Literatur und Philosophie des 17. bis 19. Jahrhunderts
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Hamburgischer Schreib-Calender 1776
Almanache. - Hamburgischer verbesserter Schreib-Calender aufs 1776. Jahr ... worinnen die Gerichtstage, Verlassungen, ... wie auch die Zeiten der Fluth und Ebbe, die Jahrmärkte ... angezeiget werden. Beschrieben von M. Rohlfs. Hamburg, H. C. Grund, (1775). 16mo (8,3:5,6 cm). Mit gest. altkol. Front. und 18 (2 doppelblattgr.) teilkol., teilw. goldgehöhten Kupfertafeln. 32 nn. Bll. Blaugrauer Seideneinband der Zeit mit reicher Silberprägung auf beiden Deckeln, Goldschnitt und Vorsätzen aus Bronzefirnißpapier; Kanten gering berieben. In etwas größerem Pp.-Schuber d. Zt.
Vgl. Slg. Böhme 611 (Jg. 1781 mit 6 Taf.); nicht bei Köhring u. Marwinski. - Reich ausgestattetes Exemplar des seltenen Hamburger Kalenders, andere Jahrg. meist mit nur 6 Tafeln. Das Front. mit Porträt der 1775 mit nur 17 Jahren in Hamburg verstorbenen Schauspielerin M. M. Charlotte Ackermann. Die ganzseitigen Kupfertafeln mit Szenen aus Clavigo, Emilia Galotti, Die Leiden des jungen Werther, Romeo u. Julia u.a. Die beiden doppelblattgr. Tafeln "zu bekommen beÿ dem Buchbinder J. Cornelius, in der ersten Brandts-Twitt 1776" bzw. "beÿ dem Buchbinder G. Dalençon am Berge, 1776", letztere mit Darstellung des Festzugs zur Konstitution der Loge "Ferdinande Caroline" am 18. Juli 1775. Matthias Rohlfs (Sohn des Mathematikers und Astronomen Nicolaus Rohlfs) wirkte als Mathematiker, Lehrer und Kalendermacher in Buxtehude. Titel und Kalendarium in Rot und Schwarz gedruckt, durchgängig mit Schreibpapier durchschossen. - Schönes Exemplar.
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Kayserlicher Hof- Calender 1740 / 2 Bde.
Almanache. - Kayserlicher Hof- und Ehren-Calender auf das Schalt-Jahr M.DCC.XL. Wien, Schilgen, (1739). (10,3:7,5 cm). Mit 1 doppelblattgr. Kupfertafel u. 12 etwa halbseitigen Textkupfern. 72 nn. Bll. Weinroter Maroquinband d. Zt. mit Rückenvergoldung u. goldgepr. floralen Deckelfileten; Rücken etwas verblasst u. mit kleiner, Rückdeckel mit größerer Wurmspur.
Vgl. Köhring 63 (nur Jg. 1756). - Seltener Wiener Taschenkalender. Die Tafel mit Innenansicht sowie 3 der Textkupf. mit Außenansichten der Wiener Hofbibliothek, unter den weiteren Textkupf. die Illuminierten Gebäude in Wien u. Paris sowie der Festsaal zur Feier des Friedens von Wien 1738. - Stellenweise etwas gebräunt, doppelblattgr. Taf. im Falz gebräunt, Titel mit kl. Rasur an der Bordüre. - Dazu: A. Phillebois. Taschenbuch der Wiener Universität. für das Jahr 1817. 31. Jahrg. Wien 1817. 12mo (13:8,5 cm). Kart. d. Zt.; gering abgeschmutzt u. bestoßen. - Zus. 2 Bde.
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Batteux, Les beaux arts
Batteux, C. Les beaux arts reduits à une même principe. Paris, Durand, 1746. (17:10,5 cm). Mit gest. Front., gest. Titelvignette, 1 gest. Wappen u. 3 gest. Kopfvignetten nach Eisen. 4 Bll., XIII S., 2 Bll., 291 S., 6 Bll. Ldr. d. Zt. mit Rsch. u. Rvg., bestoßen, vorderes Außengelenk angeplatzt.
Cohen-R. 119f.; Cioranescu, 18me siècle 10128; KNLL II, 303f. - Erste Ausgabe des besonders in Deutschland lebhaft diskutierten kunsttheoretischen Werks . - Etwas gebräunt, stellenw. in der oberen Innenecke mit Braunfleck. Exlibris Wolfgang Schmidbauer (von H. Volkert, 1919).
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Batteux, Einschränkung der schönen Künste
Batteux, C. Einschränkung der schönen Künste auf einen einzigen Grundsatz, aus dem Französischen übersetzt und mit einem Anhange einiger eignen Abhandlungen versehen (von J. A. Schlegel). Leipzig, Weidmann, 1751. (18:11,5 cm). 8 Bll., 412 S., 12 Bll. Hprgt. d. Zt., etwas angestaubt.
Fromm 2171; nicht bei Goed. IV/1, 67f., 4. - Eine von zwei konkurrierenden Übersetzungen des Jahres 1751, in dem die erste deutsche Ausgabe erschien. Der Geistliche Johann Adolf Schlegel (1721-1793) war der Vater von August Wilhelm und Friedrich Schlegel. Seine Abhandlungen ab S. 265. Der Vorbericht ist datiert 9. Februar 1751. - Etwas gebräunt, vereinzelt mit alten Marginalien oder etwas fleckig. Freier Vorsatz mit Kaufvermerk R. S. Kletschius.
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Batteux, Die schönen Künste aus einem Grunde / 2 Bde.
Batteux, C. Die schönen Künste aus einem Grunde hergeleitet. Aus dem Französischen übersetzt von P. E. B(ertram). Gotha, Mevius, 1751. (18:10,5 cm). Mit gest. Titelvignette. 8 Bll., 226 S., 6 Bll. Ldr. d. Zt. mit Rsch., Rücken oben u. unten mit Fehlstelle.
Fromm 2170. - Die andere Übersetzung im Jahr der ersten deutschen Ausgabe, selten. Der Übersetzer Philipp Ernst Bertram (1726-1777) war später Professor für Staatsrecht und Geschichte in Halle. - Gebräunt u. stellenw. stockfleckig. - Dazu: J. F. A. Kinderling. Kritische Briefe, die schönen Wissenschaften betreffend. Halle, Curt, 1765. 16 Bll., 320 S. Prgt. d. Zt., Deckel etwas aufgebogen. - Jöcher, Suppl. III, 342; zum Verf. ADB XV, 754. - Erste Ausgabe. Enthält u.a. "Anmerkungen über das Genie". - Leicht gebräunt, Schlussbl. im Rand etwas wasserfleckig, Titel mit altem Stempel. - Zusammen 2 Bde.
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Bertaut, Oeuvres poetiques. 1620
Bertaut, J. Les oeuvres poetiques. Dernière édition, aumentée de plus de moitié outre les precedentes impressions. Paris, T. du Bray, 1620. (17,5:11,5 cm). 8 Bll., 672 S., 4 Bll. Grüner Maroquin von Hardy (sign.) mit dreifacher goldgeprägter Deckelfilete, reicher Rücken- u. Innenkantenvergoldung u. Goldschnitt.
Brunet I, 815; Gay-Lem. III, 553. - Erste vollständige Ausgabe. "Jolies poésies galantes" (Gay-Lem.). - Gleichmäßig gebräunt u. etwas gereinigt. Exlibris Bibliotheque Genard u. Edouard Moura. In einem Meistereinband.
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(Bettinelli), Lettere su le belle arti
(Bettinelli, S.). Lettere su le belle arti publicate nelle nozze Barbarigo-Pisani. Venedig, C. Palese, 1793. 4to (27:20 cm). Mit gest. Front., gest. Titelvignette, gest. Wappen u. 20 Textkupfern. 6 Bll., 192 S. Lith. Or.-Kart. mit gr. Wappen der Widmungsträger auf beiden Deckeln, berieben u. beschabt, etwas angestaubt, Rücken mit Resten von Nummernschildchen.
Cicognara 1136; De Backer-S. I, 1421, 31; Melzi I, 304. - Erste Ausgabe. Sammlung von Briefen zu meist literarischen Themen, die Giovanni Barbarigo und Chiara Pisani anlässlich ihrer Hochzeit 1793 gewidmet sind. Die Textkupfer in eleganter Medaillonform. - Unbeschnittenes, sehr breitrandiges Exemplar auf Bütten.
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Böttiger, Misbrauch der deutschen Lectüre / 2 Bde.
Böttiger, C. A. Von dem Misbrauche der deutschen Lectüre auf größern Schulen und Gymnasien und einigen Mitteln dagegen. Einladung zu einem Valedictionsactus auf der Schule zu Guben, den 19ten April 1787. Guben, gedruckt mit Benekens Schriften, (1787). (21,5:13,5 cm). 36 S. Rückenfalz.
Vgl. Goed. XVII, 170, 79 (Leipzig, Hilscher, 1787; 38 S.). - Erste Ausgabe. Sehr seltene, frühe Schrift von Böttiger, der 1784-1790 Rector des Gubener Lyzeums war, bevor er nach einem Zwischenspiel in Bautzen 1791 auf Veranlassung Herders Direktor des Gymnasiums in Weimar wurde. Enthält zahlreiche scharf formulierte Passagen, wofür Böttiger auch später bekannt war. S. 34-36 das Programm für die Verabschiedung der Absolventen. Titel mit Widmung: "Schützio V. Cl. auctor". Die wenigen Korrekturen in Tinte stammen sicherlich von Böttiger. - Etwas gebräunt, Hüllblätter stärker, Titel stock- u. wasserfleckig. - Dazu: Anton Friederich Büsching, kündigt die öffentliche Prüfung in dem vereinigten Berlinischen und Cölnischen Gymnasium ... an und zeiget vorläufig, daß und wie die studirende Jugend vor Meynungen und Hypothesen verwahrt werden müsse. Berlin, Eisfeld, 1780. Kl.-4to. 12 S. Rückenfalz. - Sehr selten. Ab S. 6 Charakteristiken von 28 Schülern, die im abgelaufenen Jahr das Gymnasium verlassen haben. - Gebräunt, Titel mit altem Stempel der Universität Halle. - Zusammen 2 Bde.
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(Brugière de Barante), Arlequin misantrope
(Brugière de Barante, C. I.). Arlequin misantrope. Comedie. Paris, H. Lambin, 1697. 12mo (16:9 cm). Mit gest. Frontispiz. 3 Bll., 149 S. Blauer Hmaroquinbd. d. 19. Jh. auf 5 Bünden mit goldgepr. Rtitel u. Goldschnitt (sign. Thibaron-Echaubard).
Cioranescu, 17e siècle 16804; Barbier I, 275 (irrig: 1696). - Erste Ausgabe. Rarissimum. Für uns kein Exemplar im Handel nachweisbar. Das Privileg am Schluss gibt an "Achevé d'imprimer pour la premier fois le 1. Mars 1697. Les Exemplaires ont été fournis." Die Bibliotheque Nationale gibt für das Werk zwei unterschiedliche Zuschreibungen an: Claude-Ignace Brugière de Barante (1670-1744?) oder Louis Biancolelli (1666-1729). - Vorsatz mit franz. Eintrag von alter Hand. Sonst tadelloses Exemplar in vorzüglichem Einband.
First edition. Rarissimum. For us, no copy is traceable in the trade. - With engr. frontispiece. Attributed to Claude Ignace Brugière de Barante (Cioranescu and Barbier). According royal privileg first printed on 1. March 1697. - Old annotation to front fly leaf. Else very fine copy. Bound in exquisite 19th century half-morocco (signed Thibaron-Echaubard), gilt title to spine, edges gilt.
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Haft und Verbannung für Bussy-Rabutin
(Bussy-Rabutin), Histoire amoureuse
(Bussy-Rabutin, R. de). Histoire amoureuse des Gaules. Histoire amoureuse des Gaules. 2 Tle. in 1 Bd. Liège (= Amsterdam, 1665). 12mo. (13,5:8,56 cm). 190, 69 S., 2 Bll. Prgt. d. Zt., fleckig.
Tchemerzine III, 153a; Brunet I, 1422 (datiert 1666); vgl. Willems 2012, Cioranesco, 16e siècle 1708 (nur 190 S.), Gay-L. II, 486. - Wohl erste in Amsterdam gedruckte Ausgabe (T.). Nach Tchemerzine 1665 im Jahr der Erstausgabe gedruckt; Brunet datiert 1666. Mit Malteserkreuz auf dem Titelblatt. Berühmt berüchtigter Schlüsselroman über die Liebessitten bei Hofe. Der Bestseller der französischen Libertinage -"reproduit au moins douze fois en espace de deux ans" (W.) - brachte Roger Bussy-Rabutin (1618-1693) zwar Ruhm, aber auch ein Jahr Haft in der Bastille und mehr als ein Jahrzehnt Verbannung auf seinem eigenen Anwesen ein. - Etwas stockfleckig, stellenw. braunfleckig, anfangs mit Wasserrand.
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Callenbach, Sammelband. 1716
Callenbach, F. Sammelband mit 7 satirischen Schuldramen in 1 Bd. O.O. oder fingiert, ca.1715ff. (17,5:10,5 cm). Prgt. d. Zt., berieben u. fleckig, Rückenbezug rissig u. mit wenigen kl. Läsuren, Vorderdeckel restauriert, vordere Vorsätze erneuert, hinteres fliegends Blatt fehlt.
Die beliebten Schuldramen des Jesuiten Franz Callenbach (1663-1743) hier in meist späteren, erw. Ausgaben mit modernisierter Orthographie. In Bindefolge: 1. Eclipses politico-morales. Sicht- und unsichtbare sittliche Staats-Finsternussen, Denen Kindern des Liechts zur Warnung. Gedruckt in Umbria. Im Jahr da es finster war (fingiert, d.i. ca. 1716). 84 S. - VD 18 10473815; Dünnhaupt 7.8. - 2. Quasi sive mundus-quasificatus: Das ist Die quasificirte Welt Sub Polis nisi et quasi. Gedruckt in der Quasi-Welt 1715. 4 Bl., 88 S. - Dünnhaupt 4.6. - Zweite von drei Druckvarianten mit dem Druckjahr 1715 (Kennzeichen s. Dünnhaupt 4.5). - 3. Quasi vero, Der Hinckende Bott hat sich Wohl. Sive novellae politico-morales. 1715. 112 S. - Dünnhaupt 8.8. - Erste von 2 Titelvarianten mit dem Druckjahr 1715. - 4. Uti ante hac, Auf die alte Hack. ... Oder: Die von den Todten erweckte alte Welt verweist der Neuen ihren verdächtigen Lebens-Wandel. (ca. 1715). 88 S. - Dünnhaupt 5.7. - 5. Genealogia nisibitarum. Deß Uralten Nisi-Stamm-Baum Geburths-Brieff.... 1715. 136 S., 1 mehrf. gefalt. Stammtafel. - Dünnhaupt 6.6. - Erster Druck des Jahres 1715. - 6. Puer centum annorum ... Der vor Augen liegend- handel- und wandlenden Welt täglich anhaltendes Kinder-Spiehl. (ca. 1715). 144 S. - Dünnhaupt 9.4. - 3 Teile (Demokrit, Heraklit, Diogenes) zu je 7 Vorstellungen (Szenen) über Kaffee- und Tabakszeitalter. - 7. Wurmland, Nach Lands-Art, Regiment, Religion, Sitten und Lebenswandel. (nach 1715). 144 S. - Dünnhaupt 3.10. - Dritter Druck der durchgreifenden Neubearbeitung, in der die lateinischen Passagen durch deutsche ersetzt wurden. - Meist etwas gebräunt oder stockfleckig. Titel zu 1. im Innenrand verstärkt und neuangesetzt.
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Campolongo, La Polifemeide
Campolongo, E. La Polifemeide sonetti. Neapel, Stamperia Simoniana, 1763. 4to (28:21 cm). Mit gest. Front. und gest. Titel. 2 Bll., 224 S., 2 Bll. Gesprenkeltes Prgt. d. Zt., Deckel durch Feuchtigkeit aufgebogen, Wurmspuren, vorderes fliegendes Bl. erneuert und angesetzt, letzteres mit Stempel.
Zweite Ausgabe, um die lateinische Übersetzung vermehrt. Schönes Frontispiz mit der Darstellung von Polyphemus von Jacob Ceptari. - Gering gebräunt, stark stockfleckig. Erste Bll. mit kleinen unauffälligen Wurmgängen im Innenrand, letztes Bl. im Außenrand betroffen. Front. mit kl. Wurmlöchern im seitl. Außenrand, Front. u. Titel mit wenigen Tintenflecken.
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(Caylus), Les étrennes de la St. Jean
(Caylus, A. C. P. de Tubières de, u.a.). Les étrennes de la St. Jean. Seconde édition, revue, corrigée & augmentée par les auteurs de plusieurs morceaux d'esprit. "A Troyes, chez la veuve Oudot" (= Paris), 1742. 12mo (17,5:11 cm). Mit Holzschn.-Front. in zwei Varianten, gedruckt in Braun u. Blau, Titel tlw. in Blau gedruckt. 5 Bll., 264 S. - Angebunden: Ders., u.a. Les écosseuses ou les oeufs des Pasques. Ebda. 1745. 12mo. Mit Holzschn.-Front., wie ein Teil desTitels gedruckt in Grünbraun. 172 S. Dunkelblauer Maroquinband d. 18. Jh. mit Rücken-, Steh-, u. Innenkantenvergoldung, dreifachen Deckelfileten sowie Goldschnitt, Vorderdeckel u. vorderer Spiegel mit goldgepr. "Renouard"; etwas berieben, Vorsätze alt erneuert.
I. Cioranescu 16246; Barbier II, 311; Gay-L. II, 182; Weller, Druckorte II, 110. - Zweite Ausgabe, selten. "Facéties racontées en style populaire" (Gay-L.). Unter den Mitverfassern laut Barbier: Maurepas, Montesquieu, Moncrif, Crébillon fils, Sallé, La Chaussée, Duclos, d'Arménoville, Abbé de Voisenon. Wie das angebundene Werk auf großem Papier. - II. Cioranescu 16251; Barbier II, 28; Gay-L. II, 182; Weller, Druckorte, 104. - Verfasst von J. J. Vadé, Caylus und der Comtesse de Varrue, "souvent fort comique" (Gay-L.). - Insgesamt etwas gebräunt u. vereinzelt etwas fleckig. - Titel von (I) mit Besitzvermerk: "Ant. Aug. Renouard. 1789", d.i. Antoine-Augustin Renouard (1765-1853), der französische Verleger und Bibliograph; vorderer Spiegel mit 2 Wappenexlibris aus Leder, hinterer mit Exlibris A. L. McLaughlin.
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Fernandez, Don Quichotte. 2 Bde.
Cervantes, M. de. - Fernandez de Avellaneda, A. Nouvelles avantures de l'admirable Don Quichotte de la Manche, composées par le licencie Alonso Fernandez de Avellaneda. Et traduites de l'espagnol en francois, pour la premiere fois. 2 Bde. Paris, Vve Claude Barbin, 1704. (16,5:10 cm). Mit 2 gest. Front. u. 15 Kupfertafeln von A. Clouzier. 8 Bll., 447 S.; 4 Bll., 509 S., 3 Bll. Rote Maroquinbde. von Quinet (sign.) mit dreifachen Deckelfileten, reicher Rücken- u. Innenkantenvergoldung u. Goldschnitt.
Palau 88046; Cohen-R. 628; Brunet I, 1748; Ford-Lansing 107. - Erste Ausgabe dieser Übersetzung von Alain-René Le Sage. Als der zweite Teil des Don Quijote von Cervantes angekündigt war und vom Publikum erwartet wurde, erschien im Sommer 1614 eine Fortsetzung des Romans unter dem Pseudonym Fernandez de Avellaneda. In der Vorrede beleidigt Fernandez Cervantes und verspottet ihn als alten, verbitterten Mann. In seinem Roman wird die Geschichte von Don Quijote und Sancho Panza auf vereinfachte Weise weitergeführt. Cervantes bezieht sich in seinem zweiten Teil, der im Jahr 1615 erschien, explizit auf die Fortsetzung von Fernández de Avellaneda. - Gering gebräunt u. vereinzelt leicht fleckig, stellenweise etwas gereinigt, wenige minimale Restaurierungen. Vorsatz je mit kleinem Namenszug. Exlibris Léon Rattier u. Baron de Fleury.
First edition of this translation by Le Sage, two volumes. - Slight browning and spotting in places, few small marginal repairs. Name on fly-leaf, bookplate Léon Rattier and de Fleury. Red morocco by Quinet, spine richly gilt, gilt edges.
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Andreini, Ragionamenti fantastici
Commedia dell'Arte. - Andreini, F. Ragionamenti fantastici. Nuovamente dati in luce. Venedig, G. A. Somasco, 1612. 4to. (20:15 cm). Mit 1 blattgr. gest. Porträt. 4 nn., 112 num., 1 nn. Bll. Flex. Prgt. d. Zt., fleckig, Rücken u. Kanten geplatzt, Kapitale abgestoßen, Vorsätze erneuert.
Einzige Ausgabe (Titel irreführend). - Frühes und seltenes Dokument der Commedia Dell'Arte. Das Kupfer-Porträt weißt Francesco Andreini (1548-1624) als Mitglied der Schauspielertruppe "Comici Gelosi" aus. Diese leitete er unter dem Bühnennamen "Capitano Spavento" und gilt, wie seine Frau Isabella, als Bühnenstar seiner Zeit. - Meist fleckig, die ersten u. letzten Bll.mit kl. Wurmlöchern im weißen Rand.
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(Coqueley de Chaussepierre), Le roué vertueux
(Coqueley de Chaussepierre, C.). Le roué vertueux, poëme in prose. Lausanne 1770. (20,5:14,5 cm). Mit Frontispiz, Titelvignette u. 4 Tafeln von Le Prince, alles in Aquatinta. 2 Bll., 52 S. - Angebunden: (Ders.). Lettre d'un jeune métaphysicien, à une jeune dame qui à ses raisons pour avoir de l'esprit sur Le roué vertueux et consorts. "A Londres" (= Paris) 1770. 16 S. - 2 weitere Werke angebunden (siehe unten). Pp. d. Zt., Bezugspapier am Rücken tlw. abgeblättert.
I. Cioranescu, 18me siècle 21132 (falsche Lebensdaten des Autors); Cohen-R. 253. - Erste Ausgabe. Satire gegen Fernouillot de Falbaire. Der Jurist und Literat Claude Coqueley de Chaussepierre (1715-1791), der auch das Pseudonym "Doucet" verwendete, zeigt sich in "Le roué vertueux" als Vorläufer des Dadaismus, indem die meisten Wörter im Druckbild ausgelassen wurden, was mit den stehengelassenen Satzzeichen ein originelles Druckbild ergibt. Sprechen sollten vor allem die Illustrationen, die ein frühes Beispiel für die Technik der Aquatintaradierung sind, deren Erfindung Le Prince zugeschrieben wurde. In der zweiten Ausgabe aus demselben Jahr wurde der "Lettre" zusammen mit "Le Roué vertueux" ausgegeben und auch auf dessen Titel erwähnt. Entgegen Cohen-R. das Frontispiz hier mit der Unterschrift; Digitalisate der ersten und der zweiten Ausgabe lassen auf eine Titelausgabe schließen. - Angebunden: 1. (A. M. H.) Blin de Sainmore. Lettre de Gabrielle D'Etrées à Henri IV. Paris, Jorry, 1766. Mit 1 Kupfertafel u. 2 gest. Vignetten nach Eisen. 36 S., 1 Bl. Verlagsanz. - Cohen-R. 155. - 2. (L. J.) Mercier. Lettre de Dulis à son ami. "A Londres" (= Paris, Duchesne) 1767. Mit 1 Kupfertafel u. 2 gest. Vignetten in Röteldruck von A. Mer nach G. de Saint-Aubin. 34 S. - Cohen-R. 699. - Insgesamt tlw. etwas gebräunt, Titel von (I) angefalzt.
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Deutsche Acta eruditorum. 14 Bde.
Deutsche Acta eruditorum, Oder Geschichte der Gelehrten, Welche den gegenwärtigen Zustand der Literatur in Europa begreiffen. 171 Teile (von 240) in 14 Bdn. Leipzig, J. F. Gleditsch, 1713-1736. (17:11 cm). Mit 168 (statt 171) gest. Porträts. Prgt. u. Ldr. (1) d. Zt., meist mit goldgepr. Rtitel, insgesamt etwas angestaubt u. fleckig, teilweise aufgebogen, 1 Bd. mit Fehlstelle am Rücken.
Kirchner 27. - Sammlung von Rezensionen von Büchern aus verschiedenen Gebieten, z. B. Naturwissenschaften, Geschichte, Literatur etc. Hrsg. von J. G. Rabener, C. Schöttgen u. J. G. Walch. Mit Beiträgen u. Übersetzungen zu beispielsw. Coreal, Descartes, Götz von Berlichingen, Leibniz, Newton, Raleigh. Enthalten sind die Teile 13-84, 97-120, 130-168, 181-216. - Insgesamt teilw. etwas gebräunt u. stockfleckig, stellenweise stärker, vereinzelt geringe Wurmspuren. Signaturetiketten auf den Innendeckeln. Es fehlen 3 gest. Porträts.
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Dorat, Fables nouvelles. 2 in 1 Bd.
Dorat, (C. J.). Fables nouvelles. 2 in 1 Bd. Den Haag u. Paris, Delalain, 1773-(75). (23:15 cm). Mit 2 gest. Titeln, 1 gest. Titelvign., 1 (statt 2) Kupfertaf. von N. Delaunay u. 198 gest. Vignetten bzw. Culs-de-lampe nach C. P. Marillier. XXII S., 1 Bl., 176 S.; S. 177-309, 1 (statt 3?) Bl. Hellbrauner Maroquinbd. d. Zt. mit reicher Rvg. mit kl. schwarzen Lederintarsien, goldgepr. Deckelbordfüren, Steh- u. Innenkantenvergoldung u. Goldschnitt, minimal fleckig u. berieben.
Cohen-R. 313 ff.; Lewine 150 f., Sander 508. - Zweiter Druck der ersten Ausgabe (mit den bei Lewine genannten Merkmalen). "In delicacy of execution, as well as in the beauty of the embellishments, the book rivals 'Les Baisers', and must be regarded as Marillier's masterpiece" (L.). Stecher der prächtigen Vignetten u. Culs-de-lampe sind Arrivet, Baquoy, Delaunay, Duflos, de Ghendt, de Longueil u.a. - Von den bei C.-R. angegebenen 3 Bll. am Schluß hier wie auch in Vergleichsexpl. nur 1 Bl. vorhanden; S. 162 mit der bei C.-R. angegebenen Textkorrektur. - Gedruckt auf großem bläulichem Papier, wenige Bll. am Anfang unbeschnitten. Wie meist ohne die nach C.-R. in Bd. 2 wiederholte Kupfertafel von Delaunay (hier nie beigebunden). Am Schluss 6 Bll. gering stockfleckig u. 3 Bll. mit kl. Wasserfleckchen.
First edition, second issue, printed on large bluish paper. With 1 engr. frontispiece, 2 engr. titles, 1 engr. title vignette and 198 haed and tail vignettes superbly illustrated by Marillier. - As in most copies just one of the three final leaves indicated by Cohen-Ricci present. Lacking as often 1 repeated engr. plate by Delaunay. - Some leaves at the beginning uncut, 6 leaves at end slightly foxed and 3 leaves with small waterstain. Bound in contemp. light brown morocco, spine richly gilt, gilt borders, edges and inner dentelles, minor staining and rubbing.
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(Dusch), Briefe zur Bildung, 6 Bde.
(Dusch, J. J.). Briefe zur Bildung des Geschmacks. An einen jungen Herren vom Stande. 6 Bde. Leipzig u. Breslau, J. E. Meyer, 1770-1779. (17,5:11 cm). Ldr. d. Zt. mit goldgepr. Rsch. u. Rverg., kaum berieben u. bestoßen.
Goed. III, 376, 18; Holzmann-B. I, 7881 (andere Auflage). - Mischauflage. - Etwas gebräunt u. stockfleckig, stellenweise stärker. - Attraktiv gebundenes Exemplar.
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(Eelking), Acheron
(Eelking, H. v.). Acheron. (Bremen) 5795 (= 1798). 12mo (15,5:8,5 cm). 2 Bll., 80 S., 2 Bll. Kart. d. 19. Jh. mit Glanzpapierbezug.
Goed. VII, 329, 36, 2. - Erste Ausgabe. Sehr seltener Privatdruck. Im Alter von 17 Jahren verfasste Ode, die ein Jahr nach der Veröffentlichung einen "Anti-Acheron" von J. G. Scheffner provozierte. - Ganz vereinzelt geing stockfleckig.
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Erasmus Roterodamus, Codicille d'or
Erasmus Roterodamus, D. Codicille d'or, ou petit recueil tiré de l'Institution du Prince Chrestien. Mis premièrement en François sous le Roy François I; & à present pour la seconde fois (par C. Joly). (Amsterdam, Elzevir,) 1665. 12mo (13,5:8 cm). Mit kl. Holzschn.-Druckermarke. 187 S., 1 Bl. Dunkelgrüner künstlich genarbter Maroquinband des frühen 19. Jh. von René Simier (sign.) mit Rückenvergoldung, goldgepr. Rückentitel u. Deckelfileten, Steh- und Innenkantenvergoldung, Buntpapier-Vorsätzen und Goldschnitt.
Vander Haeghen I, 112; Willems 1355; ESS VIII, 413 (Joly). - Erster Druck der ersten Ausgabe dieser Übersetzung bzw. Bearbeitung durch Joly. "As an adversary of the absolutist principles which triumphed under Louis XIV he (Joly) is a precursor of the liberal writers of the eighteenth century" (ESS), dazu auch ausführlich Willems 1165. - Gering gebräunt. - Zum Buchbinder siehe Ramsden 190: "His variety and technique were superb". - Exlibris Edouard Moura.
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Erasmus Roterodamus, Eloge
Erasmus Roterodamus, D. L'éloge de la folie. Traduit du Latin par Gueudeville. Nouv. éd. O. O. 1752. (15:9,5 cm). Mit 3 gest. Vignetten (inkl. Titel) u. 14 kol. Kupfertafeln (inkl. Front.). 1 Bl., XXIV, 222 S. Ldr. d. Zt. mit reicher Rvg. u. farb. Rschild, Rücken etwas berieben, Deckel gering beschabt.
Cohen-R. 348. - Die hübschen Kupfer nach C. Eisen. sind gestochen von Tardieu, Lafosse u. a. - Stellenw. gebräunt, etwas fleckig oder mit kl. Wasserrand.
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Facetiae Facetiarum
Facetiae Facetiarum, hoc est, ioco-seriorum fasciculus novus. Frankfurt 1615. 12mo (13,5:7,5 cm). 2 nn. Bll., 452 S. Maroquinbd. des 18. Jh. mit Rvg., goldgpr. Rtitel, dreifachen Deckelfileten, Steh- u. Innenkantenvergold. sowie Goldschnitt; berieben, Innengelenk nach dem Vorsatz gebrochen, vorderes Außengelenk mit Wurmspuren, Kapitale ausgebrochen.
VD 17 39:139709Q; Erman-H. I, 7406. - Seltene erste Ausgabe dieser "Sammlung von teilweise späthumanistischen witzig-kuriosen und pikanten Abhandlungen, in denen sehr oft auf das Studentenwesen Bezug genommen wird" (Kistner-Seebaß II, 272 zur Ausgabe 1647). - Meist braunfleckig, Titel mit Wappenstempel.
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Verschwörungtheorie
Geheimer Gang menschlicher Machinationen
Geheimer Gang menschlicher Machinationen in einer Reihe von Briefen. (Wer das lieset, der merke darauf). Rom, München und Barby (d. i. Frankfurt, Jäger), 1790. (16:10 cm). VI, 262 S., 1 Bl. Pp. Zt. mit Rtitel, berieben.
VD 18 14463024; Wolfstieg 23413; Weller, Druckorte 145. - In einer Reihe von fingierten Briefen wendet sich der Verfasser gegen "Jesuitismus, Magnetismus, Proselitenmacherei und geheime Gesellschaften" (W.) und belegt eine angebliche Weltverschwörung. "Ob für die schlechte Einrichtung der Verhältnisse oder für den geplanten Umsturz der bestehenden Ordnung verantwortlich: Koordiniert handelnden Akteuren im konfessionellen oder arkanpolitischen Raum (Jansenisten, Jesuiten, Deisten, Freimaurern, Illuminaten, Jakobinern etc), im Wissenschaftssystem (Franz Anton Mesmer und den Anhängern seiner Lehre vom animalischen Magnetismus, den Teilnehmern einer vermeintlichen „romantischen Gelehrtenverschwörung“ etc.) oder im literarisch-kulturellen Feld werden genau abgestimmte Planungen sowie Aktionen zur Durchsetzung verborgener Absichten zugeschrieben, indem von ‚sichtbaren‘ Ereignissen und Konstellationen auf ‚unsichtbare‘ Verursacher und die ‚geheimen Gänge‘ ihre ‚Machinationen‘ geschlossen wird." (R. Klausnitzer, Geheimer Gang menschlicher Machinationen. Beziehungssinn und Zeichenökonomie von Verschwörungstheorien im 18. Jahrhundert, in: The Parallax View, S. 59). - Durchgängig gleichmäßig gebräunt, Vorsätze mit Resten von Siegeln.
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Gellert, Sämmtliche Schriften. 10 Bde.
Gellert, C. F. Sämmtliche Schriften. 10 Bde. Leipzig, Weidmanns Erben, Reich u. Fritsch, 1769-1774. (17:10,5 cm). Mit 1 gest. Frontispiz, 10 gest. Titelvignetten (von A. F. Oeser), 2 gefalt. Kupfertafeln u. 5 vorgebundenen Kupfervignetten (nach Pierre Alexandre Wille, gestochen von Halm). Ldr. d. Zt. mit 2 goldgepr. Rschild u. reicher Rverg., etwas berieben, kaum bestoßen, vereinzelt geringe Fehlstellen.
Goed. IV/1, 78, 23; Lanck.-Oehler II, 195; Rümann, Oeser 1769. - Erste rechtmäßige Gesamtausgabe. Die Bde. 1-5 erschienen noch zu Lebzeiten Gellerts. Die Titelvignette von Bd. 1 mit Darstellung einer Camera obscura. - Etwas gebräunt u. stockfleckig, teilw. etwas stärker. - Im ganzen attraktiv gebundenes Exemplar.
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Gerhardt, Geistliche Andachten
Gerhardt, P. Geistliche Andachten bestehend in hundert und zwantzig Liedern. Dutzendweise mit neuen sechstimmigen Melodeyen gezieret. Hervor gegeben und verlegt von Johann Georg Ebeling Der Berlinischen Haupt-Kirchen Music: Director. 10 Tle. in 1 Bd. Berlin, C. Runge, 1667 (bzw. Teil 2 und 3:) Frankfurt/Oder, E. Rösner, 1666. Fol. (31,5:19 cm). Mit Noten in Typendruck. 269 (recte 296) S., 1 Bl. Mod. Prgt.
VD 17 1:665374D; Dünnhaupt 1591, 2.1; Goed. III, 183; Faber du Faur 467a; MGG III, 1042f.; Breslauer, Das Deutsche Lied 242. - Seltene erste Gesamtausgabe von Paul Gerhardts Liedern. "Jeder Teil mit eigenem Titelblatt. Die Varianten im Impressum sind bedingt durch den Druckerwechsel während der Herstellung. Der 1667 datierte Haupttitel wurde offenbar erst nachträglich neu gesetzt und allen Expl. vorgebunden, doch von Tl. II u. III existieren Varianten mit Impressum Frankfurt/O. 1666" (Dünnhaupt). "Die Ebeling'sche Gesamtausgabe der Lieder Gerhardts steht in Bezug auf die Feststellung der Original-Drucke den Berliner Crüger-Rungeschen Gesangbüchern an Wichtigkeit am nächsten ... Von den 120 Melodien sind alle, mit Ausnahme von sieben, Ebelings Eigentum. Er erweist sich als der begabteste Erfinder origineller neuer Melodieen, die geeignet sind, das Wort des Dichters zum Gesang zu erheben und die rhythmische Gestalt des alten Volksliedes zu bewahren" (Breslauer). - Gebräunt, vereinzelt etwas fleckig, teilw. kleine Feuchtigkeitsspuren im oberen Rand, wenige kurze handschriftliche Anmerkungen. Dublette der Kgl. Bibliothek Berlin mit Stempel Titel verso.
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Gerhardt, Geistliche Andachten 1675
Gerhardt, P. Geistliche Andachten bestehend in hundert und zwantzig Liedern... Vor diesem mit sechs Stimmen in folio heraußgegeben und zu Berlin gedrucket; Um besserer Beqvemligkeit ... in sothanes format gebracht, ... zum andern mahl ... hervor gegeben und verleget, von Johan(n) Georg Ebeling, des Gymn. Carolini Profess. Music. Stettin, D. Starck, 1675. (15,5:10 cm). Mit zahlreichen typogr. gesetzten Musiknoten. 8 Bll., 723 S., 14 Bll. Prgt. d. Zt. mit blindgepr. Deckeln; etwas angeschmutzt, Rücken mit kl. restaur. Einriss. In moderner, aus einem alten Prgt.-Missaleblatt gefertigten Schutzhülle.
Vgl. Dünnhaupt 1593, 2.7 (Ausg. ebda. 1674), VD 17 23:670057D (Ausg. 1671) u. Eitner III, 299. - Etwa sechste Auflage der ersten Oktavausgabe, die ab 1669/70 kollationsgleich in Stettin bei Stark erschienen. Vorliegende Auflage für uns bibliographisch nicht nachweisbar. Text und Satz der Vorstücke identisch mit der Auflage 1669/70. Die Widmung an Anna Margaretha Kemnitz u. das Vorwort 1669 datiert. In der Auflage von 1671 sind Widmungsempfängerin (Hedewig v. der Osten) u. Text der Vorstücke geändert. Wie alle zu Lebzeiten Gerhardts (1607-1676) erfolgten Drucke des Liederbuchs sehr selten. VD 17 verzeichet nur die Auflagen von 1670 u. 1671 der Stettiner Oktavausgabe. Die Melodien überwiegend von dem Berliner Kantor J. G. Ebeling komponiert. Abweichend von der Angabe auf dem Titel "mit zwey Stim(m)en" ist die Musik in allen Auflagen bei Starck einstimmig gesetzt. - Schwach gebräunt, durchgängiger blasser Braunfleck im Fußsteg, sonst nur gering fleckig. S. 403-404 u. 464-465 angeschmutzt und in den Rändern restauriert, wenige Bll. im Bundsteg verstärkt, Titelblatt behutsam gereinigt. Heftung u. Vorsätze (mit alten Material) geschickt erneuert. Titel mit Stempel der evang. Kreuzkirche zu Lissa.
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Goethe, Wilhelm Meisters Lehrjahre. 4 Bde.
Goethe, J. W. v. Wilhelm Meisters Lehrjahre. Ein Roman. 4 Bde. Berlin, Unger, 1795-1796. (16:10 cm). Mit 8 gefalt. Musikbeilagen. Hldr. d. Zt. mit je 2 goldgepr. Rsch. u. Rverg., etwas berieben u. fleckig, Papierbezug der Deckel später neu getönt, Vorderdeckel Bd. 1 mit kl. Wurmspur.
Goed. IV/3, 376, 125; Hagen 221. - Erste Einzelausgabe. Titelauflage von Goethes "Neuen Schriften", Bde. 3-6. Mit den Kennzeichen der Drucke N1 (Bd. 1-3) u. N (Bd.4). Bd. 4 hier, wie auch gemäß Hagen vorkommend, mit Datierung 1796. Mit der nach Hagen in vielen Exemplaren fehlenden Musikbeilage in Bd. 4. - Stellenweise etwas gebräunt u. fleckig, vereinzelt stärker, kleines Wappen-Exlibris auf den vorderen Innenedeckeln, Bd. 2 mit Wurmspuren im vorderen Innengelenk, Bd. 4 mit durchgehenden kl. Wurmgängen im Bundsteg.
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Goldsmith & Parnell, Poems. 1795
Goldsmith, O. & T. Parnell. Poems. London, W. Bulmer, 1795. 4to (29:23 cm). Mit 5 Holzstichtafeln u. 8 Holzstichvignetten von T. u. J. Bewick. XX, 76 S. Hldr. d. Zt. mit reicher Rückenvergoldung u. Rückenschild, etwas berieben, Ecken bestoßen.
Ray S. 34 u. Abb. S. 215. - Erste Ausgabe der Bewick'schen Illustrationen, einer der schönsten Drucke Bulmers. "Thanks to Bulmer, this is by far the handsomest of contemporary volumes containing Bewick's work" (Ray). - Schönes Exemplar. Innendeckel mit kleinem Wappenexlibris.
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Original Full Morocco Binding
Grandville, Scènes de la vie privée. 2 Bde.
Grandville, J. J. Scènes de la vie privée et publique des animaux. Études de moeurs contemporaines publiées sous la direction de P.-J. Stahl, avec la collaboration de Messieurs de Balzac, Baude, de la Bédollierre, Bernard (etc.). 2 Bde. Paris, Hetzel & Paulin (Bd. 1) bzw. Hetzel, 1842(-1844?). (27:19,5 cm). Mit 201 Holzstichtafeln (inkl. Titel) u. zahlr. Textholzstichen nach Grandville. 4 Bll., 386 S., 3; 2 Bll., 390 S., 3 Bll. Grüne Or.-Maroquinbände mit goldgepr. vierfachen Deckelfileten, blindgepr. doppelten Deckelfileten, goldgepr. Rückentiteln, figürlichen Goldprägungen auf Deckeln und Rücken nach Grandville und dreiseitigem Goldschnitt; Kanten gering berieben, Rücken leicht verblasst. In mod. Schuber.
Vicaire VII, 405 ff.; Brivois 364 ff. - Erste Ausgabe. Hauptwerk des bedeutenden französischen Karikaturisten. Außerordentlich schönes Exemplar in den reich geschmückten Originaleinbänden. Nach Brivois der Titel von Bd. 1 mit den Merkmalen des ersten, der Text jedoch überwiegend mit den Merkmalen des zweiten Drucks von 1844. Lediglich S. 33 in der Variante des 1. Drucks u. S. 63, letzte Zeile von Abs. 3 in von Brivois nicht beschriebener Variante. Die Tafeln beider Bände überwiegend in der Form des ersten Drucks, lediglich Bd. 2, Taf. zu S. 206 in der Variante des 2. Drucks. - Vereinzelt gering stock- oder fingerfleckig; wenige Blätter zu Beginn von Bd. 2 mit schwachen Knickspuren in den Ecken. Innengelenke leicht gelockert.
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Greiffenberg, Geistliche Sonnette / 2 Bde.
Greiffenberg, Catharina Regina von. Geistliche Sonnette, Lieder und Gedichte, im Gottseeligem Zeitvertreib. Nunmehr Ihr zu Ehren und Gedächntniß, zwar ohne ihr Wissen, zum Druck gefördert durch ihren Vettern Hanns Rudolf von Greiffenberg. Bayreuth, J. Gebhard für M. Endter in Nürnberg, 1662. (13,5:8 cm). Mit gest. Front. 23 Bll., 414 S., 8 Bll. Prgt. d. Zt., angestaubt u. etwas berieben, Rücken mit Bibliothekssignatur. In mod. Holzkassette
VD 17 23:233013P; Dünnhaupt 1754, 4; Goed. III, 23, 31; Faber du Faur 487. - Einzige Ausgabe, selten. Mit einer Vorrede von Sigmund vom Birken. "Vom Onkel der Dichterin (nicht ihrem Vetter, wie im Titel angegeben) veranstaltete Ausgabe. Als Hrsg. dürfte von Birken anzusehen sein, von dem auch die Vorrede stammt. Enthält 250 Sonette und 164 Lieder der Greiffenberg, ferner Widmungsgedichte von Birken, Hohberg und Stubenberg" (Dünnhaupt). Catharina von Greiffenberg, in der protestantischen Mystik verwurzelte geistliche Lyrikerin, zählt zu den bedeutendsten österreichischen Dichterinnen der Barockzeit und als eine der gelehrtesten Frauen ihrer Zeit. Sie war eng mit Sigmund von Birken befreundet. "Als Mitglied der österreichischen Ister-Nymphen-Gesellschaft begann sie in jungen Jahren zu schreiben. Schon vor ihrer Ehe war sie wiederholt in Nürnberg gewesen; hier lebte das Ehepaar dann, abwechselnd auch auf Burg Seyssenegg, die es zu erhalten trachtete. Unter dem Druck der Gegenreformation mußte Seyssenegg 1674 verkauft werden; nach dem Tode ihres Gatten zog die Witwe endgültig 1679 nach Nürnberg, wo S. von Birken, ihr guter Freund, lebte. Jahrzehntelang hatte sie mit ihm korrespondiert als Coris an Silvano; circa 200 ihrer Briefe befinden sich in Birkens Nachlaß" (NDB VII, 33). - Stellenweise gebräunt und etwas stockfleckig, Titel mit restauriertem Namensausschnitt, etwas Wortverlust verso ergänzt. - Aus der Fürstl. Hofbibliothek Donaueschingen mit Stempel auf dem Vorsatz, Front. verso u. letztem Blatt verso, Vorsatz mit Besitzvermerk Joseph von Laßberg. - Dazu: Dasselbe. Nachdruck. Mit einem Nachwort von H.-O. Burger. Darmstadt, Wissenschaftl. Buchgesellschaft, 1967. Or.-Lwd. - Der Nachdruck erfolgte nach dem vorliegenden Exemplar. Ebenso in in der Holzkassette.
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Gryphius, Sammelband mit 6 Schriften. 1661-1663
Gryphius, A. Sammelband mit 4 Drucken, darunter 2 Sammelausgaben. Breslau u.a. 1661-1663. (16,5:10,5 cm). Brauner Maroquinband um 1900 mit goldgepr. Deckelvignetten u. Rückentitel, Steh- u. Innenkantenvergoldung u. dreiseit. Goldschnitt (sign.: Lortic); Bünde, Kanten u. Gelenke etwas berieben.
Schöner Sammelband mit insgesamt sechs separat paginierten Titeln von Andreas Gryphius in frühen Ausgaben. - I. Freuden und Trauer-Spiele auch Oden und Sonnette. Leipzig, J. E. Hahn für Trescher in Breslau, 1663. Mit gest. Front. 6 Bll., 777 S., 4 (l.w.) Bll. u. 3 Bll. Zwischentitel. - VD 17 23:251147S; Dünnhaupt 1861, 2.3. - Vollständig mit den 3 Bll. Errata u. dem leeren Bl. am Schluss. Zweite Ausgabe dieser umfangreichen Sammlung. Enthält: Leo Arminius, Catharina von Georgien, Felicitas, Cardenio und Celinde, Carolus Stuardus (neu bearbeitet), Majuma, Kirchhoffs-Gedancken, Oden vier Bücher u. Sonnette vier Bücher. - Vortitel zu Leo Arminius vor das Front. gebunden. - II. Absurda Comica. Oder Herr Peter Squentz, Schimpff-Spiel. (Breslau, Trescher, 1663). Mit einigen Musiknoten. 2 Bll., 42 S. - VD 17 39:120409F; Dünnhaupt 1872, 35.2. - Mit den Kennzeichen auf Bl. A2 wie bei D. beschrieben. "Ausgabe letzter Hand" (D.). - III. Verlibtes Gespenste, Gesang-Spil. Die gelibte Dornrose Schertz-Spill. Beyde auffs neue übersehen und zum andern mahl gedruckt. Leipzig, C. Michael für E. Fellgiebel in Breslau, 1661. 2 Bll., 75 S., 1 Bl. - VD 17 3:006401N; Dünnhaupt 1875, 41.2. - Erste Ausgabe von 'Die gelibte Dornrose', zweite A. von 'Verlibtes Gespenste'. - IV. Seugamme oder Untreues Haußgesinde. Lust-Spiel. Schwermender Schäffer, Lust-Spiel. Deutsche Epigrammata. 3 Teile in 1 Bd. Breslau, Trescher, 1663. 80; 79; 154 S., 2 w. Bll. - VD 17 3:006395W; Dünnhaupt 1861, 3. - Zwei der auch einzeln erhältlichen Werke der Sammelausgabe vor den Haupttitel gebunden: 1. Epigrammata Oder Bey-Schrifften. - VD 17 3:006399B; Dünnhaupt 1879, 52.2. - Das Errata-Blatt vor den Zwischentitel gebunden. - 2. Der Schwermende Schäffer. - VD 17 3:006397M; Dünnhaupt 43.3. - Neubearbeitung von 'Le berger extravagant' von T. Corneille. - Seugamme ist eine Neubearbeitung von 'La balia' von G. Razzi. - Gebräunt, vereinzelt gering fleckig. - Aus der Bibliothek von Salman Schocken (Hauswedell & Nolte, Auktion 208 (1975), Los 208.
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Haller, Versuch Schweizerischer Gedichte
Haller, A. v. Versuch Schweizerischer Gedichte. 2. verm. u. veränd. Aufl. Bern, N. E. Haller, 1734. (18,5:11,5 cm). Mit Holzschn.-Titelvignette, gest. Portr.-Taf. von D. Herrliberger, 1 Kupfertaf. sowie zahlr. gest. Textvignetten. 5 Bll., 138 S. Späterer Pp., lädiert.
VD18 10858687; Goed. IV/1, 24, 2b; Rümann 397. - Mit schönem Porträt des Berner Konsuls Isaac Steiger von David Herrliberger. - Titel mit altem Besitzeintrag.
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Henriet, Le Paysagiste
Henriet, F. La paysagiste aux champs. Paris, A. Faure, 1866. (25,5:17 cm). Mit rad. Titel u. 12 Or.-Radierungen auf Bütten von Camille Corot u. a. 74 S., 1 Bl. Etwas späterer Hldr., teilw. berieben, Gelenke teilw. eingerissen, OU. eingebunden, dieser verschmutzt.
Mit Original-Radierungen von Camille Corot ("Solitude"), C. Daubigny ("Le Botin à Conflans"), Jean (1) u. Léopold (2) Debrosses, Adolphe Portier, Maxime Lallane (2), Léon Lhermitte, Pèquégniot (2), Daubigny. - Teilw. gebräunt u. stockfleckig.
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(Hermes), Sophiens Reise. 6 Bde.
(Hermes, J. T.). Sophiens Reise von Memel nach Sachsen. Rechtmäßige 3. verm. A. 6 Bde. Leipzig, Junius, 1778. (18:11 cm). Mit gest. Frontispiz u. 6 gest. Titelvign. Ldr. d. Zt. mit 2 goldgepr. Rsch. u. reicher Rverg., gering berieben, Deckel teilw. mit geringen Wurmspuren.
Goed. IV/1, 585, 2; ADB XII, 197; Hayn-G. VII, 352; Engelmann, Nachtr. 85, 46-64; Lanck.-Oehler II, 96. - Dritte rechtmäßige Ausgabe des beim Bildungsbürgertum des ausgehenden 18. Jahrhunderts außerordentlich beliebten Romans, der dem Verfasser den Beinamen "Sophien-Hermes" einbrachte. "Mag der Werth seiner sittlich-empfindsamen Romane auch sehr vergänglich erscheinen, so haben sie doch zur Bildung eines besseren Geschmacks nicht wenig beigetragen, und mit welchem Beifall sie von der feineren Lesewelt aufgenommen worden sind, ist aus den wiederholten Auflagen ersichtlich, welche in kurzer Zeit nöthig wurden; von Sophiens Reise erschienen bis 1778 bereits fünf Auflagen; bald auch Uebersetzungen ins Holländische und Dänische" (ADB). "Dieses schwulstige Buch begeisterte den jungen Hegel in hohem Grade. Triumphierend schrieb deshalb Schopenhauer später an seinen Schüler: 'Mein Leibbuch ist Homer, - Hegel's Leibbuch ist Sophiens Reise'" (Hayn.-G.). - Etwas gebräunt u. fleckig. Titel verso mit Bibliotheksstempel. Ohne die Kupfertafeln. - Attraktiv gebundenes Exemplar.
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Herzen, Memoiren eines Russen. 2 Bde.
Herzen, A. Aus den Memoiren eines Russen. 4 Teile in 2 Bdn. Hamburg, Hoffmann & Campe, 1855-1859. (18:11 cm). VIII, 258, VIII, 192; VIII, 250, VIII, 304 S. Hmaroqu. d. Zt. (sign. C. W. Freise, Göttingen), mit 2 Rsch. u. reicher Rverg., Kanten etwas berieben.
Stammhammer I, 104; Cat. Russica H 702-705. - Erste deutsche Ausgabe der berühmten Erinnerungen. - Lage 3 in Teil 4 doppelt eingebunden. In den Rändern gebräunt, stockfleckig, hinteres Innengelenk von Bd. 2 angebrochen, Stempel "Carl Vester. Ascona (Schweiz)" auf den vorderen Vorsätzen und in Bd. 1 auf dem Schmutztitel.
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Heynatz, Briefe, die Deutsche Sprache betreffend / 3 Bde.
Heynatz, J. F. Briefe, die Deutsche Sprache betreffend. 6 Tle. in 2 Bdn. Berlin, Mylius, 1771-1774. (18:11,5 cm). - Angebunden: (J. C. Deust). Beilage zu Herr Heynatzens Briefen die Deutsche Sprache betreffend. 2 Tle. (= 3 Abtheilungen). Liegnitz, Siegert Wwe., 1775-1776. Hldr. d. Zt. mit 2 Rsch. u. etwas Rvg., etwas berieben oder bestoßen, sowie Pp. d. Zt., berieben u. bestoßen.
I. Kirchner 4461; ADB XIII, 375. - Erste Ausgabe. Johann Friedrich Heynatz (1744-1809) verfasste mehrere Lehrwerke zur deutschen Sprache. Er lehrte am Grauen Kloster in Berlin und war ab 1791 Professor in Frankfurt/Oder. - II. Holzmann-B. VI, 2011 (mit Fragezeichen). - Enthält auch Beiträge zu Grammatiken und sprachkritischen Werken anderer Autoren. Dem schlesischen Pastor Johann Caspar Deust wird auch ein Kommentar zu einem anderen Werk von Heynatz zugeschrieben, der im selben Verlag erschien. - Insgesamt meist leicht gebräunt, (I) vereinzelt etwas fleckig. In (II) fehlen die S. 49-64 (Lage D) der zweiten Paginierung, die sich aber nicht auf Heynatz beziehen. - Dazu: J. F. Kremsier. Die Urteutsche Sprache, nach ihren Stammwörtern. Weimar, Industrie-Comptoir, 1822. 1 Bl., 452 S., 1 Bl. Anz. Pp. d. Zt., etwas bestoßen. - Erste Ausgabe. - Tlw. etwas gebräunt. - Zusammen 3 Bde.
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Boccaccio, Contes et nouvelles. 2 Bde.
Hooghe, R. de. - Boccaccio, G. Contes et nouvelles. Traduction libre. 2 Bde. Amsterdam, Gallet, 1697-1702. (16:10 cm). Mit gest. Front. u. 99 halbseitigen Textkupern von R. de Hooghe. 11 Bll., 366; 427 S., 6 Bll. Rote Maroquinbde. mit etwas Rvg., goldgepr. Deckelfileten, reicher Innenkantenvergoldung u. Goldschnitt, Rücken minimal verblasst.
Landwehr, De Hooghe 88; Hollstein IX, 404-490 (beide A. 1697), Cohen-R. 161. - Erste (Bd. 1) und zweite (Bd. 2) Auflage der von R. de Hooghe illustrierten Ausgabe. Für die Ausgabe von 1702 wurden die Kupfer neu gestochen. - 1 Bl. mit kl. hinterlegtem Loch mit geringem Text- bzw. Bildverlust.
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Les cent nouvelles. 2 Bde.
Hooghe, R. de. - Les Cent Nouvelles nouvelles. Suivent les cent nouvelles contenant les cent histoires nouveaux. 2 Bde. Köln (= Amsterdam), Gaillard, 1701. (16:10,5 cm). Mit gest. Front. u. 100 halbseitigenTextkupfern von R. de Hooghe. 15 Bll., 397 S.; 12 Bll., 389 S. Dunkelblaue Maroquinbde. d. 19. Jh. (sign. "H. Duru") mit goldgepr. Rtitel u. Innenkantenbordüren sowie Goldschnitt.
Cohen-R. 659; Gay-L. I, 519; Landwehr, Hooghe 94; Hollstein IX, 491-590. - Erste von de Hooghe illustrierte Ausgabe. Die Autorschaft ist umstritten, u. a. wurde sie Louis XI. u. A. de la Sale zugeschrieben. - Schönes Exemplar in dekorativem Einband des Pariser Buchbinders Hippolyte Duru (1803-1884). Hinterer Innendeckel mit mont. Buchbeschreibung. Provenienz: Aus der Bibliothek des Bibliographen John Landwehr mit dessen gest. Exlibris auf dem freien Vorsatzblatt.
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Houel de Resneville, Les traverses
(Houel) de Resneville, (G.). Les traverses du Sieur de Resneville et ses oeuvres poetiques. Paris, T. du Bray, 1624. (17:11,5 cm). Mit 1 gestochenen Vignette. 4 Bll., 268 S. Roter Maroquin von Thibaron (sign.) mit dreifacher goldgeprägter Deckelfilete, reicher Rücken u. Innenkantenvergoldung u. Goldschnitt.
Cioranescu, 17e siècle 35556. - Sehr seltene, wohl einzige Ausgabe der autobiograpischen Schilderung. Die Dichtungen auf den Seiten 60-263. - Gleichmäßig etwas gebräunt u. gereinigt, letztes Blatt mit Restaurierung im Rand, hinteres Vorsatzblatt mit eingeklebter älterer Katalogbeschreibung. Exlibris A. Berton.
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