Handschriften - Stammbücher - Urkunden - Autographen
(verkauft)
Besucherbuch König Alberts von Sachsen
Albert, König von Sachsen. - Besucherbuch. Mit sehr zahlreichen, tlw. eigenhändigen Eintragungen von Personen, die von König Albert von Sachsen während seiner Reisen empfangen wurden. 1884-1896. 4to (32:25,5 cm). 150 Bll., insgesamt 12 S. leer. Blindgepr. Ldr. d. Zt. mit Deckeltitel "Seine Majestät der Koenig von Sachsen", Seidenvorsätze; bestoßen u. etwas beschabt, Vordergelenk oben eingerissen sowie mit kl. Fehlstelle, vorderes Innengelenk gebrochen u. Vorsatz fast lose.
König Albert von Sachsen, 1828 geboren, regierte von 1873 bis zu seinem Tode 1902. In vorliegendes Buch trugen sich offenbar Personen ein, die er empfangen hat, während er auf Reisen war; für Audienzen in Dresden dürfte es ähnliche Bücher gegeben haben. Die Mehrzahl der empfangenen Personen dürfte sich persönlich eingetragen haben, für die anderen haben das offenbar ihre Begleitpersonen, Adjutanten etc. erledigt; so stammt ein Eintrag für den Reichskanzler v. Caprivi nicht von diesem, Bismarck ("Fürst Bismarck") hat sich hingegen selbst eingetragen. Wurde der König von Sachsen selbst empfangen, etwa von regierenden Monarchen, gibt es dazu naturgemäß keine Einträge. Unter den besuchten Städten sind Berlin (seit 1889 jeweils um den Geburtstag des Kaiser am 27. Januar), Schönbrunn und Wien, London, Brüssel, Kopenhagen, Darmstadt und Metz. Während eines Besuchs in London im Juni 1887 trugen sich zahlreiche Mitglieder des britischen Hochadels ein, in Baden-Baden im Oktober 1888 u.a. der Fürst und der Erbprinz von Fürstenberg, der preußische Gesandte v. Eisendecher, Max Prinz von Baden, der portugiesische Gesandte Marques de Penafiel, der Oberbürgermeister von Baden-Baden Albert Gönner, Prinz Ludwig von Battenberg (der sich auch schon in London eingetragen hatte) sowie Dutzende andere. Insgesamt sind Kammerherren etc. anderer Regenten sowie Diplomaten zahlreich vertreten, so auch "Aristardis Bey, ancien ambassadeur de Turquie en Allemagne", drei chinesische Diplomaten haben sich wohl nicht alle selbst eingetragen. - Leicht gebräunt; mehrere Bll. lose; 1 Bl. aus dem Jahr 1887 sichtbar entfernt.
Weiterlesen...
(verkauft)
Album amicorum des C. G. Rüdiger
Album amicorum. - Breslau, Schweidnitz u.a. - Stammbuch des Christian Gottlieb Rüdiger. Meist Breslau und Schweidnitz 1785-1806. Qu.-8vo (11,5:19 cm). Mit aquarelliertem Titel, 6 Aquarellen (1 montiert) u. 1 mont. Seidenstickbild. Zus. 75 Bll. mit 41 Einträgen. Seidenband d. Zt. mit goldgeprägter Deckelbordüre u. Goldschnitt, berieben, Rücken mit Einrissen, Rückdeckel fleckig
Stammbuch des Mediziners C. G. Rüdiger. Mit Einträgen u.a. von Schwartz ("Chirurgus im Erb-Printz zu Hohenlohschen Infanterie Regiment"), Walter (ebenso), Amstetten, Pletschke (Oberchirurg zu Hohenlohe), Johann Friedrich Railler, Josephe Wachsmann, von Koschitzky, von Jülich (Lieutenant im Regiment Erb. Prinz zu Hohenlohe), Joh. Gott. Hausig, D. Neigefind, Friederike Kaiser, Amalie Prätorius, J. L. Gottschalk, C. F. u. J. F. Wollgast, Valentin Cagenias Ferdinand Müller, Joh. Gottlieb Leukert, Daniel Turteltaube, Chorny (Compagnie Chirurgus des Regiments v. Erlach), E.H. Gallisch (Regiment von Erlach), Augustin Tassi, Ernst Carl Baudisch, Jeannette Wachsmann, Dor. Beate Gräfer, Zielbauer, Jacobi (Cultur Oecon.), Samuel Gottlob Scholz, Carl Martens. Die Zeichnungen zeigen Asklepios mit Stab, Ansichten und ein Schattenprofil. - Teilw fingerfleckig, vereinzelt braunfleckig. 1 Blatt sichtbar entfernt. Mod. Exlibris.
Weiterlesen...
(verkauft)
Album amicorum des F. P. Usener
Album amicorum. - Hessen - Frankfurt - Stammbuch des Friedrich Philipp Usener. "Der Freundschaft heilig". Meist Erlangen, Idstein, Marburg, 1790-96. Qu.-8vo (11,5:19 cm). Mit kol. gest. Titel, 8 Aquarellen (3) u. Zeichnungen. Zus. 124 Bll. mit ca. 41 Einträgen. Ldr. d. Zt. mit goldgeprägtem Namen "F. P. Usener" und Datierung 1790 auf dem Vorderdeckel, schmale goldgeprägte Deckelbordüren, Rückenvergoldung u. Goldschnitt, im mit Buntpapier bezogenen, geschlossenen Pappschuber d. Zt., dieser etwas berieben u. gebräunt.
Stammbuch des Juristen und Politikers Friedrich Philipp Usener (1773 Steinfurth/Bad Nauheim - 1867 Frankfurt a. M.). Er "studirte in Marburg und Göttingen die Rechte, erwarb sich 1796 auf der Universität Erlangen den juristischen Doctorgrad und erhielt 1797 in Frankfurt a.M. das Bürgerrecht mit der Zulassung zur Advocatur. Als Geschichtsschreiber ist er durch verschiedene Arbeiten über Bergschlösser in Gottschalk's Ritterburgen Deutschlands, hauptsächlich aber durch seine 'Beiträge zu der Geschichte der Ritterburgen in der Umgegend von Frankfurt a.M., daselbst erschienen 1852, bekannt geworden . Neben seiner amtlichen und schriftstellerischen Thätigkeit füllte aber noch seine Liebe zur Kunst sein Leben aus. Nicht nur, daß er aufs eifrigste die Stiche von Elias Ridinger und Daniel Chodowiecki sammelte, sondern auch als ausübender Künstler that er sich hervor. Bis in sein höchstes Greisenalter zeichnete und malte er mit unermüdlichem Fleiße alle Burgen und sonstige interessante alterthümliche Bauwerke in Frankfurt und dessen Umgebung" (ADB XXXIX, 377 f.). - Enthält Einträge von (Conrad) Varrentrapp (1779-1860, Arzt in Frankfurt), Max Elsäßer aus Stuttgart, Geiger aus Erlangen, Louis von Dewitz (Leutnant), Heinrich Usener (1774-1828, Cousin, Prediger u.a. zu Altenkirchen), A.M. Missomelius (verh. Kauffmann), Fritz Droysen aus Greifswald, G.Ch. Kocher, Karl Grundherr, Joh. Andr. Rizhaub (1745-1797, Direktor d. Gymnasium Idstein), Ch(ristian) W(ilhelm) Snell (1755-1834, Rizhaubs Nachfolger, Präsident der Nassauischen Deputiertenkammer), Charlotte Collin (1801 verh. Braune), Oheim u. Tante C.M. Beck (Karlshafen), G.L. Forst, Hohenschild (Schreib u. Zeichenmeister, später in Darmstadt), Maria Schröder (1803 verh. mit dem Kaufmann Georg Brentano), Heilmann (verh. Grünthal aus Elberfeld), Caroline Schröder (1783-1801), G. v. Starckloff (Advocatus Principis, Kriegsrat), Christian Friedrich von Glück (1755-1831, Rechtswissenschaftler), Amalie u. Hedwig Beck, Fr. Lentulus (Revierförster u. Brigadier), Marie Hoffmann (Cousine) u.a. Meist mit eigenhändigen Zusätzen Useners mit biographien Angaben zum Schreiber. - Die überwiegenden Illustrationen von Usener selbst, davon drei signiert und zwei 1796 u. 1792 datiert, ein Aquarell von G. L. Forst signiert.
Weiterlesen...
(abgelaufen)
Album amicorum Schlesien 1789 ff.
Album amicorum. - Schlesien - Stammbuch eines unbekannten Besitzers. Breslau u. Haynau 1798-1813. Qu.-8vo (11,5:18 cm). Mit Titel in Tuschzeichnung, 7 Aquarellen u. Zeichnungen, 1 kl. Stickerei u. 1 montierter Kupferstich. Zus. 130 Bll. mit 72 Einträgen. Rötlich gefärbter Prgt. d. Zt. mit vergoldetem Monogramm "C.B.M." u. Datierung 1796 auf dem Vorderdeckel auf schwarzem Grund, goldgeprägter Deckelbordüre, Rückenvergoldung u. Goldschnitt; gering berieben, teilw. etwas verblasst.
Stammbuch wohl aus dem Apothekerumkreis. Die frühesten Einträge stammen 1798 aus Bunzlau (Boleslawiec), wohl der Herkunftsort des Besitzers, die Mehrzahl der Eintragungen stammt jedoch aus Haynau (Chojnów), möglicherweise der Ausbildungsort des Stammbuchhalters, sowie aus Breslau. Vereinzelt finden sich auch Brieg und Rawicz. Die Einträge sind überwiegend von 1798-1811, von 1812/13 und 1826 finden sich nur Einzeleinträge. Enthält u.a. Einträge von: Apotheker W. G. Müller aus Feistenberg, das "Mitglied der Pharmazeutischen Gesellschaft in Berlin und Friedrichstadt im Herzogtum Schleswig", N. A. Böckmann, Kandidat der Pharmazie Maquet, Mitglieder der bekannten Breslauer Gelehrtenfamilie Magirus und der Orgelbauerfamilie Eckstein. Ferner Mitglieder der Familien Böhm, Eckstein, Feist, Frantz, Georgi, Hennig, Hirschfelder, Hollstein, Hummel, Jacobi, Kliche, Kunicke, Kunzendorff, Kurts, Letzner, Menzel, Mittmann, Mohr, Müller, Neumann, Niedergesäß, Opitz, Raetzel, Riedel, Rincke, Röhl, Sander, Schimbke, Schimmel, Schleusner, Scholtz, Sleziona, Sprösser, Talcke, Wagner. - Auf der letzten Seite der Vermerk: "1812 den 12ten auf den 13ten December, passierte Kayser Napoleon, aus Moscou kommend, ganz im Stillen hier durch". - Etwas fingerfleckig.
Weiterlesen...
(verkauft)
Album amicorum des J. F. von Schlieben
Album amicorum. - Wittenberg u.a. - Stammbuch des Joachim Friedrich von Schlieben. 2 Tle. dos-à-dos zusammen gebunden. Wittenberg, Basel u.a., 1651-1659. Qu.-12mo (8:14 cm). Mit 23 blattgr. Gouachen auf Pergament (darunter 4 Wappen) u. 8 farb. Wappen im Text. Zus. 262 Bll. mit 152 Einträgen. Mod. grüner geglätteter Kalblederband mit Deckelfileten u. Goldschnitt, in mod. Pp.-Schachtel.
Weitgereistes u. prächtig ausgestaltetes, zweiteiliges Stammbuch des Joachim Friedrich von Schlieben (gest. 1679), späterer Landsyndikus und Konsistorialrat der Niederlausitz. Mit zahlr. Einträgen von Kommilitonen, Professoren u. adeligen Freunden aus Wittenberg (1651-52), Leipzig (1652), Tübingen (1653), Straßburg (1653-54), Basel (1654), Paris (1654-55) u. Merseburg (1659). Unter den Einträgern finden sich Adam Christopher von Hollstein (1631-1691), Nicolaus von Gersdorff (1629-1702), Heinrich Gebhard von Miltitz (1633-1688), Adolph Friedrich von Lepel (1633-1655), Johann Georg von Zedlitz (1632-1686), Hans von Katte (1633-1684), Bogislaw von Somnitz (1632-1659), Gustav Rudolph Herzog von Mecklenburg-Schwerin (1632-1670), Christian II. Herzog von Birkenfeld (1637-1717), Johann Karl, Herzog von Gelnhausen (1638-1704), Gustav-Adolph von Nassau-Saarbrücken (1632-1677), Otto Wilhelm Graf von Königsmarck (1639-1688), Christian Trentsch (1605-1677, Rektor der Universität Wittenberg), Johannes Meisner (1615-1681, Prof. d. Theologie), Marcus Banzer (1592-1664, Prof. d. Medizin), Caspar Manz (1606-1677, Prof. d. Rechte), Melchior II. Sebisch (1578?-1671, Prof. d. Medizin), Augustin Strauch (1612-1674, Prof. d. Rechte), u.v.m.
Ein Pergamentblatt mit dem Wappen derer von Schlieben in einer zarten Tulpenblüte am Anfang sowie mehrere namentliche adressierte Widmungen identifizieren den Halter des Stammbuches. Unter den prachtvollen, tls. Gold gehöhten Gouachen finden sich einige allegorische Szenen, in denen Amor und Venus in das jeweilige Geschehen eingreifen. Eine emblematische Darstellung zeigt eine bekrönte Weltkugel vor einer Ansicht von Tübingen, andere Darstellungen zeigen ein musizierendes Paar, ein poussierendes Paar im Park, vier Herren im Wirtshaus, ein untergehendes Schiff auf See, einen Musenreigen in freier Natur, Kostümdarstellungen, u.a.m. Am Schluss ein Pergamentblatt mit Wappen des Christoph Traugott von Burgsdorff (1701-1758), datiert Halle 1732. - Stellenw. gebräunt, stock- oder fingerfleckig. Zwei Pergamentbll. im Rand oxydiert, ohne Bildberührung, eine Kostümdarstellung mit etwas Farbabrieb. Vom Sammler neu dos-à-dos als Zwillingsband gebunden.
Weiterlesen...
(verkauft)
Album Amicorum des J. T. Oeding
Album amicorum. - Züllichau. - "Philomuseum Joannis Theophili Oedingii Oscherlebiensis Saxo Anno 1723. d. 4. Februarii" (Deckelprägung). Stammbuch des Johann Theophil Oeding aus Oschersleben. Züllichau, Angermünde, Bautzen, Breslau u. wenige andere, 1723-44. Qu.-8vo (11,5:17,5 cm). Mit ca. 180 meist lavierten u. aquarellierten Feder- u. Bleistiftzeichnungen. 197 Bll. Mit 25 Einträgen. Ldr. d. Zt. mit blindgepr. Deckeltitel u. Deckelbordüre, Goldschnitt sowie Brokatpapiervorsätzen, diese berieben, Rücken am Kopf repariert, berieben u. beschabt.
Bemerkenswertes, pittoreskes Stammbuch, das sich um 1800 in ein reich gefülltes Skizzenbuch wandelte, bei dem selbst Blätter mit handschriftlichen Einträgen für die Zeichnungen verwendet wurden. Die gekonnten Genreszenen stellen vielfältigste Personen bei ihren Beschäftigungen u. Vergnügungen in Haus u. Hof, im Kaffeehaus, Wirtshaus, Theater, Hörsaal sowie in Park u. Landschaft dar. Außergewöhnlich sind Darstellungen mit Guckkasten, Pferdeomnibus, Freibadanstalt, Kegelbahn, Glashaus, Herrenclub-Lesesaal, Artisten auf Pferdewagen, etc., sowie eine Ansicht vom Brandenburger Tor. - Gebräunt u. schwach stockfleckig, erstes Blatt gelockert, Innendeckel mit altem Besitzerstempel.
Weiterlesen...
(abgelaufen)
Aleotti, Regole di prospettiva
Aleotti, G. B. Regole generali di prospetiva (sic) di Gio. Battista Aleotti, detto l'Argenta. Italienische Handschrift auf Papier. (Ferrara), um 1620. Blattgröße 42:27,5 cm, Schriftspiegel ca. 37:23 cm. 52-57 Zeilen. Von Aleotti in flüssiger, gut lesbarer italienischer Kursive mit brauner Tinte geschrieben. Mit zahlreichen schematischen Zeichnungen im Text. 7 nn. Bll. Alter Kartonband; Vorderdeckel stärker fleckig u. mit unsachgemäß fixierter oberer Außenecke.
Honeyman Collection 1117; Bergé, Coll. Thomas Vroom 12. - Interessantes eigenhändiges Manuskript des Architekten, Ingenieurs, Theaterarchitekten und Kartographen Giovanni Battista Aleotti (1546-1636) aus Ferrara von unveröffentlicht gebliebenen Abhandlungen über die Perspektive. Behandelt die Prinzipien der euklidischen Geometrie und die Verbindungen zwischen Perspektive und Theaterszenen, wie sie von Vitruv beschrieben werden. Die letzten beiden Seiten zur Wahnehmung der Perspektive durch das Auge, überschrieben 'Di quei raggi luminosi, ch'uscendo dal senso del vedere, passano la pupilla dell'occhio, et et comprhendono l'ogetto'. Laut Bergé hat Dr. Myra Nan Rosenfeld die Echtheit des Manuskripts im Jahr 2002 bestätigt: "Unpublished manuscripts by Aleotti on hydraulics, architecture, astronomy and meteorology, fortifications, and artillery are found in the Biblioteca Comunale F. Bertoldi, Argenta, and the Biblioteca Apostolica Vaticana. An unpublished manuscript with writings and illustrations on perspective long thought to be lost, is mentioned on the first folio of Aleotti's will in the Archivio di Stato of Ferrara (Archicio Notario Anticho, Notaio Mainardi Guarini, Matricolo n. 852, pacco n.23, folio 217-v-222). It was to have been dedicated to Duke Federico Savelli, the commander of the Papal troops in Ferrara and was intended by Aleotti to be printed... Aleotti's treatise on perspective must have been written toward the end of his life, since in the introduction, he mentions two theatres he built after 1600, the theatre of the Accademia degli Intripidi in Ferrara (1606), and the wooden theatre in the Farnese Palace in Parma designed for Duke Ranuccio I Farnese (1617-1618). In this fragment of his treatise on perspective, Aleotti discusses the connections between perspective and stage design according to Vitruvius's definition of scenographia in Book I, Chapter II of this Ten Books on Architecture, the principles of Euclidian geometry, and one-point perspective. The illustrations in this fragment are derived from those of Piero della Francesca, De prospective pingendi, of which Aleotti owned a manuscript, now in the British Library and of Giacomo Barozzi Vignola, Le due regole della prospettiva (1583).” - Schwach gebräunt, etwas wasserfleckig, stellenweisse geringe Randläsuren. Letztes Blatt im Format etwas kleiner, der Text verso kopfstehend. Mod. Exlibris. - Dazu: Ders. Eigenhändiger Brief an Cesare Vesuvio, signiert u. datiert 3. Dez. 1631, über finanzielle Fragen. 1½ S. Auf einem Doppelblatt. - Provenienz: Honeyman Coll.; Arnaud de Vitry, Sotheby's 2002, lot 15; Thomas Vroom; Privatsammlung.
Autograph manuscript of 7 large leaves written on both recto and verso by the Italian architect, engineer, stage designer and cartographer Aleotti, including numerous sketches in ink. Unpublished treatises on Euclidian geometry and one-point perspective. According to the catalogue of the T. Vroom coll. examined and authentified by Myra N. Rosenfeld in 2002. - Little browning, some faint waterstaining, few marginal lesions. Last leaf slightly smaller, the text on the last page reversed. - Added: Autograph letter from Aleotti, dated Dec. 3, 1631 to this patron Cesare Vesuvio, discussing his finances. - Previous owners: Robert B. Honeyman, Arnaud de Vitry, Thomas Vroom, Private collection.
Weiterlesen...
(verkauft)
Antiphonar auf Pergament. 1763
Antiphonar. Lateinische Handschrift auf Pergament. (Cordoba) 1763. Imp.-fol. (56:39 cm). Blattgr. 52:37 cm, Schriftspiegel 45:26 cm. Rotunda formata in schwarzbrauner Tinte u. römische Quadratnoten auf 5 roten Linien. Mit 4 großen Schmuckinitialen in mehreren Farben u. zahlreichen eingemalten, teilw. großen Initialen in Rot u. Schwarz, die ersten zwei beschriebenen Seiten mit farbigen Randleisten. 97 num. Bll. Wildldr. d. Zt. über schweren Holzdeckeln mit je 4 Metall-Eckbeschlägen, 1 großes Metall-Mittelstück auf beiden Deckeln sowie weiteren Metallbuckeln u. Rundnägeln, Pergamentspiegel; berieben, Schließen fehlen.
Großformatige liturgische Handschrift auf Pergament mit Maria Empfängnis, Weihnachts- und Totenmesse etc. Am Schluss der Vermerk auf Stifter und Schreiber: "Siendo Obispo de esta Ziudad el illustrissimo Senor D. Martin de Barcia de Consejo de sua Magd. Recor de esta Parroquia Dn. Antonio Caballero. Mayordomo Dn. Juan Gonzalez y Sochantre D. Pedro Escobar; y lo scrivio Diego Melero. ano de 1763". Martin de Barcia war 1756-1771 Bischof von Cordoba. - Teilw. fleckig bzw. fingerfleckig, stellenweise gebräunt u. berieben, schwarze Text- u. Notenfarbe stellenweise etwas abgerieben, eine Schmuckinitiale ebenso betroffen. Vereinzelte Randläsuren bzw. Randeinrisse. Bl. 94 mit Eckabschnitt mit etwas Verlust der Notenlinien.
A monumental liturgical manuscript on vellum. Written in black ink and Roman square notes on 5 red lines. 4 large initials in colours and numerous initials in red and black, colour borders on first two leaves. For note and date at the end see German description. - Partially stained or fingerstained, browned and rubbed in places, black text and note colour somewhat rubbed off in places, one decorative initial also affected. Isolated marginal tears and tears in margins. Upper right corner of leaf 94 torn away with some loss. Contemporary buckram over heavy wooden boards, each with 4 metal corners, 1 metal centrepiece on both covers as well as further metal bosses and round nails; rubbed, clasps missing.
Weiterlesen...
(verkauft)
Compagnie des Indes Orientales
Relation du voyage des Indes
Asien. - Relation du voyage des Indes du S. Assolent dans le vaisseau L'Emphitritte de la Compagnie des Indes. Commencé le 26e fevrier 1733 et fini le 24e aoust 1734. Französische Handschrift auf Papier. Ca. 1733/1734. Blattgr. ca. 22,5:17, Schriftspiegel ca. 17:13 cm. 1 Bl., 141 S. Hldr. d. 19. Jh. mit etwas Rvg., Gelenke mit wenigen Wurmspuren.
Bericht des "enseigne surnumeraire" (etwa: Seekadett) Assolent über die Reise des Schiffs L'Amphitrite unter Kapitän Louis de Canivet (hier Cannivet) nach Ostasien. Das Schiff verließ am 25. Februar 1733 den bretonischen Hafen Lorient und kehrte am 24. August 1734 in den benachbarten Hafen Port-Louis zurück. Die Reise ging entlang der afrikanischen Küste und über den Indischen Ozean nach Pondicherry/Pondichéry an der Südostküste Indiens, das am 25. September erreicht wurde. Es war einer der Hauptstützpunkte der Französischen Ostindienkompanie (Compagnie des Indes Orientales). Etwa 10 Tage später ging es weiter über die Ile du Roi im Mergui-Archipel nach Mergui (im Süden des heutigen Birma), wo auch die Siamesen beschrieben werden. Danach wurde Aceh auf Sumatra ("Achem") angesteuert und am 18. Januar 1734 wieder Pondicherry erreicht. Am 10. Februar ging es wieder Richtung Heimat. Berichtet wird von Stürmen, Flauten, Elmsfeuer, verschiedenen Todesfällen an Bord etc., beschrieben werden Völker, Landschften und Städte, es gibt auch einen Abschnitt über exotische Fische. Es war die erste lange Fahrt der "Amphitrite". Das Schiff ("vaisseau") von etwa 400-550 Tonnen, mit 26-32 Kanonen versehen, war 1732 in Hamburg gebaut worden, auf der von dem Hugenotten Pierre Boué betriebenen Werft ("Französische Schiffbauerei"), wo zahlreiche Schiffe für die Compagnie des Indes Orientales gebaut wurden. Der vorliegenden Bericht hatte Assolent offenbar für seinen Vater geschrieben, S. 1/2 mit einer Widmung an diesen. - Tlw. unbeschnitten. Etwas gebräunt, vereinzelt fleckig.
Report on the first voyage of the vessel "L'Amphitrite" belonging to the French East India Company to Pondicherry, Mergui and Aceh, written by a cadet for his father. - Partly uncut. Some browning, staining here and there. 19th century half-calf gilt, slight worming to joints.
Weiterlesen...
(verkauft)
Gunter Böhmer an Konrad F. Bauer
Böhmer, Gunter. Briefe, Aquarelle & Zeichnungen
Autographen. - Böhmer, Gunter (Maler, Zeichner, Schriftgestalter; 1911-1986). Sammlung seiner Korrespondenz an Konrad Friedrich Bauer (Typograph, künstlerischer Leiter der Bauerschen Gießerei, Frankfurt; 1903-1970) und dessen Frau Sofie Charlotte Bauer (1913-1999). Insgesamt 6 Briefe und Schriftstücke, 16 Or.-Tuschzeichnungen auf 9 Bll., 4 aquarellierte signierte Or.-Tuschzeichnungen, 2 signierte Or.-Aquarelle, Sammlung von eigenh. getuschten Musterblättern zu einem Schriftentwurf, Beilagen. Meist Montagnola 1939 - ca. 1970. Lose in Hlwd.-Kassette (40:30 cm).
Reichhaltige Sammlung von Schriftstücken, Originalzeichnungen und Entwürfen, die die Zusammenarbeit Böhmers mit der Bauerschen Gießerei dokumentieren. Enthält im Einzelnen:
1. Zwei eigenh. Briefe vom 27.4.1939 (4 S.) und vom 7.10.1939 (1 S.). - Der Brief vom 27.4. ausführlich über geplante und begonnene Projekte, so über eine geplante neue Publikation eines ungenannten Textes von Hesse. "Nach Ihrem schönen Besuch habe ich gleich Hesse von Ihnen, von Herrn Hartmann (d.i. Seniorchef d. Bauerschen Gießerei) und von unseren Plänen erzählt... Übrigens ist inzwischen die Nachdruckerlaubnis von Hesses Verleger eingetroffen... O, es wird herrlich!" Weiterhin zu Illustrationen zu einer geplanten Hamlet-Ausgabe "Daß Herr Hartmann für den Hamlet mehr Illustrationen wünscht, das freut mich ja nur." (Hier ist offenbar nicht Faulkners 'The Hamlet' gemeint, der erst 1940 in New York erschien und später in Auszügen von Böhmer illustriert wurde). Zu 'Klingsors letzter Sommer' schreibt B.: "Im Klingsor lebe ich ganz, ich muß Ihnen aber gestehen, daß mich der Hamlet immer intensiver packt." - Maschinenschriftl. Brief mit Unterschr. vom 11.8.1950 (1 S.) "von inneren und äusseren künstlerischen Plänen, Hoffnungen, Wandlungen, Kämpfen und Nöten... Manchmal denke ich, wenn der Klingsor damals erschienen wäre, hätte meine ganze Bucharbeit vielleicht eine andere Wendung nehmen können". - Eigenh. Ansichtskarte. Ischia 25.(?) 9. 1950. - Maschinenschriftl. Brief mit hs. Zusätzen u. Unterschr. vom 9.1.1955. (2 S.), zum Tod von Georg Hartmann, zum bevorstehenden 80. Geburtstag Hesses und zu der von Böhmer gestalteten Neujahrskarte der Bauerschen Gießerei 1955. - Grußkarte an Sofie Charlotte Bauer. (Nach 1970). Über den verstorbenen K. F. Bauer.
2. Sechzehn Or.-Tuschfederzeichnungen auf 9 Bll. verschiedener Formate (17,5:11 bis 29,7:21 cm). Skizzen von Szenen mit 2 oder mehr Personen, zwei auch mit Pferd, wohl als Entwürfe zu Illustrationen von Büchern. Auf den zwei größten Bll. je 4 Szenen auf 1 Seite (1 auch rückseitig). Ein Blatt für K. F. Bauer zeigt den knieenden Künstler, die Hände zu dem als Engel in einer Wolke erscheinenden Bauer erhebend mit 4 fragenden Stichworten und Gruß.
3. Vier lavierte Or.-Tuschpinselzeichnungen in verschiedenen Farben, alle signiert und (19)40 datiert, sowie an den oberen Ecken auf Kartonbll. montiert: - Mann am Tisch sitzend, dahinter stehende Frau. 23,5:11,7 cm. - Zwei Frauen im Gespräch über eine Mauer hinweg. 21,7:17,9 cm. - Zwei Männer mit Fahrrädern im Gespräch. 21,3:20,2 cm. - Zwei Männer mit Pferd. 23,5:18,6 cm.
4. Or.-Aquarell, signiert und (19)48 datiert. Sitzender weiblicher Akt in einem Zimmer mit Blick auf Gebirgslandschaft mit See und Segelbooten. 20:28,5 cm. An 2 Ecken auf Karton montiert.
5. Or.-Aquarell, signiert. Mann beim Aufsitzen auf ein Pferd. 21:15,8 cm. - Dazu: Beispielheft der Druckabfolge der 6 Farbplatten für dieses Aquarell. 11 Bll. Umschl.
6. Mappe mit Entwürfen zu einer "Böhmer-Pinselschrift", teilw. "Pennello" benannt. 22 Bll. von Böhmer mit Tuschpinsel mit sich teilw. wiederholenden Texten beschrieben. Zahlreiche Buchstaben ausgeschnitten und auf separate Bll. als Alphabet montiert. - Weitere 3 Bll. mit getuschten Schriftentwürfen (von anderer Hand?). - 7 Bll. fotogr. Reproduktionen der Pinselschrift. - Mappe mit kalligraphierter Postanschrift an K. F. Bauer, Bauersche Gießerei, Frankfurt. Mappe etwas beschädigt.
7. Mappe mit Ausstellungsprospekten und Zeitungsausschnitten, darunter ein von Böhmer zusammengestelltes Heft (gedrucktes Deckelschild: H. Hesse / K. Höhn. Böhmer. Gemälde) mit 2 Aufsätzen über ihn von H. Hesse und K. Höhn mit 3 zusätzlich montierten und von Böhmer eigenh. bezeichneten Or.-Fotoabzügen von Gemälden. Mit eigenh. Widmung Böhmers an Georg Hartmann, dat. Paris, Nov. (1938).
Weiterlesen...
(verkauft)
Böttiger, Eigenh. Brief an A. Duvau / 3 Bll.
Autographen. - Böttiger, C. A. (Philologe u. Archäologe; 1760-1835). Eigenhändiger Brief mit Unterschrift an Auguste Duvau. Marienbad, 4. August 1828. 4to (25:22 cm). 1 1/2 S.
Der Empfänger ("Mein alter, edler Freund") wird namentlich nicht genannt, lässt sich aber erschließen. Es handelt sich um Auguste Duvau (1771-1831), der sich als französischer Emigrant in den 1790er Jahren in Weimar aufhielt, wo er sich u.a. mit Wieland und Böttiger anfreundete. 1805 kehrte er nach Frankreich zurück, blieb aber im Briefwechsel mit Böttiger und übersetzte aus dem und in das Deutsche. Böttiger bedankt sich für die ihm aus Dresden nachgesandten Briefe "und die volwichtige Beilage, Ihren Wieland". Duvau hatte für die Biographie Universelle (Bd. 50; 1827) den Artikel über Wieland verfasst, der auch als Sonderdruck vorkommt (Notice sur la vie et les ouvrages de Chr.-M. Wieland). "Ueber Ihren Schiller habe ich zu seiner Zeit in öffentlichen Blättern (in der Alg. Zeitung) gesprochen. Er ist eine gediegen Arbeit. Aber ich bin ein träger Briefwechsler geworden." Den Sonderdruck aus der Biographie Universelle über Schiller (Bd. 41; 1825) hatte Duvau, mit Widmung, auch an Goethe geschickt. Weiter über den Wieland-Aufsatz: "Ihr Wieland hat mir ausser ordentlich gefallen. Er verdiente eine Uebersetzung. Und lebte unser Göschen noch, so verwirklichte sich diese ... Führen Sie doch ja Ihr Vorhaben aus, diese Notiz zu einem grösser(en) Werk mit dem Titel: 'Wieland und seine Vorgänger' zu verarbeiten ... Nur hüten Sie sich vor dem Wust der Minnesänger und allem, was vor Opitz vorangeht." Weiter über Verschiedenes, so wird das Ehepaar v. Könneritz in Paris angekündigt und Duvau wird gebeten, Böttigers Briefpartner Raoul-Rochette aufzusuchen. "Der Tod des Großherzogs von Weimar ist algemein bedauert worde(n). Er wird nicht ersetzt werden. Hier mein Nachruf." Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach war am 14. Juni 1828 gestorben, zum "Nachruf" siehe die erste Beilage. Vorliegender Brief ist in der Edition des Briefwechsels zwischen Böttiger und Duvau (Berlin 2004) nicht abgedruckt, weil er den Herausgebern, K. Gerlach und R. Sternke, unbekannt war. Da sich aus Duvaus Antwortbrief vom 31. August erschließen ließ, dass Böttiger vorliegenden Brief geschieben hat, erhielt dieser die Nummer 101 mit dem Vermerk "Böttiger an Duvau. Dresden, zwischen Mai und August 1828". - Unterschiedlich gebräunt u. mit kl. Randläsuren. - Provenienz: Stargardt, Auktion 631 (1984), Nr. 507. - Dazu: 1. C. A. Böttiger. Cum nuntius allatus esset, Carolum Augustum ... Stans moritur Dux Vimariae ... Stehend stirbt, der Weimar beherrscht. Einblattdruck. (Dresden? 1828). Schmal-fol. (49,5:13 cm). - Erschien (mit anderem Satz) auch in der Abend-Zeitung (Dresden), Nr. 149 vom 21. Juni 1828. - Etwas gebräunt. - 2. Ders. Dresdens Klage beim Leichenzug der Höchstseligen Königin den 10. Novemb. 1827. Einblattdruck. (Dresden 1827). 4to (24,5:20 cm). - Verso die lateinische Fassung (Dresda lugens...). - Etwas gebräunt u. mit kl. Randläsuren - Zusammen 3 Bll.
Weiterlesen...
(verkauft)
Clodius, Eigenh. Brief / 2 Bde. Beilage
Autographen. - Clodius, Christian August (Dichter u. Philosoph; 1737-1784). Eigenh. Brief mit Unterschrift. Leipzig, 23. Sept. 1768. 4to (23,5:19 cm). 4 S. auf 1 Doppelbl.
Clodius war seit 1760 Professor in Leipzig. 1766 hatte Goethe ihm ein Gedicht vorgelegt, das Clodius veranlasste, "den Mißbrauch der antiken Mythologie scharf zu verurteilen. Um seinem Ärger Luft zu machen, schrieb Goethe die Huldigungsverse 'An den Kuchenbäcker Händel', worin er C.s prunkendes Pathos travestierte ... Gegen Goethes Schilderung in 'Dichtung und Wahrheit' (7. Buch) wandte sich C.s Sohn vergebens: die Nachwelt hat daraus ein einseitiges und ungerechtes Bild von C. gewonnen. Seine späteren Schriften zeigen ihn demgegenüber als einen Mann von umfassender Bildung, geistigem Weitblick, hohem Kunstverständnis und edlem Charakter" (NDB III, 292f.). Vorliegender Brief an einen Ungenannten in Dresden, wohl am kurfürstlichen Hof, dem er zwei junge Leute empfiehlt: "Der Baron von Mandach und sein Freund Herr von Ziegler, zwey junge Schweitzer von guter Hoffnung ... Beyde sind meine Zuhörer, und beyde lieben die Wissenschaften". Georg v. Mandach und Johann Jacob v. Ziegler, beide aus Schaffhausen, waren seit 1768 und 1766 in Leipzig immatrikuliert. Weiter über den Regierungsantritt von Kurfürst Friedrich August III., den Clodius sehr rühmt: "Ich bin so sehr davon voll, daß ich gestern in meiner moralischen Vorlesung von dem Verfall der Sitten ihn als den größten Bewegungsgrund zur Ruhe und Sittsamkeit für unsere Jugend gebraucht habe." Dazu: 1. Ders. Der Königstein im Ungewitter. Eine Ode. Leipzig, aus der Löperischen Buchdruckerei, 1778. 4to. Mit 2 gest. Vignetten. 4 Bll. Umschlag d. Zt., ohne den Rückdeckel. - Nicht bei Goed. III, 375f., 118. - Mit großer Vignette der Festung Königstein in der Sächsischen Schweiz. - Etwas gebräunt. - 2. Ders. Ode an den May. Ebda. 1778. 4to. Mit 2 gest. Vignetten. 4 Bll. Ohne Einband. - Etwas gebräunt u. im Außensteg tlw. braunfleckig. - Zusammen 1 Autograph u. 2 Bde.
Weiterlesen...
(verkauft)
11 Autographen verschiedener Künstler / 13 Bll.
Autographen. - Künstler. - Konvolut von 11 Autographen verschiedener Künstler. 1910-1987. Verschiedene Formate.
Enthält: 1. Hans Thoma (Maler; 1839-1924). Eigenhändiger Brief mit Unterschrift an den Lüdenscheider Maler Hermann Bürger (1877-1960). Karlsruhe, 23. Sept. 1910. Qu.-8vo. - 2. Josef Hegenbarth (Maler u. Graphiker; (1884-1962). Eigenh. Brief mit Unterschrift an die Kunsthandlung Clasing. Dresden-Loschwitz, 12. Jan. 1940. 4to. 1 1/2 S. - Mit einer Liste über "abgesandte Arbeiten", mit Bruttopreisen, enthaltend 17 Gemälde (Tempera), 3 Pinselzeichnungen und 4 farbige Zeichnungen, - Gelocht. Gebräunt. - 3. Otto Pankok (Maler; 1893-1966). Eigenh. Postkarte an den Galeristen u. Künstler Heinz Clasing (1911-1989) in Münster. Düsseldorf-Oberkassel, (3)0. Nov. 1946. - Verso mit Linolschnitt. - Gelocht mit Berührung des Linolschnitts u. des Datums. - 4. Walter Heisig (Graphiker; 1909-1984). Maschinenschriftl. Brief mit eigenh. Unterschrift. 4to. - Unter dem Briefkopf des Ministeriums für Volksbildung, Hauptabteilung Kunst und Literatur, Referat Bildende Kunst. An einen Dr. Reissert. "Zusammen mit dem Genossen Nerlinger habe ich mir die Ausstellung des amerikanischen Kunstwettbewerbs in der Grunewaldstraße angesehen. Es wäre meiner Meinung nach falsch, ncht zu erkennen, daß die dort ausgestellten Arbeiten Talent (...) aufweisen. Und doch war ich etwas erschüttert darüber, daß es sich fast ausschließlich um sekond-hand-Kunst (!) handelt. Es waren die Vorbilder Kandinsky, Klee, Molzahn oder auch die Brücke (...) deutlich zu erkennnen (...)". - Gelocht. Papier gebräunt, brüchig u. mit kl. Randläsuren. Verlust eines Worts durch hinterlegte Fehlstelle. - 5. Alexander Archipenko (Bildhauer; 1887-1964). Maschinenschriftl. Brief mit eigenh. Unterschrift. 27. Okt. 1962. 4to. - An den Galeristen Günter Fuchs, Stockholm, dem er einen signierten Katalog zurückschickt. - 6. Der unter (5) genannte Katalog, zur Archipenko Ausstellung in St. Gallen (17. November 1962 bis 10. Januar 1963) mit Unterschiften von Archipenko u. seiner Frau Frances Archipenko-Gray auf dem Titel. - 7. Meret Oppenheim (deutsch-schweizerische Malerin; 1913-1985). Eigenh. Postkarte mit Unterschrift "M. La Roche-Oppenheim". Hünibach-Thun, 19. Juli 1966. - Bestellt das "Internation surrealist Bulletin" aus einem Katalog. - 8. Karl Schmidt-Rotluff (Maler; 1885-1976). Brief mit eigenh. Unterschrift. Von anderer Hand datiert 20. Aug. 1974. 8vo. 1 1/2 S. - Wohl von der Hand seiner Frau Emy Schmidt-Rotluff (1884-1975), auch von ihr unterschrieben. An Gerhard Wietek (Kunsthistoriker u. Museumsdirektor; 1923-2012), der vielfach zu Schmidt-Rotluff publiziert hat. - Gelocht mit Verlust weniger Buchstaben. - 9. Arnulf Rainer (österr. Maler; geb. 1929). Eigenh. Postkarte mit Unterschrift. 1974 (Poststempel). - Bestellung an das Antiquariat Fuchs. - 10. Max Bill (Schweizer Architekt u. Künstler; 1908-1994). Maschinenschriftl. Brief mit eigenh. Unterschrift. Zürich, 23. Sept. 1976. 4to. - An das Antiquariat Fuchs, bietet Kataloge seiner früheren Ausstellungen an. Ohne die Anlage mit der Bestellung. - 11. Wolf Vostell (Künstler; 1932-1998). Eigenh. Brief mit Unterschrift. O.O., 26. März 1987. 4to. - An Siegfried Salzmann (Kunsthistoriker u. Museumsdirektor; 1928-1994). "Lieber S. Salzman,; ich würde mich sehr freuen, könnten wir in nächster Zukunft in Berlin über die geplanten Ausstellungen sprechen (...)". - 2 Beilagen.
Weiterlesen...
(abgelaufen)
Maximilian II. Brief von Schreiberhand
Autographen. - Maximilian II., römisch-deutscher Kaiser (1527-1576). Deutsche Urkunde von Schreiberhand auf Papier die Ratswahl in Schönaich betreffend. Wien, 1 Dezember 1565. Fol. (32:21 cm). 1 Bl., einseitig beschrieben. - Ränder etwas angestaubt, gefaltet.
Weiterlesen...
(abgelaufen)
Imre Reiner an Konrad F. Bauer
Reiner, Imre. 39 eigenh. Briefe u. Postkarten + Beilagen
Autographen. - Reiner, Imre (Maler, Grafiker, Schriftgestalter; 1900-1987). Sammlung seiner Korrespondenz an Konrad Friedrich Bauer (Typograph, künstlerischer Leiter der Bauerschen Gießerei, Frankfurt; 1903-1970) und dessen Frau Sofie Charlotte Bauer (1913-1999). Insgesamt 39 (35 eigenhändige, 2 maschinenschr., 2 eigenh. Postkarten) Briefe und Schriftstücke. Paris (2), London (2) u. Ruvigliana 1931-1976. Verschiedene Formate, je 1-3 S. auf 1-2 Bll. Mit 14 Or.-Zeichnungen und 17 teilw. signierten bzw. beiligenden Or.-Holzschnitten. - Beilage: 1 Skizzenblatt mit Federzeichnungen (s.u.). Lose in Hlwd.-Kassette (40:30 cm).
Umfangreiche Sammlung der zum Teil sehr persönlichen Briefe und Grußkarten, die Mehrzahl in chronologischer Ordung (mit kl. Abweichungen) mit Bleistift nummeriert. Das älteste vorhandene Stück ist ein kalligraphisch gestalteter Briefumschlag (nur Vorderseite) vom August 1931 aus Stuttgart, gefolgt von einem Brief vom September 1931 aus Paris, in dem er seinen Umzug in die Schweiz ankündigt und die Hoffnung auf eine Freundschaft postuliert "aber es kommt mir so vor, als hätte ich an Ihnen einen stillen Freund - der wenn er mir schon nicht viel helfen !!! will, wenigstens nicht schadet !!! (mit Zusatz:) Klingt so bissig. Ist aber nichts, als ein misslungener Witz." Zahlreiche Schreiben zeugen von Reiners Arbeiten, meist für die Bauersche Gießerei, vor allem als Schriftgestalter aber auch als Illustrator. Die Form der Anrede wechselt häufig, von "Lieber Herr Dr. Bauer" zu "Mein lieber Freund", "Mein lieber KFB" wieder zu "Sehr geehrter Herr Doktor Bauer" etc. Im Jahr 1954 bemerkt er "Meine Ausstellung ist im Gang. Was dabei herauskommt das ahne ich. Die Menschen fallen nicht mehr auf Bilder herein, jetzt nur noch auf chice Autos und Nylon-made Dinge." Der letzte Brief an K. F. Bauer über die Söhne der Familien (beide mit Namen Michael) und die Hoffnung auf ein Wiedersehen. Die folgenden 7 Briefe und Schriftstücke (1973-1978) an die Witwe Sofie Charlotte Bauer. - Die Zeichnungen, überwiegend in Tinte, auf den Briefen und Schriftstücken, teilweise blattgroß mit umlaufender Handschrift. - Einige Holzschnitte als Briefkopf, einige lose oder in Passepartout, darunter auch sign. Probedrucke. - Dazu: 1. Brief des Sohnes Michael Reiner vom 8.7.1983 an Sofie C. Bauer. Schildert die vollständige Erblindung des Vaters und fragt ob seine Mutter Hedwig, geb. Bauer verwandt sei. - 2. I. Reiner u. Hedwig Bauer. Schreibmeister. Heft mit gedruckten Schriftmustern. Ohne Ort u. Jahr. Umschlag mit hs. Titel. - 3. "Skizzenblatt für Frl. Bauer" (hs. Zusatz in Bleistift). Skizzenblatt mit ca. 22 Or.-Federzeichnungen von I. Reiner, wohl zu Märchenmotiven, offenbar seiner zukünftigen Frau Hedwig zugeeignet. - 4. imre reiner. Square Gallery, Milano. Ausstellungskatalog 1970. Mit hs. Widmung von I. Reiner. - 5. M. Gasser. Imre Reiner. Sonderdruck aus Graphis 13/14. Zürich 1946. - 6. Imre reiner. Mappe mit Reproduktionen versch. Arbeiten. Ohne Ort u. Jahr. 12 Bll.
Weiterlesen...
(verkauft)
Hamburger, Skizzenbücher. 4 Bde.
Bad Kreuznach. - Hamburger, K. T. W. Vier Skizzenbücher des in Bad Kreuznach tätigen Architekten und späteren Kommunalpolitikers Karl Theodor Willibald Hamburger (1884-1965). Verschiedene Orte, 1908-1920. Qu.-8vo (2) u. Qu.-4to. Mit zahlreichen, teilweise kolorierten Bleistift- u. Federzeichnungen. Or.-Lwd. (3) u. Or.-Kart. (1); etwas fleckig.
Hamburger studierte in Darmstadt bis 1909 und übernahm, nach einer ersten Tätigkeit als Architekt in Bosnien, 1912 das Bauamt der Diakonieanstalten Bad Kreuznach, wo er sich nach 1945 auch in der Kommunalpolitik engagierte. Die Zeichnungen meist signiert oder monogrammiert und datiert, vielfach auch bezeichnet. Zwei Innendeckel mit Name und Adresse Hamburgers. Das erste Skizzenbuch (9:14,5 cm; 30 Bll.) aus seiner Studienzeit 1906-1908 mit Selbstporträt, Landschafts- u. Figurenstudien. Das zweite Skizzenbuch (18:25,5 cm; 25 Bll.) aus der Zeit seines Aufenthalts in Bosnien mit 1910-1912 dat. Ansichten u. Motiven aus den Gegenden von Banja Luka, Mostar, Schatzberg (Österreich) u.a. Die weiteren Skizzenbücher (12,5:20 cm; 38 Bll. u. 21:17 cm; 15 Bll.) aus den Jahren 1918-1920 mit Figurenstudien, Exlibris-Entwurf u. Motiven aus dem Hunsrück (mehrfach: Asbacher Hütte, Mörschied). - Stellenw. gering angestaubt, einige Bll. entfernt.
Weiterlesen...
(abgelaufen)
Ahnenprobe Breidbach Bürresheim
Breidbach-Bürresheim. - Ahnenprobe für Philipp Anton Freiherrn von Breidbach-Bürresheim, genannt Riedt. Deutsche Urkunde auf Pergament. München 1830 bzw. 1832. Blattgr. 90:63 cm. Von einer Hand mit braunschwarzer Tinte geschrieben. Mit 35 farbig eingemalten Wappen. 1 Blatt. Gerollt.
Philipp Anton von Breidbach Bürresheim (1791 Mainz - 1878 Heddernheim) war nassauischer Generalmajor und Abgeordneter der 1. Kammer der nassauischen Landstände. 1813 wurde Breidbach-Bürresheim zum Rittmeister ernannt. Von 1815 an diente er als Adjutant des Erbprinzen Wilhelm. In dieser Verwendung nahm er an der Schlacht bei Waterloo teil. Ebenfalls 1815 wurde er zum Major à la suite ernannt und diente als Flügeladjutant. 1858 erfolgte die Ernennung zum Generalmajor à la suite. 1826 bis 1847 gehörte er der Herrenbank des Landtags des Herzogtums Nassau an. 1848 war er Mitglied des Frankfurter Vorparlaments und 1858 bis 1863 als Vertreter des Erzherzogs Stephan Mitglied der Nassau. I. Kammer. Die Urkunde wurde bestätigt durch Augustin Theodor Graf von Waldkirch, Kämmerer und Ritter des Ordens vom Heil. Michael und August Karl Graf von Seinsheim, München 1830. Darunter Bestätigung von 1832. durch den Reichsherold Ludwig von Soulon. - Etwas fingerfleckig u. leicht angestaubt.
Weiterlesen...
(abgelaufen)
Denkbuch der Freundschaft geweiht.1869
"Denkbuch dem Genius der Freundschaft gewidmet". Wien 1869. Qu.-8vo (12,4:19,5 cm). Mit gest. Front., gest. Titel, zahlr. handschriftlichen Einträgen in schwarzer Tinte, einigen Federzeichnungen, 2 Quodlibets, 4 Stahlstichen u. 5 Bll. in Typendruck. 66 Bll. mit Einträgen. Roter Maroquinbd. des frühen 19. Jh. mit goldgeprägter Deckelbordüre, Rücken-, Steh- u. Innenkantenvergoldung u. Goldschnitt, im goldgeprägten Ldr.-Schuber, dieser berieben.
In schwarz gehaltetes Album zu einem Abschied. Vielfach kalligraphisch gestaltet, in verschiedenen Schriften, teils Zierschriften und obwohl unterschiedlich, wohl von einer bzw. wenigen Händen. Mit Gedichten, Sprüchen und einigen Rätseln, dazwischen einige Federzeichnungen, die teilw. die Stationen gemeinsamer Erinnerungen illustrieren. 1 Blatt mit zahlreichen Signaturen. Die Quodlibets geklebt aus farbigen Briefmarken, Etiketten u. wenigen Eintrittskarten, die auf Wien hinweisen. Auf dem Vorsatzblatt ein Monogramm und die Datierung 1869.
Weiterlesen...
(verkauft)
Chaumelz, Devises pour Anne d'Autriche
Emblemata. - Anne d'Autriche, Reine de France - (Chaumelz [Chaumeltz] , L. de). Devises Panegyriques pour Anne dautriche Reine de France. Französische Handschrift auf Papier. Frankreich, 18. Jahrhundert. Blattgr. 23:16,8 cm, Schriftspiegel 20,5:13,5 cm. Von einer Hand in Kursive mit schwarzer Tinte geschrieben, jede Seite mit einer schmalen Einfassung. Mit 12 etwa halbseitigen Federzeichnungen mit emblematischen Darstellungen. 36 nn. Bll. Roter Maroquin von Lobstein-Laurenchet (sign.) mit goldgeprägtem Rückentitel u. Schuber.
Vgl. Cioranescu, 17e siècle 18990 u. Praz 303. - Handschrift nach dem sehr seltenen, gleichnamigen gedruckten Werk von Léonard de Chaumelz, das 1667 in Bordeaux mit 40 "Devises" und 40 Kupfern erschienen war. Die vorliegende Handschrift enthält die ersten 12 "Devises" mit 12 emblematischen Federzeichnungen, der Text ist nahezu identisch mit dem des gedruckten Werks, zwei der Zeichnungen in der Reihenfolge (hier 11, gedruckt 12, hier 12, gedruckt 14) abweichend. - Etwas gebräunt, gering fleckig.
Manuscript based on the very rare printed work by Léonard de Chaumelz, published in Bordeaux in 1667. The present manuscript contains the first 12 "Devises" with 12 emblematic pen drawings, the text is almost identical to that of the printed work. The latter contains a total of 40 "Devises" with 40 engravings. - Somewhat browned, slightly spotted. Bound in recent red morocco, slip-case.
Weiterlesen...
(verkauft)
Friedrich I. von Schweden, Lehensbrief für Lersner. 1733
Frankfurt. - Lersner. - Friedrich I. von Schweden, Landgraf von Hessen-Kassel. - Lehensbrief (Lehensbestätigung) für die namentlich genannten v. Lersner in Frankfurt, ein Geldlehen (Manngeld) betreffend. Deutsche Urkunde auf Pergament. Kassel, 22. Sept. 1733. Quer-fol. Blattgr. ca. 48:64 cm, Plica 3,5 cm. Schriftspiegel ca. 40,5:57,5 cm. Kanzleikursive in dunkelbrauner Tinte, die Eingangszeile kalligraphiert. Mit Gebührenstempel und angehängtem rotem Wachssiegel in gedrechselter Holzkapsel (Durchm. des Siegels ca. 8 cm, der Kapsel 10,5 cm).
Das Geldlehen war ursprünglich dem hessischen Kanzler Heinrich Lersner (1506–1576) verliehen worden und wurde aus den Gefällen des "Ritzberges" (Gericht Oberweimar/Reitzberg?) bezahlt. Gezeichnet von Johann Caspar Freiherr v. Dörnberg. - Gefaltet. Verso etwas angestaubt.
Weiterlesen...
(verkauft)
Friedrich II. von Hessen-Kassel, Lehensbrief für Lersner. 1762
Frankfurt. - Lersner. - Friedrich II., Landgraf von Hessen-Kassel. - Lehensbrief (Lehensbestätigung) für Heinrich Ludwig v. Lersner und seinen namentlich genannten männlichen Verwandten in Frankfurt, 2 Hufen Land betreffend. Deutsche Urkunde auf Pergament. Kassel, 18. Dezember 1762. Quer-fol. Blattgr. ca. 24,5:39 cm, Plica 3 cm. Schriftspiegel ca. 16:35 cm. Kanzleikursive in dunkelbrauner Tinte, Eingangszeile kalligraphiert. Vom Vizekanzler Johann Friedrich Goddaeus gezeichnet. Mit Gebührenstempel und angehängtem rotem Wachssiegel in gedrechselter Holzkapsel (Durchm. des Siegels ca. 8 cm, der Kapsel 11 cm).
Die zwei Hufen bestanden in drei Stücken Land: 30 Morgen in Helboldessen (Wüstung bei Immenhausen), 13 Morgen "vor der Höltzer Höhe" und 16 Morgen bei Grebenstein; sie waren ursprünglich dem hessischen Kanzler Heinrich Lersner (1506-1576) zu Lehen gegeben worden. - Gefaltet.
Weiterlesen...
(verkauft)
Testament der Ursula von Melem
Frankfurt. - Melem, U. von. - Testament der Ursula von Melem. Deutsche Urkunde auf Pergament. Frankfurt, "feria post Palmarum", 1524. Qu.-fol. Blattgr. ca. 31,5:47,5 cm, Plica 5 cm; Schriftspiegel ca. 24:38 cm. Kanzleischrift in brauner Tinte. Mit Siegel der Stadt Frankfurt (Durchm. ca. 5 cm).
Ursula von Melem, die 1526 starb, war die Tochter des Frankfurter Patriziers Johann von Melem, Erbauer des Steinernen Hauses. in erster, kinderloser Ehe war sie mit Walter von Schwarzenberg (1439-1494) verheiratet, die zweite Ehe schloss sie 1501 mit Bernhard von Rorbach (1467-1515). Im vorliegenden Testament vermacht sie ihren Besitz den Söhnen Johann Wolf(gang) Rorbach (gest. 1527) und Friedrich Rorbach (1508-1553); für den Fall, dass diese ohne leibliche Erben sterben, soll deren von ihr herrührendes Erbe "khommen unnd fallen uff meyn nechste gesipte frunde, so alsdan im lebenn seinn wurden", also an die Familie Melem. Begraben werden will sie "bei den frawenbrudern" (Kamelitern).
Weiterlesen...
(verkauft)
Nieder-Erlenbach. Sammlung von Kaufbriefen. 2 Umschläge
Frankfurt. - Nieder-Erlenbach. - Sammlung von 11 Urkunden, Urkundenabschriften etc. betreffend den Lersner'schen Grundbesitz in Nieder-Erlenbach. Deutsche Handschriften auf Papier. 1648-1722. Gefaltet sowie eingefaltet in zwei beschriftete Umschläge.
Der erste Umschlag ist bezeichnet "Original Brieff des He. Graffen von Rödelheim wegen des Eingetauschten gutes zu Nieder-Erlenbach von ca. 5 Huben gegen das zu Petterweil". Er enthält den Vertrag (3 S. auf 1 Doppelbl.) vom 22. März 1648 zwischen Johann August von Solms-Rödelheim (1623-1680) und dem Frankfurter Patrizier Johann Philipp Steffan v. Cronstetten (1612-1661) über den Tausch von Ländereien in Nieder-Erlenbach (die Steffan v. Cronstetten bekam) und Petterweil (die der Graf bekam) mit beider Unterschrift und Siegel, außerdem mit Unterschrift und papiergedecktem Siegel des Frankfurter Notars Bartholomäus Willius sowie der Unterschrift von Justina Catharina Steffan v. Cronstetten, geb. Völcker. Ferner enthalten ein Brief (1 S. auf 1 Doppelbl.) mit Siegel u. eigenh. Unterschrift von Graf J. A. von Solms-Rödelheim (1623-1680), wohl an Steffan v. Cronstetten (Adresse unleserlich), der an die vertraglich vereinbarte "Permutation" erinnert. Außerdem enthalten 4 Abschriften von Dokumenten.
Der zweite Umschlag ist betitelt "Original Kauf-Brief und sonstige dahin einschlagende Documenten über die olim: Allerheiligen oder Neuhausische, post: Von Fischbachische, modo: Von Lersnerische 2. Huben Geländes in Nieder-Erlenbach". Es handelt sich um zwei Hufen, die dem Unterhalt der 1366 durch den Patrizier Jakob Neuhaus in Frankfurt errichteten Allerheiligenkapelle dienten. Enthält den Kaufvertrag (3 1/2 S. auf 1 Doppelbl.) über die Ländereien zwischen Anna Sibylla Syvertes, geb. Stalburg, Witwe des Frankfurter Bürgermeisters Johann Adolph Syvertes, als Käuferin, und Johann Maximilian Hektor Frh. v. Fischbach zu Schmidmühlen und drei Verwandte als Verkäufer, datiert Frankfurt, 24. Juli 1722, mit drei Siegeln und Unterschriften der Käuferin und der zwei Bevollmächtigten der Verkäufer. Der Kaufpreis betrug 2730 Gulden. Dazu eine Vollmacht (4 S. auf 1 Doppelbl.) v. Fischbachs und seiner Verwandten für die Bevollmächtigten, datiert Dieteldorf, 30. Juni 1722, mit 4 Siegeln und 4 Unterschriften. Ferner enthalten zwei Pachtverträge über das genannte Land, einer datiert 28. Mai 1712 (4 S. auf 3 Bll., mit 2 Siegeln), Verpächter ist Hans Hektor v. Fischbach, der andere datiert 22. Februar 1723 (3 S. auf 1 Doppelbl.), Verpächterin ist Anna Sibylla Sivertes, Pächter jeweils der Nieder-Erlenbacher Brauer Johann Heinrich Boch. Als letztes enthalten eine Abschrift (10. S. auf 6 Doppelbll.) der Vereinbarung vom 2. Oktober 1721 zwischen dem Rat der Stadt Frankfurt und den Erben des Hans Hektor v. Fischbach - dieser war in erster Ehe mit Maria Sophie v. Neuhaus, der letzten ihres Geschlechts verheiratet gewesen - über die Allerheiligenkapelle in Frankfurt, die dadurch in den Besitz der Stadt überging (und 1730 abgerissen wurde).
Weiterlesen...
(verkauft)
Urkunde zum Verkauf eines Gartens. 1405
Frankfurt. - Weiß zum Wedel, H. - Konrad von Dhaun, Propst des Stifts St. Bartholomäus, verkauft ein Stück Land von "sestenhalbin morgen und sechszehen ruden ... vor der Ryeder Porten" an Heirich Weiß (Wysse) zum Wedel und seine Ehefrau Gude. Deutsche Urkunde auf Pergament. Frankfurt, am Tag der Apostel Philippus und Jakobus, 1405. Qu.-fol. Blattgr. ca. 20:37 cm, Plica 4,5 cm; Schriftspiegel ca. 12:31 cm. Kanzleischrift in brauner Tinte. - Daran angeheftet: Bestätigung der Käufer, auf einem unregelmäßig geschnittenen Stück Pergament (Schriftspiegel ca. 4,5:15 cm), auf den selben Tag datiert. - Mit Resten von insgesamt 3 Wachssiegeln.
In zwei verschiedenen Rückvermerken iat vom "grossen garten" und vom "Allerheil. Garten" die Rede. Konrad von Dhaun wurde 1419 Erzbischof von Mainz. Heinrich Weiß zum Wedel gehörte zu dem weitverzweigten, seit 1306 in Frankfurt ansässigen Patriziergeschlecht Weiß, dessen Zweige sich nach ihren Häusern benannten.
Weiterlesen...
(verkauft)
Seideneinband
Ein klein Betbüchlein. 1560
Gebetbuch. - Ein klein Betbüchlein für Allerley gemein Anligen 1560. Deutsche Handschrift auf Pergament. Leipzig (?) 1560. Blattgr. 12,5:8 cm. Schriftspiegel ca. 8,5:5,5 cm. Mit brauner Tinte von einer Hand geschrieben, Überschriften mit silberner, erhabener Tinte. Mit zahlreichen kalligraphischen Verzierungen und Zierstücken, Titel in einem verzierten Rahmen in schwarzer Tinte. 40 nn. Bll. Geprägter grüner Seidenband mit Goldschnitt und zwei Schließen; berieben, Ecken u. Kanten stark bestoßen, Bezug an den Kanten u. Bünden abgerieben, hinteres Innengelenk eingerissen.
Am Schluss findet sich der Verfasser dieses hübsch gestalteten kleinen Gebetbuchs: "Mattheus Schilde Matth: Gispachs diener Anno 1560". In der "Geschichte des Leipziger Schulwesens" von O. Kaemmel findet sich ein Hinweis auf einen Mathias Schilde, der 1561 eine Konzession als Schulmeister zur Führung einer Privatschule erhalten hatte. Ein Matthes Gisbach findet sich 1558 als städtischer Visierer. Wahrscheinlich war Schilde ein Schüler von Gisbach bei der Ausbildung zum Rechenmeister. Die Handschrift enthält Danksagung, Psalmengebete, Gebete vor und nach dem Nachtmahl, zur Taufe, "zu Zeit der Pestilenz oder eines sterbens", "ein Gebett wieder denn Türcken", "umb ein seliges Ende" etc. - Teilw. fleckig bzw. etwas fingerfleckig, Lagen gelockert. Vorgebunden sind 5 Papierblätter mit einigen Anmerkungen des 19. Jahrhunderts.
Weiterlesen...
(verkauft)
Horae sancti Bonaventurae
Gebetbuch. - Bonaventura, S. - Horae Sancti Bonaventurae de Passione Christi. Ad Matutinas. Lateinische Handschrift auf Pergament. Frankreich, letztes Drittel des 16. Jahrhunderts. Blattgr. 11:6,5 cm, Schriftspiegel 8,5:5,5 cm. Von einer Hand in kursiver Humanistenschrift in Braun und Rot geschrieben. Titel mit architektonischer farbiger Bordüre eingefasst; mit 3 ganzseitigen Miniaturen in Farben und Gold, num. Bl. 1r mit vierzeilieger farb. Initiale und farb. Bordüre aus Pflanzen, Insekten, Sphinx. Im Text 7 weitere 3-zeilige (1 zweizeilig) Initialen in Gold über farb. Grund. 2 nn., 30 num. Bll. Roter Maroquinband des späten 17. Jahrhunderts im Stil des Michel Antoine Padeloup mit reicher ornamentaler Deckel- u. Rückenvergoldung, zwei Schließen, Goldschnitt; etwas berieben, späteren Vorsätze.
Ungewöhnliche Zusammenstellung eines illuminierten Gebetbuchs, geschrieben in einer kursiven Humanistenschrift. Die drei fein ausgeführten, ganzseiten Miniaturen in kräftigen Farben zeigen Geisselung Christi, Kreuzigung und Grablegung, letztere eine vielfigürliche Komposition in Grisailletechnik. - Vereinzelt etwas fleckig bzw. fingerfleckig, erste 4 Bll. mit minimalem Wurmloch. 5 Bll. mit kleiner schmaler Tintenspur im Bund mit vereinzeltem Tintenfraß. Bordüre auf Bl. 1r sowie einige Paginierungen etwas angeschnitten.
Weiterlesen...
(verkauft)
Gebetbuch. Inhalt dieses Biechles. 1580
Gebetbuch. - Inhalt dises Biechles sein etzliche Schöne Andechtige unnd tröstliche Psalmen Jeder menigclich auch zu allerley zeiten nutzlich und Tröstlich zu sprechen vonn einer Edelen und Wolgebornen Perschon auß warer andacht und eifer...auß des Künigclichen Propheten zusamen getragen und volent des Zechen Januari des 1580 Jars. Deutsche Handschrift auf Pergament. Deutschland 1580. Blattgr. 10:6 cm, Schriftspiegel 9,5:5 cm. Von einer Hand mit schwarzer Tinte geschrieben, zahlr. Anfangsinitialen in Gold, weitere Initialen und Psalmennummerierungen in Rot. Jede Seite in einen Rahmen aus Gold über Rot eingefasst. 88 Bll. Prgt. d. 18. Jahrhunderts mit Goldschnitt u. zwei Schließen, Bronzefirnispapierspiegel; ehemalige Prägung abgerieben, spätere Papiervorsätze.
Am Schluss der Einleitung zwei Monogramme mit A. F. V. Z. und G. F. V. S. - Teilw. etwas fingerfleckig, stellenweise etwas rötliche Verfärbungen, Buchblock vereinzelt angebrochen. Hinterer Vorsatz mit rasiertem Namenszug und Datierung 1899.
Weiterlesen...
(verkauft)
Kalligraphie
Fest- und andere gemeine Kirchen-Collecte
Gebetbuch. - Fest- und andere gemeine Kirchen-Collecte(n). Deutsche Handschrift auf Pergament. Deutschland, 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts. Blattgr. 20:16,5 cm, Schriftspiegel wechselnd. Von ein bis zwei Händen mit schwarzer Tinte geschrieben, Überschriften und Anfangsinitialen kalligraphisch verziert. Regliert. 43 S., 1 Bl., 1 leeres Bl. Grobnarbiger roter Lederband des 17. Jahrhunderts mit Beschlägen und Schließen aus vergoldetem Silber. Je ein Mittelstück mit fein ziseliertem Motiv (Anbetung), die zwei Schließen durchbrochen, die Ösenplatten mit erhabenen Engelsköpfen. Die acht durchbrochenen Eckbeschläge wurden wohl später ergänzt. Brokatpapierspiegel, Goldschnitt.
Sehr sorgfältig ausgeführte Handschrift mit Gebeten, in schöner Kalligraphie verziert. Ab Seite 35 wechselt die Schrift, ohne den Gesamtstil des Gebetbuchs zu verändern. Enthält u.a. Gebete zum Advent, Weihnachten, Ostern, Pfingsten, "Gottseelig leben", "wider die Zündt", "für die Betrübten" etc. - Teilw. fingerfleckig u. etwas gebräunt. In einem dekorativen Einband.
Weiterlesen...
(verkauft)
Petit office
Gebetbuch. - Petit office de l'im(m)aculée conception de la bienheureuse vierge Marie. Französische Handschrift auf Papier. Mitte d. 19. Jh. Blattgr. ca. 12:7,5 cm, Schriftspiegel ca. 10:5,5 cm. Buchschrift in schwarzer Tinte auf Bronzepapier. Titel, 2 Miniaturen u. Buchschmuck in farbiger Malerei. 16 Bll. (erstes leer). Goldgepr. u. bemalter Pergamentband mit Vorsätzen aus Silberpapier, dieses oxydiert; in ebensolchem Pergamentschuber.
Ungewöhnliche, reizende kleine Handschrift. - Die farbigen Malereien mit wenigen Bereibungen.
Weiterlesen...
(verkauft)
Eine konvertierte Jüdin
Handschrift Empfehlung f. konvertierte Jüdin
Goßlau. - Empfehlungsschreiben für die zum Christentum konvertierte Jüdin Maria Anna Juliana Weiß aus Goßlau in Böhmen. Deutsche Handschrift auf Pergament. Petschau, 23. September, 1726. Blattgr. ca. 30,5:49,5 cm, Schriftspiegel 13,5:38,5 cm. Kanzleischriften in schwarzbrauner u. grüner Tinte. Mit kalligraphischer Verzierung (Teil einer großen Initiale) u. Lacksiegel (ø ca. 2 cm).
Empfehlungsschreiben des Paters Benedict Gabriel im Prämonstratenserstift Tepl für Maria Weiß, die "ihre Jüdischen Eltern, Geschwiesterl, und anders hartnäckiges und verstocktes Juden-Gesündl Verloffenens Jahr ... verlassen" mit Bitte sie "aller Orthen nicht allein frey passieren zu lassen, sondern auch in besten Schutz zu nehmen." - Gefaltet, fleckig, etwas angeschmutzt u. berieben. Wenige Durchbrüche durch Tintenfraß. Oberer Rand stärker beschnitten, mit teilw. Verlust der kalligraph. Initiale; größerer Ausschnitt in der unteren rechten Ecke, mit etwas Buchstabenverlust. Lacksiegel mit Ausbrüchen.
Weiterlesen...
(verkauft)
Missa pro sponso et sponsa
Hochzeitsmesse. - Missa pro sponso et sponsa. Lateinische Handschrift auf Pergament. Italien (Florenz?) um 1470. Blattgr. 17:12 cm, Schriftspiegel ca. 12,5:8,5 cm. Von einer Hand in einer Rotunda mit brauner und roter Tinte geschrieben. Zahlreiche Initialen in Blau und Rot, teilw. mit kleinem Federwerk. 19 nn. Bll., davon 13 beschrieben. Brauner Ldr. d. Zt. mit reicher Blindprägung auf beiden Deckeln; teilw. beschabt u. etwas bestoßen. Innendeckel u. Vorderdeckel im oberen Rand mit Wurmspuren, Schließbänder fehlen.
Mit einigen Abweichungen zur heutigen Nuptialmesse. Die Hochzeitsmesse der lateinischen Messe, "Missa pro sponso et sponsa" oder Messe für den Bräutigam und die Braut, ist fakultativ und ihr geht der Ritus der Eheschließung voraus. Die Handschrift enthält auf Blatt 1-10: "In letaniis maioribus Antiphona" und "Residuum sanctorum martirium confessorum et sanctarum virginum". Blatt 10v-13 "Missa pro sponso et sponsa". Auf dem letzten leeren Blatt verso zwei Notenzeilen von anderer Hand. - Fingerfleckig. Erstes leeres Blatt mit wenigen minimalen Wurmspuren, letzte 2 Blatt mit Wurmspuren im äußeren Rand. Das letzte leere Blatt sichtbar entfernt. Provenienz: Edward Hailstone (1818-1890) mit seinem runden Lederexlibris, darunter Monogramm J. W. B. (John W. Bone) mit Datierung 13/7/91.
Latin Manuscript on vellum, Italy around 1470. The Latin Mass wedding Mass (one of many votive Masses) is called Missa pro sponso et sponsa, or the Mass for the Groom and Bride. It is optional, and preceded by the Rite of Marriage. With numerous initials in blue and red, some with small penwork. - Fingerstained. First blank leaf with a few minimal worm traces, last 2 leaves with worm traces in outer margin. The last blank leaf visibly removed. Provenance: Edward Hailstone (1818-1890) with his large morocco armorial bookplate in gilt, below monogram J. W. B. (John W. Bone) dated 13/7/91. Contemporary blindstamped brownd calf; partly scuffed and somewhat bumped. Inner cover and front cover with worm marks in upper margin, bands missing.
Weiterlesen...
(verkauft)
Horae B. M. V. franz./lat. um 1450
Horae B. M. V. Lateinisches Stundenbuch für französischen Gebrauch (Fragment). Lateinische Handschrift auf Pergament. (Nordfrankreich, Paris?) um 1450. Blattgr. 15,6:9,2 cm, Schriftspiegel 8,6:5,5 cm. 17 Zeilen, rot regliert. Mit brauner u. schwarzbrauner Tinte in Bastarda geschrieben, Hervorhebungen in Mauve und Blau. Kalendar alternierend in Gold u. Blau geschrieben. Mit 1 vierzeiligen u. hunderten zwei- u. einzeiligen Initialen u. Zeilenfüllern in Gold auf blauem u. mauvefarbigem Grund. 169 (statt?) beids. beschriebene Bll., je 4 w. Bll. am Anfang u. am Schluss. Blindgepr. Ldr. d. späten 19. Jh. mit Deckelfileten u. Eckfleurons, etwas berieben.
Lateinisches Stundenbuch mit französischen Heiligennamen im voll ausgefüllten Kalendar mit Heiligen für jeden Tag des Jahres, wie in Stundenbüchern für den Gebrauch von Paris, ohne regionale Abweichungen. Allenfalls einige wenige handschriftliche marginale Ergänzungen von Heiligennamen in der Litanei könnten auf einen regionalen Gebrauch hinweisen. Enthält meist unvollständige Teile der Gebete zur Jungfrau Maria mit "O intemerata", von Marienofficium, Bußpsalmen, Litanei, Totengedächtnis u. Fürbittgebeten. Ohne Miniaturen. - Stellenw. gering fleckig, Innengelenke angebrochen, Vorsätze mit Fehlstellen im Bundsteg, erstes Bl. mit Wasserfleck.
Fragment of an Latin book of hours with numerous 1- and 2-line initials and 1 4-line initial. With fully filled calendar with saints for each day of the year, as in books of hours for the use of Paris. - Minor staining in places, inner hinges starting to crack, some paper flaw to quire guard of fly leaves, waterstaining to first leaf. Bound in late 19th century leather, blindstamped fillet borders to covers, somewhat rubbed.
Weiterlesen...
(verkauft)
Hundertjähriger Kalender
Knauer, Calendarium oeconomicum. Handschrift
(Knauer, M.). Calendarium oeconomicum practicum perpetuum. Daß ist Bestendiger Hauß Calender auß welchen jährlichen die Witterungen zu erkennen, und nach dero gestalt den Wein und Waldbaw mit Frucht und Nutzen anzuordnen; die MißJahre zu erkennen, und der bevorstehenden Noth weißlich vor zu kommen. Auf daß Francken Landdt, undt sonderlich auf daß Stifft Bamberg gericht. Deutsche Handschrift auf Papier. Süddeutschland (?), 1661-(1662 ?). Blattgr. 20,5:17 cm. Schriftspiegel ca. 17,5:14,5 cm (Anhang: 6-15:11-13 cm). Von einer Hand in flüssiger deutscher Kursive mit braunen und roten Tinten geschrieben. 1 w. Bl., 133 S., 18 nn. (5 w.) Bll. Prgt. d. Zt.; fleckig u. verkratzt, Deckelkanten etwas aufstehend, vorderes Innengelenk gelockert, hinteres defekt.
Frühe Abschrift des außerordentlich erfolgreichen Hundertjährigen Kalenders, den der Abt des Zisterzienserklosters Langheim in Oberfranken, Mauritius (auch: Moritz) Knauer (1613/4-1664) im Jahr 1654 fertiggestellt und in Abschriften verbreitet hatte (nach J. H. Jäck, Biographie des Abts Mauriz Knauer; in: Pantheon der Litteraten und Künstler Bambergs. 1812–1815, Sp. 599). Dem ersten Druck im Jahr 1700 in Leipzig (Houzeau/L. 15425) folgten bis heute unzählige Nachdrucke und Überarbeitungen dieses Bauernkalenders. Die detaillierten Wettervorhersagen und Anleitungen zum Anbau von Wein, Feldfrüchten und Wäldern entstanden nach der Vorstellung daß die Stellung der Himmelskörper Mond, Saturn, Jupiter, Mars, Sonne, Venus und Merkur, im festen siebenjärigen Turnus aufeinander folgend, entscheidend das Wetter beeinflussen würde. Neben der Jahreszahl auf dem Titel sprechen die Zeilen im Vorwort "Anno 1662 (von 1661 geändert) hat Mercurius regirt, und ist allererst den 21. Martÿ angetretten,... und a(nn)o 1663 übergibt er den 21. Martÿ sein Regiment dem Mondt" für eine Enstehung des vorligenden Manuskripts um 1661-1662. Das Wasserzeichen zeigt einen Narrenkopf mit 5 Schellen am Kragen u. 3 Schellen an der Kappe, alle Öffnungen der Schellen als Langlöcher dargestellt. Es ist so nicht bei Piccard u. WZ-online zu finden. Ein Vergleich mit dem Druck Kulmbach 1707 zeigt signifikante Textabweichungen. Nach dem Vorwort folgt die "Planeten Taffel" für die Jahre 1600 bis 1800 (mit späteren hs. Zusätzen im Rand für 1801-1810, 1859-1876 u. 1895-1908 in Tinte bzw. Bleistift). Folgen die Anleitungen (in der Reihenfolge der Himmelskörper) für die Jahreszeiten, den Sommer- und Winteranbau, Herbstsaat, Obst, Hopfen und Wein, Angaben zu Unwettern, Ungeziefern, Viehhaltung, Krankheiten sowie zur Witterung einzelner Monate. Der Hauptteil schließt mit einem Artikel zu "Tag Läng durch daß gantze Jahr" mit tabellarischem Anhang. Auf den nn. Bll. am Schluss ein Gedicht zu Lebensregeln und 12 Gedichte zu den Monaten. - Etwas gebräunt, finger- u. stockfleckig. S. 73-86 mit Randeinriss. Einige spätere hs. Zusätze in der Planetentafel. - Gest. Wappenexlibris d. 18. Jh. für Johann Georg Bauer auf dem Innendeckel und dessen hs. Namenszug auf d. Titel; Vorsatz mit Exlibris u. kl. Namensstempel des Winzers und Weinbau-Historikers Friedrich v. Bassermann-Jordan (1872-1959).
Weiterlesen...
(abgelaufen)
Wappenbuch der Stadt Köln
Köln. - Herrestorf, F. C. v. - (Wappenbuch). Deutsche Handschrift auf Papier. (Köln?) um 1780. Fol. (39,5:24,5 cm). Mit 2 blattgr. u. 127 kleinen farbigen Wappenmalereien. 12 nn. Bll. Pp. d. Zt.; lose, Rücken defekt, Rückdeckel mit starkem Feuchtigkeitsschaden.
Enthält zu Beginn das Wappen der Stadt Köln (unbezeichnet), dann das des Franz Caspar (Josef) von Herrestorf, der zwischen 1773 und 1794 acht mal zum Bürgermeister von Köln gewählt wurde, darunter ein kurzer Text ("... erwählet auf die Stelle seines Herren Vatters Francisci Josephi 1771 den 19ten Novembris. Zum ersten mahl die Regierung angetretten 1773 d. 5ten Julij"). Es folgen die "Waapen deren XV ersten Geschlechter", darunter die Kölner Patrizierfamilien Aducht, Benesis, Birkelin, Juden, Gir, Groote, Hardefust, Hirzelin, Hittorf, Hoevel, Kannengießer, Kleingedank, Lyskirchen, Mylius, Overstolz, Quatermart, Rinck, Scherfgin, Sudermann, zum Pütz etc. - Gering fleckig, einige Koloritschäden durch Verklebungen, einige auf Pauspapier gezeichnete Wappen liegen lose bei.
Weiterlesen...
(abgelaufen)
Patenturkunde Franz Heinrich Bickes. 1847
Landwirtschaft. - Bickes, F. H. - Victoria, Königin von Großbritannien u. Irland. Patenturkunde, ausgestellt für Franz Heinrich Bickes. Englische Handschrift auf Pergament. (London), 14. Juni 1847. (51,5:75 cm, Plica 5 cm). Lith. Urkundenkopf u. Bordüren. Gefaltet, mit Gebührenmarke u. großem angehängtem Wachssiegel (Durchmesser ca. 15 cm) an geflochtener Kordel u. in Or.-Metallkapsel.
Die Urkunde bezieht sich auf die von Franz Heinrich Bickes aus Mainz gemachten Erfindung, den Boden ohne Dünger anzubauen. - Urkunde etwas fleckig u. angestaubt, verso verschmutzt, Siegel gebrochen u. mit kleinen Abplatzungen im Rand.
Weiterlesen...
(verkauft)
Fragment généalogique de la Famille de Mamer
Luxemburg. - Ahnenprobe. - Mamer. - Fragment génealogique de la très ancienne et Noble Famille de Mamer, Mamern, Mammer, Mammeren en latin Mamhra, dont le Chef lieu et la Seigueurie sont situés au Duché de Luxembourg. Französische Urkunde auf Pergament. Luxemburg u. Wien 1804. Blattgr. 53:36 cm. Mit schwarzer Tinte in feiner Kursive geschrieben. Mit 20 farbigen Wappenmalereien. 2 Bll. 3 papiergedeckte Siegel. Gerollt
Ahnenprobe für die luxemburgische Familien Mamer. Ausgeführt von dem in österreichischen Diensten stehenden Wappenkönig Charles Beydaels de Zittaert (1747-1811), am Schluss des Textes von ihm eigenhändig signiert. Beglaubigt durch François-Joseph de Leenheer, "Archivistle a la Chancellerie intime de Cour et l'Etat". - Gering knittrig, erste Seite braunfleckig, die Siegel durch das Rollen brüchig.
Weiterlesen...
(verkauft)
Cammas, Abregé de la mechanique
Mechanik. - Cammas, (Lambert François Thérèse). Abregé de la mechanique. Französische Handschrift auf Papier. Paris um 1765. 4to. Blattgr. 24:18 cm, Schriftspiegel ca. 18:13,5 cm. Von einer Hand in sorgfältiger Kursive mit schwarzer Tinte geschrieben. Mit farbig aquarellierten Federzeichnungen auf 32 Falttafeln. 138 S. Ldr. d. Zt. mit reicher Rückenvergoldung, etwas berieben, Ecken bestoßen.
Vgl. Thieme-B. V, 443. - Sorgfältige ausgeführte und reich illustrierte Handschrift zur Mechanik. Die Tafeln mit farbigen Federzeichnungen zeigen geometrische Figuren und Berechnungen, Hebewerkzeuge und Hebeapparaturen zu verschiedensten Bereichen, darunter ein Brennofen zur Verhüttung. Der Name Cammas findet sich auf dem Vorsatz und Titel, hier "Cammas à Paris 1765". Lambert François Thérèse Cammas (1743 Toulouse - 1804) war Architekt und Maler, seit 1768 Professor an der Kunstschule von Toulouse und ab 1778 Stadtbaumeister von Toulouse. Nach Beendigung seines Studium in Toulouse, lebte Cammas 1764-67 in Paris um seine Studien fortzusetzen, bevor er in seine Heimatstadt zurückkehrte. - Gering fleckig bzw. fingerfleckig, wenige Tafeln im oberen Rand unter teilw. Verlust der Tafelnummerierung angeschnitten. Titel mit Abschnitt im unteren Rand.
Manuscript on paper, carefully executed and richly illustrated with 32 plates with coloured pen and ink drawings, showing geometric figures and calculations, lifting tools and lifting apparatuses in various fields. The name Cammas is found on the endpapers and title, here "Cammas à Paris 1765". Lambert François Thérèse Cammas (1743-1804) was an architect and painter, since 1768 professor at the art school of Toulouse and from 1778 city architect of Toulouse. After finishing his studies in Toulouse, Cammas lived in Paris around 1764-65 to continue his studies, before he returned to his hometown. - Slightly spotted resp. fingerstained, a few plates cut in upper margin with partial loss of plate numbering. Lower blank margin of title cut off. Bound in contemporary calf, spine gilt, somewhat rubbed.
Weiterlesen...
(verkauft)
Floucaud de Fourcroy, Sur le canonnage / 3 Bde.
Militaria. - Floucaud de Fourcroy, A. L. Conférences sur le Canonnage faites à bord de l’Uranie. Französische Handschrift auf Papier. (Ca. 1852). Fol. Blattgr. 32:21 cm, Schriftspiegel meist ca. 29:13,5 cm. Mit zahlr. Tintenzeichnungen, Tabellen u. Diagrammen. 157 unregelmäßig paginierte Bll. Hldr. d. Zt. mit Rvg. u. goldgepr. Rtitel, am Fuß des Rückens der goldgepr. Name "Floucaud", etwas berieben, Ecken teilw. bestoßen.
Behandelt hauptsächlich Aspekte der Bewaffnung von Schiffen wie Geschütze und Handfeuerwaffen. Fourcroy (1831-1929) war später Konteradmiral der franz Kriegsmarine. - Leicht gebräunt; vereinzelt etwas stockfleckig. - Dazu: 1. K. Hübler. (Technische Zeichnungen zu Hydrotechnik u. Brückenbau). Handschrift auf Papier. 2 Bde. (Karlsruhe) 1890-1893. Fol. (42:35 cm). 21 Bll. (teils doppelblattgr. oder gefalt.) mit Zeichnungen in schwarzer und farbiger Tinte sowie Aquarellfarbe auf dünnem Karton. Lwd. d. Zt., etwas fleckig und berieben, Rücken etwas ausgeblichen; vordere Innengelenke gelockert. - 2. 10 Bll. Zeichnungen zu Hydrotechnik in verschiedenen Formaten in Bleistift (1) sowie in schwarzer und farbiger Tinte und Aquarellfarbe. - 2 weitere Beilagen. - Zus. 3 Bde. u. 12 Bll.
Mainly on naval artillery in the mid 19th century: Survey of weapon classifications (artillery, rifles, swords, pikes, axes, etc.), different types of ammunition, explanations of each weapon’s size, range, reloading time, effectiveness, etc., extensive notes on lessons in ballistics. - Mild browning and foxing. Contemporary half calf gilt, somewhat rubbed, corners partly bumped. - Added: K. Hübler. (Ink drawings on hydraulic and bridge engineering). 1890-93. 2 vols. 21 partly folding leaves. - 10 loose sheets with similar drawings. - Altogether: 3 vols. and 12 loose sheets.
Weiterlesen...
(abgelaufen)
Missale. Ordinarium Missae u.a.
Missale. "Ordinarium Missae tempore paschali" u.a. Liturgische Handschrift auf Papier. Wohl 17. Jahrhundert. Blattgr. 43:27 cm., Schriftspiegel ca. 33:21 cm. Von einer Hand in braunschwarzer und roter Tinte geschrieben. Quadratnoten auf vier Linien. Einige schlichte Initialen. 112 S., 6 nn. Bll. Blindgeprägter Ldr. d. Zt. mit 10 späteren Messingbuckeln, zwei Schließen, 3 (von 4) schmalen Beschlägen an den Ecken; berieben, Rücken in späterer Zeit erneuert, Vordergelenk eingerissen, eine untere Ecke abgestoßen.
Enthält u.a.: Ordinarium Missae tempore paschali - In duplicibus maioribus - In duplicibus minoribus - In omnibus festis B. Mariae Virginis - Symbolum Apostolorum - In festo conceptionis Beatae Mariae S. Virginis - In festo assumptionis B. Mariae S. V. introitus - Missa votiva de S. Trinitate - Missa votiva de S. spiritu - Missa votiva de Sancta Cruce - Missa de Requiem - Fingerfleckig, Buchblock mehrfach gebrochen, gelockert, einige Hinterlegungen im Rand. Wohl Teil eines umfangreicheren Werkes. oRR/Waf.
Weiterlesen...
(verkauft)
Sammlung einiger Musicalien
Musik. - Sammlung einiger Musicalien aus den besten Tonkünstlern. O.O. 1797. Fol. (33,5:21,5 cm). 1 Bl. Titel u. 56 nn. Notenbll. In älteren Prgt. eingelegt.
Enthält Werke von Haydn, Koželuh, Mozart und Pleyl. Ab Bl. 55 verso mit späteren Ergänzungen (u.a. "Das Amaranth von Oscar v. Redwitz", datiert 12. u. 13. Januar 1896, Bienenbüttel). - In den Rändern etwas stock- u. fingerfleckig, am Anfang gering u. am Ende stärker wasserrandig, Buchblock mehrfach angebrochen, wenige Bll. mit Wurmgang in der oberen Innenecke, 1 Bl. mit Randeinriss am Bundsteg, 1 Bl. lose.
Weiterlesen...
