Autographs
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Humboldt to a Ventriloquist
Humboldt, Eigenh. Billet
Humboldt, Alexander v. (Naturforscher u. Geograph; 1769-1859). Eigenhändiges Billet in französischer Sprache mit Unterschrift an A. Vattemare. Teplitz, 22. August 1833. Qu.-kl.-8vo (ca. 8:12,5 cm).
Alexandre Vattemare (1796-1864) war ein Bauchredner und Schauspieler, der unter dem Künstlernamen "Monsieuer Alexandre" 1833 auch in Teplitz auftrat. Humboldt erinnert ihn an ein Treffen bei Paris vor vielen Jahren und rühmt das "merveilleux talent mimique que la nature vous a accordée". Gedruckt in Humboldt, Correspondance inédite scientifique et littéraire, Bd. 1 (1869), S. 323f. - Etwas gebräunt.
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(closed)
Karl V., Brief mit eigenh. Unterschrift 1522
Karl V. (röm.-deutscher Kaiser; 1500-1558). Brief mit eigenhändiger Unterschrift "Carolus" an Friedrich II., Kurfürst der Pfalz. Brüssel, 29. April 1522. Blattgr. ca. 29,5:21 cm. 2 S. auf 1 Doppelbl., mit Adresse. Gegengezeichnet vom Vizekanler Nikolaus Ziegler.
Betrifft das Stift Lüttich. Bischof von Lüttich war Erhard von der Mark, der sich eng an die Habsburger anlehnte, 1521 auf Betreiben Karls zum Kardinal ernannt wurde und 1522 einen Koadjutor ernannte, den Karl ausgesucht hatte. Friedrich (1482-1556) war ab 1508 Statthalter in der Oberpfalz und wurde 1554 Kurfürst. - Mit Faltspuren. 2. Bl. mit Eckausriss außerhalb der Adresse.
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Golo Mann, 9 Briefe + 1 Fotografie + 7 Bde.
Mann, Golo (Historiker u. Schriftsteller; 1909-1994). 9 maschinenschriftliche Briefe mit Unterschrift auf 10 Bll. Kilchberg am Zürichsee, 9. Sept. 1983 - 6. März 1989. (21:14,5 u. 29,5:21 cm). - Dazu: Originalfotografie von Rupert Leser mit dem Porträt Golo Manns, von Mann recto signiert. (18:23 cm).
An Magdalena Ungricht, Zürich, die offenbar Leseabende organisierte. Zum Teil kürzere Briefe mit Terminvereinbarungen, zum Teil inhaltsreicher, so über seinen Vortrag in Nördlingen 1984. Im Brief vom 27. März 1987 schrieb Mann: "Eben lese ich, zu einem bestimmten Zweck, in meinen Tagebüchern der dreissiger Jahre; damals konnte ich meine Sorgen nur dem Tagebuch anvertrauen, eine Möglichkeit zu veröffentlichen besass ich gar nicht. Manches, was ich da schrieb, war nur allzu wahr ...". Zu dieser Zeit schrieb Mann an der Fortsetzung seiner "Erinnerungen und Gedanken". - Dazu: 1. Klaus Mann. Tagebücher. 6 Bde. München (1989-1991). Or.-Lwd. mit OU. - 2. Ausstellungkatalog zu Klaus Mann. Ahlen 1981. Qu.-4to. - Eine Abbildung, die Fritz Landshoff zeigt, von diesem signiert. - Zusammen 9 Briefe, 1 Fotografie u. 7 Bde.
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Thomas Mann zum 150. Geburtstag - Eine Sammlung von Autographen
Mann, 2 eigenh. Briefkarten.1909-1910
Mann, Thomas (Schriftsteller, 1875-1955). 2 eigenhändige Briefkarten mit Unterschrift. München, 28. März 1909 u. 7. Juni 1910. Zusammen gerahmt.
Mann zeigt die Geburt der Kinder Golo und Monika an. "Liebes Fräulein Schlier: heute früh 1/8 Uhr ist ein kleines Mädchen bei uns angekommen. Katja läßt schön grüßen". Zumindest diese Karte ist an Emma Schlier (geb. 1883 in Ansbach) gerichtet, die zeitweise die Verlobte von Katja Manns Bruder Erik Pringsheim (1879-1908) war und zu der die Familie auch nach der Trennung von Erik Pringsheim noch Kontakt hielt. - Gering stockfleckig.
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Mann, Eigenh. Postkarte. 1924
Mann, Thomas (Schriftsteller, 1875-1955). Eigenhändige Postkarte mit Unterschrift. München, 13. Febr. 1924
Mit Adressstempel Manns. An den Prager Komponisten Erwin Schulhoff (1894-1942). Mann bedankt für einen Brief Schulhoffs und versichert ihn seiner Sympathie. "Ihr Vorhaben freut mich sehr. Gewiss, schreiben Sie die drei Worte ... Mit wiederholtem Dank und kameradschaftlichem Gruß". Schulhoff widmete Thomas Mann seine 1924 erschienene Sonate Nr. 1. Er starb in deutscher Haft.
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Mann, 2 eigenh. Briefe. 1926
Mann, Thomas (Schriftsteller, 1875-1955). 2 eigenhändige Briefe mit Unterschrift. München, 17. Okt. 1926, u. Berlin, 22. Okt. 1926. (Ca. 22:14 u. 21:15 cm). 1 S. sowie 1 2/3 S. auf 1 Doppelbl.
An Alexander Amersdorffer (1875-1946), Ständiger Sekretär der Preußischen Akademie der Künste (der nicht gennant wird). Beide Briefe zur Sitzung des Gremiums der Urwähler der Sektion für Dichtkunst, die am 27. Oktober 1926 stattfand. Dabei wählten Thomas Mann, Ludwig Fulda, Arno Holz und Hermann Stehr 24 Mitglieder in die neugegründete Sektion für Dichtkunst. Der erste Brief auf Manns Briefpapier mit der Adresse Poschingerstr. 1, dort geht es um den Termin der Sitzung: "... zur Not auch der 27. Länger kann ich mich unmöglich herumtreiben, sondern muß nach München zurück, um dringende Arbeit zu erledigen". Der zweite Brief auf Briefpapier des Hotels Excelsior, Berlin. Mann soll auf der Sitzung als "Antwort-Redner" fungieren "... wenn ich auch nicht verlange, daß Holz dieses Amtes walte, so ist doch auch Hermann Stehr älter als ich und die größere rednerische Begabung ist zweifellos bei Fulda". - Brief vom 17. Oktober gebräunt, im Rand mit schwachen Notizen in Kopierstift sowie in der Faltstelle mit langen Einrissen.
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Mann, Eigenh. Postkarte. 1937
Mann, Thomas (Schriftsteller, 1875-1955). Eigenhändige Postkarte mit Unterschrift. Küsnacht, 4. Mai 1937. (Ca. 10:15,5 cm).
An den Schweizer Schriftsteller Gottlieb Heinrich Heer (1903-1967), mit dem sich Mann 1935 und 1936 getroffen hatte. " ... Wir waren in Amerika, und ich bin in recht unerfreulichem Zustand zurückgekehrt, übermüdet nicht nur, sondern auch gezeichnet von einer Ischiasneuralgie ...". - Gering fleckig.
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"Is not Switzerland a jewel?"
Mann, Eigenh. Postkarte. 1947
Mann, Thomas (Schriftsteller, 1875-1955). Eigenhändige Postkarte mit Unterschrift. Pacific Palisades, 26. Sept. 1947. (8:14 cm).
An den aus Österreich stammenden Musikschriftsteller und -produzenten George R. Marek (1902-1987) in New York. Mann bedankt sich für ein Geschenk, das er im Rahmen eines Dinners von Marek erhalten hatte (vgl. Manns Tagebuch vom 8. Mai 1947). "I hope you enjoyed your European trip. Is not Switzerland a jewel?". Die Vorderseite der Karte zeigt die Mann'sche Villa am San Remo Drive.
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Wallenstein, Urkunde mit Paraphe. Einblattdruck
Wallenstein, Albrecht v. (Herzog von Friedland, kaiserl. Generalissimus; 1583-1634). Gedruckte Urkunde mit eigenhändiger Paraphe u. papiergedecktem Siegel. Znaim, 1. Feb. 1632. Qu.-fol. (34:48 cm). Mit großer Holzschnitt-Initiale. 1 S. (Satzspiegel inkl. Initiale 19,2:41 cm).
VD 17 12:676316N. - Mandat an die "Hohen und Nidern Kriegs Officiern, wie auch samentlichem KriegsVolck zu Roß und Fueß" der kaiserl. Armee, die "höchststraffbahren Exorbitanzien" betreffend unter denn die Bevölkerung zu leiden hatte, da "weder die Wirthe in den Häusern, noch auff den Strassen die Raisende gesichert seyn, sondern aller orthen plündern, auffschlagen Kisten und Kasten, hinweg nehmung der Pferde und deß Viechs, außlauffen, außreutten, Spolirungen und andere dergleichen gantz unverantwortliche Excesse gleich ohne scheüh verübet werden". Die Verantwortung für die Einhaltung des Mandats wird den jeweiligen Offizieren übertragen, denen bei Nichtbeachtung "gebürliche Straff" drohe. Zeigt anschaulich die "Widerstände gegen das maßgeblich von Wallenstein implementierte, der Kriegsfinanzierung dienende Kontributionssystem ... (und) wie schwierig es offenkundig war, frühneuzeitliche Söldnerheere zu disziplinieren" (Silvia S. Tschopp, Albrecht von Wallenstein in der zeitgenöss. Publizistik. In: Wallenstein: Mensch - Mythos - Memoria, S. 106. Zu diesem u. einem ähnlichen Mandat). - Einige Falzbrüche, 3 kl. Löchlein mit minimalem Buchstabenverlust, kleiner hakenförmiger Riss im Satzspiegel, sonst schönes, kaum fleckiges Exemplar mit intaktem Papiersiegel.
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