Einbandsammlung
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Bauerneinband über Regenspurgisches Lieder-Manual
Bauerneinband. - Mehrfarbig bemalter und goldgeprägter Pergamentband über Pappe. Beide Deckel mit grünem Bandwerk u. floraler Vergoldung auf rotem u. braunem Grund, hellgrünes Mittelstück (je 64:55 mm) mit je einem kolorierten und an den Konturen ausgeschnittenen montierten Kupferstich: vorne die Taufe Jesu, hinten die Himmelfahrt, unterhalb die Angabe der Bibelstelle in Goldprägung. Flacher Rücken in 7 durch grüne Balken abgegrenzten Feldern, ocker eingefärbt u. mit ornamentaler Vergoldung, im zweiten Feld der Rückentitel auf braunem Grund. Stehkantenvergoldung. Dreiseitiger Goldschnitt mit etwas Punzierung, Kattunpapiervorsätze. Süddeutsch (Regensburg?) ca. 1740. Schmal-8vo (ca. 170:75 mm).
Schöner, reich verzierter süddeutscher Einband im Stile eines Bauerneinbandes. - Minimale Bereibungen u. Kratzspuren, Farbauftrag teilw. leicht abgegriffen, insgesamt bemerkenswert gut erhalten. - Inhalt: Regenspurgisches Lieder-Manual. Nebst Anhang und Vorrede J. J. Metzgers. (Regensburg), Memmel, 1738. Mit doppelblattgr. gest. Front mit Gesamtansicht von Regensburg. 48 Bll., 519 S., 23 Bll.
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Bauerneinband über Hanauisches Gesang-Buch
Bauerneinband. - Mehrfarbig bemalter und goldgeprägter Pergamentband über dünnen Holzdeckeln. Beide Deckel gleichartig gestaltet: farbig gefasste Bordüre aus 2 geprägten Fileten, in den Ecken mit kl. gepr. Engelsköpfen. Das Mittelfeld wird durch einen großen, mehrfarbig ausgemalten Lebensbaum mit Blüten und Früchten gefüllt der einem Herz mit der Inschrift "Singet und spielet dem Herrn in eurm Herzen" entwächst. Die ausgemalte Rückenprägung mit blühender Pflanze in kleiner Vase. Dreiseitiger Goldschnitt mit etwas Punzierung. Deutschland (Hessen?), ca. 1795. (15,5:9 cm).
Typischer Bauerneinband mit christlicher Emblematik in kräftigen Farben. Die Inschrift aus Epheser 5, 19 folgt der Übersetzung von M. Luther. - Etwas berieben, gering fleckig, Bemalung am Rücken teilw. abgeplatzt, Schließbänder u. Schließen entfernt. - Inhalt: Neu-vermehrt- und vollständiges Gesang-Buch... Als auch 700... geistreichen Liedern, welche in denen reformierten Kirchen der Heßisch-Hanauischen und vielen angräntzenden Landen gebräuchlich. Mit dem Heydelbergischen Catechismo. 3 Tle. in 1 Bd. Marburg u. Frankfurt, Brönner, 1794. Mit Holzschn.-Front. u. einigen Noten. - Gebräunt, vereinzelt knapp beschnitten.
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Schwedischer Bauerneinband
Bauerneinband über Swenska Psalm-Boken
Bauerneinband. - Mehrfarbig bemalter und goldgeprägter Pergamentband über Pappe von C. C. Forssberg, Norrköping. Die identisch gestalteten Deckel mit reicher figürlicher Goldprägung: Spruchband und 2 Textvignetten, zwei überhöhten Pyramiden mit Herzen mit emblematischer Füllung und weiteren emblematische Darstellungen wie Blitze, Füllhörner und Zweige; die verschiedenen Flächen in 4 Tönungen gefärbt. Rücken mit lavierter Tintenzeichnung eines floralen Motivs. 2 Metallschließen. Gepunzter Schnitt mit Resten von Vergoldung. Innendeckel mit typogr. Buchbinder-Etikett "Bunden hos C. C. Forssberg, Norrköping". Um 1836. (15:9 cm). In mod. Acrylglas-Schuber.
Vgl. Nordiska Museet, Stockholm, NM.0046858. - Reich verzierter schwedischer Pergamentband. - Etwas angestaubt, die Goldprägung teilw. oxydiert bzw. abgerieben. - Inhalt: Den Swenska Psalm-Boken. Af Konungen Gillad och Stadfästad År 1819. Nyköping, Winge, 1835. 1 Bl., 403 S., 1 Bl. - Angeb.: De Årlige Evangelier och Epistlar. - Bihang till Evangelii-Boken. 2 Tle. Linköping, Petre, 1835. Mit Holzschnitt-Front. 202, 128 S. - Stockfleckig u. etwas gebräunt.
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Bemalter Maroquinband über Gebetbuch
Bemalter Maroquinband. - Grüner Maroquinband aus dem letzten Viertel des 18. Jahrhunderts mit reicher Goldprägung auf Rücken und beiden Deckeln, Silberprägung auf Steh- und Innenkanten sowie Goldschnitt mit etwas Punzierung. Florale Formen und Rollbandwerk auf den Deckeln in Rot, Blau und Silberbronze mosaikartig bemalt. Deutschland, um 1780. (14:9,5 cm).
Sehr schöner, reich und originell verzierter deutscher Einband in hervorragender Erhaltung. Auf den Deckeln je eine breite Spitzenbordüre aus floralen Elementen und Rocaillen mit Wiegenfußornamenten in den Ecken sowie ein großes ornamentales Mittelstück mit Rollbandwerk, Blüten und achteckigem Feld im Zentrum das einen geschliffenen und gefassten Edelstein imitiert. Die durch die Goldprägung gebildeten Formen mehrheitlich ausgemalt. Innendeckel mit dreifarbigem Kattunpapier bezogen. - Farben stellenweise leicht abgerieben, Silberprägung der Steh- u. Innenkanten oxydiert. - Inhalt: Handgeschriebenes Gebetbuch mit Andachstübungen. In kleiner, ebenmäßiger und gut lesbarer deutscher Kursive der Zeit mit brauner Tinte geschrieben. Gesamter Text von einfacher Linie eingefasst. 84 nn. (inkl. 22 leere) Bll. - Schwach gebräunt und kaum fleckig. Einige Bll. durch Papierfehler mit dünnen Stellen, 3 Bll. mit größerem Ausriss mit Textverlust. - Provenienz: Aus der Bibliothek des belgischen Bibliophilen und ehemaligen Präsidenten der Societé de Bibliophiles de Belgique Hector de Backer (Katalog Leclerc & Giraud-Badin, Tl. 2 (1927), No. 2663).
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Bozerian, 2 Maroquinbände über La Fontaine
Bozerian, J.-C. - Zwei dunkelblaue, künstlich genarbte Maroquinbände mit Rückenvergoldung, goldgeprägten floralen Deckelfileten, Steh- und Innenkantenvergoldung, dreiseitigem Goldschnitt und rosa Seindenmoiré-Vorsätzen, Band 1 signiert "REL.P.BOZERIAN". Paris, nach 1790. 12mo (13,7:8,3 cm).
Vgl. Culot, Bozerian 14 u. 17. - Wohl recht frühe Einbände von Jean-Claude Bozerian. Die Deckel mit zwei in den Ecken überkreuzenden Doppelfileten die eine Blattranke (Culot, Roulettes 33) einfassen. Die Eckfelder mit kleiner stilisierter Weintraube aus 7 symmetrisch angeordneten Beeren (nicht bei Culot). Rücken in 6 Felder geteilt, zwei mit Titelstichwort und Bandzählung, die übrigen mit kleinem Pflanzenmotiv, am Fuß mit schmaler Bordüre. - Kanten etwas berieben, Ecken minimal bestoßen. - Inhalt: J. de La Fontaine. Les amours de Psyché et Cupidon. Par ordre de Mgr le comte d'Artois. 2 Bde. Paris, Didot l'Ainé, 1782. 156; 177 S. - Stellenweise etwas stockfleckig. - Vorsatz mit Exlibris des französ. Diplomaten Robert de Billy (1869-1953).
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Wappeneinband Collalto über Tacitus, Opera
Collalto. - Roter Maroquinband mit reicher Rücken- u. Deckelvergoldung mit großem goldgepr. Wappensupralibros auf beiden Deckeln, Stehkantenvergoldung u. dreiseitigem Goldschnitt. Um 1730. (17,5:12 cm).
Mit dem Wappen des italienisch-österreichischen Adelsgeschlechts Collalto (geviert von Schwarz und Silber). - Deckel mit einigen übermalten Wurmspuren, Deckelbezüge stellenw. mit kl. Rissen, Rücken an Kopf u. Schwanz restauriert. - Enthält: P. C. Tacitus. Opera quae extant. Ad exemplar quod I. Lipsius quintum recensuit. (Bd. 1 von 2). Paris, M. Orry, 1599. Mit einigen Textholzschnitten. 8 Bll., 790 S., 1 w., 12 Bll. - Bibl. Belgica IV, 295. - Einer von mindestens 3 parallelen Drucken. Vorliegend ohne den Kommentarband. - Etwas gebräunt. - Titel im oberen mit Besitzvermerk von Anton Rambold Graf Collalto (Antonio Rambaldo conte di Collalto; 1681-1740), datiert 1730; Besitzvermerk im unteren Rand ausgekratzt. Gest. Wappenexlibris D'Armancy sowie mod. Exlibris L. Froissart (dessen Bibliothek 1977 in Paris versteigert).
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Wappeneinband Collalto über Spada, Antelucanae
Collalto. - Kalblederband mit Rückenschild, reicher Rückenvergoldung, zweifacher goldgepr. Deckelbordüre, Eckfleurons sowie großem goldgepr. Wappensupralibros auf beiden Deckeln, Stehkantenvergoldung u. dreiseitigem Goldschnitt. Um 1730. 4to (22:17,5 cm).
Mit dem Wappen des italienisch-österreichischen Adelsgeschlechts Collalto (geviert von Schwarz und Silber). - Stellenw. berieben, Ecken bestoßen. - Enthält: F. A. Spada. Antelucanae vigiliae, sive exercitationum libri III. 2 in 1 Bd. Verschiedene Paginierungen. - Enthält entgegen beiden Titeln eine "Exercitatio IV" (De Hebraeorum civitate). - Meist stärker gebräunt oder stockfleckig. Inhaltsverz. von Bd. 2 verbunden. - Vorsatz mit Schenkungsvermerk des Autors, datiert Rom, 27. April 1730, sowie mit Besitzvermerk von Anton Rambold Graf Collalto (Antonio Rambaldo, conte di Collalto; 1681-1740).
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Einband von Dubuisson über Almanach Royal 1762
Dubuisson, P.-P. - Rotbrauner geglätteter französischer Maroquinband der 2. Hälfte des 18. Jh. von P.-P. Dubuisson, mit überaus reicher Goldprägung auf Rücken und Deckeln, Steh- und Innenkantenvergoldung und dreiseitigem Goldschnitt. Frankreich, nach 1761. (20:13,5 cm).
Vgl. Rahir, Livres 184d. - Außerordentlich prachtvoll vergoldeter französischer Einband mit komplexer spätbarocker Bordüre von einer Platte, wie für Dubuisson typisch. Die freien Mittelfelder mit separatem Stempel einer großen Vase mit verschiedenen Blütenpflanzen. Rücken in 6 Felder unterteilt, mit goldgepr. Rückentitel und reicher Rückenvergoldung. Vorsätze aus Brokatpapier. "Pierre-Paul Dubuisson, l'un des plus fameux relieurs parisiens de son temps, succéda en 1758 à Antoine-Michel Padeloup comme relieur du roi. Dessinateur et peintre, ... on lui attribue le dessin de plaques qui ont permis d'orner les plats ... de volumes de l'Almanach royal (Trésors de la Bibliothèque de l'Arsenal 1980, 44). - Inhalt: Almanach Royale, année MDCCLXII. Paris, Le Breton, 1762. Mit wenigen schematischen Illustrationen. 512 S.- Vgl. Grand-Carteret 91. - Gleichmäßig schwach gebräunt. Kalendarium mit weißem Papier durchschossen. - Provenienz: Violet Trefusis; Christies, Aukt. 24.6.1992, Los 111.
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(abgelaufen)
Aux armes du comte d'Artois
Wappeneinband comte d'Artois über Almanach Royal
Dubuisson, P.-P. - Grüner geglätteter französischer Maroquinband der 2. Hälfte des 18. Jh., mit sehr reicher Goldprägung auf Rücken und Deckeln nach Entwurf von P.-P. Dubuisson, Wappensupralibros von Charles Philippe, comte d'Artois (später Karl X. von Frankreich) auf beiden Deckeln, Steh- und Innenkantenvergoldung und dreiseitigem Goldschnitt. Frankreich, nach 1779. (20:13 cm).
Vgl. Rahir, Livres 184k. - Sehr reich vergoldeter französischer Einband, die mehrteilige breite Bordüre mit floralen Elementen, Voluten etc. von einer Platte geprägt. Sie umgibt das gekrönte und mit Flaggen hinterfangene Wappen mit den 3 Lilien und der Kollane des Ordens vom Goldenen Vlies (Olivier 2535, fer 8). "Pierre-Paul Dubuisson, l'un des plus fameux relieurs parisiens de son temps, succéda en 1758 à Antoine-Michel Padeloup comme relieur du roi. Dessinateur et peintre, ... on lui attribue le dessin de plaques qui ont permis d'orner les plats ... de volumes de l'Almanach royal (Trésors de la Bibliothèque de l'Arsenal 1980, 44). - Inhalt: Almanach Royale, année bissextile MDCCLXXX. (Paris), d'Houry, (1779). 656 S. - Vgl. Grand-Carteret 91. - Grand-C. führt ein Exemplar für das Jahr 1778 "aux armes du comte d'Artois (plus tard Charles X)" unter den "exemplaires de choix". - Provenienz: C. P. comte d'Artois; Violet Trefusis; Christies, Aukt. 24.6.1992, Los 111.
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Grubenrelief-Einband über de Sales, Liebreiche Buß
Emaille-Einband. - Lederband der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts mit etwas Goldprägung, auf Holzdeckeln. Mit 26 Silberbeschlägen mit reicher mehrfarbiger Emaille-Grubenrelief- und Körperemaille-Arbeit und 10 eingefassten ovalen Emaille-Miniaturmalereien des 19. Jahrhunderts. Dreiseitiger Goldschnitt. Deutschland (?), 18.-19. Jh. (17,5:11 cm).
Prachtvoll geschmückter Einband für ein Erbauungsbuch mit qualitätvollen Emaille-Miniaturen in 8 durchbrochen gearbeiteten Eckstücken und 2 ebenso durchbrochen gearbeiteten Mittelstücken. Die zentralen Miniaturen (ca. 4,2:3,2 cm) zeigen Kreuzigung und Auferstehung, die kleineren Miniaturen in den Eckstücken mit allegorischen Darstellungen, diese auf dem Rückdeckel wiederholt. Die Eckstücke mit je 1 kleinen Kartusche mit gravierter u. in Grubenemail ausgeführter Bezeichnung: Pax, Prudentia, Simplicitas und Veritas. Weiterhin 12 nahezu vollplastische Putttenköpfe, 2 Schließenhaften und 2 Scharnierplatten, alles in Silber gefertigt und mit Emaille in den Farben Blau, Gelb, Grün, Orange, Schwarz, Türkis und Weiß verziert. - Kanten berieben, Rücken mit kl. Wurmspuren, Grubenrelief-Emaille mit kleineren Abplatzungen. Eine der Haften und beide Scharnierplatten an der Vorderkante angebrochen. Ohne die Schließen. Beide Deckel mit kl. Löchern von vormaligen Beschlägen, Bezugspapier der Innendeckel alt erneuert. - Inhalt: F. d. Sales. Liebreiche Buß, oder richtige Lehr-Art, zu Beichten und zu Communicieren. Einsiedeln 1759. Mit gest. Front. 368 S., 2 Bll. - Etwas stock- u. wasserfleckig.
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Kalblederband von C. Ève, wohl für M. de Valois
Clovis Ève. - Brauner Kalblederband des ausgehenden 16. Jahrhunderts, sehr wahrscheinlich aus der Werkstatt des Clovis Ève, vermutlich für Margarete von Valois, mit sehr reicher Goldprägung über beide Deckel und den Rücken sowie dreiseitigem Goldschnitt. Paris, nach 1595. (17,5:11 cm).
Vgl. Hobson-Culot 62 (ohne Zuschreibung an C. Ève), Hobson, Reliures à la fanfare, Taf. XXXIa u. Breslauer, Kat. 110, 72 u. Kat. 111, Nr. 106. - Beide Deckel und Rücken eingefasst von einer Blumengirlande in doppelten Goldfileten, goldgeprägtes geflochtenes Blattwerk als Eckfleurons, ovale Mittelstücke aus Blattranken umgeben von 4 blühenden Margeriten, die freien Flächen mit Fleur-de-lis in Semé-Manier. Die Präzision der Bourbonen-Lilie als Semé ist ebenso wie die Art der (Oliven-)Zweige ein wiederkehrendes Motiv der Werkstatt von Clovis Ève. - Rücken an Kopf und Ecken restauriert, Goldschnitt teilweise oxydiert. - Inhalt: Pseaumes de David. Latin et francois. (Trad. par Renaud de Beaune). Paris, J. Mettayer & P. l'Huillier, 1595. Mit gest. Titel und 1 ganzseit. Kupferstich von Léonard Gaultier. 7 nn., 375 num., 9 nn. Bll. - Adams B 1385; BMC, French 58; nicht in BP16, Darlow-M. u. Bibelslg. Württ. LB. - Lateinisch-französischer Paralleltext. - Stellenweise gering fleckig, Schlussblatt mit Privileg im Bundsteg beschädigt und dort hinterlegt, freie Vorsatzbll. neu befestigt. - Provenienz: Hartung & Hartung, Kat 112 (2005), Los 1476.
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Fächereinband über Mensis sanctorum
Fächereinband. - Brauner Kalblederband mit reichster Goldprägung. Vorder- und Hinterdeckel in gleicher Weise vergoldet: zentrale Fächerrosette in rautenförmiger Bordüre aus Einzelstempeln und Streicheisenlinien. In den Ecken 4 Viertelkreisfächer, eingefasst von dreifacher Bordüre aus Einzelstempeln. Rücken mit 4 reich goldgepr. Feldern und typogr. Rückenschild. Stehkantenvergoldung und dreiseitiger Goldschnitt. Deutschland (Westfalen?), 1. Hälfte 18. Jh. (17:10,5 cm).
Schönes und ausgesprochen wohlerhaltenes Beispiel eines barocken deutschen Fächereinbandes. Innendeckel mit Kamm-Marmorpapier bezogen. - Inhalt: Mensis sanctorum dierum sive cogitationes christianae quolibeet mensis de utiliter suscipendae. Ad annum piè sanctèque transigendum. Anno saeculari Societatis Jesu Paderanae (1682). 6 Bll., 178 S., 1 Bl. - Titel u. 1. Bl. alt miteinander verleimt. - Titel mit hs. Besitzvermerk von Ferdinand Baron von Plettenberg (1690-1737). Exlibris Nordkirchen.
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(abgelaufen)
Fanfare-Einband über Sacrosancti Concilii Tridenti
Fanfare-Einband. - Rehbrauner geglätteter Kalblederband um 1580 mit reichster Rücken- und Deckelvergoldung à la fanfare. Beide Deckel mit frei gebliebenen Mittelstücken, Stehkanten mit goldgeprägter Linie und Schraffen im Wechsel. Dreiseitiger Goldschnitt. Wohl Paris, nach 1577. (13:8,5 cm).
Vgl. Hobson, Les reliures à la fanfare, Taf. 16 u.30. - Prächiges Beispiel eines kleinformatigen Einbandes im Fanfarestil, vermutlich aus dem Umkreis des Ateliers von Nicolas und Clovis Ève. Einige Ähnlichkeiten in der Behandlung des sich nicht überschneidenden Bandwerks, der Gestaltung der Ecken und Voluten und von Varianten des Vierpaß lassen sich in den für Henri III von diesem Atelier gefertigten Bänden (Hobson 145a u. S. 55, fig. 49) finden. - Gering fleckig, wenige kleine Einrisse im Leder, Kanten restauriert. Gelenke, Kapitale und wenige kleine Fehlstellen fachgerecht ergänzt, dabei die betroffene Goldprägung geschickt vervollständigt. Goldschnitt etwas abgegriffen. - Inhalt: Sacrosancti et oecumenici Concilii Tridentini... canones et decreta. Additae sunt, Pii IIII. bullae, una cu(m) triplici utilissimo indice. Lüttich, W. Morbier für H. Hovius, 1577. 16 (l.w.) Bll., 416 S., 76 Bll. - Recht seltene Ausgabe der "Canones et decreta", hrsg. von Simon Magnus de Ramelot. - Gebräunt u. etwas fleckig, durchgängig regliert. Mod. Exlibris: G. de Miribel.
Fine à la fanfare binding of the late 16th century. - Minor staining, edges restored, joints and head and tail of spine expertly renewed.
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Fanfare-Einband über Claudianus, Opera
Fanfare-Einband. - Dunkelroter geglätteter römischer Maroquinband Ende des 16. Jahrhunderts mit reicher Rücken- und Deckelvergoldung à la fanfare. Beide Deckel mit goldgepr. Namen im Rand und Wappen im Zentrum. Dreiseitiger gepunzter Goldschnitt. Wohl Rom, nach 1589. (12:8,5 cm).
Vgl. Breslauer, Cat. 110, 68. - Sehr schöner kleinformatiger Einband im Fanfarestil, vermutlich aus der Werkstatt von Francesco oder Prospero Soresini in Rom. Die Deckel mit Bordüre in zweifacher Rahmung mit Doppelfileten, Rocaillen und floralen Elementen umschließen ein Mittelfeld in einem Oval aus Doppelfileten mit grotesken Figuren und Ranken. Vorderdeckel mit dem goldgepr. Namen "IULIAN: | FONTIVS" im Rand, im Zentrum Wappen mit Helmzier und Springbrunnen im Wappenschild. Rückdeckel mit Namensprägung "SCIPIO | ORLANDI" im Rand, im Zentrum Wappen mit Helmzier und Wellen im Wappenschild. Die 5 Rückenfelder mit eingebuchteten Ovalen. - Ecken, Kanten und Gelenke restauriert, die Vergoldung dort teilw. erneuert. Gelenke etwas brüchig. Vorsätze alt erneuert. - Inhalt: C. Claudianus. Opera. Lyon, A. Gryphius, 1589. 366 (statt 367) S. - Baudrier VIII, 402. - Gebräunt u. etwas fleckig. Fehlt das letzte Blatt. Mod. Exlibris.
Fine Roman à la fanfare binding of the late 16th century. - Corners, edges and joints restored, joints cracked but firm.
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Mit aufgelegten Ölgemälden
Lederband mit Ölgemälden über Goth. Kalender
Kalblederband der frühen Biedermeierzeit mit zwei aufgelegten Ölgemälden, farbigen Lederauflagen, Rückenvergoldung, goldgepr. Deckelfileten, Steh- und Innenkantenvergoldung und Goldschnitt. Im Or.-Pappschuber mit 2 Ldr.-Rückenschildern und goldgepr. Fileten. Deutschland, ca. 1820. Kl.-8vo (11,5:7,5 cm).
Außergewöhnlich dekorativer Einband: beide Deckel mit einer Bordüre aus aufgelegten Sechsecken grünen Leders eingefasst von Goldfileten. Zentral je ein hochovales idealisiertes Landschaftsgemälde in Öl auf Seide (ca. 5,4:4,4 cm). Rücken mit aufgelegtem schwarzem, grünen und roten Leder, Rückentitel und Rückenvergoldung. - Rücken u. Kanten gering berieben. - Inhalt: Gothaischer genealogischer Kalender auf das Jahr 1820. 57. Jahrg. Gotha, Perthes, (1819). Mit gest. Front, gest. Titel, 10 (3 doppelblattgr.) Kupfertafeln u. 1 gefalt. geneal. Tabelle. 26 Bll., 157 S., 2 Bll. - Breslauer, Kat. 24 (Slg. Clément), Nr. 496. (dieses Exemplar). - "Prachtvolles Exemplar von sehr reicher Ausstattung und in vortrefflicher Erhaltung" (B.). - Stellenweise gering stockfleckig. - Provenienz: Sammlung C. Sachse (kl. Namensetikett nach dem Titel eingeheftet); Slg. E. Clément, Magdeburg (s.o.); Hartung & Hartung, Kat 65 (1991), Nr. 1907 (aus Slg. E. Kyriss).
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Lackeinband über Haas, Andächtige Frauenzimmer
Lackeinband. - Pergamentband mit mehrfarbiger Lackbemalung des 1. Viertels d. 18. Jh. mit je 1 vollständig die Deckel ausfüllenden Malerei und ornamentaler farbiger Rückenbemalung. 1 (statt 2) Messigschließen, dreiseitiger Goldschnitt. Deutschland, nach 1722. Schmal-8vo (15,5:7,5 cm). Im Pp.-Schuber d. Zt.
Außergewöhnlicher spätbarocker Einband mit detailreicher Bemalung zu den Themen des Inhalts: Gebet und Lied. Der Vorderdeckel zeigt eine stehende Person in offenem Raum, die Hände zum Gebet in Richtung der von oben einfallenden Strahlen erhoben. Unterhalb in ornamental verzierter Kartusche die Zeile "Gott erhöre mein Gebet". Der Rückdeckel mit einer sitzenden Frau in ähnlichem offenen Raum, die ein Buch (Liederbuch?) in der linken Hand hält und die rechte Hand in Richtung eines Sockels (Altar?) ausstreckt. Der Spruch in der Kartusche unterhalb beschabt und nicht mehr lesbar. Beide Darstellungen sind in einem Raum mit schwarz-weiß gefliestem Boden vor drapierten Säulen mit Durchblick in eine baumbestandene Landschaft angelegt, der Rücken mit ornamentalen und floralen Motiven gestaltet. Innendeckel mit Kamm-Marmorpapier bezogen. - Etwas berieben, der schützende originale Klarlack etwas krakeliert. Rücken mit etwas Verlust der Bemalung stärker berieben. Schuber etwas berieben und bestoßen. - Inhalt: N. Haas, Das in Gott andächtige Frauenzimmer, Wie es ... durch Beten und Singen, sein Herz für dem Herrn ausschütten könne. 2 Tle. in 1 Bd. Leipzig, Gleditsch, 1722. Mit gest. Front. u. 6 Kupfertaf. 7 Bll., 408 S.; 4 Bll., 163 S., 2 Bll.
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Maroquinbände von P. Lefébure über Florian. 2 Bde.
Lefébure, P. - Paar dunkelblaue Maroquinbände des frühen 19. Jahrh. von P. Lefébure (sign.). Reiche ornamentale Rückenvergoldung in je 4 Feldern, 2 weitere Felder mit goldgepr. Rückentitel, die Deckel mit breiter goldgepr. ornamentaler Bordüre eingefasst in Deckelfileten, Steh- und Innenkantenvergoldung, Goldschnitt, blassrote Seidenmoirée-Vorsätze u. ebensolche Lesebändchen. Paris, ca. 1813. 12mo (13:9 cm).
Reizende Bändchen im Stil von Bozerian, deren Werkstatt Lefébure 1810 übernommen hatte. - Kaum berieben. - Inhalt: (J. P. C. de) Florian. Théatre. 2 Bde. Paris, Renouard, 1812. Mit 8 Kupfertaf. 2 Bll., 242 S., 1 Bl.; 2 Bll., 247 S. (= Florian, Oeuvres, Bde. 14-15).
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Wappeneinband Louis H. de Bourbon über Almanach
Louis IV. Henri de Bourbon, prince de Condé. - Roter französischer Maroquinband der 1. Hälfte des 18. Jh., mit reicher Goldprägung auf Rücken und Deckeln, Wappensupralibros von Louis IV. Henri de Bourbon, prince de Condé auf beiden Deckeln, Steh- und Innenkantenvergoldung und dreiseitigem Goldschnitt. Frankreich, nach 1726. (19,5:12,5 cm).
Schöner französischer Maroquinband für den Duc de Bourbon (1692-1740). Die Deckel mit schmaler mehrteiliger Bordüre, großen fleur-de-lys in den Ecken sowie den großen Supralibros (Olivier 2632, fer 3). Vorsätze aus geprägtem Bronzefirnispapier. - Gering berieben und fleckig, winzige Fehlstelle im Leder des Vorderdeckels. Bronzefirnispapier teilw. oxydiert. - Inhalt: Almanach royal, por l'année MDCCXXVII. Paris, Veuve d'Houry, 1727. Mit 2 Textholzschnitten. 2 (1.w.) Bll., 391 S. Kalendarium mit weißem Papier durchschossen. - Vgl. Grand-Carteret 91. - Provenienz: Violet Trefusis; Christies, Aukt. 24.6.1992, Los 110.
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(abgelaufen)
Maroquinband über Tableau de la Croix
Maroquinband. - Rotbrauner Maroquinband mit reicher Rückenvergoldung, Steh- u. Innenkantenvergoldung sowie breiter goldgepr. Bordüre auf beiden Deckeln, Goldschnitt u. marmor. Vorsätze. Frankreich, 2. Hälfte des 17. Jh. 8vo (17:11,5 cm).
Die Vergoldung mithilfe zahlreichen Einzelstempel gefertig. Die Rückenfelder u.a. mit floralen Elementen. - Gering fleckig oder berieben, untere Ecken bestoßen. - Inhalt: Le tableau de la croix representé dans les ceremonies de la Ste. messe. Paris, F. Mazot, 1651 (= 1653). 1 Bl. Titel/Widmung, 1 Bl. Porträt/Adivis au Lecteur u. 50 beidseitig bedruckte Kupfertafeln, die letzte verso mit Privileg, dieses datiert 20. 9. 1653. Im Gegensatz zur Ausgabe 1651 erweitert; die jeweils linken Darstellungen im Hauptteil, die den Priester bei verschiedenen Handlungen während der Messe zeigen, sind neu gestochen. - Stellenw. etwas fleckig oder mit Tintenkritzeleien/Tintenflecken im Bild, wenige Randläsuren, 2 Besitzvermerke, davon 1 auf dem gest. Titel u. gestrichen. - Innendeckel mit Wappenexlibris L. H. Ruault du Plessis Vaidière, freier Vorsatz verso mit Exlibris Henri Houyvet.
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(abgelaufen)
Necessaire mit Kalender
Necessaire mit Kalender. - Rotes Maroquin-Necessaire des Empire für eine Dame, mit großem achteckigen Medaillon unter einer in Metallrahmen gefassten Glasscheibe, bestehend aus einer Achat(?)-Platte mit aufgesetzter Miniaturmalerei und Applikationen aus Perlen, Gold- und Silberdrähten, Haaren u.a. Inhalt: Spiegel, Schere, Ahle, 2 Bleistifte, Notizheft und ein Kalender in Kupferstich. Paris, um 1815. (12:8,5 bzw. geöffnet: 12:25 cm). In moderner roter Maroquin-Kassette mit goldgepr. Rückentitel, Rückenvergoldung u. zweifachen Deckelfileten (sign.: Riviere & Son).
Wohlerhaltenes Necessaire, innen mit grünem Maroquin, bzw. mit blassgrüner Seide ausgekleidet. Umschlagklappe mit funktionsfähigem Verschlussmechanismus aus Metall. Außenseite mit aufwändig gestaltetem Medaillon: die zentrale Miniatur auf einer achteckigen Glas(?)-Platte mit Rahmung in Golddrähten zeigt eine junge Frau vor einem Säulensockel mit der Aufschrift "l'amitie me suffit". Beidseitig kleinere Rechtecke aus flächig verklebtem Haar mit floralen Motiven aus Perlen und Silberdraht, beide mit in Golddraht gefassten Perlen gerahmt. Die umliegenden Bereiche mit floralen Verzierungen aus Metall- und Glasperlen, Silberdraht und winzigen geprägten Blättern. - Farbe der Miniatur teilweise abgeplatzt, wenige Perlen u. 1 Stück Golddraht lose. - Inhalt des Necessaires: 1. Calendrier pour La nouvelle Année. Paris, Louis Janet, Libraire, Rue St.-Jacques, No. 59. 12mo (11,5:7,5 cm). 6 nn. Bll. mit 12 Monatskupfern mit antikisierenden Darstellungen in gest. Bordüren. Typograph. Or.-Umschlag. - Recht früher Kalender des 1788 geborenen Verlegers Louis Janet. - 2. Kleine Schere mit goldenen Schenkelansätzen und aus Perlmutt druchbrochen gearbeiteten Schenkeln und Griffen. - 3. Silberner Drehbleistift. - Etwas beschädigt. - 4. Späterer Bleistift mit silberner Endkappe. - 5. Ahle aus Stahl. - 6. Notizheft mit 4 leeren Bll. Schreibpapier. - Innendeckel d. Notizhefts mit gest. Wappenexlibris David Lionel Goldsmid-Stern-Salomons (1851-1925). Erstes Blatt mit mont. alter Katalogbeschreibung in französ. Sprache.
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(verkauft)
Pariser Pergamentband über Belleforest, Histoires
Paris. - Flexibler Renaissance-Pergamentband mit reicher Vergoldung über beide Deckel, Rücken und Schutzkanten sowie dreiseitigem Goldschnitt. Paris, um 1575. 12mo (13:8,5 cm).
Vgl. Breslauer, Kat. 110, 61. - Die Deckel mit wiederholtem Plattenstempel (11,2:6,4 cm) mit Rollbandwerk und floralen Elementen, die Flächen zum Teil durch feines horizontales Linienwerk akzentuiert. Rücken in 7 Felder geteilt die wechselnd mit floralen Verzierungen und einem Band aus ovalen Elementen gestaltet sind. Die den Vorderschnitt vollständig überlappenden Schutzkanten mit ebensolchen floralen Verzierungen. - Etwas berieben, gering angeschmutzt, Rücken am Kopf mit Resten eines Eintrags in Tinte, Bindebänder entfernt. Buchblock lose. - Inhalt: F. de Belleforest. Le second tome des histoires tragiques, extraites de l'Italien de Bandel... traduites & enrichies outre l'invention de l'Autheur. Paris, pour R. le Mangnier, 1571. Mit Holzschn.-Druckermarke. 460 num., 4 nn. Bll. - Diese Ausgabe nicht bei IA und Adams. - Selten. Der erste Teil der Übersetzung und Bearbeitung der Novellen 1-18 von Matteo Bandello durch Pierre Boaistuau war 1559 erschienen. An dieser hatte Belleforest bereits mitgewirkt. Seine maßgebliche Autorschaft an der Fortsetzung wurde erst 1973 durch U. Beidatsch belegt. Vorliegender Band enthält die Erzählungen 19-36. - Gebräunt, durchgängig blass regliert, wenige saubere Marginalien in Tinte. - Vorsatz mit Besitzvermerken in Tinte "DeBeaumont" und "E. L. Langlon, Red Cottage, Jan 28. 1881".
Fine Parisian Renaissance flexible vellum binding, richly gilt. - Minor soiling, ties removed, bookblock loose. - On a rare edition of the Histoires Tragiques 19-36 by Belleforest after Bandello. - Some tanning, ruled throughout, few ink marginalia. Owners inscriptions to front endpapers.
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(verkauft)
Pergamentschnitt-Einband über Esslinger Gesangbuch
Pergamentschnitt-Einband. - Blau gefärbter, duchbrochen gearbeiteter und mit Kupferblech hinterlegter geprägter Pergamentband des Rokoko. Süddeutschland (Esslingen oder Stuttgart?), um 1765. 8vo. (17,5:10,5 cm).
Außerordentlich seltener Einbandtyp. Mit Silberprägung (Baum des Lebens, Engel, Büste, Vögel, Blüten u. florale Bordüren) verzierter gefärbter Pergamentband mit zusätzlicher aufwändiger Verzierung durch eingeschnittenes Bandwerk um einen sechsstrahligen Stern aus überlängten Dreiecken und mit eingestreuten Tropfen- und fächerförmigen Elementen, alles mit dünnem Kupferblech hinterlegt. Beide Buchdeckel gleich gestaltet. Rücken mit Kronen und fächerförmigen Elementen aus geschnittenen Tropfen. Buntpapier-Vorsätze. - Berieben, etwas bestoßen, einige Partien wohl entfärbt, Silberprägung oxydiert, kl. Streifen von ca. 1 cm des Kupferblechs verloren, vorderes Gelenk geschickt hinterlegt, Schließe entfernt. - Inhalt: Kirchen-Gesangbuch begreifend vierhundert so wol alte als neue Lieder, welche ... zum Gebrauch der Eßlingischen Gemeinden, in Ordnung gebracht Cosmann Friderich Köstlin, Ober-Pfarrer ... und Ehe-Richter. Esslingen, Mäntler, 1763. 1 Bl., 624 (recte 626) S., 7 Bll. - Erste Ausgabe. - Stockfl. u. gebräunt. - Vorsatz mit Besitzvermerk einer Rosina Honold aus Esslingen, die das Buch 1796 aus dem Besitz ihres verstorbenen Großvaters erhielt.
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(verkauft)
Pointillé-Band über Tableau de la Croix
Pointillé-Vergoldung. - Dunkelroter Maroquinband mit reicher Pointillé-Vergoldung. Beide Deckel mit großem Zierstück im Zentrum, dicht umschlossen von breiter ornamentaler Bordüre u. jeweils vier Eckstücken. Reiche Rückenvergoldung, Goldschnitt u. marmor. Vorsätze. Frankreich, ca. 1651. 8vo (17:11,5 cm).
Catalogue des livres ... comte de Lagondie (1879), Nr. 923 (dieses Exemplar; mit Zuschreibung an Le Gascon). - Prächtiger Pointillé-Einband, wohl von Le Gascon. Dieser nur unter seinem Spitznamen bekannte Buchbinder arbeitete u.a. für Peiresc und Jacques-Auguste de Thou; er starb um 1653. Eventuell ist er identisch mit Jean Gillede, dem Schwiegervater von Florimond Badier. - Leicht fleckig, wenige kl. Bereibungen, nur 1 (von 2) Schließen vorhanden. - Inhalt: Le tableau de la croix representé dans les ceremonies de la Ste. messe. Paris, F. Mazot, 1651. 1 Bl. gest. Titel, 1 Bl. gest. Widmung, gest. Porträt des Widmungsempfängers Charles de L'Aubespine u. 40 Kupfertafeln, davon 37 beidseitig bedruckt. - Brunet V, 624. - Wappenexlibris comte Joseph de Lagondie. - Zu einem ganz ähnlichen Einband mit dem gleichen Inhalt siehe unsere Auktion 112 (2007), Nr. 597.
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(verkauft)
Einband für Mme. Pompadour über Domenichi, Facetie
Pompadour, J. A. Poisson, Marquise de. - Roter Maroquinband mit farb. Rückenschild, reicher Rückenvergoldung, goldgepr. dreifacher Filete u. Wappensupralibros der Marquise de Pompadour auf den Deckeln, Steh - u. Innenkantenvergoldung sowie Goldschnitt. Frankreich um 1760. (14,5:10 cm).
Olivier 2399, 4. - Aus der Bibliothek der Marquise de Pompadour (1721-1764) mit deren Wappensupralibros. Die einflussreiche Mätresse König Ludwigs XV. trug eine Büchersammlung von mehr als 3500 Bänden zusammen. - Gering berieben. - Inhalt: L. Domenichi. Facetie, motti, et burle, di diversi Signori et persone private. Venedig, P. Ugolino, 1599. Mit Holzschn.-Druckerm. 16 Bll., 424 S. - Vgl. Adams D 781 (Ausg. Venedig 1588). - Erweiterte Ausg. der spaßigen Zitate, zuerst ersch. 1548. - Etwas gebräunt, stellenw. gering stockfleckig. Titel mit zwei alten Besitzeinträgen, fliegender Vorsatz mit altem Vermerk "Exemplaire de la pompadour", mod. Exlibris.
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(verkauft)
Porzellaneinband über Notizbuch
Porzellaneinband. - Mehrfarbig bemalte Porzellan-Buchdeckel in gravierter Messingleiste gefasst, Rücken aus elfenbeinfarbenem Samt. Innenbezug, klappbare Tasche, Verschlussösen und Umschlag des einliegenden Hefts aus rosa Moiréseide. Als Verschluss ein Schreibstift aus Bein mit Spitze aus Blei und gedrechseltem Knauf am hinteren Ende. Paris, um 1840. 16mo (10:6,8 cm).
Luxuriöser Einband für ein Notizbuch mit Stift und Visitenkarten-Tasche. Vorderdeckel mit hochovaler farbiger Miniaturmalerei: ein Paar in Rokoko-Kostümen gefolgt von einem Knaben mit Sonnenschirm und Hund beim Spaziergang im Park. Das Oval gerahmt von einer Goldbordüre mit winzigen aufgelegten Glasperlen, umgeben von vergoldeten Rocaillen; der äußere Bereich mit reicher gemalter Blüten-Bordüre. Der Rückdeckel mit buntem Blumenbouquet und kl. vergoldeten Eckfleurons. - Inliegend: Notizbuch "Souvenir" mit gest. Titel mit Vignette u. 18 leeren Bll. sowie 2 Kartonbll. mit gest. Bezeichnungen der Wochentage in franz. Sprache. Paris, "chez l'Editeur", (um 1840). (9,5:5,5 cm). - Die Titelvignette mit orientalischer Szene. - Insgesamt von hervorragender Erhaltung, das Notizbuch unbenutzt. Es fehlt eine der winzigen Glaskugeln am Vorderdeckel; Rückdeckel an einer Ecke mit kaum sichtbaren Sprung; Seidenmoiré stellenweise angestaubt und an wenigen Stellen mit geringen Gebrauchsspuren. In mod. Pp.-Schatulle.
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(verkauft)
Samteinband über Regole di M. V. Addolorata
Samteinband. - Weinroter Samteinband Mitte d. 19. Jh. mit großen goldgeprägten Plattenstempeln auf beiden Deckeln, Seidenmoiree-Vorsätzen und Goldschnitt. In roter Pp.-Schatulle mit durchbrochen gearbeiteter vergoldeter Metallschließe, Rückenvergoldung, vergoldeten Seitenflächen und Deckelfileten, sowie goldgepr. Monogramm "E." und Kaiserkrone des Heil. Römischen Reichs auf dem Vorderdeckel. Venedig (?), ca. 1856. (15:11 cm; Schatulle: 16,5:13 cm).
Nahezu makellos erhaltener Samteinband, wohl als Geschenk für Kaiserin Elisabeth von Österreich angefertigt. Die vollflächig vergoldeten Plattenstempel mit Bandwerk und Rocaillen auf geriffeltem Grund. Lediglich 2 unbedeutende Druckstellen am Samt des Rückens durch die Lagerung in der Schatulle. Letztere gering berieben und Rücken etwas verblasst. - Inhalt: Regole e divozioni della confraternita di M. V. Addolorata canonicamente eretta nella chiesa di S. Giuliano M. in Venezia aggregata in Roma. Venedig 1856. Mit Holzschn.-Front. 107 S., 2 Bll.
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(verkauft)
Maroquinband mit Wappen v. Savoyen über Réglement
Savoyen. - Roter Maroquinband der 2. Hälfte d. 18. Jahrhunderts mit reicher Vergoldung u. goldgeprägten Wappensupralibros des Herzogtums Savoyen auf beiden Deckeln. Turin (?), ca. 1777. (20:13 cm).
Dekorativer Einband mit dreifachen Deckelfileten die eine florale Bordüre einfassen und floralen Eckstücken, zentral das Wappen des Herzogtums Savoyen. Rücken mit Rückenschild u. 5 Feldern mit goldgepr. Pflanzenmotiv. Stehkantenvergoldung u. Goldschnitt. Vorsätze aus Kamm-Marmorpapier. - Inhalt: (Viktor Amadeus III. v. Savoyen). Réglement por les devoirs de l'infanterie. Turin, Imprimerie Royale, 1777. Mit gest. Titelvignette. 94 S. - Erste Ausgabe. - Schwach fleckig.
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(abgelaufen)
Schildpatteinband über Wille, Bett- u. Tugend-Buch
Schildpatteinband. - Bemalter Schildpatteinband des 18. Jahrhunderts auf Holzdeckeln mit Silberbeschlägen. Vorder- und Rückdeckel mit je einer großen, in Ölfarben gemalten Mariendarstellung im Blumenkranz. Eine (von 2) Silberschließen, durchbrochen gearbeitete ziselierte Schließenhaften und Scharnierplatten, bemalter Rücken mit konturierten Rückenbeschlägen aus Silberblech, 2 silberne Trageösen und Messing-Tragekette. Gepunzter Goldschnitt. Süddeutschland, um 1770. (18,5:12,5 cm).
Außergewöhnlich schönes Exemplar des seltenen Einbandtyps, Deckel und Rücken vollflächig aus Schildpatt. Der Vorderdeckel mit Darstellung der Maria Magdalena in grünem ärmellosen Gewand mit weißen Aufschlägen, hellem Kopftuch, ein Buch in der rechten und ein Kruzifix in der linken Hand, umgeben von einem Blumenkranz (ø ca. 12 cm) mit Rosen- und Tulpenblüten. Der Rückdeckel mit Darstellung der Madonna in violettem Gewand mit dem Jesuskind an der Brust und Johannes umgeben von einem gleichartigen Blumenkranz. Schließenhaften und Scharnierplatten mit kleiner ziselierter Engelsdarstellung. Je 1 kleiner konturierter Silberbeschlag an den Unterkanten der Deckel und je 1 gravierter Silberbeschlag mit Öse an den Oberkanten mit anhängender 40 cm langer Tragekette aus Messinggliedern und 4 gegossenen u. gravierten größeren Messingteilen, das Endstück mit Haken. Rücken mit 3 in Öl gemalten Blumenbuketts, an Kopf und Schwanz mit konturiert gesägtem Silberblech gefasst, die Metallscharniere mit ebenso konturierten Silberblechen verbunden. Kanten der Innendeckel mit geprägtem Goldpapier bezogen, Vorsätze aus Kattunpapier. - Malereien gering berieben, Vorderdeckel mit winzigen Absplitterungen an den Kanten, Rückdeckel an der unteren Scharnierplatte geplatzt und mit dreieckigem Ausbruch (ca. 3:3 cm). - Inhalt: A. Wille. Bett- und Tugend-Buch, oder: kurze Tag- und Lebens-Regulen und Ubungen (sic). Paderborn 1744. 12 Bll., 526 S. - Stellenweise etwas stockfleckig, wenige Bll. alt (vor der Aufbringung des Goldschnitts) angerändert.
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(verkauft)
Seideneinband über Daumer, Bettina
Seideneinband. - Elfenbeinfarbener Seideneinband des späten Biedermeier mit applizierten Bordüren, Eckstücken und Medaillons aus geprägtem Goldpapier und dreiseitigem Goldschnitt. Deutschland oder Österreich (?), ca. 1837. (16,5:11,5 cm).
Vgl. Pieske, Luxuspapier, S. 296f (zu Goldpapier). - Dekorativer Band aus der Bibliothek der Erzherzogin Sophie von Österreich, mit ihrem gekrönten Monogrammstempel auf dem Titel verso. Beide Deckel geziert mit einer Bordüre mit Rosenranke, Eckstücken mit Füllhörnern u. anthropomorphisierter Sonne, im Zentrum je 1 rundes Medaillon mit Blumenkorb. - Seide gering stockfleckig, am Rücken gering fleckig, Vorsätze mit Klebstoffspuren. - Inhalt: G. F. Daumer. Bettina. Gedichte aus Goethe's Briefwechsel mit einem Kinde. Nebst erläuternden und vergleichenden Anmerkungen. Nürnberg 1837. 1 Bl., XIII, 378 (recte 278) S. - Goed. IV/2, 473, 7. - Erste Ausgabe. - Provenienz: Erzherzogin Sophie v. Österreich; Erzherzog Ferdinand v. Österreich (1868-1915); Hartung & Karl, Kat. 16 (1976), Nr. 1660.
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(verkauft)
Silbereinband über (Förtsch), New-entspr. Wasser-Quelle
Silbereinband. - Durchbrochen gearbeiteter Silbereinband aus dem letzten Drittel des 17. Jh. über schwarzer Fischhaut auf Holzdeckeln. Getrieben und ziseliert gearbeitete Buchdeckel, 2 gravierte Rückenbänder (1 ergänzt) aus Silber, 2 Silberschließen. Dreiseitiger Goldschnitt. Deutschland, nach 1676. 12mo (11,5:6,5 cm).
Identisch gestaltete Buchdeckel: innerhalb eines die Deckelkanten einfassenden Rahmens, durchbrochen gearbeitete Akanthusblätter und Granatäpfel, im Zentrum jeweils eine ovale (leere) Kartusche. Die Deckelscharniere an den Rückenbändern gehalten. - Fischhaut an den Gelenken geplatzt, oberes Rückenband ergänzt und dort das hintere Scharnier gebrochen. Vorsätze aus Kamm-Marmorpapier. - Inhalt: (B. Förtsch). Neu-entsprungene Wasser-Quelle, vor Gottes ergebene, und geistlich-durstige Seelen. Nebst einem vollständigen Evangelischen Gesangbüchlein. Aufgeräumet von dem Spahten (d.i. Kaspar v. Stieler). 2 Tle. in 1 Bd. Hildesheim, (J. L. Ebel für) J. H. Schmiedt in Göttingen, 1676. Mit gest. Titel., gest. Front, gest. Porträt und 8 Kupfertafeln. 7 Bll., 363 S., 4 Bll.; 2 Bll., 214 S., 3 Bll. - So nicht bei VD 16; vgl. Dünnhaupt 3957, 20 (unter Stieler; das dort erwähnte Expl. der HAB mit Druckvermerk: Hildesheim, Ebel für A. Weisskopf, VD 17 23:669314G, ohne gest. Titel). - Etwa dritte Ausgabe der Neubearbeitung von Förtschs Sammlung evangelischer Kirchenlieder. - Schwach gebräunt.
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(verkauft)
Silbereinband über Fruentimmerits Contrafay
Silbereinband. - Mit weinrotem Samt bezogener Holzdeckelband des ausgehenden 17. Jahrhunderts mit 8 aus Silber gearbeiteten durchbrochenen figürlichen Eckbeschlägen, 4 ebensolchen Haften bzw. Scharnierplatten, 2 ovalen Medaillons mit durchbrochen gearbeiteter Bordüre, alles aus der Zeit, sowie 2 massiv gearbeiteten Silberschließen des ausgehenden 18. Jh. Dreiseitiger gepunzter Goldschnitt und Brokatpapier-Vorsätze. Dänemark (?), um 1685. (14:9 cm).
Dekorativer Einband mit insgesamt 14 Silberbeschlägen. Eckbeschläge und Schließenbeschläge zeigen als wiederkehrendes Motiv einen Knaben in einer Blumenranke. Die zentralen Medaillons mit Spiegelmonogrammen umgeben von einer Bordüre aus Blumenmotiven. Die massiv gearbeiteten Schließen mit Gravur auf den Innenseiten: "Jacob Jenson 1775" und "Maren SørrensDatter" wurden offenbar 1775 gegen die ursprünglich wohl auch durchbrochen gearbeiteten Schließen ausgetauscht. Eine der Haften trägt auf der Innenseite die mit einer kleinen Kugelpunze geschlagenen Zeichen "Vog Iob 3.9". - Die erhabenen Stellen der Beschläge etwas berieben. Samtbezug am vorderen Gelenk eingerissen und mit kleiner Bereibung auf dem Vorderdeckel. Vier der Nägel zur Befestigung der Beschläge gebrochen oder verloren, dadurch 1 Beschlag gelockert. Hinteres freies Brokatpapier-Vorsatzblatt entfernt. Insgesamt in außergewöhnlich gutem Zustand. - Inhalt: Fruentimmerits Contrafay udi det Gamle Testament Beprydet Med XXV Kaaber-stycker, adskillige andæctige Bønner, gudelige Sucke-Rim, oc hiertefrydende Lof-Sange. Paa voris danske Maal udsat oc fremstilled af Mourids Brun. 2 in 1 Band. Kopenhagen, C. Cassube u. D. Paulli, 1682. Mit gest. Front., gest. Titel und 40 Kupfertafeln. 4 Bll., 348 S.; 4 Bll., 300 S., 6 Bll. - Bruun I, 297; Thesaurus libr. Danicorum II, 413 (kann Teil 2 nicht belegen). - Erste Ausgabe. Recht selten. Teil 1 mit den Darstellungen der Frauen des Alten, Teil 2 denen des Neuen Testaments. - Front. und gest. Titel bis zur Einfassung beschnitten, aufgezogen, nach dem Drucktitel eingeheftet und mit kleinen Verklebungen am inneren Rand. - Auf dem Front. verso der volle Namenszug des Besitzers im späten 18. Jh. "Jacob Jensen Möller" in Tinte.
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(verkauft)
Silbereinband über Arndt, Paradijs Gärtlein
Silbereinband. - Einband der 2. Hälfte des 17. Jh. aus starkem Silberblech auf Holzdeckeln, mit gravierten Deckeln und Rücken, 2 (1 ergänzten) gravierten Schließen u. gepunztem Goldschnitt. Deutschland, nach 1659. (9,5:6 cm).
Seltener Schmuckeinband. Beide Deckel mit großen biblischen Darstellungen (6,8:4,4 cm) in der Art einer Radierung mit je einem aus Psalm 10 paraphrasierten Vers unterhalb. Der Vorderdeckel zeigt Hiob mit 2 Engeln vor einem Haus, die Schreckensbotschaften von 3 Boten empfangend. Der zugehörige Text lautet "In dessen die Gottlosen treiben Ubermuth, Muß der Gerecht über sich leÿden die Ruth." Der Rückdeckel zeigt die Flucht Lots und seiner Töchter begleitet von einem Engel, im Hintergrund Lots Weib vor dem Panorama des brennendem Sodom. Darunter der Vers "Doch sollte es sich verwenden einmahl, Dießem zum Trost, jenen zur Quall." Der in 3 Felder unterteilte Rücken und die Kapitalschutzplatten mit floralen Verzierungen. - Mit den üblichen Bereibungen die durch das Putzen von Silber entstehen. Vorderdeckel am oberen Rand und Rücken mit kleinerer Verformung durch Bestoßung. Die untere der beiden Schließen und die Papierbezüge der Innendeckel sehr geschickt erneuert. - Inhalt: J. Arndt. Paradijs Gärtlein voller chistlicher Tugenden... Nebenst dem Gesangbuch Lutheri. Amsterdam, J. Nosche, 1658 (Kupfertit.: 1659). Mit gest. Titel. 14 Bll., 525 S., 8 (statt 9 ?) Bll. - Nicht in VD 17. - Seltene deutschsprachige Ausgabe des Amsterdamer Verlegers, der neben F. v. Zesens 'Beschreibung der Stadt Amsterdam' zahlreiche weitere Erbauungsbücher für deutschsprachige Leser verlegte. KVK weist lediglich 1 Exemplar (Glasgow) nach, ebenfalls in einem Silbereinband, die Sprache jedoch (wohl fälschlich) als 'Dutch' bezeichnet. Das auf dem Titel genannte Gesangbuch ist nicht enthalten. Die nachfolgenden Ausgaben bei Nosche 1661 (Paradießgärtlein...; VD 17 547:753165K) und 1668 (Paradieszgärtlein...; VD 17 15:751606W) enthalten diesen Titelzusatz wohl nicht mehr. Noschen hatte 1651 und 1652 Ausgaben von Luthers Gesangbuch mit jeweils über 600 Seiten herausgegeben. - Schwach gebräunt, vereinzelt gering fleckig. Fehlt mindestens ein Blatt am Schluss.
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(verkauft)
Wappeneinband für Sophie Charlotte über Boileau
Sophie Charlotte von Preußen. - Brauner Kalblederband mit reicher Rückenvergoldung und rotem Rückenschild. Vorderdeckel mit bekröntem Monogramm "S. C.". Brandenburg/Berlin um 1702. (16:10 cm).
Einband für die geborene Sophie Charlotte Herzogin von Braunschweig und Lüneburg (1668-1705). 1684 heiratete sie den Kurprinzen Friedrich von Brandenburg, der ab 1688 als Kurfürst Friedrich III. regierte und sich 1701 zum König in Preußen krönte. Ihr Sohn ist der spätere "Soldatenkönig" Friedrich Wilhelm I., ihr Enkel Friedrich II. d. Gr. - Gering berieben. Vorderdeckel minimal aufgebogen. - Inhalt: J. Boileau. Histoire des flagellans, ou l'on fait voir le bon & le mauvais usage des flagellations parmi les Chrétiens. Amsterdam, vander Plaats, 1701. 8 Bll., 319 S., 5 Bll. - Cioranescu, 183 siècle 12702; Gay-Lem. II, 543; Hayn/G. II, 281. - Erste französische Ausgabe; das lateinische Original war im Vorjahr erschienen. - Gering gebräunt, Titel etwas stärker sowie etwas fleckig.
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Stickereieinband über Quirsfeld, Garten-Gesellschaft
Stickereieinband. - Mehrfarbig gestickter Einband des ausgehenden 17. Jh. über Holzdeckeln. Deckel und Rücken vollständig mit flächiger Stickerei bezogen. 2 durchbrochene florale Messingschließen, gepunzter dreiseitiger Goldschnitt. Deutschland (?), um 1700. 12mo (13:6 cm).
Ungewöhnlich farbiger gestickter Einband. Ein wellenförmiger Rapport aus 5 Hauptfarben und einigen Abtönungen in sorgfältigem Kreuzstich zieht sich über beide Deckel und Rücken. Innendeckel mit Kamm-Marmorpapier bezogen. - Kanten etwas berieben, Ecken gering beschabt. - Inhalt: J. Quirsfeld. Neu-vermehrte himmlische Garten-Gesellschafft, bestehend in viertzig geistl(ichen) Gesprächen. Zum sechsten mahl gedruckt. 2 Teile in 1 Bd. Leipzig, J. Wittigau Wittwe für K. Lunitz, 1685. Mit gest. Titel und 11 Kupfertafeln. 12 Bll., 767 S.; 71 S. - Vgl. Jantz 2055. - Recht frühe Ausgabe des erstmals 1680 erschienenen Erbauungsbuchs. - Schwach gebräunt u. gering fleckig, gest. Titel mit kl. Kritzelei.
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Stickereieinband über La journée du chrétien
Stickereieinband. - Bestickter Bucheinband des ausgehenden 18. Jh. aus elfenbeinfarbener Seide über Pappe. Mehrfarbige Stickerei, teilweise mit silbernem und goldenem feinem Draht und mit Messingpailletten und farbigen Metallfolien ausgeführt. Goldschnitt. Vorsätze aus roter Seide. Frankreich, um 1780. 12mo (12:8 cm).
Vgl. Coron, Livres en broderie 69 u. 81. - Die Deckel umgeben von zweiteiliger mehrfarbiger Bordüre, teilw. mit Silberdraht durchwirkt, in den Ecken stilisierte Zweige aus goldenem Draht und Pailletten, im Zentrum je ein zweifarbig gestickter Strauß mit mit Blüten aus Silberdraht und farbigen Metallfolien. Rücken mit doppelter geschwungener zweifarbiger Bordüre, teilw. mit goldenem Draht umsponnen. - Kanten etwas beschabt, Seide am vorderen Gelenk teilw. brüchig, Metallapplikationen meist oxydiert, wenige Pailletten abgefallen. - Inhalt: La journée du chrétien, sanctifiée par la priere et la méditation. Nouvelle éd. augmentée. Paris, Durand, neveu (um 1780). 5 Bll., 320 S., 2 Bll.
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Stickereieinband über Almanach anacréontique
Stickereieinband. - Bestickter Bucheinband des ausgehenden 18. Jh. aus weißem Taft über Pappe. Mit reicher Goldfadenstickerei, zahlreichen goldenen, roten und grünen Pailletten und 2 mit Glas abgedeckten und in gravierten Messingrahmen gefassten ovalen Miniaturen auf Perlmutt als Mittelstücken. Vorderer Innendeckel mit facettiertem Spiegel eingefasst in aplizierter goldener Bordüre. Vorderes Vorsatzpapier und eingefalt. Etui im hinteren Innendeckel mit lachsfarbenem Seidenbezug. Goldschnitt. Frankreich, nicht vor 1786. 16mo (10:6 cm).
Vgl. Coron, Livres en broderie 73. - Aufwändig bestickter Einband. Verwendung fanden Segmente aus feinstem gewickeltem Messingdraht, goldfarbene (vergoldete ?) Metall-Pailletten, facettierte Glassteine und Pailletten aus farbiger Metallfolie. Deckel eingefasst von wellenförmiger Bordüre, ober- u. unterhalb der Mittelstücke stilisiertes Blattwerk, Rücken rautenförmig gegliedert mit je 1 Paillette im Zentrum. Die Miniatur des Vorderdeckels aus applizierten geprägten Metallfolien, farbigen Glasstäben, Messingdraht und Haaren zeigt eine Säule mit Blumenbukett und Zweigen mit anhängendem Herz, daran sitzend eine kleine menschliche Gestalt, daneben ein sitzender Hund; im unteren Rand das mit Pinsel geschriebene Wort "Sincerre". Die Applikationen der Miniatur auf dem Rückdeckel nur fragmentarisch erhalten. - Inhalt: Almanach anacréontique ou les ruses de l'amour. Paris, Boulanger, (1786). Mit kolor. gest. Titel und 12 kolor. Kupfertafen von (F. M. I.) Queverdo, Text und Noten in Kupferstich sowie 2 gefalt. typogr. Bll. (Kalendarium für 1787). 61 S., 1 Bl. (Anz.). - Grand-Carteret 785 (mit Kalender für 1786); vgl. Cohen-R. 10 (1784) u. Gay-L. I, 50 (1789). - Die Illustrationen in der Paginierung mitgezählt. - Vereinzelt mit schwachem Wasserfleck, wenige Textbll. außen etwas knapp beschnitten.
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Stickereieinband über Messia, Divozione
Stickereieinband. - Cremefarbener Seideneinband mit Goldfadenstickerei auf beiden Deckeln und dreiseitigem Goldschnitt. Italien (?), ca. 1820. 12mo (12,5:8,5 cm).
Beide Deckel mit Bordüre aus floralen Elementen eingefasst von einer Filete, im Zentrum kleines Mittelstück in der Form eines Rades. Alles in Goldfadenstickerei. - Gering angestaubt, Vorsätze mit unbedeutenden Klebstoffspuren. - Inhalt: A. Messia. Divozione alle tre ore dell' agonia di Gesù Cristo. Mailand 1819. Mit ganzseit. Holzschn. 107 S. - Etwas stockfl. - Provenienz: H. Tenner, Katalog 135, Los 546, wird dort als aus der Bibliothek des Erzherzogs Rainer von Österreich, Vizekönig von Lombardo-Venetien (1783–1853) beschrieben.
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Strohintarsien-Einband über Raccolta di poetiche
Strohintarsien-Einband. - Mit mehrfarbigen Strohintarsien gestalteter Einband der Barockzeit auf dünnen Holzdeckeln mit Lederrücken. Wohl Italien, um 1700. Kl.-8vo (14,5:10,5 cm).
Seltener Einbandtypus. Die Deckel jeweils vollflächig als detailreiche Inarsienarbeit aus teilweise gefärbtem Stroh gestaltet. Eine breite Bordüre mit floralem Rankwerk, Blüten und je einem Putto am oberen bzw. unteren Rand umgibt ein jeweils achteckiges Mittelfeld. Die Vignette auf dem Vorderdeckel mit einer Darstellung im Oval des Heiligen Filippo Neri mit Lilienzweig und der Muttergottes mit Kind und einigen Engeln in den Wolken darüber, eingefasst von mit weiteren Blütenpflanzen geschmücktem Rollbandwerk. Die Vignette des Rückdeckels mit (wohl italienischem) Kardinalswappen. - Ecken und Kanten etwas bestoßen, Rücken etwas brüchig und am Kopf abgestoßen, kleinere Fehlstellen in der Einfassungslinie, Rückdeckel mit alt ergänzter Fehlstelle einer Blüte. - Inhalt: Raccolta di poetiche lodi ad honore del glorioso S. Filippo Neri fatta per solennizzar la sua festa. Bologna, G. Monti, (1672). 62 (statt 64) S. - Gebräunt u. fleckig, Titel u. letztes Bl. mit größerem Einriss bzw. Ausriss mit etwas Textverlust. Fehlt ein Blatt (Vortitel oder Widmung?) zu Beginn. - Angebunden: 12 w. Bll., davon 8 mit italienischem Manuskript in sauberer lat. Kursive: Breve Cognizione intorno alla vita di San Terenziano. 15 S. - Etwas fleckig, einige Streichungen und Korrekturen in Tinte.
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Silber-Vermeil-Einband über NT 1738
Vermeil-Einband. - Zürcher Vermeil-Einband. Durchbrochener, ziselierter und feuervergoldeter Silbereinband über dunkelbrauner Haifischhaut auf Holzdeckeln. Deckel, Rücken und Schließen mit reichem Bandwerk, Voluten und floralen Elementen gestaltet, in den Innenecken der Deckel je ein Vogel mit ausgebreiteten Schwingen, im Zentrum der Deckel- u. Rückenbeschläge je ein Blumenkorb. Zwei gewölbte, durchbrochen gearbeitete Schließen und durchbrochene Kapitalschutzplatten. Dreiseitiger Goldschnitt. Zürich, um 1740. 8vo (ca. 16,3:10 cm).
Vgl. von Arnim, Europ. Einbandkunst 121 (Zürcher Vermeil-Einband mit nahezu identischem Inhalt). - Typischer Zürcher Einband mit dieser hochwertigen Gestaltung. Die Stadt war der bedeutendste Herstellungsort für diese prachtvolle Art des Einbandschmucks, die nach der Vergoldungstechnik (frz. vermeil) benannt wurde. Die 4 durchbrochen gearbeiteten Metallplatten lassen etwa die Hälfte des Rückens und ein Viertel der Deckel frei. "Im Gegensatz zu den barocken Einbänden sind die Decken und Rückenplatten oberrheinischer und schweizerischer Metalleinbände im allgemeinen flach gearbeitet, vielfach durchbrochen und ziseliert. Sehr oft ist das Metall (Messing oder Silber) feuervergoldet" (v. Arnim). Spiegel mit Brokatpapier-Bezug. - Enthält: 1. Das ganze Neue Testament unsers Herren und Heilands Jesu Christi. Von neuem mit Fleiß wiederum übersehen. Zürich, D. Geßner, 1738. Mit gest. Front. u. Holzschn.-Titelvign. - 2. Die CL. Psalmen Davids. Durch A. Lobwassser in Teutsche Reimen gebracht. Zu vier Stim(m)en ausgesetzt. Ebda 1738. Mit gest. Front., Holzschn.-Titelvign. u. zahlr. typographischen Notendrucken. - 3. Die Kleine Bibel: Oder: Der Psalter Davids. Aus der hebräischen Spraach (sic) verteutschet. Ebda 1738. Mit Holzschn.-Titelvign. - Gering stockfleckig.
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Wappeneinband über Almanch Royal 1787
Wappeneinband. - Roter französischer Maroquinband des 18. Jh. mit reicher Rückenvergoldung, floralen Deckelfileten, goldgeprägten Wappensupralibros auf beiden Deckeln, Steh- und Innenkantenvergoldung u. dreiseitigem Goldschnitt. Frankreich, um 1787. (20,5:12,5 cm).
Dekorativer Einband. Das Wappen zeigt im Schild einen stilisierten Baum mit 7 Zweigen. Eingefasst ist der Schild von einem gekrönten architektonischen Rahmen der von 2 steigenden Löwen gehalten wird, alles auf einem Sockel aus Blattwerk und einer kl. Kartusche. - Inhalt: Almanach Royal, anée MDCCLXXXVII. Par L. d'Houry, éditeur. (Paris), Veuve d'Houry & Debure, (1787). 720 S. - Vgl. Grand-Carteret 91. - Provenienz: aus dem Besitz des französ. Philologen und Historikers Agricol-Joseph Fortia d’Urban (1756-1843) mit seinem gest. Exlibris; Bibliotheque Du Breuil (alter Bleistifteintrag auf dem Vorsatz); Violet Trefusis; Christies, Aukt. 24.6.1992, Los 110.
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