinos "Sanctuarium sive sermones de Sanctis per annum..." (Sermo 34).
First edition, the only book printed by de Angelis with an imprint of Ascoli. With woodcut on title with the arms of the Monaldeschi family, printer's device at end and final leaf with full-page woodcut with 5 coat of arms including the one of the family. - Slight foxing. Contemporary limp vellum from a 15th cent. manuscript with a text from Leonardus de Utino's 'Sanctuarium sive sermones de Sanctis..."; covered with paper (damaged on spine).
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Los 147
Cicero, Officia Teutsch
Cicero, M. T. Officia Ciceronis, Teutsch... Drey Bücher, an seinen Son Marcum, Von Gebürlichen Wercken, Ehrlichen ämptern, und zughörungen eine jeden wol und Recht lebenden menschen. Jetzt von newem ersehen, corrigiert und gebessert. Frankfurt, Egenolff Erben, 1565. Fol. (31:20 cm). Mit großem Titelholzschn. u. 102 meist etwa halbseitigen Textholzschn. von Hans Weiditz, Hans Burgkmair u.a. 4 Bll., 182 röm. pag. S., 1 w. Bl. Hldr. d. späten 19. Jh., Kanten etwas berieben, vorderes Innengelenk eingerissen.
VD 16, C 3250; IA 139.138; Goed. II, 234, 5; Richter, Egenolff Erben 200; Musper L 207. - Einzige bei Egenolff erschienene Ausgabe in der verbesserten Fassung der Übersetzung von Johann Neuber, die erstmals 1531 in Augsburg erschienen war. Reich illustriert. - Fleckig bzw. fingerfleckig, etwas gebräunt, vereinzelte Feuchtigkeitsränder. Blatt 2-3 der Vorstücke mit einigen Unterstreichungen u. Randanmerkungen. Exlibris.
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Los 148
Cicogna, Il primo libro del Trattato militare
Cicogna, G. M. Il primo libro del Trattato militare, nel quale si contengono varie regole, & diversi modi, per fare con l'ordinanza battaglie nuove di fanteria. Venedig, G. Bariletti, 1567. 4to (20,5:15,5 cm). Mit kl. Holzschn.-Porträt Titel verso u. zahlr. schematischen Textholzschn. 6 nn., 65 num., 1 nn. Bl. Flex. Prgt. d. Zt., fleckig.
IA 140.077; EDIT 16, CNCE 12518; Adams C 2023; Cockle 536; Jähns 718. - Erste Ausgabe. "Cigognas Schlachtordnungen für Heere aus allen drei Waffen sind so verwickelt und phantastisch, daß man sie nicht ernstnehmen kann" (Jähns, ausführlich). - Vereinzelt stärker fleckig; zu Beginn mit Wurmgang im Bundsteg; Titel recto u. verso sowie 1 Textbl. mit Stempel.
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Los 149
Clenardus, Luchot ha-diqduq
Clenardus, N. Luchot ha-diqduq (hebr.) Tabulae in grammaticam hebraeam. Editio quinta. Köln, T. Gras u. A. Birckmann, 1570/71. (15,5:10 cm). Mit Druckermarke. 84 num Bll., 4 nn. Bll. Flex. Prgt. d. Zt., angestaubt.
VD 16, C 4187. - Fünfte Ausgabe. Ca. 20 leere Bll. vor- und nachgebunden. - Etwas gebräunt, teilweise etwas stockfleckig oder blass wasserfleckig; zwei gelöschte Besitzvermerke von alter Hand auf dem Titel sowie Besitzvermerk "Coll. Vienna Soc. Jes. 1762".
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Los 150
Mit vier unbekannten Musikdrucken von Melchior Frank
Sammelband mit Coburger Drucken. 1600-1606
Coburg. - Sammelband mit 33 Drucken, davon 11 Einblattdrucke, sowie 13 Bll. Manuskripte lateinischer Gedichte; ca. 150 weiße Bll. nachgebunden; wohl aus dem Besitz von Stephan Cornarius. Meist Coburg, 1600-1606. 4to (20:17 cm). Manuskriptprgt. d. Zt., etwas lädiert, Rücken alt mit Papier überklebt.
Sehr interessanter Sammelband, ganz überwiegend mit seltenen Gelegenheitsdrucken, von denen 16 noch nicht im VD 17 enthalten sind, 9 weitere finden sich nur in Gotha (vollständige Liste auf Anfrage erhältlich). 22 Schriften sind in Coburg gedruckt worden, 10 in Jena, 1 hat als Ortsangabe Schmalkalden. Von besonderem Interesse sind 4 Musikdrucke von Melchior Frank (ca. 1579-1639; MGG IV, 664ff.; New Grove VI, 787f.) und 2 von Benedikt Faber (1573-1634; MGG III, 1681f.; New Grove VI, 342), die alle weder im VD 17 noch im RISM verzeichnet sind:
- M. Franck. Ein Hochzeit Lied, Auß dem Ersten Capitel deß Hohen Liedes Salomonis, Auff den Hochzeitlichen Ehrentag, Herrn M. Zachariae Scheftern ... Und ... Anna, deß ... Johann Pfistners, Weyland Burgermeisters in Coburg hinderlassenen Wittwin. Mit Fünff Stimmen gesetzt. Coburg, J. Hauck, 1606. 4to. 10 Bll.
- M. Franck. Ein HochzeitGesang, Auß dem 6. Capitel deß Hohenliedes Salomonis. Auff den Hochzeitlichen Ehrentag, deß ... Matthei Scheffers, Fürstl: Sächs: Hoffmalers zu Coburg ... Unnd ... Maria ... Welcher gehalten worden zu Coburg, den 17. Juni, Anno 1606. Mit Sechs Stimmen ... gesetzt. Coburg, K. Bertsch, (1606). 4to. 12 Bll.
- M. Franck. Vinculum Natalitium. Christliche Glückwünschung, auff den Geburtstag ... Iohanni Adami Trummerern ... seines großgünstigen Herrn. In etlichen Versen gefast, und mit 4. Stimmen Componirt ... Geschehen am tag Johannis deß Tauffers, Anno MDCVI. Coburg, (J. Hauck), 1606. Einblattdruck.
- M. Franck. Ein HochzeitGesang Auß dem 7. Cap. des HohenLieds Salomo: Zu Hochzeitlichen Ehren und gefallen des ... Herrn Marci Enters, beyder Rechten Doctorn ... Mit der ... Frawen Magdalena, weyland ... Herrn Doctoris Danielis Schnepffen ... hinderlassenen Wittib. Mit 6 Stimmen componirt. Coburg, K. Bertsch, (1606). 4to. 12 Bll.
- B. Faber. Melodia ex I. capite Cant: Canticorum: in solennitatem nuptiarum … Marci Enteri ... et Magdalenae. Quae ab eis celebrabantur Coburgi 15. Julij: Anno 1606. Octonis vocibus composita. Coburg, K. Bertsch, (1606). 4to. 8 Bll.
- B. Faber. Melodia ex primo capite Cant: Canticorum: in solennitatem nuptiarum … Marci Enteri ... et Magdalenae. Quae ab eis celebrabantur Coburgi 15. Julij: Anno 1606. Octonis vocibus composita. Coburg, K. Bertsch, (1606). 4to. 8 Bll. (Es handelt sich um verschiedene Kompositionen auf denselben Text.)
Von den übrigen Drucken nennen wir: 1. G. Pfizmarius. Schidium poëticum: seu xenium … Ioanni Philippo … comiti ad Rhenum (etc.). Jena, T. Steinmann, 1600. 4to. 4 Bll. - Nicht im VD 16; auch sonst von uns nicht nachgewiesen. - 2. J. Aeschard. Disputationum quaestionum illustrium, ex logicis (etc.) prima (-decima). - Secundae partis Disputationum quaestionum prima (wohl alles). Jena, T. Steinmann, 1601. 4to. 40; 4 Bll. - VD 17 3:319256V (nur bis "nona") u. 23:676060H. - 3. Gratulatoria ad … Joachimum Schönnermarcken … cum illi utriusque juris insignia. Jena, T. Steinmann, (1603). 4 Bll. - Nicht im VD 17. - 4. Euphemiai (graece) Honori viri clariß. Zachariae Brendelii (etc.). Jena, T. Steinmann, (1603). 4 Bll. - VD 17 14:069571W. - Tlw. mit Einzeichnung des Metrums am Rand. - 5. J. A. Trummerer. Encomium anagrammaticum illustrissimo simul et gratulatorium inaugurationis illustris Gymnasii … principi Ioanni Casimiro. Coburg, (J. Hauck), 1605. Einblattdruck. - Nicht im VD 17; auch sonst von uns nicht nachgewiesen. - 6. Gratulatoria in festivitatem natalis S. Johanni Baptistae consecrati: In memoriamq(ue), nominis hujus, natalis celebrati ... domini Johannis Adami Trummeri, I.U.D. Coburg, (J. Hauck), 1606. 4to. 4 Bll. - Nicht im VD 17; auch sonst von uns nicht nachgewiesen. - 7. Gratulatoria: quibus honorem magistralem Reinhardi Wilhelmi Erhardi (etc.). Jena, C. Lippold, 1606 (Chronogramm). 6 Bll. - Nicht im VD 17; auch sonst von uns nicht nachgewiesen. - 8. Dn. M. Zachariae Scheftero, viro clariss. doctiss. integerrimo, Illustris Gymn. Casimiriani p. p. &  Annae Pfisteriae … sponsis laudatissimis (etc.). Coburg, K. Bertsch, 1606. Einblattdruck. - VD 17 547:731099P  (nur Gotha/Erfurt); zu Scheffter vgl. ADB XXX, 668. - 9. In nuptiarum solennitates ... Dn. Michaelis Schön, philosophiae et medicinae doctoris, sponsi; necnon ... virginis Christinae Margaretae ... D. Melchioris Episcopi ... filiae, sponsae, ad 18. Februarii, Coburgi celebrandas, carmina gratulatoria. Coburg, K. Bertsch, 1606. 4to. 4 Bll.  - VD 17 547:693828E (nur Gotha/Erfurt).
Der vorliegende Sammelband stammt mit ziemlicher Sicherheit aus dem Besitz von Stephan Cornarius (Horn). Dieser stammte aus Hammelburg, studierte ab dem Wintersemester 1600/1601 in Jena, musste 1603 sein Studium abbrechen, weil sein Vater gestorben war, wurde Hauslehrer bei einem Adligen, kam mit seinem Schüler 1605 nach Coburg an das Gymnasium Casimirianum, wo er später auch Schulaufseher wurde, trat 1608 in herzogliche Dienste und wurde 1614 Kammersekretär, spätestens 1625 auch geheimer Rat (vgl. seinen lateinischen Lebenslauf in L. Ludovici, Ehre des Hoch-Fürstlichen Casimiriani Academici in Coburg, Bd. 2 [1729], S. 117ff.). In sieben der vorliegenden Drucke finden sich lateinische Gedichte von Cornarius. Die Erscheinungsdaten der enthaltenen Drucke - 1600-1603 ausschließlich Jena, 1604 keine, 1605/1606 überwiegend Coburg - fügen sich genau in Stephan Cornarius' Lebenslauf. Die handschriftlichen lateinischen Gedichte betreffen zum Teil denselben Kreis von Personen wie viele der vorliegenden Gelegenheitsdrucke: gebildete Coburger Persönlichkeiten, die einander mit Gedichten zu besonderen Gelegenheiten bedachten - so finden sich hier wie dort die Namen Johann Adam Trummerer, Elias Friedrich Volckenandt und Michael Schön. Zwei der handschriftlichen Carmina belegen unserer Meinung nach die Provenienz: "Jocus ad fratrem (etc.)" und "In effigiem Jeremiae Cornarii M. D. fratris". Stephan Cornarius war auch Poeta laureatus (Flood, Poets Laureate C-48). Sein Bruder Jeremias Cornarius (1569-1622) war zeitweise Leibarzt in Kulmbach und Coburg (zu beiden Brüdern vgl. auch die Dissertation über ihren Vater: J. Merz, Georg Horn (1542-1603) und seine Historia über die Reformation in Hammelburg, Neustadt/Aisch 1992, S. 148-154). - Insgesamt stellenw. etwas gebräunt u. vereinzelt fleckig; die Einblattdrucke im Rand meist etwas geknittert oder mit kl. Falzeinriss. Zwei inkomplette Drucke sind oben nicht mitgezählt.
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Los 151
(Cocles), In diesem Biechlin
(Cocles, B. della Rocca). In disem biechlin wirt erfunden von co(m)plexion der menschen. Zu erlernen, leypliche und menschliche natur, ir sitre(n) geberde(n), un(d) neyglichkeit zu ermen(n)en un(d) zu urteylen. Straßburg, Knobloch, 1516. 4to (20,3:14 cm). Mit Titelholzschn. 16 Bll. Alter Prgt.
VD 16, C 4443; IA 142.281. - Seltene deutsche Bearbeitung des erstmals 1504 erschienenen Lehrbuchs der Physiognomie und Chiromantik des Bologneser Arztes Bartolomäus Cocles (Bartolommeo della Rocca; vgl. Thorndike V, 50-68). Der Schwerpunkt der vorliegenden Ausgabe liegt auf den physiognomischen Aspekten. Im Jahr der Ersterscheinung seines Werkes wurde Cocles durch den italienischen Condottiere Ermes Bentivoglio ermordet, da er letzterem den politischen Sturz und Tod im  Exil vorhergesagt hatte. - Durchgehend etwas fleckig, oben im Bug durchgehend mit Feuchtigkeitsfleck und kleiner Papierausbesserung.
Extremely scarce and early edition of this classic of Physiognomy. With 1 title-woodcut. - Slight staining throughout, dampmark at top gutter with small paper repair. Bound in old vellum.
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Los 152
Liber precum publicarum & Münster, Liber psalmorum
Common Prayer. - Liber precum publicarum, seu ministerii ecclesiasticae, administrationis sacramentorum, aliorumque rituum & caeremoniarum in ecclesia Anglicana. London, J. Norton, 1604. (16,5:11 cm). Mit Titelbordüre und Druckermarke. 28 nn., 299 num. Bll. Prgt. d. Zt., leicht berieben, Rücken unten mit kleinen Schabstellen, Rückdeckel stellenweise braunfleckig.
Pollard-R. 16429; vgl. Burmeister 136. - Lateinische Ausgabe, sehr selten. Titelauflage der Ausgabe London, Jackson 1594 mit entsprechendem Kolophon. In der Folierung ab Bl. 188 inbegriffen ist, wie in allen drei von Burmeister genannten Ausgaben (1574, 1594 u. 1604): Liber psalmorum Davidis prophetae et regis. Ad Hebraicam veritatem, à Sebastiano Munstero quàm diligentissime versus. - Leicht gebräunt, stellenweise etwas wasserfleckig oder -randig; Bll. I2 und Z2 mit ergänztem Eckabriss mit Buchstabenverlust; unkenntlicher alter Stempel je auf dem freien Vorsatzbl. und dem Titelbl. (hier die Bordüre berührend) sowie Stempelrasur; verblasster Vermerk von alter Hand auf dem vorderen Innendeckel; Besitzvermerk von alter Hand auf dem Titelbl. oben.
Latin edition, very rare. A further title, which the printers decive belongs to, is included, as in all three editions mentioned by Burmeister (see above). Unlike the three mentioned by B., our edition was printed by J. Norton and could be proven by us only in the Danish Royal Library in Copenhagen. - Slight browning, some waterstaining in places; corners torn and replaced to leaves I2 and Z2 with some loss of letters; illegible old stamp to prelim and title-page affecting the image, title-page with erased stamp; faded note written by old hand to front inner cover; ownership note written by old hand to upper title-page. Bound in contemporary vellum.
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Los 153
Contarini, Corso di guerra
Contarini, P. M. Corso di guerra et partiti di guerregare, e combattere. Venedig, Perchacino, 1601. 4to (20,5:16 cm). Mit wdh. Holzschnitt-Titelvign. u. 3 emblematischen Textholzschn. 4 nn. Bll., 250 num., 4 nn. Bll. Flex. Prgt. d. Zt. mit Schließbändern, fleckig u. berieben.
BL, 17th Cent. Ital. Books 255; Cockle 590 ("very rare"). - Feuchtigkeitsspuren im Bund, vereinzelt gering fleckig, Titel etwas gebräunt, letztes Bl. mit hinterlegtem Loch mit etwas Buchstabenverlust.
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Los 154
Crotti, Hermione
Crotti, E. G. Hermione. Eiusdem floraliorum spicilegia. Mantua, V. Ruffinelli, 1545. Kl.-8vo (15,5:10 cm). 75 num. Bll., 2 nn. Bll. (d.1.w.), Bl. 76-102. Hldr. d. 19. Jh. mit Rsch., berieben, Vordergelenk oben mit kl. Einriss.
EDIT 16, CNCE 13825; IA 147.693; nicht bei Adams u. im BM, Italian. - Erste Ausgabe dieser ersten von Crotti veröffentlichten Gedichtsammlung. Der Priester, Humanist und Lehrer Crotti wurde als Anhänger des Häretikers Giorgio Siculo von der Inquisition verfolgt. - Vereinzelt etwas fleckig u. vereinzelt stärker gebräunt, o2-3 etwas gelockert.
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Los 155
Seltenes Werk über das Konkubinat
Cuyck, H. van.
Cuyck, Hendrik van. Speculum concubinariorum sacerdotum, monachorum ac clericorum. Köln, Gualtherius, 1599. (14,3:9,5 cm). Mit Holzschn.-Druckerm. 12 Bll., 148 (recte 150) S., 1 w. Bl. Ldr. d. 18. Jhdt. mit Rückenverg., fleckig, etwas berieben.
VD 16, C 6493; Adams C 3141. - Erste und einzige lateinische Ausgabe des vielzitierten, wiewohl kaum auffindbaren Werkes, in dem Hendrik van Cuyck (1546-1609), Bischof von Roermond, in einer Art Pfaffenspiegel die in wilder Ehe lebenden Geistlichen anklagt. Van Cuyck zitiert die alten Schriften und Beispiele aus der Kirchengeschichte sowie seine Zeitgenossen wie Erasmus und Melanchthon zur Hurerei im geistlichen Stande.  - Etwas gebräunt, Titel fleckig, Titel oben und einige Kopfzeilen gering angeschnitten.
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Los 156
Demosthenes & Aeschines, Opera
Demosthenes & Aeschines. Opera. Ed. H. Wolf. Frankfurt, de Marne u. J. Aubry Erben, 1604. Fol. (41:28 cm). Mit 2 Textholzschn. (Porträt u. Wappen) u. gest. Porträt. 34 Bll., LXXIV S., 3 Bll., 1464 S., 22 Bll. Prgt. d. Zt. mit span. Kanten und Rückenschild; fleckig und angestaubt, etwas berieben, Unterecken bestoßen.
VD 17 3:015817L. - Monumentale Ausgabe, griechisch-lateinischer Text. - Leicht gebräunt und gering fleckig, durchgängig leicht wasserrandig. S. 917-20 lose.
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Los 157
Diether, Thesaurus contexendarum
Diether, A. Thesaurus contexendarum epistolarum, formandaeque linguae, ad imitationem Ciceronianae dictionis locuplentissimus. Köln, W. Fabritius, 1562. (17:11 cm). 425 S., 3 Bll. - Angebunden: M. C. Fronto. De vocabulorum differentiis. Hadriani Cardinalis Modi Latine loqeundi. Erasmi Roterodami Epitome in libros elegantiarum Laurentii Vallae (etc.). Frankfurt, Egenolff Erben, 1566. 211 num., 3 nn. Bll. (d. letzten 2 weiß). Blindgeprägter Schweinsldr. d. Zt. mit Monogramm "E R N" u. Datierung 1572. Mittelplatte des Vorderdeckels mit "Fides-Spes"-Darstellung, auf dem Rückdeckel "Caritas und der Bettler"; gering berieben u. gebräunt.
I. VD 16, ZV 3543; nicht im IA (unter Diether oder Cicero; vgl. ADB V, 164. - Sehr seltene Ausgabe, erstmals 1544 erschienen. - II. VD 16, F 3142; Richter, Egenolff Erben 236 (unter Lossius). - Erste Ausgabe dieser Zusammenstellung. - Insgesamt etwas gebräunt. 1. Titel mit Namenszug eines Jacobus Paix. - Dekorativ gebunden.
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Los 158
Du Choul, Sopra la castrametatione et della militia Turchesca
Du Choul, G. Discorso sopra la castrametatione, & bagni antichi de i Greci, & Romani. Con l'aggiunta della figura del campo romano. Et una Informatione della militia turchesca, & de gli habiti de soldati turchi, scritta da M. Francesco Sansovino. 2 Tle. in 1 Bd. Venedig, A. Salicato, 1582. (15:10 cm). Mit Druckermarke, 1 Falttafel und zusammen 57 Textholzschnitten. 80 num., 4 nn.; 28 num. Bll. Hldr. um 1800 mit etwas Rückenvergoldung, Kanten bestoßen, Rücken mit Wurmspuren.
EDIT 16, CNCE 17829; IA 156.887; Adams D 1033 (zählt wohl irrig 2 Falttaf.); Cockle 702; Mortimer (French) 181 Anm.; Lipperheide Bc 2. - Erste Ausgabe mit dem Anhang Sansovinos zum türkischen Militär mit 14 Abbildungen türkischer Soldaten. Du Chouls erstmals 1555 französisch und italienisch erschienenes und häufig aufgelegtes Werk über das Militär-, Sport- und Badewesen der Antike ist mit 43 meist ganzseitigen Holzschnitten illustriert, "a set of Italian blocks which are reduced copies of the Lyons series" (Mortimer); die Falttafel mit schematischer Darstellung eines römischen Lagers. - Etwas stock- u. fingerfleckig, wenige kl. Wurmspuren im Rand. Die Falttafel in zwei Teilen, teilw. knittrig u. im Falz hinterlegt und wohl nicht vollständig.
2 parts in 1 vol. First edition with Sansovino's supplement regarding the Turks. With 43 full-page woodcuts in text and 1 folding diagram (in two parts, most probably not complete, creased and partly repaired) in part 1, and 14 half-page woodcuts showing Turkish soldiers of the 16th century in part 2. - Some foxing and thumbing, minor worming in places. Half-calf around 1800, extremities somewhat worn, worming to spine.
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Los 159
Du Faur de Pibrac, Tetrasticha
Du Faur de Pibrac (Pybrac), (G.). Tetrasticha graecis & latinis versibus expressa, authore Florente Christiano. Paris, F. Morel, 1584. 4to (22:16,5 cm). Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 34 num. Bll. Flex. Prgt. d. Zt., etwas gewellt, Rückdeckel mit ergänzter Fehlstelle, fehlt hinterer Spiegel.
Adams D 1065; BM, STC French 143; Cioranesco 6655; Tchemerzine III, 381, b. - Erste Quartausgabe, im selben Jahr auch in Oktavo erschienen. Griechische und lateinische Übersetzung von Pribacs französischen Vierzeilern durch den französischen Humanisten und Altphilologen Florent Chrestien. - Gering gebräunt, seitlich durchgehend wasserfleckig, vereinzelt bis in den Text. Im unteren Bundsteg kl. Wurmgänge. Mit Exlibris "De la bibliothèque de Mr. de La Place de Mont-Evray."
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Los 160
Duns Scotus, Scriptum. 5 Tle. in 2 Bdn.
Duns Scotus, J. (Scriptum Oxoniense super Sententias). Primus (- quartus) scripti Oxoniensis... super sententias (&) Questiones quolibetales. 5 Tle. in 2 Bdn. Venedig, S. de Luere für A. de Torresani, 1506. Fol. (je ca. 32:22 cm). 2 Kol. Mit einigen Holzschnitt-Initialen sowie 6 Textholzschnitten. Blindgepr. italienische Kalbldr. d. Zt. über Holzdeckeln mit Prgt.-Rücken des 17. Jh. mit hs. Rtit. sowie Spiegeln aus Prgt.-Manuskript; stark beschabt u. bestoßen sowie mit teils großen Wurmlöchern, Rückdeckel von Bd. 1 angebrochen durch starken Wurmfraß im Innendeckel, beide Rückdeckel mit Resten eines gr. Papierschildes, Rücken mit Ein- bzw. Ausriss, Reste von je 4 Schließen.
EDIT 16, CNCE 17855 (ohne Tl. 5); Adams D 1121 u. 1112; IA 157.519 u. 157.518. - Seltene Ausgabe von Scotus Hauptwerk, herausgegeben von Mauritius de Portu. Kommentiert ausführlich die Sentenzen des Petrus Lombardus. Kollation der einzelnen Teile: I. 160 num., 8 nn. Bll. (fehlen 55 Bll. u. d.l.w. Bl.); II. 96 num., 2 nn. Bll. (fehlen 53 Bll. u. d.l.w. Bl.); III. 72 num., 2 nn. Bll. (fehlen 41 Bll. u. d.l.w. Bl.); IV. 168 num., 6 nn. Bll. (fehlen 72 Bll.); V. 62 num., 5 nn. Bll., 1 w. Bl. Nur die Questiones daher mit Kolophon. - Stellenw. etwas fleckig oder angeschmutzt, einzelne Bll. stärker gebräunt bzw. braunfleckig. Wenige kl. Randläsuren, nur im 2. Bd. 2 Bll. mit Randeinriss bis in den Text. Gelegentlich Anm. oder Anstreichungen von alter Hand in roter oder brauner Tinte, alte Blattnum. in brauner Tinte. Vereinzelte Wurmspuren, nur letzte Bll. von Bd. 1 auch mit größerem Wurmgang mit kl. Buchstabenverlusten. In Bd. 2 das 1. Bl. lose. Vollständige Exemplare mit allen Teilen sehr selten, vorliegend fehlen wie häufig bei Tl. 1-4 die nach den Registern eingebundenen Anhänge. Titel von Tl. 1 u. 3 u. in Tl. 4 num. Bl. 39 mit (Besitz)vermerken, in Bd. 1 auf Bl. a3 Besitzvermerk des Franziskanerkloster S. Nicola (heute S. Antonio) in Sulmona,
Five parts in 2 vols. With woodcut initials and 6 diagrams. - Some staining or soiling in places, occasionally stronger browning. A few marginal tears, longer ones affecting text only to 2 leaves in vol. 2. Some old ink annotations and underlinings, foliation in ink added throughout. Occasional worming, final leaves of vol. 1 with large wormhole with small letter losses. Title of part 3 detached. Bound in contemporary Italian blind-tooled calf, 17th century vellum spines, vellum mss. leaves uses as pastedowns; rather rubbed and worn, worming, lower board of vol. 1 partly eaten away, tears to spines, remains of large paper labels at lower covers, remains of 4 pairs of clasps on each vol. As many copies lacking final sections of part 1-4 (beyond the table for each part).
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Los 160a
Platteneinband über Bacchanelli, De consensu medicorum
Einband. - Flandern. - Platteneinband. - Brauner Kalblederband mit jeweils drei wiederholten Platten auf beiden Deckeln, die Deckel fast ausfüllend. Die obere und untere Platte (ca. 5:8 cm) mit einem floralen Geflecht, aus dem in der Mitte ein Drache entspringt. Die schmale Mittelplatte (2:8 cm) zeigt eine Gruppe von 4 Tänzern (in der Mitte eine Frau) sowie einen Musiker mit Sackpfeife. Wohl Gent oder Brügge um 1560. 16:11 cm.
Goldschmidt, Gothic & Renaissance Bookbinding, 107 (Mittelplatte) & 191 (obere u. untere Platte) sowie Tafel 42 u. Abb. 191. - Schöner Platteneinband mit kuriosen Darstellungen. Die Mittelplatte mit der Tanzgruppe stammt nach Goldschmidt von Louis Bloc, Buchbinder aus Brügge, vorliegend eine spätere Verwendung oder Nachschnitt. Die andere Platte mit floralem Geflecht wird Gent zugewiesen. - Etwas berieben, Ecken u. Kanten teilw. bestoßen, Schließbänder entfernt. Rücken u. Vorsätze im 19. Jahrhundert erneuert. - Enthält: G. B. Bacchanelli. De consensu medicorum in curandis morbis libri quatuor. Venedig 1553. 16 Bll., 732 S. - Durling 416. - Erste Ausgabe. - Etwas gebräunt u. fingerfleckig, vereinzelt alte Anmerkungen. Titel mit Besitz- u. Schenkungsvermerk des späten 16. u. frühen 17. Jahrhunderts. - Aus der Bibliothek von George Dunn, Woolley Hall mit seinem gedrucktem Exlibris, wie auch das Exemplar bei Goldschmidt 107.
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Los 161
Josephus, Antiquitatum judaicarum
Erasmus Roterodamus, D. - Josephus, Flavius. Antiquitatum Iudaicarum libri XX. De bello Iudaico libri VII... Contra Apionem libri II... De Imperio Rationis sive de Machabaeis liber unus à Des. Erasmo Roterodamo recognitus. Basel, Froben & Episcopius, 1548. Fol. (34:22,5 cm). Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken. 4 Bll., 886 S., 17 (1. w.) Bll. Blindgepr. Ldr. d. Zt. über Holzdeckeln mit 4 Kantenbeschlägen, beschabt u. bestoßen bzw. abgenutzt, Rücken defekt u. daher Gelenke gebrochen, Vorderdeckel an der Vorderkante mit weißen Farbspuren, Schließen fehlen.
VD 16, J 961; Adams J 364; van der Haeghen II, 37. - Vierte lateinische Ausgabe bei Froben, ediert von S. Gelenius. - Leicht gebräunt u. etwas fleckig, zu Beginn u. am Schluss jeweils einige Bll. gelockert oder lose.
Fourth Latin edition by Froben, edited by S. Gelenius. With 2 printer's woodcut devices. - Slight browning and some staining, at beginning and rear a few leaves loosened or detached. Bound in contemporary blindtooled calf over wooden boards, brass edge strips to corners, rubbed and worn, spine defective and joints cracked, white paint marks to fore-edge of upper board, lacking clasps.
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Los 162
Erasmus, Dulce bellum inexperto + Vorband
Erasmus von Rotterdam, D. Dulce bellum inexperto. Eyn gemeyn sprüchwort, Der krieg ist lustig dem unerfarnen ... erstlich zu latein gar künstlich außgelegt. Un(d) yetzo durch her Ulriche(n) Varnbüler geteutscht. Basel, A. Cratander, 6. Nov. 1519. 4to (20,5:15,5 cm). Mit Holzschn.-Titelbordüre u. Druckermarke. 28 nn. Bll. - Vorgebunden: G. Walther. Vom ampt der weltlichen Oberkeit, nach ordenung der Zehen Gebot, aus Gotes wort, und Büchern Doct. Lutheri gestellet. Jena, D. Richtzenhan, 1569. 4to. 8nn., 131 num., 1 w. Bl. Blindgepr. Schweinsldr. d. Zt. über Holzdeckeln mit 2 Messingschließen mit Initialen "HVS" u. Jahreszahl 1560; gebräunt, bestoßen, Rücken alt mit Papier überklebt.
I. VD 16, E 1984; Vander Haeghen I, 22; Bezzel 145; Hieronymus 295. - Erste deutsche Asgabe. Der Kommentar über das Sprichwort "Dulce bellum inexperto" entstammt dem vierten Teil der Adagia, der erstmals 1515 bei Froben erschien. Der Übersetzer, der aus St. Gallen stammende Kanzler des Reichskammergerichts Ulrich Varnbühler (1474-1544), der mit Dürer und Pirckheimer befreundet war, übertrug die Schrift aus Bewunderung für Erasmus ins Deutsche. Die sogenannte Indianerbordüre schreibt Hieronymus Hans Franck zu, nicht Urs Graf. "Die Titelbordüre aus vier Leisten mit Indianern (mit Federschmuck) und exotischen - auch indischen - Tieren - im Gefolge der Entdeckerberichte entstanden - verwendet Cratander in Basel ab 1519" (Hieronymus). Das letzte Blatt mit Cratanders Druckermarke mit der nackten Fortuna auf der Kugel. - Stellenw. stärker fleckig, im Rand auch etwas wasserfleckig. - II. VD 16, W 986. - Erste Ausgabe. - Gebräunt, stellenw. stärker gebräunt oder fleckig; hier u. da alte Marginalien; die ersten 5 Bll. oben angerändert, Bl. B1 mit geringem Textverlust. Vorsatz mit längerem Eintrag von Hans Martin (Truchseß), "Juncker von Wetzhausen".
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Los 163
Estienne/Liébault, Feldbau
Estienne, C. & J. Liébault. Siben Bücher von dem Feldbau, und vollkom(m)ener Bestellung eynes ordentlichen Mayerhofs oder Landguts. Nun aber von Melchior Sebizio in Teutsch gebracht. Straßburg, B. Jobin, 1580. Fol. (34,5:22 cm). Mit Holzschnitt-Titelbordüre, ganzseit. Porträt u. 36 Textholzschnitten. 6 Bll., 643 S., 17 (statt 18) Bll. (ohne d. l.w.). Blindgepr. Schweinslederband d. Zt. mit 2 Schließen; Gebräunt, etwas fleckig u. gering berieben u. bestoßen, Gelenke oben eingerissen, Vorderdeckel mit 2 kl. Wurmlöchern
VD 16, E 4000; IA 165.324; Muller 585, 105; Lindner 11.563.02; Schoene3 3692; vgl. Arents 28 u. Schwerdt I, 167. - Zweite deutsche Ausgabe (zuerst 1579). Berühmtes Sammelwerk über alle Bereiche der Land- und Hauswirtschaft, Jagd und Forstwirtschaft u. Gartenbau mit umfangreichen Abschnitten über Pferdezucht, Imkerei, Fischerei, Wein, Tabak, Bierbrauen, Destillieren, Seidenbau u. v. a. "Enth. die jagdlich interessanten Kapitel auf S. 558-612 und das 7. Buch 'Von der Wolffjagdt', beschrieben von Clamorgan" (Lindner). Bemerkenswert die schönen, von Jobin nach Amman, Stimmer u.a. geschnittenen Illustrationen, davon 14 zur Wolfsjagd. - Etwas gebräunt, durchgängig wasserfleckig, bis S. 142 mit 1 kl. Wurmloch im Zentrum, ganz vereinzelte Tintenflecken; Titel u. erstes Bl. im Bund mit transparentem Archivband verstärkt, Titel mit gelöschtem alten Besitzvermerk im Fußsteg und durch Beschnitt entferntem alten Besitzvermerk im Kopfsteg, sowie winzigem Namensstempel im Zentrum; S. 394 mit altem Namenszug "Fr. zu Geck"; Vorsätze mit alten Notizen in Tinte; ohne das letzte leere Bl.
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Los 164
Frisius, Novum latinogermanicum lexicon
Frisius (Fries), J. Novum latinogermanicum et germanicolatinum lexicon. Ad usum literatae juventutis ordine alphabetico ex probatis auctoribus digestum. Zürich, J. Wolf, 1596. (24:17 cm). Mit Holzschn.-Porträt (Frisius) im Text. 8 Bll., 1086 S., 1 Bl. Blindgepr. Schweinsldr. d. Zt. über Holzdeckeln, stark berieben, alt mit Papier überklebt, das am Rücken wieder entfernt ist, Rückdeckel wurmstichig, mit 1 (von 2) Messingschließen.
VD 16, F 3011; vgl. ADB VIII, 106. - Recht seltene Ausgabe. Der erstmals 1556 erschienene "große Fries", "in welchem namentlich die lateinischen Redensarten deutsch erklärt werden" (ADB). Johannes Fries (1505-1565) war Rektor des Gymnasiums, der Schola Carolina, in Zürich. Seit seiner Jugend war er eng mit Conrad Gesner befreundet. - Etwas gebräunt u. stellenw. etwas fleckig; am Ende etwas wurmstichig; die Bordüre um das eigentliche Porträt offenbar von einem gelangweilten Schüler mit Tinte tlw. ausgemalt. Vorderer u. hinterer Vorsatz mit Namenszug Jacobus Kampff, datiert 1665, weiterer Besitzvermerk Dietrich Christian v. Ehrtal 1668.
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Los 165
Fronsperger, Kriegsordnung + Beibd.
Fronsperger, L. Kriegs Ordnung und Regiment, sampt derselbigen Befehl, statt und Empter, zu Roß und fuß, auch an Geschütz und Munition ... zu gebrauchen. Frankfurt, J. Lechler für S. Feyerabend u. S. Hüter, 1564. Fol. (31,5:20,5 cm). Mit Titelholzschn. u. 22 Textholzschn. (inkl. 5 Wiederh.) von J. Amman. 3 nn., 1 w., 122 röm. num., 2 nn. Bl. - Angebunden: Ders. Von Geschütz und Fewerwerck, wie dasselb zu werfen und schiessen. Von erbawung, erhaltung, besatzung unnd profantierung der wehrlichen Bevestungen. Ebda. 1564. Fol. 6 nn. Bll., 53 röm. num., 1 nn. Bl. Prgt. d. Zt., etwas angestaubt, Vordergelenk oben und unten geplatzt.
I. VD 16, ZV 15899; Cockle 531; vgl. Jähns 549 (mit Inhaltsangabe), Becker, Amman 4a u. New Hollstein, Amman book illustr. 3 (Druckvariante). - Eine von zwei Varianten der ersten mit den schönen Holzschnitten von Jost Amman versehenen Ausgabe. - II. VD 16, F 3115; Jähns 549 u. öfter. - Zweite Ausgabe; eine von 2 Druckvarianten. Jähns hält es für Fronspergers bestes Buch. - Beide durchgehend leicht bis etwas gebräunt; vereinzelt in den Rändern blass wasserfleckig bzw. gebräunt; letztes Bl. Impressum mit Verstärkung;  Stempel der Königl. Preuss. Zeughaus-Verwaltung Berlin auf dem Titel oben.
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Los 166
Geiler von Kaisersberg, Navicula
Geiler von Kaisersberg, J. Navicula sive speculu(m) fatuoru(m). A J. Othero collecta. Compendiosa vite eiusdem descriptio, per Beatum Rhenanum. Straßburg, (J. Prüss d. J.), 16. Jan. 1511. 4to (22,5:16 cm). Mit Titelholzschnitt u. 112 großen Textholzschnitten. 280 Bll. Restaurierter Holzdeckelbd. mit breitem blindgeprägtem Kalbldr.-Rücken d. Zt., etwas beschabt, wenige Wurmstiche, Rücken etwas rissig, Schließe u. Vorsätze erneuert.
VD 16, G 778; Adams G 316; Proctor 9995; Muller 21, 89; Alden-L. 511/5; Meder 373; Dacheux 50. - Zweite lateinische Ausgabe, die erste mit den Holzschnitten aus Sebastian Brants Narrenschiff von 1494, die zum großen Teil vom jungen Dürer stammen, der sich zu dieser Zeit in Basel aufhielt. "Neben der Lübecker Bibel der gewichtigste Zyklus in Holzschnitt, der vor der Apokalypse erschienen ist" (Winkler). - Etwas gebräunt u. stellenw. etwas braunfleckig, gelegentlich stärker. Ränder hier u. da auch etwas fingerfleckig oder angeschmutzt, letzte Bll. mit Wachsflecken in den Rändern. Ganz vereinzelt Tintenunterstreichungen oder Randmarkierungen. Titel unten mit dünnen hinterlegten Papierstellen u. Spuren von alten entfernten Klebestreifen, wenige weitere Bll. mit teils rep. Randein- oder kl. Randausrissen. Alter unleserlicher Besitzvermerk auf dem Titel. Mit 5 alten Blattweisern.
Second (first illustrated) edition. With title-woodcut and 112 woodcuts in text, using the original woodblocks of the editio princeps of Brant's 'Ship of Fools' of 1494. About a third of the fine woodcuts are credited to the young Albrecht Dürer. - With 5 old finger tabs. Some browning and staining, stronger in places. Occasional marginal soiling, wax stains to margins of final leaves. A few ink underlinings or marginal marking. Reinforced paper flaws and tears to title, and traces of old removed adhesive strips; a few leaves with marginal tears (partly repaired). Old illegible ownership inscription to title. Bound in contemporary blind-tooled half-calf over wooden boards, somewhat rubbed and worn, endpapers and clasp renewed.
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Los 167
Gellius, Noctes atticae
Gellius, A. Noctes atticae. Accesserunt P. Mosellani annotationes. Köln, J. Gymnich, 1537. (16:11 cm). Mit Druckerm. 24 Bll., 729 S., 19 Bll. (l. w.). - Angebunden: P. Mosellanus (Schade). Annotationes in Auli Gellii Noctes Atticae. Köln, J. Soter, 1533. 96 nn. Bll. Blindgeprägter Schweinsldr. d. Zt. über Holzdeckeln, zwei erneuerte Schließen; etwas berieben, sorgfältig restauriert.
VD 16, ZV 6483 u. G 1040; Schweiger II, 377. - Seltene Gellius-Ausgabe mit dem separat erschienenen Kommentarband. - Stellenw. etwas gebräunt, gering fleckig, wenige alte Anmerkungen. Titel mit Stempel u. altem Besitzvermerk, Innendeckel mit alten Anmerkungen.
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Los 168
(Gentillet), Moyens de bien gouverner
(Gentillet, I.). Discours sur les moyens de bien gouverner et maintenir en bonne paix un royaume ou autre principauté. Contre Nicolas Machiavel Florrentin. Troisième édition revue. O.O. 1578. 16mo (12,5:8,5 cm). Mit Holzschn.-Titelvign. 16 num. Bll., S. 17-843, 10 Bll. Alter flex. Prgt., fleckig.
Vgl. Adams G 440 (Titelauflage 1579), Cioranescu, 16e siècle 10631, Haag V, 247 u. INED 2007. - Antimachiavel und Fürstenspiegel, erstmals 1576 erschienen. "Noch im 16. Jahrhundert schrieb unter dem Eindrucke der Bartholomäusnacht der Protestant J. Gentillet, welcher diese Gräuelthat dem Einflusse der Lehren Machiavelli's auf die Mediceerin zuschrieb, eine heftige Schrift gegen denselben" (Mohl III, 549). Laut Druckvermerk (Hhh8) wurde der Druck am 30. September 1578 vollendet. - Etwas gebräunt u. stellenw. etwas wasserrandig, Schlussbl. verso mit altem Eintrag, Titel mit winzigen Randläsuren.
Some browning; some waterstaining in places; old entry to last leaf; tiny marginal fraying to title.
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Los 169
Foglieta, Istorie di Genova + Beibd.
Genua. - Foglieta, U. Dell' Istorie di Genova. Libri XII. Genua, G. Bartoli, 1597 (Kolophon dat.: 1616). Fol. (30:20,5 cm). Mit Holzschn.-Druckermarke und Holzschnitt-Portr. (auf Titelrückseite). 2 Bll., 664 (recte 656) S. - Angebunden: G. Bonsadio. Gli annali di Genova. Genua, Bartoli, 1597. Mit figürl. Holzschnitt-Init.  6 Bll., 98 S. Ldr. d. Zt. mit etwas Rückenverg., Rücken wohl alt restauriert, berieben und etwas bestoßen, vorderes Außengelenk oben geplatzt.
I. Vgl. Gamba 1398 u. Brunet II, 1321 (A. 1597). - Erschien erstmals 1528 in lateinischer Sprache unter dem Titel "Historiae Genuensium". Am Schluß mit 1616 datiert, ansonsten wohl identisch mit der Ausgabe 1597. Titel verso mit dem attraktiven Holzschnitt  dat. 1585 mit Porträt Foglietas und unterhalb kleiner Ansicht von Genua. - Schwach gebräunt, teils gering fleckig, Porträt im Seitenrand angeschnitten. - II. Neu ins Italienische übers. von B. Paschetti. - Gering fleckig.
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Los 170
Gruter, Inscriptiones
Gruter, J. Inscriptiones antiquae totius orbis Romani, in corpus absolutissimum redactae. Auspiciis J. Scaligeri, ac M. Velseri. (& Notae Romanorum veterum quibus litera verbum facit Tullii Tyronis). 2 Tle. in 1 Bd. (Heidelberg), Commelin, 1602(-1603). Fol. (41:27 cm). Mit gest. Titel. 12 Bll., MCLXXIX S., 1 w. Bl. zwischengeb., 7 Bll., XXVII S., 104 Bll.; 4 Bll., CC S., 2 Bll. Blindgepr. Kalbldr. d. Zt. über Holzdeckeln, etwas später (im 18. Jh.?) Rücken mit braun eingefärbtem Prgt. erneuert sowie mit 8 verzierten Eckbeschlägen monogr. "KD", zwei Beschlägen in der Mitte der Deckel, Zierleiste sowie Schließen versehen, Vorderdeckel mit goldgepr. Namen "Henrick van Moers" u. Rückdeckel mit Dat. 1613; etwas beschabt u. bestoßen, einige kleinere Risse oder Bezugsfehlstellen, das Rücken-Prgt. mit 2 alten genähten Rissen, 1 (von 2) Schließen.
VD 17 12:642644F (mit nur 6 Bll. zu Beginn); Port 213 u. 220; vgl. Cicognara 3116 (dat. 1601). - "Gruters bedeutendstes Werk... die für damalige Verhältnisse riesenhafte Sammlung aller bekannten röm. und griech. Inschriften. Ein Anhang enthält darüber hinaus das erste auf zwei Hss. beruhende Verzeichnis tyronischer Noten. Fundament und Vorbild aller folgenden Inschriftensammlungen" (NDB VII, 238 f.). - Leicht gebräunt u. fleckig, vereinzelt stärker; stellenw. wasserfleckig, vor allem gegen Ende bis in den Text. Vereinzelt kl. Randläsuren, Bl. Eee 2 mit kl. Papierfehlstelle im Text, 1 Registerbl. mit Randausriss mit kl. Buchstabenverlust. Gest. Titel mit altem Verkaufsvermerk im w. Unterrand.
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Los 171
Guillelmus Parisiensis, Postilla
Guillelmus Parisiensis. Postilla super epistolas et evangelia: per totius anni circuitum. (Mit Anhang:) D. Agricola. Passio Domini nostri Jesu Christi. 2 in 1 Bd. Basel, Adam Petri de Langendorff, 1514. 4to (21,5:16 cm). Mit 2 gr. Titelholzschnitten, Titelbordüre u. zahlr. Textholzschnitten v. Urs Graf. 4 nn., 352 num., 8; 4 nn., 39 num., 1 nn. Bll. Blindgepr. Kalbldr. d. Zt. über Holzdeckeln, 2 Schließen; wurmstichig, Rücken berieben, an Kopf u. Fuß bestoßen, Vordergelenk eingerissen. Rückdeckel an den Kanten durch Wurmfraß beschädigt.
VD 16, E 4386; Hieronymus 67 u. 67a. - Vierte Ausgabe der Postilla durch Adam Petri. Als zweiter Teil die "Passio" Agricolas. Mit den schönen, kleinformatigen  Holzschnitten von Urs Graf. Die Titelbordüre ist 1514, die wiederholte zum Directorium 1513 datiert. - Teilw. etwas fleckig, erste Bll. stärker betroffen, letzte mit Feuchtigkeitsrändern. Stellenweise Wurmlöcher u. Wurmspuren, besonders erste u. letzte Bll. betroffen.
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Los 172
Haimo von Auxerre, In Apocalypsim libri VII.
Haimo von Auxerre. Haymonis Episcopi Halberstatten. commentariorum in Apocalypsim beati Iohan. libri VII. Köln, E. Cervicornus für G. Hittorp, 1531. (17:11,5 cm). Mit Holzschnitt-Titelbordüre. 220 nn. Bll. Mod. Ldr. unter Verwendung alter Deckelbezüge.
VD 16, B 5254; Adams H 119. - Kommentar zur Apokalypse, seit Johannes Trithemius dem Bischof Haimo von Halberstadt zugeschrieben, heute dem etwa 865 gestorbenen Benedektinermönch Haimo von Auxerre (Haymon d'Auxerre), so auch im NDB-Artikel über Haimo von Halberstadt (VII, 522). War schon im März 1531 von Cervicornus gedruckt worden. Mit eingebunden ist altes Einbandmaterial aus lateinischen Pergamenthandschriften. - Gering gebräunt; erste 4 Bll. mit restaurierten Randläsuren, letzte 2 im Rand mit Archivband verstärkt; Titel mit 2 alten Besitzvermerken, davon 1 gestrichen.
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Los 173
Heraclides von Zypern, Pro piorum recreatione
Heraklides von Zypern (Bischof von Ephesos). Pro piorum recreatione: Paradysus Heraclidis. Epistola Clementis. Recognitiones Petri apostoli. Complementum epistole Clementis. Epistola Anacleti. Paris, Guy Marchant ("ex officina Bellovisiana") für J. Petit, (1504). 4to (28:20 cm). Mit altkol. Verlegermarke u. eingemalten roten u. blauen Initialen. 5 nn. Bll., num. Bl. 2-119. Hldr. d. 18. Jhdt. mit Rvg. u. Rsch., Rücken etwas berieben, einer der Bünde beschabt.
Adams H 288; Moreau-Renouard I, S. 126, Nr. 37; nicht in BM French Books. - Einzige Ausgabe. Sehr selten, von uns im Handel nicht nachweisbar. Enthält u.a. Briefe der Kirchenväter Anaklet und Klemens I. Editiert von Jacobus Faber Stapulensis (Jacques Lefèvre d’Étaples); die französische Nationalbibliothek gibt als Übersetzer Rufin d'Aquilée (ca. 345- ca. 411 n. Chr.) an. - Zu Beginn mit Wasserfleck im Bund oben; vereinzelte Flecken; alte hs. Marginalien, Unterstreichungen u. Rubrizierungen; vereinzelte Wurmstiche; Bl. n1 mit fachmännisch rest. Einriss, Bl. p2 mit kleinem Ausriss im weißen Rand; Titelbl. etwas gebräunt, mit hinterlegten Rissen, etwas geknittert, im Bund verstärkt.
The only edition. Very rare, not traceable in the trade. Contains amongst others letters of the Fathers of the Church Anacletus and Clement I. Edited by Jacobus Faber Stapulensis; the Bibliothèque nationale de France mentions Rufin d'Aquilée as translator. - Water stain to inner upper white margin in the beginning; some spots in general; some old ms. marginalia, underlinings and rubrications; sporadic worming; expertly rest. tear to leaf n1; little tearout to upper white margin of leaf p2; some browning, rest. tear, strengthening and crumpling to title-page. Bound in 18th cent. half-calf, gilt to spine, spine little scraped in one place.
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Los 174
Hierotheos Abbatios, Ton ekklesion tes Belgikes
(Hierotheos Abbatios). Ton ekklesion tes Belgikes Christianike kai Orthodoxes Didaskalia kai taxis: Egun, Exomologesis, Katechesis, Leiturgia, kai Kanones Ekklesiastikoi (graece). Leiden, B. & A. Elzevier, 1648. 4to (23,5:18 cm). 6 Bll., 500 S. Prgt. d. Zt., etwas angestaubt.
Willems 637. - Erste Ausgabe dieser Übersetzung, seltener Elzevierdruck, vollständig in griechisch. "Cette traduction grecque de la confession de foi des églises réformées des Pay-Bas, et des pièces qui s'y rapportent, est attribuée à Hiérothée, abbé de Céphalonie" (W.). - Schöner, breitrandiger Druck, vereinzelt etwas fleckig u. gebräunt. Vorderer Innendeckel u. Vorsätze mit zwei Wurmspuren. Vorsatz mit Besitzvemerk Johann Rudolf Battier, datiert 1672.
Greek translation of the Belgic Confession, it is attributed to Hierotheus Abbatios. A scarce Elzevier production, printed entirely in Greek. - Some spotting and browning in places, two wormtraces to endpapers. A copy with wide margins bound in contemporary vellum, somewhat dusty.
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Los 175
Homer, Opera graeco-latina. 1561
Homer. Opera graeco-latina, quae quidem extant, omnia. Ed. Seb. Castalio. 2 Tle. in 1 Bd. Basel, N. Brylinger, 1561. Fol. (32:22 cm). Mit Druckerm. 10 Bll., 292, 317 S. Älterer gereinigter Prgt. neu gebunden.
VD 16, H 4598; Adams H 759; Schweiger I, 157; Hieronymus, Griech. Geist 171. - Griechisch-lateinische Parallelausgabe, die auch Plutarchs Vita des Dichters enthält. Die Ausgabe besorgte der Calvingegner Sebastian Castellio. - Leicht gebräunt, stellenweise braun- oder wasserfleckig; hs. Marginalien von alter Hand; Titel unten verstärkt; alte durchgestrichene hs. Vermerke auf dem Titel; alte hs. Liste der Abbreviaturen auf dem freien Vorsatzbl.
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Los 176
Horae B.M.V., Vostre (ca. 1508)
Horae B. M. V. Ces presentes heures à lusaige de Rouan au long sans requerir: avec les miracles nostre dame, et les figures de lapocalipse & de la bible & des triu(m)phes de Cesar. Paris, S. Vostre, ca. 1508. (24,5:16,5 cm). Mit großer Druckermarke, 25 großen bzw. blattgr. Holz- u. Metallschnitten, vielen kleinen Metallschnitten sowie figürlichen u. ornamentalen Bordüren. 88 nn. Bll. Blauer Maroquinbd. d. 20. Jh. mit goldgepr. Rückentitel, Steh- u. Innenkantenvergoldung sowie Goldschnitt von Marcel Godillot (sign.), in Schuber, dieser mit Kratzspuren u. Bereibungen.
Bohatta 1343; Brunet 76; Lacombe 181-84; Tenschert, Horae B.M.V. 97-98. - Lateinisches Stundenbuch auf Papier für den Gebrauch von Rouen, Kalendarium für 1508-28. Enthält an großen Metallschnitten: Knochenmann mit Temperamenten, Johannes mit dem Giftbecher, Mariae Verkündigung, Geburt Christi, Verkündigung an die Hirten, Hl. Drei Könige, Flucht nach Ägypten, Krönung Mariens, König David, David und Uria, Auferweckung des Lazarus, Kreuzigung etc. Besonders erwähnenswert ist die Reihe von 14 blattfüllenden Darstellungen ohne Bordüren, die von Vostre erst um 1508 eingeführt wurden. "The remarkable cuts are distinguished from their predecessors by their large size, and, compared with the criblée set are still further departures from the old canon of book illustration... With all the artist's love for Renaissance ornament he has sufficient of the XVth Cent. conventionalism to preserve the naïvité and lightness of the earlier French style so soon to disappear under the more weighty German" (Murray 259). Diese neue Folge wird von Bernard dem Jean Perréal, einem Freund Geoffroy Torys, zugeschrieben (vgl. Bernard, Tory, S. 226 ff.). - Gereinigt, 1 Schnitt (Verkündigung) mit alten Koloritresten, Bordüre von Bl. e4 außen leicht angeschnitten. Die Rubrizierung in Rot und Blau aufgefrischt. Vorsatzblatt mit Wappen in Schablonendruck.
Latin hours for the use of Rouen. With Vostre's shield device and 25 large cuts, including 14 remarkable full-page blocks without borders, attributed to Jean Perréal, as well as numerous small cuts and historiated borders to every page. - A washed copy, with initials and paragraph marks refreshed in red and blue. 1 cut with traces of old colouring, 1 border just touched by the binder's knife. 20th cent. full blue morocco by Godillot, Paris, gilt inner dentelles and edges; in slipcase (somewhat rubbed).
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Los 177
Humbertus de Romanis, Liber eruditionis
Humbertus de Romanis. Liber eruditionis religiosorum. (Paris), H. Stephanus (Estienne), 1512. (16:10,5 cm). 4 nn., 182 num., 2 nn. Bll. Brauner Kalbldr. d. Zt. über Holzdeckeln mit Streicheisenlinien, auf beiden Deckeln mit wiederholter Mittelplatte (8,5:5,3 cm) mit Darstellung Mariä Verkündigung mit umlaufender Schrift, Reste einer Mittelschließe; vereinzelte Schabstellen, Rücken berieben u. mit späterem Rückenschild, hinteres Vorsatzblatt vom Einband gelöst.
Nicht im BM, STC, bei Adams u. Renouard, Estienne, vgl. Schreiber, Estienne 3 (Ausg. 1505). - Sehr seltene Ausgabe, bei Estienne erstmals 1505 erschienen. "Humbertus of Romans (1194-1277) based his 'Liber eruditionis' on his experience as Master General of the Order of the Preachers; the treatise did much to solidify and interpret the Domincan spirit, and has always bee highly regarded within the order, where it still exercises a strong influence" (Schreiber). - Teilw. etwas fingerfleckig, erste Bll. stärker u. mit kleinen Wurmspuren im unteren Rand. Titel verso alt beschrieben.
Scarce edition. - Some thumbing, heavier to first leaves, slight marginal worming to first leaves, old annotations to title verso. Bound in contemporary blindstamped calf over wooden boards, some rubbing, later spine label.
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Los 178
Joachim von Fiore, Vaticinia
Joachim von Fiore. Vaticinia sive Prophetiae. Vaticinii overo Profetie. Venedig, G. Porro, 1589. 4to (20:14,5 cm). Mit gest. Titel, 4 blattgr. u. 30 halbs. Textkupfern. 69 Bll. Alter flex. Prgt., berieben, verkratzt und fleckig, Rücken mit kleiner Fehlstelle.
Adams J 213; Landwehr VI, 415; Caillet 5541; Thieme-B. XXVII, 275 (Porro). - Erste illustrierte Ausgabe der 30 Papstprophezeihungen. Jede Prophezeiung, gedruckt in Latein und Italienisch, wird von einem emblematischen Kupfer (Papstporträt) von G. Porro begleitet. Außerdem eine Prophezeiung zum Fall des osmanischen Reichs mit einem ganzs. Kupfer "Oraculum Turcicum" (mit türkischem Titel in arabischen Lettern und türkischem Text in lateinischen Lettern). - Teils etwas gebräunt, durchgehend stärker fleckig, überwiegend Wasserrand im Bug, Titel im Seitenrand mit Läsuren
First edition with the fine emblematic engravings. - Some browning and stronger spotting throughout, waterstaining to fold, some marginal lesions to title. Bound in old limp vellum, worn.
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Los 179
Jode, Thesaurus sacrarum historiarum
Jode, G. de. Thesaurus sacrarum historiarum veteris (& novi) testamenti, elegantissimis imaginibus expressum. 2 Tle. in 1 Bd. Antwerpen, G. de Jode, 1585. Quer-fol. (27,5:36,5 cm). Mit 2 gest. Titeln u. 286 (statt mindestens 342) Kupfertafeln. Späterer Ldr., beschabt u. bestoßen, Vordergelenk gebrochen u. das hintere verstärkt.
New Hollstein, De Jode 1-392 (mit Lücken); Funck 344; Thieme-B. XIX, 31; nicht bei Lipperheide. - Späteres Exemplar der Ausgabe 1585, das Alte Testament bereits erstmals 1579 erschienen. Prächtige Bilderbibel, ein Sammelwerk aus einzelnen Stichfolgen von G. de Jode selbst (teilw. nach M. de Vos) sowie Arbeiten von J. Sadeler, J. H. Wierix, H. Muller u. A. Collaert u.a., nach Funck eigentlich 342 Kupfer umfassend. Handlungsreiche Darstellungen vor ausgeführtem landschaftlichem oder städtischem Hintergrund, zahlreiche auch in reichen Renaissance-Interieurs, darunter viele Bankettszenen, Geldverleih, Stilleben etc. Tl. 1 entspricht weitgehend der Aufstellung in New Hollstein u. umfaßt bei unserem Exemplar 206 Tafeln; darunter eine dekorative Serie von 4 Bll. (wobei das 4. verbunden ist) nach Peter van der Borcht mit Darstellungen im Oval, umgeben von breiten Groteskenrahmen aus Vögeln, Insekten und Früchten (New Hollst. 194-197, Jeremiah). Tl. 2 (80 Bll.) hingegen weist erhebliche Lücken auf, es sind kaum noch komplette Serien vorhanden. Die Tafeln teilw. im 1., meist aber im 2. oder 3. Zustand. - Teilw. leicht gebräunt, vor allem Ränder etwas fingerfleckig u. vereinzelt mit Wasserfleck (bei 1 Taf. bis ins Bild), 1 Taf. gegen Ende stärker angeschmutzt. Hier u. da knitterfaltig oder Randläsuren (teilw. rep.), 1 Taf. mit kl. Fehlstelle im Bild. Die beiden Titel u. wenige Taf. beschnitten u. aufgelegt. 1. Titel rücks. mit durchschlagender Tintennum., der 2. mit Tintennotiz. Fehlen der gest. Zwischentitel zum Alten Testament, 2 gest. Indexbll. u. über 50 Tafeln. Innendeckel u. 1. Titel verso mit Wappenexlibris "Thomas Earl of Hadinton". oRR.
Two parts in one volume. Later issue of the 1585 edition, plates mostly in 2nd or 3rd state. Comprising 2 engraved titles and 286 (of 342 or more) engr. plates. - Slight browning in places, some thumbsoiling and occasional waterstaining (affecting image of 1 plate), 1 plate soiled throughout. Occasional marginal tears (partly repaired), small loss of image to 1 pl., creasing to a few plates only. Titles and a few plates trimmed and laid down. Ink note to verso of first and recto of second title. Lacking engr. half-title, 2 engr. indexes and more that 50 engr. plates. Bound in somewhat later calf, rubbed and worn, upper joint cracked and lower one reinforced. Armorial bookplate to front pastedown and verso of 1st title. Sold as is, not subject to return.
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Los 180
Kallimachos, Hymni
Kallimachos. Hymni (cum suis scholiis Graecis) & Epigrammata. Eiusdem poematium De coma Berenice, à Catullo versum. N. Frischlini interpretatione duae Hymnorum: una, oratione soluta: altera, carmine. etc. H. Stephani Emendationes, eiusdem interpretatio Hymni primi etc. (Genf), H. Estienne, 1577. 4to (24:18,5 cm). Mit Holzstich-Druckermarke. 8 Bll., 72, 134 S. Mod. goldgepr. Maroquinband.
IA 129.591; Adams C 232; Renouard 145.3; Moeckli 88; Schweiger I, 75. - Bedeutende Humanistenausgabe, die die philologische Grundlage für alle späteren Ausgaben von Kallimachos Werk bildet. Enthält in Teil 1 den griechischen Text mit griechischen Randnoten u. lateinischem kritischem Apparat, in Teil 2 die verschiedenen lateinischen Übersetzungen u. Anmerkungen von Frischlin u. und dem gelehrten Drucker H. Estienne selbst. - Breitrandiges Exemplar. Schwach stockfleckig. Vereinzelt mit feinen Anmerkungen u. Nummerierungen in roter Tinte, letztes Bl. mit winzigem Einriss. Mit Besitzvermerk von Joseph v. Laßberg u. Datierung 1838 auf dem fliegenden Vorsatzblatt, Titel mit altem hs. Besitzeintrag "Joann Leonard Schug, Haidelberg Palat." datiert 1621. Schug war Lehrer am Gymnasium in Heidelberg und Poeta laureatus.
Greek and Latin text. the basis for all subsequent editions. - Faint foxing. Neat red ink annotations and numberings in places, small tear to last leaf. Old ownership inscriptions from 1838 and 1621 to fly leaf and title. Wide margined copy. Bound in recent morocco gilt.
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Los 181
Kornmann, Sibylla trygandriana
Kornmann, H. Sibylla trygandriana seu de virginitate, virginum statu & iure tractatus novus & iucundus. (Und:) Linea amoris, sive commentarius in versiculum gl. visus, colloquium, convictus, oscula, factum. 2 Teile in 1 Bd. Frankfurt, M. Becker für J. Fischer, 1610. 12mo. 281 S., 3 Bll.; 148 S., 4 Bll. Prgt. d. Zt., Vorderdeckel etwas aufstehend, Rücken fleckig, Schließbandreste.
VD 17 23:280041W & 23:280043M; Gay-L. IV, 1113. - Erste Ausgabe, selten. Erotische Texte, die der aus Kirchhain stammende Jurist Heinrich Kornmann (1579-1628) als vermeintlich wissenschftliche Untersuchungen publizierte. "H.-G. kennt dieses mit juristischen u. a. Gutachten verbrämte Jocosum nicht" (Kistner-Seebaß I, 482). - Gering gebräunt u. etwas fleckig, duchgehender Wasserfleck; 2 Bll. mit Quetschfalte u. kl. Loch im Außensteg, letztes Bl. von 1 mit kl. Randausriß. - Titel mit hs. Besitzvermerk der Kirche St. Anna, Augsburg unter jesuitischer Hoheit, dat. 1645.
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Los 182
Krantz, Wandalia+Saxonia
Krantz, A. Wandalia. Köln, (J. Soter), 1519. Fol. (33:23 cm). Mit Holzschn.-Titelbord. 246 nn. Bll. - Angeb.: Ders. Saxonia. Ebenda 1520. Mit Holzschn.-Titelbord. 256 nn. Bll. (d.l.w.) Hschweinsldr. d. Zt. über Holzdeckeln, 2 Schließenreste, wurmstichig, altes Papierrückenschildchen; Ecken bestoßen.
I. u. II.: VD 16, K 2266 u. K 2257; Adams C 2889 u. C 2884; Wegele 85 ff.; NDB XII, 673 f. - Seltene erste Ausgaben. "Seine aus dem Nachlaß herausgegebenen historischen Werke bieten eine auf reichem Quellenmaterial aufbauende Geschichte Nord-, Mittel- und Osteuropas in vier nebeneinander ausgearbeiteten Teilen" (NDB), deren zweiter Teil die Saxonia und deren Dritter Teil die Geschichte der Wandalen, Wenden und Osteuropäer bildet. Antiqua-Druck noch ganz im Inkunabelstil. Mit einer in beiden Werken verwendeten, bemerkenswerten Titelbordüre mit orientalisch anmutender Bandornamentik u. maureskem Dekor. - Zu Anfang mit stärkeren Wurmlöchern und einigen Wurmgängen, jeweils vereinzelt mit Buchstabenverlust, das letzte Blatt der "Wandalia" mit dem Impressum ist gerissen und alt hinterlegt, sonst durchgehend sehr sauber und frisch. Die "Saxonia" ist der erste Druck, dem die 8 Blätter mit dem Index vorangestellt sind (vgl. Adams). Gegen Ende mit stärkeren Wurmlöchern und einigen Wurmgängen, jeweils vereinzelt mit minimalem Buchstabenverlust. - Vorsatz mit altem hs. Eintrag eines Sammlers.
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Los 183
Kyber, Yesod ha-diqduq
Kyber, D. Yesod ha-diqduq (hebr.). De re grammatica Hebreae linguae, libri tres; Meditationes grammaticae ex Threnis Hierimiae desumtae). 2 Tle. in 1 Bd. Basel, H. Petri, 1552. (16:12 cm). Mit Druckermarke. 219 S., 1, 1 w. Bl.; 4 Bll., 381 S., 5 Bll. Späterer Prgt. mit Gebrauchsspuren.
VD 16, K 2860 u. 2861; Fürst II, 213. - Erste Ausgabe. Kyber war Professor für Hebräisch an der Universität Straßburg. Ohne den von Sebastian Münster verfassten 32 Bll. umfassenden Anhang "Threni Hieremiae prophetae, Hebraice, Graece & Latine"; dieser wurde anscheinend nicht allen Exemplaren beigebenen. - Etwas stock- u. wasserfleckig, stellenweise gebräunt; zwei alte hs. Besitzvermerke auf dem Titel; Druckvermerk alt mit Tinte übermalt sowie einige Zeilen im Index in Tl. 2; S. 8 u. 9 in Tl. 2 oben mit Randeinriss; ergänzte Fehlstelle im w. Rand des letzten Bl.
First edition. Kyber was professor of Hebrew at the University of Strasbourg. Without the appendix "Threni Hieremiae prophetae, Hebraice, Graece & Latine", written by Sebastian Münster and comprising 32 sheets which was apparently not included with all copies. - Some foxing and waterstaining, some browning in places; two old ms. ownership notes to title-page; printer's device painted over so as some lines in the index of part 2; white margin torn to p. 8 and 9 of part 2; some paper restoration to the last leaf. Bound in later vellum, some traces of use.
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Los 184
Le Duchat, Praeludiorum
Le Duchat, L. F. Praeludiorum lib. III. Ad virum illustriß. Janum Brinonem regium in suprema Parisiensi curia senatorem. Paris, B. Prévost, 1554. Kl.-8vo (17,5:10,5 cm). 63 num. Bll., 1 nn. Bl. Prgt. d. 18. Jh. mit etwas Rückenverg.; wenige Wurmlöchlein, hinteres Gelenk mit kl. Abplatzung u. kl. Fleck, Innengelenke gebrochen.
Nicht bei Adams u. im BM, STC. - Erste Ausgabe, die sich Prévost wohl mit dem Verleger J. Caveiller teilte. Dem französischen Literaten und Bibliophilen Jean II Brinon zugeeignete Elegie. - Durchgehend etwas wasserfleckig, Titel insgesamt etwas gebräunt u. mit 2 (1 hinterlegt) kl. Wurmlöchern, hs. Besitzvermerk auf dem Titel, ein neuerer auf dem vord. freien Vorsatz.
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Los 185
Levita, Sefer masoret u. Sefer tov taam
Levita, Elia (ben Ascher ha-Lewi). Sefer masoret ha-masoret u. Sefer tov taam (hebr.). Basel, H. Petri, 1539. (15,5:10 cm). Mit Druckermarke. 128; 54 Bll. Neuerer Ldr. mit Rvg. u. vergold. Vorderdeckel, stellenweise berieben, Rücken mit wenigen Wurmlöchern und geringem Wurmfraß oben; Schabstelle auf dem Vorderdeckel.
Fürst II, 240 (einzeln); vgl. VD 16, E 998 u. Burmeister 156. - Erste Baseler Ausgabe; die erste Ausgabe erschien 1538 in Venedig. Hier nur der hebräische Text ohne die bibliographisch erwähnten einleitenden 109 S. in Latein mit dem Titelbl. 'Sefer Ha-taamim we-sefer masoret ha-masoret'. "His Masoret ha-Masoret... is an important contribution to masoretic study. Elijah was the first to point out that the vowels and accents did not originate in the Sinai period" (Encyclopaedia Judaica). - Leicht gebräunt, stellenweise einige Wasserflecken oder fingerfleckig sowie vereinzelte Tintenflecken; teils hs. foliiert, hs. Vermerk u. verblasster alter hebr. Stempel auf dem Titel, Bl. gimel1 teils durch Faksimile ergänzt.
First Basel edition; the first edition was published in Venice in 1538. Here only the Hebrew text without the bibliographically mentioned introductory 109 pages in Latin with the title sheet 'Sefer Ha-taamim we-sefer masoret ha-masoret'. - Slight browning, little waterstaining, foxing here and there, some ink stains; leaves partly numbered by old hand, ms. note and faded stamp to title-page, leaf gimel1 partly replaced in facsimile. Bound in later calf, partly gilt, some little worming and scraping.
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Los 186
Lopez, Instructorii conscientiae. 2 Bde
Lopez, L. Instructorii conscientiae prima (& secunda) pars. Ed. P. Mattheus. 2 Tle. in 2 Bdn. Lyon, P. Landry, 1588. (18,5:11,5 cm). Mit zus. 3 Holzschnitt-Druckermarken. 8 Bll., 655; 678 S., 41 Bll. Blindgepr. Schweinsldr. d. Zt. über Holzdeckeln mit je 2 Schließen, etwas fleckig u. bestoßen, Vorsätze in Bd. 1 seitl. wasserfleckig, Rücken von Bd. 2 mit kl. Ein- u. Ausrissen.
Adams L 1470 (Tl. 2 mit Dat. 1587); Baudrier V, 325 u. 331 (kennt Tl. 2 nur in der Ausgabe 1591 bei Landry); Palau 140.192 (nur Teil 1). - Zweite Ausgabe, erstmals 1585 in Salamanca erschienen. - Leicht gebräunt u. fleckig, Ränder stellenw. etwas wasserfl. Letzte Bll. in Bd. 2 mit kl. Wurmspuren in den Rändern. Beide Titel mit Stempel und hs. Besitzvermerk der Karthause Buxheim. - An den Schluss von Teil 2 angebunden: P. Mattheus. Lectio de iudicum in ferendis sententiis vero et necessario officio. Lyon 1588. 54 S., 1 Bl.
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Los 187
Loredano, Li vani amori
Loredano, G. F. Li vani amori. Comedia. Venedig, al segno della Speranza, 1588. Kl.-8vo. (14,5:10 cm). 136 S. Alter Prgt., etwas fleckig.
Adams L 1497; EDIT 16, CNCE 52791. - Erstmals 1587 erschienen. - Etwas stockfleckig, letztes Bl. stärker. Freier Vorsatz mit Holzschn.-Exlibris.
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Los 188
Ribadeneira, Vita del Ignatio Loiola
Loyola, I. de. - Ribadeneira, P. (de). Vita del Ignatio Loiola. Fondatore della religione della Compagnia di Giesu. Novamente tradutta dalla Spagnuola nell'Italiana das G. Giolito de Ferrari. Venedig, G. Giolito, 1586. 4to (22:17 cm). Mit Holzschnitt-Titelbordüre u. Holzschnittporträt. 22 Bll., 589 S., 1 Bl. Neu aufgebundener Prgt. d. Zt., fleckig, neue Vorsätze.
EDIT 16, CNCE 27632; de Backer-S. VI, 1730; Palau 266.239; Alden-L. 586/62; vgl. Borba de M. 735 (A. 1587). - Erste italienische Ausgabe. - Teilw. etwas fleckig, letzte Bll. gereinigt, Titel restauriert u. mit kurzer Anmerkung recto u. verso, Bl. 2 mit altem Stempel.
First Italian edition of the biography of S. Ignatius. An invaluable source of early Jesuit mission overseas, propagated in countless editions and translations. "In book 3, 'Come i padri della Compania passarono al Brasil', and in book 4, 'Come il P. Correa e il frat. Giovani di Sosa furono nel Brazil martirizati'" (BdM). - Some spotting, last leaves partly cleaned. Title restored, short annotation, old stamp to second leaf. Restored old vellum, new endpapers.
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Los 189
Luther, Colloquia oder Tischreden
(Luther, M. Colloquia, oder, Christliche, nützliche Tischreden ... Erstlich durch Joannem Aurifabrum, Anno 1566. in Druck gegeben, etc. Jetzt uffs newe ... in richtige Ordnung bracht von Andreas Stangwald. Jena, T. Steinmann, 1591). Fol. (34:23 cm). Mit 1 Porträtholzschnitt. 19 (statt 20) nn., 589 (recte 583) num. Bll., 1 nn. Bl. Blindgepr. Schweinsldr. d. Zt. über Holzdeckeln, beschabt u. bestoßen, einige Wurmspuren, Vorderdeckel mit zahlr. Fraß- und Wurmspuren, 1 von 2 Schließen.
VD 16, L 6766. - Verbesserte Ausgabe der berühmten Sammlung. Der Theologe Johann Aurifaber (1519-1575), am Ende von Luthers Leben dessen Famulus, gab "die Tischreden Luthers heraus, die gerade in der von ihm redigierten, z. T. eigenwilligen Zusammenarbeitung ihre große religiöse Wirkung noch bis in unser Jahrhundert ausgeübt haben" (NDB I, 457). - Gebräunt u. etwas fleckig; teilw. mit Wurmspuren, stellenw. zu Beginn und im Rand stärker, wenige Bll. mit Randläsuren, Bl. a6 lose; fehlt das Titelblatt.
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Los 190
Macrobius, In somnium Scipionis
Macrobius, A. A. T. In somnium Scipionis, libri II: Eiusdem Saturnaliorum libri VII. Nunc denuo recogniti, & multis in locis aucti. Köln, J. Soter, 1527. (15:10 cm). Mit Druckermarke u. 8 Textholzschnitten, darunter 1 kl. Weltkarte. 24 Bll., 463 S. Ldr. d. frühen 20. Jh. mit Rsch., leicht fleckig sowie etwas berieben u. bestoßen, Vordergelenk oben mit kl. Einriss.
VD 16 C 3640; Adams M 61; Schweiger II, 586. - Dritte in Deutschland gedruckte Ausgabe, "Taschenausgabe" in Oktavo. Auf S. 110 die bekannte, seit der editio princeps von 1483 regelmäßig eingedruckte Karte der Alten Welt, hier in einem kleinen Holzschnitt von 8:8 cm (vgl. Shirley 13). - Etwas gebräunt u. fleckig, zu Beginn u. am Schluss in den Rändern etwas wasserfleckig, anfangs kl. Wurmloch in der oberen Außenecke; vereinzelt Unterstreichungen oder Anmerkungen in Tinte; S. 73/74 kl. Randeinriss geschlossen; Titel mit sorgfältig gelöschtem Besitzvermerk,.
Third edition printed in Germany, a 'pocket edition' in 8vo. With printer's device and 8 woodcuts, including a small map of the Old World. - Some browning and staining, some mainly marginal dampstaining at beginning and rear, small wormhole to upper outer corner at beginning. Occasional old ink underlinings or short notes. Title with carefully deleted old ownership inscription, small marginal tear to p. 73/74 repaired. Early 20th century calf, slightly stained, rubbed and worn, small split to upper joint.
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Los 191
Maffei, Historiarum Indicarum libri XVI.
Maffei, J. P. Historiarum Indicarum libri XVI. Selectarum item ex India epistolarum eodem interprete libri IIII. Acceßit Ignatii Loiolae vita postremo recognita. 2 Tle. in 1 Bd. Venedig, D. Zenario, 1589 (Tl. 2: 1588). 4to (21:15, cm). Mit 2 Druckerm. 28 nn., 281 (recte 283) num., 1 w.; 211 num., 1 w. Bll. Flex. Prgt. d. Zt.; fleckig, Rücken oben und am unteren Gelenk mit Bezugsfehlstellen.
Adams M 91; Streit IV, 1053; Sabin 43770 Anm.; Alden-L. 589/41; Borba de M. 508 Anm.; Cordier, BJ 62 & BS 782; vgl. Bosch 36 & Laures 189 ff. - Vierte Ausgabe, die erste erschien 1588. "Das klassische Werk über die Missionsgeschichte von Ost- und Westindien mit Briefen aus den Jesuitenmissionen und dem Leben von Ignatius Loyola... behandelt Brasilien im dritten Kapitel" (Koppel in Bosch). Die eigentliche Geschichte in Teil 1, die Briefauszüge und die Vita Ignatius' im auch separat verkauften zweiten Teil. -  Anfangs und am Ende wasserfleckig, erste und letzte Bll. mit kleinen Randeinrissen und etwas abgegriffen, ca. ab S. 83-96 oben im Innensteg mit Wurmgang.
2 parts in 1 vol. Fourth edition. Classical work on the history of discovery and mission in America, India and Japan, assembled in Lisbon from original sources. "Writes extensively about Brazil, describing it very accurately" (BdM). - Waterstaining to beginning and end, first and last leaves with marginal lesions. Pp. 83-96 worming to top gutter. Contemp. limp. vellum, staining, flaws to spine and lower joint.
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Los 192
Magnus, Historia de gentibus
Magnus, O. Historia de gentibus septentrionalibus. Antwerpen, Plantin, 1558. (16:10,5 cm). Mit Druckerm. u. 135 kl. Textholzschnitten. 8 nn., 192 num. Bll. Ldr. d. 18. Jh., berieben, Gelenkeinrisse, teilw. repariert.
Adams M 143; Voet IV, 1811; Warmholtz 1414. - Gekürzte Fassung des bedeutenden Quellenwerkes zur Geschichte der skandinavischen Länder, besorgt von Cornelius Grapheus. - Gering gebräunt, Titel etwas stockfleckig.
With 135 small woodcuts in the text. - Slight browning, some foxing to title. 18th cent. calf, rubbed, tears to joints, some repairs.
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Los 193
Statuta Mediolanensi
Mailand. - Statuta Mediol(ani) cum appostillis clarissimi viri iureconsulti mediolanensis Catelliani Cottae in meliorem formam, quam antehac typis excusa. Quibus deindè copiosus adiectus est elenchus, una cum annotationibus quibusdam ad ipsa statuta maximè facientibus, an d' Antonio Rubeo nùnc primum in lucem aeditus. 2 in 1 Bd. Mailand, G. A. Castiglione u. G. B. Serono, 1552 (in fine:) 1550. Fol. (29,5:24 cm).  Mit Holzschn.-Titelbord. u. Titelvign.  78 nn., 161 (recte 162) num.; 2 nn., 164 num. Bll. Mod. Kalblederband.
Vgl. Edit 16, CNCE 23909 (unsere Ausgabe ?) u. CNCE 49726 (abweichende Titelbordüre); nicht bei Sander u. Adams. - Wohl eine Druckvariante mit veränderter Titelbordüre gegenüber CNCE 49726, ein Digitalisat von CNCE 23909 ist nicht verfügbar. Im Handel kaum aufzufindende Ausgabe der Mailänder Rechtsverordnungen. - Stark restauriertes Exemplar, gereinigt u. immer noch fleckig, teilweise Papierergänzungen im weißen Rand, teils mit handschriftlichen Anmerkungen, Titel mit Kritzeleien.
Probably one of two editions of the scarce Milan statutes, printed in the the same year, see Edit 16. - Heavily restored copy, washed, still leaving some staining, old ms. annotations in places, some paper restorations to white margins, scribblings to title. - Recent calf.
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Los 194
Aus der Bibliothek C. G. Jöchers
Majoragio, Orationes et praefationes
Majoragio, M. Orationes et praefationes, una cum dialogo del eloquentia, olim à Ioan. Petro Ayroldo Marcellino in lucem prolatae. Leipzig, V. Vögelin, 1593. (16:10,5 cm). 12 Bll., 720 S., 4 Bll. Hprgt. d. 18. Jh., Deckel berieben u. etwas fleckig, Rücken angestaubt.
VD 16, M 359. - Erste in Deutschland gedruckte Ausgabe. Der vorliegende Band u.a. mit Reden zum Grund, weshalb auch ein älterer Mann noch eine Frau heimführen solle, Lob des Schmutzes, Gegen die Glücksspieler, etc. Der Anhang enthält 'De Eloquentia dialogus'. - Aus der Bibliothek des bedeutenden Bibliographen u. Verfassers des Allgemeinen Gelehrten-Lexikons, Chr. Gottlieb Jöcher, mit dessen gest. Exlibris auf dem Innendeckel. Gebräunt, gering fleckig, einige alte Anmerkungen. Titel verso mit 1593 datierter Widmung von Christoph Heiligmeier (1550-1607, Rektor der Leipziger Nicolaischule), Titel recto mit altem Stempel u. altem Besitzvermerk.
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Los 195
Marcos de Lisboa, Cronicken. 2 Bde.
Marcos de Lisboa. Erster (- Dritter) Thail der Cronicken der eingesetzten Orden deß heiligen Vatters Francisci (Tl. 3: ... der mindern Brüder). In unser Teutsche Sprach gebracht, durch Carl Kurtzen von Senfftenau. 3 Tle. in 2 Bdn. München, Anna Berg für J. Hertzroy, 1620. 4to (ca. 20:16 cm). Mit 3 gest. Titeln. Abweichend gebunden in Ldr. (Bd. 1/2) u. grün eingefärbes Prgt. d. Zt.; beide Bde. berieben u. etwas fleckig, Bezug von Bd. 1/2 an Ecken u. Kapitalen abgestoßen.
VD17 12:113948M; vgl. Streit I, 80 (OA., mit Inhaltsangabe) u. 274 (dt. Ausg. 1604) sowie Palau 151.268-270 u. Civezza 342 (beide ohne die dt. Übers.). - Zweite deutsche Ausgabe, selten. Das portugiesische Original war 1557-62 erschienen, Übersetzungen ins Spanische, Italienische u. Französische folgten. "Die erste größere Chronik des Franziskanerordens, die von den späteren Chronisten vielfach ihren Darstellungen zugrunde gelegt wurde und das mit Recht, denn dem Verfasser standen die ursprünglichen Quellen zur Verfügung" (Streit). Enthält, besonders in Bd. 2 und 3, auch Berichte zur franziskanischen Missionstätigkeit. Marcos war u. a. selber Missionar in Mexico und auf den Philippinen, wo er als erster ein Wörterbuch der Bicol-Sprache verfaßte (vgl. Pardo de Tavera 1533-34). - Leicht gebräunt, vereinzelt etwas fleckig, Tl. 3 etwas knapper beschnitten. Drucktitel zu Tl. 1 u. 3 sowie Kupfertit. zu Tl. 1 mit altem Stempel, Titelei zu Tl. 1 im Bund verstärkt.
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Los 196
Marmol Carvajal, Historia del rebellion
Marmol Carvajal, L. de. Historia del Rebelion y Castigo de los Moriscos del Reyno de de Granada. Malaga, Juan Rene, 1600. Fol. (27,5:20 cm). Mit großem Wappenholzschnitt auf dem Titel und 1 ganzs. im Text. 4 nn., 245 num., 4 nn. Bll. Mod. Hprgt.
Adams M 626; Palau 152.435; Salvá 3028; Maggs, Spanish Books 574. - Seltene erste Ausgabe. Über die Aufstände und Vertreibung der muslimischen Bevölkerung, der sogenannten Morisken, aus Granada am Ende des 16. Jh. "This history of the Moorish rebellion in Granada, which Salva lauds for the charm of its style and its accuracy, was written by an eyewitness of the memorable events rcorded, as the author states that he took part in the campaign 'from first to last'. It is said to have been written at the instance of the spanish Government, to counteract the effect of Diego de Mendoza's severe criticsm of the governmental policy" (Maggs). - Teilw. gebräunt u. fleckig bzw. stockfleckig, vereinzelte kleinere Feuchtigkeitsränder. Wenige Bll. etwas ungenau beschnitten, Bl. 64 Überschrift u. Paginierung angeschnitten. Titel mit Restaurierungen im Rand, sonst nur vereinzelt kleine Restaurierungen.
Scarce first edition. - Some browning, foxing and thumbing, slight dampmarking in places. Few leaves slightly trimmed, leaf 64 with loss of headline and pagination. Marginal restoration to title, few restorations to text. Recent half vellum.
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Los 197
Megiser, Tractat von dem Ritterstand
Megiser, H. Ein Tractat von dem dreyfachen Ritterstand, und allen Ritter Orden der Christenheit: In welchem angezeigt werden die Underscheid und Sorten, auch durch wen, wann und wie, ein jeder Ritter Orden... entstanden sey.  Frankfurt, M. Lechler für den Autor, 1593. Kl.-4to (21:17 cm). Mit 1 Titel- u. 18 Textholzschn. sowie durchgehender typographischer Bordüre. 4 Bll., 142 S., 1 Bl. Flex. Prgt. d. Zt mit 4 Schließbändern; gering fleckig, Rücken fehlt.
VD 16, M 1920. - Erste Ausgabe. Insgesamt 8 (1 wiederh.) Holzschnitte zeigen geistliche Ordensritter nach den Holzstöcken aus J. Ammans Geistlichem Trachtenbuch, die übrigen Wappen u. (tls.wiederh.) Ordenskreuze. - Breitrandig; wenige Lagen gebräunt u. stockfl., zu Beginn mit schwachem Wasserrand im Kopfsteg, Titel mit altem Namenszug.
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Los 198
Mela, Cosmographia
Mela, P. Cosmographia tribus libris digesta: parvo quodam compendio Joannis Coclei adaucta quo geographie principia generaliter comprehenduntur, brevis quoque Germanie descriptio ad profectum iuventutis Laurentiane Norinbergensis imprimis. Nürnberg, (J. Weissenburger), 1512. 4to (22:16 cm). Mit 1 blattgr. Textholzschn. (Armillarsphäre). 27 num., 31 nn. Bll. Prgt. um 1900.
VD 16, M 2307; JCB I, 54 f.; Brüggemann-Brunken I, Nr. 351 u. Sp. 361; vgl. Spahn, Cochläus S. 22, nicht bei Sabin u. Alden-L. - Einzige von Cochläus nach dem Pariser Druck 1507 u. venezianischen Ausgaben bearbeitete Fassung des Mela. "Sammelausgabe von Werken zum geogr. Unterricht für die Schüler von St. Lorenz in Nürnberg... die beiden von Cochläus selbst verfaßten Texte sind als Ergänzung gedacht. Die 'Brevis Germaniae descriptio' stellt die erste Beschreibung Germaniens durch einen Deutschen... (und) das Werk das erste deutsche Geographielehrbuch dar." (Brüggem.-B.). Im Abschnitt über Nürnberg (H4v-I1r) wird die Erfindung der Taschenuhr durch Peter Henlein beschrieben, ferner die begeisterte Aufnahme der kleinen Kupferstichpassion Dürers. Zu Beginn des weiteren von Cochläus hinzugefügten Abschnittes "De quinque zonis terrae" findet sich eine Erwähnung der Entdeckung Amerikas durch Vespucci (F1v). - Teilw. etwas gebräunt, gering fleckig, Titel mit altem Blattweiserrest, Buchblock nach G4 angebrochen.
Only Cochlaeus-edition, the first geographical text-book compiled in Germany. Though containing an early passage on the discovery of America by Vespucci, the work is not listed in Alden-L. With a remarkable chapter on Nuremberg arts & crafts of the day, including Henlein's "eggs" and Durer's "Passion". - Some browning and slight spotting in places, bookblock broken after G4. Vellum around 1900.
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Los 199
On Exorcism
Menghi, Flagellum daemonum
Menghi, G. Flagellum daemonum, seu exorcismi terribiles, potentissimi & efficaces. Macerata, Martelli, 1580. (16,6:11 cm). Mit 2 Titelholzschn. u. einigen (1 ganzs.) Textholzschn. u. Holzschnittbordüren. 251 S., 10 Bll. Mod. Umschlag.
EDIT 16, CNCE 29685; vgl. Thorndike VI, 556, Graesse, BMP 28, Caillet 7378f. u. Rosenthal, BMP 2227ff. - Erstmals 1577 erschienene Sammlung von Austreibungsformeln, ab 1586 mit seinem "Fustus daemonum" zusammengedruckt u. später auch zusammen mit dem "Hexenhammer" veröffentlicht. "L'auteur qui s'appuie sur l' autorité des Pères de l'Eglise, de Psellus, Gerson, Scotus, dit, entre autres, que les démons peuvent habiter dans le corps humain, que ceux-ci se querellent et que l'infidélité des exorcistes peut empêcher la délivrance de possédés" (Dorbon 3040). - Im Rand etwas gebräunt, Titel etwas sporenfleckig; erste Bll. im Kopfsteg mit kl. Wurmgang.
Some marginal browning, soiling to top of title-page, small worming to top margin of first pages. Recent wrappers.
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