226. - 227. Auktion Reiss & Sohn • 28. - 30. Oktober 2025
226.-227. Auktion
226.-227. Auktion
Public Health
Frank, System einer vollständigen medicinischen Polizey. 8 Bde.
Frank, J. P. System einer vollständigen medicinischen Polizey. 15 in 8 Bdn. Frankenthal, Gegel, 1791-1814. (18:11 cm). Uniforme Hldr. d. Zt. mit etwas Rvg. u. 2 farb. Rsch.; teilweise leicht berieben, vereinzelt minimal bestoßen, Vorsätze hauptsächlich in den Ecken leimschattig, Rsch. von Bd. 12/13 mit kl. Randläsur, Rvg. stark oxidiert.
Blake 159; Hirsch- H. 600. - Selten vollständige Ausgabe. "Um die öffentliche Gesundheitspflege, von ihm 'medicinische Polizei' genannt, hat Frank sich unvergängliche Verdienste erworben. Während dieselbe bisher stets mit der gerichtlichen Medicin vereinigt gewesen und abgehandelt war, suchte er zuerst sie als selbstständige Disziplin davon zu trennen und ihre Grenzen festzustellen" (Hirsch-H.). - Alle Bde. leicht gebräunt, fliegende Vorsätze mit Besitzvermerk "Kofler".
Weiterlesen...
Freitag, Bericht von der Melancholia hypochondriaca
Freitag (Freytag), J. Kurtzer Bericht von der Melancholia hypochondriaca. Nebenst zwölff Curiosen Fragen, und einer Analogia der grossen Welt mit der kleinen. Darbey deß Wunder-steins der Weißheit und Reichthumbs nicht vergessen wird. Frankfurt, Rötel für Zunner, 1643 (= 1644). (16,5:10 cm). Mit Kupfertitel. 19 Bll., 513 S. Prgt. d. Zt. über Holzdeckeln mit 2 Schließen, Vorderdeckel mit Initialen "D. G. A. G." u. Jahreszahl 1644, diese tlw. abgerieben; fleckig, Rücken lädiert.
VD 17 23:239409A; Krivatsy 4340; Wellcome III, 66; Brüning 1683. - Erste Augabe. Seltenes Werk des Regensburger Arztes Johannes Freitag (1587-1654). Enthält bis S. 312 die Beschreibung der Melancholia, ihrer Ursachen und Heilmittel, wobei das Aurum potabile eine bedeutende Rolle spielt. Bis S. 394 dann die Analogia Macro- & Microcosmi, auf den letzten 100 S. ein Traktat vom Stein der Weisen. Kupfertitel 1644 datiert. - Stärker gebräunt. - Kupfertitel im oberen Rand mit Besitzvermerk des Klosters Göttweig, die Initialen entsprechend die des Abts David Gregor Corner (reg. 1631-1648).
Weiterlesen...
Gallette, Betrachtungen über die Zähne
Gallette, J. F. Anatomische, physiologische und chirurgische Betrachtungen über die Zähne. Mainz, Kupferberg für den Verfasser, 1813. (19:11,5 cm). 6 Bll., XVI, 240 S., 1 Bl. (Errata). Hldr. d. Zt. mit goldgepr. Rsch. u. Rvg.; gering berieben u. bestoßen, hinteres Gelenk unten mit kurzem Einriss.
Hirsch-H. II, 673; Waller I, 10628; Crowley 327. – Einzige Ausgabe, verfasst von dem Mainzer Stadtzahnarzt und hessischen Hofrat Johann Franz Gallette (1737-1838). Am Schluss mit einem 268 Titel umfassenden Literaturverzeichnis zur Zahnheilkunde. - Etwas stockfleckig. Titel u. letztes Blatt im Außensteg von der Schnittfärbung gefärbt.
Weiterlesen...
Hahnemann, Organon der Heilkunst
Homöopathie. - Hahnemann, S. Organon der Heilkunst. Zweite vermehrte Auflage. Dresden, Arnold, 1819. (21:12,5 cm). Mit gest. Porträt. 1 Bl., 374 S., 1 Bl. Hldr. d. Zt. mit Rsch. u. etwas Rvg., berieben u. bestoßen, oberes Kapital mit kleiner Fehlstelle, Vorsätze etwas leimschattig.
Waller 3961; Tischner S. 348; Schmidt, Hahnemann 4; Mueller, Hahnemann 123; vgl. PMM 265 u. Garrison-M. 1966. - Seltene zweite Ausgabe von Hahnemanns Hauptwerk, dem "Katechismus der Homöopathie". Die erste Ausgabe mit dem endgültigen Titel. - Das Schlussbl. mit dem Druckvermerk mit kleinem Wasserfleck. Vorsatz mit Namenszug Victor Locher.
Weiterlesen...
Humboldt, Muskel- u. Nervenfaser. 2 Bde.
Humboldt, A. v. Versuche über die gereizte Muskel- und Nervenfaser nebst Vermuthungen über den chemischen Process des Lebens in der Thier- und Pflanzenwelt. 2 Bde. Posen, Decker, u. Berlin, Rottmann, 1797. (21:14 cm). Mit 8 gefalt. Kupfertafeln. 3 (statt 4) Bll., 495 S.; 1 (statt 2) Bll., 468 S. Spätere Lwd., teilw. verblasst, etwas berieben u. etwas bestoßen.
Goed. VI, 261, 5; Ronalds 250; Wellcome III, 314; Fiedler-Leitner 1.3; Löwenberg 45. - Erste Ausgabe. Humboldts erstes größeres Werk, mit dem er zum Begründer der Nervenphysiologie wurde. "Durch die exaktesten Versuche erforschte H. den Einfluß von Licht, Wärme, Magnetismus und Elektrizität auf das Nervensystem und versuchte nachzuweisen, daß die Nerventätigkeit auf dem Galvanismus oder einer ihm analogen Kraft, die aber mit der sog. Lebenskraft nicht identisch sei, beruhe" (Hirsch-H. III, 337). - Teilw. leicht gebräunt, gering stockfleckig, es fehlen die Vortitel. Vorsatz mit Besitzvermerk u. Titel verso mit Stempel eines Dr. Schwarz, Berlin (Vorsatz datiert 1863).
Weiterlesen...
Ledermüller, Beobachtungen derer Saamenthiergens
(Ledermüller, M. F.). Physicalische Beobachtungen derer Saamenthiergens durch die allerbesten Vergrößerungs-Gläser und bequemlichsten Microscope betrachtet und Gegeneinanderhaltung derer Buffonischen und Leeuwenhoeckischen Experimenten. Nürnberg, Monath, 1756. 4to (21:17,5 cm). Mit 8 gefalt. Kupfertafeln mit 20 Figuren. 28 S. Hprgt. d. Zt., Rücken erneuert.
VD 18 10549579; Blake 261; Wellcome III, 472; Nissen, BBI 2411; Hirsch-H. III, 714. - Erste Ausgabe. "Beobachtungen an Spermatozoen, in denen er deren Existenz gegen Buffon verteidigt; von Moses Mendelssohn in den 'Briefen die Neueste Lit. betreffend' mit einem Rezensions-Essay gewürdigt" (NDB XIV, 43). Ledermüller gelang es durch sein neu entwickeltes Sonnenmikroskop, die Spermatozoen in ihrer Bewegung sichtbar zu machen. Wenn Buffon dagegen keine gesehen habe, so verteidigt er seine Beobachtungen, dann müsse das von ihm benützte Sperma entweder "zu alt oder zu glutinos... gewesen sein". Das Sonnenmikroskop funktioniert als Projektionsmikroskop und erzeugt sein Bild auf der Wand eines abgedunkelten Raumes. - Gering gebräunt.
First edition. With 8 folding engr. plates. Documentation of the first visualisation of human spermatozoa in motion by use of the solar microscope he developed. - Minor browning. Bound in contemporary half-vellum, spine renewed.
Weiterlesen...
Der galante und der einfältige Patient
Longolius, Galanter Patiente + Beibände
Longolius, J. D. Galanter Patiente, oder philosophischer Unterricht, wie sich ein Krancker, so wohl gegen sich selbst, als gegen andere, nett und galant auf-führen soll. Bautzen, Hübner, 1727. (17:11,5 cm). 71 S. - Angebunden: (J. P. Hartmann; pseud.:) Sklerander. Der Einfältige Patiente, nach seinen führnehmsten Eigenschafften untersuchet. Görlitz, Laurentius, 1733. 87 S. - Vorgebunden: E. C. Fabricii. Scrinium quincuplex iatricum oder Wohlangefüllter fünffacher Artzeney-Schranck. Frankfurt u. Leipzig, Cröker, 1725. 6 Bll., 282 S., 17 Bll. - G. S. Bäumler. Mitleidiger Artzt uberhaupt gegen alle arme Krancke, ins Besondere gegen die von Medicis abgelegene Land-Leute. Straßburg, Dulßecker, 1731. 4 Bll., 416 S., 12 Bll. - J. J. Woyt. Physicalische und medicinische Abhandlung von sein Selbst-Erkänntniß, Das ist: Von der Empfängnüß, Bild(ung), Nahrung und Gebuhrt derer Menschen. Dresden, J. J. Winckler Wwe., 1723. 4 Bll., 456 S., 8 Bll. Hprgt. d. Zt., etwas gebräunt u. berieben.
Interessanter Sammelband mit zwei seltenen Schriften zum Arzt-Patienten-Verhältnis. - I. Blake 276; nicht bei Wellcome. - Erste Ausgabe. - II. Blake 420; nicht bei Wellcome. - Erste Ausgabe, sehr selten. - III. Nicht bei Blake u. Wellcome. - Einzige Ausgabe, selten. - IV. Vgl. Blake 26 u. Wellcome II, 84. - Erste Ausgabe. - V. Blake 495; nicht bei Wellcome. - Erstmals 1702 erschienen. - Insgesamt etwas gebräunt; Schlussbl. von (II) mit kleinen Wurmspuren im Bundsteg; Titel von (V) mit kleinem Ausriss.
Weiterlesen...
Aus dem Kloster Göttweig
Pansa, Bericht von der Colica + Beibände / 2 Bde.
Pansa, M. Kurtzer Bericht von der Colica oder Darmgrimmen, darinnen von dieser Kranckheit eigenschafft, Sitz, Zeichen und Ursachen ... und endlch wie des Darmgrimmens unterschiedliche arten zuvertreiben erkleret. 2 Tle. in 1 Bd. Leipzig, H. Grosse, (1618). (16:10 cm). 148 S., 6 Bll., 104 S. - Angebunden: Ders. Ein hochnützlicher Tractatus von(n) Viererley weitberümten Antidotis, als 1. Von dem köstlichen Theriaca Andromachi: 2. Vom Mithridat: 3. Vom Gülden Ey: 4. Von einer newen Essentia. Wie sie allesampt recht zubereiten, worzu sie eigentlich dienen, und wie sie ... zugebrauchen. Halle, P. Schmidt für H. Grosse in Leipzig, 1619. Mit gest. Porträt. 15 Bll., 336 S. - Ders. Consilium antipodagricum III. specialissimum. Das ist: Der dritte Theil der Gichtbücher (von 3), darinnen insonderheit zwantzig Epistel von den Gichtsüchtigen Leuten gesandt, so wol auch zwantzig Rahtschlege, oder Antwortschreiben jhnen mitgetheilet. Schleusingen, H. Steinmann für T. Schürer Erben in Leipzig, 1623. (12,5:9 cm). 16 Bll., 639 S. Prgt. d. Zt. über Holzdeckeln mit Initialen "D. G. A. G." u. Jahreszahl 1644 auf dem Vorderdeckel; mit 1 (von 2) Schließen, Rücken mit kleiner Fehlstelle.
Drei Werke des Breslauer Stadtarztes Martin Pana (1580-1626) in erster Ausgabe, alle selten, die beiden letzten nicht in Wolfenbüttel. I. 23:242170K; Krivatsy 8527. - Der zweite Teil handelt von der "Melancholeykranckheit". - II. VD 17 39:139837Z. - III. VD 17 39:141837T. - Insgesamt stärker gebräunt; Titel von (I) mit verlaufenem Eintrag. - Dazu: Medicina Salernitana: id est, conservandae bonae valetudinis praecepta. Per J. Curionem recognita. Nova editio melior. Frankfurt, M. Kempfer für V. Steinmeyer, 1628. 12mo. 16 Bll., 478 S., 1 Bl. Schweinsldr. d. Zt. über Holzdeckeln mit 2 Schließen, Vorderdeckel mit den Initialen "DGAG" und der Jahreszahl 1647; etwas berieben, hinterer Spiegel mit Wurmspuren. - VD 17 12:181929V; Krivatsy 9483. - Gebräunt, Titel mit tlw. entferntem Besitzvermerk. - Zusammen 2 Bde. - Beide Bände aus dem Kloster Göttweig, mit den Initialen des Abts David Gregor Corner (reg. 1631-1648).
Weiterlesen...
Paracelsus, Dreyzehen Bücher
Paracelsus, T. B. v. Hohenheim. Dreyzehen Bücher,... Paragraphorum &c. Inn welchen gemelt wirt, volkomne und warhaffte Cur vieler unnd schwerer Kranckheyten... Jetzt zum ersten mal mit allem fleiß in truck geben und außgehn lassen. Basel, P. Perna, 1571. 4to (19,5:16 cm). Mit Titelholzschnitt. 48 Bll. Mod. Hprgt.
VD 16, P 514; Sudhoff 130; Wellcome I, 4784. - Seltene erste Ausgabe. Für die Textgenese der Huser'schen Werkausgabe von Bedeutung, "als sich vielfach kleinere und grössere Abschnitte eingefügt finden, die Huser im Haupttexte nicht hat, welche sich aber zum grösseren Theile in einem anderen Collegienhefte finden, welches Huser an anderer Stelle... mittheilt" (Sudhoff). - Leicht gebräunt, kaum fleckig, letztes Bl. stärker, gelegentliche Tintenunterstreichungen.
Weiterlesen...
Franziska von Hohenheim
Paulmier, Podagra
Paulmier, F. Gründlicher Unterricht vom Podagra und dessen Heilung. Aus dem Frz. übers. (v. J. H. Pfingsten). Dresden, Walther, 1780. (17,5:11 cm). 405 S., 7 Bll. Marmorierter Pp. d. Zt. mit 3 farbigen Rückenschildern u. reicher Rückenvergoldung; Ecken gering bestoßen.
VD 18 10661344; Blake 341; nicht bei Hirsch-H. u.a. - Erste deutsche Ausgabe. Seltenes Werk über die Gichtbehandlung. - Gering gebräunt. - Exemplar aus der berühmten Bibliothek der Franziska Reichsgräfin von Hohenheim, Herzogin von Württemberg (1748-1811), in den dekorativen Einbänden mit ihrem goldgepr. Monogramm "FH" im oberen Rückenschild und dem Bibl.-Stempel "Baechingen a/Brenz. GS" mit hs. Nummer auf dem Titel.
Weiterlesen...
Würzburger Pestschrift
Kurtzer Unterricht, Pestschrift 1583
Pest. - Kurtzer unterricht, wie sich in disen eingefallenen gefehrlichen Sterbens leüfften zuhalten, und wie denselben zuvorkommen: Auß beuelch des hochwürdigen Fürsten unsers gnedigen Herrn von Wyrzburg &c. Durch seiner F. G. Physicos und Leybärtzte gestelt und begriffen. Würzburg, H. Baumann, 1563. 4to (19,5:15,5 cm). Mit Wappenholzschnitt auf dem Titel. 12 Bll. Mod. Hprgt.; Vorsätze im Bund mit Archivband verstärkt.
Vgl. Hohenemser 736; nicht bei VD 16, Durling u. Wellcome. - Sehr seltene und frühe Variante der Würzburger Pestschrift. Wie die meisten Drucke dieser Gattung behandelt vorliegendes Exemplar aus dem Pestjahr 1563 die typischen Fragen nach Ursache, Therapie und Prophylaxe und könnte "als Vor- oder Frühform von medizinischer Aufklärungsliteratur" (Kat. HAB, Der schwarze Tod 42) betrachtet werden. - Einheitlich gering gebräunt, anfangs etwas wasserfleckig im Kopfsteg, das letzte Bl. verso mit Federprobe. Titel mit hs. Geschenkvermerk "Iohan posthius medic. D. dedit Andrea Merglero suo." des Arztes und humanistischen poeta laureatus Johannes Posthius (1537-97, NDB XX, 656-658) an seinen Bekannten und ebenfalls poeta laureatus (Flood) Andreas Mergilet.
Weiterlesen...
Pestausbruch in der Oberpfalz
Veringer, Ein kurtz Regiment ... vor Pestilentz bewahren
Pest. - Veringer (Beringer), M. D. Ein kurtz nützlichs Regiment, wie sich ein yegklicher vor der Pestilentz bewaren, und der selben entpfliehen, auch ... seines Leibs gesundthait, erhalten soll, dartzu den Krancken mit diser Sucht der Pestilentz beladen, fast dienstlich. Augsburg, H. Steiner, 1533. 4to (20:15 cm). Mit großem Titelholzschnitt mit dreiteiliger Bordüre. 16 Bll. Mod. Umschlag.
VD 16, V 783; Wellcome I, 6555. - Einzige Ausgabe, selten. USTC verzeichnet nur 4 Standorte. Das "Pestregiment" des Markus Deas Beringer (Stadtarzt in Neumarkt/Oberpfalz) erschien anlässlich eines erneuten Ausbruchs der Seuche in der Oberpfalz. - Breitrandig. Gering gebräunt, kleine Wurmspur im Außensteg, letzte Bll. mit schwachem Braunfleck.
Weiterlesen...
Eustachius/Petrioli, Anatomicae Tabulae. 1741
Petrioli, G. Praeclarisssimi viri B. Eustachii piceni Anatomicae Originales Tabulae. Rom, J. Zempel, 1741. Fol. (35:24 cm). Mit gest. Titelvignette u. 47 gest. Tafeln auf 41 Bll. Titel u. 1 Bl. Mod. Prgt. unter Verwendung eines Manuskriptblatts; fleckig, Vorsätze erneuert.
Wellcome II, 536; vgl. Garrison-M. 391 (zur EA. der Taf. v. 1714) u. Choulant-Frank 202 (andere Ausg.). - Petrioli, Anatom, und Chirurg des Königs Victor Amadeus von Sizilien, bekam die schon 1552 vollendeten Tafeln von Kardinal Caraffa geschenkt. Dies veranlasste ihn, mehrere Schriften daüber zu publizieren. Die Zeichnungen zu den Tafeln stammen wahrscheinlich von Eustachius selbst und seinem Gehilfen Pini. In der vorliegenden Ausgabe tragen zahlreiche Tafeln den Geschenkvermerk "Orig. di B. Eust. don. dall'Emo Carafa a G.P." o. ä. - Leicht gebräunt u. etwas braun- oder stockfleckig, mit wenigen kl. Wurmlöchern im Bundsteg u. teilw. in der Darstellung, meist ohne Bildberührung. Stellenw. mit kl. rest. Randeinriss, Tafeln durchgängig mit hs. röm. Zahl im Rand, Titel mit Namenszug. - Ohne die 27 S. Text (Wellcome), nur die Tafeln.
Title-page, 1 leaf and 41 plates. - Slightly browned, some spotting and foxing, few small wormholes to gutter and image in places, occasional small restored marginal tear, ms. Roman numbers to margins of plates, old note of ownership to title-page. Lacking 27 pp. of text (Wellcome). Bound in mod. vellum using old manuscript leaf; stained, endpapers renewed.
Weiterlesen...
Der Zahnarzt des "Alten Fritz"
Pfaff, Abhandlung von den Zähnen
Pfaff, P. Abhandlung von den Zähnen des menschlichen Körpers und deren Krankheiten. Berlin, Haude u. Spener, 1756. (17:11 cm). Mit gefalt. gest. Porträt u. 7 gefalt. Kupfertafeln. 16 Bll., 184 S. Pp. d. Zt., berieben u. bestoßen, Oberkante der Deckel u. Kopfschnitt leicht rasiert.
Garrison-M. 3673; Blake 347; Crowley 172; Hirsch-H. IV, 582. - Erste Ausgabe des ersten zahnmedizinischen Werks in deutscher Sprache. "Pfaff was the first to describe the casting of models for false teeth. This book ranks in importance with the work of Fauchard and Hunter" (GM). "Zweifellos der bedeutendste deutsche Zahnarzt im 18. Jhdt. Er war Zahnarzt des großen Königs Friedrich von Preußen. Sein Buch von den Zähnen enthält eine Reihe von wesentlichen Neuerungen" (Sudhoff, Gesch. d. Zahnheilkunde 196). - Schwach gebräunt, Titel mit Resten eines entfernten Stempels u. vollständig auf stärkerem Papier aufgezogen.
First edition. With engr. portrait and 7 engr. plates. Rare and highly important work on dentistry. - Slightly browned, title with traces of a removed stamp and completely mounted on stronger paper. Contemporary boards; rubbed and bumped, top edge of covers and head of spine slightly shaved.
Weiterlesen...
Pharmacopoeia Augustana, 1684
Pharmakopöen. - Augsburg. - Pharmacopoeia Augustana renovata et aucta. Augsburg, Schönig, 1684. Fol. (33:21 cm). Mit gest. Frontispiz von E. Heinzelmann. 8 Bll., 337 S., 7 Bll., 45 (statt 47) S. Prgt. d. Zt.; angestaubt u. fleckig.
VD 17 1:061469L; Schelenz 417; Krivatsy 8924; nicht bei Wellcome. - Eine in Augsburg erschienene Folio-Ausgabe der Augustana, mit beigedruckter Taxa. - Teilw. stockfleckig, Titel angeschmutzt u. mit rasiertem Bibliotheksstempel sowie hs. Besitzvermerk datiert 1959, dazu entsprechendes Exlibris auf vorderem Spiegel. S. 3-6 der Taxa fehlen, diese Seiten alt hs. ergänzt. Ohne die 3 gefalt. Tabellen. Ohne das Erratabl.
Weiterlesen...
Pharmacopoea Helvetica. 1771
Pharmakopöen. - Pharmacopoea Helvetica, in duas partes divisa ... Praefatus est Albertus Haller. 2 Tle. in 1 Bd. Basel, J. R. Imhof, 1771. Fol. (33,5:22 cm). Mit gest. Front. 13 S., 1 Bl., 28, 212; 384, 54 S. Pp. d. Zt. mit Rsch., berieben u. bestoßen, vorderes Innengelenk mit Wurmspuren.
Blake 350; Neu 3201; Lundsgaard 659. - Erste Ausgabe. - Stellenw. stockfleckig, Front. u. Titel im Innenrand mit kleinen Wurmspuren.
Weiterlesen...
Pharmacopoea Wirtenbergica. 1754
Pharmakopöen. - Württemberg. - Pharmacopoea Wirtenbergica, in duas partes divisa, quarum prior materiam medicam, posterior composita et praeparata exhibet. Editio tertia. 3 Tle. in 1 Bd. Stuttgart, Erhard, 1754. Fol. (36:24 cm). Mit gest. Front. 12 Bll., 144 S.; 232 S., 21 Bll.; 44 S. Mod. Pp.; Vorsätze im Bund mit Archivband verstärkt.
Blake 350; Aller 7417; vgl. Adlung-Urdang 323. - Dritte Ausgabe. "Danach gehört die Württembergische Pharmakopöe zu den umfangreichsten Arzneibüchern. Ein wesentlicher Vorzug besteht darin, daß auch den einfachen Rohstoffen gute Beschreibungen gewidmet sind" (A.-U.). - Breitrandiges und unbeschnittenes Exemplar, gering gebräunt, Titel etwas stärker, teilweise stockfleckig u. mit Feuchtigkeitsflecken in den Rändern, vereinzelt auch mit geringer Textberührung, anfangs leicht sporfleckig, Front. mit kleineren Randläsuren mit minimaler Bildberührung, Titel mit hs. Besitzvermerk.
Weiterlesen...
Ramelow, Beschreibung des Nieren-Steins
Ramelow (Ramelovius), M. Ortus & occasus calculi renum, oder Beschreibung des Nieren-Steins, das ist, ein kurtzes, dennoch nach den warhaften Gründen der Philosophiä und Medicin gesetztes Bedencken von dem warhafften Wesen, Natur und Eigenschaft, Ursprung...Bewahrung und Curation oder Heilung desselben. Leipzig u. Rudolfstadt, D. u. C. Fleischer, 1679. (16:10 cm). 12 Bll., 757 S., 1 Bl. Prgt. d. Zt. mit goldgepr. Wappensupralibros der Freiherren von Hackelberg und Landau u. hs. Rtitel; etwas berieben, leicht angestaubt u. gering fleckig.
VD 17 12:181626F (Ramelov); Jöcher III, 1890. - Frühe umfassende Monographie über den Nierenstein. Matthias Ramelow, den med. Bibliographien weitgehend unbekannt (ledigl. Blake u. Wellcome erwähnen eine Dissertation), war laut Jöcher in Kassel tätig und wirkte als Fürstl. Braunschweig.-Lüneburgischer Leibarzt. Von ihm gibt es noch eine balneologische Beschreibung Bad Wildungens. War auch unter dem Pseudonym Theophilius Mercurius als Kalenderschreiber tätig. - Gebräunt, teilw. stockfleckig. Innendeckel mit Wappenexlibris Hackelberg, hs. datiert 1700 u. 1716.
Weiterlesen...
Aus dem Stift Göttweig
Riolan, Artis medicinalis
Riolan, J. Artis medicinalis, theoricae & practicae seiunctim hactenus multoties excusae, systema. Ab Emmanuele Stupano ... emendatum. 2 Tle. in 1 Bd. Basel, L. König, 1629. (16,5:11 cm). 334 S., 5 (l.w.) Bll.; 283 S., 9 (l.w.) Bll. Blindgepr. Schweinsldr. d. Zt. über Holzdeckeln mit 2 Schließen u. gepunztem Schnitt, Vorderdeckel mit Initialen "G. F. A. G." u. Jahreszahl 1630, etwas berieben.
VD 17 12:100082B (nicht in Wolfenbüttel); Krivatsy 9646. - Der zweite Teil mit eigenem Titel: Morborum curandorum ratio generalis particularis. - Leicht gebräunt. - Titel mit Besitzvermerk des Stifts Göttweig, die Initialen entsprechend die des Abtes Georg Falb (reg. 1612-1631).
Weiterlesen...
Schaarschmidt, Physiologie
Schaarschmidt, S. Physiologie, das ist, Betrachtung der Veränderungen des menschlichen Körpers in dem gesunden Zustande... vermehrt von Anton Nicolai. 2 Tle. in 1 Bd. Berlin, Schütze Wwe., (1751). (17:12,5 cm). 5 Bll., 922 S.; 3 Bll., 518 S., 36 Bll. Hprgt. d. Zt. mit goldgepr. Rtitel; die Deckel etwas berieben, eine Ecke gering bestoßen, Rücken am Fuß leicht angestaubt, Vergoldung fast vollständig oxidiert.
VD 18 15570134; Lesky 580; Hirsch-H. V, 47. - Selten. Einzige Ausgabe. Der Verfasser lehrte u.a. als Professor für Pathologie u. Physiologie am Collegium medico-chirurgicum des Charité-Lazaretts in Berlin. - Etwas gebräunt u. teilw. wasserfleckig, vereinzelt leicht stockfleckig, fliegendes Vorsatz vorne mit hs. Besitzvermerk.
Weiterlesen...
Franziska von Hohenheim
Scheidemandel, Bäder Teutschland's.
Scheidemandel, F. C. G. Anleitung zum vernünftigen Gebrauch aller Gesundbrunnen und Bäder Teutschland's, deren Bestandtheile bekannt sind. Gotha, Ettinger, 1792. (16,5:10 cm). XLVI, 460 S., 2 Bll. Marmorierter Pp. d. Zt. mit 3 farbigen Rückenschildern u. reicher Rückenvergoldung; Ecken u. Kanten minimal bestoßen.
Hirsch-H. V, 60; Ferchl 476. - Erste Ausgabe. Frühes allgemeines Handbuch mit besonders eingehender Beschreibung der Mineralwässer. Der Autor war Badearzt in Brückenau u. Fuldaischer Leibarzt. - Gering gebräunt, vereinzelt minimal stockfleckig. - Exemplar aus der berühmten Bibliothek der Franziska Reichsgräfin von Hohenheim, Herzogin von Württemberg (1748-1811), in den dekorativen Einbänden mit ihrem goldgepr. Monogramm "FH" im oberen Rückenschild und dem Bibl.-Stempel "Baechingen a/Brenz. GS" mit hs. Nummer auf dem Titel.
Weiterlesen...
Schenck v. Grafenberg, Observationes de capite / 2 Bde.
Schenck v. Grafenberg, J. Observationes medicae de capite humano: Hoc est, exempla capitis morborum, causarum, signorum (etc.). Basel, A. Froben, 1584. (16:10,5 cm). 24 Bll., 448 S., 10 Bll. - Angebunden: J. Fernel. Consiliorum medicinalium liber. Ex eius adversariis quadringentarum consultationum selectus. Nunc denuo ... editus, & a quam plurimis mendis ... repurgatus. Frankfurt, J. Wechel, 1585. 143 S. Alter flex. Prgt., etwas angestaubt, ohne die Schließbänder.
I. VD 16, S 2594; Durling 4107; Wellcome I, 5824. - Erste Ausgabe. "Schenck was the greatest compiler of his day. His 'Observationes' form the easiest source-book for the pathological observations of Sylvius, Vesalius, and Columbus, and represent a lifetime of medical reading and experience" (Garrison-M. 2272 zur siebenbändigen Sammelausgabe seiner "Observationes", die ab 1594 in Freiburg erschien u. deren erster Band das vorliegende Werk bildet). - II. VD 16, ZV 5793 (nur in München). - Insgesamt leicht gebräunt. - Dazu: L. Fuchs. De curandi ratione libri octo. Nunc postremum recogniti, multisq(ue) locis aucti, partim recens adiecti. Lyon 1552. Mit Druckermarke u. 2 Textholzschn. 616 S., 12 Bll. (l.w.). Flex. Prgt. d. Zt., fleckig. - Stübler 34 D (= BM, French Books 189); vgl. Durling 1691ff. - Seltene Ausgabe, die Stübler nur im British Museum nachweist. Die Textholzschnitte auf S. 483f. mit Darstellung von 9 Instrumenten. - Etwas stockfleckig. - Zusammen 2 Bde.
Weiterlesen...
Scultetus, Wund-Artzney
Scultetus (Schultes), J. Wund-Artzneyisches Zeug-Hauß, in zween Theil abgetheilt. Welches auß dem Lateinischen... in die Teutsche Sprach übersetzet hat D. Amadeus Megerlin. 2 Tle. in 1 Bd. Frankfurt u. Ulm, D. Gerlin, 1679. 4to (21:17 cm). Mit 56 Kupfertafeln. 4 Bll., 263; 238 S., 28 Bll., 1 w. Bl. Prgt. d. Zt. mit hs. Rtitel; kaum berieben, etwas angestaubt.
VD 17 3:625204Q; Hirsch-H. V, 146 - Spätere Ausgabe der deutschen Übersetzung, die 1666 erstmals erschienen war. - Etwas gebräunt u. teilw. stockfleckig. Einzelne Unterstreichungen in roter Tinte. Die Tafeln 5/6 sowie 19/20 zusammengefügt und mit kl. hinterlegten Randläsuren mit teilw. Verlust der Einfassungslinie, neu angefalzt. Wappenstempel auf Titel u. dem letzten Bll. der Widmung.
Weiterlesen...
Soemmering, Abbildungen einiger Misgeburten
Soemmering (Soemmerring), S. T. v. Abbildungen und Beschreibungen einiger Misgeburten, die sich ehemals auf dem anatomischen Theater zu Cassel befanden. Mainz, Universitätsbuchhandlung, 1791. Fol. (36:22,5 cm). Mit gest. Titelvignette und 12 Kupfertafeln von Berndt nach A. Range. 38 S. Späterer Lwd., Rücken verblasst.
Garrison-M. 4306; Waller 9043; ADB XXXIV, 612. - Erste Ausgabe. Seltenes Werk des bedeutenden Anatomen, Anthropologen, Paläontologen und Erfinders Samuel Thomas von Soemmerring (1755-1830). "Als Forscher zeichnete sich S. durch scharfe Auffassung und klaren Verstand aus... und wenn seine Stellung in der Gelehrtenwelt mit einem Worte bezeichnet werden soll, so ist S. der größte deutsche Anatom in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts". In den 'Abbildungen und Beschreibungen einiger Mißgeburten' vertritt "S. eine natürliche Auffassung dieser Gebilde - gegenüber der bisher gebräuchlichen übernatürlichen" (ADB). - Titel u. erste Textbll. fleckig, 2 gest. Exlibris u. hs. Schenkungsvermerk auf Innendeckel u. Vorsatz. Fehlt das Bl. 'Verbesserungen und Zusätze'.
Rare first edition. With engr. title-vignette and 12 engr. plates. Work on malformations by the important anatomist, anthropologist and palaeontologist Samuel Thomas von Soemmerring. - Staining to title and first leaves of text. Lacking the leaf listing corrections. Later cloth, spine faded.
Weiterlesen...
Vigo, Opera in chirurgia (Secunda pars). 1521.
Vigo, G. de. (Opera domini Joannis de Vigo in chyrurgia. Additur chyrurgia Mariani sancti Barolitani...). S(e)c(un)da pars practice in p(ro)fessione chirurgica... totius chirurgie documenta q(ua) in copiosa. Tl. 2 (von 2). Lyon, J. Myt für F. Giunta, 1521. (20,5:15 cm). Mit 2 (wdh.) Holzschnitt-Titelvignetten in floraler Bordüre mit figürlichen Elementen, attraktiver Holzschnitt-Druckermarke, 3 kl. Textholzschnitten sowie zahlreichen figürlichen Holzschnitt-Initialen. 1 nn., 57 num., 3 nn. Bll. Späterer blindgepr. Hldr. mit Einbandmakulatur unter Verwendung eines älteren Notenblatts; gering berieben u. bestoßen, stellenweise etwas fleckig.
Adams V 762; Bibliotheca Palatina, lat. 2280 a; Hirsch-H. V, 758. - Frühe Ausgabe der "Practica compendiosa" und zugleich Tl. 2 der ersten Gesamtausgabe der "Opera", hier erstmals um das "Compendiu(m) in chyrurgia" (EA 1516) des Vigo-Schülers Mariano Santo, mit eigenem Titelblatt aber fortlaufender Foliierung, erweitert. Die Holzschnitt-Titelvignette mit Lehrer und Schüler während einer Patientenvisite. - Buchblock angebrochen, gleichmäßig gering gebräunt, vereinzelt mit Unterstreichungen, wenige Bll. am Schluss mit kl. Feuchtigkeitsflecken im Bundsteg, durchgehend mit kl. Wurmspur im Fußsteg, dadurch geringer Buchstabenverlust im letzten Drittel sowie minimale Berührung der Titelbordüre, Vorsatz vorne mit hs. Bibliothekssignatur.
Weiterlesen...
Zeis, Plastische Chirurgie
Zeis, E. Handbuch der plastischen Chirurgie. Nebst einer Vorrede von J. F. Dieffenbach. Berlin, Reimer, 1838. (20,5:13,5 cm). Mit 2 gefalt. kol. Farbstichtafeln u. einigen Textholzschnitten. XXXII, 576 S. Pp. d. Zt. mit Rsch., berieben u. farbfleckig, Rücken u. Ecken nachgefärbt.
Garrison-M. 5743.4; Waller 10466; Hirsch-H. V, 1031; nicht bei Wellcome. - Erste Ausgabe. "In this work Zeis introduced the term 'plastic surgery'. The first half of the work covers the general principles of plastic surgery, and the first history of the subject. The second half describes the special operative techniques required for the individual parts of the body" (GM). - Etwas gebräunt u. stellenw. stockfleckig, erste u. letzte Bll. stärker; letzte Bll. etwas wasserfleckig im Rand.
First edition. With 2 fold. colour-printed stipple engravings, finished by hand, and some woodcuts in the text. - Some browning and foxing, heavier to first leaves. Contemp. boards, rubbed and stained.
Weiterlesen...
Medizinische Werke des 18. Jh. 26 Bde.
Konvolut von medizinischen Werken des 18. Jahrhunderts, alle in deutscher Sprache. 22 Werke in 26 Bdn. Verschiedene Druckorte. Überwiegend 8vo. Meist Einbände d. Zt., mit unterschiedlichen Gebrauchsspuren.
Enthält auch einführende Werke. U.a.: M. G. Purmann. Der rechte und wahrhafftige Feldscher. Frankfurt u.a. 1715. - P. Barbette. Medicinische, chirurgische und anatomische Schrifften. 2 Tle. in 1 Bd. Leipzig u.a. 1718. - J. G. H. Kramer. Medicina castrensis. Bewährte Artzney wider die im Feld und Guarnisons grassirende Kranckheiten. 2 in 1 Bd. Wien u.a. (1739?)-1745. - Z. Platner. Gründliche Einleitung in die Chirurgie. 2 in 1 Bd. Leipzig 1748-49. Mit Tafeln. - F. Hoffmann. Vollständige Anweisung zu einer medicinischen Praxi. Ulm 1752. - J. T. Eller. Vollständige Chirurgie. Berlin 1763. Mit gest. Porträt. - J. C. A. Meyer. Beschreibung des ganzen menschlichen Körpers. 8 in 4 Bdn. Berlin 1783-94. - C. J. de Moneta. Heil-Cur des Bisses toller Hunde etc. Frankfurt u.a. 1791. - Tlw. gebräunt oder stockfleckig, vereinzelt wasserrandig; hier u. da Wurmspuren, Ausschnitte etc.; tlw. mit Stempeln. oRR./Waf.
Weiterlesen...
Medizinische Werke des 18. Jh. 29 Bde.
Konvolut von medizinischen Werken des 18. Jahrhunderts, überwiegend in deutscher Sprache. 31 Werke in 31 Bdn. Verschiedene Druckorte. Meist 8vo. Überwiegend Einbände d. Zt., mit unterschiedlichen Gebrauchsspuren.
Enthält u. a.: J. A. Fischer. Consilia medica. 2 Tle. in 1 Bd. Frankfurt 1705-1707. - F. B. v. Lindern. Osteologia compendiose, das ist Kurtzer Unterricht, aller und jeden Gebeine. Straßburg 1710. - R. Lower. Englisches Artzney-Büchlein. 2 Tle. in 1 Bd. Leipzig 1722. Mit gest. Porträt. - J. F. P. Ganser. Hygieine. Leipzig 1731. Mit Front. - H. Boerhave. Verhandlung der Venus-Seuche. Bremen 1737. - J. Davach de la Rivière. Urin-Spiegel. 2 Tle. in 1 Bd. Stadtamhof 1744. - C. E. Endter. Sammlungen von verborgenen und offenen Krebs. Hamburg 1745. - J. Taylor. Mechanismus oder von der künstlichen Zusammensetzung des menschlichen Auges. 2 Tle. in 1 Bd. Frankfurt 1750. Mit Porträt u. 5 Kupfertafeln. - J. F. Rübel. Merkwürdigkeiten aus dem Reich der Natur. Frankfurt u.a. 1762. - Die Blut Medicina. Görlitz 1763. - P. Camper. Über den natürlichen Unterschied der Gesichtszüge in Menschen. Berlin 1792. 4to. Mit 10 Kupfertafeln. - Tlw. gebräunt oder stockfleckig, vereinzelt wasserrandig; hier u. da Wurmspuren, Ausschnitte etc.; tlw. mit Stempeln. oRR./Waf.
Weiterlesen...
Medizinische Werke des 19. Jh. / 66 Bde.
Konvolut von medizinischen Werken des 19. Jahrhunderts, überwiegend in deutscher Sprache. 62 Bde. Verschiedene Druckorte. Überwiegend 8vo. Meist Einbände d. Zt., mit unterschiedlichen Gebrauchsspuren.
Enthält Werke aus verschiedensten Gebieten der Medizin, u.a. Werke zur Pockenimpfung, zum "animalischen Magnetismus" und zur "Elektrohomöopathie". Die Anthropologie von Burdach in 2 Exemplaren vorhanden. Enthalten auch: D. G. M. Schreber. Kinesiatrik oder gymnastische Heilmethode. Leipzig 1852. - Dazu: H. Bernheim. Neue Studien über Hypnostismus, Suggestion und Psychotherapie. Übers. von S. Freud. Leipzig u.a. 1892. - S. Freud. Totem und Tabu. Leipzig u.a. 1913. Or.-Lwd. - Ders. Psychoanalytische Studien an Werken der Dichtung und Kunst. Leipzig u.a. 1924. Hlwd. d. Zt. - Insgesamt tlw. gebräunt, stockfleckig oder wasserrandig; tlw. mit Stempeln. - Zusammen 66 Bde. oRR./Waf.
Weiterlesen...
Pharmazeutische Werke. 39 Bde.
Konvolut zur Pharmazie und verwandten Gebieten. 36 Werke in 39 Bdn. Meist 8vo. Verschiedene Druckorte, 18. u. 19. Jh. Meist Einbände d. Zt., tlw. mit Gebrauchsspuren.
Enthält u.a.: S. Dale. Pharmacologia. London 1737. - J. F. Cartheuser. Pharmacologia theoretico-practica. Berlin 1745. - Pharmacopoeia Collegii regalis medicorum Londinensis. London 1747. - J. F. Gmelin. Allgemeine Geschichte der Pflanzengifte. Nürnberg 1777. - J. J. Plenck. Chirurgische Pharmacie. Wien 1780. - Ders. Toxicologia. Wien 1785. - P. J. Piderith. Pharmacia. rationalis. Kassel 1791. - G. H. Piepenbring. Pharmacia selecta pauperum oder Auswahl der Arzneymittel für Arme. Leipzig 1794. - J. Frank. Handbuch der Toxicologie. Wien 1800. - J. V. v. Hildenbrand. Institutiones pharmacologiae sive materiae medicae. Wien 1802. - E. Horn. Handbuch der praktischen Arzneimittellehre für Aerzte und Wundärzte. Berlin 1805. - J. B. Trommsdorf. Systematisches Handbuch der Pharmacie. Erfurt 1811. - Pharmacopoea Rossica (et Fennica). Pharmacopoeia Regni Poloniae. Leipzig u.a. 1821. - E. F. Aschoff. Anweisung zur Prüfung der Arzneymittel. Lemgo 1835. - J. Hoppe. Neues Sytem der Heilmittel. 3 Tle. in 1 Bd. Leipzig 1837-1838. - G. G. Meerfels. Naturhistorisches, botanisch-pharmaceutisches Lehrbuch. Magdeburg 1839. - Pharmacopoea Austriaca. Wien 1855. - Tlw. gebräunt, stockfleckig oder wasserrandig; meist mit tlw. entfernten Stempeln. oRR./Waf.
Weiterlesen...
Populärmedizinische Werke. 27 Bde.
Konvolut zur Populärmedizin, Hausapotheken, Diätetik etc., alle in deutscher Sprache. 28 Werke in 27 Bdn. Meist 8vo. Verschiedene Druckorte, ganz überwiegend 18. Jh. Meist Einbände d. Zt., mit unterschiedlichen Gebrauchsspuren.
Enthält u.a.: J. v. Muralt. Der Eydgnössische Stadt-, Land- und Hauß Artzt. Basel 1692. - E. Beynon. Barmhertziger Samariter. Sulzbach 1702. - C. F. Richter. Die höchst-nöthige Erkenntniß des Menschen etc. Leipzig u.a. 1710. - T. Fuller. Sichere, vollständige und auserlesene Apotheke. Basel 1750. - S. Schaarschmidt. Diaetik. Berlin 1755. - G. S. Bäumler. Präservirender Artzt. Frankfurt u.a. 1764. - Landapotheke nebst einigen Haußcuren. Kopenhagen 1770. - (O. Schreger). Kleine Hausapotheke. Augsburg 1780. - Geschichte und diätetitischer Rath eines ehemals großen Hypochondristen. Berlin 1782. - R. Steidele. Verhaltungsregeln für Schwangere, Gebährende und Kindbetterinnen. Wien 1787. - H. F. Paulizky. Anleitung für Landleute zu einer vernünftigen Gesundheitspflege. Frankfurt 1816. Enthält außerdem u.a mehrere Werke von Tissot und mehrere Ausgaben von Hufelands Kunst, das menschliche Leben zu verlängern. - Tlw. gebräunt, stockfleckig oder mit Stempeln, wenige wasserrandig. oRR./Waf.
Weiterlesen...
Album mit aquarellierten Porträts einer jungen Dame. 1861-1870
Album zur Verehrung einer jungen Dame. Ohne Ort 1861-1870. Blattgr. 29,5:23,5 cm, Schriftspiegel wechselnd. Mit 22 (13 ganzseitigen) montierten aquarellierten Porträts u. zahlr. hs. Zitaten. 30 (9 leere) Kartonbll. Kaffeebrauner reich blindgepr. Maroquinband der Zeit mit durchbrochen gearbeiteten und gravierten Deckelkanten und Schließe aus massivem Silber und plastisch aufgelegten und gravierten Mittelstücken aus Silber. In Ldr.-Kassette unter Verwendung etwas früherer, reich blindgeprägter Leder-Deckelbezüge (diese sign.: Rock, London), innen mit schwarzer Seide ausgeschlagen; der Einband tadellos, lediglich am Rücken mit unbedeutenen Bereibungen; die Kassette etwas bestoßen, an den Kanten beschabt, Rückenbezug mit reparierten Einrissen, vorders Gelenk erneuert.
Prachtvolles Album eines ungenannten Künstlers, der seine "Moppy" benannte Muse in qualitätvollen Aquarellen über die Jahre 1861-1870 poträtiert. "This Book I dedicate to Moppy in memory of the happiest days of my life." Begleitet werden die Aquarelle von überwiegend englischsprachigen Zitaten aus verschiedenen literarischen Quellen (Rosetti, Shakespeare u.a.), die Schönheit und Anmut der dargestellten Dame beschreibend. Zusätzlich zu den Aquarellen findet sich auch eine kleine Porträt-Bleistiftzeichnung der Verehrten. Auf 2 Aquarellen zeigt sich auch der Künstler, einmal als Spiegelbild, einmal als ausgeschnittenes Selbstporträt mit dem Zusatz "This is intended for keeping". Gegen Ende 2 Porträtfotos des Künstlers, wohl aus etwas späterer Zeit montiert, mit hs. Zusätzen "by Mle Julie Rothschild, Monte Carlo" bzw. "by Nelly Napier". Caroline Julie Anselme von Rothschild (1830-1907) heiratete 1850 den Bankier Adolph Carl von Rothschild (1823-1900) und betätigte sich in Pregny am Genfer See u.a. als Fotografin. Die beiden vorderen Prgt.-Vorsatzblätter ebenfalls von dem Künstler mit Zitaten versehen (hier auch 3 in französischer Sprache), das hier bei der zweiten Widmung erscheinende Monogramm "CYG" konnten wir nicht entschlüsseln. - Die Silberbeschläge des prachtvollen, wohl französischen Einbands ohne Beschauzeichen, lediglich mit 3 separaten Punzen die Buchstaben "G U Y". Die Schließe mit ligiertem Monogramm "h L W". Die Deckel mit geprägtem Spruch "Je t'ay servy sur tous les dieux".
Weiterlesen...
Mit Eintrag von Ján Jesenský (Jessenius)
Posthius, Tetrasticha (als Album amicorum)
Album amicorum. - Jena. - Posthius, J. Tetrasticha in Ovidii Metamor. Lib. XV. ... Schöne Figuren aus dem fürtrefflichen Poeten Ovidio. Frankfurt, G. Rab u.a., 1563. (14,5:10 cm). Mit 175 (statt 178) Textholzschnitten von Virgil Solis. 8 nn., 175 (statt 178) num., 6 nn. Bll. - Eingerichtet als Album amicorum des Professors Jacob Flach und seines Sohnes Johannes Flach. Jena 1577-1616. Ldr. d. 18. Jh. mit Rsch. u. Rvg., bestoßen.
VD 16, P 4496; Fairfax Murray 345. - Erste Ausgabe dieser Holzschnittfolge Virgil Solis'. Über jedem Holzschnitt der dazugehörige Vers von Ovid, unter der Abbildung die deutsche Fassung des Johann Posthius. Parallel erschien eine Ausgabe in Qu.-4to mit Holzschnitt-Bordüren und 178 S. (nicht num. Bll.). - Eingerichtet als Stammbuch des Jacob Flach (1537-1611), der in Jena Medizin, Mathematik und Botanik lehrte, ab 1582 als ordentlicher Professor. Die meisten Einträge sind seinem Sohn Johannes Flach gewidmet, der ab dem Wintersemerster 1596/97 in Jena, später in Leipzig studierte. Enthält auf den leeren Versoseiten der num. Bll. ca. 35 Einträge aus den Jahren 1577 bis 1616, davon 4 mit farbigen Wappen. Unter den Einträgern auch Jacob Flachs Schwiegersohn Heinrich Hölscher, später Pastor in Hannover, drei Angehörige des Geschlechts Bismarck, Magister Jacob Schalling aus Windsheim etc. Der bedeutendste Einträger ist zweifellos der Arzt Johannes Jessenius a Jessen (Ján Jesenský; 1566-1621) aus einem slowakischen Adelsgeschlecht, der 1600 die erste öffentliche Sektion in Prag durchführte, die Totenrede auf Tycho Brahe hielt, Leibarzt des ungarischen Königs war und 1621 nach der Schlacht am Weißen Berg hingerichtet wurde. - Leicht gebräunt u. etwas fleckig; Schlussbl. mit Randabriss u. aufgezogen; Titel mit Namenszug; einige Einträge angeschnitten; num. Bl. 149 mit 2 Löchlein in der Schrift. Fehlen die num. Bll. 121, 122 u. 127.
Weiterlesen...
2 Stammbücher aus Sachsen / 3 Bde.
Album amicorum. - Sachsen - Stammbuch des H. F. L. Lincke. Freiberg, Dresden u.a. 1784-1817. Qu.-8vo (10:17.5 cm). Mit ca. 40 Aquarellen, 10 tlw. lavierten Zeichnungen, 4 Stickereien u. 3 Scherenschnitten. 2 Bll., 368 (statt 380) S. Ldr. d. Zt. mit Rsch., etwas Rvg. u goldgepr. Deckelbordüren, berieben. - Dazu: Stammbuch eines Unbekannten. Dresden, Freiberg, Pegau, Pirna, Dessau u.a. 1774-1796. Quer-8vo (13:22,5 cm). Mit 14 Aquarellen, 2 (1 laviert) Zeichnungen u. 1 Scherenschnitt. 6 Bll., 374 (statt 378) S. mit ca. 75 Eintragungen. Ldr. d. Zt., Rücken lädiert, Rückdeckel fehlt.
I. Lincke stammte aus Freiberg und war vermutlich Kaufmann o.ä. - Stellenw. etwas fleckig; 1 eingefaltete Zeichnung eingerissen u. angeschnitten; einige Bll. entfernt. - II. Der Stammbuchhalter (ein Kruschwitz aus Pegau?) ging 1775 von Dresden nach Freiberg, wo er aber wohl nicht studierte. Unter den Aquarellen besondes interessant ein kindlicher Wünschelrutengänger mit Bergmannsmütze sowie eine ganzseitige Notenhandschrift (Dell Sig. Fischer) des "Musicus Instrumentalis" Christian Gottlieb Scherber (1753-1831, ab 1782 Mitglied der Hofkapelle in Kopenhagen). - Vereinzelt etwas fleckig. Einige Bll. entfernt. - Dazu: Stammbuch des I. G. Frommelt. Berlin, Neustadt-Eberswalde u.a. ca.1794-1800. Qu.-8vo. Mit 6 Aquarellen, 4 Bleistiftzeichnungen u. 1 Stickerei. Ldr. mit Rsch. sowie Rücken- u. Deckelvergoldung. - Frommelt stammte offenbar aus "Ober-Tschirn". - Zusammen 3 Bde.
Weiterlesen...
Stammbuchkassetten / 10 Tle.
Album amicorum. - Konvolut von 6 Stammbuchkassetten u. 1 Stammbuch. Deutschland, 1. Hälfte d. 19. Jh. Ldr. (4) u. Hldr. (3) d. Zt. mit Vergoldung, tlw. mit leichten Gebrauchsspuren.
Mit diversen Blumenaquarellen, kolorierten Kupferstichen, Scherenschnitten, Haarlocken etc. Unter den Orten der Einträge Berlin, Bielitz, Memmingen, München, Nürnberg, Nürtingen, Thannhausen und Wien. - Dazu: 1. Album der Babette Helene Merck (1826-1887), verh. Solger, aus der Nürnberger Kaufmannsfamilie Merck. 1847- ca. 1872. Qu.-4to. Mit 8 Stahlstichen, 5 Fotografien, 3 (1kol., 1 farb.) Lithographien, 4 Bleistift- u. 1 lavierten Federzeichnung. Goldgepr. u. kol. Ldr. d. Zt., gering beschabt. - 2. Goldene Schatzkam(m)er oder fürtreffliches Gebethbuch ... zusam(m)engezogen, im Jahr 1790. Saubere Kusive in schwarzer Tinte, tlw. kalligraphiert. Mit einigen Federzeichnungen. 1 Bl., 110 S. Ldr. d. Zt. mit Rücken- u. Deckelvergoldung, etwas berieben, in Steckschuber. - 3. Katholisch Gebet und Erbauungsbuch aus den besten Autoren gezoge (!) 1830. 16mo. 2 Bll., S. 41-404, 6 Bll. (so gebunden). Ldr. d. Zt. mit Rsch. u. reicher Vergoldung sowie Goldschnitt. - Vorsatz mit Vermerk: L. Losch, Buchbinder in Obergünzburg, 1836. - Insgesamt tlw. gebräunt oder etwas fleckig; 2 gezeichnte Bordüren in (2) seitlich angeschnitten. Das Stammbuch (Vorderdeckel mit "B. T.") mit einigen eingeklebten späteren Oblatenbildern. - Zusammen 10 Tle.
Weiterlesen...
Pseudo-Augustinus, Meditationes: Göttl.Betrachtungen. Ms 1558
Augustinus, A. (Pseudo-). Des Heyligen Bischoffs Augustini Meditationes: Ist das buch der Göttlichen Betrachtungen von hohen himlischen Dingen. Deutsche Handschrift auf Papier. Wien 1558. Blattgr. 14:10 cm, Schriftspiegel wechselnd. 403 nn. Bll. (davon 6 weiß). Blindgepr. Schweinsldr. d. Zt. mit 2 Schließen, fleckig u. berieben.
Enthält deutsche Übersetzungen der drei verbreitetsten, aus dem späten 12. Jahrhundert stammenden pseudo-augustinischen Schriften, der 'Meditationes', der 'Soliloquia' ("Reden und Gespräch so Eer mit und gegen Gott allain bey sich selb gehabt hat") und des 'Manuale' ("Handbuechell Vom Wort gottes..."). "Thematisch und stilistisch dürfen diese Schriften als spezifisch augustinisch gelten. Charakteristisch für sie ist die theozentrische Spritualität und die innige, z. T. affektive Gebetshaltung" (Verfasserlexikon I, 533). Am Ende mit ausführlichem Vermerk des Schreibers: "Anno dominij Im funffzehenhundert unnd Im Achtundfunffzigsten Im mannat Decembris Am Achtundzwainzigsten tag hab Ich D : K von Wienn solliches Puch vonn Annfanng Biß anß End geschriben". Das erste Bl. recto mit dem wohl etwas später hinzugefügten oben zitierten Titel (am Ende der Mediationes: "Ennd des Ersten Buechs Vonn den Gebetten und Betrachtungen des Heilligen Augustino"). Erstes Bl. verso mit zwei Namenszügen: "anna maria sinkhmoserin" und "Anna Brüderlin" (?). - Tlw. etwas stockfleckig; stellenw. mit Wasserfleck in der unteren Innenecke; vereinzelt oberste Zeile angeschnitten, der Titel des Manuale auch seitlich u. mit Buchstabenverlust.
Weiterlesen...
Böhme, Album der Schilderkunst. Aquarelle
Böhme, Anna E. "(Album) Der Schilderkunst von Anna Elis. Böhme". (Deutschland/Niederlande? um 1800). Mit gemaltem Titel in reich ausgeschmückter Bordüre u. 17 ganzseitigen farbigen Darstellungen in Aquarell u. Gouache, ferner 1 unvollendete Bleistiftskizze u. ca. 60 weiße Bll. Dunkelgrüner, geglätteter Maroquinbd. mit Goldschnitt, Rückenvergoldung u. zentraler Deckelprägung "A. E. Boehme" (vorne) u. "1792." (hinten) mit doppelter Filete in Gold; Kanten u. Gelenke etwas berieben. In mod. Hlwd.-Kassette mit Buntpapierbezügen.
Reizendes Album in der Bildsprache des späten Rokoko. "Schilderkunst" hier im Sinne des niederländischen Begriffs für "Malerei". Die Darstellungen vermitteln trotz gekonnter Ausführung einen (wohl beabsichtigten) Eindruck ästhetischer Naivität. Enthält neben dem Titel in reicher Umrahmung mit Vögeln, Rosen, Gartengeräten u. Malwerkzeug zwei voll ausgeführte Kinderszenen in Gartenlandschaft mit Blumen, Vögeln u. Hund, fünf idyllische Landschaften mit reicher figürl. Staffage, ein Porträt mit bukolisch anmutender Ganzfigur, neun Bll. mit Vignetten, tlw. als Blumenbouquets in Körben, mit Gartenwerkzeugen, Musikinstrumenten, Vögeln, Girlanden u. a. Dekor. Zur niederländischen (?) Künstlerin Anna Elisabeth Böhme konnten wir nichts ermitteln. - Im Rand meist etwas fingerfleckig, vereinzelt minimal berieben, eine Kinderszene etwas stärker, sonst wohlerhalten u. farbkräftig.
Weiterlesen...
Descripcao geografica da America Portugueza
Brasilien. - Soares de Sousa, G. - Descripcao geografica da America Portugueza. Parte segunda. Portugiesische Handschrift auf Papier. O. O., um 1780. (21:15,5 cm). Von einer Hand in sorgfältiger Kursive mit schwarzbrauner Tinte geschrieben. 218 nn. Bll. Hldr. d. Zt., fleckig u. bestoßen.
Nach einem älteren Bleistiftvermerk auf dem vorderen freien Vorsatz Abschrift von Bd. 2 der "Notícia do Brasil" des portugiesischen Seefahrers und Schriftstellers Gabriel Soares de Sousa (um 1540-1592), umfasst 77 Kapitel. Sousas bedeutendes Quellenwerk war erstmals 1587 und vollständig erst 1851 als "Tratado descriptivo do Brasil em 1587" erschienen. Neuere Bleistiftpaginierung. - Gering gebräunt, ganz vereinzelt kl. Tinten- oder Stockflecken.
18th century transcript of volume 2 of Soares de Sousa's famous descriptive treatise of Brazil (according to an older pencil note on the front free endpaper). Recent pencil pagination. - Minor browning, very occasional small ink or foxing stains. bound in conemporary half-calf, stained and worn.
Weiterlesen...
Computus orbicularis. Manuskript 1432
Computus orbicularis. - Incipit comp(u)tus orbicularis. Lateinische Handschrift auf Papier, geschrieben von Johann Steling. (Erfurt?) 1432. 4to. Blattgr. ca. 21,5:15,5 cm, Schriftspiegel ca. 18:11,5 cm. Ca. 50 Zeilen. Gotische Kursive in brauner Tinte, rubriziert. Mit mehreren dreizeiligen Initialen in Rot u. 12 Computusrosetten, tlw. in Rot. 6 nn. Bll. Rückenfalz. In einer schlichten Pappmappe d. späten 19. Jh.
Schöne Niederschrift eines der mittelalterlichen Texte, die sich mit der Zeitrechnung, besonders mit der Berechnung des Osterdatums befassen, hier in einer sauberen und durch Nennung des Jahrs und des Schreibers besonders interessanten Handschrift. Incipit: "Cum superioru(m) motibus a quo omnia in infimis gubernant(ur) (...)". Explicit: "(...) modo facili valeat enodari. Amen. Explicit." Der Schreiber nennt sich in den letzten zwei, in Rot geschriebenen Zeilen: "(Hi)c est finis ip(s)ius comp(u)ti orbicularis sub anno d(o)m(ini) 1432 per iohannem steling de salcza". Der Text ist in einigen Handschriften vorhanden, mit ähnlichem Incipit und Explicit z. B. im British Museum (Additional Ms. 15107 mit 2 Hs. des Computus orbicularis in 1 Sammelband; Saxl III/1, S. 21-23), im Benediktinerstift Göttweig (Cod. 170 rot / 189 schwarz), in der Universitätsbibliothek München (4° Cod. MS 882; Reuter S. 313), der Vaticana (Pal. lat. 1437) und der Universitätsbibliothek Kiel (Cod. ms. Bord. 41).
Die Computusrosetten sind sehr sorgfältig gezeichnet. Die vierte Rosette (Bl. 2 recto) befindet sich auf einer Überklebung. Die siebte Rosette (Bl. 4 recto) befindet sich ebenfalls auf einer Überklebung durch den Schreiber, die sich aber teilweise gelöst hat. Auf der Überklebung verso und auf dem eigentlichen Bl. 4 befinden sich zwei weitere, aber nicht vollendete Rosetten.
Der Schreiber, Johannes Steling aus Salza (wohl Langensalza), ist vermutlich der derselbe "Iohannes Steling de Salcza" , der 1434 einen ausstehenden Teil der Immatrikulationsgebühr in Erfurt bezahlte (Weißenborn S. 161). Im Stiftsgymnasium Zeitz wurde eine Handschrift aus seinem Besitz verwahrt, die er 1440 eigenhändig geschrieben hatte (Programm des Stifts-Gymnasiums in Zeitz, 1876, S. 4). Vielleicht ist er auch derselbe, der 1479 als Kanonikus in Kolberg der Bibliothek der Marienkirche in Danzig eine Handschrift schenkte (später F 295 der Stadtbibliothek Danzig).
Die vorliegende Handschrift gelangte im 19. Jh. in den Besitz des Militärarztes Wilhelm Puhlmann (1797-1882), Bl. 1 im Unterrand mit Besitzvermerk "Dr. Wilhelm Puhlmann 1834". Nach dessen Tod wurde sie mit seiner Bibliothek bei Lepke in Berlin versteigert (Verzeichniss einer werthvollen Sammlung... des General-Arztes Dr. Puhlmann ... 8. Mai 1883ff, S. 2, Nr. 18). Beiliegt die alte Karteikarte eines Antiquariats, vermutlich Ludwig Rosenthal, München, mit Beschreibung und Vermerken. Das Antiquariat hätte demnach die Handschrift in seinem 1884 oder 1885 erschienenen Katalog XLI, "Bibliotheca Catholico-Theologica octava" unter der Nr. 7598 angeboten. - Hüllblätter mit etwas ausgetretenem Leim vom Rückenfalz; bei 3 Bll. die äußerste untere Ecke abgerissen.
Interesting manuscript on calculating time, especially the date of Easter, written in brown and red ink, with 12 rosettes. - Some traces of glue to first and last leaves; small parts of lower outer corner of 3 leaves torn off. - Scarce and with an interesting provenance.
Weiterlesen...
Testament der Grete von Holzhausen. Frankfurt 1454
Frankfurt. - Holzhausen. - Testament der Grete von Holzhausen, Witwe des Heinrich Wisse (Weiß). Deutsche Urkunde auf Pergament. Frankfurt, "feria quarta post octavam Epiphanie" (= 16. Januar) 1454. Qu.-fol. Blattgr. ca. 52,5:56 cm, Plica 5 cm; Schriftspiegel ca. 44:50 cm. Kanzleischrift in brauner Tinte. Mit anhängendem Wachssiegel der Stadt Frankfurt (Durchm. ca. 5 cm).
Umfangreiche Urkunde mit Ergänzungen zu ihren Verfügungen von 1450 und 1452, die in Kraft bleiben sollen. Enthält zahlreiche Sachlegate mit zahlreichen Einzelstücken, vom "ubergulten kopp", den Walter von Schwarzenberg d.J. erhalten soll, über ein "plümen bette" mit einem zugehörigen "deppech mit den dieren" bis zu dem "Ring mit dem grossen Sapher" etc. Besonders ausführlich wird die "kochmeit" Else bedacht, die u.a. das "passien buch sant Elsebeten buch zwey salz Kennechin und eyn gensephanne" erhalten soll. - Etwas fleckig, verso tlw. angestaubt.
Weiterlesen...
Als angemeldeter Benutzer können Sie Gebote abgeben, Ihr Profil speichern und Ihre Gebotshistorie einsehen.