Lot 113
Tilmann von Grünberg, De vinea spirituali

sold

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Auction schedule:

October 30th, 2018 session starting 10:00 a.m.

Early Allegorical Work on Wine

Tilmann von Grünberg. De vinea spirituali sive de profectu religionis. (Daran:) De perfectione institutione novitiorum. (Köln, Arnold ter Hoernen, um 1476). 4to (21:15 cm). Got. Typ. Rubriziert, größere Eingangsinitiale in Rot und Braun. 86 nn. Bll. (erstes und letztes weiß). - Angebunden: A. Augustinus. De cura pro mortuis gerenda. (Köln, Ludwig von Renchen, um 1480). Rubriziert. 12 nn. Bll. - A. Augustinus. De sancta virginitate. (Köln, Ludwig von Renchen, um 1480). Rubriziert, eingemalte Anfangsinitiale in Rot. 22 nn. Bll. (l.w.). - Nach dem ersten Werk zwischengebunden: Isidorus Hispalensis. Argumentum in Synonima Isidori Episcopi. Lateinische Handschrift auf Papier. Um 1450. Schriftspiegel ca. 15:10 cm. Mit 17zeiliger Anfangsinitiale "I" in Rot, Überschriften u. eingemalte Initialen in Rot. Von einer Hand mit brauner Tinte geschrieben u. zusätzlich rubriziert. 35 Bll. - Schweinsldr. d. Zt. über Holzdeckeln, Blindprägung aus Streicheisenlinien auf dem Rückdeckel u. einigen Einzelstempeln auf dem Vorderdeckel, eine Mittelschließe, Spiegelbezüge aus zwei verschiedenen Pergamentblättern einer karolingischen sowie einer gotischen Handschrift (s.u.); stark berieben, die Metallbuckel auf beiden Deckeln abgestoßen. Zwei kleinere Beibände entfernt, hinteres Innengelenk eingerissen.

A sammelband with three very scarce incunabula and one 15th cent. manuscript, the first a allegorical work on wine, the only incunable edition, bound with two works by Augustinus, all printed at Cologne. - To the first work some thumbing, some old annotations and underlinings, browning and minor worming to inner margin of first leaves, remnants of old paper on e8 verso. Old manuscript index, four rust holes and recent bookplate to first blank. - The two works by Augustinus rubricated, some initials supplied in red, minor marginal worming, small marginal defect to the first leaf of the second work. - Bound in contemporary blindstamped pigskin over wooden boards, one clasp, vellum pastedowns from a 12th century psalter and a 15th century manuscript by Peter of Spain (see above); rubbed, brass bosses removed, two works removed at end of the volume, rear inner hinge cracked. From the Franciscan monastery of Maihingen with paper label on first printed leaf.

Schöner Sammelband mit drei sehr seltenen Inkunabeln und einer zeitgenössischen Handschrift. Die Vorsätze mit sehr interessanten Handschriftenfragmenten bezogen (s.u.)
I. Cop. 5851; GW M47070; BMC I, 209; Goff T-377; vgl. Schoene3 2236 u. Simon, Bibl. Bacchica II, 623 (beide Ausgabe 1513). - Einzige Ausgabe des 15. Jahrhunderts, wurde erst wieder 1513 erneut gedruckt. Eine allegorische Deutung des Weinbaus und der Weinherstellung, der beigedruckte Text ist Tilmanns Traktat über die Novizenausbildung. In den älteren Bibliographen wird Tilmann als Tilmannus Dulmaniensis geführt. "Wirklicher Verfasser ist Tilmannus Grunbergensis (Tilmann von Grünberg), Prior des Augustiner-Chorherrenstifts Ravengiersburg, † 1485, der von Johannes Trithemius im Catalogus illustrium virorum ... als Autor der beiden in M47070 enthaltenen Texte identifiziert wurde. Spätere Quellen wie Petrus Trudonensis ... vermengen diese Information mit den bereits fehlerhaften Angaben in Trithemius’ Eintrag zu einem 'Tilmannus Dulmaniensis, Prior in Böddeken', † nach 1495" (GW). - Etwas fingerfleckig, mehrere alte Anmerkungen und Unterstreichungen, erste Bll. im Bund gebräunt und hier mit vereinzelten Wurmspuren. e8 verso mit Papierrest, f1 mit kleinem Blattweiser. Das erste weiße Blatt mit vier Rostlöchern durch die Metallbuckel des Einbandes, recto mit altem hs. Inhaltsverzeichnis des Sammelbandes sowie modernem Exlibris. Verso zeitgenössischer kurzer Eintrag "Tilmannus prior...".
II. Hain 2109; GW 2899; nicht im BMC u. bei Goff. - Sehr selten. Nach GW nur fünf weitere Exemplare/Fragmente in öffentlichen Einrichtungen bekannt. Schlicht eingemalte Anfangsinitiale mit Rot verwischt. Erstes Blatt mit kleinem Randausriss.
III. Hain-C. 2078; GW 2931; BMC I, 310; Goff A-1299. - Fast ebenso seltener Kölner Druck. - Alte hs. Foliierung im unteren Rand, wenige Bll. mit minimalem Wurmloch im weißen Rand, erstes Blatt mit kleinem Randausriss. Die beiden Augustinusdrucke sehr breitrandig.
IV. Sehr sorgfältig ausgeführte Handschrift, möglicherweise, wie die eingebundenen Drucke, aus Köln stammend. Isidor von Sevilla gehörte zu den meistgelesensten Autoren des Mittelalters, seine Werke hatten großen Einfluss auf nachfolgende Generationen. - Einige in Rot geschriebene Randanmerkungen angeschnitten, erstes Blatt mit Blattweiser. - Der Sammelband aus der Bibliothek des Franziskanerklosters Maihingen (bis 1803) mit Papierschild auf dem ersten bedruckten Blatt.
Einband: Im Vorderdeckel als Spiegel ein Bifolium aus einem kleinformatigen Psalterium des 12. Jahrhunderts auf Pergament. Karolingische Minuskel in brauner Tinte, Initialen in Rot. - Die beiden sichtbaren Seiten enthalten Psalm 78,1-8 und Psalm 84,5-14. - Am Kopf u. am rechten Rand mit Textverlust angeschnitten.
Im Rückdeckel ein vollständiges Einzelblatt aus einer Pergamenthandschrift des "Syncategoreumata" des Petrus Hispanus. Kleine und abkürzungsreiche Bastarda des 15. Jahrhunderts in brauner Tinte. - Bedeutender Text der Logik des 13. Jahrhunderts. Enthält einen umfangreichen Abschnitt aus Buch 3, die sichtbare Seite beginnt mit "accidentium reperiuntur" und endet bei "talis dispositio". "The third chapter of the 'Syncategoreumata' discusses the exclusive words 'solus' and 'tantum'. They are called exclusives because they carry out an exclusion, not because they signify one" (Stanford Encyclopedia of Philosophy). - Etwas gebräunt, 4 Rostlöcher mit Buchstabenverlust durch die ehemaligen Deckelbeschläge.

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Das ist ein sehr kurzer Test!

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