Incunabula
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Albertus Magnus, De mysterio missae. 1473
Albertus Magnus. De mysterio missae. Ulm, Johann Zainer, 29. Mai 1473. Fol. (28,5:20,5 cm). Got. Typ. Mit Holzschnitt-Winkelleiste. 133 (statt 135) nn. Bll. (inkl. eines halben Einschaltblattes). In alten Holzdeckelband mit übergreifendem, blindgepr. Schweinslederrücken neu eingehängt (Remboîtage); restauriert, ohne Schließen.
Hain 449; GW 700; BMC II, 520; Goff A-287; Amelung, Frühdruck im dt. Südwesten, 8. - Erster von nur 2 Inkunabeldrucken, zugleich einer der frühesten Drucke Zainers in Ulm. Zu Beginn des eigentlichen Textes verwendete Zainer erstmals eine dritte seiner berühmten Randleisten (Passionsblumen ohne Wappen). "Zwischen Blatt 7 und 8 der 10. Lage war eine Seite Text aus Versehen ausgefallen, die Zainer auf einem eingehängten halben Blatt nachholte, das auf jeder Seite mit 17 Zeilen bedruckt wurde" (Amelung). Auf eine weitere Besonderheit verweist BMC: "At the foot of the last page is a block of three lines, impressed in blind, consisting of three M's and 39 R's". - In der oberen Außenecke alt in Tinte foliiert. Meist leicht stockfleckig oder etwas gebräunt; stellenw. etwas wasserfleckig; vereinzelt stärker gebräunt, 1. Bl. mit altem Titel in Tinte; vereinzelt mit alten Marginalien; letzte 3 Bll. mit kleinem Wurmgang in der oberen Innenecke. Es fehlen die Bll. 29 u. 30 (d5 u. d6), die alte Foliierung hier durchgehend.
First of only two incunable editions, one of Zainer's earliest works in Ulm. - Leaves numbered in ink at upper outer corner. Some staining and browning mostly throughout, heavier browning to few leaves, old title in ink to first leaf; some waterstaining here and there; scattered old marginalia; small marginal wormtrail to last 3 leaves. Lacking 2 leaves (d5-6). Rehinged in old wooden boards with blindtooled pigskin spine, restored, without clasps.
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The Grand Albert - Secreta Alberti
Albertus Magnus, Liber aggregationis. Köln 1499/1500
Albertus Magnus (Pseudo-). Liber aggregationis seu liber secretorum de virtutibus herbarum, de virtutibus lapidum, et de virtutibus et effiacia animalium quorumdam. (Köln, Kornelius von Zierikzee, um 1499/1500). 4to (20,5:15 cm; Blattgr. 18,5:13,5 cm). Got. Typ. 37 Zeilen. Rubriziert und mit rot eingemalten Lombarden. 12 nn. Bll. Mod. Ldr. mit blindgepr. Deckeltitel u. 2 mit eingebundenen Pergamentbll. aus einem Dokument des 17. Jh.
Copinger 167; GW 618; Goff A-264; nicht im BMC. - Frühe und seltene Ausgabe der 'Secreta Alberti' mit Formeln zur Beschwörung von Geistern und Dämonen, Zaubersprüchen für Heilung und Schutz, Beschreibungen pflanzlicher Heilmittel und Tränke sowie magischer Eigenschaften von Tieren, Steinen und Pflanzen etc. - Kaum gebräunt und fleckig, Bl. a6r mit etwas verwischten Tintenmarginalien.
Scarce Cologne edition of the 'Grand Albert', a grimoire about to summon spirits and other supernatural beings, with incantations for various purposes, herbal remedies et al. Rubricated and supplied with red lombardic capitals. - Smudged ink marginalia to leaf a6r, else a clean and nearly stainless copy. Bound in modern full calf.
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Almanach für Nürnberg auf 1489. Einblattdruck
Almanach für Nürnberg auf das Jahr 1489, deutsch. Einblattdruck (Fragment). (Nürnberg, Friedrich Creussner, um 1489). Fol. (ursprünglich ca. 35,5:28 cm). Druck in Rot u. Schwarz. Mit 1 Finsternisscheibe. Angerändert.
Nicht im GW, aber vgl. z. B. GW 1468 (auf 1492). - Beginnt: "(A)ls man zelt nach Cristi geburt. Tausendvierhundert und newnund achtzig Jar." Endet: "Un(d) werdt die gantze vinsternuß des monds drey stund und dreyssig minuten. F K". Rechts daneben die Finsternisscheibe. Mit den genauen Zeiten von Neu- und Vollmond, berechnet für Nürnberg, und den für Aderlass und andere medizinische Anwendungen günstigen Tage. - Wohl Einbandfund, mit erheblichem Textverlust. Auf das Format 38,5:28 cm angerändert. Etwas gebräunt.
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Alphabetum divini amoris. Köln 1466/67
Alphabetum divini amoris. (Köln, Ulrich Zell, um 1466/67). 4to (19,5:14,5 cm). Got. Typ. 31 Zeilen. Rubriziert, eingemalte Initialen in Rot, die erste mit etwas Federwerk. 28 nn. Bll. Ldr. d. 18. Jh. mit Rückenvergoldung, 2 farb. Rückenschildern u. dreifacher goldgepr. Deckelfileten.
Hain 7631; GW 1554; BMC I, 179; Goff A-524; Voulliéme, Köln 459. - Erste Ausgabe, einer der frühesten nachweisbaren Drucke des Kölner Erstdruckers. Das "ABC der göttlichen Liebe", ein christliches Erbauungsbuch, wird in Ausgaben des 15. Jahrhunderts verschiedenen Autoren zugeschrieben, vorliegend Johann Gerson. Im 16. Jh. kam noch Johann Nider dazu. Vorliegend ein Exemplar mit dem auf dem Kopf gestellten "m" auf Bl. 1 und dem Ausfall von drei Wörtern auf Bl. 7 verso (vgl. GW). - 2 Bll. mit kleinem Randeinriss, davon 1 restauriert. - Freier Vorsatz mit Besitzvermerk von Gaspar Joseph de Servais (1735-1807), dessen Bibliothek ab dem 3. Oktober 1808 in Mechelen versteigert wurde.
First edition, rubricated, initials supplied in red. This devotional tract was most frequently attributed to Johannes Gerson in the 15th century, or in the 16th century to Johannes Nider. - Small marginal tear to 2 leaves, one of which restored. 18th century calf gilt.
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Augustinus, Sermones super orationem dominicam. Köln 1470
Augustinus, A. (Pseudo-). Sermo super orationem dominicam. Daran: Expositio super symbolum. - De ebrietate. (Köln, Ulrich Zell, um 1470). 4to (22:15,5 cm). Got. Typ. 27 Zeilen. Tlw. rubriziert, 2 eingemalte Initialen in Blau mit rotem Federwerk u. 2 Lombarden. 8 nn. Bll. Mod. Hprgt. mit älterem Rsch. unter Verwendung der alten Vorsätze.
Hain 1989; GW 2996; Goff A-1303; BMC I, 183; Voulliéme, Köln 207. - Zweite Ausgabe, auch die erste erschien bei Ulrich Zell, dem Kölner Erstdrucker, dessen Drucke ab ca. 1466 nachweisbar sind. - Etwas fleckig; mit alten Unterstreichungen, einige alte Marginalien entfernt.
Second edition. Early impression by Cologne's first printer. - Some staining, old underlinings, few old ms.-marginalia deleted. Recent half-vellum, preserving old title piece and endpapers.
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Pseudo-Bernardus, De planctu B. Mariae Virginis. Köln 1472
Bernardus Claravallensis (Pseudo-Bernardus). De planctu B. Mariae Virginis. (Köln, Drucker der Albanus-Legende, vor 1. Dez. 1472). 4to (20,5:15 cm). Got. Typ. Mit 1 eingemalten Initiale in Rot. 6 nn. Bll. Mod. Hmaroquinband (sign. R. Meuter) in Schuber, unter Verwendung der alten Vorsätze.
Hain 2907; GW 4057; BMC I, 16; Goff B-422; Vouilliéme, Köln 243. - Selten. Eine von sechs Inkunabelausgaben, alle in Köln, davon drei beim Drucker der Albanuslegende, der wohl mit Konrad Winters zu identifizieren ist. "De planctu B. Mariae Virginis" ist ein Auszug aus "De laudibus sanctae dei genetricis" des Oglerius de Trino, auch Oglerius de Locedio, der 1205 Abt des Klosters Santa Maria de Locedio wurde. - Etwas gebräunt u. gering fleckig.
Scarce. With 1 initial supplied in red. - Some browning, slight staining. Recent half-morocco in slipcase.
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Biblia latina Tl. 1. Nürnberg 1487
Biblia latina. - Biblia cum postillis Nicolai de Lyra et expositionibus Guilelmi Britonis (etc.). Tl. 1 von 4. Nürnberg, A. Koberger, 1487. Fol. (32:21,5 cm). Got. Type, 2 Kol., Text von Komentar in kleinerer Type umgeben. Durchgehend rubriziert. Mit zahlr. in Rot eingemalten Initialen, größere Initialen auch in Blau u. mit Federwerk. 446 (statt 468) Bll. Blindgeprägter Ldr. d. Zt. über Holzdeckeln mit Streicheisenlinien u. Einzelstempeln, 2 spätere Metallschließen; Rücken erneuert.
Hain-C. 3167; GW 4289; BMC II, 431; Goff B-614. - Teilband (Genesis bis Bücher der Chronik) der zweiten Koberger-Ausgabe mit dem Kommentar des Nicolaus de Lyra, so bei Koberger erstmals 1485. Schöner Scholiendruck. - Meist im Rand etwas wasserrandig; hier u. da mit Marginalien von alter Hand. Bl. ii3 nach vorne gebunden. Fehlen insgesamt 22 Bll. (darunter das letzte weiße). Von den 28 Textholzschnitten sind noch 6 enthalten. oRR./Waf.
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Bonaventura, De triplici via. Köln 1475
Bonaventura, S. De triplici via. Daran: Pseudo-Methodius. Revelationes. - S. Bonaventura. De praeparatione missae. (Köln, Ulrich Zell, um 1475; vor dem 18. 9. 1477). 4to (21,5:15 cm). Got. Typ. 26 Zeilen. Rubriziert, mit Lombarden in Rot u. Blau. 48 nn. Bll. (d. l. w.). Neuerer Prgt., Buchblock angebrochen.
Hain-C. 3498; GW 4706; BMC I, 193; Goff B-970; Vouilliéme, Köln 275. - Zweite Ausgabe, hier erstmals mit der zweiten Schrift "De praeparatione missae" vereinigt. Zwei echte Schriften des Mystikers und Generalministers des Minoritenordens (13. Jh.). Zugleich seltener Druck aus der ersten Kölner Offizin. - Vereinzelt fleckig, tlw. mit kleinem Wasserfleck im äußersten Fußsteg; durchgehend mit 1-2 Wurmstichen im Satzspiegel, stellenw. mit feinen Wurmspuren im Bundsteg; alte Lagenbezeichnung in Tinte, meist abgeschnitten, 2 kleine Einträge in Tinte . - Bookplate J. R. Ritman ("Philosophia hermetica").
Second edition. Rubricated, initials supplied in red or blue. - Staining or foxing to few leaves, small marginal waterstain in places; 1-2 wormstitches to printed area throughout, slight marginal worming in places; few small entries in ink by an old hand. Recent vellum, bookblock cracked but firm.
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(sold)
Gerson, De cognitione castitatis et pollutionibus diurnis. Köln 1468
Gerson, J. De cognitione castitatis et pollutionibus diurnis. (Köln, Ulrich Zell, 1467/1468). 4to (21:14,5 cm). Got. Typ. 27 Zeilen. Rubriziert, durchgehend mit rot eingemalten Lombarden. 17 nn. Bll. Mod. kastanienbrauner Maroquinband mit goldgepr. Rtit.
Hain 7690; GW 10728; Goff G-194; Voulliéme, Köln 486; nicht im BMC. - Erste Ausgabe, selten im Handel. Früher Druck des Kölner Erstdruckers, dessen erster belegter Druck aus dem Jahr 1466 stammt. Enthält außerdem: Forma absolutionis sacramentalis. - Breitrandig. Schwach gebräut u. teilweise etwas stockfleckig. Am Schluss mit kurzer alter Marginalie in Tinte. Ohne das letzte leere Bl.
First edition, rubricated throughout and with lombardic capitals suppplied in red. Early work by Cologne's first printer, whose first documented printed work dates back to 1466. - Slight browning, some foxing, single old marginal annotation at end. Without the final blank leaf. Bound in modern chestnut brown morocco, gilt title to spine.
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Gerson, De sollicitudine. Köln 1470
Gerson, J. De sollicitudine ecclesiasticorum. (Köln, Ulrich Zell, um 1470). 4to (21:15 cm). Got. Typ. 27 Zeilen. Rubriziert, mit roten Lombarden. 24 nn. Bll. (d.l.w.). Ldr. d. 18./19. Jh. mit dreifachen goldgepr. Deckelfileten, leicht beschabt, Rücken u. Vorsätze erneuert.
Hain-C. 7688; GW 10831; Goff G-194; BMC I, 190; Voulliéme, Köln 485. - Einzige Inkunabelausgabe, früher Druck des Kölner Erstdruckers. - Stellenw. stockfleckig, etwas angestaubt oder in der unteren Innnecke mit kleinem Wasserfleck; 2 S. im Bundsteg mit Braunflecken.
First edition and only edition in the 15th century. Rubricated throughout and with lombard initials suppplied in red. Early work by Cologne's first printer. - Foxing, some soiling or marginal waterstain in places, marginal brownstains to 2 pages. 18th or 19th century calf, somewhat rubbed, spine and endpapers renewed.
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Gerson, De meditatione cordis. Köln 1468
Gerson, J. De meditatione cordis (u.a.). (Köln, Ulrich Zell, um 1468). 4to (21,5:15,5 cm). Got. Typ. 27 Zeilen. Rubriziert, durchgehend mit rot eingemalten Lombarden. 56 nn. Bll. (d.l.w.). Flex. Prgt. aus altem Material.
Hain-C. 7628; GW 10757; BMC I, 184 (unkomplett); Goff G-231. - Editio princeps einer der wichtigsten Schriften der mystischen Theologie, wurde später regelmäßig den Ausgaben von Thomas a Kempis' "De imitatio Christi beigegeben. Enthält außerdem: Epistola ad fratrem Johannem (De modo orandi). - Epistola ad fratrem Johannem (De valore orationis et de attentione). - (Pseudo-Gerson): De septem psalmos poenitentiae. - In den breiten Rändern gelegentlich leicht wasserfleckig. Vereinzelt alte Marginalien in Tinte, drei saubere zeitgenössische Einträge zu Beginn von "De modo orandi" u. zu Beginn u. am Schluß von "De septem psalmos poenitentiae".
First edition, rubricated throughout and with lombardic capitals suppplied in red. - Faint marginal dampstaining here and there, scattered old marginalia, including 3 fine contemporary manuscript entries. A wide-margined copy with some deckled edges, bound in limp vellum using old material.
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Gobius, Scala coeli. Ulm 1480
Gobius, Johannes. Scala coeli. Ulm, Johann Zainer, 1480. Fol. (28,5:21 cm). Got. Typ. Durchgehend in Rot rubriziert, zahlr. in Rot eingemalte Initialen. 168 nn. Bll. Schweinsldr. d. Zt. über Holzdeckeln mit Streicheisenlinien u. Einzelstempeln mit 1 Schließe; etwas berieben, Rücken mit späteren hs. Signaturen, ohne freie Vorsätze, hinterer fester erneuert.
Hain 9406; GW 10945; BMC II, 526; Goff G-311; Amelung, Frühdruck 41. - Zweite Ausgabe, erstmals 1476 in Lübeck erschienen. "Eine alphabetisch angelegte Sammlung erbaulicher und unterhaltsamer Exempla und Geschichten zu Fragen der Dogmatik und der Moraltheologie" (Amelung). - Stellenw. stockfleckig oder etwas wasserrandig; 1. Bl. mit kleinem Randausriss. 2. Bl. mit Besitzvermerk von 1574.
Second edition.- Foxing or some marginal waterstaining in places, small marginal tear to first leaf. Contemporary blindtooled pigskin over wooden boards with 1 clasp, somewhat rubbed, later library marks to spine, free endpapers missing, rear pastedown renewed.
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(sold)
Grammatellus pro juvenum. Mainz 1490 + Beiband
Grammatellus. (Grammatellus pro juvenum eruditione cum glosa almanica). (Mainz, Peter Schöffer, um 1490). 4to (20,5:14 cm). Got. Typ. Rubriziert, eingemalte Lombarden in Rot. 16 (statt 18, fehlen a1 und das letzte w.) nn. Bll. - Angebunden: Büchlein der Titel aller Stände. In disem buchlein vint man wie man eim itzlichen schreiben soll. (Passau, Johann Petri, um 1490/91). Got. Typ. 8 nn. Bll. Mod. Pp.
I. Hain-C. 7849; GW 11030; BMC I, 39; Goff G-335. - Einziger Druck des Lehrbuchs bei Peter Schöffer, es folgte ein weiterer Druck bei Johann Schöffer um 1503. "Der Grammatellus ('Junger Schüler') ist ein Übungsheft zur Erlernung elementarer lateinischer Konversation, zusammengestellt aus einzelnen Sätzen und kleinen Briefen sowie einem Verzeichnis der Namen ausgewählter Gegenstände des täglichen Gebrauchs und aller Handwerker. In der gesamten Drucküberlieferung ist ihm eine deutsche Interlinearglossierung beigegeben, die fortlaufend Wort für Wort verfährt. Der 'Grammatellus' zeigt kaum Spuren humanistischer Sprachschulung, und dies dürfte seine Entstehung deutlich vor 1480 rücken" (Verfasserlexikon III, 219). Druck des Textes in 2 Schriftgraden. Der lateinische Text in großer Frakturschrift, der deutsche in kleinerer Bastarda. Vorliegendes Exemplar gegenüber dem Exemplar BSB-Ink G-235 mit geringfügigen Abweichungen im Druck durch kleine Ausbrüche an einzelnen Buchstaben, so z.B. Bl. a2, Zeile 23 in "quo scola=" und Zeile 24 in "beqwemer". GW datiert um 1490, BMC datiert um 1495. - Etwas gebräunt, angeschmutzt und wasserfleckig, wenige hs. Marginalien. - Fehlt das Blatt a1 mit dem dreizeiligen Titel und das letzte leere Blatt.
II. Hain-C. 15531; GW 05701; nicht im BMC. - Sehr seltenes Titularbüchlein mit Beispielen zur korrekten Briefform an Personen unterschiedlichen Stands. GW nennt nur 3 Standorte (Berlin, München, Nürnberg); KVK nennt noch ein Exemplar in Regensburg (in einem Sammelband) und gibt dafür wohl irrig "Augsburg, Froschauer, 1514" an. - Etwas fingerfleckig, Titel mit kl. Eckabschnitt, im Bund mit Hinterlegungen u. mit blasser Federprobe; letzte bedruckte Seite mit Tintenflecken im Rand, das unbedruckte Schlussblatt mit umfangreichen Annotationen der Zeit.
Two rare incunabula in 1 vol. - Minor soiling and thumbing, faint waterstaining in places. The Grammatellus, rubricated and with red lombards, lacking leaves a1 with lines of title and final blank. Bound in modern boards.
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(closed)
Gratianus, Decretum. 1500.
Gratianus. Decretum. Mit Kommentar von Johannes Teutonicus und Bartholomaeus Brixiensis. Hrsg. von Sebastian Brant. Basel, Johann Amerbach u. Johann Froben, 1. Juli 1500. 4to (21,5:16,5 cm). Got. Typ. Mit 1 Text-Holzschnitt u. 1 eingemalten, rot-blauen Initiale. 530 nn. Bll. (11. u. letztes Bl. w.). Hldr. um 1830 mit Rsch., gering bestoßen, Rücken stärker berieben.
Hain 7918; GW 11389; BMC III, 792; Goff G, 391; Hieronymus, Oberrhein. Buchillustration 103. - Schöner zweispaltiger Inkunabel-Druck des kirchenrechtlichen Traktates mit umfließendem Kommentar, in Rot und Schwarz gedruckt. Mit der Glossa ordinaria von Johannes Teutonicus in der Bearbeitung von Bartholomaeus Brixiensis, einem Inhaltsverzeichnis sowie Gedichten an den Leser und Widmungsbrief an Franciscus de Busleiden, Erzbischof von Besançon. Holzschnitt vom Meister des Verardus. "Das Decretum Gratiani ist die wichtigste Sammlung des mittelalterlichen Kirchenrechts und zählt als Ausgangspunkt des europäischen kanonischen Rechts zu den bahnbrechenden Pionierarbeiten der Rechtswissenschaft" (Kleinheyer-S. 165). - Wohlerhalten nur zu Beginn u. am Schluss mit teilw. bräunendem Wasserrand sowie stellenweise gering fingerfleckig. Erste 3 Bll. mit kl. Wurmspur mit Verlust einzelner Buchstaben. Einzelne Marginalien von alter Hand. Titel mit zwei alten Besitzvermerken, einer datiert 1794.
Overall well preserved copy. Only slight browning due to waterstaining at the beginning and end. First 3 leaves with small wormholes with loss of individual letters. Individual handwritten marginalia. Title page with two old ownership inscription, one dated 1794. - Half-leather about 1530 with label to spine; slightly bumped, spine more heavily rubbed.
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(sold)
Hese, Itinerarius Jherusalem describens. Köln 1500
Hese, J. de. Itinerarius Jherusale(m) describens dispositiones terrarum insularum, montium, & aquarum. (Köln, Kornelius von Zierickzee, ca. 1500). 4to (21:15 cm). Got. Typ. 36-37 Zeilen. Rubriziert, Hervorhebungen in Rot, einige eingemalte Lombarden in Blau und Rot. 21 (statt 22; l.w.) Bll. Prgt. um 1900 mit kalligr. Deckel- u. Rückentitel.
Hain-C. 8535; GW 07733; BMC I, 308; Vouilléme, Köln 544; Goff H-145; vgl. Tobler 43 (andere Ausg.). - Seltene Ausgabe. "Obwol das Werk keine wirklich vollbrachte Reise beschreibt, sondern ohne Zweifel von Anfang bis Ende erfunden ist, muß es doch als culturhistorisch interessant bezeichnet werden, da es in anschaulicher Weise erkennen läßt, wie man sich gegen Ende des 14. Jahrhunderts in Deutschland die Zustände im Orient vorstellte, und da es namentlich eine Menge damals für wahr gehaltener Nachrichten über den sagenhaften Priester Johannes mittheilt" (ADB L, 272). - Etwas gebräunt und fleckig, Bl. a3v mit verwischter Marginalie in Tinte. Fehlt das letzte bedruckte Blatt d5 mit dem Traktat über Indien; das leere Bl. d6 ist vorhanden. - Aus der Sammlung Fernand Heitz, mit seinem Exlibris - Tenner, Auktion 49 (1965), Los 41 - Europäischer Privatbesitz.
Scarce Cologne edition. Rubricated, numerous blue and red lombardic capitals. - Some tanning and staining, single blurred ink-marginalia on leaf a3v. Lacking the last printed leaf, the final blank is present. Bound in full vellum around 1900, ms title to front cover and spine.
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(sold)
Horatius Flaccus, Opera. Straßburg 1498
Horatius Flaccus, Q. Opera cum quibusdam annotationibus imaginibusque pulcherimis (ed. J. Locher). Straßburg, Johann Grüninger, 12. März 1498. Fol. (29:21 cm). Röm. Typ., 3 Kol. Mit Druckermarke u. 168 teils wiederh. Holzschnitten. 6 nn., 207 röm. num., 7 nn. Bll. (1.w.). Ldr. d. frühen 18. Jh. mit doppelten goldgepr. Deckelfileten, Rückenschild u. reicher Rückenvergoldung, etwas beschabt, Außengelenke angebrochen, Kapitale restauriert, vorderer freier Vorsatz alt erneuert
Hain-C. 8898; GW 13468; BMC I, 112; Goff H-461; Fairfax Murray 205; Schmidt, Grüninger 34; Muther 535. - Erste illustrierte Ausgabe, "kann wegen erstmaliger Berücksichtigung in Deutschland gefundener Horaz-Handschriften (u.a. Kloster Lorsch) als editio princeps bezeichnet werden. Die 168 Illustrationen stammen vom Künstler des Terenz (Straßburg 1496). Die meisten sind nach Art jenes Druckes aus 2 bis 5 Stöcken so zusammengesetzt, daß man mit nur 101 Stöcken (in 623 Einzelabdrucken) auskam. Nach Kristeller Nr. 83 wurden nur 31 Stöcke erstmals verwendet" (von Arnim, Slg. Schäfer I, 167). - Wasserrandig bzw. untere Innenecke mit Wasserfleck; stellenw. etwas fleckig, num. Bll. 111, 113 u. 114 tintenfleckig; Kolumnentitel vereinzelt angeschnitten; erste Bll. mit einigen Wurmlöchern; letztes Bl. der Vorstücke mit Fehlstelle im Bundsteg; Bl. 49 mit Papierfehler im Rand; Titel mit altem Besitzvermerk.
First illustrated edition, based on mss. found in Germany and hence ranked as an editio princeps. With 168 large woodcuts, mostly composite. - Some waterstaining and dampmarking throuhjout; some staining in places; ink staining to 3 leaves; head titles touched by binder's knife at few leaves; slight worming at beginning; marginal flaws to 2 leaves; old owner's inscription to title. 18th century calf gilt, some rubbing, joints partly cracked, spine restored at head and tail.
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(sold)
Johannes Chrysostomus, Neminem laedi. Köln um 1468
Johannes Chrysostomus. Neminem laedi nisi a semetipso. (Köln, Ulrich Zell, um 1468). (21:15 cm). Got. Typ. 27 Zeilen. Mit 1 vierzeiligen Initiale in Blau mit über den Satzspiegel auslaufendem Federwerk in Rot und einer siebenzeiligen Initiale in Blau, rubriziert und mit einigen Lombarden in Blau und Rot alternierend. 22 nn. Bll. Mod. Hldr. mit goldgepr. Rtit., schlichter Umschlag des 18. Jh. mit eingebunden.
Hain-C. 5052; GW M13309; Goff J 291; BMC I, 182; Voulliéme, Köln 646. - Früher Druck des Kölner Erstdruckers, dessen Tätigkeit nach Voulliéme seit ca. 1465/66 nachweisbar ist. Seltene Ausgabe, gegenüber der "Quod nemo laeditur..." benannten in einer älteren Textvariante (vgl. A.-M. Malingrey. Une ancienne version du texte de Jean Chrysostome 'Quod nemo laeditur..." In: Sacris Erudiri XVI, 1965, S. 320-354). Goff und Voulliéme nennen als Titel "Liber de eo quod nemo laeditur...". Der Druck wird in älteren Bibliographien noch um 1470 datiert. Zur geänderten Datierung vgl. P. Needham. Ulrich Zel's Early Quartos Revisited. In: Transactions of the CBS, XV, S. 9-57. Abweichend von Needham 26 ("2 pinholes") die Blätter der ersten Lage mit je 4 Nadellöchern im Rand, die der Lagen 2-3 ohne Nadellöcher. - Breitrandig. Vereinzelt gering fleckig, erstes Bl. mit Spuren eines abgelösten Blattweisers, eine alte Foliierung in der oberen Außenecke entfernt. Das letzte leere Blatt auf das mit eingebundene Umschlagblatt montiert. - Provenienz: Sotheby's 17.6.1968, Los 15 - Europäischer Privatbesitz.
Scarce early printing of this variant of the text by the first Cologne printer. Previously dated c. 1470, more recent datings cite c. 1468 as the year of printing. With 2 initials in blue, one with red penwork exceeding the printing area, rubricated and with some lombardic capitals alternating in red and blue. - Insignificant staining in places, first leaf with remnants of a removed finger tab, old foliation in upper outer corner erased. The final blank sheet pasted on the bound-in 18th cent. wrapper. Modern half-morocco, gilt title to spine.
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(sold)
Johannes Chrysostomus, Sermones de patientia in Job. Köln 1467
Johannes Chrysostomus. Sermones de patientia in Job. Hrsg. u. übers. von Laelius Tifernas. (Köln, Ulrich Zell, um 1467). 4to (22:14,5 cm). Got. Typ. 27 Zeilen. Rubriziert, Lombarden in Rot u. Blau. 48 nn. Bll. (1. u. le. w.). Prgt. d. frühen 19. Jh. mit goldgepr. Rtitel u. kleiner goldgepr. Deckelvignette; hinterer freier Vorsatz entfernt.
Hain-C. 5024; GW M13360; Goff J-304; BMC I, 181; Voulliéme, Köln 653 . - Erste Ausgabe, selten. Die Predigten über die Geduld Hiobs wurden dem 407 gestorbenen Kirchenlehrer wohl untergeschoben. Früher Druck des Kölner Erstdruckers Ulrich Zell. - Zu Beginn eine fälschlich eingemalte Lombarde "P" durch eine rote Lombarde "C" ersetzt. Stellenw. etwas wasserandig; durchgehend mit 1-2 Wurmlöchern, auch im Text; vereinzelt alte Marginalien. - Mit Exlibris J. R. Ritman ("Philosphia hermetica").
First edition of this sermons attributed to John Chrysostom, scarce. - Mistakenly inserted first lombard initial in blue replaced by the correct one in red. Some waterstaining in places; 1-2 wormholes; few old ink marginalia. Early 20th century vellum.
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(sold)
Johannes Chrysostomus, Super psalmo quinquagesimo. Köln 1468
Johannes Chrysostomus. Super psalmo quinquagesimo "Misere mei deus". (Köln, Ulrich Zell, um 1468). 4to (21,5:15 cm). Got. Typ. 27 Zeilen. Teilweise rubriziert, 2 Initialen und einige Lombarden und Hervorhebungen in Rot. 30 nn. (l.w.) Bll. Hldr. d. 19. Jh. mit Rsch. und etwas Rvg.
Hain-C. 5031; GW M13329; Goff J-298; Voulliéme, Köln 649; nicht im BMC. - Seltenes und frühes Erzeugnis der Offizin des Kölner Erstdruckers Ulrich Zell, dessen Drucktätigkeit nach Voullième seit 1465/66 nachweisbar ist. Zweiter Druck dieses Textes von U. Zell. - Schönes, nur unwesentlich stockfleckiges Exemplar. - Provenienz: Sotheby's 17.6.1968, Los 11 - Europäischer Privatbesitz.
Scarce and early incunabulum from the first Cologne printer Ulrich Zell. - Well preserved copy, insignificant marginal foxing. Bound in 19th cent. half-calf, spine gilt, gilt label.
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(sold)
(Legenda Barbarae). Historia. Köln 1495
(Legenda beatissimae virginis Barbarae. Daraus:) Historia Beatissimae Virginis Barbarae. (Köln, Ulrich Zell, um 1495). (20,5:15 cm). Got. Typ. 36 nn. Bll. Hldr. d. 19. Jh.; etwas berieben.
Hain 2416a; GW 3327, 3; BMC I, 200; Goff B-98; Voulliéme, Köln 736. - In sich abgeschlossener dritter von drei Teilen zur Legende der Heligen Barbara, die eigentliche Legende enthaltend. - Etwas fleckig; die Spatien mit später in Tinte eingetragenen Buchstaben; Titel mit entferntem Stempel.
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(closed)
Lochmaier, Sermones de sanctis. 1490/91.
Lochmaier (Lochmayr), M. Sermones de sanctis perutiles; cum vigintitribus sermonibus magistri Pauli Wann annexis. (Passau, Johann Petri, 1490-91). Fol. (29,5:21 cm). Got. Typ., 2 Kol. Spärlich rubriziert, rot eingemalte Lombarden. 402 nn. Bll. (Bl. 19 u. 402 w.). Beschädigter blindgepr. Ldr. d. Zt. über Holzdeckeln mit späterem Prgt.-Rücken mit hs. Rsch.; berieben, bestoßen, wurmstichig, Schließen u. Beschläge entfernt.
Hain-C. 10172; GW M18683; BMC II, 617; Goff L-270. - Erste Ausgabe. Michael Lochmaier, “eines der ausgezeichneteren Mitglieder der Wiener Universität aus der rheinischen Nation” (ADB XIX, 64) war Nachfolger des 1489 verstorbenen Paul Wann als Kanonikus, Dr. der Theologie und des kanonischen Rechts auf der Domkanzel in Passau. Wanns 23 Predigten sind über das ganze Buch verteilt und zusätzlich numeriert. - Teilw. stockfleckig u. wasserrandig. 7 Bll. zu Beginn mit kl. Beschädigungen im Rand durch Wurmfraß. Titel mit kl. überklebtem Ausschnitt. Ein Bl. mit ergänztem Eckabschnitt.
First edition. - Foxed and waterstained in places. 7 leaves at the beginning with minor damage to margin. Title with small paper slip pasted over. White corner to 1 leaf torn away, repaired. Damaged blind-stamped full-calf over wooden boards, later vellum spine.
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(sold)
Rampigollis, Biblia aurea (Figurarum biblie). Köln, nicht nach 1482
Rampigollis (Rampegolus), A. Biblia aurea (Aureum Bibliae reportorium. Köln, Konrad Winters, nicht nach 1482). Fol. (27,5:21,5 cm). Got. Typ. 2 Sp., 41 Zeilen. Mit einigen in Rot eingemalten 5-10-zeiligen Initialen, darunter 2 als Drolerien, sowie Hervorhebungen und Lombarden in Rot. 100 nn. Bll. (d.e.w.). Mod. Prgt. mit etwas Rvg., Rsch. u. Deckelfileten.
Hain-C. 13677; GW M36980; BMC I, 251; Goff R-17; Voulliéme, Köln 1000. - Zweiter Kölner Druck des weit verbreiteten Bibelrepertoriums, etwa siebenter Druck insgesamt. Laut BMC VIII, 155 wurde das Werk von Bindo de Senis (Bindus Senensis) verfasst, von Antonio Rampegollo stammt lediglich das Vorwort 'In figurarum biblie fructosu(m) et utile compendium'. Zwei der Initialen als Drolerien in Form grotesker Gesichter. - Breitrandig. Etwas fingerfleckig, stellenweise mit verwischten blassen Braunflecken. Im Kopfsteg mit alter Foliierung in Tinte, beginnend auf Bl. 2: 1-98. Wohl von derselben Hand im alphabetischen Index (Bl. 1-2) die entsprechenden Ziffern hinzugefügt, wenige zarte Anstreichungen und Marginalien in Tinte.
Second Cologne printing of the widely distributed Bible repertory, approximately the seventh printing overall. Said to be written by Bindo de Senis, with Antonio Rampegollo contributing only the preface. Two of the initials ‘I’ are depicted as grotesque faces. - Wide-margined. Some thumbing, smudged pale brown spots in places. In the top margin, old ink annotations, beginning on fol. 2: 1-98. Probably by the same hand, the corresponding numbers added in the alphabetical index (fol. 1-2), a few delicate markings and marginalia in ink. Bound in modern full vellum, gilt labels and fillets to spine, gilt fillet to covers.
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(sold)
Regiomontanus, Kalendarium. 1482
Regiomontanus (Müller), J. Kalendarium lateinisch. Mit Beigaben von Jacobus Sentinus Ricinensis und Johannes Lucilius Santritter. Venedig, Erhard Ratdolt, 9. August 1482. 4to (21,5:16 cm). Got. Typ., durchgehend rot u. schwarz gedruckt. Mit Holzschn.-Titelbordüre, 4 blattgr. Holzschnitten (ohne die beweglichen Teile), 60 Finsternisdiagrammen sowie etlichen Holzschn.-Initialen. 28 nn. Bll. Pp. d. 19. Jh., berieben u. bestoßen, Vorsätze stark gebräunt, beide freie Vorsätze lose.
GW M37456; Hain-C. 13777; BMC V, 286; Goff R-94; Sander 6403; Essling 250; Zinner, Regiomontan 140. - Sehr seltene dritte lateinische Ausgabe, die zweite in Venedig. Hier mit der Titelvariante "In laudem operis huius praeclari...". Enthält den vollständigen immerwährenden Kalender, Sonnen- und Mondfinsternisse bis 1530, Tabellen der beweglichen Feiertage sowie Osterdaten. Die großen, wie stets zu zwei Papptafeln zusammengesetzten 4 Holzschnitte am Schluss (wie bei GW als 2 Bll. gezählt) zeigen vier astronomische Geräte: "Das erste ... dient zur Umwandlung der gleichlangen Stunden in ungleichlange. Das 2. Gerät ... dient zur Berechnung des wahren Mondlaufes aus dem mittleren Lauf und das 3. Gerät zum Entwurf waagrechter Sonnenuhren" (Zinner, Instrumente 483). Das 4. Gerät ist sein "Quadratum horarium generale oder Allgemeines Uhrtäfelchen, eine bewunderungswürdige Erfindung" (Z. 480). - Tlw. oben etwas wasserrandig; stellenw. etwas fleckig, die beiden Schlussbll. etwas stärker; wenige Bll. mit Wurmgang, dadurch Verlust weniger Ziffen. Es fehlen die beiden beweglichen Scheiben für den 2 Holzschnitt, ein Löchlein für die Befestigung des Fadens vorhanden, u. ohne den Metallzeiger für den letzten Holzschnitt, drei Löcher für dessen Befestigung in den letzten beiden Holzschnitten.
Scarce Latin edition, with woodcut title border, 4 full-page woodcuts of astronomical instruments (one of which lacking 2 volvelles and 1 the brass pointer), 60 diagrams of eclipses, and numerous woodcut initials. - Some dampmarking in places; some staining and thumbing here and there, heavier to woodcuts; loss of few letters due to wormtrail to few leaves. 2 woodcuts with tiny hole (for the volvelles) and 2 with 3 holes (for the brass pointer). 19th century boards, somewhat worn, browning to endpapers, free endpapers loose.
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(closed)
The First Dated Book with a Section on Medicine
Rodericus Zamorensis, Speculum vitae humanae. Nicht nach 1472
Rodericus Zamorensis. Speculum vitae humanae. (Köln, Ulrich Zell, nicht nach 1472). 4to (22:15,5 cm). Got. Typ. 27 Zeilen. Rubriziert, mit Lombarden in Rot. 206 Bll. (die beiden letzten weiß). Alter Lederband mit Blindprägung über Holzdeckeln, restauriert, Rücken u. Schließen erneuert.
Hain-C. 13933; GW M38480; BMC I, 187; Goff R-218; Voulliéme, Köln 11025; Palau 272.017 Anm. (unter Rodriguez Sánchez de Arevalo). - Der Text erschien erstmals 1468 in Rom und handelt "von den Annehmlichkeiten und Widerwärtigkeiten der verschiedenen weltlichen Stände und geistlichen Würden" (Wetzer-W. I, 1272). "The first dated book with a section on medicine. It is an encyclopaedia of human life dealing with the various arts and professions, and includes chapters on mathematics, astronomy, navigation, music, agriculture etc. The author was a learned Spanish ecclesiastic, born in the diocese of Segovia in 1404. He died at Rome in 1470" (Honeyman Coll. 2670, zum Erstdruck). - Stellenw. etwas stock- oder wasserfleckig; Kustoden u. Lagenbezeichnungen von alter Hand, diese tlw. abgeschnitten, wenige alte Marginalien; vereinzelt mit kleiner Wurmspur im Rand; 4 Bll. mit ergänztem Abriss der oberen Außen- oder Innenecke; 1 Bl. mit Verlust weniger Buchstaben durch restaurierten Randeinriss.
Some foxing or waterstaining in places; few old ms.-marginalia; slight marginal worming here and there; loss to upper corner of 4 leaves supplied; restored tear with loss of few letters to 1 leaf. Old blindtooled calf over wooden boards, restored, spine and clasps renewed.
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(sold)
Rolewinck, Fasciculus temporum. Köln 1483
Rolewinck, W. Fasciculus temporum. (Köln, Ludwig von Renchen, nicht nach 1483). Fol. (32:21,5 cm). Got. Typ. Durchgehend rubriziert. Mit 10 (1 wiederh.) Textholzschnitten u. zahlr. Schemata in Form von Kreisen, alles in Rot koloriert. 74 nn. Bll. (1. weiß). Blindgepr. Ldr. d. Zt., restauriert, Rücken erneuert, ohne die Schließen.
Hain-C. 6914; GW M38689; BMC I, 269; Goff R-269; Voulliéme, Köln 1033; Schramm VIII, S. 25 u. Taf. 138. - Seltene Ausgabe der berühmten Weltchronik. Die Zuweisung des Druckes an Ludwig von Renchen ist unsicher. Unter den Holzschnitten die bekannte querformatige Ansicht von Köln mit dem im Bau befindlichen Dom, der aus der Quentell-Ausgabe von 1481 übernommene Holzstock ist hier am rechten Rand gekürzt. - Zeitgenössische Marginalien und Foliierung in Tinte. Stellenw. im Rand etwas wasserfleckig, am Ende stärker; tlw. fingerfleckig; meist mit Wurmloch, letzte Bll. mit Wurmspuren im Rand; Bl. G1 mit kleinem Randausriss.
Contemporary marginalia throughout. Some marginal waterstaining, heavier at end; fingermarking in places; marginal wormhole in places, marginal worming to last leaves; small marginal tear to 1 leaf. Contemporary blindtooled calf over wooden boards, restored, spine renewed, without the clasps.
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(sold)
Rufinus Aquileiensis, Expositio in symbolum apostolorum. Köln 1472
Rufinus Aquileiensis. Expositio in symbolum apostolorum. (Köln, Ulrich Zell, um 1472). 4to (22:15 cm). Got. Typ. 27 Zeilen. Rubriziert, zu Beginn 1 eingemalte Initiale in Rot. 30 nn. Bll. Ldr. d. 19. Jh. im Stil d. Zt., etwas berieben.
Hain-C. 8578; GW M08074; BMC I, 179; Goff R-351; Vouilliéme, Köln 1057. - Erste Ausgabe. Dieser Kommentar des Rufinus von Aquileia (auch Rufinus Tyrannius) zum Glaubensbekenntnis wurde auch S. Hieronymus zugeschrieben, so auch in dieser Ausgabe (Expositio symboli Hieronymi contra Jovinianum haereticum). GW datiert inzwischen auf um 1470. - Mit Exlibris Walter Goldwater, George Abrams und J. R. Ritman ("Philosophia Hermetica").
First edition, rubricated, 1 initial painted in red. A copy with well-known bibliophile provenance.- 19th century calf bound to-style, somewhat rubbed.
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(sold)
Mit der "Visio Tnugdali"
Sammelband, Augustinus + Antoninus Flor. + Tundalus. 1470-72
Sammelband mit 3 Kölner Inkunabeln von Ulrich Zell (2) und dem Drucker der Albanus-Legende. Köln ca. 1470-1472. (22:15,5 cm). Durchgehend rubriziert, Hervorhebungen, Lombarden und Initialen in Rot. Durchgehend alt mit Tinte foliiert. Blindgepr. Ldr. d. Zt. über Holzdeckeln mit 2 Messing-Haften (reinländisch?); Rücken, Schließbänder u. Schließen geschickt ergänzt, Innengelenke verstärkt.
Schöner Sammelband mit 3 seltenen Drucken im zeitgenössischen Einband und in originaler Zusammenstellung. Der vordere Spiegel mit handschriftlichem Verzeichnis der enthaltenen Werke in sauberer got. Bastarda mit schwarzbrauner Tinte.
1. Tundalus. (Visio Tnugdali). De raptu animae. (Historia). (Köln, Drucker der Albanus-Legende, nicht nach 1.12.1472). Got. Typ. 27 Zeilen. 20 nn. Bll. (le. 2 w.). - Hain-C. 15542; GW 12822; BMC I, 215; Voulliéme, Köln 748; Goff T-496. - Sehr früher (erster?) Druck der Jenseitsvision des irischen Ritters Tnugdalus (Tundalus, Tondolus, Tundale), die der irische Wandermönch Bruder Marcus im 12. Jh. in Regensburg niedergeschrieben hatte. Die Vision der Reise durch Himmel und Hölle fand in Handschriften schnell weite Verbreitung. - 1 Bl. mit kl. Randeinriss, Bl. 2 verso gering fleckig.
Vorgebunden 2 frühe Drucke des Kölner Erstdruckers:
2. Aurelius Augustinus. De disciplina christiana. (Köln, Ulrich Zell, um 1470). Got. Typ. 27 Zeilen. 8 nn. Bll. - Hain-C. 1963a; GW 2900; BMC I, 183; Vouilléme, Köln 192; Goff A-1260. - Frühe Ausgabe der kleinen Schrift zur Vermittlung christlicher Bildung.
3. Antoninus Florentinus. Confessionale. (Daran:) Johannes Chrysostomus. Sermo de poenitentia. (Köln, Urich Zell, um 1470). Got. Typ. 27 Zeilen. 144 (l.w.) nn. Bll. - Hain-C. 1162; GW 2082; BMC I, 183; Voulliéme, Köln 123, 124; Goff A-788. - Nach GW dritter Druck dieses Textes bei Ulrich Zell.
Den deutlich abgedrückten Stempeln (Doppeladler im Kreis, Fleur-de-lis in Raute, Blüte im Kreis) konnten wir keinen Buchbinder zuweisen. - Insgesamt schwach gebräunt und leicht stockfleckig. Vereinzelt mit sauberen zeitgenössischen Anstreichungen und einzelnen Marginalien in Tinte. - Provenienz: Sotheby's 17.6.1968, Los 14 - Europäischer Privatbesitz.
Attractive Sammelband with 3 rare Cologne incunabula in its contemporary binding and with the original bound assembly of texts. Rubricated, lombards supplied in red throughout. - Mild tanning and foxing, neat contemp. underlinings and marginalia in places. Bound in contemp. blindtooled full calf over wooden boards with brass catches; spine and clasps expertly renewed, front joint somewhat brittle.
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(sold)
Schedel, Liber chronicarum. Lat. 1493
Schedel, H. Liber chronicarum. Nürnberg, A. Koberger, 12. Juli 1493. Fol. (45:33 cm). Mit 2 doppelblattgroßen Holzschnittkarten u. über 1800 Holzschnitten (inkl. Wiederholungen) von Wohlgemuth u. Pleydenwurff. 322 (statt 328, ohne die 3 textfreien num. u. die 3 w.) Bll. (= 20 nn. Bll. Titel u. Register, 296 statt 299 num. [ohne die num. Bll. 259-261], 5 nn. Bll. nach num. Bl 266 u. 1 nn. Bl. am Schluss [o. d. 3. w. Bll.]). Hldr. d. 18. Jh. mit Rsch. u. Rückenvergoldung, beschabt u. bestoßen, Rücken mit wenigen kl. Wurmlöchern, Gelenke gebrochen u. Vorderdeckel lose.
Hain 14508; GW M40784; BMC II, 437; Goff S-307; Fairfax Murray 394. - Erste Ausgabe der berühmten Chronik, zugleich die am reichsten illustrierte Inkunabel überhaupt, die Holzschnitte von hohem künstlerischen Rang. Die lateinische Ausgabe erschien etwa ein halbes Jahr vor der deutschen. Hervorzuheben sind die doppelblattgroßen Karten der Alten Welt und von Mitteleuropa sowie die großen Ansichten u.a. von Augsburg, Bamberg, Basel, Breslau, Erfurt, Florenz, Jerusalem, Köln, Konstanz, Krakau, Lübeck, Magdeburg, München, Nürnberg, Passau, Prag, Regensburg, Rom, Salzburg, Ulm, Venedig, Wien und Würzburg; viele von ihnen die ersten topographisch getreuen Darstellungen dieser Städte. Zur angeblich vorkolumbianischen Entdeckung Amerikas durch Martin Behaim aus Nürnberg (nur in dieser latein. Ausgabe, auf num. Bl. 290) vgl. Sabin 77523 und Church 7. - Streckenweise leicht gebräunt und teilw. etwas fleckig bzw. fingerfleckig; vor allem zu Beginn u. gegen Ende w. Ränder etwas wasserfl.; ganz vereinzelt alte hs. Anmerkungen. Die erste, nur locker eingehängte Lage gereinigt, Titel noch etwas angeschmutzt u. mit 3 ergänzten Randausrissen, die Folgebll. mit rest. Ein- u. Ausrissen vor allem im Bund u. 1 Bl. mit längerem geschlossenen Randeinriss bis in den Text. Die sich fortsetztenden Flecken bzw. Beeinträchtigungen weisen darauf hin, dass die Lage trotz der geringfügig abweichenden Größe (wohl aufgrund der Reinigung u. Restaurierung) zum ursprünglichen Bestand des Bandes gehört, denn auch das 1. Bl. der 2. Lage weist im Bund an derselben Stelle wie das letzte Bl. der 1. Lage einen Ausriss auf, der hier jedoch alt mit kl. Textverlust recto u. verso repariert wurde. Bl. CXII mit kl. Randeinriss, Bll. CCXCVII-CCXCVIII im Bund u. das 2. auch am Unter- u. Außenrand mit Papierstreifen verstärkt. Die Europakarte am Schluss ebenfalls gereinigt u. mit rest. Rand- u. Bugläsuren (teils bis in das bzw. im Bild; am Bug mit kl. Bildfehlstellen) sowie hinterlegten kl. Wurmgängen oben. Die Karte ist vermutlich aus einem anderen Exemplar ergänzt, fügt sich aber stimmig ein. Insgesamt gutes Exemplar, bei dem - wie meist - lediglich die zwar num., aber textfreien Bll. CCLIX-CCLXI u. 3 w. Bll. fehlen.
First edition, complete but for 3 numbered leaves without text and 3 blanks. With 2 double-page woodcut maps and more than 1800 woodcuts. - Slight browning in places, some staining or thumbing here and there; especially to beginning and towards the end some marginal dampstaining. Very occasional old ms. notes. The first gathering, loosely bound in and cleaned, title still somewhat soiled and with 3 rep. marginal tears; the following leaves with some tears and tear-offs esp. at fold, and 1 leaf with longer closed marginal tear into the text. The continuing stains and tears indicate that this gathering belongs to the original inventory of the volume despite the slight difference in size (probably due to cleaning and restoration). The first leaf of the 2nd gathering also with rep. tear-off at fold (with small losses of text). Leaf CXII with short marginal tear, ll. CCXCVII-CCXCVIII reinforced with paper strips at fold and the second also at the lower and the outer margin. The map of Europe has also been cleaned and marginal and centerfold tears restored (partly affecting image, and with small losses of image at centerfold), at top small wormholes rep. This final map has probably been supplemented from another copy, but fits in harmoniously. Bound in 18th century half-calf spine gilt, somewhat rubbed and worn, a few small wormholes to spine, joints cracked and front cover detached. Overall a fine copy, lacking - as often - only the numbered but text-free leaves CCLIX-CCLXI and 3 blanks.
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Sequentiae. Köln um 1496
Sequentiae. Textus sequentiarum. Mit Kommentar. (Köln, Heinrich Quentell, um 1496). 4to (20:14,5 cm). Got. Typ. Mit eingemalten Initialen in Rot. Mit Titelholzschnitt. 133 röm. num., 13 nn. Bll. Blindgepr. Ldr. d. Zt. über Holzdeckeln mit 2 Schließen, mit Einzelstempeln (Rosetten) u. Rollenstempeln (z. B. Jagdszene); restauriert, Vorsätze erneuert.
Hain-C. 14686; GW M41642; BMC I, 286; Goff S-459; Bohatta, Liturg. Bibl. 1079; Schramm VIII, 23; Schreiber-Heitz 56. - Eine von mehreren undatierten Quentell-Ausgaben, vermutlich mit dessen "Expositio hymnorum" von 1496 zusammen gedruckt. Der für diese Ausgabe benutzte Titelholzschnitt, eine Magister-cum-Discipulis-Darstellung mit vier Schülern, war seit 1495 bei Quentell in Gebrauch. Das Feld für die Bezeichnung des Lehrers, der mit beweglichen Typen je nach Bedarf als Albertus magnus, Aristoteles, Johannes de Garlandia etc. bezeichnet wurde, ist in unserem Druck frei geblieben. Enthält eine Sammlung von Hymnen, die während der Messe gesungen wurden, der Text der Hymne hier von ausführlichem Kommentar begleitet. - Stellenw. im Rand etwas wasserfleckig; Bl. a2 mit kleinerem, zugelegten Wurmgang im Unterrand; Titel im Rand fleckig u. mit wenigen Wurmspuren sowie aufgezogen. Mit Exlibris Jean Fürstenberg.
With woodcut on title. Some marginal waterstaining in places; few marginal wormtrails to title and second leaf; title laid down and with marginal staining. Restored blind-tooled calf over wooden boards, endpapers renewed.
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Spiera, Quadragesimale de floribus sapientiae. 1488
Spiera, Ambrosius. Quadragesimale de floribus sapientiae. Ed. Marcus Venetus. Venedig, Bonetus Locatellus für Octavianus Scotus, 20. Febr. 1488/89. 4to (24,5:18,5 cm). Got. Typ., 2 Kol. Mit Verlegermarke am Schluss u. zahlr. eingemalten Initialen in Rot u. Grün, sowie Rubrizierung. 314 nn. Bll. (erstes u. letztes weiß). Holzdeckeleinband d. Zt. mit blindgepr. Schweinslederrücken, hs. Rtitel u. 1 (statt 2 Schließen); angestaubt, fleckig, berieben, etwas bestoßen, Schließband u. Vorsätze erneuert.
Hain-C. 922; GW M43134; BMC V, 436; Goff S-681. - Vierte Ausgabe, erstmals 1476 in Venedig erschienen. - Nur stellenweise gering gebräunt. Vereinzelt minimal fleckig. Stellenweise Marginalien von alter Hand.
Fourth edition of this book of Lenten sermons by the Servite theologian and preacher Ambrosius de Spiera, first published in 1476. With initials supplied in red and green and rubrication. - Only slight browning in places. Minor staining in isolated places. Contemporary blindstamped pigskin backed wooden boards with 1 (of 2) clasps; dusty and stained, rubbed, somewhat bumped, clasp repaired, new endpapers. Marginalia by old hand in places.
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