Wichtige Hinweise - Versteigerungsbedingungen

Preise. Im Katalog genannte Preise sind unverbindliche Schätzungspreise in Euro.

Aufgeld. Bei Regelbesteuerung beträgt das Aufgeld 18% zzgl. die gesetzliche Umsatzsteuer auf den Nettoendbetrag. Die mit # markierten Gegenstände können mit einem Aufgeld von 26% (inklusive USt.) differenzbesteuert erworben werden.

Folgerecht. Gemäß § 5 unserer Versteigerungsbedingungen unterliegen Gegenstände der Bildenden Kunst seit dem Entstehungsjahr 1900 (u.a. Künstlergraphik, Mappenwerke, Fotokunst und Serigraphien) den Folgerechtskosten.

Abbildungen im Katalog geben in der Regel nicht die Originalgröße wieder, auch kann es zu produktionstechnisch bedingten Abweichungen kommen.

Ansichtssendungen können nicht gemacht werden. Wir geben jedoch gerne Auskünfte oder lassen – soweit möglich – gegen Erstattung der Unkosten Digitalfotos (3,00 € /Stk) anfertigen.

Schriftliche Aufträge führen wir ohne weitere Spesen für den Auftraggeber aus. Telefonische, fernschriftliche und Aufträge per Email bitten wir schriftlich zu bestätigen. In schriftlichen Aufträgen genannte Preise werden stets als Höchstgebote ausschließlich Aufgeld und Mehrwertsteuer verstanden. Wir sind bemüht, so preisgünstig wie möglich zu kaufen und gegebene Höchstgebote nur soweit unbedingt nötig auszunutzen. Wir bitten dringend und in Ihrem eigenen Interesse um rechtzeitige Übermittlung Ihrer schriftlichen Aufträge. Nur wenn diese bis spätestens zwei Tage vor Auktionsbeginn vorliegen, ist eine sorgfältige Ausführung und Bearbeitung gesichert. Für die schnelle und einfache Übermittlung Ihrer Aufträge können Sie unsere Website benutzen.

Telefonisches Mitbieten ist bei Positionen ab € 2.000,- Schätzungspreis möglich. Wir bitten um schriftliche Anmeldung spätestens 2 Tage vor der Auktion. Wir empfehlen sicherheitshalber ein Höchstgebot schriftlich abzugeben, falls wir Sie aus unvorhersehbaren Gründen telefonisch nicht erreichen können. Informationen unter Tel.-Nr. 06174 / 92 72 36.

Benachrichtigungen über erfolgreiche Zuschläge werden nicht vorab an die Käufer verschickt. Rechnungsstellung erfolgt innerhalb 4 Wochen.

Zahlungen erbitten wir in bar oder per Überweisung. Bankverbindung am Ende des gedruckten Kataloges und auf der Rechnung. Bei Auslandsscheckzahlungen berechnen wir eine Gebühr von € 15,-. Waren werden erst nach vorbehaltloser Bankgutschrift ausgehändigt.

Abholung der ersteigerten Ware sollte im Laufe der ersten Woche nach der Auktion erfolgen, um Aufbewahrungsgebühren zu vermeiden. Auch während der Auktion kann ersteigerte Ware mitgenommen werden, soweit dies nicht den Ablauf der Auktion stört. In allen Fällen ist vorherige Bezahlung sicherzustellen.

Versandanweisungen sollten schon bei Auftragsvergabe schriftlich erteilt werden. Kosten für Versand, Verpackung und Versicherung werden gesondert berechnet. Wir sind bemüht, ersteigertes Gut so schnell wie möglich auszuliefern. Der Versand dauert insgesamt etwa vier Wochen. Bei geringen Verzögerungen bitten wir um Ihr Verständnis und um etwas Geduld. Gerahmte Objekte werden von uns in der Regel ungerahmt verschickt. Größere Konvolute oder sperrige Einzelstücke müssen abgeholt werden. Auf schriftlichen Wunsch übergeben wir dieses Material einer Spedition.

Kreditkarten akzeptieren wir nur für Katalogzahlung (Mastercard, Visa).

Ergebnisliste erscheint etwa zwei Wochen nach der Auktion. Sie geht allen zu, die den Katalogpreis bezahlt haben.

Hotelreservierungen bitten wir frühzeitig vorzunehmen. Gerne sind wir Ihnen behilflich. Hotelliste, Plan von Königstein und Umgebungskarte am Schluss des gedruckten Kataloges oder hier:




Versteigerungsbedingungen

1. Die Firma Reiss & Sohn (nachstehend auch "der Versteigerer" genannt) versteigert freiwillig aufgrund der Aufträge der Einlieferer, die unbenannt bleiben, als Kommissionärin im eigenen Namen für fremde Rechnung mit Ausnahme eigener Beiträge, die besonders gekennzeichnet sind.

2. Die Versteigerung erfolgt gegen sofortige Barzahlung in EURO. Öffentlichen Institutionen und Bibliotheken wird ein Zahlungsziel von 4 Wochen eingeräumt. Ansonsten bedürfen Zahlungsziele einer Vereinbarung im Einzelfall.

3. Der Aufruf erfolgt nach Ermessen des Versteigerers, grundsätzlich mit ca. 2/3 des Schätzungspreises, sofern nicht ein vom Einlieferer gesetztes Limit höher ist. Angebote unter der Hälfte der Schätzung werden in keinem Falle angenommen. Gesteigert wird nach Ermessen des Versteigerers um jeweils 5% bis 10%. Das höchste Gebot erhält den Zuschlag, wenn nach dreimaligem Aufruf kein Übergebot abgegeben wird. Unter gleich hohen Geboten entscheidet das Los. Kann eine Meinungsverschiedenheit über einen Zuschlag nicht sofort geklärt werden, wird die Nummer neu aufgeboten.

4. Der Versteigerer behält sich das Recht vor, den Zuschlag unter Vorbehalt zu erteilen, Nummern des Kataloges zu trennen, zusammenzufassen, außerhalb der Reihenfolge zu versteigern und, wenn ein besonderer Grund vorliegt, zurückzuziehen. Er ist berechtigt, Gebote zurückzuweisen, wenn nicht vor der Versteigerung geeignete Sicherheiten geleistet oder ausreichende Referenzen angegeben wurden.

Hinweis im Sinne der §§ 86, 184b Strafgesetzbuch (StGB). Gegenstände, die zur Verbreitung nationalsozialistischen Gedankenguts missbraucht werden könnten, werden vom Versteigerer nur unter der Bedingung angeboten, dass sich Bieter auf diese Gegenstände mit ihrer Gebotsabgabe automatisch verpflichten, diese Gegenstände im Falle des Ersteigerns ausschließlich für strafrechtlich unbedenkliche oder wissenschaftliche Zwecke zu erwerben.

5. Der Käufer hat auf den Zuschlagspreis ein Aufgeld von 18% zu entrichten; auf den Nettoendbetrag wird Umsatzsteuer zum ermäßigten Satz von zurzeit 7% erhoben. Gegenstände, die dem vollen Umsatzsteuersatz von zurzeit 19% unterliegen, sind mit * gekennzeichnet (Regelbesteuerung).

Bei Gegenständen, die mit einem # gekennzeichnet sind, zahlt der Käufer auf den Zuschlagspreis ein Aufgeld von 26%, in dem die gesetzliche Umsatzsteuer ohne separaten Ausweis enthalten ist (Differenzbesteuerung).

Auf Wunsch kann die Ausstellung der Gesamtrechnung nach der Regelbesteuerung bei Anmeldung zur Auktion beantragt werden.

Bei ausländischen Käufern aus Ländern außerhalb der EU wird die Umsatzsteuer erstattet, wenn der Nachweis der Ausfuhr erbracht wird; bei Versand durch den Versteigerer gilt der Nachweis als geführt. Käufer aus EU-Ländern unterliegen der gesetzlichen Umsatzsteuer; es sei denn, dass sie als Vorsteuerabzugsberechtigter mit der überprüfbaren Angabe ihrer nationalen USt-IdNr. die Berechtigung zum Bezug steuerfreier innergemeinschaftlicher Lieferungen nachweisen.

Soweit es sich um Gegenstände der Bildenden Kunst (seit Entstehungsjahr 1900) handelt, werden aus dem Folgerecht des § 26 UrhG resultierende Kosten dem Käufer anteilig mit 2% des Zuschlagspreises weiterberechnet.

6. Der Zuschlag verpflichtet zur Abnahme und Zahlung. Zahlungsverzug tritt zwei Wochen nach Rechnungsdatum ein. Das Eigentum an den ersteigerten Gegenständen geht erst mit vollständiger Bezahlung auf den Käufer über. Er hat seine Erwerbung spätestens zwei Wochen nach vollständiger Bezahlung abzuholen, danach gerät er in Annahmeverzug; in diesem Falle darf der Versteigerer den gekauften Gegenstand im Namen und auf Rechnung des Erwerbers bei einer Kunstspedition einlagern und versichern lassen. Wird der Versteigerer schriftlich angewiesen, das Auktionsgut zu versenden, organisiert er den Transport zum Käufer nebst einer angemessenen Versicherung auf dessen Kosten und, soweit dieser als Unternehmer handelt, auf dessen Gefahr. Objekte können Export- bzw. Importbeschränkungen unterliegen. Der Käufer hat sich selbst über eventuelle Beschränkungen oder Mehraufwendungen zu informieren. Sämtliche Kosten des Exports bzw. Imports trägt der Käufer. Gerahmte Objekte werden von uns in der Regel ungerahmt verschickt. Größere Konvolute oder sperrige Einzelstücke müssen abgeholt werden. Auf schriftlichen Wunsch übergeben wir dieses Material einer Spedition. Zur Wahrung von Versicherungs- und Regressansprüchen hat der Empfänger das Auktionsgut sofort auf Transportschäden zu überprüfen und im Schadensfall das Auktionshaus zu benachrichtigen. Der Versand erfolgt erst nach Eingang aller vom Käufer geschuldeten Beträge. Ersteigerte Gegenstände werden nur nach erfolgter Bezahlung ausgehändigt.

7. Die gesamten Kosten des Zahlungsverkehrs sind vom Erwerber zu tragen. Der Kaufpreis verzinst sich vom Eintritt des Verzuges an mit 1% je Monat. Bei Zahlung in ausländischer Währung gehen Kursverluste und Einlösungsspesen zu Lasten des Erwerbers. Der Versteigerer kann bei Zahlungsverzug wahlweise Erfüllung des Kaufvertrages verlangen oder vom Vertrag zurücktreten, wenn eine angemessene Nachfrist fruchtlos verstrichen ist. In letzterem Falle kann er Schadensersatz wegen Nichterfüllung in Höhe des entgangenen Entgeltes auf das zugeschlagene Auktionsgut (Einliefererkommission und Aufgeld) verlangen und seinen Schaden auch so berechnen, dass der Gegenstand nochmals versteigert wird und der säumige Käufer für einen Mindererlös einzustehen hat, ohne Anspruch auf einen Mehrerlös zu haben; zu einem Gebot wird er nicht zugelassen.

8. Sämtliche zur Versteigerung gelangenden Gegenstände können vor der Auktion zu den angesetzten Zeiten besichtigt und geprüft werden. Sie sind ausnahmslos gebraucht und haben einen ihrem Alter, ihrem Gebrauch und ihrer Provenienz entsprechenden Erhaltungszustand; dieser wird im Katalog nicht durchgängig erwähnt. Der tatsächliche Erhaltungszustand bei Zuschlag, der Papierbräunungen, fehlende Seiten, das Fehlen von Originaleinbänden oder Schließbändern sowie Vorbesitzer- und ähnliche Vermerke (Namenszug, Exlibris, Stempel) einschließen kann, ist vereinbarte Beschaffenheit.

Die nach bestem Wissen und Gewissen gemachten Katalogangaben - in deutscher und/oder englischer Sprache - dienen ausschließlich der Information und Beschreibung der angebotenen Gegenstände. Sie sind auch dann nicht vereinbarte Beschaffenheit, wenn Gegenstände im Katalog bildlich hervorgehoben oder außerhalb des Kataloges werblich herausgestellt werden. Mit dem Käufer vereinbarte Beschaffenheit sind jedoch alle Katalogangaben über die Urheberschaft, die Signatur, die Technik und die ausdrücklich hervorgehobene Vollständigkeit des Auktionsgutes ("kollationiert"). Eine besondere Garantie, aus der sich weitergehende Rechte des Käufers ergeben, wird vom Versteigerer auch in diesem Bereich ausdrücklich nicht übernommen; ebensowenig begründet die Beschaffenheitsvereinbarung eine strengere Haftung als im Gesetz vorgesehen.

9. Reklamationen sollten innerhalb von drei Tagen nach Erhalt der Gegenstände geltend gemacht werden, spätestens jedoch innerhalb 5 Wochen nach der Auktion. Weist der Käufer dem Versteigerer vor Ablauf der Verjährung, die - außer bei vorsätzlicher Rechtsverletzung - ein Jahr beträgt und mit dem Tag der Übergabe beginnt, die Unrichtigkeit von Katalogangaben beinhaltend eine Beschaffenheitsvereinbarung i.S.v. Ziff. 8 nach, wird ihm der gesamte Kaufpreis auf Verlangen zurückgezahlt. Schadensersatzansprüche (incl. Ersatz vergeblicher Aufwendungen) des Käufers wegen Sach- oder Rechtsmängeln, eines Verlustes oder einer Beschädigung der versteigerten Gegenstände sowie aus sonstigen Rechtsgründen sind ausgeschlossen, soweit nicht der Versteigerer vorsätzlich oder grob fahrlässig gehandelt oder vertragswesentliche Pflichten verletzt hat. Die Haftung bei Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit bleibt unberührt. Eine Haftung für nicht vorhersehbare oder entfernter liegende Schäden ist in jedem Falle ausgeschlossen.

10. Schriftliche Aufträge übernimmt der Versteigerer spesenfrei für den Auftraggeber. Telefonische, telegrafische, fernschriftliche und Aufträge per Email bedürfen der schriftlichen Bestätigung spätestens 48 Stunden vor Beginn der Auktion. Für die Bearbeitung von Geboten in Abwesenheit übernimmt der Versteigerer keine Gewähr. Insbesondere haftet er nicht für das Zustandekommen und/oder die Aufrechterhaltung von Telekommunikationsverbindungen sowie für Verständigungs- oder Übermittlungsfehler. Das gilt nicht, soweit ihn Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit treffen. Bei schriftlichen Aufträgen beauftragt der Interessent den Versteigerer, für ihn Gebote abzugeben. Bei telefonischen Geboten wird ein im Saal anwesender Telefonist beauftragt, nach Anweisung des Telefonbieters Gebote abzugeben. Der Nachverkauf ist Teil der Versteigerung, bei der der Interessent entweder telefonisch oder schriftlich den Auftrag zur Gebotsabgabe mit einem bestimmten Betrag erteilt. In den vorgenannten Fällen finden die Bestimmungen über Fernabsatzverträge (§§ 312 b bis 312 d BGB) keine Anwendung.

11. Erfüllungsort und Gerichtsstand – soweit nach dem Gesetz vereinbar – ist Königstein i.T. Es gilt ausschließlich deutsches Recht; das Kulturgutschutzgesetz wird angewandt; das Übereinkommen der Vereinten Nationen (UN) über Verträge des internationalen Warenkaufs (CISG) findet keine Anwendung.

12. Diese Versteigerungsbedingungen gelten entsprechend für den Nachverkauf von Gegenständen, die auf der Auktion nicht zugeschlagen worden sind.

13. Sollte eine der vorstehenden Bestimmungen ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen davon unberührt.

14. Diese Versteigerungsbedingungen haben eine deutsche und eine englische Version. In allen Streit- und Zweifelsfällen ist die deutsche Fassung maßgebend; das gilt insbesondere für die Auslegung von Rechtsbegriffen und Katalogangaben.

Der Versteigerer: Reiss & Sohn e.K.