(sold)
(Burgkmair, Maximilans I. Triumph)
(Burgkmair, H. [d.Ä.] u. a. Kaiser Maximilians I. Triumph. Le triomphe de l'empereur Maximilien I. Wien, M. A. Schmidt, 1796). Gr.-fol. (60:44 cm). Mit 88 (von 135; 56 großformatig) Holzschnitt-Tafeln. Lose in defekter Hldr.-Decke.
Dodgson II, 96 f.; Meder, Dürer S. 223f.; Mayer, Wien II, 62; Lipperheide Sba 2; Thieme-B. V, 255. - Sammlung von Holzschnitten von den Originalstöcken aus aus der von A. Bartsch besorgten Ausgabe des monumentalen Triumphzugs. Das letzte der großen Holzschnittwerke zur Verherrlichung der Taten des Kaisers, von großer kunst- und kulturgeschichtlicher Bedeutung. Die Arbeiten am Triumphzug, nach dem Programm von Maximilians Sekretär Treitzsaurwein, begannen bereits 1512. "Im Auftrage Ferdinands I. wurden 1526 von den bis zum Tode des Kaisers, 1519, fertig gestellten 137 Stöcken die ersten, jetzt sehr seltenen Abdrücke genommen. Im Jahre 1796 gab A. Bartsch die Abdrücke von 135 inzwischen in den Besitz der k.k. Hofbibliothek zu Wien gekommenen Holzstöcken heraus" (Lipperheide alt 2504). Schon 1777 waren von den neuentdeckten Holzstöcken Abzüge gemacht worden, noch mit den unausgeschnittenen Schrifttafeln und -bändern. Vorliegen die num. Tafeln 2-109 (mit Lücken), teilw. mit Korrekturen in roter Tinte. Auf Papier mit dem von Meder abweichenden Wasserzeichen Doppeladler in Kreis und "IIF". - Gebräunt, einige stark, teilw. auch braun- oder wasserfleckig, einige Löchlein, Ränder ausgefranst und mit Läsuren, teilw. bis ins Bild (einige repariert). Etliche Tafeln knapp beschnitten oder angeschnitten. Die 32 kleineren Tafeln rücks. mit Montageresten. Taf. 82/korr. 83 stark beschädigt (mit erheblichen Bildverlusten). Alle verso mit kl. ovalem Stempel der "School of Art Birmingham". oRR.
Collection of 88 (from 135) woodcuts, including 56 full sheet. From Bartsch's edition with printed plate numbers sometimes corrected in red ink (as described by Dodgson). - Some browning, stronger in places, scattered spotting and dampstaining. Marginal fraying and tears partly affecting image (some with crude repairs). Several plates trimmed or shaved. The 32 plates cut down with mounting adhesive remains to versos. Plate 82/renumbered 83 defective. Oval library stamp to verso of all plates. Loosely contained in old defective portfolio. Waf.
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(sold)
Vegetius Renatus, Kunst der Artzeney. Beibd.
Vegetius Renatus, F. Von rechter und warhaffter Kunst der Artzeney, allerley kranckheit und schäden der Thier, als Pferd, Esel, Ochsen, Maulthier, sie seien außwendig oder inwendig ... zu heylen. Frankfurt, M. Lechler für S. Feyerabend u. S. Hüter, 1565. 4to (19,5:15 cm). Mit Titelholzschn. u. 45 tlw. wiederholtenTextholzschnitten. 4 nn., 155 num., 4 nn. Bll. - Angebunden: Hippiatria. De cura, educatione et institutione equorum ... Marstallerei. Von erziehung, Artznei, un(d) abrichtung der Rosse, Sampt mancherhandt newer Formen der Zäume und Gebiss(e). Frankfurt, Egenolffs Erben, 1565. 4to. Mit Titelholzschn. von H. Weiditz u. zahlr. Textholzschnitten. 86 S., 1 Bl., num. Bl. 87-103, 1 Bl. Blindgepr. Ldr. d. Zt., etwas fleckig, tlw. bestoßen, wenige Wurmlöcher.
I. VD 16, V 471 (nicht in München); Schweiger II, 1124; Choulant, Handb. 225; Mennesier de la Lance II, 613 Anm. - Seltene zweite deutsche Ausgabe der "Ars veterinaria sive mulomedicina", die unillustrierte erste deutsche Ausgabe erschien 1532 in Augsburg, die Editio princeps wurde 1528 von Hermann v. Neuenahr in Basel herausgegeben. Während Schweiger noch zwischen Flavius Vegetius, dem Militärschriftsteller, und Publius Vegetius Renatus, dem Autor des vorliegenden Werks, unterschied, werden die Autoren heute in eins gesetzt. Die Holzschnitte, von Choulant "wenig dazu gehörend" genannt, zeigen neben Pferden u.a. Elefant, Kamel, Hirsche und Affen. - Vereinzelt fleckig; Titel mit größeren Randläsuren (mit Berührung des Holzschnittes) u. aufgezogen. - II. VD 16, ZV 7992; Richter 205 u. Sp. 825f. (mit 2 Abb.); vgl. Röttinger, Frankf. Buchholzschn. 22 u. 35, Anm. 41. - Selten. Erstmals 1560 bei Egenolffs Erben erschienen. In Titel und Illustrationen angelehnt an die Pariser Ausgabe (1531) des Werks von Rusius (Hippiatria sive marescalia), jedoch besteht der Text ab Bl. 89 aus der "Roßartznei" des Meisters Albrant ("Albrecht"). Die Holzschnitte zeigen Trensen und sind seitenverkehrte und verkleinerte Nachschnitte derjenigen der Pariser Ausgabe, die Legenden vorliegend lateinisch und deutsch und nicht französisch und deutsch. Einer der Holzschnitte ist von H. S. Beham (Pferd im Profil; Pauli 1267) und wurde doppelt verwendet. - Stellenw. etwas wasser- oder tintenfleckig, vereinzelt stark, 1 der Beham-Holzschn. seitlich leicht angeschnitten.
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(closed)
Münster, Rudimenta mathematica
Münster, S. Rudimenta mathematica. Haec in duos digeruntur libros, quorum prior geometriae tradit principia seu prima elementa. Posterior vero omnigenum horologiorum docet delineationes. Basel, H. Petri, 1551. Fol. (30,5:21,5 cm). Mit gr. Titelholzschnitt, 1 gefalt. Holzschnittafel, 178 teils figürl. Textholzschnitten, teilw. von H. Holbein d. J., u. Druckerm. am Schluß. 6 Bll. (l.w.), 242 S., 1 Bl. - Angebunden: A. Schöner. Gnomonice, hoc est: De descriptionibus horologiorum sciotericorum omnis generis... libri tres. His addita sunt eiusdem autoris: Gnomonices Mechanices. De inventione lineae meridianae. De compositione astrolabii. Nürnberg, J. Montanus u. U. Neuber, 1562. Fol. Mit 3 gefalt. Holzschnittafeln, 148 teilw. fast blattgr. Textholzschnitten u. Druckermarke. 6 nn., CVIII num. Bll. Hprgt. um 1700 mit Rückentitel, Deckel berieben.
I. VD 16, M 6675; Adams M 1939; Burmeister 54; Zinner 2022; Houzeau-L. 11364; Bibl. Dt. Mus., Libri rari 198; E. Major, Basler Horologienbücher mit Holzschnitten von H. Holbein d. J. (in: Monatshefte f. Kunstwiss., Jg. 4/1911, S. 77-81); Kat. Holbein-Ausstellung Basel (1960), Nr. 426, 427 & 430. - Erste und einzige Ausgabe der "Rudimenta", ein Jahr vor Sebastian Münsters Tod erschienen und mit der oft fehlenden großen Holzschnittafel Holbeins sehr selten. Als Teil 2 ist die dritte lateinische Ausgabe der erstmals 1531 erschienenen "Horologiographia" beigedruckt. Darin werden 4 Darstellungen von Sonnenuhren u. anderen Instrumenten (hier auf S. 113, 211, 215 u. 222), die große Holzschnittafel sowie 10 der 12 schönen figürl. Tierkreisbilder Hans Holbein d. J. zugeschrieben. Die Holzschnitte der Geometrie zeigen geometrische Figuren sowie Meßvorgänge an Gebäuden u. in der Landschaft. Die Holzschnittafel mit Darstellung einer Wandsonnenuhr (diese im unteren Rand beschädigt u. unter Verlust eines Teils des Namens von Münster angerändert, kleine Restaurierungen im oberen Rand).
II. VD 16, S 3458; Adams S 677; Houzeau-L. 11370; Zinner 2291; Honeyman 2800. - Erste Ausgabe der seltenen Monographie zur Gnomonik, Hauptwerk des Nürnberger Astronomen Andreas Schöner. Dem Werk "waren anhangsweise einige andere selbständige Arbeiten beigegeben, deren eine die Verfertigung des Astrolabiums, eine zweite die Ziehung der Mittagslinie behandelte; letztere Aufgabe wollte der Autor ohne jede Zuhilfenahme des Compasses gelöst wissen" (ADB XXXII, 294). - Beide Werke gering gebräunt u. fleckig, vereinzelte Anmerkungen in I., weißes Blatt im Bund verstärkt. Titel zu I. leicht gereinigt, die Holzschnitte auf S. 44-45 ankoloriert.
A fine sammelband with two rare works in first editions. - Overall slight browning, slight spotting or thumbing, few old annotations, restored marginal defect to folded plate in the work by Münster with some loss, marginal restoration to blank leaf. Title of I. carefully cleaned, woodcuts on pp. 44/45 partly coloured. Half vellum around 1700, covers rubbed.
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(closed)
Bonatus, Decem continens tractatus Astronomie
Bonatus (Bonatti) de Forlivio, G. Decem continens tractatus Astronomie. Venedig, Pentius de Leuco für Melchior Sessa, 1506. Fol. (33:22 cm). Mit gr. Titelholzschnitt, Druckermarke u. zahlr. Textholzschnitten u. -initialen. 194 nn. Bll. (l.w.). Holzdeckelband d. Zt. mit blindgeprägtem Schweinsldr.-Rücken, etwas gebräunt u. berieben, etwas wurmstichig, spätere vordere Vorsätze, zwei neue Schließen.
IA 121.687; Adams B 2381; Essling 548; Sander 1148; Houzeau-L. 4160; vgl. Stillwell, Awakening 31. - Zweite Ausgabe, erstmals 1491 erschienen. Guido Bonatti (1230-ca. 1296) gilt als "the leading astrologer of the time, the foremost defender" (Stillwell). Die schönen Holzschnitte zeigen figürliche Darstellungen von Sonne, Mond u. den 5 Planeten, Planetenkonstellationen, 12 Tierkreiszeichen, alle teilw. wiederholt. - Unterschiedlich gebräunt, teilw. etwas fingerfleckig, Titel stärker. Durchgehend einzelne Wurmlöcher, alte hs. Foliierung in der rechten oberen Ecke, wenige alte Anmerkungen, letzte 5 Bll. mit restauriertem Einriss im unteren Rand, Titel verso mit kurzer Anmerkung.
Second edition, first published in 1491. With fine woodcuts showing the planets, zodiac signs, horoscopes etc. - Browning in places, some thumbing, heavier to title, old foliation, few old annotations. Some wormholes, restored marginal tear to last five leaves, old annotation to title verso. Bound in contemporary blindstameped pigskin backed wooden boards, some browning and rubbing, some wormholes, new clasps, later endpapers.
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(sold)
Galilei, Opere. 2 Bde.
Galilei, G. Opere. In questa nuova editione insieme raccolte, e di varii trattati dell'istesso autore non più stampati accresciute. 2 Bde. Bologna, Dozza, 1656. 4to (23,5:16 cm). Mit gest. allegor. Front. (von Stefano della Bella), gest. Portr., 1 gefalt. Kupfertafel u. zahlr. Textholzschn. Ldr. d. Zt. mit reicher Rückenvg. u. Rsch., Rücken unter Verwendung des alten Materials restauriert, Gelenke leimschattig, Bd. 2 Rücken mit kleineren Fehlstellen.
Cinti 132; Gamba 482; Houzeau-L. I, 3386; Riccardi I, 518, 17; Roller-G. I, 433; Wellcome III, 83. - Erste Gesamtausgabe. Sie enthält 19 Schriften mit meist eigenen, 1655 datierten Titelblättern und größtenteils je eigener Paginierung. Letztere stimmt mit den Angaben bei Cinti, Gamba und Roller-G. überein, wo auch die Titel der einzelnen enthaltenen Schriften wiedergegeben werden. Der "Dialogo sopra i due massimi sistemi del mondo" von 1632 ist in dieser Ausgabe naturgemäß nicht enthalten; er taucht erstmals nach der Indizierung in der Gesamtausgabe Padua 1744 auf. - Kollation: 14 Bll. inkl. Front. u. Portr. (die letzten 2 Bll. pag. 29-32), 1 Kupfertafel, 48, 48 S., 4 Bll., 80 S., S. 81-160, 2 Bll., 68, 58 S., S. 59-127, 2 Bll., 264, 43 S.; 1 Bl., 41 S., S. 43-60, 7, 156 S. u. 2 Bll. nach S. 104 (= 160 S.), 12 S., S. 13-48, 4 Bll., 179, S. 51-106, S. 101-126, 4 Bll., 238 (recte 242) S., 3 Bll. - Etwas stockfleckig u. teilw. gebräunt; Bd. 1 teilw. wasserrandig, gegen Ende stärker, hinterer Vorsatz sporfleckig; Titel mit Namenszug; Porträt verso Drucktitel, dieser durchscheinend; ein Textbll. mit kleinem Einriss oben; Bd. 2 S. 43 mit hinterlegten Randläsuren.
2 vols. First collected edition, with engraved frontispiece, portrait, folding plate and numerous woodcut illustrations, diagrams and tables. - Some foxing and partly browned; partly waterstained to vol. 1, mildew spotting to last leaves; ownership inscription to titles; tear to one leaf; backed lesions to page 43 of vol. 2. Contemporary calf, spine using original material restored, joints glue-shadowed, small flaws to spine of vol. 2.
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(sold)
Stoeffler, Elucidatio fabricae ususque astrolabii
Stoeffler, J. Elucidatio fabricae ususque astrolabii. Oppenheim, J. Köbel, 1513 (in fine: 1512). Fol. (29:21,5 cm). Mit Holzschnitt-Titelbordüre, Druckermarke u. zahlr. (14 blattgr.) Textholzschnitten, davon 4 mit beweglichen Teilen. XII, LXXVIII Bll. Dunkelbrauner mod. Ldr. über Holzdeckeln, mit reicher Blindprägung im Stil d. Zt., zwei Schließen, in Lwd.-Kassette.
VD 16, S 9191; Adams S 1886; Houzeau-L. 3256; Zinner 991. - Erste Ausgabe. Das früheste deutsche Werk über Astrolabien. Zahlreiche Holzschnitte mit Scheiben des Astrolabs. Die dazu gehörigen beweglichen Teile sind zeitgenöss. an den Rand der zugehörigen Tafel bzw. des gegenüberliegenden Blattes montiert (unser Exemplar mit dem digitalisierten des VD 16 übereinstimmend). Ab Fol. 67 die Schrift "De mensurationibus geometricis", hierzu 14 große figürliche Holzschnitte, die Vermessungsvorgänge in Landschaft und an Gebäuden illustrieren. - Sorgfältig gereinigt, vereinzelt noch gering gebräunt u. leicht fleckig. Vereinzelt kleine Restaurierungen (Bl. 27v auch im Bild), ca. 7 Bll. mit Eckrestaurierungen. Dekorativ gebunden.
First edition of the first German work on astrolabs, profusely illustrated. Movable parts to 4 woodcuts have been pasted down to the margin of the respective plate, 14 large woodcuts illustrate 'De mensuribus geometricis' (fol. 67 f.). - Carefully cleaned, minor browning and spotting in places, few restoration, c. 7 corners restored. Bound in decorative recent brown blindstamped morocco to old style, two clasps, cloth box.
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(closed)
Witsen, Hedendaegsche Scheeps-Bouw
Schifffahrt. - Witsen, N. Aeloude en Hedendaegsche Scheeps-Bouw en Bestier. Beneffens evenmatige grootheden van Schepen onses tijds. Amsterdam, Commelijn, 1671. Fol. (33,5:21 cm). Mit gest. Front. v. R. de Hooghe u. 114 Kupfertafeln (1 doppelblattgr. u. 7 in kleinerem Format). 7 (statt 8) Bll., 516 S. (recte 506), 40 S. Appendix, 2 Bll. Prgt. d. Zt. mit blindgepr. Deckelvignette u. Schließbändern, diese ausgefranst, gering fleckig u. berieben, Bünde tls. beschabt, Innengelenke angebrochen.
NHSM 743; Bierens de Haan 5368; nicht bei Polak und in den einschläg. techn. Bibliographien. - Erste Ausgabe. Klassiker der Schiffbautechnik, in der die Holländer im 17. Jhdt. führend waren. Schildert Geschichte und Technik seit der Antike mit entsprechenden Abbildungen zu Bautechniken, Konstruktionsweisen, Schiffstypen u. -architektur aus zahlr. Ländern der Erde. Recte-Zählungen in Vergleichsexemplaren unterschiedlich "De tekst van het werk is niet in alle Exemplaren dezelfe" (NHSM). Vorliegendes Exemplar mit der oft fehlenden Tafel B im Anhang, jedoch ohne das Tafelverzeichnis. - Stellenw. etwas stock- oder fingerfleckig, Tafeln vereinzelt mit Wasserrand. Insgesamt gutes Exemplar.
First edition. Scarce, not mentioned in most bibliographies. A classical book on ship-building of all centuries and countries, profusely illustrated with precise and detailed plates. - Staining in places, dampstaining to a few plates. Bound in contemp. vellum with frayed ties, somewhat rubbed, inner hinges partly cracked. In all a fine copy.
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Buffon, Histoire naturelle. 36 Bde.
Buffon, G. L. L. de. Histoire naturelle, générale et particulière. Avec la déscription du Cabinet du Roi (par L. J. M. Daubenton). 36 Bde. Paris 1749-1789. 4to. Mit gest. Porträt, 1064 (124 gefalt.) Kupfertafeln, 3 (statt 12) gefalt. Kupferkarten, 1 (statt 4) gefalt. Tabelle sowie 24 gest. Titel- u. 33 Textvign. Hldr. d. Zt. (31) mit 2 Rsch., berieben, teilw. etwas bestoßen u. Hprgt. d. Zt. (5) mit hs. Rückentitel, angestaubt.
Nissen, ZBI 672. - Erste Ausgabe. Das Grundwerk ist vollständig, es erschienen bis 1804 noch acht weitere Bände, verfaßt von Lacépède. Enthält: Materiaux générales. 15 Bde. Mit 2 Karten u. 576 Tafeln (abw. zu Nissen in Bd. 1 mit 2 zusätzlichen Taf., dafür in Bd. 3 nur 14 (st. 16), Gesamtzahl übereinstimmend. - Supplement. 7 Bde. Mit Porträt, 224 Tafeln u. 2 Karten (diese nicht bei Nissen). - Oiseaux. 9 Bde. mit 262 Tafeln. - Minéraux. 5 Bde. - Stellenw. etwas stockfleckig; hier und da mit kleinen Einrissen im w. Rand, einige wenige bis in den Text bzw. über den Plattenrand; Bd. 17 anfangs mit Feuchtigkeitsspuren; das Porträt etwas wasserrandig. Es fehlen 9 Karten, davon 8 aus Mineraux u. 1 aus Bd. 5 der Suppl. sowie 3 Tabellen.
First edition. Complete, but lacking 8 suppl. vols., written by Lacépède. For collation of plates see above. - Some foxing in places; here and there with small tears to white margin; waterstaining to the beginning of vol. 17 and to the portrait. Lacking 9 engr. maps and 3 folded charts. Contemporary half-calf (31), rubbed and partly somewhat worn, and contemporary half-vellum (5), dusted.
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(sold)
Cause, Koninglycke Hovenier + Beibd.
Cause, D. H. Die koninglycke Hovenier aanwyzende de middelen om Boomen, Bloemen en Kruyden te Zaayen, planten, aen queeken en voort teelen. Amsterdam, M. Doornick, (1676). Fol. (30:20,5 cm). Mit gest. Titel u. ganzseit. Kupfer verso sowie 30 ganzseit. Kupfer auf 15 beidseitig bedruckten Tafeln. 2 Bll., 144 S., 1 Bl., S. 145-224. - Vorgebunden: J. Commelin. Nederlantze hesperides. Dat is Oeffening en Gebruik van de Limoen en Oranje-Boomen. Ebenda 1676. Mit gest. Titel u. 26 Kupfertafeln. 2 Bll., 47 S., 2 Bll. Mod. Hldr. mit goldgepr. Rückentitel.
Nissen, BBI 339 u. 390; Hunt 344 u. 345; de Belder 66. - Erste Ausgaben zweier bedeutender holländischer Gartenbücher des 17. Jahrhunderts, wie auch hier meist zusammengebunden. - I. Die Kupfer zeigen Früchte und Blumen (13), Gartenansichten (2) und Gartengrundrisse (16). - Gest. Titel mit hinterlegten Randläsuren sowie recto u. verso mit etwas Bildverlust durch ergänzte Fehlstelle. - II. Die schönen Tafeln zeigen Zitrusfrüchte, einige auch Gartengebäude (Orangerien). - Letztes Bl. ans Ende des Beibandes verbunden. Insg. etwas gebräunt, teilw. leicht stock- oder wasserfleckig.
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Clusius, Rariorum plantarum historia
Clusius (L'Escluse), C. Rariorum plantarum historia. 2 Tle. in 1 Bd. Antwerpen, Plantin-Moretus, 1601. Fol. (35,5:23,5 cm). Mit altkolorierter gest. Titelbordüre u. ca. 1100 Textholzschnitten. 6 Bll., 364, CCCXLVIII S., 6 Bll. Späterer Prgt. mit mod. Rückenschild.
Nissen, BBI 372; Stafleu-C. 1149; Hunt 180. - Der erste Band des Gesamtwerkes. Enthält Liber I-III/2, Liber IV-VI, Appendix; ferner "Fungorum in Pannoniis observatorum brevis historia", "die erste umfassende Monographie über Pilze und die erste regionale mykologische Flora (Volbracht 381; mit 32 neuen Holzschnitten), sowie am Schluss kl. Schriften. Der vorangehende Teil mit der Flora Spaniens u. Österreichs war zuerst 1576 u. 1583 erschienen (vgl. Voet 1006-1008). Die Holzschnitte dieser Ausgabe wurden hier wieder verwendet, dazu kl. Illustrationen aus Dodoens u. einige neue, tlw. vom Sohn des Virgil Solis geschnitten. Von den 6 Bll. Vorstücken gibt es Varianten. Die Titelbordüre in kräftigem Altkolorit mit Goldhöhung. - Gering fleckig, wenige Bll. (ca. S. 85-104) braunfleckig, vereinzelte Anmerkungen des frühen 20 Jh. mit Tinte. 1 Bl. des Index mit restauriertem Ein- und Ausriss. Es fehlt wie häufig das Porträt sowie 28 S. "alter Appendix", der separat herauskam. Vorsatz mit Namenszügen von Giacomo Soranzo (dat. 1718) u. E. Bowles (dat. 1905; der Botaniker Edward Augustus Bowles?), gest. Exlibris Henry Fitz Herbert.
First volume of the collected works of Clusius. With engravd title border in contemporary colouring and c. 1100 woodcuts. - Slight spotting, brownstaining to few leaves, few early 20th cent. annotations with ink, one index leaf restored. Lacking engr. portrait and Appendix II (28 pp.), which were issued later and are often lacking. Later vellum. Provenance: Giacomo Soranzo (1718), E. Bowles (1905), Henry Fitz Herbert (bookplate).
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(closed)
Drapiez, Herbier de fleurs. 8 Bde.
Drapiez, P. A. J. Herbier de l'amateur de fleurs, contenant, graves et colories, d'apres nature, les vegetaux qui peuvent orner des jardins et les serres etc. Brüssel, de Mat, 1828-35. (27,5:19,5 cm). Mit 600 kol. Kupfertafeln. Etwas späterer Hldr. mit Rvg., Rücken verblasst, stellenw. leicht berieben, Kapitale teilw. bestoßen, Bd. 8 Kapital mit Fehlstelle, Bde. 4, 7 u. 8 Rücken etwas fleckig.
Nissen, BBI 2324; Stafleu-C. 4958; de Belder 108. - Das Werk ist eine unter der Leitung von Drapiez durchgeführte, erweiterte Neuauflage des Herbier von Loiseleur-Deslongchamps. Die schönen Tafeln wurden überwiegend nach Vorlagen von P. Bessa gestochen. "Bessa was Redoute's most distinguished pupil and his abilities are here displayed to good effect" (de Belder). - Stellenw. etwas fleckig; einige Tafeln gebräunt; Bd. 2 Textbl. mit geklebtem Einriss, Bd. 4 ein weiteres Bl. mit kleinem Ausriss im Falz; Bde. 5-8 Bindung an mehreren Stellen gelockert, Bd. 8 verzogen.
With 600 engr. coloured plates. - Partly some foxing; some plates browned; backed tear to leaf of vol. 2 and vol. 4; binding of vol. 5 to 8 partly loosened. 19th cent. half-leather, rubbing in places, head and tail of spine partly worn, some staining to spines of vol. 4, 7 and 8.
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(sold)
Macer Floridus, De virtutibus herbarum
Macer Floridus. De herbarum virtutibus cum veris figuris herbarum. Graduationes simplitium, cu(m) nomenclatura et interpretatio(n)e Polonica herbarum et morboru(m) ... addita est expositio terminorum obscuroru(m) per Simonem de Lowicz. Krakau, Officina Ungleriana, (ca. 1537). (16:10,5 cm). Mit 75 Textholzschnitten. 25 nn., 63 num., 12 nn. Bll. Hprgt., etwas berieben u. angestaubt.
Estreicher XXII, 5; Hirsch-H. III, 852 (unter Lowicz); Choulant, Handb. 241; nicht bei Durling u. Wellcome. - Sehr seltene Krakauer Ausgabe des "Macer Floridus". Hirsch-H. erwähnt noch eine Krakauer Ausgabe von 1532, die aber sonst nicht nachzuweisen ist. In der Bearbeitung durch den Krakauer Mediziner Simon de Lowicz, "keineswegs eine polnische Übersetzung des Macer selbst" (Choulant). Pflanzennamen in lateinisch, deutsch und polnisch. "De virtutibus herbarum" ist ein botanisches Lehrgedicht, das früher dem antiken Autor Aemilius Macer (1. Jh. vor Chr.) zugeschrieben wurde. Tartsächlich handelt es sich jedoch um ein im 11. Jh. entstandenes Werk, das heute meist dem Bischof Odo von Meung zugeschrieben wird, andere suchen den Autor in Süditalien. Vgl. hierzu eingehend Anderson, History of the Herbals, S. 30-35. - Teilw. etwas gebräunt u. fleckig, Titel fleckig u. mit Hinterlegungen u. Reparaturen im Bund u. Rand.
Very rare Krakow edition, edited by Simon de Lowicz. With 75 woodcuts. - Some browning and thumbing, title spotted and with marginal repairs. 19th cent. half-vellum, somewhat rubbed.
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(closed)
Fine set
Maund, Botanic Garden. 16 Bde.
Maund, B. The Botanic Garden, consisting of highly finished representations of hardy ornamental flowering plants, cultivated in Great Britain. 13 Bde. u. 3 Suppl.-Bde. in zus. 16 Bdn. London 1825-(51). Kl.-4to (22,5:19 cm). Mit 13 gest. Tit., 312 kol. Kupfertaf. u. 72 kolor. lith. Textillustr. Grüne Maroquinbde. d. Zt. (2 Suppl.-Bde. in HMaroquin) mit dreifachen Goldfileten auf den Deckeln u. etwas Rvg.
Nissen, BBI 2222; Stafleu-C. 5712, 5714-15; Great Flower Books 85. - Vollständige Ausgabe in 13 Bänden, mit den sorgfältig kolorierten Blumenbildern von S. Watts nach E. D. Smith, je 4 Darstellungen auf einem Blatt. Mit den Supplement-Bänden: "Auctarium" (2 Tle. in 1 Bd., fehlt nach St.-C. ein Anhang von 96 S. in Tl. 1), "Floral Register" (2 Tle. in 1 Bd.) u. "The Fruitist" mit 72 schön kolorierten Früchtedarstellungen. - Gest. Titel meist stockfl., sonst nur vereinzelt gering fleckig u. leicht gebräunt. Schöne und dekorative Reihe.
Complete set of this great and finely-illustrated survey of plants in cultivation in Great Britain, with 3 the supplementary volumes "Auctarium" (lacking the annex of 96 pp. in part 1), "Floral Register" and "The Fruitist" with 72 hand-coloured lith. illustrations in the text. - Foxing to most of the engr. titles, else minor browning and slight spotting in places. A fine set in contemp. green morocco (Auctarium and Floral Register in half morocco).
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(sold)
Lehrer Luthers
Trutfetter, Veteris artis
Trutfetter, J. Expositio librorum perihermenias et praedicamentorum Aristotelis. Mit Beig. von Maternus Pistoriensis. (Tit.: Veteris artis, id est Porphyrii universaliu(m), et predicame(n)toru(m) Aristotelis, Perihermeniasq(ue) expositio... ). (Erfurt, Wolfgang Schenk, um 1500). 4to (21:14,5 cm). Got. Typ. 48 nn. Bll. Umschl. d. 19. Jh.
GW M47683; ISTC ij00222200; Hase, Erfurt 28; nicht bei Hain, BMC, Goff. - Erste und einzige Ausgabe, sehr selten. GW weist nur 10 Exemplare (1 verloren), ISTC 9 Exemplare nach. Keine Exemplare in den USA, in der BL oder der BN. Der katholische Theologe, Logiker, Rhetoriker und Philosoph Trutvetter (auch: Jodocus von Eisenach oder Jodocus Isenacensis) studierte an der Erfurter Universität wo er 1484 Magister wurde, 1493 ein Pfarramt an der St. Andreaskirche übernahm und 1504 zum Doktor der Theologie promovierte. 1506 wurde er Archidiakon an der Wittenberger Schlosskirche, 1507 Rektor der Wittenberger Hochschule, bevor er 1510 nach Erfurt zurückkehrte. Als Vertreter einer Frühform des Erfurter Humanismus wirkte der Spätscholastiker T. prägend auf Luther, der bei ihm sowohl in Erfurt als auch in Wittenberg studierte. - Etw. gebräunt, 2 Bll. mit Wasserfleck, Titel mit kl. Rasurstelle eines hs. Eintrags, zu Beginn mit 2 kl. Wurmspuren.
First and only edition, very scarce. No copy in the US, the BL or BN. One of the few textbooks by the teacher of Luther in Erfurt and Wittenberg. - Some browning throughout, 2 leaves with marginal waterstaining, 2 small wormholes to margins of first leaves, small erased ink inscription on title page. Late 19th century wrappers.
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(sold)
Bonaventura, Sermones de tempore
Bonaventura (Pseudo-), S. Sermones de tempore et de sanctis. (Ulm), Johann Zainer, 1481. Fol. (28,5:20 cm). Got. Typ. Rubriziert u. mit rot eingemalten Initialen. 288 (d. e. w.), 140 nn. Bll. Kalbleder d. Zt. über Holzdeckeln mit spätgotischer Blindprägung u. ziselierten Eck- u. Mittelbeschlägen aus Messing, Vorderdeckel mit hs. Titelschild; leicht wurmstichig, Kanten etwas beschabt u. bestoßen, Rücken fehlt, 2 neue Schließen.
Hain 3513; GW 4812; BMC II, 527; Goff B-949; Amelung 43. - Schöner Druck aus der ersten Ulmer Offizin. "Diese dem großen Franziskaner Bonaventura, dem das Mittelalter den Ehrentitel 'doctor seraphicus' beilegte, zugeschriebene Predigtsammlung wurde zuerst 1479 in Zwolle in den Niederlanden und später u.a. noch zweimal in Reutlingen gedruckt. Zainers Ausgabe von 1481 ist für mehr als ein halbes Jahrzehnt sein letzter exakt datierter und firmierter Druck" (Amelung). - Leicht gebräunt u. etwas wasserrandig, vor allem zu Beginn u. gegen Ende etwas wurmstichig, vereinzelt kl. Einrisse oder andere kleinere Randschäden, 2 Bll. mit längeren Einrissen. Breitrandiges Exemplar (témoins), gelegentlich mit sauberen alten Marginalien (meist Druckfehlerkorrekturen).
Einband u. Provenienz: Sehr schöner Prägeband mit vollständig erhaltenen Messingbeschlägen, lediglich die Schließen wurden erneuert. Die Gestaltung der Deckel ähnelt einer bei Kyriss (Taf. 130) abgebildeten Arbeit von Jörg Schapf, tätig in Augsburg um 1469-1486 (Kyriss 63), der Kopfstempel Nr. 3 u. die quadratische Rosette Nr. 5 sind auch auf unserem Einband zu finden. Als vorderer Innendeckelbezug wurde ein Blatt aus einer anderen Inkunabel (wohl einer Gerson-Ausgabe) verwendet, der hintere Innendeckelbezug entfernt. Das leere Blatt zu Beginn mit Geschenkvermerk des 16. Jahrhunderts (durch Feuchtigkeitseinwirkung kaum lesbar) u. Sammler-Blindstempel des 20. Jahrhunderts.
Rubricated and with initials supplied in red. - Light browning throughout, some marginal dampstaining, some worming, particularly towards beginning and end, a few minor marginal defects, longer tears affecting 2 leaves. A copy with wide margins and some deckle edges, scattered early marginalia, first blank leaf with 16th cent. inscription and embossed collector's stamp. Fine contemporary blindstamped calf binding over wooden boards with brass fittings, presumably from an Augsburg shop (Kyriss 63), minor worming, some wear to cover edges, spine lacking, new clasps. First blank leaf with 16th cent. inscription and embossed collector's stamp.
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(sold)
Cyprianus, Opera
Cyprianus, C. Opera. (Stuttgart, Drucker der Erwählung Maximilians [H 10929], um 1486). Fol. (29,5:22 cm). Got. Typ., 2 Kol. Rubriziert, zahlr. eingemalte Initialen in Rot. 131 nn. Bll. (ohne das erste weiße). Mod. Prgt.
Hain-C. 5895; GW 7887; BMC III, 675; Goff C-1014. - Letzte Inkunabelausgabe der Werke des Kirchenvaters, Märtyrers und Bischofs von Karthago, gegenüber den vorhergehenden Ausgaben des Johannes Andreas de Bossi (zuerst Rom 1471) erweitert u. in veränderter Reihenfolge. "Der Herausgeber hat offenbar versucht, den Stoff nach Libelli und Epistolae zu ordnen" (GW). Gleichzeitig einer von nur drei Drucken der einzigen Stuttgarter Offizin der Inkunabelzeit. Neben den Opera Cyprians erschienen in der anonymen Presse nur noch die namengebende Flugschrift von der Erwählung Maximilians zum römisch-deutschen König sowie der kurze "Cursus per totam septimanam". Zur von Geldner u.a. vorgenommenen Identifizierung des unbekannten Erstdruckers von Stuttgart mit dem in den dortigen Steuerlisten um 1486 genannten Hans Schäfer vgl. Amelung I, 364 f. (mit älterer Literatur). Das vorliegende Exemplar mit den im GW genannten Druckfehlern "Ccilij" u. "co(n)fossoris" in der Schlussschrift. - Vereinzelt leicht fleckig, gegen Ende unten etwas wasserrandig, Bl. K4 mit kurzem Einriss im Text, P2 mit restaur. Einriss im w. Rand. Aus der Bibliothek des Dresdner Bankiers u. Sammlers Victor Klemperer v. Klemenau (1876-1943), mit dessen Exlibris (Versteigerung bei Sotheby's, 24. Juni 1991, Nr. 587).
Last incunable edition, one of only three books printed at Stuttgart in the fifteenth century. Apart from our book, BMC lists only the eponymous pamphlet on the coronation of Maximilian as King of the Romans, the third book identified with this press is an undated edition of the "Cursus per totam septimanam." Rubricated throughout, with initials supplied in red. The present copy contains the misprints in the colophon "Ccilij" and "co(n)fossoris" as recorded by GW. - Minor spotting in places, lower margins of last few leaves dampstained, short tear in text of K4, tear in margin of P2 repaired. Recent vellum boards. From the library of Victor von Klemperer, with his bookplate.
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(closed)
Lansberge, Tabulae
Lansberge, P. van. Tabulae motuum coelestium perpetuae. 3 Tle. in 1 Bd. Middelburg, Z. Roman, 1633. Fol. (30:19,5 cm). Mit gest. figürl. Titelbordüre, 1 gest. Porträt, 1 gefalt. Tabelle u. einigen Holzschnittfiguren im Text. 79 (inkl. Porträt); 180; 186 S., 3 Bll. Prgt. d. Zt., teilw. berieben, etwas gebräunt.
Bierens de Haan 2672; Houzeau-L. 12758. - Erste Ausgabe des astronomischen Tabellenwerkes, mit dem van Lansberge Keplers "Tabulae Rudolphinae" ersetzen wollte. "Although a follower of Copernicus, Van Lansberge did not accept the planetary theories of Kepler altogether. His 'Tabulae motuum coelestium perpetuae' (Middelburg 1632), founded on an epicyclic theory, were much used among astronomers" (DSB VIII, 28). - Gering gebräunt u. fleckig. Tabelle stärker gebräunt u. mit mittiger Hinterlegung (minimaler Zahlenverlust), Vortitel etwas fingerfleckig u. im Bund verstärkt, vereinzelt feine Annotationen im Rand.
First edition, 3 parts in 1 vol. With engr. title-border, engr. portrait, folding table and some woodcuts in the text. Van Lansberge's once celebrated work was intended to supersede Kepler's Rudolphine Tables. - Slight browning and spotting. Table browned, restored fold with loss of few numbers. Thumbing and marginal restoration to half-title. Contemporary vellum, somewhat rubbed and browned, scattered neat annotations.
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(sold)
Blondel, Architecture françoise. 4 Bde
Blondel, J. F. Architecture françoise, ou recueil des plans, élévations, coupes et profils des églises, maisons royales, palais, hôtels & édifices les plus considérables de Paris. 4 Bde. Paris, C.-A. Jombert, 1752-56. Gr.-fol. (54,5:38 cm). Mit 2 gest. Titelvign., 14 Textkupfern, zahlr. kl. gest. Illustrationen u. 500 Kupfertafeln auf 481 Blatt (davon 128 doppelblattgr. bzw. gefaltet, teilw. mehrfach). 1 Bl., IX S., 1 Bl., 298 S., 1 Bl.; 2 Bll., 164 S.; 2 Bll., 160 S., 4 Bll., 156 S. Hldr. der zweiten Hälfte des 19. Jh. mit etwas Rückenvergoldung, teilw. berieben, Ecken u. Kanten bestoßen, einige Gelenkeinrisse.
Millard I, 28; Ornamentstichkat. Bln. 2510; Cohen-R. 157; nicht bei Fowler. - Erste Ausgabe des monumentalen Prachtwerkes zur Architektur Frankreichs. Mit schönen Gebäudeansichten, Grundrissen und Plänen. Jacques Francois Blondel erreichte mit seinem Werk hohes Ansehen und wurde 1755 Hofarchitekt König Ludwigs XV. Blondel wird als einer der Begründer der modernen Stadtplanung angesehen. Die Kupfer durchgehend nummeriert, teilw. 2-3 Kupfer mit gleichen Nummern auf einem Blatt, einige zusammengesetzt, 484-85 falsch 486-87 nummeriert. - Unbeschnitten. Teilw. gebräunt u. stock- bzw. fingerfleckig, stellenweise Wasseränder (besonders Bd. 3), äußere unbeschnittene Ränder angestaubt, wenige Randeinrisse. Wenige Tafeln verbunden, vereinzelte Tafeln lose bzw. die angesetzten Teile bei Falttafeln gelockert bzw. lose.
Four volume in large folio. First edition of this monumental work on French architecture, richly illustrated with 2 engraved title vignettes, head-pieces and text illustrations and 500 engraved plates on 481 sheets (128 double page or folded). - Partly browned and spotted, waterstaining in places (especially volume 3), maginal duststaining. Few plates misbound, few plates loose. Uncut copy bound in mid 19th cent. half morocco, spines gilt, rubbed, extremities somewhat worn.
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(sold)
Herbarius Pataviae
Herbarius Pataviae (Herbarius latinus mit deutschen Synonymen). (Passau, Johann Petri, um 1486). 4to (22:16,5 cm). Got. Typ. Mit 148 (statt 150) altkol. Pflanzenholzschnitten 148 (statt 174) Bll. (die fehlenden Bll. in zeitgenöss. Handschrift auf 26 Bll. ergänzt) Bll. Hldr. d. 18. Jh., etwas berieben u. bestoßen, vord. Vorsatz erneuert.
Hain 8447; GW 12273; BMC II, 616; Goff H-66; Nissen, BBI 2302; Schramm XVI, S. 11 u. 17. - Eine von drei fast identischen Ausgaben des Passauer Nachdrucks des Schöfferschen "Herbarius". "Die Bilder sind ebenso wie bei dem vorhergehenden Nachdruck von der Gegenseite kopiert und im allgemeinen von derselben Größe wie die Mainzer... Das wichtigste Merkmal dieser Ausgabe besteht darin, daß die deutschen Namensbezeichnungen in vielen Fällen von denjenigen der Mainzer Ausgabe abweichen, wie ja auch heute noch viele Kräuter in den einzelnen Gegenden Deutschlands verschieden benannt werden" (Schreiber, Kräuterbücher S. VII). Selten, GW verzeichnet lediglich 26 Exemplare in öffentlichen Einrichtungen, davon mehr als die Hälfte unvollständig. - Breitrandig, vielfach mit témoins. Teilw. etwas gebräunt oder fleckig, wenige Bll. etwas stärker braunfleckig, 3 Bll. mit restaurierten Randdefekten außerhalb des Satzspiegels. Es fehlen die Vorstücke (4 Bll.) und der nicht illustrierte Anhang mit 96 weiteren Arzneistoffen, die nicht illustriert sind (20 Bll., davon 1 leer) sowie die nummerierten Blätter 57 ("Elleborus niger / swarcz nieswurcz") u. 64 ("Fraxinus / Espenbaum"). Alle fehlenden Blätter sind durch sehr sorgfältige zeitgenössische Abschriften (ohne die Illustrationen) in brauner und roter Tinte ersetzt, die 4 Bll. Vorstücke mit Feuchtigkeitsschaden u. Restaurierungen, Titel unten zu 2/3 ergänzt, Bl. 2 mit Besitzvermerk "Josephus Muggenthaller Possessor" (vgl. Hubay 712), einige sorgfältige Marginalien.
With 148 (of 150) woodcuts of plants in contemporary colouring. - Some occasional browning or spotting, a feew leaves with brownish stains, 3 leaves with marginal restorations not affecting the printed area. Lacking 26 leaves (preliminaries, 2 leaves with woodcuts and appendix), all supplied in fine contemporary manuscript excluding the woodcuts (preliminary leaves somewhat damaged and restored, blank lower part of title replaced). A copy with wide margins (several deckled edges), bound in 18th cent. half-sheepskin, somewhat rubbed and worn, front endpaper renewed.
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(sold)
"... ist schlau, kalt und entschlossen"
Wermuth, Communisten-Verschwörungen. 2 Bde.
Wermuth, K. G. L. & W. Stieber. Die Communisten-Verschwörungen des neunzehnten Jahrhunderts. Im amtlichen Auftrage zur Benutzung der Polizei-Behörden der sämmtlichen deutschen Bundesstaaten. 2 Bde. Berlin, A. W. Hayn, 1853-54. Verschiedene 8vo-Formate. 2 Bll., 319; VI S., 1 Bl., 154 S. Hldr. d. Zt. mit goldgepr. Rückentitel (Bd. 1), etwas berieben u. OU. (Bd. 2), teilw. fleckig.
Stammhammer I, 261; Andréas 33. - Erste Ausgabe, selten. Das sogenannte "Schwarze Buch" (Andréas), wenn auch gefärbte so doch wichtige Quelle zur Geschichte des Frühkommunismus. Auf den S. 209-225 die erste amtliche "legale" Ausgabe des "Manifest der kommunistischen Partei" abgedruckt. Bd. 1 enthält "Die historische Darstellung der betreffenden Untersuchungen" und Bd. 2 "Die Personalien der in den Communisten-Untersuchungen vorkommenden Personen" mit wertvollen biographischen Angaben und Beschreibungen der von der preußischen Regierung verfolgten Personen. So wird z. B. über Karl Marx notiert: "Personal-Beschreibung von Carl Marx: Alter: 35 Jahre. Größe: 5 Fuß 10-11 Zoll hannöversch Maaß. Statur: untersetzt. Haare: schwarz, gelockt. Stirn: oval. Augenbrauen: schwarz. Augen: dunkelbraun, etwas blöde. Nase: dick. Mund: mittel. Bart: schwarz. Kinn: rund. Gesicht: ziemlich rund. Gesichtsfarbe: gesund. Spricht deutsch im rheinischen Dialect und französisch. besondere Kennzeichen: a) erinnert in Sprache und Aeußerm etwas an seine jüdische Abkunft, b) ist schlau, kalt und entschlossen" (S. 79-80). - Stellenw. stockfleckig; Bd. 2 unaufgeschnitten.
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(closed)
Hieronymus, Epistolae. 2 Bde.
Hieronymus, Sanctus. Epistolae. Mit Beig. von Theodorus Lelius. 2 Bde. Parma, (Drucker des Hieronymus [GW 12429]), 1480. Fol. (Bd. 1: 35:24 cm, Bd. 2: 35:26,5 cm). Rom. u. griech. Typ. Bd. 1 mit 1 gr. Initiale in Gold u. Farben mit Rankwerksbordüre (später hinzugefügt) sowie 1 eingemalten Initiale in Rot, Bd. 2 mit 1 gr. Initiale in Blau u. Gold sowie Initialen u. Paragraphenzeichen in Rot oder Grün. 252; 329 nn. Bll. (ohne die weißen Bll. zu Beginn beider Bände u. das weiße Schlussblatt in Bd. 1). Ldr. um 1800 mit Rvg. u. je 2 roten Rsch.; beschabt, Gelenke eingerissen, Rücken von Bd. 1 mit geklebten Einrissen.
Hain-C. 8557; GW 12429; BMC VII, 942; Goff H-169. - Das Hauptwerk einer anonymen Parmeser Presse, aus der 1480-81 insgesamt nur vier Drucke bekannt sind (außer dem vorliegenden nur noch GW 6697, M27225 u. M42094). Die Briefausgabe des großen Kirchenvaters beruht auf der Miscomini-Ausgabe Venedig 1476, enthält jedoch einige Abänderungen u. Zusätze. Schöner Druck, am Schluss der Vorrede sowie des Gesamtwerkes "Telos" in griechischen Lettern. - Stellenw. gering fleckig bzw. stockfleckig, vereinzelt Wurmlöcher, stellenw. leichter Feuchtigkeitsrand, Bl. 1 u. 4 in Bd. 1 mit repariertem Einriss. Recht eng beschnitten, das Rankwerk der später hinzugefügten Goldinitiale sowie die zugehörige (Wappen?-)Miniatur im Fuß dadurch angeschnitten. Am Schluss von Bd. 1 zeitgenöss. Besitzvermerk "Tadeus puteolanus parmensis", von dieser Hand auch einige Marginalien.
2 vols. The most important of only four works assigned to this eponymous press. With 1 large (later) illuminated initial in gold and colours (border shaved) in vol.1 and 1 large inital in blue and gold as well as numerous initals and paragraph marks supplied in red and green in vol. 2. Complete except for the 3 blanks. - Minor spotting or foxing in places, a few wormholes, faint marginal dampstaining here and there, repaired tear to fol. 1 and 4 in vol. 1. Last leaf of vol. 1 with contemporary ownership inscription of Tadeus Puteolanus of Parma, who has also penned some marginal notes. Bound in full calf around 1800, severely rubbed, joints split, restored tear to spine of vol. 1.
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(sold)
Curtis, Flora Londinensis. 2 Bde.
Curtis, W. Flora Londinensis: or plates and descriptions of such plants as grow wild in the environs of London: with their places of growth and times of flowering. 6 Tle. in 2 Bdn. London, printed for and sold by the author, (1775-)1777-1798. Gr.-fol. (48:29 cm). Mit gest. Titelvignette und 432 altkol. Kupfertafeln. 1 Bl. Titel, 1 Bl. Widmung, 1 Bl. Subscribenten, 1 Bl. Vorwort, 4 S. Index, 217 Bll. Tafelerklärungen, 3 Bll.; 1 Bl. Titel, 1 Bl. Widmung, 3 Bll. Indices, 217 Bll. Tafelerklärungen, 2 Bll. Alter Ldr., stärker berieben und beschabt, Rücken erneuert.
Nissen, BBI 439; Stafleu-C. 1286; Great Flower Books 54; Henrey 595; de Belder 86. - Erster Druck der ersten Ausgabe dieser prachtvollen Flora mit der Autorenadresse "Gracechurch-Street" und "St. Georges Crescent". Mit den oft fehlenden Anhängen "Catalogue of certain plants" (am Schluss von Bd. 1) und "General observations on the advantage which may result from the introduction of the seeds of our best grasses" (am Schluss von Bd. 2). - Tafeln in Bleistift durchnummeriert, teils mit Anmerkungen von alter Hand. Durchgängig gebräunt, teils stockfleckig, vereinzelt mit Abklatsch, 2 Bll. des Index von Bd. 2 mit kl. Loch, Vorsatz mit Knitterfalten, alter Besitzerstempel auf Innendeckel. Fehlen wohl 9 Bll. Gesamtindex.
First edition, second issue. 6 parts in 2 volumes. "A splendid work" (Great Flower Books) with engr. title vignette and 432 engr. plates in contemporary colouring. "The 'Flora Londinensis' is much more comprehensive in scope than its title suggests, for it embraces most of the English flora, as a result of which it should be properly regarded as the first colour-plate national flora of England" (De Belder). - Browning throughout, foxing in places, plates numbered by pencil, little hole to 2 leaves of index vol 2, minor pencil marginalia in places, some off-setting in places, old owner's stamp to inner cover. Lacking 9 leaves index. Old calf, rubbed and worn, spine renewed.
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(sold)
Breviarium, Doppelblatt (Initiale "C")
Breviarium. - Doppelblatt aus einer lateinischen Handschrift auf Pergament. Salzburg, letztes Drittel des 12. Jahrhunderts. Fol. Blattgr. 32,5:22,5 cm, Schriftspiegel 24,5:14,5 cm. 22 Zeilen. Karolingisch-gotische Übergangsschrift in dunkelbrauner Tinte, Versalien und Hervorhebungen in Rot. Mit 3 großen Weißrankeninitialen in Rot, Blau und Grün, davon 1 mit Goldhöhung, und 2 dreizeiligen Inititalen in Rot.
Attraktives Bifolium aus einem Brevier des späten 12. Jahrhunderts, entstanden in einem Salzburger Skriptorium. Schrift und Initialschmuck weisen eine deutliche stilistische Nähe zu Handschriften aus St. Peter und Kloster Nonnberg auf, etwa zum "Orationale von St. Erentrud" (Bayerische Staatsbibliothek, Clm 15902), das von Georg Swarzenski (Die Salzburger Malerei, Leipzig 1913, S. 144 ff.) zu den letzten Meisterwerken der Salzburger Malerei gerechnet und um 1180-90 datiert wird.
Das Doppelblatt ist alt foliiert (Nr. 63 u. 66) und enthält Texte der Advents- und Weihnachtsliturgie. Bl. 63 beginnt mit dem Gebet "Pr(aest)a q(uaesumu)s om(ni)p(oten)s d(eu)s ut redemptionis n(ost)re", gefolgt von Secreta und Postcommunio, danach das Hauptgebet der vierten Adventswoche, "Excita, q(uaesumu)s D(omi)ne", ebenfalls mit Secreta und Postcommunio. Zu Beginn der Gebete für den vierten Adventssamstag steht die farbige Initiale "D", mit der die Oratio ""D(eu)s qui conspicis quia ex n(ostr)a" eingeleitet wird. Bl. 66 enthält Texte aus dem Hochamt zum Weihnachtsfest, wobei die prachtvolle goldgehöhte Initiale "C" das Gebet "Concede, q(uaesumu)s, om(ni)p(oten)s d(eu)s, ut nos unigeniti tui nova per carnem nativitas liberet" einleitet. Es folgt der Beginn der Liturgie zum Fest des hl. Stephanus (26. Dezember), hier wiederum mit einer Weißrankeninitiale "D", mit der das Gebet "Da nobis D(omi)ne q(uaesumu)s imitari quod colimus" beginnt. Bl. 63v u. 66v unten mit mehrzeiligen Nachträgen in kleinerer gotischer Schrift (Textura).
Einbandfund (ehemals Umschlag einer Notenhandschrift des 17. Jahrhunderts aus dem Salzburger Raum) mit kleinen Eckabschnitten und Faltspuren in den Rändern sowie am ehemaligen Rücken, dort auch kl. Einrisse u. Fehlstellen. Die ursprünglichen Umschlagaußenseiten (Bl. 63r u. 66v) stärker angestaubt u. etwas fleckig, die Innenseiten nur wenig fleckig.
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(sold)
Biblia latina. Basel, Froben
Biblia latina. - (Biblia integra: summata: distincta: supeme(n)data utriusque testame(n)ti... illustrata). Basel, J. Froben, 1491. 8vo (17:12,5 cm). Got. Typ. Mit eingemalten Initialen in Rot. 495 (st. 496; fehlt der Titel; Bl. 5 u. die zwei letzten weiß). Blindgeprägter Schweinsldr. d. 16. Jh. mit zwei Schließen; gebräunt u. berieben, Ecken u. Kanten teilw. bestoßen, Kapital beschädigt.
Hain-C. 3107; GW 4269; BMC III, 789; Goff B-592; Bibelslg. Württ. LB, D 148. - Die erste Bibelausgabe in Oktav-Format und der erste Druck von Johannes Froben, in kleinster Type zweispaltig gedruckt. "Sein (Froben) erster selbständiger Druck vom 27.6.1491 in einer der kleinsten Typen, die je verwendet wurden, ist eine Biblia latina ohne Kommentar. Die Type, keineswegs von Amerbach, sondern eigene Erfindung, verrät schon den Meister des Buchdruckes" (NDB V, 638). - Teilw. stark braunrandig, teilw. fleckig bzw. fingerfleckig, stellenweise gebräunt. Buchblock gelockert, Innengelenke eingerissen, s1 mit Eckabriss, p8v einige Buchstaben nachgezogen. Es fehlt der Titel. Erstes vorhandenes Blatt mit Besitzvermerk des 17. Jahrhunderts, 2. weißes Bl. am Schluss alt beschrieben.
The first Bible printed in octavo format, and the first book signed by Johann Froben, founder of a great printer’s dynasty and friend of Erasmus. To keep the number of leaves within a single volume, Froben used an unusually small but very clear gothic fount, in today’s nomenclature of 7-point size. The octavo format was clearly welcomed by readers. - Heavier brownstaining, some spotting, thumbing and browning, few restored marginal defects. Bookblock broken, inner hinges cracked. Lower corner of s1 torn away, few letters of p4v supplied by hand. Lacking the title. 17th cent. ownership inscription to first present leaf, old annotations to second last blank. Bound in 16th cent. blindstamped pigskin, two clasps; browned and rubbed, extremities and head of spine worn.
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(closed)
Johannes de Tambaco, Consolatio theologiae
Johannes de Tambaco. Consolatio theologiae. (Straßburg, Drucker des Henricus Ariminensis [Georg Reyser], um 1478). Fol. (30,5:22,5 cm). Got. Typ. (Gotico-Antiqua). Durchgehend rubriziert u. mit rot eingemalten Initialen, die Eingangsinitiale in Blau, 2 Federwerksinitialen in Blau u. Rot. 294 nn. Bll. Alter Holzdeckelband mit späterem blindgepr. Ldr.-Rücken, Schließen u. Vorsätzen, Deckel mit Wurmgängen u. reparierten vertikalen Bruchstellen.
Hain-C. 15236; GW M14759; BMC II, 484; Goff J-436; Ohly, Reyser (in: Gutenberg JB 1956, S. 121-140) Nr. 38. - Erste vollständige Ausgabe der 1366 entstandenen Trostschrift, zuvor um 1470-75 in Auszügen bei Peter Schöffer gedruckt. Der Dominikaner Johannes von Dambach (1288-1372) war Schüler Meister Eckharts in Köln und studierte mit Johannes Tauler in Paris. "Die Schrift 'De consolatione theologiae', die wie seine Askese überhaupt einen starken stoischen Einschlag verrät, gewann großen Einfluß auf die Frömmigkeit des 14./15. Jh. und auf die für das Spätmittelalter so typische Trostbuchliteratur" (NDB X, 547). Während ältere Bibliographien (so noch BMC) den unsignierten Druck in Speyer lokalisieren, wird heute übereinstimmend Straßburg als Druckort angegeben und der anonyme "Drucker des Henricus Ariminensis" mit dem später in Würzburg tätigen Georg Reyser identifiziert. Sehr schöner Druck in den "mit Recht nach ihm benannten zierlichen Typi Reyseriani, die der Antiqua sehr nahestehen... In seinen Straßburger Jahren meidet Reyser jede Buchillustration und jeden Buchschmuck und trachtet ausschließlich durch die schlichte und charaktervolle Schönheit seiner Typen, die Sorgfalt des typographischen Satzes und die treffliche Qualität des Papiers ästhetische Wirkungen zu erzielen" (Ohly S. 139). - Insgesamt leicht gebräunt, in den Rändern teilw. etwas wasser-, im Fußsteg gelegentlich auch sporfleckig, erste u. letzte Bll. mit kl. Randläsuren, erste Lagen gelockert, erstes Blatt etwas angeschmutzt u. mit großer Reparatur im Kopfsteg. Register mit einigen sauberen Marginalien, durchgehend saubere alte Foliierung in Tinte. Innendeckel mit dem Exlibris des kalifornischen Theologen, Historikers u. Bibliophilen Joseph M. Gleason (1869-1942).
Second, but first unabridged, edition. Rubricated throughout, with initials supplied in red and blue. Ascribed by GW and Ohly to the Strasbourg press of Georg Reyser, whereas BMC assigned this edition to Speyer. - Light browning, some marginal waterstaining, occasional traces of mildew in lower margin, first gatherings loosened, first leaf somewhat soiled and with repair in upper margin. Some manuscript marginalia to index, early manuscript foliation. Old wooden boards, spine later covered with blindstamped calf, new clasps, some worming and repaired cracks to boards. From the library of Joseph M. Gleason, with his bookplate.
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(closed)
Nider, Sermones de tempore et de sanctis
Nider, J. Sermones de tempore et de sanctis cum quadragesimali. Ulm, J. Zainer d. Ä., (um 1478/80). Fol. (29,5:21 cm). Got. Typ. Mit zahlr. Holzschnitt-Initialen, teilw. rubriziert. 318 nn. Bll. (davon 2 weiß; es fehlt das letzte weiße). Ulmer Schweinsldr. d. Zt. mit reicher Blindprägung über Holzdeckeln; stark beschabt und bestoßen, gedunkelt, am Rücken wenige Wurmstiche und am Kopf 2 kl. Einrisse, Innengelenke gelockert, Exlibris aus vord. Innendeckel entfernt, fehlen die Schließen.
Hain-C 11802; GW M26968; BMC II, 529; Goff N-216. - Seltene und frühe Ausgabe, die erste und einzige bei Johann Zainer. Predigten des um 1380 in Isny in Schwaben geborene Dominikaners, "gehörte zu den bedeutendsten Professoren der Wiener Hochschule, und sein Ruf zog viele Schüler an" (Wetzer-W. IX, 343). Nur streckenweise in Rot rubriziert und annotiert. Lage p besteht aus 9 Bll., da die 2. Hälfte des 3. Bogens nur als Falz vorhanden ist (so auch im GW für sämtliche Stuttgarter Exemplare angegeben). - Teilw. leicht fleckig oder gebräunt, vereinzelt kl. Randläsuren, letzte Bll. mit einigen Wurmlöchlein. Zu Beginn 2 Bll. mit Blattweiser. Vereinzelt etwas spätere Anmerkungen und Unterstreichungen in Tinte. Zum Einband vgl. Kyriss 126 u. Taf. 253 (Stempel 1 u. 3).
Early Ulm edition. With ornamental woodcut-initials, and partly rubricated and annotated in red. Gathering p comprises 9 sheets (second half of third sheet as a fold as for all Stuttgart copies in GW). - Light browning or spotting in places, occasional small marginal tears, minor wormholes to final leaves. Bearer type on 2 leaves. Some later ink annotations and underlinings. Lacking final blank. Bound in contemporary Ulm blindstamped pigskin over wooden boards, rubbed and worn, somewhat darkened, few wormstitches to spine and 2 small tears at head, hinges a bit weak, bookplate removed, lacking clasps.
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(closed)
Ovidius Naso, Fasti. Venedig
Ovidius Naso, P. Fasti. (Mit Kommentar, Vita Ovidii und Kalendarium, ed. Paulus Marsus). Venedig, Antonius Battibovis, 27. August 1485. Fol. (31:23 cm). Rom. Typ. 168 nn. Bll. Blindgeprägter, venezianischer Ldr. d. Zt. über Holzdeckeln, berieben, einige Fehlstellen im Bezug, Wurmspuren, kleinere Reparaturen.
Hain-12140; GW M28693; BMC VII, 1037; Goff O-131. - Seltene Ausgabe, schöner Scholiendruck mit umfangreichem Kommentar. - Etwas gebräunt u. fleckig bzw. fingerfleckig. Erste u. letzte Bll. mit teils bräunendem Wasserrand. Einige alte Anmerkungen, erste 3 u. letztes Blatt mit kleineren Randläsuren. Innendeckel mit Pergament einer alten Handschrift bezogen.
Rare edition. - Some browning, spotting and thumbing. Brownish waterstaining to first and last leaf. Few old annotations, some smaller marginal defects to first three leaves and last leaf. Contemporary Venetian binding in blindstamped brown goatskin over wooden boards, rubbed with partly exposure to boards, corners and spine worn, some worming, few repairs, inner covers with fragments of early manuscripts.
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(closed)
Petrus Lombardus, Sententiarum. 3 Bde.
Petrus Lombardus. Sententiarum libri IV. (Mit dem Kommentar des Hl. Bonaventura, Tabula von Johannes Beckenhaub und Vorrede von Nicolaus Tinctoris an Beckenhaub). 5 in 3 Bdn. Nürnberg, Anton Koberger, (nach dem 2. März, 1491. Fol. (ca. 31:22, etwas abweichend). Got. Typ. Teilw. rubriziert u. eingemalte Initialen in Rot. Teil 1 mit großer Eingangsinitiale in Rot, Blau und Grün mit reichem Dekor und Randausläufern, Teil 3 mit zwei eingemalten Miniaturen in Gold und Farben. Abweichende Einbände: 1. Ldr. um 1900, etwas berieben u. fleckig; 2. Prgt. d. 18. Jh., etwas gebräunt u. fleckig, Rücken mit wenigen kl. Einrissen; 3. Hldr. d. 19. Jh. mit Rückentitel.
Hain-C. 3540 (beschreibt die Tabula der Freiburger Ausgabe); GM M32527; BMC II, 433; Goff P-486. - Erste Ausgabe der Sentenzen mit dem Kommentar des Hl. Bonaventura, hrsg. von J. Beckenhaub. Die Tabula (= Teil 5), als einziger Band mit einem Titelblatt ausgestattet, wurde vermutlich separat und später gedruckt als die übrigen Bände. - Band 1 enthält Teil 1 und 5 (= Tabula, zu Beginn eingebunden): 110 nn. (o.d.l.w.), 204 nn. Bll. Der Band ist durchgehend rubriziert und mit eingemalten Initialen versehen. - Gering fleckig u. gebräunt, oberer Rand etwas knapper beschnitten. Die Lagen a-q der Tabula an den Anfang gebunden, das Titelblatt zur Tabula neu angefalzt. Exlibris W. A. Foyle u. E. Crawshaw. - Band 2 enthält Teil 2: 259 nn. Bll. (o.d.l.w., das erste weiße vorhanden). Ohne Rubrizierung u. eingemalte Initialen. - Teilw. stockfleckig u. etwas gebräunt, stellenweise kleiner Wasserrand. 1. weißes Blatt mit Wurmspuren. - Band 3 enthält Teile 3-4: 217 nn. (o.d.erste weiße); 272 nn. Bll. Nicht rubriziert, keine eingemalten Initialen. a2r in Teil 3 u. a2r in Teil 4 jeweils mit farbiger Miniatur mit Darstellung des Hl. Bonaventura als Bischof von Albano bzw. Christus am Kreuz zwischen Bonaventura und Franziskus. Bei beiden Miniaturen ist das Kreuz mit einem blühenden Baum verbunden. - Teilw. etwas gebräunt u. fleckig bzw. fingerfleckig, stellenw. kleine Wurmlöcher, vereinzelte Marginalien von alter Hand. A2 unterer Rand mit kleinem Loch u. teilw. unleserlich gemachtem Besitzvermerk. Letztes Blatt aufgezogen.
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(closed)
Thomas Aquinas, Super secundo libro
Thomas Aquinas. Super secundo libro sententiarum. Bologna, Benedictus Hectoris, 27. Mai 1494. Fol. (31:22 cm). Got. Typ., 2 Kol., durchgehend mit rot eingemalten Initialen, Textbeginn mit Initiale und Rankenleiste in Gold und Farben. 182 Bll. Blindgeprägter brauner Kalbldr. d. Zt. einer Augsburger Werkstätte über Holzdeckeln, beide Deckel mit Jagd- und Bogenfriesrolle, Vorderdeckel oben mit Titelschild; stark beschabt, bestoßen und wurmstichig, Eck- und Mittelbeschläge sowie Schließen fehlen.
GW M46374; Hain-C. 1477; BMC VI, 841; Goff T-164. - Zweite Ausgabe der Kommentare zum 2. Buch der Sentenzen des Petrus Lombardus, hrsg. von Paulus Soncinus und Marcus de Benevento. Variante mit der Endung des ersten Wortes wie im BMC Anm. beschrieben. - Vereinzelt rote Farbverwischungen, sonst kaum fleckig. Durchgehend etwas wurmstichig und unten meist leicht wasserfleckig. Titel mit Besitzvermerk der Benediktinerabtei Andechs, Exlibris des Abtes Johann V. Chrysostomus Huttler (Abt 1600–1610). Zum Augsburger Einband s. Kyriss 81, Taf. 166, Nr. 3 und vgl. 4.
Second separate edition of Thomas Aquinas' commentary on the second book of Peter Lombard's Sentences, copy with variant in the first word of title as described by BMC. With initials supplied in red, illuminated initial openening text and floral border in gold and colours. - Slight marginal waterstaining at bottom, worming throughout, occasional red colour blurring. Bound in contemporary Augsburg blindstamped calf, title label on upper cover; rubbed and worn, worming, missing clasps and other metalwork. For provenance see above.
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(sold)
Brahe, De mundi aetherei
Brahe, T. De mundi aetherei recentioribus phaenomenis. Liber secundus. Excudi primum coeptus Uraniburgi Daniae, ast Pragae Bohemiae absolutus. Frankfurt, G. Tampach, 1610 (in fine: Uraniborg 1588). 4to (24:18 cm). Mit 2 (1 blattgr.) Druckerm. u. zahlr. (2 blattgr.) Textholzschn. 8 Bll., 465 S., 1 Bl. Schöner neuerer Lederband mit Rückenschild und Rückenverg. im Stil d. Zt., Pp.-Schuber.
VD 17 12:644752M; Houzeau-L. 2699; Zinner 4264 (u. vgl. 3952); Ehrencron-M. II, 22; Honeyman-Coll. 487; DSB II, 407 (ausführl.). - Zweite Titelauflage, der Textkorpus von den Originalbögen, die Brahes Typograph C. Weida 1588 auf Uraniborg für den Autor herstellte, das Schlussblatt (NNN2) mit der prachtvollen Marke der Privatdruckerei und Motto "Suspiciendo despicio" ist erhalten. Die ersten Exemplare wurden nicht früher als 1603 in Prag ausgegeben, mit neuem Titelblatt ("Typis inchoatus Uraniburgi Daniae, absolutus Pragae Bohemiae 1603"), der absatzfördernden Vorrede von Brahes Schwiegersohn, G. F. Tengnagel, dat. Febr. 1603 u. weiteren Vorstücken (zus. 8 Bll.; die Angaben Zinners hierzu finden sich bei Ehrencron-M. berichtigt bzw. ergänzt). Tampach übernahm den erheblichen Rest der vollständigen Druckbögen und veränderte lediglich den Titel wie oben wiedergegeben (auch die Vorrede Tengnagels ist übernommen, vermutlich wurde die erste Lage jedoch neu gesetzt). Brahes Werk behandelt den Kometen von 1577, Kapitel 1-6 mit minutiösen Angaben über seine Beobachtungen u. Berechnungen, Kap. 7-9 mit Diskussion des Phänomens unter Einschluss der älteren Kometenliteratur. Diese Kapitel beinhalten Brahes Schlussfolgerungen eines geoheliozentrischen Systems (Darstellung auf p. 189, wiedergegeben in DSB II, 409). Es folgt ein 2. Buch mit weiteren Beobachtungen. "De mundi aetherei" sollte im Rahmen einer Trilogie die Fortsetzung (daher "Liber Secundus") seiner "Astronomiae instauratae Progymnasmata" bilden, beide Werke wurden jedoch in umgekehrter Reihenfolge gedruckt und separat nach Brahes Tod (1601) ausgegeben, nicht ohne abschließende Durchsicht durch Brahes Gehilfen Kepler, der die "Progymnasmata" mit einem Index u. Appendix versah. Auch die Bögen dieses Werkes wurden 1610 von Tampach erneut herausgegeben. Neben Diagrammen enthält das Werk zwei prächtige blattgr. Holzschn. von neuen Quadranten Brahes auf Uraniborg (p. 460 u. 463; vgl. Darmstaedter p. 99). - Gering stockfleckig, durchgehender Wasserrand. - Provenienz: H. Tenner (Heidelberg) Auktion 97, Kat.-Nr. 211 (1973)
Second title-issue of Brahe's study of the comet of 1577. Begun 1588 in Brahe's own office at Uraniborg, printing was finished under Kepler's supervision in Prague and the first copies were issued not until 1603. In 1610 Tampach bought the sheets and re-issued them with the present title, Brahe's magnificent device on the final leaf preserved. The same happened to Brahe's "Astronomiae instauratae Progymnasmata" which was meant to be the first part of "De mundi aetherei", the latter hence titled "Liber secundus"; both, however, are considered as separate works. "Since his observations of the nova of 1572 and the comet of 1577 had made him discard the reality of the spheres, Tycho included a description of his own geoheliocentric system of the universe" (DSB II, 407-408; with many details on the present work. Their illustration of Brahe's system is found on p. 189 of "De mundi"). With 2 full-page woodcuts (on p. 460 & 463) of instruments at Uraniburg. - Slightly foxed, some dampmarking throughout, a good copy bound in attractive recent full-calf, spine gilt, title piece, slip-case. - For provenance see above.
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(closed)
Galilei, Nouvelles Pensées
Galilei, G. Les nouvelles pensées. Où par des inventions merveilleuses, & des démonstrations inconnues iusques à présent, il est traitté de la proportion des mouvements, tant naturels, que violents, & de tout ce qu'il y a de plus subtil dans les Mechaniques & dans la Phisique. Traduit d'Italien en François (par Marin Mersenne). Paris, P. Rocolet, 1639. (16:11 cm). Mit 1 gefalt. Holzschnitt-Tafel u. zahlr. Diagrammen im Text. 11 Bll., 256 S. Prgt. d. Zt., gedunkelt, Schließbänder defekt.
Cinti 104; Riccardi I/1, 516, 12.2; Sotheran 8224; DSB IX, 319 (Mersenne); vgl. PMM 130, Dibner 141, Horblit 36, Sparrow 75, Norman 859, Roberts-Trent 129 sowie DSB V, 245 (ital. Or.-Ausg.). - Erste zusammenfassende Übersetzung von Galileis letztem, 1638 bei Elzevir erschienenem Werk "Discorsi e dimostrazioni matematiche" mit kritischem Kommentar Mersennes. Die "Discorsi" gelten durch systematische Berücksichtigung kinematischer Gesetze als Grundbaustein der modernen Physik. Mersenne sorgte durch mehrere Übersetzungen und Kommentare für die Verbreitung von Galileis Ideen in Frankreich. Mit der von Cinti nicht erwähnten Falttafel, die 5 Holzschnitt-Diagramme zeigt, auf welche im Text wiederholt Bezug genommen wird (an den entsprechenden Stellen alte hs. Verweise am Rand). - Die nach Cinti unbedruckten Bll. â1-2 & 10 entfernt. Durchgehend etwas gebräunt, die Tafel seitlich leicht knitterig.
First edition of Mersenne's "French summary and critical discussion" (DSB) of Galilei's "Discorsi e dimostrazioni matematiche", his last work and "the first modern textbook of physics, a foundation stone in the science of mechanics" (Horblit). Mersenne was the first to render Galileo's fame known in France. With the folding plate not mentioned by Cinti (slight creasing at side margin). - Blank leaves â1-2 & 10 removed. Few old marginalia, some browning throughout. Bound in contemp. vellum, darkened, ties defective.
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(sold)
Huygens' First Work
Huygens, Theoremata
Huygens, C. Theoremata de quadratura hyperboles, ellipsis et circuli, ex dato portionum gravitatis centro. Leiden, Elsevier, 1651. 4to (20,5:16,1 cm). Mit Holzschn.-Fig. im Text u. Druckerm. 4 Bll., 43 S. Neuerer Halbpergamentband.
Poggendorff I, 1164; Willems 696; DSB VI, 599. - Rarissimum. Die erste Ausgabe der Erstlingsschrift des berühmten Mathematikers und Astronomen, mit der er die Aufmerksamkeit von Descartes und anderen Zeitgenossen auf sich zog. Huygens entdeckt die Quadratur der Kurven und weist ihre Beziehungen zum Schwerpunkt nach. Er geht von früheren Arbeiten de la Failles u. Gregors a S. Vicentio aus und weist die Fehler des letzteren nach. - Sauberes Exemplar. - Provenienz: G. M. Reiss (Mainz) Auktion 4, Kat.-Nr. 1886 (1972).
Extremely scarce first edition. "In an appendix to the 'Theoremata' Huygens refuted the celebrated proof by Gregory St. Vincent of the possibility of the quadrature of the circle" (DSB). - Fine copy in recent half-vellum. For provenance see above.
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(sold)
Vesalius/Leveling, Anatomische Erklärung
Vesalius, A. - Leveling, H. P. Anatomische Erklärung der Original-Figuren von Andreas Vesal, samt einer Anwendung der Winslowischen Zergliederungslehre. Ingolstadt, A. Attenkhouer, 1783. Fol. (41:28,5 cm). Mit Holzschnitt-Frontispiz, gest. Titelvignette, 2 gefalt. Holzschnittafeln, 21 blattgr. und ca. 200 kleineren Textholzschnitten, überwiegend von den Originalstöcken Vesals. 13 Bll., 328 S. Ldr. Zt., Vordergelenk angebrochen, Ecken und Rücken restauriert bzw. ergänzt, Rückenschilder erneuert.
Cushing VI.A-15; Choulant-Fr. 185; Waller 5752. - Zweite Ausgabe, Titelauflage des Erstdruckes von 1781. Der letzte ältere Abdruck der Originalstöcke vor ihrer Wiederveröffentlichung durch die Bremer Presse 1934. "The chief physician von Woltter had acquired, probably from Maschenbauer's legacy in Augsburg, all the original woodcuts from Vesalius' anatomic works. However, the eighth muscle plate was replaced by an inferior copy... 12 smaller drawings, the blocks of which had been lost, were re-engraved, and fairly well-done by a Munich artist for the use of this edition... the work contains the older woodcut title of 1543 and all the woodcuts of the edition of the chief work of 1555; from the Epitome only the illustrations of the two nude figures are taken... This work was prepared by Leveling at Woltter's request; the edition comprised 1500 copies" (Choulant-Fr.). - Exemplar mit der endgültigen Subskribentenliste (3 Bll.), die vorläufige (2 Bll.) von 1781 nicht mehr mit beigebunden. Die Holzschnitte in meist noch erstaunlich guten Abdrucken. Der erste Muskelmann (S. 97) mit handschriftl. Legende im Rand; die erste Taf. mit langem hinterlegtem Querriss. Front. angefalzt und gebräunt, Titel mit Besitzvermerk, erste und letzte Bll. etwas stockfleckig und wasserrandig, S. 307/308 alt angerändert. Breitrandiges Exemplar, die in anderen Exemplaren meist angeschnittenen blattgr. Holzschnitte und die beiden Tafeln durch Einfaltung nahezu unversehrt.
Second edition, title-issue of 1781, limited to 1500 copies. With woodcut title, 2 folding plates, 21 full-page and c. 200 smaller illustrations printed with few exceptions from Vesal's original woodblocks found "in surprisingly good condition" (Cushing). Of two different subscribers' lists the later one (3 ll.) is bound in. - Old annotations to woodcut on p. 97, restored tear to one folding plate. Woodcut title browned and set on a new guard. Ownership inscription to title, some foxing and marginal dampstaining to first and final leaves, p. 307/308 remargined. Else a fine, broad-margined copy, oversized woodcuts bound folding and thus nearly untouched by the binder's knife. Contemp. calf, front hinge cracked but firm, spine and corners restored.
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(closed)
Vitruvius Teutsch. 1548
Vitruvius Pollio, M. Vitruvius Teutsch. Zehen Bücher von der Architectur und künstlichem Bawen. Erstmals verteutscht und in Truck verordnet durch G. H. Rivium. Nürnberg, J. Petreius, 1548. Fol. (31,5:20 cm). Mit ca. 190 teils ganzseit. Textholzschnitten. 18 nn., 320 num. Bll. Ldr. d. 18. Jh mit Rückenvergoldung, berieben, Vordergelenk eingerissen u. teilw. verstärkt. Mod. Schuber.
VD 16, V 1765; Adams V 913; Fowler 404; Bibl. Dt. Mus., Libri rari 292; Ornamentstichkat. Bln. 1810; Dodgson I, 528, 3; Riccardi I/2, 613; Ebhardt, Vitruv S. 70; Benzing, Ryff 185. - Erste deutsche Ausgabe, von Ryff um Zitate aus dem weiterem architekton. Schrifttum der Renaissance bereichert. Behandelt neben der eigentlichen Baukunst auch Gegenstände der Technik, Perspektivlehre und Geometrie. "The illustrations are attributed to Peter Flötner, Virgil Solis, Georg Pencz, Hans Brosamer and Erhard Schön, with initial letters by Hans Springinklee. They are mainly based on the 1521 Como edition, but many of the same plates were used in Ryff's 'Bawkunst'" (Fowler). - Etwas gebräunt, wenige Bll. etwas braunrandig, stellenweise etwas fingerfleckig. Sehr wenige alte Anmerkungen. Titel leicht gereinigt.
First edition in German. - Slight browning, some brownstaining and slight thumbing in places, few old annotations, title carefully cleaned. 18th cent. calf, spine gilt; partly rubbed, upper joint cracked and repaired.
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(sold)
Bessa, Flore 4 in 2 Bdn.
Bessa, (P.). Flore des jardiniers, amateurs et manufacturiers. Extraits de l'Herbier de l'amateur. 4 in 2 Bdn. Paris, Audot, 1844. Gr.-4to (29,5:23 cm). Mit 389 (statt 390?) kol. Kupfertaf. 4 Titelbll. u. 4 S. Pflanzenregister in Bd. 2. Hldr. d. Zt. mit Rsch. u. Rverg., berieben und etwas bestoßen, Gelenk bei einem Band eingerissen.
Vgl. Nissen, BBI 161 und Great Flower Books 50 (beide EA. von 1836 mit 389 Taf.). - Zweite, von uns bibliographisch nicht ermittelte Ausgabe. Große Seltenheit. Pancrace Bessa war ein Redouté-Schüler und unterrichtete die Herzogin von Berry. - Die Tafeln meist etwas gebräunt und fleckig.
Extremely rare, bibliographically unrecorded second issue. Nissen calls for 389 plates for the first edition, whereas the present edition asks for 390 plates as per title text. "Bessa was Redouté's most distinguished pupil" (de Belder 108). With very attractive plates showing flowers and plants from all parts of the world. - Some browning and staining, contemporary half-calf gilt, some wear.
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(sold)
Sturm, Sammlung
Sturm. - Sammlung von Briefen, Klein- und Gelegenheitsschriften, Notizen, Probedrucken, Urkunden, Zeichnungen etc. aus dem Nachlass der Nürnberger Künstler- und Gelehrtenfamilie Sturm. Meist Nürnberg, spätes 18. u. 19. Jahrhundert. Verschiedene Formate. Lose oder in zeitgenössischen Einbänden.
Umfangreiche Sammlung von Dokumenten aus dem Besitz des Nürnberger Kupferstechers und Naturforschers Jacob Sturm (1771-1848), Mitbegründer der Naturhistorischen Gesellschaft in Nürnberg und Herausgeber der großangelegten Tafelwerke "Deutschlands Flora in Abbildungen nach der Natur mit Beschreibungen" (1798-1853) und "Deutschlands Fauna..." (1797-1857), sowie seiner Söhne Johann Heinrich Christian Friedrich Sturm (1805-1862) und Johann Wilhelm Sturm (1808-1865), die beide das Werk ihres Vaters fortführten und deren qualitätvolle Arbeiten denen des Vaters nicht nachstanden.
Autographen: Enthält eine Fülle von zeitgenössischen Manuskripten, darunter ausführliche Beschreibungen der von Jacob gegründeten und von seinen Söhnen fortgeführten Naturhistorschen Sammlungen in Nürnberg, zu diesem Thema auch einige Briefe von zeitgenössischen Gelehrten wie dem Hallenser Naturwissenschaftler Hermann Burmeister (1807-1892) und dem Karlsruher Botaniker Moritz August Seubert (1818-1878), sowie kleinere Abschriften der Sturms aus naturhistorischen und kunstwissenschaftlichen Werken. Sehr bemerkenswert ist der Briefwechsel von Jacob Sturm mit dem bedeutenden Naturforscher und Entdecker Herzog Paul Wilhelm von Württemberg (1797-1860) aus den Jahren 1834 bis 1847, enthalten sind 10 Briefe des Herzogs (1 mit Kuvert), dazu Sturms Briefentwürfe. Ein weiterer Briefwechsel entspann sich zwischen Johann Wilhelm Sturm und dem Dresdener Zeichner, Radierer und Schriftsteller Edmund Guido Hammer (1821-1898), vorhanden sind 5 Briefe aus den Jahren 1861 bis 1863. Wesentlich persönlicher sind Johann Wilhelms eigene Briefe an seine spätere Frau Anna Katharina Barbara (Babette) Zwinger (1814-1883), Tochter des Nürnberger Malers und Radierers Gustav Philipp Zwinger (1779-1819) und der Malerin und Lehrerin Christine Zwinger, geb. Pehnert (?-1843), die nach dem Tode ihres Mannes die Leitung der städt. Zeichenschule Nürnberg übernommen hatte. Von Babette und ihrer Schwester Anna Margaretha Luisa (Nanette) Zwinger (1811-1870), die 1837 Johann Wilhelms Bruder Friedrich heiraten sollte, sind gleichfalls eigenhändige Schriftzeugnisse enthalten. Wertvolle biographische Informationen zur Familie Sturm bieten die Manuskripte der Trauerreden des Nürnberger Pfarrers Konrad Rüdel (1806-1888) auf Anna Barbara Katharina Wilhelmine, die bereits 1855 verstorbene einzige Tochter von Friedrich und Nanette (8 Bll.), sowie auf Friedrich (4 Bll.) und Nanette Sturm (6 Bll., d.l.w.) selbst. Die hier ebenfalls im Manuskript vorliegende Trauerrede auf Jacob Sturms 1832 verstorbene Gattin Christiana Albertina Wilhelmina, geb. Wagner (4 Bll.), hielt der auch als Zeichner und Kupferstecher hervorgetretene Ferdinand Loesch (1820-1881), 1831-66 Pfarrer in Wöhrd bei Nürnberg.
Druckschriften: 1. Coleopterologische Werke in der Bibliothek von J. W. Sturm (hs. Umschlagtitel). Nürnberg 1843. S. VII-XII, 1 Bl. Umschl. - Separatdruck aus "Catalog der Käfer-Sammlung von Jacob Sturm". - 2. J. W. Hilpert u.a. Festschrift für Jacob Sturm. Ebda. 1846. 4to. 2 Bll. Pp. d. Zt. mit Goldpapierapplikationen. - 3. Ders. Zum Andenken an Dr. Jacob Sturm. Ebda. 1849. Mit 1 gest. Portr. 24 S. Pp. d. Zt. - Mit Bibliographie. - 4. L. Krausser. Verzeichniss der hinterlassenen sehr werthvollen naturhistorischen Bibliothek... des Herrn Dr. Johann Heinrich Christian Friedrich Sturm. Ebda. 1863. 2 Bll. 54 S. Hlwd. d. Zt. mit gedr. Deckelschild. - Handkatalog der Auktion vom April 1863, gebunden im Folioformat, mit Schreibpapier durschossen und mit umfangreichen Anmerkungen. - 5. Die Gründung eines Naturhistorischen Museums zu Nürnberg. Denkschrift. Ebda. (ca. 1881). 10 S. Geheftet. - 6. F. Eisinger. Georg Wolfgang Panzer. 1755-1829. Jakob Sturm. Kupferstecher und Naturforscher in Nürnberg. 1771-1848. Guben 1919. Mit 2 Portr. 9, 13 S., 1 w. Bl. OU. - Separatdruck aus Jg. 13 der "Internationalen Entomologischen Zeitschrift". - Dazu diverse Anzeigenblätter für Werke der Familie Sturm (u.a. auch für die "Gemeinnützigen Kupferblätter" Conrad Wagners), Probedrucke für Illustrationen etc.
Urkunden: Mehrere teils gedruckte, teils handschriftliche Urkunden belegen die Mitgliedschaft Jacob Sturms in verschiedenen wissenschaftlichen Gesellschaften, vorhanden sind die Aufnahmediplome der Regensburgischen botanischen Gesellschaft (1796), der Wetterauischen Gesellschaft für die gesamte Naturkunde (1808, mit Begleitschreiben), der Pharmazeutischen Gesellschaft zu St. Petersburg (1819, mit versiegeltem u. adressiertem Kuvert), der Physiographischen Gesellschaft in Lund (1822) und der Naturforschenden Gesellschaft des Osterlandes zu Altenburg (1834). 1864 erhielt Johann Wilhelm Sturm das Ehrendiplom der Naturhistorischen Gesellschaft zu Nürnberg. Ein im Mai 1796 ausgefertigter Lehrvertrag ist von Jacob Sturm und seinem Schwiegervater Johann Georg Wagner unterzeichnet und gesiegelt, der seinen Sohn Conrad bei Sturm in die vierjährige Lehre zum Kupferstecher schickt. Conrad Wagner veröffentlichte 1815 in Nürnberg 48 "Gemeinnützige Kupferblätter zu einer lehrreichen und angenehmen Unterhaltung für Kinder". Weiter enthalten sind Gutachten, Quartierzettel, Quittungen, Rechnungen, Urkunden- und Briefabschriften und vieles mehr.
Zeichnungen: Von besonderer Bedeutung sind die in der Sammlung enthaltenen Originalzeichnungen. Von Friedrich Sturm sind drei hervorragende Kohle-, Kreide- und Bleistiftportraits enthalten: Zwei Selbstporträts des jungen Künstlers, eins im Oval (ca. 21:17 cm), signiert und datiert 1828, ein weiteres aus etwa derselben Zeit (19,5:16,5 cm) ist monogrammiert und von anderer Hand mit Bleistift bezeichnet, das dritte, nicht voll ausgeführte und ebenfalls von anderer Hand bezeichnete zeigt seinen Vater Jacob (12:16 cm). Aus der Kinder- und Jugendzeit Friedrich Sturms stammen sechs hübsche Tieraquarelle (Bär, Elefant, Gibbon, Strauß, Wendehals) sowie vier Feder- und Tuschzeichnungen, teilw. signiert und datiert 1814-16. Zehn weitere Bleistift- und Kohlezeichnungen enthalten vor allem Blumendarstellungen, eines der Blätter trägt die Signatur von Nanette Zwinger (dat. Nürnberg 1822), von der wohl auch andere Zeichnungen stammen.
Einzigartige Quellensammlung, nur wenige Dokumente mit leichten Gebrauchs- oder Lagerspuren, die Druckschriften gelegentlich etwas stockfleckig, insgesamt jedoch hervorragend erhalten.
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(closed)
(Zorn), Icones plantarum. 6 Bde.
(Zorn, J.). Icones plantarum medicinalium. Centuria I (-VI). Abbildungen von Arzneygewächsen. Erstes (-sechstes) Hundert. 6 Bde. Nürnberg, Raspe, 1779-90. (20:13 cm). Mit gest. Porträt (Linné), 1 gest. Titelvignette und 600 kol. Kupfertafeln. Ldr. d. Zt. mit reicher Rvg. u. 2 Rsch., Rücken etwas rissig, Bde. 1, 4-6 Rücken stellenw. wurmstichig.
Nissen, BBI 2202; Stafleu-C. 18747; Great Flower Books 81; de Belder 386. - Erste Ausgabe, auf 5 Zenturien berechnet, zu denen vorliegend die erst zur zweiten Ausgabe erschienene sechste Zenturie von 1790 beigegeben ist. - Schönes Exemplar.
6 vols. First edition, illustrated with engraved portrait and 600 engraved plates. Complete set of this attractive work on medical plants, incl. the sixth century which is normally found only with the second edition. - Fine copy. Contemporary calf with spine gilt, some worming to vol. 1, 4-6.
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(sold)
Officium Hebdomadae Sanctae
Officium Hebdomadae Sanctae. - Chorbuch für die Karwoche. Incipit: "Dominica In Ramis Palmaru(m)". Liturgische Handschrift auf Pergament. Spanien, 5. Jan. 1618. Gr.-fol. Blattgr. 57:40 cm, Schriftspiegel 47:25 cm. 5 große Zeilen Text u. Noten. Rotunda in schwarzer Tinte u. schwarze Quadratnoten auf 5 roten Linien, Rubriken in Rot. Mit 1 kl. farb. Vignette, 1 Zierseite mit mehrfarb. Initiale mit figürl. Füllung aus Blumen, Krone u. Palmwedel (17:17 cm) u. farb. Leistenrahmen mit floraler Füllung sowie 3 farb. Initialen mit vegetabiler Ornamentik (je 18:18 cm) u. ebensolcher Eckzierleiste; dazu zahlr. Initialen in Blau oder Rot mit Federwerk in der Gegenfarbe sowie gelb schattierte Cadellen in Schwarz. 105 num. Bll., 1 nn. Bl. Blindgepr. Ldr. d. Zt. über schweren Holzdeckeln (60,5:42 cm) mit je 5 Buckeln u. gepunzten Kantenbeschlägen, ehemals mit 2 Schließen; berieben, Vorderdeckelbezug eingerissen, Beschläge teils neu aufgenagelt, Rücken mit breitem neueren Lwd.-Bezug, Innengelenke mit Textilstreifen verstärkt.
Vollständiges Chorbuch, enthält die liturgischen Gesänge für Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag. Die Handschrift endet mit dem Vermerk des Schreibers: "Sumptibus sororis Hieronime Cannauale (die beiden letzten Worte gelöscht, jedoch noch lesbar) huic libro fine(m), imposuit Fr. Fra(n)ciscus Toledo, Quinto Kale(n)das Januarij, anni 1618." Nach Bl. 5 ein zusätzl. Responsorium ("In monte oliveti") zum Palmsonntag eingebunden (auf Papier). - Stellenw. etwas fleckig oder berieben, viele kleinere Korrekturen u. Ergänzungen, einige Randreparaturen.
Choir book with the services for the Holy Week. Latin manuscript on vellum, Spain, 1618. 106 leaves (complete). Written in a gothic hand in red and black ink beneath 5-line staves in red with music notation in black. With 4 large coloured initals, numerous initials in red and blue with penwork decoration, and cadell initials. - Some occasional spotting and rubbing, several corrections and manuscript additions, some marginal repairs. Contemp. blind-tooled calf over thick wooden boards with brass fittings, somewhat rubbed and worn, clasps lacking, spine covered with cloth, inner hinges repaired.
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(sold)
Ablassbrief der Reformationszeit
Leo X., Indulgencia plenaria
Leo X., Papa (Giovanni de Medici). Indulgencia plenaria. Einblattdruck. (Rom, G. Mazzocchi, ca. 1515-20). Quer-fol. (19,5:29 cm). Mit 2 kleinen Holzschnitten u. 1 Holzschn.-Initiale. 19 Zeilen.
Sehr seltener Plenarablass der Reformationszeit, ausgeschrieben von Papst Leo X. (Pontifikat 1513-1521) "pro fabrica ecclesie & conventus Sancte marie Gorgone sacri ord(in)is Carmelitar(um)". Giacomo Mazzocchi, der Drucker dieses Ablassbriefes, betrieb seine Offizin in Rom zwischen 1505 und 1524. Die hier verwendeten Typen benutzte Mazzocchi 1520 auch für den Druck der päpstlichen Bannandrohungsbulle "Exsurge Domine" (Bulla contra errores Martini Lutheri et sequacium), mit der Leo X. auf Luthers 95 Thesen zum Ablasshandel reagierte. Die beiden kleinen Holzschnitte mit einer Darstellung der Anna Selbdritt (3,3:2,5 cm) und dem päpstlichen Wappen (3:2,5 cm). Auf Papier mit Wasserzeichen Meerjungfrau (frei, ohne Beizeichen, mit zwei Flossen). - Leicht fleckig, einige Wurmlöcher außerhalb des Drucktextes. Vermutlich aus einem Einband gelöst und geglättet.
Rare Papal plenary indulgence, issued in the name of Pope Leo X to raise money for the fabric of the Carmelite church and convent of Saint Mary. With two small woodcuts, depicting the Virgin and Child with Saint Anne and Leo X's arms. The indulgence was printed by Giacomo Mazzocchi in Rome, using the same type material as for the papal bull "Exsurge Domine" of 1520, written by Leo X in response to Martin Luther's 95 theses. - Lightly stained, few wormholes (not affecting printed area). Presumably removed from a binding and carefully smoothed.
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(sold)
With Manuscript Annotations and Diagrams
Sacrobosco, Sphaera mundi
Sacrobosco, J. de. Sphaera mundi (Opusculum sphaericum). Leipzig, Wolfgang Stöckel,1499. Kl.-4to (21,5:15 cm). Got. Type. Mit 28 (1 blattgr.) Holzschn.-Figuren im Text u. altkol. Druckermarke am Schluss. 49 nn. Bll. (o.d.l.w.). Neuerer Lederband, Schuber.
Hain 14123; GW M14592; BMC III, 655; Goff J-420; Hamel 30. - Sehr seltene Ausgabe der "Sphaera", GW verzeichnet lediglich 12 Exemplare in öffentlichen Bibliotheken. Mit dem Kommentar des Wenzel Faber von Budweis, der zuerst in der um 1497 von Martin Landsberg gedruckten Ausgabe enthalten war. Auch die Illustrationen folgen der Ausgabe Landsbergs, allerdings sind hier die Bildlegenden in Holzschnitt, nicht wie bei Landsberg in Typendruck ausgeführt. - Teilw. etwas (finger-)fleckig, einige Bll. leicht gebräunt, Bl. E1 mit restauriertem Eckausriss (Einfassung des Holzschnitts berührt), B4 mit Papierbruch im Satzspiegel. Mit zahlreichen interessanten zeitgenössischen Marginalien in roter und brauner Tinte, vielfach durch saubere Federzeichnungen illustriert (auch auf dem Titel), einige Holzschnitte rot ankoloriert. Titel mit Besitzvermerk des Johann Heinrich Schimbersky aus Neisse (Oberschlesien), dat. 1650.
Very rare edition, GW records 12 copies in public libraries only, two of which in the United States. A close reprint of Landsberg's edition of c. 1497, with 28 (1 full page) woodcut diagrams and Stöckel's device. - Some spotting and thumbing, a few leaves lightly browned, corner restoration to E1 (just affecting woodcut neatline), paper crack to B4 (affecting printed area), without the final blank leaf. With numerous neat contemporary annotations and diagrams in brown and red ink, a few woodcuts partly coloured in red, printer's device coloured in red and green. Title with ownership inscription from Nysa (Upper Silesia), dated 1650. Recent full brown morocco, slipcase.
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