Varthema, Ritterliche unnd lobwirdige Reyß
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Varthema (Barthema), L. di. Die Ritterliche und Lobwirdige Reyß. Sagend von den Landen Egypto, Syria, von beiden Arabia, Persia, India, und Ethiopia. Alles er selbs erfahrn und gesehen hatt. (Aus dem Italienischen von M. Herr). Frankfurt, H. Gülfferich, 1548. 4to (19,5:15,5 cm). Mit Titelholzschnitt in Rot u. Schwarz sowie 43 (statt 45; 1 blattgr.) Textholzschnitten nach Jörg Breu d. Ä. 104 (statt 110) nn. Bll. Hldr. d. 19. Jh. mit 2 Rsch.; berieben, vorderes freies Vorsatzbl. erneuert.
VD 16, ZV 15159; IA. 113.535 (irrig: 212 S.); Fairfax Murray 418 Anm.; Goed. I, 379, 17, 7; Cordier, BI 103 (1549); vgl. Blackmer 1719, Ibrahim-Hilmy II, 305, Lipperheide La 1, Dodgson II, 109, 3 u. Muther 1020 (alle and. Ausg.). - Vierte deutsche Einzelausgabe, italienisch erstmals 1510, deutsch in Augsburg 1515 erschienen. Früher, detailreicher Augenzeugenbericht aus Arabien, Indien u. Südostasien, auch mit Zitaten aus dem Arabischen in Umschrift. Ludovico di Varthema ging nach Kairo, Damaskus "und von hier am 8. April 1503 mit einer Karawane nach Medina und Mekka, wo er, für einen Muselmann gehalten, die heiligen Stätten ungehindert besuchen konnte. Das glückliche Arabien durchwanderte er ebenfalls als Moslim, in Aden aber wurde er als Christ erkannt und zum Sklaven gemacht, erlangte jedoch durch eine Liebschaft mit der Königin von Rhada seine Freiheit wieder, kam nach Ormus, verband sich mit einem griechischen Kaufmann, mit dem er Persien, Indien, Cambaja, Goa, Calicut, Coromandel, Ceylon, Bengalen, Pegu, die Molukken, Sumatra und Borneo durchzog" (Goed.). Die Holzschnitte sind nach Murray Nachschnitte der von Breu d. Ä. eigens zum deutschen Erstdruck geschaffenen Illustrationen. Die von Goed. genannten Ausgaben Straßburg 1515 u. Augsbug 1530 lassen sich in VD 16 nicht nachweisen; der Text zur Reise Varthemas in dem von M. Herr 1534 veröffentlichen Sammelwerk "Die New welt" stark abweichend. - Gebräunt, mit zahlreichen Gebrauchsspuren, stark fingerfleckig, teilw. wasserfleckig, im Bug stellenweise etwas angeschmutzt; am Kopf schief beschnitten, dabei das äußerste Ende weniger Zeilen oder Holzschnitte berührend; zahlreiche Bll. mit restaurierten Ein- oder Durchrissen, dabei gelegentlich einzelne Textzeilen teilweise abgedeckt, auf 10 Seiten auch mit kleinen ergänzten Fehlstellen im Satzspiegel mit geringem Textverlust, einige Ein- oder Ausrisse im Rand mit alten Hinterlegungen oder Ergänzungen. Bei Blatt Y4 nur die obere Hälfte vorhanden (oben nicht gezählt), die untere Hälfte mit weißem Papier ergänzt, dabei der fast vollständig erhaltene Holzschnitt verso (oben nicht gezählt) im unteren Drittel abgedeckt. Dieses Blatt, wie auch die vollständig fehlenden Blätter A2-3, Q3-4 und R1, in Fotokopie auf passend getöntem Papier ergänzt. oRR./Waf.
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